Bitte melden Sie sich an, um Ihr wertvolles Feedback zu geben.
Jetzt anmelden oder registrieren.
Tata
oder das Geheimnis meiner Tante Colette | Der fesselnde Bestseller über Familiengeheimnisse von Frankreichs meistgelesener Autorin Valérie Perrin
Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht. Jetzt anmelden oder registrieren
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.
1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 30.04.2026 | Archivierungsdatum N/A
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Tata #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
»Colette ist wieder gestorben. Dieses Wort gibt es nirgendwo. Nochmals sterben, das gibt es nicht.«
2010 – Die Polizei kontaktiert Agnès: Ihre Tante, Colette Septembre, sei soeben verstorben. Doch Colette ist bereits seit drei Jahren tot. Agnès hält es für ein Missverständnis. Sie kehrt in das kleine Städtchen im Burgund zurück, das sie vor langer Zeit hinter sich gelassen hat, um die ominöse Tote zu identifizieren – eine Frau, die ihr einen Koffer voller Audiokassetten hinterlassen hat. Wer ist sie? Und wer wurde drei Jahr zuvor beerdigt? Die unscheinbare Tante entpuppt sich als zentrale Figur in einem Geflecht aus Geheimnissen und Sehnsüchten.
Kunstvoll zeichnet die gefeierte internationale Bestsellerautorin Valérie Perrin unvergessliche Figuren. Ein außergewöhnlicher Triumph der Erzählkunst.
»Colette ist wieder gestorben. Dieses Wort gibt es nirgendwo. Nochmals sterben, das gibt es nicht.«
2010 – Die Polizei kontaktiert Agnès: Ihre Tante, Colette Septembre, sei soeben...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783989411203 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 624 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 2014546
Eine fesselnde Familien Geschichte aus Frankreich, von einer mir bis dahin
völlig unbekannten Autorin .
Tata- die Unbekannte Tante. Agne´s , Tochter eines Pianisten und einer Geigerin
" muss " in den Sommerferien aus Paris hinaus und immer zur Tante nach Gaugeon.
Dort wird sie wohlwollend aber ohne große Nähe, Wärme oder Gespräche- in Empfang
genommen.
Agnes wird Regisseurin und Drehbuch Autorin, geht mit Schauspieler Gatte nach Amerika
und nach Ehe Aus ( die Andere - das Schnittchen - 10 Jahre jünger )kommt sie wieder nach Frankreich zurück
und bekommt von einem Komissar die Mitteilung- leider leider- ihre Tante ist verstorben.
Wiebitte ??? Meine Tata starb vor 3 Jahren und ist beerdigt. Es handelt sich aber tatsächlich um besagte
Tante. Wer liegt im Grab ????????? Habe ich meine Tante je richtig verstanden ???? Welche Geheimnisse
hatte sie ??????????
Unheimlich gut geschrieben, meine Empfehlung !!!!!!!!!!!
Gebine S, Buchhändler*in
Tante Colette ist gestorben, wieder gestorben: Diese Nachricht trifft ihre Nichte Agnes wie ein Blitz.
Welche Geheimnisse enthüllen die 20 Audiokassetten, die Colette für Agnes aufgenommen hat? Kassette für Kassette setzt sich ein hochspannendes, vielschichtiges und emotional berührendes Puzzle zusammen.
Diese Geschichte trifft einem beim Lesen mit stiller Wucht und bleibt im Gedächtnis! Garantiert!
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1171222
Sehr ein vielschichtiger, gradios geschriebener Roman, der Themen behandelt wie Liebe, Trennung, Pädophilie, Armut, Wunderkind etc. Grosse Leseempfehlung!
Rezensent*in 1900875
Wow – was für ein wundervolles Buch! Am liebsten würde ich sechs von fünf Sternen vergeben. Trotz der vielen Figuren und Themen verliert man nie den Überblick, weil alles so gefühlvoll und meisterhaft erzählt ist. Die Geschichte zieht einen komplett hinein und bleibt lange im Herzen. Mein schönstes Buch seit Langem!
