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Buchcover für Sunshine Man

Sunshine Man

Roman

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Erscheinungstermin 24.06.2026 | Archivierungsdatum 23.08.2026


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Zum Inhalt

»Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an.«

Eine Suche, ein Erwachen – und die Grautöne der Schuld

Es ist ein kalter Januarmorgen, an dem Birdie Keller die Nachricht erhält, auf die sie 18 Jahre gewartet hat. Der Mann, der ihre Schwester ermordet hat, wird aus dem Gefängnis entlassen. Mit einem Plan – und einer Waffe – verlässt Birdie ihr Zuhause, ihre Familie, ihr Leben, um den Mann zu suchen, der für sie alles andere als ein Fremder ist. Von London über Cornwall folgt sie ihm, Jimmy Maguire, bis zurück in ihre Heimat Devon – jene Landschaft, in der die Erinnerungen Birdies Gewissheiten einstürzen lassen und die Vergangenheit die Gegenwart niemals loslässt.

Die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, die alles verschlingt

Emma Stonex erzählt von der Reise einer Frau, die den Verlauf der Geschichte selbst in die Hand nimmt, von der wahren Bedeutung von Chancenlosigkeit, Schwesternschaft und dem Versuch, dem eigenen Schicksal zuentkommen. Ein Buch voller psychologischer Tiefe, atemraubender Spannung und der Verzweiflung der Einsamkeit.

Das neue genresprengende Spannungshighlight der Autorin von Die Leuchtturmwärter

»Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an.«

Eine Suche, ein Erwachen – und die Grautöne der Schuld

Es ist ein kalter Januarmorgen, an dem Birdie Keller die Nachricht...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783758700408
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 400

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
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4 stars

Im Zentrum steht Birdie, deren Leben scheinbar geordnet ist, bis die Vergangenheit sich mit brutaler Konsequenz zurückmeldet. Was folgt, ist ein psychologischer Marsch durch Erinnerungen, Zweifel und Selbsttäuschungen.
Die Reise durch das winterliche England wirkt dabei fast wie ein Spiegel ihrer inneren Verfassung: karg, unbarmherzig und von einer Kälte, die sich nicht abschütteln lässt.
Emma Stonex gelingt es, ein beklemmendes Spannungsfeld zwischen Rache, Vergebung und der trügerischen Hoffnung auf Erlösung aufzubauen. Besonders eindrücklich ist die Figur von James– kein eindimensionales Monster, sondern ein zutiefst widersprüchlicher Mensch, dessen Geschichte verstört und überraschend berührt. Gerade hier liegt die größte Stärke des Romans: Es gibt keine klare Trennung zwischen Täter und Opfer.
Allerdings fordert das Buch Geduld. Der Einstieg zieht sich, die Handlung tastet sich langsam voran, und der derbe Ton kann anfangs irritieren, fast ermüden. Doch wer durchhält, wird in der zweiten Hälfte mit einer emotionalen Wucht konfrontiert, die kaum loslässt. Plötzlich kippt die Perspektive, und das, was zunächst wie eine einfache Geschichte über Vergeltung wirkte, entpuppt sich als vielschichtiges Drama über Schuld – und darüber, wie sie entsteht.
Die Rückblenden legen Stück für Stück ein verstörendes Bild frei. Eine Welt, in der Vernachlässigung und Gewalt keine Ausnahme, sondern Alltag sind. Stonex stellt dabei unausgesprochen die große Frage, ob Menschen zu dem werden, was sie sind, weil sie es in sich tragen – oder weil sie nie eine Chance hatten, etwas anderes zu sein. Eine einfache Antwort bleibt sie schuldig, und genau darin liegt die beklemmende Kraft des Romans, der mich bis zum Schluss nicht loslassen konnte.
Fazit: Trotz erzählerischer Unebenheiten und gelegentlicher Längen ist Sunshine Man ein Buch, das im Kopf bleibt. Unbequem, manchmal sperrig, aber gerade deshalb so wirkungsvoll.
Am Ende bleibt ein nagendes Gefühl, dass Schuld selten eindeutig ist und Gerechtigkeit noch viel seltener.

