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Die Austernfischerin
Ein Roman
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Erscheinungstermin 13.07.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Ein Roman wie die Nordsee: stürmisch, salzig und voller Geheimnisse
Lydia verbringt ihren Urlaub im Haus der Mutter ihres Freunds Hendrick an der dänischen Nordseeküste. Elna gilt als schroff wie die See. Als Hendrick erfährt, dass er durch eine Prüfung gefallen ist und lernen muss, ist Lydia auf sich gestellt. Elnas Einladung, ihr bei der Austern-Ernte zu helfen, nimmt sie zögernd an, und nähert sich auf den kargen Sandbänken einer Seite Elnas, die nur die wenigsten zu kennen scheinen. Vorsichtig erkundet Lydia eine zarte Zuneigung zu der unnahbar wirkenden Frau, während Hendrick sich immer weiter entfernt.
Celine Edingers Debüt erzählt sinnlich und bildstark von Intimität und Tabubruch, fragt, ab wann sich Grenzen verschieben, und ergründet das Gefühl, von einem Menschen wirklich gesehen zu werden.
Ein Roman wie die Nordsee: stürmisch, salzig und voller Geheimnisse
Lydia verbringt ihren Urlaub im Haus der Mutter ihres Freunds Hendrick an der dänischen Nordseeküste. Elna gilt als schroff wie die...
Marketing-Plan
- MOKA Magazin
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783036951829 |
| PREIS | 23,00 € (EUR) |
| SEITEN | 240 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Das Cover ist eigentlich schlicht, zeigt „nur“ eine Auster. Aber die ist extrem schön gezeichnet.
Wir begleiten Lydia, die mit ihrem Freund Hendrick Urlaub bei seiner Mutter in Dänemark macht. Dort läuft nicht alles so, wie geplant, denn Hendrick muss lernen und kommt außerdem mit seiner Mutter eher weniger zurecht.
Lydia hingegen lernt seine Mutter auf andere Weise kennen und schätzen.
Ein Buch, das Eindruck hinterlässt und noch eine ganze Weile nachklingt. Alleine das Setting ist ja schon klasse: an der Nordseeküste Dänemarks, auf Sandbänken beim Austern sammeln, das rauhe Wetter. Dazu kommen noch die Menschen, die auch alle ihre Eigenheiten haben. Und hier sind nicht nur die Charaktere von Hendrick, Lydia und Elna klasse gezeichnet, sondern auch die anderen Personen, die darin auftauchen, wurden von der Autorin sehr gut dargestellt. In die Gefühlswelt kann man richtig gut abtauchen, da das auch eigentlich das Wichtigste an der ganzen Geschichte ist.
Vielleicht hätte ich mir ein weniger offenes Ende gewünscht. Das hätte ruhig noch ein wenig weitergehen können.
Nele W, Buchhändler*in
Eine wunderschöne Geschichte über Intimität und Nähe in einer Beziehung und das fehlen der selben in einer anderen.
Fesselnd geschrieben, vom Anfang bis zum Ende.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 2096245
Selten ein Buch gehabt was mich so schnell in den Bann gezogen hat. Angefangen zu lesen und nicht mehr aufgehört bis das Buch fertig war. Ein gelungener Debüt Roman der Autorin
Aleena G, Buchhändler*in
Schon nach wenigen Seiten beginnt man zu bedauern, dass dieses Buch irgendwann vorbei sein wird. Celine Edinger schreibt mit einer Zartheit und Leichtigkeit, die man nur selten findet – und doch ohne dabei jene eigentümliche Präzision zu verlieren, die "Die Austernfischerin" so besonders macht.
Das Buch lädt ein zur Auszeit, hinein in eine stille Beobachtung gestochen scharfer Figuren, die sich umeinander bewegen – rhythmisch kreisend, einander näherkommend und wieder entgleitend. Gefühlsreich und doch völlig ohne Kitsch. Mal mit einem wissenden Schmunzeln, mal mit einer stechenden Unvermeidlichkeit.
Jede Seite war ein Genuss – der Art, die man noch lange nach dem Lesen auf den Lippen schmeckt und nicht so schnell loslassen will.
Buchhändler*in 1224213
Ein Buch mit wunderschönem Cover!
Das Grundsetting am Meer in Dänemark hat mir sehr gefallen und die Sprache der Autorin ist besonders und eindrücklich und sorgt dafür, dass alle beschriebenen Sinneseindrücke noch sinnlicher wirken, man erlebt sie intensivst mit.
Durch ihre besondere Art Dialoge zu schreiben entsteht eine tiefe Stille im ganzen Buch, als würde man sich eine Muschel ans Ohr halten und Meeresrauschen hören, während man einen stummgeschalteten Film mit Untertiteln schaut. Das hat mich beeindruckt und mir sehr gefallen!
So intensiv ich aber auch den Körper der Protagonistin mitgefühlt habe, so fern ist sie mir leider als Charakter geblieben, so undurchsichtig ihre Motivation, ihre Wünsche, ihre Werte und am Ende hat mich das Buch zurück gelassen mit der Frage, was diese Geschichte eigentlich möchte, warum sie ist. Leider nicht auf die positive Art, die einfach viele Möglichkeiten offen lässt und Gespräche anregt.
Insgesamt fand ich das Buch äußerlich und sprachlich sehr ansprechend, aber charakterlich und auf Handlungsebene nicht ganz begeisternd.
Die Austernfischerin von Celine Edinger war mal etwas ganz anderes als die Bücher, die ich sonst lese.
Das Buch ist sehr ruhig geschrieben und hat einen angenehmen, einfachen Schreibstil. Teilweise fühlt es sich fast wie ein Tagebuch an. Lydia macht mit ihrem Freund Urlaub bei seiner Mutter in Dänemark. Dort lernt sie die schönen Seiten Dänemarks- und das Austernfischen kennen. Mit der Zeit merkt sie aber, dass Elna sie auf eine besondere Art fasziniert. Dabei fragt sie sich immer mehr, was es eigentlich bedeutet, wirklich gesehen zu werden.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn nicht so viel passiert. Es ist ruhig, nachdenklich und hat mich auf seine Art inspiriert.
Fazit: Wer eine ruhige Geschichte für zwischendurch sucht und kein spannendes Buch erwartet, könnte hier genau richtig sein. Für mich war es eine schöne Abwechslung, auch wenn es mich nicht komplett überzeugen konnte.
3 von 5 Sternen.
Die Austernfischerin konnte mich insgesamt überzeugen. Die Geschichte lebt vor allem von ihrer besonderen Atmosphäre an der rauen dänischen Nordseeküste. Die Autorin beschreibt die Landschaft so eindrucksvoll, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst am Meer zu stehen. Besonders die langsame Annäherung zwischen Lydia und Elna sowie die Entwicklung ihrer Beziehung fand ich einfühlsam und glaubwürdig erzählt.
Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und passt hervorragend zur melancholischen Stimmung des Romans. Gerade die Figuren erhalten viel Raum, wodurch ihre Gefühle und Beweggründe nachvollziehbar werden.
Ein Punkt hat meinen Lesefluss allerdings immer wieder gestört: Die fehlenden Satzzeichen bei der wörtlichen Rede. Ich musste häufig zweimal lesen, um zu erkennen, wer gerade spricht. Das ist sicherlich eine bewusste stilistische Entscheidung, für mich persönlich hat sie das Lesen aber unnötig erschwert.
Trotz dieses Kritikpunkts habe ich das Buch gerne gelesen. Wer atmosphärische, feinfühlige Romane mit starken Naturbeschreibungen und leisen Zwischentönen mag, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen. Für mich war es ein gelungenes Debüt, das kleine Schwächen hat, aber durch seine besondere Stimmung und seine eindrucksvollen Figuren lange nachhallt.
Christina M, Buchhändler*in
Eine außergewöhnliche Familiengeschichte mit viel Sprachlosigkeit und nicht eingestandenen Gefühlen, für die die geschlossenen Austern sinnbildlich sind.
Buchhändler*in 1477326
"Die Austernfischerin" ist ein stiller Roman über eine undefinierte Anziehungskraft und die Spannungen in Beziehungen zwischen Menschen.
Celine Edinger arbeitet mit einer bildreichen aber per se einfachen Sprache. Diese setzt sie aber sehr bewusst ein und erzeugt mit wenigen (sprachlichen) Strichen ein vielfarbiges Gemälde. Aufregend ist der Text nicht, aber mitreißend und fesselnd gerade in seiner Ruhe. Ein prägnantes Ende ist nicht im Text enthalten. Das ist stilistisch stimmig und vielleicht ein klügerer Kommentar zum Leben als eine große dramatische Schlussszene. Im ersten Lesemoment aber enttäuscht dieses Ausklingen ein wenig.
Viele Aspekte der Beziehung von Lydia und Hendrick - der liebevolle aber auch manchmal anhängliche wie sexuell etwas zwingende Freund der Erzählerin - werden nur angedeutet und in Einzelszenen als Idee angestoßen. Auch Hendricks Verhältnis zum vermutlich bisexuellen besten Freund und seiner "Mutter" Elna wird skizziert, aber nicht ausgemalt.. Diese spartanische Ausstattung verlangt vom Leser ein gewisses Maß ein Einfühlungsvermögen und Vorstellungskraft - aber dieser Aspekt ist anerkennenswert und hebt den Text gegenüber anderen Texten empor. In der Ruhe sind sicher auch einige etwas gestelzte Dialoge und die (oberflächliche) Spannungslosigkeit führt zu Unruhemomente beim Lesen.
