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Buchcover für All die Farben, all das Licht

All die Farben, all das Licht

Roman

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Erscheinungstermin 11.07.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Bitte nicht vor dem 01.07 besprechen!

Ein bewegendes Debüt: zwei Schwestern, ein Roadtrip und die Frage, wie man weiterlebt, wenn sich alles ändert

Juna ist siebzehn und will trotz ihres schwindenden Augenlichts um jeden Preis Malerin werden. Martha ist dreizehn und versucht alles, um aus dem Schatten ihrer begabten Schwester zu treten. Die zwei wechseln kaum ein Wort miteinander. Doch dann verschlechtert sich Junas Diagnose, und sie erkennen, dass sie sich nur gemeinsam gegen die Welt wappnen können. Einfühlsam und kraftvoll erzählt Cora Wucherer vom unstillbaren Hunger auf das Leben und von einem Sommer, der alles verändert.
Seit sie denken können, teilen sich Juna und Martha ein Zimmer in ihrer engen Familienwohnung in München-Giesing. Doch das ist auch schon alles, was die beiden Schwestern gemeinsam haben. Juna, außergewöhnlich begabt und bedroht von einer seltenen Krankheit, erfährt, dass ihr wohl nur noch wenige Monate bleiben, bis sie ihr Sehvermögen verliert. Ihr Traum, einmal eine ebenso bedeutende Künstlerin zu werden wie ihr großes Vorbild Lotte Laserstein, scheint zu zerbrechen. Ihre jüngere Schwester Martha hingegen kämpft darum, überhaupt gesehen zu werden. Mit Junas Ausweis in der Tasche ergattert sie sich einen Nebenjob in einem Kino – und damit eine völlig neue Unabhängigkeit. Als Juna unbedingt ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein in Malmö sehen will, ergreift Martha ihre Chance und organisiert eine heimliche Reise für die beiden. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer ungeahnten Herausforderung – und die Schwestern geraten an die Grenzen dessen, was sie voneinander zu wissen glaubten.

Bitte nicht vor dem 01.07 besprechen!

Ein bewegendes Debüt: zwei Schwestern, ein Roadtrip und die Frage, wie man weiterlebt, wenn sich alles ändert

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608967043
PREIS 25,00 € (EUR)
SEITEN 320

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

Schöne unterhaltsame Geschichte die von zwei ungleichen Schwestern handelt. Juna möchte Malerin werden. Doch ihre Beeinträchtigung wird ihr einen Strich durch die Rechnung zu machen. In ungewisser Zeit wird siie erblinden. Das etwas zu abrupte Ende des Buches hat mich etwas irritiert.

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So eine gute und einfühlsame Geschichte um die beiden Schwestern Juna und Martha. Toll geschrieben und eine klare Leseempfehlung!

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Beim Lesen dachte ich mir immer wieder "Wow - Was für ein kraftvolles, lebendiges Debüt!"
Und überhaupt: Was für eine wunderbare, strahlende Geschichte!
"All die Farben, all das Licht" ist mehr als ein Coming-of-Age-Roman, es ist ein Buch über das Schwester-sein und Schwester-haben, über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt und nicht zuletzt der Suche nach dem eigenen Ich.

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Die siebzehnjährige Juna ist mit einer genetischen Erkrankung konfrontiert, die ihr Hörvermögen beeinträchtigt und sie letztendlich außerdem auch erblinden lassen wird. Dies stellt eine große Herausforderung für Juna dar, da sie schon lange davon träumt, die Kunstakademie zu besuchen und Künstlerin zu werden. Ihre jüngere Schwester Martha lebt seit der Diagnose im Schatten ihrer Schwester und deren Schicksal.

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter leben die beiden Schwestern allein mit ihrem Vater, der als Krankenpfleger hart arbeitet, um sie zu ernähren. Oft ist er nicht da und permanent übermüdet, was die Situation für die Schwestern zusätzlich erschwert.

Der Roman begleitet Juna und Martha über einen Zeitraum von sechs Monaten und taucht ein in ihre Ängste und Nöte. Cora Wucherer gelingt es dabei, die Gefühle der Schwestern mit großer Empathie zu schildern, sodass sich die Leserinnen und Leser gut in sie hineinversetzen können. Ohne zu urteilen, lässt sie Raum für eigene Interpretationen. Durch die Einbeziehung des Freundeskreises von Juna und Martha wird die Geschichte zusätzlich bereichert.