Elena N, Rezensent*in
In einer französischen Provinzstadt entfaltet Valérie Perrin zunächst ein melancholisches Panorama, das bald zu einem spannungsreiches Geflecht aus Geheimnissen und unerwarteten Wendungen führt. Als Agnès die Vergangenheit ihrer Tante erforscht, gerät sie selbst in Gefahr. Bedrohung und Verwirrung wachsen, zugleich erzählt der Roman von Heilung, Rückkehr zu den Wurzeln und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Temporeich, emotional und stilistisch überzeugend. Eine klare Empfehlung meinerseits.
Inge H, Rezensent*in
Ein Leben
Die Schriftstellerin Valérie Perrin hat mit dem Buch, ,Tata, ein wundervolles Buch geschrieben.
Im Anfang dachte ich noch, naja, geht so, aber als die Audikassetten anfingen, wurde es richtig spannend.
Agnes war während der Ferien bei ihrer Tante Colette, die war nicht schlecht zu ihr, aber ziemlich ernst.
Mit Colettes Tod gab es ein unerwartetes Ergebnis. Ihre Beerdigung war schon vor drei Jahren. Aber die Kassetten lösen fast alles auf.
Da erfährt man, wie Colette gelebt hat. Die Familie war arm und als das dritte Kind kam, musste Colette die Schule verlassen.
Dann kam es noch zu einem kleinen Krimi. Das Alles hat die Autorin super zusammengefügt.
Das Buch war ein besonders gutes Leseerlebnis.
Rezensent*in 1805469
Für diesen unglaublichen Roman braucht man einen langen Atem, denn er hat nun wirklich eine Menge zu bieten: mehrere ungewöhnliche Frauenschicksale, zwei Künstlerkarrieren, drei ambitionierte Kriminelle, zwei gescheiterte Ehen, ein fast fertiges Filmdrehbuch, etliche Liebesgeschichten... und all das so geschickt miteinander verwoben, dass man nur ab und an den Überblick zu verlieren droht und bis zum Schluss mit den Protagonisten mitfiebert. Chapeau!
Buchhandlung Collibri/Federleserin
Agnès wird benachrichtigt, dass ihre Tante Colette verstorben ist. Fassungslos macht sie sich auf den Weg, um der Sache nachzugehen – denn Colette wurde bereits vor drei Jahren beerdigt.
In „Tata“ erzählt Valérie Perrin in mehreren Zeitebenen und Erzählsträngen die Geschichte von Colette Septembre. Agnès’ Nachforschungen bilden dabei den Rahmen, von dem aus sich nach und nach ein vielschichtiges Bild entfaltet.
Der Roman entwickelt schnell eine große Sogwirkung. Was zunächst vor allem Neugier weckt, wird im weiteren Verlauf immer spannender, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Die verschiedenen Handlungsstränge greifen kunstvoll ineinander und ergeben am Ende ein stimmiges Gesamtbild.
Gerade diese Fülle an Themen und Figuren wirkt dabei fast wie ein Spiegel des Lebens selbst, in dem sich vieles gleichzeitig ereignet und nicht danach gefragt wird, ob es gerade passt. Gleichzeitig hat mich genau das beim Lesen stellenweise gefordert, da ich mich immer wieder neu orientieren musste und nicht alle Aspekte für mich gleichermaßen notwendig erschienen.
Vielleicht liegt genau darin die Stärke des Romans – und zugleich mein größter Vorbehalt.
Insgesamt ist „Tata“ ein vielschichtiger und spannender Roman, der durch seine kunstvolle Erzählweise beeindruckt, mich beim Lesen jedoch auch immer wieder herausgefordert hat.
Buchhändler*in 1703980
Einfallsreich, spannend, berührend... Ich kann die Qualität der Übersetzung aus dem französichen nicht beurteilen, Hanne Reinhard verwendet jedoch eine so feine Sprache welche dem Original sicher gerecht wird.
Ich bin das Kind verschiedener Geschichten. Und in diesen Geschichten liegt eine Kraft. Ich bin es mir schuldig, sie weiterzuerzählen."