4 stars
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4 stars

„Sunshine Man“ von Emma Stone hat mich wirklich überrascht. Das Buch ist auf eine ganz eigene Art speziell — manchmal fast verstörend, gleichzeitig aber unglaublich fesselnd. Schon nach kurzer Zeit entwickelt die Geschichte eine Atmosphäre, die einen nicht mehr loslässt.
Besonders spannend fand ich, dass man nie genau weiß, wohin sich alles entwickelt. Die Handlung bleibt unberechenbar und erzeugt ständig dieses unterschwellige Gefühl von Spannung und Unsicherheit. Genau das hat mich komplett hineingezogen.
Für mich ein sehr spezielles, intensives und extrem spannendes Buch, das definitiv aus der Masse heraussticht.

4 stars
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5 stars

Als James/Jimmy Maguire nach 18 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, packt Bridget/Birdie Keller ihre Waffe ein und bittet ihre Schwiegermutter Wilma, für ein paar Tage ihre Kinder zu versorgen. James soll als Jugendlicher Birdies Schwester Providence Doyle ermordet haben, hat die Tat aber nie gestanden und im Gerichtsprozess keine Reue gezeugt. Das Urteil fiel wegen Totschlag und wurde mit Jimmys Unfähigkeit zu Gefühlen begründet. Birdie ist entschlossen, den Mann auszulöschen, weder Haft noch Therapie genügen ihrer Überzeugung nach als Reaktion auf die brutale Tat. Als sie vor der Haftanstalt auf Jimmys Entlassung wartet, muss sie verblüfft feststellen, dass er von einer dunkelhaarigen, sehr jungen Frau abgeholt wird.

Emma Stonex‘ Figuren waren einander in der Kindheit vertraut. Jimmy wuchs mit vier Brüdern auf; "die Maguires“ waren eine berüchtigte Bande, denen jede Untat spontan zugetraut wurde. Da seine Mutter Maeve sich nie mütterlich verhielt und er sich der Vaterschaft des „Mister“ im Haushalt nie sicher war, teilt er mit Birdie und Providence das Schicksal verwaister Kinder. Die Schwestern waren von ihrer Mutter wie ein Gepäckstück bei ihrer Großmutter abgestellt worden – und Birdie hatte zu ihrer Schwester eine besonders enge Beziehung. Oma Violet/Gamma betreut ihre Enkelinnen beinahe klischeehaft, überzeugt, Kinder müssten umsorgt und beschützt werden.

Jeweils aus der ichperspektive berichten Jägerin und Gejagter aus ihrer Kindheit. Ergänzt wird diese Sicht durch nicht abgeschickte Briefe Jimmys, den Blick einer neutralen Erzählstimme und der denkbaren Perspektive der jungen Donna. Jimmys Geschichte erzählt von seiner Haft in drei Strafanstalten; beide Figuren leben jeweils mit einer persönlichen und einer öffentlichen Version der Ereignisse. Stellt sich die Frage, ob es eine weitere Version gibt und wie damals die überraschend enge Beziehung zwischen den Maguires und den Doyles entstand, die die Tat rückblickend besonders verwerflich erscheinen lässt. Die episodenhaft erzählten Ereignisse zwischen 1963 und 1989 wirken sprachlich karg und lassen vermuten, dass auch Jimmys Verhör und Gerichtsverfahren sprachlich eher schlicht ausgefallen sind.

Fazit
In Emma Stonex‘ „Sunshine Man“ geht es um Sozialwaisen, deren Wege sich auf fatale Art kreuzen, um die Frage, welchen Einfluss Haft und Therapie auf die Unfähigkeit haben, moralische Werte zu erkennen, und nicht zuletzt darum, wie ein Gerichtsverfahren Angehörigen einer ermordeten Person das Abschließen mit der Tat ermöglicht. Ihrem Thema nähert sich Stonex episodenhaft, zwischen sich widersprechenden Versionen der Tat wechselnd. Ein erschütternder, sozialkritischer Roman, dessen entscheidende Szenen sicher nicht zufällig am Ende der Thatcher-Ära spielen.