Das Setting in München hat mir besonders gut gefallen, da es mir ein Gefühl von Vertrautheit vermittelt hat.

Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es erzählt auf eindrucksvolle Weise das Erwachsenwerden unter erschwerten Bedingungen und die Suche nach Alternativen.

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Der Roman „All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer erzählt die berührende Geschichte der Schwestern Juna und Martha, die gemeinsam mit ihrem verwitweten Vater in einer kleinen, beengten Wohnung leben. Obwohl sie sich ein Zimmer teilen, könnten ihre inneren Welten kaum unterschiedlicher sein.

Juna ist 17 Jahre alt und lebt mit der Usher-Krankheit – einer fortschreitenden Einschränkung von Gehör und Sehvermögen. Ihr größter Traum ist es, Malerin zu werden, doch dieser scheint mit jeder Verschlechterung ihrer Sinne unerreichbarer. Martha hingegen steht oft im Schatten ihrer Schwester. Sie fühlt sich übersehen, als würde sich alles nur um Juna drehen.

Als Juna den Wunsch äußert, nach Malmö zu reisen, um das Werk ihrer Lieblingskünstlerin ein einziges Mal mit eigenen Augen zu sehen, fasst Martha einen mutigen Entschluss: Sie will ihrer Schwester diesen Traum erfüllen. Es beginnt eine ungewöhnliche Reise – voller Herausforderungen, Abenteuer und emotionaler Momente. Vor allem aber wird es eine Reise, die die beiden Schwestern einander näherbringt.

Cora Wucherer gelingt eine einfühlsame Geschichte über Geschwisterliebe, Ängste, Hoffnung und das Bedürfnis, gesehen zu werden – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Figuren sind authentisch und nahbar, sodass man ihre Gefühle intensiv miterlebt.

Ein bewegender Roman für Leserinnen und Leser jeden Alters, der lange nachhallt.

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Eine ganz warme und wunderbare Familiengeschichte, in deren Mittelpunkt die Schwestern Martha und Juna stehen.Martha ist 14 und hat, ihrer Meinung nach, keine besonderen Begabungen.Sie blickt zu ihrer 3 1/2 Jahre älteren Schwester auf, die wunderbar zeichnen kann und ,Marthas' Meinung nach, viel hübscher ist.Juna hat das Usher Syndrom, das bedeutet, dass sie bald nichts mehr sehen kann.Das ist für Juna besonders schlimm, da sie sich nach dem Abitur an der Kunstakademie bewerben wollte.
Ein spontaner Trip mit ihrer Schwester nach Schweden verändert Junas Sicht auf die Dinge und auch Martha wird selbstbewusster.
Ich werde das Buch sehr gerne empfehlen.

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Eine sehr schöne Erkundung über das Schwesternsein. Man kann beide Seiten verstehen und möchte doch, dass beide endlich zueinander finden. Ich bin aber leider nicht drumherum gekommen mich mit Marthas Seite mehr zu identifizieren, was Junas Sichtweise für mich manchmal sehr anstrengend zu verfolgen war. Aber vielleicht spricht das nur umso mehr um die gewifte Art und Weise wie Cora Wucherer diese komplexe Beziehung aufs Papier gebracht hat.

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Mein Lieblingsbuch in diesem Frühjahr! Martha hätte ich auch gerne als Schwester :) Sehr einfühlsam und lebendig erzählt. Absolute Empfehlung 👍🏻

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5 stars

Sofort schleicht sich ein Lächeln in mein Gesicht, wenn ich an die
Lektüre dieses Buches denke. Zwei Schwestern teilen sich ein kleines
Zimmer und könnten leider nicht weiter voneinander entfernt sein. Wärend
der alleinerziehende Vater sich liebevoll um alles kümmert, ist er was
Kommunikation angeht nicht das beste Vorbild.
Als Leser lernen wir sowohl die Sichtweisen der siebzehnjährigen Juna
kennen, als auch die ihrer kleineren Schwester Martha. Es war mir ein
leichtes mit beiden mitzufühlen, während Junas Augen sie aufs
verzweifelndste im Stich lassen noch bevor sie ihren Durchbruch als
Künstlerin feiern konnte, und Martha mehr sein will als nur die kleine
Schwester, die ständig Rücksicht nehmen soll. Martha erträgt Junas
gewaltvollen Gefühlsausbrüche, solange sie denken kann, jedoch findet
bisher keiner in der Familie Worte für das, was sie wirklich bewegt;
nicht für Gefühle und nicht für den Verlust oder das Leben von Junas und
Marthas Mutter.
Ein wunderschönes Buch über den Weg zum einander Zugewandsein und der
Selbstliebe!