Dennoch ist der Roman sowohl als Urlaubslektüre als auch als Alltagslektüre geeignet. Die Kulisse und die szenisch sehr bildlich erzählte Ernte der Austern - welche auch als Metapher bzw. Allegorie auf unsere moderne, kapitalistische Welt spannend verwendet sind - laden zur Kopfreise ein.
Ein unaufgeregter aber im Nachgang erstaunlich wirkungsmächtiger Text für den Sommer - und auch den Rest des Jahres.
Buchhändler*in 1181627
Die Autorin hat mit ihrer klaren Sprache sowohl die Charaktere als auch den Landstrich eindringlich dargestellt. Es ist ein Buch das mich berührt und gleichzeitig auch verstört hat und wahrscheinlich deshalb noch lange in Erinnerung bleibt.
Rezensent*in 427080
Sturmflut
Schon die Ausgangsposition der Handlung ist vielversprechend. Eine junge Frau fährt mit ihrem Freund an die dänische Küste, wo seine Mutter lebt.
Celine Edinger ist eine Autorin, die Beschreibungen schafft, mit denen man die Eindrücke und Empfindungen der Protagonistin Lydia nachvollziehen kann.
Da ist der Strand und die See und die eindrucksvolle Frau, die sie mit raus zum Austernsammeln nimmt.
Und vor allen geht es viel um Beziehungen der drei Hauptfiguren und wie sie sich entwickeln. Es gibt eine innere Anspannung, die alle 3 betrifft.
Das Buch überzeugt auch durch seine Atmosphäre. Ein bemerkenswerter Roman.
Claudia R, Rezensent*in
Sinnlich
Lydia fährt mit ihrem Freund Hendrik zu seiner Mutter an die dänische Küste, um bei ihr Urlaub zu machen. Diese arbeitet dort als Austernfischerin. Eine zarte Anziehung entspinnt sich zwischen den beiden Frauen, als Hendrik sich auf eine Prüfung vorbereiten muss. Sehr sinnlich wird die Umgebung geschildert: das Meer, der Strand und die Arbeit mit den Austern. Die Auster mit ihrer harten Schale und dem sehr weichen, verletzlichen Innenleben wird lebend gegessen.
Eine spannende Geschichte passiert hier nicht, auch die Auflösung gegen Ende ist eher unklar. Grenzen zwischen Hetero- und Homosexualität verschwimmen. Es geht um Wahrnehmungen, Natur und Sinnlichkeit.
Die Sprache ist bildhaft und angenehm zu lesen. Die Charaktere sind glaubhaft und beinahe zu gut für die Welt. Ein emotionaler, leichter Lesegenuss.
Buchhändler*in 1611022
Ein beeindruckendes Debüt voller subtiler Tiefe und emotionaler Klarheit!
Meine Meinung:
Mit „Die Austernfischerin“ ist Celine Edinger ein bemerkenswertes Erstlingswerk gelungen. Obwohl der Roman eine stark von weiblichen Perspektiven und Themen geprägte Tonalität anschlägt, hat mich diese feinsinnige Geschichte von Anfang an gefesselt und tief beeindruckt.
Die ganz große Stärke dieses Buches liegt in der Figurenentwicklung. Die Autorin versteht es meisterhaft, ihre Charaktere extrem fein, tiefgründig und vielschichtig zu zeichnen. Beim Lesen passiert unheimlich viel zwischen den Zeilen – die emotionalen Dynamiken, Sehnsüchte und Spannungen sind subtil spürbar, ohne dass sie laut ausgesprochen werden müssen. Gleichzeitig verliert sich die Geschichte nie im Vagen: Trotz all der feinen Zwischentöne besitzt die Erzählweise eine wunderbare, angenehme Klarheit, die den roten Faden nie verliert. Das macht das Buch zu einem ungemein interessanten und dichten Leseerlebnis.
Für ein Debüt ist das sprachlich und psychologisch auf einem erstaunlich hohen Niveau konstruiert.
Fazit:
Ein fesselnder und hochinteressanter Roman, der durch seine psychologische Präzision und leise Intensität überzeugt. Celine Edinger beweist mit diesem Erstlingswerk ein großartiges Gespür für das Ungesagte zwischen Menschen. Eine ganz klare Empfehlung für alle, die literarisch dichte und kluge Charakterstudien schätzen!
Jessica P, Buchhändler*in
Schöne, leise Geschichte um Zuneigung und Zurückgezogenheit. Wie geht man mit Verlust um, wie mit familiären Erwartungen? Ich fand es sprachlich sehr klar und die Beschreibungen waren sehr eindringlich, aber nicht analysierend. Ein Stil, der sich erfrischend abhebt von vielen anderen Neuerscheinungen. Für ein Erstlingswerk sehr schöne Charaktere , die trotz oberflächlicher Beschreibungen im Gedächtnis bleiben und eine Geschichte die nachwirkt. Leider an manchen Stellen etwas holprig und manche Enden hätten gerne noch verwoben oder genutzt werden können für mehr Inhalt.
Lydia und Hendrick wollten ihren Urlaub an der dänischen Nordseeküste verbringen. Hendricks Mutter Elna führt dort den Meeresfrüchte- und Fischhandel ihrer Familie fort, indem sie bei Ebbe auf Sandbänken eine invasive Wildausternart sammelt. Diese Austern haben keine natürlichen Feinde und die Küstenbewohner werden sie vermutlich nicht wieder los. Dass Hendrick die Nachricht erhält, er hätte seine Klausur in Anorganischer Chemie nicht bestanden, beendet die Urlaubspläne überraschend; er muss für die Wiederholungsprüfung lernen. Als sich zur Austernernte eine der Arbeiterinnen krank meldet, fragt Elna – zurückhaltend – ob Lydia evtl. mit zum Austernsammeln hinausfahren möchte. Das Verhältnis zwischen Mutter, Sohn und dessen Partnerin wirkte bis hierher angestrengt. Elna fällt es offenbar schwer, spontan Deutsch zu sprechen. Hendrick wirkt unsicher, wie viel Nähe zwischen Elna und Lydia er zulassen will, dabei manipulativ-lauernd. Er gibt widersprüchliche Signale und Lydia scheint ihm nichts recht machen zu können.
Im gemeinsamen Haushalt entsteht derweil eine in vielerlei Hinsicht sinnliche Stimmung. Mit dem durch körperliche Arbeit muskulösen Körper Elnas, beim Kochen, Essen, Brotteig schlagen, in der Sauna und beim Schwimmen im Meer werden unterschiedliche Geschmäcker bedient. Für Lydia wirkt all das so ungewohnt wie die Solidarität menstruierender Frauen, die sich zwischen Elna und ihr entwickelt. Ein Treffen mit Hendricks Jugendfreund August stellte aus meiner Sicht sogar die Beziehung des jungen Paars infrage. Weil alle Figuren offenbar nicht sind, was sie vorgeben zu sein, entstand für mich eine krimihafte Spannung, die meine Aufmerksamkeit für Details steigerte, um die wahren Motive der Beteiligten zu durchschschauen.
Fazit
„Die Austernfischerin“ ist ein explizit erotischer Roman aus der Sicht der Icherzählerin Lydia, zugleich bedrückend durch die Geheimniskrämerei der Figuren. In der Beschreibung der Häuser, Einrichtung und Personen wirkt der Text detailreich und stimmungsvoll, einzig Boote scheinen Celine Edingers Icherzählerin nicht zu interessieren. Ein Schiff ist ein Schiff, wie ein Auto ein Auto ist, ohne dass sie dem für Elnas Beruf unentbehrlichen Arbeitsmittel einen genaueren Blick widmet.
Den in mehrfacher Hinsicht verblüffenden Roman empfehle ich aufmerksamen Leser:innen, die sich für den Handlungsort Meeresküste interessieren, aber auch für Beziehungskrisen, das Single-Leben und solidarische Frauenbeziehungen.
Ein ganz außergewöhnlicher Roman, gefühlvoll, nachdenklich und sinnlich.
Die Autorin erzählt leise eine ungewöhnliche Geschichte und reißt uns mit in dem entstandenen Gefühlschaos. Dann macht die Protagonistin Lydia eine Entdeckung, und plötzlich sieht sie und damit auch wir Vieles mit anderen Augen.
Celine Edinger wählt die Erste Person Singular, um diese Geschichte zu erzählen, und so kommen wir Leser nicht umhin, uns mit ihr, der Protagonistin, wenn auch nicht Titel-Geberin, zu identifizieren. Wir entdecken Nähe, spüren das Herzklopfen und wünschen uns mehr davon...
Ungewöhnlich auch, dass die wörtliche Rede nicht in Anführungszeichen gesetzt, sondern in kursiver Schrift gedruckt wurde, was das Leise, Gefühlvolle unterstreicht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, so dass ich es sehr gern weiterempfehle.
Meine Bewertung: 09/10 Punkte
PS: Sobald meine Rezension auch bei Amazon live geschaltet wurde, pflege ich den Link hier nach
Rezensent*in 1864468
Schon das schöne Cover hat mich sofort angesprochen. Auch das Setting hat mich neugierig gemacht: Die dänische Nordseeküste, die ich selbst schon oft bereist habe, und die Austernfischerei – ein Thema, über das ich bisher nur wenig wusste.