Agnès Tante Colette ist gestorben. Zum zweiten mal. Welch originelle Ausgangslage für diesen Familienroman. Und so nehmen mich die ersten Seiten gleich gefangen. Agnès, eine bekannte französische Regisseurin, die mit Tochter Ana in Paris lebt, kommt nach dieser Nachricht sofort in den kleinen französischen Ort, in dem sie immer ihre Sommerferien bei Tante Colette verbrachte. Sofort werden bei ihr alle Erinnerungen wach, sie trifft alte Freunde und versucht eine Spur ins Leben ihrer - vor drei Jahren oder soeben - verstorbenen Tante zu finden.
Ebenso ist es auch gleichzeitig die Geschichte von Trennungen, von Freudschaften, Familien und vieles mehr. Themen werden angesprochen und im Laufe der Geschichte verfolgt. Und nicht zuletzt spielt Fußball eine Rolle. Und eigentlich sind es viele Geschichten in einer, die sich ergänzend und vertiefend miteinander verbinden und vermischen.
Die Autorin nimmt uns mit ins französische Landleben. Flüssig und anschaulich beschreibt sie Land und Leute. Es liest sich leicht und harmonisch. Mal humorvoll, mal berichtend baut sie eine angenehme Spannung auf. In zwei Zeitebenen wird die Geschichte erzählt. Heute und die Ereignisse der Vergangenheit, mit abwechselnden Erzählstimmen, die zum jeweiligen aktuellen Geschehen passend eingefügt sind. Trotzdem verliert man nie den Überblick. Mir hat das sehr gut gefallen. Die Gegend und die Personen konnte ich mir bildlich vorstellen. Aber auch Gefühle vermittelt die Autorin glaubhaft und authentisch. Die Frage nach Schuld und berechtigter Rache taucht ebenso auf wie Suchtprobleme. Und für alles werden nachvollziehbare Lösungen beschrieben. Die Wurzeln reichen weit in die Vergangenheit. Nicht perfekt, aber passend, authentisch, nachvollziehbar.
Die Charaktere sind glaubhaft, nachvollziehbar, echt und lebensnah beschrieben. Viele kamen mir sehr nahe, einige waren gewollt abstoßend.
»Wenn ein Roman richtig gut ist, findet man darin auch Licht, Bilder, Worte und Gefühle. Und die Charaktere werden real, weil man eine Bindung zu ihnen aufbaut.«
Dem kann ich nur zustimmen. Dieser Roman war richtig gut. Vielleicht hätte man ihn etwas straffen können, doch wozu? Ich hätte nichts missen mögen, denn ich hatte eine sehr gute Lesezeit in Frankreich mit all diesen Charakteren und ihren Geheimnissen.
Ich danke NetGalley und dem Gutkind Verlag für die Bereitstellung des eBooks. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Die Tante stirbt zweimal, erst vor drei Jahren und nun noch einmal. Für die Filmregisseurin Agnes ein riesengroßes Rätsel. Sie reist in den Ort wo Colette gelebt hat und forscht nach. Nicht nur ihre Fragen stellen sie vor große Herausforderungen, auch das Treffen mit Freunden aus der Kindheit erzählt von Problemen und schweren Schicksalen.
Es geht nicht nur um Familiengeheimnisse. Themen sind auch Missbrauch und Misshandlung und das Wegsehen der Gesellschaft in den früheren Jahren.
Die Autorin beleuchtet wie eine Filmschaffende immer die verschiedenen Seiten ihrer Figuren. Es sind viele, am Anfang ist es nicht ganz einfach den Überblick zu behalten. Aber es lohnt sich. Das ungewöhnliche der Geschichte ist, das Colette für ihre Nichte besprochene Kassetten hinterlassen hat. Agnes hört sie nicht der Reihe nach an, sondern wählt blind welche sie hören will. Dadurch erfahren wir Leser immer wieder Geschehnisse aus verschiedenen Jahren mal früher, mal später. Dazwischen die Gegenwart, ein neues Drehbuch. Es sind sehr viele Handlungsstränge, mal traurig, mal schrecklich und dann wieder schön. Im Ganzen ist es eine sehr berührende, wunderschöne Geschichte. Am Ende ist da sehr viel Verständnis und der Wunsch den einen oder anderen der Personen kennenzulernen. Ich könnte mir vorstellen das dieses Buch irgendwann mal verfilmt wird. Ein Kinobesuch würde sich unbedingt lohnen. Einfach um zu erfahren welche Bilder daraus entstehen.