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Ein sehr gelungener Roman mit authentisch wirkender Geschichte, die von zwei Mädchen aus ihrer jeweiligen Sichtweise erzählt wird. Das Ganze wirkt sehr lebensnah, wenn auch an einigen Stellen zu konstruiert (Erkrankung Marthas als Auslöser des Kümmerns des Vaters).

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Seit ihrer Kindheit teilen sich Juna und Martha ein Zimmer in der viel zu kleinen Wohnung, in der sie gemeinsam mit ihrem Vater leben. Und doch sprechen sie kaum ein Wort miteinander. Juna leidet an der Usher-Krankheit und weiß, dass sie bald ihr Augenlicht verlieren wird. Damit gerät auch ihr größter Traum in Gefahr: einmal als Künstlerin in die Fußstapfen ihres Vorbilds Lotte Laserstein zu treten. Martha hingegen kämpft darum, endlich aus dem Schatten ihrer Schwester zu treten und ihren eigenen Platz im Leben zu finden.
Bevor Juna ihr Sehvermögen vollständig verliert, möchte sie unbedingt ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein in Malmö sehen. Martha organisiert die Reise und für die beiden beginnt ein Abenteuer, das sie nicht nur näher zu sich selbst, sondern auch zueinander führt.

Obwohl ich eine ganz andere Vorstellung hatte, wie die Geschichte ablaufen würde, hat mich das Buch komplett abgeholt. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen und die Gefühle der Figuren waren durchgehend greifbar - Tränen inklusive.

Da ist Juna. Juna, die Angst vor der Zukunft hat, vor allem, was kommt, und vor allem, was sie verlieren könnte. Die kaum weiß, wie sie ihren Freunden von der Diagnose erzählen soll, und still an der Situation zerbricht. Die sich immer weiter zurückzieht, weil ihre neue Realität sie überfordert - und weil sie plötzlich nicht mehr weiß, was ihre Kunst, ihre Träume und ihr ganzes Leben noch für sie bedeuten.
Und Martha. Martha, die ihr ganzes Leben lang im Schatten ihrer Schwester stand und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich selbst gesehen zu werden. Die Antworten über ihre Mutter sucht, die sie nie kennenlernen durfte, und etwas finden möchte, das nur ihr gehört - einen Platz, an dem sie nicht „die Schwester von Juna“ ist, sondern einfach sie selbst.

Die Autorin beschreibt die Ängste, Hoffnungen und inneren Kämpfe der beiden Schwestern unglaublich einfühlsam. Und wow, als dann ganz überraschend Kapitel 20 kam, hat mir das noch einmal kurz den Boden unter den Füßen weggezogen. Haltet auf jeden Fall die Taschentücher bereit.

An der ein oder anderen Stelle war die Geschichte vielleicht ein bisschen holprig, aber das ändert absolut nichts daran, dass „All die Farben, all das Licht“ ein wirklich ganz, ganz toller Debütroman ist, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde.

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Schwestern

Der Roman „All die Farben all das Licht“ ist das Debüt von Cora Wucherer.
Die Autorin schreibt mit faszinierendem Stil einen Roman, aus dem Leben gegriffen.
Es geht um zwei Schwestern, Luna 17 Jahre alt und Martha 14 Jahre. Bei Marthas Geburt ist die Mutter gestorben. Der Vater ist Pfleger im Krankenhaus. Er erzieht seine Töchter allein.
Bei June ist Schwerhörigkeit testatiert worden und jetzt dauert es nicht mehr lange und sie erblindet. Sie hat das Ascher Syndrom, dadurch hat der Vater mehr auf Juna geachtet. Martha fühlte sich unsichtbar. Der Altersunterschied ist Schuld an der Spannung zwischen ihnen, das ist normal. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Später werden sie dann bestimmt Freundinnen. Das Ende kam etwas abrupt, aber es ist gut so.
Die Autorin hat abwechselnd June und Martha erzählen lassen. So ist das ein packender Roman geworden.