4 1/2 Sterne

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atmosphärisch, tiefgründig, vielschichtig, düster, etc. ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es war für mich wie ein Sog.

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Ich habe das Buch ausgewählt, weil wir in der Buchhandlung aus versehen die doppelte Menge bestellt habe. Da es als Buchhändlerin immer mein Ziel ist, das bestellte zu verkaufen, wusste ich, dass ich mich dem Buch annehmen will, wenn ich diese grosse Menge verkaufen will. ^^

Mir gefällt das Cover, es hat etwas unscheinbares und doch will man wissen, was sich hinter diesen weichen Hügeln verbirgt.

Das erste was ich hier loswerden möchte ist, dass nicht im Klappentext und nicht im ersten Kapitel des Buches erwähnt wird, dass wir uns im Jahr 1989 befinden. Dies wurde mir erst bewusst, als Birdie mit einem Strassen-Atlas durch London irrt und einen Gedanken zum amtierenden US-Präsidenten Ronald Reagan hegt. Dort wurde es mir erst bewusst, dass wir uns nicht in der heutigen Zeit, respektive im 21. Jahrhundert, befinden.

Die Figuren Birdie und Jimmy wechseln sich beim erzählen des Romans ab. Zudem wechseln auch die Erzählzeiten. Ein Teil der Geschichte spielt im Jahr der Entlassung 1989 und ein Teil spielt in der Kindheit der beiden Protagonisten. Am Anfang musst ich mich konzentrieren, damit ich die Zeitsprünge erfasste, aber mit der Zeit ging es immer besser. Man Begleitet ihre Schicksale der Kindheit und wie es zum zum Mord an Birdies Schwester kam. Wir folgen Jimmys Gedanken, wie er die Jahre in den Gefängnissen revue passieren lässt. Wie er anwenden kann, was er in den Therapien gelernt hat um seine Wut zu kontrollieren.

Ein vielschichtiger und auch komplexer Roman, welcher ich gerne gelesen habe. Da ich aber den Schluss nicht überzeugend finde und mich unbefriedigt zurück lässt, gebe ich nur 4 Sterne.

4 stars
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4 stars

"Das neue genresprengende Spannungshighlight der Autorin von Die Leuchtturmwärter", verspricht der Klappentext, was die Erwartungen in die Höhe schnalzen lässt - und sie nicht erfüllt. Emma Stonex hat alles andere als einen Pageturner im klassischen Sinn vorgelegt, sondern ein Drama, das von Kindern erzählt, die keinen besonders guten Start ins Leben hatten. Wobei nicht eindeutig ist, wer hier was ist. Das liegt an der Ouvertüre, bzw. dem ersten Satz ("Die Woche, in der ich einem Mann in den Kopf schoss, fing ganz normal an."), der einen klassischen Rachethriller einleiten könnte, à la Frau zieht aus, um allen Kerlen, die ihr jemals ein Leid angetan haben, das Licht auszuknipsen. Stattdessen wechselt Stonex zwischen den Familiengeschichten der Jägerin und des Gejagten hin und her, wobei sehr schnell klar wird, dass auch der vermeintliche Bösewicht, der jüngste von vier verwahrlosten Brüdern irgendwo in den Staaten, alles andere als gewissenlos ist. Psychologisch spannendes Coming-of-Age mit unvorhersehbarem Finale.

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5 stars

Mitreißend, abgründig, schmerzlich

Wow, dieses Buch hat mich echt völlig fertig gemacht. Ich hatte nicht mit derartig viel Ab- unf Tiefgründigkeit gerechnet und die Geschichte hat mich mit all ihrer Tragik völlig kalt erwischt. Aber ein besonderes Leseerlebnis, das nachhallt.