Rezensent*in 1518830
Mit Tata beweist Valérie Perrin einmal mehr, warum ihre Romane so viele Menschen berühren. Auch dieses Buch verbindet Familiengeschichte, Geheimnisse und große Emotionen zu einer Geschichte, die gleichzeitig leise und intensiv ist.
Im Mittelpunkt steht Agnès, die erfährt, dass ihre Tante Colette gestorben sein soll – obwohl diese bereits drei Jahre zuvor beerdigt wurde. Allein dieser Einstieg hat mich sofort gepackt. Aus diesem Rätsel entwickelt sich nach und nach eine Geschichte über Identität, Erinnerungen, verpasste Chancen und die Menschen, die unser Leben prägen, selbst wenn wir glauben, sie längst zu kennen.
Typisch für Valérie Perrin ist diese besondere Atmosphäre: melancholisch, warm und voller kleiner Details, die den Figuren unglaublich viel Leben geben. Sie schreibt mit so viel Menschlichkeit, dass man das Gefühl hat, die Charaktere wirklich zu kennen. Vor allem die Geschichten der Frauen in diesem Roman haben mich berührt – ihre Sehnsüchte, ihre Entscheidungen und all das Ungesagte zwischen den Generationen.
Besonders schön fand ich, wie sich Vergangenheit und Gegenwart miteinander verweben. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen und obwohl das Buch ruhig erzählt ist, wollte ich immer weiterlesen. Nicht wegen großer Spannung, sondern weil man emotional immer tiefer in diese Familiengeschichte hineingezogen wird.
Die Sprache ist dabei wie gewohnt poetisch und atmosphärisch, ohne überladen zu wirken. Valérie Perrin schafft es, Traurigkeit und Hoffnung gleichzeitig spürbar zu machen. Genau das macht ihre Bücher für mich so besonders.
Tata ist ein Roman über Familie, Erinnerung, Verlust und die Frage, wie gut wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen. Ein stilles, emotionales Buch, das lange nachhallt.
Ein Roman, der einen weiten Bogen spannt. Eine Geschichte, die mehrere schwergewichtige Themen aufgreift, ohne überladen.
———
Es ging recht schnell und ich war tief versunken in die Geschichte von Agnes und ihrer verstorbenen Tante Colette. Der Erzählton ist so wunderbar bildhaft, dass ich oft filmreife Bilder im Kopf hatte.
Und wer hätte gedacht, dass ich einmal ein Buch lesen und mögen würde, in dem Fußball eine nicht unwesentliche Rolle spielt?
Ich mochte die Erzählstimmen sehr, mit denen die Autorin arbeitet.
Da ist zunächst Agnes, die als Ich-Erzählerin im Jahr 2010 nicht nur versucht das Geheimnis ihrer Tante Colette zu lösen sondern auch auf ihr eigenes Leben zurückblickt.
Parallel wird das Leben von Colette beginnend im Jahr 1956 erzählt.
Ergänzt wird das ganze durch Sprachnachrichten, die Colette für Agnes auf Kassetten aufgenommen hat.
In der zweiten Hälfte kommt noch eine weitere Erzählweise hinzu, die nicht weniger geschickt eingeflochten wird, über die ich aber nicht mehr verrate.
Vordergründig wir hier zunächst ein großes Familiengeheimnisses erzählt. Aber nicht nur das Geheimnis wiegt schwer, auch die gut eingearbeitete Nebenstränge greifen schwergewichtige Themen auf. Ein zentrales Motiv ist Gewalt und Machtausübung durch Männer, daneben wird noch weiteren Themenfelder durchaus reichlich Raum gegeben.