Der Roman wird aus Lydias Ich-Perspektive erzählt. Celine Edingers Schreibstil ist dabei außergewöhnlich ruhig, poetisch und sehr atmosphärisch. Die Geschichte lebt von dem, was zwischen den Zeilen geschieht. Vieles wird nicht ausgesprochen, sondern nur angedeutet. Gerade dieses „Dazwischen“ verleiht dem Roman eine besondere Tiefe und eine fast greifbare Stimmung.
Mit etwas mehr als 200 Seiten liest sich das Buch sehr schnell. Dennoch fiel mir die Bewertung dieses Mal nicht leicht.
Der Schreibstil, das Setting und die Atmosphäre haben mir ausgesprochen gut gefallen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass mir etwas Entscheidendes fehlte. Gerade weil so vieles unausgesprochen bleibt, hätte ich gerne mehr über Lydias Gedanken und Gefühle erfahren. Warum reagiert sie in manchen Situationen so, wie sie es tut? Weshalb fühlt sie sich Elna so stark verbunden? Auch die spürbare Distanz zwischen Elna und Hendrick blieb für mich rätselhaft. Hier hätte ich mir etwas mehr Einblick gewünscht.
Vieles bleibt verschlossen – wie die Austern, die Elna sammelt. Vermutlich ist genau das eine bewusste Entscheidung der Autorin. Für mich sorgte diese Zurückhaltung jedoch dafür, dass eine gewisse Distanz zu den Figuren bestehen blieb und einige Fragen offenblieben.
Wer ruhige, atmosphärisch erzählte Romane liebt, in denen vieles bewusst offen und zwischen den Zeilen bleibt und sich an die dänische Nordseeküste entführen lassen möchte, sollte sich Die Austernfischerin einmal ansehen.
Sarah L, Rezensent*in
In den Semesterferien ist Lydia eingeladen, zum ersten Mal die Mutter ihres Freundes Hendryk in Dänemark zu besuchen. Elna hat dort ein kleines Häuschen direkt am Strand und auch wenn Hendryks Verhältnis zu ihr nicht ganz ungetrübt zu sein scheint, ist es ihm wichtig, ihr einmal seine Heimat zu zeigen. Doch gleich zu Beginn des Urlaubs bekommt Hendryk die Nachricht, dass er durch eine wichtige Prüfung gefallen ist. Er muss lernen. Und so verbringt Lydia immer mehr Zeit mit der schweigsamen Elna.
Was für ein wundervoller Roman! In einem zarten, ruhigen Ton erzählt Celine Edinger von den zwei Frauen, die sich langsam immer weiter annähern. Man hört fast die Stille im Haus, das Rauschen der Brandung, spürt die Hitze der Sauna, die Kälte des Meeres, es liest sich unheimlich sinnlich. Dazu die wundervollen, bildgewaltigen Beschreibungen vom Strand, vom Essen, vom Sonnenuntergang am Meer und natürlich der schroffen Austern, deren weiches Inneres wir erst gegen Ende zu Gesicht bekommen - genau wie bei Elna.
Wie gerne wäre ich mit in Elnas Häuschen gewesen, auf dem Boot, auf der Sandbank, im Café dänische Waffeln essen. Ohne viele Worte hat Edinger eine Atmosphäre geschaffen, in der man die Spannung zwischen den Figuren fast mit Händen greifen kann. Ein zarter, wundervoller Roman, der mich unheimlich berührt und begeistert hat!
Ein junges Paar, Lydia und Hendrick verbringen ihren Urlaub im Haus seiner Mutter Elna. In ihrem Haus an der dänischen Nordküste werden die Spannungen zwischen Mutter und Sohn deutlich. Auch die Beziehung zwischen Lydia und Hendrick ist angespannt. Als Hendrick erfährt, dass er bei einer Prüfung durchgefallen ist, muss Lydia untertags alleine etwas unternehmen. Als sie Elna fragt, ob sie ihr bei der Austernernte helfen will, nimmt sie zögernd an. Auf den kargen Sandbänken und des oft extremen Wetters, ist Elna eine andere, eine, die nur wenige Menschen an ihr kennen. Langsam baut sich ein vertrauliches, sinnliches Verhältnis zwischen den beiden Frauen auf, während jenes zwischen Hendrick und Lydia immer schwieriger wird.
Celine Edinger kommt mit wenigen Figuren aus. Die Handlung wird immer aus der Perspektive von Lydia erzählt. Die Nebendarsteller, wie z.B. August, ein Freund Hendricks, werden geschickt eingesetzt, um die Charaktere zu vertiefen. Der Erzählstil ist ruhig und bildhaft, die Autorin schneidet manches nur an und erzählt nicht alles. Dadurch wird die Vorstellungskraft der Leser:innen auf sehr angenehme Weise angeregt.
Die Geschichte lebt auch durch die Beschreibung der rauen dänischen Nordseeküste. Von der Autorin gewollt (oder auch nicht?) bewegen sich die Textpassagen über die Natur beschreibend und beobachtend, nahe dem Genre des Nature Writings. Die Dialoge sind knapp und kursiv gesetzt, was den Lesefluss etwas unterbricht.
„Die Austernfischerin“ ist im Großen und Ganzen ein gelungenes Debüt, das ohne viel Inhalt auskommt. Herausstechend sind die von Celine Edinger verwendeten Metapher, wie z.B. ein heraufziehender Sturm, der nicht nur real, sondern sich auch im Verhältnis der Figuren zueinander abzeichnet. Die Ernte der Austern, die immer wieder erzählt wird, kann als eine Anspielung auf unsere kapitalistische Welt gesehen werden. Das Ende dieser außergewöhnlichen Familiengeschichte ist stimmig, hätte aber meiner Meinung nach nicht ausgesprochen werden müssen.
Für mich phasenweise zu viele Adjektive und zu viel In-der-Schwebe-Bleibendes, zu dem ich gerne mehr erfahren hätte. Dann wieder sind da Sätze wie Schätze: «Die Zeit verschwimmt wie Aquarellfarbe.» zum Beispiel oder «...meine Haut dampft in der Abendluft, ich atme mit dem ganzen Körper.». Und allein die Passagen im und am Meer sowie am Esstisch sind die Lektüre wert. Die Stille und Rauheit, die sich beim Austernfischen auf die Lesenden überträgt, hat mich sehr berührt, ebenso die vielen kleinen Momente zwischen Lydia und Elna, die die Autorin präzis beobachtet, allerdings immer nur bis zu einem gewissen Punkt. Da vermute ich sehr viel Potenzial für grosse und lang nachhallende Gespräche.
Lydia und Hendrick verbringen ihren Urlaub in einem kleinen dänischen Küstenort bei Hendricks Mutter Elna, die dort als Austernfischerin tätig ist. Aufgrund einer nicht bestandenen Prüfung kann Hendrick seine Zeit nicht wie geplant mit Lydia verbringen, da er lernen muss. Aus diesem Grund hilft Lydia Elna bei der Austernernte, unternimmt mit ihr Ausflüge und Saunagänge und kommt ihr dabei immer näher.
Ich habe „Die Austernfischerin“ unheimlich gerne gelesen. Die raue Atmosphäre an der Nordseeküste, das kleine gemütliche dänische Haus von Lydia, die Nachbarschaft und Ortschaft mit dem niedlichen Café fand ich sehr schön beschrieben. Die vielen Hintergrundinformationen zur Austernsuche, die die Geschichte wie einen roten Faden durchziehen, waren sehr interessant und haben wunderbar zur ruhigen, sehr verschlossenen Art von Elna gepasst.
Schon beim ersten Aufeinandertreffen von Elna und Lydia wird ersichtlich, dass sich die beiden sehr gut verstehen und in vielen Charakterzügen ähneln. Ihr Band wird im Verlauf der Geschichte immer stärker ohne dabei aber wirklich benannt zu werden. Generell findet viel zwischen den Zeilen statt und die Gefühle und Beweggründe aller Charaktere bleiben eher im Hintergrund. Das hat es mir manchmal etwas schwer gemacht, die Handlungen der Protagonistin zu verstehen, besonders in Bezug auf Hendrick. Gleichzeitig passt das aber auch wunderbar zur Geschichte, den Charakteren und dem Bild der Auster, die ja an der Oberfläche immer verschlossen ist.
Letztendlich ist „Die Austernfischerin“ von Celine Edinger eine sehr ruhig erzählte Geschichte, die eine tolle Stimmung vermittelt und von ihren vielschichtigen Charakteren lebt. Ich kann diese Debüt sehr empfehlen.
DIE AUSTERNFISCHERIN
Celine Edinger
ET: 13.07.26
Lydia und ihr Freund Hendrick wollen die Semesterferien bei Hendricks Mutter in Dänemark verbringen. Für Lydia ist es das erste Treffen mit ihr.
Schon bei ihrer Ankunft ist Lydia von der rauen Natur und dem Meer begeistert. Hendricks Mutter Elna ist eine schweigsame Frau, die ihren Lebensunterhalt als Austernfischerin verdient. Doch der Urlaub verläuft anders als geplant: Hendrick erfährt, dass er eine Prüfung nicht bestanden hat und sie wiederholen muss. Von da an verbringt er die meiste Zeit mit Lernen und hat kaum noch Zeit für Lydia.