Ich finde schon, dass meine Erwartungshaltung nach den ersten Seiten in eine völlig andere Richtung ging, als sich der Plot entwickelt hat. Dadurch fand ich die Geschichte recht unvorhersehbar. Aber der Plot war durchweg logisch aufgebaut, emotional geladen und sehr nervenaufreibend.

Nicht nur durch die Perspektivwechsel, sondern auch die Rückblenden in die Vergangenheit bekommt die Geschichte eine tolle Tiefe und beleuchtet die moralischen Grauzonen, die sich hinter den Entscheidungen der Figuren verbergen. Es gibt hier kein klassisches Schwarz und Weiß und genau das hat mich eigentlich auch so fertig gemacht. Ich wollte auf Birdies Seite sein, bins auch. Aber gleichzeitig habe ich auch mit James mitgefiebert.

Ich fand die Themen Schuld und Gerechtigkeit hier sehr spannende aufgegriffen. Beide Protagonisten sind auf ihre jeweilige Art Getriebene; Gefangene eines Schicksals, dass sie auf brutalste Art miteinander verbunden hat. Besonders eindrücklich fand ich James Tagebucheinträge und Briefe an seine Tochter.

Ich hab dieses Buch wirklich verschlungen und fand auch das Ende geradezu genial aufgelöst.

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1989 wird James Maguire nach 18 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Birdie verlässt an diesem Tag ihre Familie, fest entschlossen, den Mörder ihrer Schwester umzubringen. Es folgt ein unfreiwilliger Roadtrip durch England und in die Vergangenheit.
Emma Stonex macht es sich und den LeserInnen nicht leicht. Es geht um schwere auch kontroverse Fragen, um Schuld und Sühne. Sollte man die Kindheit des Täters, die nur aus Gewalt und Vernachlässigung bestand, berücksichtigen? Verdient auch ein Mörder eine zweite Chance? Wie steht es um die Moral von Rache und Vergeltung?
Das Buch ist bestimmt keine leichte Kost, aber immer spannend und flüssig erzählt. Es hat mich sehr beeindruckt und mich immer wieder zum Nachdenken angeregt. Sehr empfehlenswert!

5 stars
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4 stars

Sie verabschiedet sich von ihrem Mann und den beiden Kindern. Dabei sagt sie nichts von ihren Plänen und weiß doch, dass sie am Abend nicht zurück kommt. Sie ist davon überzeugt, dass ihr Mann sie von ihrem Vorhaben abbringen möchte. Das kann sie allerdings nicht zulassen. Das ist sie ihrer Schwester schuldig. Heute wird deren Mörder entlassen und Birdie kennt nur ein Ziel: Rache. Sie möchte ihn töten.

Jimmy saß 18 Jahre für einen Mord, den er nie gestanden hat. Und trotzdem glaubten alle, dass nur er als Täter in Frage kommt. Schließlich gehörte er zu den berüchtigten Maguires. Alle, die in dieser Familie aufwuchsen, waren im Dorf bekannt und verrufen. Dass Birdies Schwester sich ausgerechnet in einen von ihnen verliebt haben sollte? Nein, das kann nicht sein.

Es dauert eine Weile, bis das Buch Fahrt aufnimmt und die Story spannend wird. Was mir besonders gut gefiel, das war die Darstellung von Vorurteilen, die fest in den Köpfen von Mitmenschen verankert sind. Häufig genügt es, dass man in eine Familie geboren wird, die keinen guten Ruf hat. Ohne eigenes Dazutun wird man als minderwertig oder gar asozial abgestempelt. Wären nicht diese Längen und das zuweilen nicht nachvollziehbare Hin und Her zwischen Vergangenheit und Gegenwart, ich gäbe fünf Sterne. #NetGalleyDE

4 stars
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Emma Stonex gelingt mit „Sunshine Man“ aus dem Fischer Verlag ein intensiver Spannungsroman, der sich vor allem auf die psychologischen Aspekte seiner Figuren konzentriert. Im Mittelpunkt steht Birdie Keller, die seit vielen Jahren mit dem gewaltsamen Tod ihrer Halbschwester Providence lebt, und daraus resultierenden Rachegefühlen. Als der Mann, der für das Verbrechen verurteilt wurde, nach langer Haft wieder freikommt, sieht Birdie die Gelegenheit gekommen, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen. Doch während sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt, werden ihre Überzeugungen zunehmend erschüttert.