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Meine Güte, wie fantastisch kann ein Debütroman sein? Als brennende Coming-of-Age-Leserin dachte ich, ich würde die klassischen Themen kennen, die ein solcher Roman umfasst. Und dann kommt Cora Wucherer um die Ecke und schreibt eine Geschichte über Schwesternschaft, die in mir alles ausgelöst hat zwischen explosionsartigem Lachen und heißen Tränen. Wie wundervoll sympathisch können zwei Seiten eines Genpools beschrieben werden, wie einfühlsam können existenzielle Themen wie Behinderung im Kontext von Freund:innenschaft, Zukunftsangst und Verbundenheit bebildert sein? Aus meiner Sicht ist Cora Wucherer etwas herausragendes gelungen: Einem Einzelkind wie mir die Vielschichtigkeit und Tiefe von Geschwisterschaft erklärlich zu machen. Vielen Dank für den Coming-of-Age-Roman des Jahres!

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„Ich bin Marthas Schwester“, sage ich. Und trete ins Licht.


Die 17jährige Juna möchte unbedingt Malerin werden, schon immer war das ihr Traum. Auch die Diagnose „Usher-Syndrom“ und ihre drohende Erblindung halten sie nicht davon ab.

„Ich werde in fünf Monaten kaum noch sehen. Ich werde nicht auf die Kunstakademie gehen, ich werde nirgends hingehen. Wahrscheinlich werde ich für immer in diesem 15-Quadratmeter-Zimmer wohnen, und Martha wird die Einzige sein, die auszieht und in die Welt hinausgeht. Martha, die nicht auf die Hilfe von anderen angewiesen ist, Martha, der alle Möglichkeiten offenstehen und die absolut nichts daraus macht.
Ich will nichts anderes machen als Malen. Ich will nicht BWL studieren, will nicht einer von diesen Menschen werden. Ich hatte einen Plan, ich hatte immer einen Plan. Jetzt habe ich plötzlich gar nichts mehr.“

Ihre besten Freundinnen Daria und Christina sind neben der Kunst das Wichtigste für sie, ihre Beziehung zu Constantin dagegen bröckelt.

Junas 13jährige Schwester Martha wurde oft übersehen, immer stand die Gesundheit ihrer Schwester, die neben dem schwindenden Augenlich zusätzlich von Geburt an einen Hörfehler hat, im Mittelpunkt. Martha ist es leid, ständig mit der talentierten Juna verglichen zu werden: „Wie oft habe ich das schon gehört? Ich bin immer nur Junas Schwester, aber in dick. Junas schlechtere Version.“

Früher standen sich die Schwestern nahe, inzwischen reden sie kaum miteinander.
Als Marthas bester Freund Alex ist in den Ferien verreist, verschafft sie sich heimlich und mit dem geklauten Ausweis ihrer Schwester einen Job im Kino. Sie genießt die Unabhängigkeit, freundet sich mit ihrem Kollegen Sam an. Und sie lernt Sophie kennen, die gerade erst nach München gezogen ist, und verliebt sich in sie. Doch wie soll sie ihr das sagen?

Als Junas Diagnose sich unerwartet schneller verschlechtert, ist das ein Schock für Juna:
„Ich denke an Dr. Aumüllers Worte, an Papas Drängen. Psychotherapie. Mobilitätstraining. Es kommt mir bescheuert vor, meine letzten kostbaren Monate darauf zu verwenden, mich auf die Dunkelheit vorzubereiten. Was für eine Verschwendung. Sollte ich nicht eher versuchen, noch möglichst viel zu schaffen? Zu sehen?“

Juna möchte vor ihrer Erblindung unbedingt nochmal ihr Lieblingsgemälde von Lotte Laserstein in Malmö sehen. Mit Marthas Kino-Gehalt brechen die beiden Schwestern heimlich nach Schweden auf. Doch das Abenteuer wird zu einer ungeahnten Herausforderung, und als Juna plötzlich spurlos verschwunden ist, ist Martha am Verzweifeln ... Die beiden Schwestern begreifen, dass sie nur gemeinsam die Schwierigkeiten des Lebens meistern können.