Elna bietet Lydia an, sie bei der Austernernte zu begleiten. Während die beiden Frauen bei der gemeinsamen Arbeit langsam zueinanderfinden und eine besondere Verbindung aufbauen, verschlechtert sich das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Hendrick und seiner Mutter zunehmend.
Wie die Geschichte weitergeht, müsst ihr natürlich selbst herausfinden.
Celine Edingers Debüt ist eine leise und feinsinnige Geschichte, die vor allem von ihren vielen Zwischentönen und atmosphärischen Beschreibungen lebt. Beim Lesen hatte ich häufig das Gefühl, selbst mit am Esstisch des Hauses am Meer zu sitzen. Besonders die erste Hälfte des Romans hat mir sehr gut gefallen. Im weiteren Verlauf blieben für meinen Geschmack jedoch zu viele Dinge unausgesprochen, und einige Erzählstränge wurden nicht konsequent zu Ende geführt. Auch das Ende hätte ich mir etwas ausführlicher und ausgeschmückter gewünscht. Insgesamt habe ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen und kann es allen empfehlen, die ruhige, stimmungsvolle Geschichten mit viel Atmosphäre schätzen.
"Ich wachte nur langsam auf, der Übergang vom Schlaf zum Wachsein ist dickflüssig wie Honig."
Lydia und ihr Freund Hendrik fahren zu seiner Mutter Elna an die dänische Küste. Elna ist Austernfischerin und sonst eher wortkarg, der Verhältnis zwischen Henrik und ihr ist angespannt. Lydia verbringt jedoch immer mehr Zeit mit der faszinierenden Frau, denn Henrik muss in die Nachprüfung und sich gezwungenermaßen hinter seinem Studienstoff verschanzen. Lydia fährt öfter mit Elna raus zum Austernfischen - und vielleicht kann sie dabei auch einen Blick hinter ihre harte Schale werfen.
Dieses Buch hat mich total in seinen Bann gezogen. Es ist nicht sehr dick und ich hätte es unter anderen Umständen an einem einzigen Tag inhaliert. Die Sprache ist poetisch, anmutig und atmosphärisch dicht. Es ist ein Roman zum drin versinken, zum Kopf ausschalten und zum Fühlen.
Ich mochte, wie sehr die Autorin mit dem Dazwischen gespielt hat. Grenzen verschwimmen, sie wandern, werden neu gezogen. Die drei zuvor genannten Charaktere und auch Henriks Freund August, der hier und dort dazustößt, sind sehr gut gezeichnet. Sie hatten mein Mitgefühl (auch wenn nicht alle gleichermaßen) denn sie waren authentisch menschlich.
Es geht um einen Tabubruch, um Geheimnisse, um die Natur, um Dänemark, um Beziehungen, um Liebe, um Sexualität und ums Nichtstun. Es gibt vieles, das nicht klar definiert wird oder gar an- oder ausgesprochen wird.
Für mich war es ein absolut stimmiges Debüt, dass mir Lust auf Meer/mehr gemacht hat. Für Alle, die Ungesagtes lieben und wie die Autorin viel Liebe zum Detail aufbringen können, ist das hier ganz große Literaturkunst.
Monatshighlight!
4,5/5 Sterne
Rezensent*in 793760
Ich habe das Buch an einem Abend gelesen und wurde sehr gefangengenommen. Den Partner der Protagonistin wollte ich zwar gern aus dem Fenster werfen, aber der Autorin gelingt es, mit einer sehr ruhigen und feinen Sprache die Stimmung und Zerrissenheit der Protagonistin zu beschreiben. Vieles bleibt offen oder wird nur angedeutet, aber das passt zu Lydias Unsicherheit und wäre jede Andeutung oder Entdeckung auserzählt worden, hätte das dem Buch gar nicht unbedingt gut getan. Beide Frauen sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen und es war beinah schade, wie schnell das Buch vorbei war und wie schnell ich mich wieder von ihnen trennen musste. Ein toller Debütroman!
Gabriele K, Buchhändler*in
Ein Roman, der als Sommergeschichte mit der Urlaubsreise von Lydia und Hendrik beginnt. Man erwartet Strand, rauche Winde und viel Natur, denn es geht in seine Heimat Dänemark. Lydia soll seine Heimat und seine Mutter Elna kennen. Doch es herrscht keine gelöste urlaubsstimmung. Hendrik muss überraschend für eine Wiederholungsklausur lernen, Lydia ist viel allein, denn die Mutter geht früh morgens ihrem Beruf als austernfischerin nach.
Lydia begleitet sie und erfährt einiges darüber. Aber Elna ist eine verschlossene Frau die wenig spricht aber sehr viel arbeitet. So bäckt sie auch selber Brot und Lydia versucht es auch zu lernen. Über die gemeinsame Schlaflosigkeit und erste Begegnungen in der Sauna spürt man dass beide frauen sich langsam zu sich hingezogen fühlen.
Ein Buch mit sehr eigenen Protagonistinnen, die ebenso raus und verschlossen wie die dänische Küste sind.
Ein kleiner, aber intensiver Lesegenuss
Walli S, Rezensent*in
Ferien am Strand
Lydia und Hendrick fahren nach Dänemark, um bei Hendricks Mutter ihren Urlaub zu verbringen. Es soll ein unbeschwerter Strandurlaub werden. Doch leider erfährt Hendrick, dass er eine Prüfung nicht bestanden hat. Für ihn ist also Lernen angesagt. Lydia hat nun mehr Zeit als geahnt und als Elna sie fragt, ob sie mit zu den Austernbänken wolle. Dort könne sie sich Elnas Arbeit anschauen und auch ein wenig mithelfen. Zuerst weiß Lydia nicht so recht, aber sie findet schnell Interesse an Elnas Tätigkeit. Hendrick ist derweil in seine Studien vertieft. Trotzdem möchte er Zeit mit Lydia verbringen, schließlich sollte es ein gemeinsamer Urlaub werden.
Während der Ferien nähern sich Lydia und Elna aneinander an. Zwar wirkt Elna sehr verschlossen, doch scheint sie mit Lydias vorsichtig tastenden Fragen besser zurechtzukommen als mit Hendricks direkter manchmal vorwurfsvoller Ansprache. Zwischen Elna und Hendrick scheint etwas zu stehen, über das keiner sprechen will. Hendrick versucht zu genügen und Elna erweckt den Eindruck, dass es nie reichen wird. Lydia bildet während des Urlaubs eine Art Ruhepol. Allerdings belastet die Situation auch sie. Im Laufe des Aufenthaltes fühlt sie sich Elna näher als Hendrick.
Der Titel dieses Debütromans macht neugierig. Man ist gespannt wie eine Austernfischerin lebt, wie sie ihre Arbeit verrichtet. Und man möchte gerne wissen, welches Geheimnis sie umgibt. Ein wenig schade ist dann, dass einem die handelnden Personen nicht so richtig nahe kommen. Hendrick wirkt ein wenig forsch und von oben herab. Elna sehr verschwiegen und zurückhaltend. Manchmal fragt man sich, wieso sie nicht mit Hendrick redet. Mein sie, sie muss ihn schonen. Er ist doch erwachsen. Und Lydia schwebt so in der Mitte. So bleibt ihn diesem Buch vieles offen, was man gerne genauer wüsste. Immerhin bleiben die Beschreibungen der Austernfischerei, wodurch der Wissensschatz erweitert werden kann. Wahrscheinlich stand hier der Wunsch einer Krimileserin nach einer Lösung, der genussvollen Lektüre im Weg.
3,5 Sterne
Die Austernfischerin - Celine Edinger
Hendrick nimmt seine Freundin Lydia mit zu seiner Mutter Elna nach Dänemark in seine Heimat.
Elna ist wortkarg, wirkt sehr verschlossen, das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn wirkt angespannt.
Elna ist mit ihrer Arbeit als Austernfischerin beschäftigt.
Hendrick muss für eine Wiederholungsprüfung an der Uni lernen und Elna nimmt Lydia mit in ihre Welt der Austern. Lydia ist fasziniert von dieser besonderen Frau, ihrer Liebe zur Natur und ihrer ruhigen Art. Sie merkt, dass sie immer mehr ihre Gesellschaft und Nähe sucht und auch Elna scheint es ähnlich zu ergehen. Je mehr Elna und Lydia sich nähern, desto weiter rückt Lydia von Hendrick ab.
Celine Edinger kann wunderbar erzählen, sie fängt die kleinen Momente ein, atmosphärisch dicht, spannend, sensibel erotisch, voller Gefühl.
Blicke und Gesten werden zu besonderen Momenten, die knisternde Spannung ist in jedem Wort zu spüren.
Besonders berührend ist die liebevolle, detaillierte und zärtliche Beschreibung einer Frau, die zunächst so schroff wirkt und die ein großes Geheimnis hütet.
Der Zauber des Buches liegt in der Besonderheit und gleichzeitigen Selbstverständlichkeit der Anziehung zwischen den Figuren, es wird wenig gesprochen und zum Glück nichts „zerredet“, auch das offene Ende lässt viel Spielraum.
Ein ganz besonders Buch mit einem wunderschönen Cover.
Kein&Aber 2026
… ein Urlaub an der dänischen Küste
Die Austernfischerin von Celine Edinger
Den Leser erwartet eine bewegende Geschichte, die tiefe Einblicke in die Leben unserer Protagonisten gibt.
