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Die Austernfischerin
Ein Roman
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Erscheinungstermin 13.07.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Ein Roman wie die Nordsee: stürmisch, salzig und voller Geheimnisse
Lydia verbringt ihren Urlaub im Haus der Mutter ihres Freunds Hendrick an der dänischen Nordseeküste. Elna gilt als schroff wie die See. Als Hendrick erfährt, dass er durch eine Prüfung gefallen ist und lernen muss, ist Lydia auf sich gestellt. Elnas Einladung, ihr bei der Austern-Ernte zu helfen, nimmt sie zögernd an, und nähert sich auf den kargen Sandbänken einer Seite Elnas, die nur die wenigsten zu kennen scheinen. Vorsichtig erkundet Lydia eine zarte Zuneigung zu der unnahbar wirkenden Frau, während Hendrick sich immer weiter entfernt.
Celine Edingers Debüt erzählt sinnlich und bildstark von Intimität und Tabubruch, fragt, ab wann sich Grenzen verschieben, und ergründet das Gefühl, von einem Menschen wirklich gesehen zu werden.
Ein Roman wie die Nordsee: stürmisch, salzig und voller Geheimnisse
Lydia verbringt ihren Urlaub im Haus der Mutter ihres Freunds Hendrick an der dänischen Nordseeküste. Elna gilt als schroff wie die...
Marketing-Plan
- MOKA Magazin
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783036951829 |
| PREIS | 23,00 € (EUR) |
| SEITEN | 240 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Das Cover ist eigentlich schlicht, zeigt „nur“ eine Auster. Aber die ist extrem schön gezeichnet.
Wir begleiten Lydia, die mit ihrem Freund Hendrick Urlaub bei seiner Mutter in Dänemark macht. Dort läuft nicht alles so, wie geplant, denn Hendrick muss lernen und kommt außerdem mit seiner Mutter eher weniger zurecht.
Lydia hingegen lernt seine Mutter auf andere Weise kennen und schätzen.
Ein Buch, das Eindruck hinterlässt und noch eine ganze Weile nachklingt. Alleine das Setting ist ja schon klasse: an der Nordseeküste Dänemarks, auf Sandbänken beim Austern sammeln, das rauhe Wetter. Dazu kommen noch die Menschen, die auch alle ihre Eigenheiten haben. Und hier sind nicht nur die Charaktere von Hendrick, Lydia und Elna klasse gezeichnet, sondern auch die anderen Personen, die darin auftauchen, wurden von der Autorin sehr gut dargestellt. In die Gefühlswelt kann man richtig gut abtauchen, da das auch eigentlich das Wichtigste an der ganzen Geschichte ist.
Vielleicht hätte ich mir ein weniger offenes Ende gewünscht. Das hätte ruhig noch ein wenig weitergehen können.
Nele W, Buchhändler*in
Eine wunderschöne Geschichte über Intimität und Nähe in einer Beziehung und das fehlen der selben in einer anderen.
Fesselnd geschrieben, vom Anfang bis zum Ende.
Lydia und Hendrick wollten ihren Urlaub an der dänischen Nordseeküste verbringen. Hendricks Mutter Elna führt dort den Meeresfrüchte- und Fischhandel ihrer Familie fort, indem sie bei Ebbe auf Sandbänken eine invasive Wildausternart sammelt. Diese Austern haben keine natürlichen Feinde und die Küstenbewohner werden sie vermutlich nicht wieder los. Dass Hendrick die Nachricht erhält, er hätte seine Klausur in Anorganischer Chemie nicht bestanden, beendet die Urlaubspläne überraschend; er muss für die Wiederholungsprüfung lernen. Als sich zur Austernernte eine der Arbeiterinnen krank meldet, fragt Elna – zurückhaltend – ob Lydia evtl. mit zum Austernsammeln hinausfahren möchte. Das Verhältnis zwischen Mutter, Sohn und dessen Partnerin wirkte bis hierher angestrengt. Elna fällt es offenbar schwer, spontan Deutsch zu sprechen. Hendrick wirkt unsicher, wie viel Nähe zwischen Elna und Lydia er zulassen will, dabei manipulativ-lauernd. Er gibt widersprüchliche Signale und Lydia scheint ihm nichts recht machen zu können.