Genauer kann ich das nicht ausführen, ohne zu viel zu Spoilern.
Das klingt nach sehr viel und nach Schwere, ist dabei aber nicht schwermütig erzählt. Manchmal war ich zu Tränen gerührt, aber es fühlte sich nie niederdrückend an. Am Ende waren die über 600 Seiten bei aller Fülle und Ernsthaftigkeit gleichzeitig leicht zu lesen.
Klare Leseempfehlung an alle Fans breit erzählter Familiengeschichten.
Rezensent*in 861419
Wunderschön komplexe Lebensgeschichten;
Beginnend mit dem zweiten Tod ihrer Tante Colette rollt Agnes die Lebensgeschichten ihrer Verwandten auf, indem sie die Hintergründe erforscht. Nach und nach erfährt sie überraschende Details über ihre Eltern und ihre Tante und es werden die Lebensgeschichten verschiedener Generationen sichtbar. Das Buch ist sehr spannend, es bewegt sich zwischen Krimi, Geschichtsdrama und sozialkritischem Roman und hat eine große, vielschichtige Tiefe. Es ist voll von liebenswerten Charakteren, von Menschen, die sich trennen und wiederfinden und aus Liebe unglaubliche Dinge tun. Verloren geglaubte Schulfreunde und Beziehungen, die ein ganzes Leben überdauern, werden ebenso meisterhaft erzählt wie das Familiendrama rund um Agnes und Colette. Der Schreibstil ist einwandfrei, es gibt verschiedene Erzählperspektiven und mich hat die Sprache ebenso gefangen wie der Inhalt und ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Das war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht das letzte.
Agnès erfährt von der Polizei, dass ihre Tante Colette gestorben ist. Problem: Colette liegt seit drei Jahren auf dem Friedhof. Was folgt, ist eine Reise in die Vergangenheit einer Frau, die man für unscheinbar hielt – und die sich als das genaue Gegenteil entpuppt. Perrins Stärke ist wie immer das Lesegefühl: flüssig, sog artig, kaum zu unterbrechen. Was etwas nervt: Es ist zu viel. Zu viele Figuren, zu viele Themen, manche Wendungen an der Grenze zur Unglaubwürdigkeit. Trotzdem solide Perrin.
„Tata“ ist ein Buch auf das man sich einlassen muss. Es ist kein Buch, das man einfach schnell wegliest. Dafür steckt viel zu viel Leben darin.
Der Roman verbindet unglaublich viele Themen miteinander: Familie, Schuld, Verlust, Missbrauch, Einsamkeit, Liebe und die Frage, wie sehr uns unsere Vergangenheit prägt. Und trotzdem wirkte nichts davon auf mich zu viel. Im Gegenteil. Alles greift nach und nach ineinander und wird immer dichter. Genau das mochte ich sehr.
Besonders berührt hat mich der Gedanke, dass Familie nicht immer etwas mit Blut zu tun haben muss. Dass manchmal gerade die Menschen, die ursprünglich fremd waren, diejenigen werden, die uns auffangen, prägen oder retten. Dieser Gedanke zieht sich für mich durch das ganze Buch.
Auch die Idee mit den Kassetten fand ich wunderschön. Dieses langsame Zurücklassen von Erinnerungen, das vorsichtige Freilegen eines ganzen Lebens. Das hat etwas unglaublich Nahes und Menschliches.
Und dann gab es Sätze, die mich komplett aus der Bahn geworfen haben. Vor allem dieser:
„Wie soll man nicht glauben, alle anderen seien besser als man selbst, wenn die eigene Mutter einen nicht liebt?“
Dieser Satz hat mich tief getroffen und lange nicht losgelassen. Vielleicht auch, weil er etwas in mir selbst berührt hat. Manche Erfahrungen verschwinden nie ganz und genau deshalb können Worte plötzlich so weh tun.
Ich kann verstehen, dass manchen Leser:innen die vielen Stränge oder Themen zu viel werden könnten. Für mich war genau diese Vielschichtigkeit aber eine große Stärke des Romans. Alles verdichtet sich immer weiter, vieles bekommt später eine neue Bedeutung und am Ende entsteht daraus eine sehr menschliche, emotionale und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte.