Das Cover scheint unscheinbar, die Autorin ist mir noch unbekannt. So tauche ich voller Erwartung in die Geschichte ein.
Ich lerne Lydia und Hendrick kennen. Beide sind ein Paar und haben sich auf den Weg in den Urlaub nach Dänemark gemacht. Hier lebte Hendrick mit seiner Mutter Elna. Diese ist Dänin und erntet mit anderen Frauen gemeinsam wilde Austern. Sie ist sehr verschlossen und wortkarg.
Als Hendrick das Ergebnis seiner Prüfung erhält, muss er lernen, denn er hat diese nicht bestanden.
Lydia und Hendrick entfernen sich emotional immer weiter auseinander. Doch keiner der Beiden macht den ersten Schritt auf den anderen zu...
Lydia hilft Elna bei der Austernernte und erfährt eine Menge über die Arbeit auf den Sandbänken.
Zwischen Elna und Lydia ist eine besondere Chemie... wohin wird diese führen?
Rezensent*in 1259525
Eine atmosphärische und sehr emotionale Geschichte
In der Geschichte geht es um Lydia. Sie verbringt ihren Urlaub im Haus der Mutter ihres Partners Hendrick an der dänischen Nordseeküste. Hendrick erfährt, dass er durch eine Prüfung gefallen ist und muss lernen, also ist Lydia ab diesem Zeitpunkt auf sich gestellt. Sie lernt Elna kennen, die sie einlädt, ihr bei der Austern-Ernte zu helfen Lydia nimmt die Einladung zögernd an und nähert sich auf den kargen Sandbänken einer Seite Elnas, die nur die wenigsten zu kennen scheinen. Nach und nach entwickelt Lydia eine zarte Zuneigung zu der unnahbar wirkenden Elna, während Hendrick sich immer weiter von ihr entfernt.
Die Geschichte war sehr atmosphärisch und auch eine der emotionalsten Geschichten, die ich bisher gelesen habe. Die Emotionen verstecken sich zwar eher zwischen den Zeilen der Geschichte, aber das manche mein Leseerlebnis umso intensiver und ich konnte Hendrick zum Teil überhaupt nicht ertragen, vor allem in seinem Umgang mit Lydia. Für mich ist auch eine Geschichte immer dann ein Highlight, wenn ich viel zwischen den Zeilen lesen und analysieren muss und diese Herausforderung hat sich bei dieser Geschichte mal wieder voll und ganz für mich ausgezahlt. Von mir gibt es für diese besondere Geschichte sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Rezensent*in 1900875
Die Austernfischerin ist ein wundervolles Debüt, das sich leicht und flüssig lesen lässt und dabei von der ersten bis zur letzten Seite eine feine, subtile Spannung aufbaut. Die bildhafte Sprache und die emotionale Tiefe haben mich sehr berührt. Die Figuren sind vielschichtig, und die Atmosphäre der dänischen Nordseeküste ist so eindrucksvoll beschrieben, dass man sich mitten im Geschehen fühlt. Ein bewegender Roman und absolute Leseempfehlung!
Mit ihrem Debütroman entführt Celine Erdinger ihre Leserinnen und Leser an die dänische Küste und erzählt auf knapp 200 Seiten eine ruhige, atmosphärische Geschichte über zwischenmenschliche Beziehungen, persönliche Entwicklungen und das Ankommen an einem fremden Ort.
Im Mittelpunkt steht Lydia, die gemeinsam mit ihrem Freund Hendrick dessen Mutter Elna in Dänemark besucht. Als Hendrick erfährt, dass er durch eine wichtige Prüfung gefallen ist, zieht er sich zum Lernen zurück. Lydia nutzt die Zeit, um den kleinen Ort, das Leben am Meer und insbesondere das Austernfischen auf eigene Faust kennenzulernen. Dabei entwickelt sich nach und nach auch eine vorsichtige Annäherung zwischen ihr und der sehr schüchternen sowie verschlossenen Elna. Mehr möchte ich zur Handlung gar nicht verraten, da das Buch gerade von seinen leisen Momenten lebt.
Der Roman liest sich angenehm flüssig und ist durch seine einfache, unaufgeregte Sprache ideal für zwischendurch. Mit knapp 200 Seiten ist die Geschichte schnell gelesen, ohne dabei gehetzt zu wirken. Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings der Aufbau: Das Buch kommt komplett ohne Kapitel aus. Persönlich nutze ich Kapitelenden gerne als natürliche Lesepausen, weshalb mir diese Struktur das Lesen stellenweise etwas erschwert hat.
Besonders gut gefallen hat mir das stimmungsvolle Setting. Die Beschreibungen der dänischen Küste schaffen eine ruhige, fast entschleunigende Atmosphäre, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Ein echtes Highlight waren für mich außerdem die vielen Hintergrundinformationen rund um das Austernfischen. Dieses Thema war für mich völlig neu und wurde spannend sowie authentisch in die Handlung eingebunden, sodass ich nebenbei sogar noch einiges lernen konnte.
Auch das Ende hat bei mir Eindruck hinterlassen. Im ersten Moment empfand ich das sehr offene Finale als etwas ungewohnt und sogar leicht befremdlich. Je länger ich jedoch darüber nachgedacht habe, desto besser hat es mir gefallen. Es lässt bewusst Raum für eigene Gedanken und Interpretationen, was die Geschichte auch nach dem Zuklappen des Buches noch nachwirken lässt.
Fazit:
Celine Erdinger gelingt mit ihrem Debüt ein ruhiger, atmosphärischer Roman, der weniger von großer Spannung als vielmehr von seinen Figuren, der besonderen Kulisse und den leisen Zwischentönen lebt. Wer gern kurze, gefühlvolle Geschichten mit starkem Setting liest und sich auf ein offenes Ende einlassen kann, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
Lydia und Hendrick verbringen ihren Studienurlaub an der Nordseeküste Dänemarks.
Lydia lernt Hendricks Mutter kennen und nimmt ihre Einladung zur Austern Ernte an. Hendrick sitzt daheim über seinem Tablet, um die durchgefallene Prüfung neu zu lernen.
Die beiden Frauen verbringen häufig Zeit miteinander und Hendricks Freundin bemerkt eine Seite an ihrer Mutter Elna, die wohl niemand kennt, auch ihr Sohn nicht.
Ab wann durchschaut man das Gefühl, von jemandem wirklich gesehen zu werden? Emotionen beim Gegenüber sind nicht nur in Worten zu hören. Gefühle lassen sich oft besser in der Körpersprache als im ausgesprochenen Wort lesen. Wann verschieben sich Grenzen? Was heißt es, sich zu sehnen zu einer scheinbar unnahbaren Person? Ist Elna wirklich so schroff, wie es aussieht?
Warum macht Lydia Hendrick eigentlich nichts Recht? Ist er eifersüchtig auf seine Mutter
Will er die aufkommende Nähe zwischen den beiden Frauen nicht zulassen, besonders in der Sauna? Was spielt August in der Geschichte für eine Rolle? Ich werde das Gefühl nicht los, dass beide Hendrick und August nicht das sind, was sie vorgeben. Welchen Grund gibt es für Elna, keine Harmonie zu ihrem Sohn an den Tag zu legen? Warum bleibt so vieles unausgesprochen?
Eine tief emotionale Geschichte über einfühlsame Intimität bis hin zu vollkommener Verletzlichkeit. Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Sie weiß mit Worten umzugehen, lässt Gefühle beobachten, ohne sie sofort zu bewerten. Ich mag die leisen Dialoge zwischen den beiden Frauen. Beim Einblick in Lydias und Elnas Gedankenwelt hätte ich gerne etwas mehr erfahren, wie auch das Ende Fragen offen lässt, die ich mir so nicht erwartet hätte.
Ich empfehle das Buch gerne weiter. Ich fühlte mich gut unterhalten.
Die bildhafte Beschreibung der See- und Austern Ernte hat mich fasziniert. Aber ich weiß jetzt auch, warum ich keine Austern esse.
dieses buch war so unglaublich packend.
nicht, weil ständig etwas spektakuläres passiert. nicht wegen großer dramen oder unzähliger plot twists. sondern wegen dieser spannung, die die ganze zeit zwischen den figuren liegt. dieser anziehung, die man auf jeder seite spürt und die einen immer weiterlesen lässt.
hendrik und lydia fahren nach dänemark, um seine mutter elna zu besuchen. elna arbeitet als austernfischerin und lebt ein leben, das ganz anders ist als das ihrer gäste. während hendrik nach einer nicht bestandenen klausur eigentlich lernen sollte, verbringt lydia immer mehr zeit mit elen und begleitet sie beim austernfischen.
und genau das habe ich geliebt.
je besser lydia elna kennenlernt, desto mehr hat mich die geschichte gepackt. die beiden haben eine tolle dynamik und jede gemeinsame szene hat mich sofort gefesselt. ich hätte ihnen noch viel länger beim reden, arbeiten und zusammen sein zuschauen können.
hendrik dagegen hat mich die meiste zeit einfach nur genervt. mit ihm wurde ich überhaupt nicht warm.
dafür habe ich alles andere umso mehr geliebt.
das dänische setting ist wunderschön. man spürt das meer, den wind und die ruhe der küste. gleichzeitig liegt über allem eine spannung, die nie ganz verschwindet und die mich durch das gesamte buch getragen hat.
ich habe die atmosphäre geliebt. ich habe elna und lydia geliebt. und ich habe jede einzelne seite davon genossen.