Im gemeinsamen Haushalt entsteht derweil eine in vielerlei Hinsicht sinnliche Stimmung. Mit dem durch körperliche Arbeit muskulösen Körper Elnas, beim Kochen, Essen, Brotteig schlagen, in der Sauna und beim Schwimmen im Meer werden unterschiedliche Geschmäcker bedient. Für Lydia wirkt all das so ungewohnt wie die Solidarirät menstruierender Frauen, die sich zwischen Elna und ihr entwickelt. Ein Treffen mit Hendricks Jugendfreund August stellte aus meiner Sicht sogar die Beziehung des jungen Paars infrage. Weil alle Figuren offenbar nicht sind, was sie vorgeben zu sein, entstand für mich eine krimihafte Spannung, die meine Aufmerksamkeit für Details steigerte, um die wahren Motive der Beteiligten zu durchschschauen.
Fazit
„Die Austernfischerin“ ist ein explizit erotischer Roman aus der Sicht der Icherzählerin Lydia, zugleich bedrückend durch die Geheimniskrämerei der Figuren. In der Beschreibung der Häuser, Einrichtung und Personen wirkt der Text detailreich und stimmungsvoll, einzig Boote scheinen Celine Edingers Icherzählerin nicht zu interessieren. Ein Schiff ist ein Schiff, wie ein Auto ein Auto ist, ohne dass sie dem für Elnas Beruf unentbehrlichen Arbeitsmittel einen genaueren Blick widmet.
Den in mehrfacher Hinsicht verblüffenden Roman empfehle ich aufmerksamen Leser:innen, die sich für den Handlungsort Meeresküste interessieren, aber auch für Beziehungskrisen, das Single-Leben und solidarische Frauenbeziehungen.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 2096245
Selten ein Buch gehabt was mich so schnell in den Bann gezogen hat. Angefangen zu lesen und nicht mehr aufgehört bis das Buch fertig war. Ein gelungener Debüt Roman der Autorin
Aleena G, Buchhändler*in
Schon nach wenigen Seiten beginnt man zu bedauern, dass dieses Buch irgendwann vorbei sein wird. Celine Edinger schreibt mit einer Zartheit und Leichtigkeit, die man nur selten findet – und doch ohne dabei jene eigentümliche Präzision zu verlieren, die "Die Austernfischerin" so besonders macht.
Das Buch lädt ein zur Auszeit, hinein in eine stille Beobachtung gestochen scharfer Figuren, die sich umeinander bewegen – rhythmisch kreisend, einander näherkommend und wieder entgleitend. Gefühlsreich und doch völlig ohne Kitsch. Mal mit einem wissenden Schmunzeln, mal mit einer stechenden Unvermeidlichkeit.
Jede Seite war ein Genuss – der Art, die man noch lange nach dem Lesen auf den Lippen schmeckt und nicht so schnell loslassen will.
Buchhändler*in 1224213
Ein Buch mit wunderschönem Cover!
Das Grundsetting am Meer in Dänemark hat mir sehr gefallen und die Sprache der Autorin ist besonders und eindrücklich und sorgt dafür, dass alle beschriebenen Sinneseindrücke noch sinnlicher wirken, man erlebt sie intensivst mit.
Durch ihre besondere Art Dialoge zu schreiben entsteht eine tiefe Stille im ganzen Buch, als würde man sich eine Muschel ans Ohr halten und Meeresrauschen hören, während man einen stummgeschalteten Film mit Untertiteln schaut. Das hat mich beeindruckt und mir sehr gefallen!
So intensiv ich aber auch den Körper der Protagonistin mitgefühlt habe, so fern ist sie mir leider als Charakter geblieben, so undurchsichtig ihre Motivation, ihre Wünsche, ihre Werte und am Ende hat mich das Buch zurück gelassen mit der Frage, was diese Geschichte eigentlich möchte, warum sie ist. Leider nicht auf die positive Art, die einfach viele Möglichkeiten offen lässt und Gespräche anregt.
Insgesamt fand ich das Buch äußerlich und sprachlich sehr ansprechend, aber charakterlich und auf Handlungsebene nicht ganz begeisternd.
Die Austernfischerin von Celine Edinger war mal etwas ganz anderes als die Bücher, die ich sonst lese.