Besonders stark sind die vielschichtigen Charaktere gezeichnet. Birdies Schmerz, ihre Wut und ihre Besessenheit wirken nachvollziehbar und verleihen der Geschichte eine große emotionale Kraft. Gleichzeitig wird auch Jimmy Maguire nicht als einfache Täterfigur dargestellt. Mit jeder neuen Enthüllung gewinnen beide Figuren an Tiefe, sodass sich die Frage nach Schuld, Verantwortung und Wahrheit immer komplexer gestaltet.

Die Handlung entwickelt sich bewusst langsam und setzt weniger auf spektakuläre Wendungen als auf Spannung durch zwischenmenschliche Konflikte und verdrängte Erinnerungen. Dadurch entsteht eine dichte, oft beklemmende Atmosphäre, die hervorragend zu den Themen Verlust, Trauma und Vergeltung passt. Manche Leser könnten sich ein höheres Tempo wünschen, doch gerade die ruhige Erzählweise ermöglicht es, die Figuren und ihre Beweggründe intensiv kennenzulernen.

Insgesamt ist „Sunshine Man“ ein emotionaler Roman, der viele Fragen aufwirft und zum Nachdenken zwingt. Emma Stonex verbindet psychologische Spannung mit einer bewegenden Geschichte über Trauer, Rache und die Suche nach Wahrheit. Wer komplexe Charaktere und tiefgründige Spannung statt reiner Action bevorzugt, wird mit diesem Buch sehr zufrieden sein.

4 stars
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Sunshine Man hat mich sehr beeindruckt. Emma Stonex erzählt eine spannende und emotionale Geschichte über Verlust, Schuld und die Suche nach Gerechtigkeit. Besonders gefallen haben mir die vielschichtigen Figuren und die atmosphärische Kulisse. Die Handlung bleibt bis zum Schluss fesselnd und regt zum Nachdenken an. Ein bewegender Roman, den ich gerne weiterempfehle.

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Ein Frau macht sich auf den Weg, den Mörder ihrer Schwester zu erschießen. Von Anfang an ist klar, dass die Frau am Ende auf einen Mann schießen wird.

Während sie die Fährte aufnimmt, folgt man dem Mann und der Frage, ob er wirklich der Mörder ist.

Eine Geschichte, die einen mit Vorahnungen füttert, aufs Glatteis führt und immer wieder zweifeln lässt. Wir schauen zurück auf eine Kindheit in Armut, voller Gewalt und Vernachlässigung. Alles scheint von erdrückender Ausweglosigkeit zu sein. Ohne dass die gewaltvollen Folgen damit entschuldigt werden, schafft die Autorin dennoch Verständnis.

Das Ende war irgendwie überraschend und dann doch auch nicht überraschend. Doch genau darin liegt für mich eine Stärke des Romans, wie er mit meinen Erwartungen spielt.

Spannend wie ein Krimi und tiefgründig wie ein Sozialdrama. Ein Roman, der mit seinen Thriller-Elementen keine meiner klassischen Lektüren war, mich aber ziemlich fasziniert hat.