Rezensent*in 1518830
Lydia verbringt die Semesterferien mit ihrem Freund Hendrik an der dänischen Nordseeküste. Dort möchte er ihr seine Mutter Elna vorstellen, zu der er selbst ein spürbar distanziertes Verhältnis hat. Als Hendrik nach einer nicht bestandenen Prüfung einen Großteil der Zeit mit Lernen verbringt, verbringen Lydia und Elna immer mehr Stunden miteinander. Aus vorsichtigen Begegnungen entsteht eine besondere Vertrautheit, während gleichzeitig die unausgesprochenen Spannungen zwischen Mutter und Sohn immer deutlicher werden.
Besonders beeindruckt hat mich, wie fein Celine Edinger die Beziehungen ihrer Figuren zeichnet. Zwischen Lydia und Elna entwickelt sich eine Nähe, die nicht von großen Worten lebt, sondern von gemeinsamen Momenten, Blicken und einer stillen gegenseitigen Neugier. Gleichzeitig schwebt die komplizierte Beziehung zwischen Hendrik und seiner Mutter über der gesamten Geschichte. Vieles bleibt unausgesprochen, und gerade dieses Schweigen verleiht dem Roman eine besondere Intensität.
Mindestens genauso wichtig wie die Figuren ist jedoch der Schauplatz. Die dänische Küste ist weit mehr als nur eine Kulisse – sie prägt den gesamten Roman. Das Meer, der Wind, die Gezeiten und die Arbeit als Austernfischerin verschmelzen mit der Geschichte. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, selbst am Strand zu stehen, nach einem Sprung ins kalte Wasser in der Sauna zu sitzen oder gemeinsam am Küchentisch frisches Brot und einfache, liebevoll zubereitete Gerichte zu essen. Diese Sinneseindrücke machen den Roman unglaublich greifbar und verleihen ihm eine wohltuende Ruhe.
Auch sprachlich hat mich das Buch vollkommen überzeugt. Celine Edinger schreibt klar und unaufgeregt, dabei aber so bildhaft, dass mit wenigen Worten ganze Szenen vor dem inneren Auge entstehen. Sie nimmt sich Zeit für Stimmungen und Zwischentöne und vertraut darauf, dass ihre Leserinnen und Leser zwischen den Zeilen lesen. Gerade dadurch entfaltet der Roman eine enorme emotionale Kraft, ohne jemals laut oder dramatisch werden zu müssen.
Die Austernfischerin ist kein Buch, das von einer spektakulären Handlung lebt. Es ist ein leiser, atmosphärischer Roman über Nähe, Sehnsucht, unausgesprochene Gefühle und die Menschen, die uns oft gerade dann am meisten berühren, wenn sie ihre verletzliche Seite hinter einer harten Schale verbergen. Ein Debüt, das mich mit seiner besonderen Stimmung vollkommen eingefangen hat und sicher noch lange nachhallen wird.
Die Austernfischerin ist der Debütroman von Celine Edinger. Ein Buch das ein bisschen auf mich nachwirken musste. Celine Edinger schreibt als wären die Leserinnen dabei. Ihre Sätze nehmen auf jeden Fall mit. Machen das Gelesene nicht langweilig, lassen Emotionen spüren.
Lydia und ihr Freund Hendrick machen Urlaub in Dänemark, in dem Haus seiner Mutter Elna. Elna scheint nicht ganz einfach zu sein. Sie wirkt wortkarg, spröde, irgendwie zurückgezogen. Ein bisschen wie die Austern, die sie von den Austernbänken im Meer sammeln geht. Wenn man ihr zu nahe kommt, wenn das „Licht angeht“ dann verschließt sich die ältere Frau. Vor allem mit ihrem Sohn Hendrick hat sie ein Problem, dass niemals zur Sprache kommt. Dafür scheinen Lydia und Hendrik anfangs gar keine Probleme zu haben. Erst als die beiden Liebenden länger in Dänemark weilen entspinnt sich ein zartes Gefühl bei Lydia und Elna, dass nicht ganz zu fassen ist und doch immer mehr im Raum steht und die Beziehung zwischen Hendrick und Lydia bröckelt.
Schwierig zu sagen, was mich an dem Buch so fasziniert hat. Waren es die Sätze, die Zartheit die daraus gewachsen ist. Das zwischen den Zeilen stehende? Immer habe ich auf die große Katastrophe zwischen den Liebenden gewartet, aber stattdessen kühlte die Beziehung immer mehr ab. Auch fand ich die Situation zwischen Lydia und der Austernfischerin immer wieder sehr geladen und voller Empathie. Die Figuren an sich sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Jede für sich war wunderbar und fein beschrieben.
Allerdings hatte ich zwischenzeitlich fast das Gefühl, dass es mir zu Hautnah zuging. Aber nur fast, denn wenn es zu eng wurde, blendete die Autorin die Geschichte aus und hinterließ den Lesenden einfach seiner Fantasie. Das gefiel mir dann wieder.
Es ist nur ein kleines Buch. Nur 240 Seiten, die aber die Autorin mit sehr vielen Gefühlen vollgepackt hat. Ich bin gespannt, wie sich ihr Autorenleben noch entwickeln wird, mit diesem Buch hat sie jedenfalls schon viele Punkte gesammelt. Von Rubi und mir gibt es verdiente 🐭🐭🐭🐭🐭. Ach ja, das Cover hat mich voll erwischt, ich liebe dieses Bild einer Auster sehr. Und die Metapher in dem Buch zu den Austern fand ich sehr gelungen.
Manche Geschichten leben nicht von großen Ereignissen, sondern von dem, was zwischen den Zeilen passiert. „Die Austernfischerin“ von Celine Edinger ist so eine Geschichte.
Lydia reist mit ihrem Freund Hendrick an die dänische Nordseeküste. Während Hendrick für eine Prüfung lernen muss, verbringt sie Zeit mit seiner Mutter Elna, die als Austernfischerin arbeitet. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine besondere Nähe, die Lydia dazu bringt, ihre Beziehung zu Hendrick mit neuen Augen zu sehen.
Es sind die Blicke, das Schweigen, all das Ungesagte zwischen den Figuren, das hängen bleibt. Vieles spielt sich zwischen den Zeilen ab. Und genau das hat mich berührt.
Und dann ist da noch das Meer. Die raue Küste, das Watt, die Austernbänke. Diese Landschaft gibt dem Roman eine ganz besondere Atmosphäre und begleitet die Geschichte auf eine stille, eindringliche Weise.
Ein ruhiger Roman, der zeigt, dass manchmal gerade das Ungesagte am meisten erzählt. Sehr stark!
Lydia fährt mit ihrem Freund Hendrick in seine Heimat Dänemark, um auszuspannen. Doch Hendrick ist durch seine Prüfung gefallen und muss lernen. Sie verbringen den Urlaub im Haus seiner Mutter Elna, die alleine lebt und Austern fischt. Eines morgens fragt sie Lydia, ob sie mitfahren möchte und ihr bei der Ernte helfen möchte, da sie nichts anderes vorhat, fährt sie mit und so lernen sich die beiden Frauen besser kennen. Außerdem lernt sie noch August kenne einen gute Freund Henriks, Auch hier entsteht eine interessante Beziehung. So wird die Zeit für Lydia nicht langweilig und es sind interessante Zeiten für Lydia.
Der Roman „Die Austernfischerin“ von Celine Edinger handelt von einer Geschichte, die auf Beziehungen aufgebaut ist. Lydia und Hendrick sind die beiden Hauptcharaktere, die in einer Beziehung leben und nun bei seiner Mutter Urlaub machen in Dänemark. Die Beziehung zwischen Hendrick und seiner Mutter Elna ist schwierig und sehr belastet. Doch Lydia findet die Frau nach und nach anziehend und es scheint sich etwas zu bewegen. Es ist eine Anziehung, die sich leise abspielt und nicht aufdringlich wirkt, aber irgendetwas in Lydia auslöst, das vielleicht schon vorhanden war, aber hier bleibt es unterschwellig. Eine weitere Person ist August, ein Freund von Hendrick, der ein intensives Verhältnis zu Hendrick hat und eine zu Lydia aufbaut. Lydia ist zwischen diesen drei Menschen hin und hergezogen und so entsteht ein interessantes Spiel der Personen. Der Leser hat so die Möglichkeit sich in das Leben von Lydia und der anderen Personen hineinzuversetzen und sich eigene Gedanken zu machen.
Der hier vorliegende Roman erzählt eine anspruchsvolle Beziehungsgeschichte zwischen unterschiedlichem Menschen, die sich langsam entwickelt und in einem offene Ende ausgeht, um dem Leser die Möglichkeit zu geben sich einige Gedanken zu machen.
Rezensent*in 1415360
Habt ihr Lust auf einen atmosphärischen Roman mit Dänemark-Setting? Dann könnte „Die Austernfischerin“ von Celine Edinger genau das Richtige für euch sein.
Lydia verbringt ihren Urlaub im Haus der Mutter ihres Freundes Hendrick. Von Elna hat sie zunächst kein besonders positives Bild, denn sie gilt als schwierig und schroff. Als Hendrick nach einer nicht bestandenen Prüfung viel Zeit ins Lernen investieren muss, ist Lydia auf sich allein gestellt. Schließlich lässt sie sich zögernd auf Elnas Angebot ein, sie bei der Austernernte zu begleiten. Zwischen den beiden Frauen entsteht dabei langsam eine leise, besondere Verbindung.