Ein Buch, das leise erzählt und gerade deshalb so intensiv nachhallt.
Daniela R, Buchhändler*in
Eine tolle, große Geschichte über Familie, Liebe, große Geheimnisse und auch große Schrecken.
Mit vielen wunderbaren und manch schrecklichen Charakter.
Wunderbar französisch
Rezensent*in 2001989
Fesselnde Familiengeschichte
Bei "TATA" haben mich Titel, Cover & Inhaltsangabe angesprochen. Ich war sehr gespannt, wie die Autorin die Geschichte von Colette über 624 Seiten erzählt - und ich wurde positiv überrascht. Es ist ein wunderbarer Roman über Familiengeheimnisse & Schicksale. Die Sprache der Autorin hat mich gleich gefangen genommen. Es wird ruhig & ausführlich erzählt, aber für mich gab es keine Längen. Mir hat gefallen, dass die Geschichte auf unterschiedlichen Zeitebenen spielt und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Agnes & Colette sind sehr menschlich gezeichnet und waren mir von Anfang an sympathisch. Gelungen finde ich auch den Aufbau der Geschichte: wie sich nach & nach immer mehr Geheimnisse offenbaren und es dadurch durchgängig spannend bleibt. Es gibt viele Handlungsstränge und neben Familie, Liebe & Verlust geht es nebenbei auch um Themen wie Missbrauch, Einsamkeit & Fußball. Eine gute Mischung & Verbindung unterschiedlichster Themen.
Fazit:
Ein berührender Roman zum Eintauchen.
Simone F, Rezensent*in
Agnes, eine gefeierte Regisseurin, erfährt 2010 mitten in einer Lebenskrise, dass ihre Tante Colette gestorben ist, bei der sie als Kind regelmäßig die Ferien verbrachte. Das ist höchst erstaunlich, denn Colette wurde bereits drei Jahre zuvor begraben. Agnes begibt sich nach Gueugnon, dem Wohnort ihrer Tante, und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Sie trifft dabei alte Kindheitsfreunde wieder, Erinnerungen werden wach und schmerzhafte Geheimnisse treten zutage.
Valérie Perrin erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen, wobei sie mit feiner und dennoch kraftvoller Sprache verschiedene Handlungsfäden virtuos zu einem Netz webt. Beim Lesen ist Konzentration gefragt, um den Überblick zu behalten. Ich konnte mich sehr gut in Agnes und auch Colette einfühlen, die im Laufe des Romans immer mehr an Kontur gewinnt.
„Tata“ ist ein bewegender Familienroman, der seine Figuren in die Zeitgeschichte einbettet und zeigt, wie Muster über Generationen unbewusst weitergeben werden. Dabei ist er spannend wie eine Kriminalgeschichte. In seiner kunstvollen Konstruktion liegt für mich jedoch zugleich seine Schwäche: Die Geschichte wirkt überladen und büßt dadurch an Glaubwürdigkeit ein. Es drängt sich Eindruck auf, dass weniger mehr gewesen wäre. Auch die Geschlechter sind recht plakativ belegt: Männer sind nahezu alle entweder gewalttätig und bösartig oder schwach und lebensuntüchtig, während die Frauenfiguren aufopferungsvoll und altruistisch handeln, tatkräftig sind und die „Schwesternschaft“ hochhalten. Hier fehlt es mir etwas an Ambivalenz.
Trotz dieser Kritikpunkte hat mich „Tata“ sehr bewegt, und der Schreib- und Erzählstil der Autorin gefällt mir sehr. Ich werde mich sicher nach weiteren Romanen von Valérie Perrin umsehen und empfehle „Tata“ gerne weiter.
Marianne K, Rezensent*in
Eines Tages bekommt Agnès, eine erfolgreiche Regisseurin, einen Anruf: Ihre Tante Colette ist gestorben und sie soll sie als einzig verbleibendes Familienmitglied identifizieren. Doch wie kann das sein? Ihre Tante ist bereits 3 Jahre zuvor gestorben. Und wer liegt stattdessen auf dem Friedhof?