Abwechselnd wird aus der Perspektive von Juna, Martha und ihrem Vater Georg erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, ebenso der Schreibstil von Cora Wucherer. Die Abwesenheit der Mutter, die bei Marthas Geburt starb ist genauso greifbar wie Junas Verzweiflung angesichts der nahenden Erblindung; auch Marthas Zerrissenheit und Nichtgesehenwerden konnte ich so sehr nachfühlen.

Dass Cora Wucherer in den Roman auch Fakten über die Künstlerin Lotte Laserstein einfügt, Junas großes Idol, hat mir sehr gut gefallen und mich nun auch neugierig auf diese Malerin gemacht.

„All die Farben, all das Licht“ ist ein sehr berührender, intensiver Coming-of-age-Roman über Schwesternschaft, Freundschaft und Liebe, Zusammenhalt und Mut, der meine Erwartungen sogar übertroffen hat - ich vergebe 5 Sterne und eine eindeutige Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag & NetGalley.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Was für ein Debüt! Ich liebe das Buch von der ersten Seite an. Die Schwestern Martha und Juan sind mir ans Herz gewachsen.
Wunderbar wie Cora Wucherer die jeweilige Geschichte erzählt: berührend, herausfordernd, warmherzig.
Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Roman der Autorin.

5 stars
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In „All die Farben, all das Licht“ erzählt Cora Wucherer von den Schwestern Juna und Martha, die gemeinsam mit ihrem Vater zusammen leben und trotz des geteilten Zimmers könnten die beiden kaum unterschiedlicher sein. Während die 17-jährige Juna mit der fortschreitenden Usher-Krankheit, diese führt zum Hörverlust und Erblindung, lebt und davon träumt, Künstlerin zu werden, fühlt sich die jüngere Martha oft unsichtbar und an den Rand gedrängt.
Als Juna unbedingt nach Malmö reisen möchte, um die Werke ihrer Lieblingsmalerin noch einmal sehen zu können, bevor ihre Erkrankung weiter voranschreitet, beschließt Martha, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Gemeinsam machen sich die Schwestern auf eine Reise, die nicht nur voller Herausforderungen steckt, sondern auch ihre Beziehung zueinander verändert.
Die Autorin schreibt in einem weichen, fast poetischen Stil der aber einen leichten Lesefluss ermöglichst. Sie packt viel Bedeutung in die Sätze hinein, wie z.B.
"Juna war größer als ich, unerreichbar. Das ist sie immer noch, obwohl ich sie mittlerweile um ein paar Zentimeter überrage." (Pos.163) oder "Ich habe nie daran gedacht, dass das bedeuten könnte, dass sie übersehen wird. Dass ihre Gesundheit sie unsichtbar macht." (Pos. 3589).

Der Roman behandelt Themen wie Familie, Verlustängste, Hoffnung und das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Verständnis auf sehr einfühlsame Weise. Besonders die Beziehung zwischen den Schwestern wirkt glaubwürdig und emotional nah, wodurch man ihre Gedanken und Gefühle intensiv miterlebt.
Dies macht die Autorin sehr deutlich durch die wechselnden Sichtweisen in den Kapiteln.
Auch der Umgang mit einer degenerativen Krankheit in jungen Jahren arbeitet Cora Wucherer präzise auf. Ich konnte mich durch die Darstellung der Wut und Zerissenheit gut in die Gefühlswelt von Juna einfinden. Sehr schön fand ich auch die Darstellung des starken Willens von Martha und ihrer Resilienz.
Dank Cora Wucherer habe ich auch ein neues Wort gelernt: Komorebi - Sonne die durch ein Blätterwerk scheint. (Pos. 3207) Das finde ich ein sehr großartiges Wort.

Ein berührendes und zugleich warmherziges Buch, das lange im Kopf bleibt. Ich habe es gern gelesen und selten aus der Hand legen können.