Was mir besonders gefallen hat, ist die dichte Atmosphäre. Die raue Küste und das Meer werden sehr eindrucksvoll beschrieben. Auch die Annäherung zwischen Lydia und Elna ist fein erzählt. Spannend fand ich vor allem, wie Elna durch Lydias Wahrnehmung nach und nach greifbarer wird. Anfangs bleibt sie distanziert, doch mit der Zeit richtet Lydia ihren Blick immer genauer auf sie. Über ihre körperliche Präsenz und Ausstrahlung entsteht so ein intensives Bild für die Lesenden, das viel über Elna vermittelt, ohne alles offen auszusprechen.
Sehr interessant waren für mich auch die Einblicke in die Austernernte. Durch Elnas Arbeit bekommt man ein gutes Gespür für diese Welt und ihre Besonderheiten. Ich habe einiges Neues erfahren und diese Passagen besonders gern gelesen.
Celine Edinger arbeitet viel mit Zwischentönen und lässt vieles unausgesprochen. Das hat für mich in Bezug auf Lydia und Elna sehr gut funktioniert. Bei der Beziehung zwischen Elna und Hendrick hätte ich mir jedoch etwas mehr Klarheit gewünscht, da hier vieles nur angedeutet bleibt.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Wenn ihr atmosphärische Geschichten mögt und damit leben könnt, dass nicht alles vollständig aufgelöst wird, solltet ihr euch diesen Roman anschauen.
Rezensent*in 1863493
Mit "Die Austernfischerin" hat Celine Edinger einen schön erzählten, atmosphärischen und sinnlichen Debütroman veröffentlicht (erschienen am 13.07.2026 im Kein & Aber Verlag).
Im Mittelpunkt des Romans steht Lydia, die mit ihrem Freund Hendrick die Ferien an der dänischen Nordseeküste bei Hendricks unnahbarer Mutter Elna verbringt, die dort den Familienbetrieb, Austernernte und -handel, führt und sich dieser Aufgabe verschrieben hat.
Die gemeinsame Ferienplanung ist, kaum dass die beiden an der Nordsee angekommen sind, hinfällig als Hendrick erfährt, dass er durch eine Klausur gefallen ist und die Ferien über für die Nachprüfung lernen muss.
Lydia sieht sich im Ergebnis damit konfrontiert, ihre freien Tage an der Nordseeküste überwiegend für sich allein zu gestalten.
Dabei kommt sie der etwas schroffen und inrovertiert wirkenden Elna während der gemeinsamen Austernernten, den gemeinsamen Spazier- und Saunagängen und den alltäglichen Verrichtungen und gemeinsamen Mahlzeiten langsam näher, während sich parallel die Anspannungen und unausgesprochenen Konflikte zwischen Elna und Hendrick immer greifbarer abzeichnen.
Mit wachsender Vertrautheit zu Elna und der zwischen den beiden zunehmend spürbaren, aber unausgesprochenen Sinnlichkeit entwickelt Lydia ihrerseits auch eine zunehmende Distanz zu Hendrick, was in der Paarbeziehung gleichmaßen zu Spannungen führt.
Die Autorin schreibt aus der Perspektive der Ich-Erzählerin Lydia.
Celine Edingers Schreibstil ist dabei ruhig, aber sehr atmosphärisch und bildhaft. Atmosphäre und Stimmung entwickeln sich im Verlauf der Erzählung so wechselhaft wie die Gezeiten und so unberechenbar wie die Nordsee - mal traumhaft schön und ruhig bis stürmisch und aufbrausend.
Die zwischenmenschlichen Dynamiken und Entwicklungen bleiben bis zum Schluss spannend.
Allerdings, durch die ausschließliche Perspektive der Ich-Erzählerin bleiben die weiteren Protagonist*innen, insbesondere Elna und Hendrick, leider sehr auf Distanz.
Während sich den Leser*innen die Gedanken und Beweggründe der Ich-Erzählerin Lydia leider schon nicht vollumfänglich erschließen, bleiben Elnas und Hendricks Charaktere durch diese Erzählweise sehr unnahbar. Hendrick war mir infolge der fehlenden alternativen Perspektive sogar überwiegend unsympathisch.
Letztlich bleibt auch zu vieles unklar und offen und der Imagination der Leser*innen überlassen. Die Autorin nutzt Andeutungen als stilistisches Mittel, was einerseits kontinuierlich Spannung erzeugt, andereseits Leser*innen am Ende aber auch unzufrieden und mit vielen Fragen zurücklässt. Die Entwicklung der Charaktere wirkte auf mich unvollendet, obgleich das Ende stimmig ist.
Trotzdem, oder gerade deswegen, ist "Die Austernfischerin" ein sprachlich sehr gut erzählter Roman, der sich durch Aufbau und Erzählweise deutlich von anderen Romanen abhebt und bei Leser*innen nachhallt, aber leider etwas hinter meinen persönlichen Erwartungen zurückbleibt.
Alles in allem gebe ich daher gute 4 von 5 Sterne.
(Unbezahlte Werbung - Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt. Meine vorstehende Rezension bleibt davon unberührt und spiegelt meine ehrliche Meinung wieder.)
Rezensent*in 1816636
Vorn der Buchvorstellung "Lydia verbringt ihren Urlaub im Haus der Mutter ihres Freunds Hendrick an der dänischen Nordseeküste. Elna gilt als schroff wie die See. Als Hendrick erfährt, dass er durch eine Prüfung gefallen ist und lernen muss, ist Lydia auf sich gestellt. Elnas Einladung, ihr bei der Austern-Ernte zu helfen, nimmt sie zögernd an, und erkennt auf den kargen Sandbänken eine Seite an Elna, die nur die wenigsten zu kennen scheinen. Vorsichtig erkundet Lydia eine zarte Zuneigung zu der unnahbar wirkenden Frau, während Hendricks Verhalten immer rätselhafter wird. In dem abgeschiedenen Haus macht Lydia schließlich eine Entdeckung, die alles auf den Kopf stellt. Weder der Sohn noch die Mutter sind das, was sie zu sein scheinen. Celine Edingers Debüt erzählt sinnlich und bildstark von Intimität und Tabubruch, fragt, ab wann sich Grenzen verschieben, und ergründet das Gefühl, von einem Menschen wirklich gesehen zu werden." und vom schönen, geheimnisvollen Cover gerade magisch angezogen, bin ich voller Erwartungen in das Buch gestartet. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Für mich blieben noch viele Fragen offen. Die Charaktere waren mir auch nicht so zugänglich und offen genug. Der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig, fast irritierend, was die Dialoge getraf. Es änderte sich die Schriftart. Mich hat der Roman leider nicht abgeholt. Schade, hatte ich doch auf einen sehr atmosphärischen, tiefgründigen Roman am Meer gehofft.
Ungewöhnlich erzählt, aber ohne mich zu fesseln
Lydia und Hendrick verbringen ihren Urlaub im Haus von Hendricks Mutter an der dänischen Nordsee. Elna lebt zurückgezogen und hat sich ganz der Austernfischerei verschrieben. Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist angespannt. Hendrick, der gerade durch eine wichtige Prüfung gefallen ist, sehnt sich nach ihrer Zuneigung, doch diese bleibt ihm verwehrt. Während er lernt, entwickelt sich zwischen Lydia und Elna eine immer stärkere Anziehung.
Die Austernfischerin ist ein ungewöhnlicher, ruhiger Roman mit einer besonderen Atmosphäre. Das Ende empfand ich allerdings als merkwürdig und etwas unbefriedigend. Insgesamt bin ich mit der Geschichte nicht wirklich warm geworden.
Gestört hat mich außerdem die Entscheidung, in der wörtlichen Rede auf Ausrufezeichen zu verzichten. Für mich hat das den Lesefluss erschwert und die Dialoge stellenweise ungewohnt wirken lassen.
Ich brauche bei Büchern Handlung und Personen, mit denen ich mich identifizieren kann. Dieser zarte und so wundervolle Roman bildet eine absolute Ausnahme für mich, denn viel Handlung finden wir hier nicht. Dafür eine ganz feine Sprache und einen Stil, der eher zwischen den Zeilen erzählt, als mit Worten selbst. Es passiert viel in den Leerstellen und den Gedanken der Leser*innen. Das ist großartig!
Auf nur 208 Seiten gehen wir gleich mehreren Beziehungen und deren Dynamik auf den Grund. Aus einem Sommerurlaub eines Paares bei der Mutter in Dänemark wird etwas anderes. Etwas, das mit Worten nicht recht einzufangen ist.
Für wen ist dieses Buch geschrieben? Für alle, die sich auf eine sinnliche Reise begeben wollen, die Natur mögen, mehr über Austern und das Fischen erfahren wollen. Alle, die eine ruhige und dennoch prickelnde Atmosphäre wollen, und Protagonisten, die mehr verschweigen, als sie erzählen. Für alle, die schon mal geliebt haben oder deren Liebe unerfüllt blieb, und für diejenigen, die schon mal eine tiefe Verbindung gespürt haben, ganz ohne Worte.
In kurz: I am in love with this book!