4 stars
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Von der Geschichte die Emma Stonex erzählt wurde ich nach den ersten Seiten gepackt. Es ist diese stille, kalte Entschlossenheit, die nicht aus Wut geboren ist, sondern aus einem jahrelang vernarbten Schmerz. Sie geht nicht los wie eine Rächerin, sondern wie jemand, der keine andere Sprache mehr kennt als die der Schuld. Ihre eigene, die ihrer Familie, die des Mannes, der ihre Schwester getötet hat und die der Welt, die damals einfach weiterlief. Diese Reise von London nach Cornwall und zurück nach Devon fühlt sich an wie ein Abstieg in die Schichten eines Traumas, das nie wirklich zur Ruhe kam. Jeder Ort, den sie betritt, öffnet eine Tür, die sie eigentlich geschlossen glaubte. Was diese Geschichte so eigen macht, ist die Weigerung, einfache Antworten zu geben. Jimmy Maguire ist kein Monster, Birdie keine Heilige. Beide tragen Lasten, beide haben blinde Flecken, beide sind Produkte einer Vergangenheit, die niemand mehr ändern kann. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch so stark: Es zeigt, wie dünn die Linie zwischen Opfer und Täter manchmal wird, wie Erinnerung sich verformt, wie Gerechtigkeit zu einer Obsession werden kann, die alles verschlingt. Am meisten berührt mich Birdies Einsamkeit. Diese Art von Einsamkeit, die entsteht, wenn man zu lange mit einem einzigen Gedanken lebt. Und doch liegt in ihrer Suche auch ein Erwachen ein zögerliches, schmerzhaftes, aber echtes. Am Ende bleibt nicht die Frage nach Schuld, sondern die nach Menschlichkeit. Und genau darin liegt die Kraft dieses Romans.

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Man kann eigentlich keine detaillierte Rezension abgeben, ohne zu spoilern, denn der Roman beginnt fast mit dem Ende und hält die Leser:innen geschickt mit dem Spiel zwischen Zeitebenen in Spannung.
Nur soviel: hier wird für den Täter eine außergewöhnliche Perspektive gewählt, die einen tiefen Einblick in sein Innenleben gestattet, ohne ihn zu entlasten.
Unbedingt empfehlenswert!

5 stars
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4 stars

Ewige Rache?

Diese Geschichte ist fesselnd und intensiv.

Birdie Keller erhält endlich die ersehnte Nachricht: Der Mörder ihrer Schwester wurde nach vielen Jahren aus der Haft entlassen.

Sie denkt keine Sekunde mehr nach, verlässt ihren Mann, ihre Kinder und macht sich auf den langen Weg um endlich Rache zu üben. Denn dieser Mann hat ihr ganzes Leben bestimmt, ihr die geliebte Schwester genommen, ihre Träume und die Zukunft zerstört, ihr Albträume beschert. Dafür muss er nun büßen...

Eindringlich erzählt die Autorin diese besondere Geschichte. Aus den Perspektiven des Mörders und der Hinterbliebenen. Man taucht ein in das Geschehen und hinterfragt, versteht, erschaudert und kann es doch kaum glauben. Trotz einiger Längen, eine Geschichte die ihren Sog entfaltet und nachdenklich stimmt. Lesen lohnt sich

4 stars
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Ohne Zweifel das beste Buch was ich seit langem gelesen habe. Spannender als viele der aktuellen Thriller, aber trotzdem unglaublich tiefgreifend und voller Nuancen. Die Geschichte der Charaktere ist unfassbar fesselnd erzählt, man fühlt als Leser richtig mit und baut auch zu den “bösen” Charakteren eine große Bindung voller Empathie auf, ohne, dass ihre Taten verharmlost werden.
Keine leichte Kost, aber trotzdem ein sehr schönes Buch was mich persönlich komplett überzeugt hat.

5 stars
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Nachdem ich bereits "Die Leuchtturmwärter" von derselben Autorin gelesen habe, habe ich mich sehr auf das neue Buch von ihr gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Psychologisch spannend erzählt, voller falscher Fährten und Rückblicke, folgt man einer Frau auf dem Weg, den Mörder ihrer Schwester zu erschießen. Der saß knapp zwanzig Jahre in Haft und wird jetzt entlassen... Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe in Emma Stonex eine neue Lieblingsautorin im Bereich der psychologischen Spannung gefunden. Hoffentlich gibt es bald mehr von ihr!

5 stars
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