5 stars
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Die Geschichte von Juna und Martha ist bewegend, warmherzig und hallt lange nach. Die Autorin hat unglaublich beeindruckend die Gefühlswelt und die Bedürfnisse der beiden Schwestern zum Ausdruck gebracht.
Juna die nur noch wenige Monate hat bis sie erblinden wird und nicht mehr ihrer Liebe zur Malerei nachgehen kann. Martha die einfach auch endlich mal gesehen werden möchte und aus den Schatten ihrer kranken Schwester ,um die sich alle Sorgen machen hervortreten möchte.
Ich bin in den Schreibstil gut rein gekommen es lässt sich flüssig und leicht lesen. Manche Sätze sind fast poetisch und bringen eine unglaublich tiefe Bedeutung mit sich.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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Ein gelungenes Debüt

Juna und Martha sind Schwestern. Juna hat das Usher-Syndrom, eine seltene, unheilbare Krankheit, bei der die Betroffenen Probleme sowohl beim Hören haben, als auch Seheinschränkungen, bis hin zur Blindheit.

Juna und ihre Krankheit stehen im Mittelpunkt der Familie. Martha geht irgendwie unter, läuft so mit. Die beiden Geschwister trennen 3 ½ Jahre und das Verständnis füreinander. Der Vater spielt nur eine untergeordnete Rolle und verbringt die meiste Zeit bei seiner Arbeit im Krankenhaus. Zuhause wird wenig gesprochen, weder über Alltägliches oder Probleme, noch und das ist meiner Meinung nach der zweite große Punkt dieser Geschichte, über die Mutter.

Mir hat das Buch gut gefallen, es war schön zu sehen, wie sich die Schwestern mit der Zeit weiterentwickelt haben, sowohl jede für sich, als auch gemeinsam.
Die für mich wichtigste Message der Geschichte ist, dass auch die Geschwister von kranken Kindern immer gesehen werden sollten, nicht vergessen werden dürfen. Jedes Familienmitglied verdient Beachtung.

4 stars
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Das Etwas zwischen Schatten und Licht

In letzter Zeit sind mir einige Bücher mit künstlerischen Inhalt in die Hände gefallen und ich hab sie alle sehr genossen! Hier war ich jedoch sehr auf die Beziehung der beiden Schwestern gespannt. Diese ist zumindest zu Beginn des Romans anders als erwartet, sehr entfremdet ("Galaxien weit entfernt") und erlebt im Laufe der Handlung eine wunderschöne Entwicklung, gleich den Protagonistinnen selbst.

Juna, die exzentrisch Künstlerin mit dem Usher-Syndrom, welches noch vor ihrem richtigen Erwachsenen-Sein und dem ihr stark gewünschten Durchbruch zur Erblindung führen wird, steht im Kontrast zur abenteuerlustigen, für ihr Alter sehr reifen 13-Jährigen Schwester Martha.
Abwechselnd wird die Geschichte mit den Eindrücken und Gedanken der beiden Schwestern dargestellt.
Dabei empfand ich, dass es der Autorin einmal mehr, einmal weniger gelang diese altersentsprechend darzustellen. Es war für mich ein Zwiespalt, denn die Gedanken von Juna als auch Martha bleiben für jemanden nicht in dieser Ausnahmesituation an der Grenze zu Plausibilität. Zunächst, weil wenige wissen, wie es sich mit dieser Erkankung lebt und zusätzlich der Verlust der Mutter beide Schwestern zwingt schnellst möglich selbstständig und erwachsen zu sein.
Juna bringt den Aspekt der Kunst in den Roman, indem sie Lotte Laserstein nacheifert und Fragen nach deren Ideen, deren Weltbild und deren Überlegungen zu ihren Kunstwerken stellt. Sie wirkte auf mich dabei erst sehr selbstsüchtig, verbittert und wütend, da sie ihr Schicksal mit Verdrängung und für sich bezwingen wollte.
Währenddessen spürt sie natürlich die drängenden Dunkelheit, die sich schleichend um sie hüllt, ihre Welt weiter verkleinert, dabei große Angst macht und sie schmerzlich wahrnehmen lässt, wie ihr großer Traum von Malerei zu zerplatzen droht. Erst als sie erkennt, wieviel Raum sie in aller Leben eigentlich einnimmt, das Wegstoßen der Menschen um sie rum bleiben lässt und mit Hilfe eines unerwarteten Fremden die Perspektive wechselt, offenbart sich ihr, dass es nicht nur hell und dunkel gibt, sondern ganz viel zwischen Schatten und Licht- "Komorebi".