Für Lydia ist die Auszeit mit ihrem Freund Hendrick in Dänemark nicht nur ein Urlaub. Es ist eine Reise zu sich selbst und zu ihren Gefühlen. Sie wohnen in dieser Zeit im Haus von Hendricks Mutter Elna. Elna ist die Austernfischerin im Dorf und nimmt Lydia einige Male mit. In dieser Zeit bekommt Lydia Einblicke ins Austernfischen aber auch in das Innenleben der verschlossenen und etwas Mutter ihres Freundes…
Sehr bildhaft beschrieben und äusserst einfühlsam beschreibt hier die Autorin diese Auszeit in Dänemark. Nicht nur alles sichtbare, sondern auch alles Spürbare wird auf eine ganz spezielle Art wiedergegeben. Es herrscht von Anfang an eine Spannung, die bis zum Schluss anhält.
Ein sehr einfühlsames Debüt der Autorin, das ich jedem ans Herz legen kann!
Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar.
Der Roman lebt stark von seiner Umgebung: die dänische Nordseeküste, die kargen Sandbänke, das raue Meer. Diese Kulisse trägt die Stimmung – ruhig, manchmal beklemmend, immer intensiv. Die Autorin schafft es, eine dichte, fast körperlich spürbare Atmosphäre aufzubauen, die das Innenleben der Figuren spiegelt.
Auch lädt der Debutroman dazu ein, eigene Bilder, Vorstellungen und Denkweisen zu hinterfragen.
Er ist kein Roman der großen Wendungen – vieles passiert im Kleinen: Blicke, Gesten, Schweigen. Wer Action erwartet, wird enttäuscht sein; wer Zwischentöne liebt, wird belohnt.
Buchhändler*in 1458891
Wow, definitiv ein Jahreshighlight!
Ich weiß garnicht wie ich anfangen soll, dieses Buch zu beschreiben. Der Schreibstil ist unglaublich detailreich, sodass man sich sehr gut in das Buch hineinfühlen kann. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind komplex und man merkt, wie Lydia und auch Elnadie ganze Zeit mit sich selbst hadern. Gleichzeitig ist das Buch total sanft, es passiert nicht allzu viel, die Beschreibungen machen das aber wieder wett. Ich als Leserin war selbst zwiegespalten, da es sich um einen krassen Tabubruch handelt und mein moralischer Kompass eigentlich dagegen spricht. Trotzdem war ich immer auf Lydias Seite. Ich freue mich schon auf mehr von Celine Edinger, denn so Gänsehaut hatte ich beim Lesen schon lange nicht mehr!
Bonus: Ich weiß jetzt einiges mehr über Austern :)
Es gibt auf jeden Fall sehr viel, was für dieses Buch spricht. Es fühlt sich an wie Urlaub in Dänemark, bodenständig, naturverbunden, viel Nordseeluft. Allerdings gibt es Austern statt Krabbenbrötchen und die Austern zu fischen ist ein Beitrag zum Umweltschutz, weil wilde Austern eine invasive Art sind und keine natürlichen Feinde haben… ja, man lernt auch einiges und geht nach dem Fischen in die Sauna.
Im Grunde ist es eine Liebesgeschichte, die ganz sanft alle Grenzen sprengt. Wo andere Autoren sich noch am LGBTQ-Thema abarbeiten, kommt Celine Edinger und zeigt, dass Liebe wächst, wo sie hinfällt und dass man das nicht steuern kann. Es passiert einem einfach, es kann zart sein, schön, kein gewaltiges Erlebnis, das wird wunderbar einfühlsam beschrieben, nur lesen wollte ich das nicht. Ich kann es nicht spoilerfrei begründen, aber ich finde, wer Tabus bricht muss auch moralische Aspekte bedenken. Tabus brechen, nur um es zu tun, ist mir zu wenig.
Dieses Buch ist schön geschrieben und findet ganz sicher seine Fans. Mir ist es zu planvoll angelegt, zu sehr gewollt auf einen fragwürdigen Plot hin ausgerichtet und auch viel zu kurz für eine Geschichte, die eigentlich am Ende erst anfängt.
Rezensent*in 1507298
Fest verschlossen
Ihr Plan ist es einen Urlaub mit Nichtstun und Faulenzen zu verbringen, als Hendrick mit seiner Freundin Lydia zu seiner Mutter Elna aufbricht. Abgekommen an dem kleinen Haus im deutsch-dänischen Grenzgebiet am Meer lernt Lydia eine schlanke, schroffe und wortkarge Frau kennen, die von ihrem Sohn nicht "Mutter" oder "Mama" angesprochen, sondern bei ihrem Vornamen gerufen wird. Die Beziehung wirkt distanziert, gleichzeitig wirkt die von Hendrick und Lydia sehr innig, es werden spicy Sexszenen geschildert. Als Hendrick für die Wiederholung einer wichtigen Prüfung lernen muss, ergibt es sich, dass Lydia Zeit mit Elna verbringt. Sie hilft ihrer Schwiegermutter in spe beo deren Arbeit: dem Sammeln von Austern. Und Elna öffnet sich zaghaft gegenüber Lydia, nach und nach entsteht eine zarte Vertrautheit zwischen den beiden Frauen. Zeitgleich driften Lydia und Hendrick auseinander. Als eine Sturmflut aufzieht, droht die Situation zu eskalieren, denn der Sohn wirft seiner Mutter vor, sich nicht für sein Leben zu interessieren. Wenige Zeit davor entdeckt Lydia ein Fotoalbum mit Fotos der verstorbenen Schwester Elnas mit einem Baby. Worüber schweigt Elna so wehement? Mich hat die Geschichte und Entwicklung dieser Konstellation sehr fasziniert. Elna war mir auch ziemlich schnell sympathisch, hat mich neugierig gemacht, so verschlossen wie sie ist, wie die Muscheln, die sie sammelt. Die Nähe zwischen den beiden Frauen, die hier wächst, fand ich wunderschön, zart, vorsichtig und warm. Ein Gegensatz zu der fast schon gierigen Art Hendricks gegenüber Lydia, welche am Rand der Übergriffigkeit streift. Verwoben mit einem Familiengeheimnis, welches bis zuletzt nicht klar gelüftet wird. Eine kurze aber intensive Reise, auf die mich "Die Austernfischerin" von Celine Edinger @keinundaberverlag entführt hat.
Hendrick besucht mit seiner Freundin Lydia seine Mutter Elna in Dänemark um Urlaub zu machen, jedoch fällt er durch eine Prüfung und muss die Erholung gegen Pauken tauschen.
Zeit in der sich Lydia und Elna annähern und zu schätzen lernen. Beide sind ehe ruhige, vorsichtige Charaktere, wogegen Hendrick sich als eher impulsiv und teilweise ungehalten entpuppt. Eine fast poetische Sprache knüpft ein besonderes Band zwischen den beiden Frauen. Interessant finde ich die Arbeit als Austernfischerin und Elnas Zugang dazu dieser. Die Autorin platziert immer wieder neue liebenswerte Aspekte der beiden Protagonistinnen wodurch diese zueinander finden. Für die Spannung wurde noch ein Familiengeheimnis eingewebt - klingt erstmal überladen, Frau Edinger nutzt dieses aber als Legitimation der Verhaltensweisen der Familie und gibt daher eher einen dezenten Aufschluss. Das offene Ende lässt mich ein wenig unzufrieden zurück, aber nur weil ich gerne mehr von der sanften Beziehung der Frauen erfahren hätte.
Celine Edinger schafft einen leisen, queeren Roman mit viel Tiefe, Anziehungskraft, Verbundenheit und der verborgenen Schönheit einer Auster.
Buchhändler*in 1493737
Ein ruhiges und atmosphärisches Buch, das Einblicke in das Leben auf einer dänischen Insel und die Austernfischerei gewährt. Ich fand schnell in die Geschichte hinein und genoss die bildhaften Beschreibungen des Insellebens und der Natur sehr! Sinnlich und zart schildert die Autorin die Annäherung der beiden Frauen und zugleich wird die Distanz der beiden zu Hendrick, dem Sohn und Freund, immer mehr spürbar. Für mich ein rundum gelungener Roman mit klarer Leseempfehlung, für alle die ein poetisches und entschleunigendes Lesevergnügen suchen!
Knisternde Spannung
"Die Austernfischerin" ist am 13. Juli 2026 im Verlag Kein & Aber erschienen. Es ist der erste Roman von Celine Edinger und das Debüt ist ihr gelungen.
Hendrick und Lydia sind gerade bei seiner Mutter Elna in Dänemark angekommen, als Hendrick erfährt, dass er eine wichtige Prüfung nicht bestanden hat. Hendrick schlägt Lydia vor, dass sie bleiben und er sich hier auf die Nachholprüfung vorbereitet. So ist Lydia von nun an mehr auf sich gestellt und sie begleitet Elna zu den Sandbänken um ihr beim sammeln der Austern zu helfen. Hendricks Mutter Elna wirkt unnahbar und sie ist keine Person vieler Worte. Während sich Hendrick und seine Mutter Elna bei diesem Besuch immer mehr voneinander entfernen, kommen sich Lydia und Elna immer näher.
Mit viel Feingefühl erzählt Celine Edinger aus Sicht von Lydia von diesen vorsichtigen Annäherungen. Zwischen den beiden Frauen liegt eine knisternde Spannung in der Luft. Das Ende bleibt ein wenig offen und lässt Spielraum für eigene Gedanken.