Das Buch ist sehr ruhig geschrieben und hat einen angenehmen, einfachen Schreibstil. Teilweise fühlt es sich fast wie ein Tagebuch an. Lydia macht mit ihrem Freund Urlaub bei seiner Mutter in Dänemark. Dort lernt sie die schönen Seiten Dänemarks- und das Austernfischen kennen. Mit der Zeit merkt sie aber, dass Elna sie auf eine besondere Art fasziniert. Dabei fragt sie sich immer mehr, was es eigentlich bedeutet, wirklich gesehen zu werden.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn nicht so viel passiert. Es ist ruhig, nachdenklich und hat mich auf seine Art inspiriert.
Fazit: Wer eine ruhige Geschichte für zwischendurch sucht und kein spannendes Buch erwartet, könnte hier genau richtig sein. Für mich war es eine schöne Abwechslung, auch wenn es mich nicht komplett überzeugen konnte.
3 von 5 Sternen.
Die Austernfischerin konnte mich insgesamt überzeugen. Die Geschichte lebt vor allem von ihrer besonderen Atmosphäre an der rauen dänischen Nordseeküste. Die Autorin beschreibt die Landschaft so eindrucksvoll, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst am Meer zu stehen. Besonders die langsame Annäherung zwischen Lydia und Elna sowie die Entwicklung ihrer Beziehung fand ich einfühlsam und glaubwürdig erzählt.
Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und passt hervorragend zur melancholischen Stimmung des Romans. Gerade die Figuren erhalten viel Raum, wodurch ihre Gefühle und Beweggründe nachvollziehbar werden.
Ein Punkt hat meinen Lesefluss allerdings immer wieder gestört: Die fehlenden Satzzeichen bei der wörtlichen Rede. Ich musste häufig zweimal lesen, um zu erkennen, wer gerade spricht. Das ist sicherlich eine bewusste stilistische Entscheidung, für mich persönlich hat sie das Lesen aber unnötig erschwert.
Trotz dieses Kritikpunkts habe ich das Buch gerne gelesen. Wer atmosphärische, feinfühlige Romane mit starken Naturbeschreibungen und leisen Zwischentönen mag, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen. Für mich war es ein gelungenes Debüt, das kleine Schwächen hat, aber durch seine besondere Stimmung und seine eindrucksvollen Figuren lange nachhallt.
Christina M, Buchhändler*in
Eine außergewöhnliche Familiengeschichte mit viel Sprachlosigkeit und nicht eingestandenen Gefühlen, für die die geschlossenen Austern sinnbildlich sind.
Buchhändler*in 1477326
"Die Austernfischerin" ist ein stiller Roman über eine undefinierte Anziehungskraft und die Spannungen in Beziehungen zwischen Menschen.
Celine Edinger arbeitet mit einer bildreichen aber per se einfachen Sprache. Diese setzt sie aber sehr bewusst ein und erzeugt mit wenigen (sprachlichen) Strichen ein vielfarbiges Gemälde. Aufregend ist der Text nicht, aber mitreißend und fesselnd gerade in seiner Ruhe. Ein prägnantes Ende ist nicht im Text enthalten. Das ist stilistisch stimmig und vielleicht ein klügerer Kommentar zum Leben als eine große dramatische Schlussszene. Im ersten Lesemoment aber enttäuscht dieses Ausklingen ein wenig.
Viele Aspekte der Beziehung von Lydia und Hendrick - der liebevolle aber auch manchmal anhängliche wie sexuell etwas zwingende Freund der Erzählerin - werden nur angedeutet und in Einzelszenen als Idee angestoßen. Auch Hendricks Verhältnis zum vermutlich bisexuellen besten Freund und seiner "Mutter" Elna wird skizziert, aber nicht ausgemalt.. Diese spartanische Ausstattung verlangt vom Leser ein gewisses Maß ein Einfühlungsvermögen und Vorstellungskraft - aber dieser Aspekt ist anerkennenswert und hebt den Text gegenüber anderen Texten empor. In der Ruhe sind sicher auch einige etwas gestelzte Dialoge und die (oberflächliche) Spannungslosigkeit führt zu Unruhemomente beim Lesen.
Dennoch ist der Roman sowohl als Urlaubslektüre als auch als Alltagslektüre geeignet. Die Kulisse und die szenisch sehr bildlich erzählte Ernte der Austern - welche auch als Metapher bzw. Allegorie auf unsere moderne, kapitalistische Welt spannend verwendet sind - laden zur Kopfreise ein.
Ein unaufgeregter aber im Nachgang erstaunlich wirkungsmächtiger Text für den Sommer - und auch den Rest des Jahres.