"Wenn etwas Schlimmes passiert, hast du eine Menge Möglichkeiten, damit umzugehen."

Im Gegensatz dazu steht Martha, die für ihr Alter oft weiser ist als ihr wahrscheinlich gut tut, dabei große Rücksicht auf ihre Schwester nimmt, die Wut auf diese besser als so manch Erwachsener umleiten kann und wachsam ihre Umwelt beobachtet. Sie bringt in eine schwermütige Geschichte trotzdem eine jugendliche Leichtigkeit, humorvolle Abschnitte in Gesprächen mit ihrem skurrilen Freund Alex, erlebt die ersten romantischen Gefühle, stellt unverblümt laut Fragen, obwohl sie in ihrer Familie oft ungesehen bleibt und entdeckt auf ungewöhnlichen Wegen die ihr unbekannte, tote Mutter und eine neue Art der Zuneigung zu ihrer Schwester.
Als Martha in einen lebensbedrohlichen Zustand gerät, fällt endlich auch ihrem Vater die Ungleichheit in der Behandlung zwischen den Schwestern auf und sie erhalten das erste Mal in ihrem Leben eine für beide gesunde und ausgegliche Menge an Aufmerksamkeit.

Emotional hat mich das Buch ehrlicherweise nur wirklich auf den allerletzten Seiten erwischt, dort dafür unvermittelt, intensiv und wunderschön für den Abschluss!

"Ich bin Marthas Schwester", sage ich. Und trete ins Licht.

Fazit: Am Ende war der Roman ganz anders als erwartet und trotzdem genau richtig für sommerliche Lesemomente!

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Dieses Buch hat mich tief im Herzen berührt. Cora Wucherer hat einen wunderschönen, fast schon poetischen Schreibstil, der die Emotionen der Charaktere unglaublich intensiv spürbar macht. Ich fand die Auseinandersetzung mit den Themen Verlust, Identität und den hellen sowie dunklen Facetten des Lebens sehr feinfühlig und authentisch gelöst. Die Geschichte entwickelt eine ganz eigene, magische Dynamik, der ich mich nicht entziehen konnte. Für mich ein absolutes literarisches Highlight!

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Wer in jungen Jahren die Diagnose bekommt, in kurzer Zeit blind und gehörlos zu werden, ist, wie Juna, in ständiger Alarmbereitschaft, nicht mehr genug Zeit zu haben, so zu leben, wie es sich für eine junge Frau anfühlen sollte. Junas Schwester Martha lebt in deren Schatten, aber auch mit der Last, dass ihre Geburt den Tod für die Mutter der beiden Mädchen bedeutete. Der für die Kleinfamilie sorgende Vater ist überfordert, die Wohnung zu klein, doch Juna träumt von einer Karriere als Malerin,- solange sie noch sehen kann. Auf der gemeinsamen Reise nach Schweden zum Museum mit den wichtigsten Gemälden Lotte Lasersteins erkennen die beiden unterschiedlichen Mädchen, wie sehr sie sich brauchen. Nach einer Reise voller Abenteuer findet sich die Kleinfamilie neu. Auch für Jugendliche schon gut zu empfehlen!

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Was für ein einfühlsames und künstlerisches Debüt!

Cora Wucher hat hier nicht nur ein echtes Debüt-Highlight des Sommers geschrieben, sondern eine Coming-of-Age-Geschichte der Extraklasse. Es geht über die Bedeutung von Kunst im Leben, die Härte des Alleinerziehens und die tiefgründige Liebe von Schwestern. Zudem ist es eine fantastische Hommage an Lotta Laserstein.

Es ist ein Buch über Freundschaft und Einsamkeit. Ein Buch über Liebe und Wut. Ein Buch über Zusammenhalt und Verlust. Ein Buch über Schwesternschaft und Ablehnung.
Oder ganz einfach zusammengefasst: Es ist ein Buch über das Leben.

Lasst euch dieses Buch nicht entgehen!

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Es geht um zwei Schwestern, die gemeinsam auf einen ungewöhnlichen Roadtrip gehen - die Jüngere erfüllt dabei der Älteren einen Wunsch und zeigt damit eine unglaubliche Zuneigung und große Liebe zu ihrer Schwester, die aufgrund einer Erkrankung ihr Augenlicht verliert.

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