Agnès macht sich auf die Reise in das kleine Dorf Gueugnon in der Bourgonge, um das Rätsel aufzulösen. Nach und nach findet sie heraus, dass hinter diesem Rätsel eine verstrickte Familiengeschichte steckt, die über zwei Generationen hinweg geht und in der sie am Ende eine größere Rolle spielen wird als erwartet.
Die Autorin Valérie Perrin erzählt die Geschichte in einem interessanten Erzählstil: der Roman ist durchzogen mit Rückblicken in Form von Tonbandaufnahmen. Auch dass die Protagonistin beruflich Regisseurin ist, fließt in den Erzählstil mit ein. Das fand ich sehr spannend und mal was anderes. Es wird oft die Erzählerperspektive gewechselt, trotzdem bleibt die Geschichte klar und gibt allen Charakteren die Möglichkeit an Tiefe zu gewinnen. Das finde ich sehr gelungen.
Bis zum Schluss bleibt der Roman spannend, mit unerwarteten Wendungen. Zunächst wollte ich den Roman hauptsächlich aufgrund meiner Wurzeln in der Bourgogne lesen. Er hat sich aber als positive Überraschung entpuppt! Werde ich definitiv weiterempfehlen und ggf. verschenken – dieses Mal aber auf Französisch 😉
Laura W, Rezensent*in
Schon der Klappentext hat meine Neugier geweckt, da ich unbedingt wissen wollte warum zwei Tote die gleiche Identität haben und wie es dazu gekommen ist. Der Roman ist auch sehr lebenswert und ich habe ihn gerne gelesen, allerdings wird die Geschichte ausführlich erzählt, das merkt man schon an der Dicke des Buches.
2010 – Die Polizei kontaktiert Agnès: Ihre Tante Colette Septembre sei soeben verstorben. Doch Colette, ihre Tata, ist bereits seit drei Jahren tot. Agnès kehrt in das kleine Städtchen im Burgund zurück, um die ominöse Tote zu identifizieren – eine Frau, die ihr einen Koffer voller Audiokassetten hinterlassen hat. Wer ist sie? Und wer wurde drei Jahr zuvor beerdigt?
Die unscheinbare Tante entpuppt sich als zentrale Figur in einem Geflecht aus Geheimnissen und Sehnsüchten.
Kunstvoll zeichnet die gefeierte internationale Bestsellerautorin Valérie Perrin unvergessliche Figuren voller Zartheit und Tiefe. Ein außergewöhnlicher Triumph der Erzählkunst – Tata wird die Leserinnen und Leser bis zur letzten Seite nicht loslassen.
Der Schreibstil ist ungewöhnlich aber gleichzeitig auch mitreißend. Einerseits schreibt die Autorin die einzelnen Kapitel mit vielen Details und Ausschmückungen, aber andererseits lässt sie diese auch immer so enden das man eigentlich immer noch ein Stück weiter lesen möchte.
Nach und nach fordert der Tod von Tante Colette Geheimnisse und familiäre Geschichten zu Tage, die der Leser gemeinsam mit Agnes entdeckt. Es hat ein wenig etwas von einer Schnitzeljagd oder einem Puzzle, inder sich nach und nach immer mehr zusammenfügt und am Ende ein gesamtes Bild ergibt.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn manche Passagen auch mal ein wenig zu ausführlich wurden und ein wenig zäh waren, aber insgesamt hat doch die Spannung und das Interesse an dieser Geschichte deutlich überwogen. Gerne empfehle ich es an interessierte Leser weiter.
Claudia R, Rezensent*in
Großartig
Agnes erhält die Nachricht, ihre Tante Colette sei gestorben. Doch diese wurde schon vor drei Jahren beerdigt. Was ist da passiert?
Ein vielversprechender Anfang. Ich hatte einen Spannungsroman erwartet, aber das ist es nicht.
Die Lebensgeschichte der Tante Collette wird zum großen Teil erzählt von ihrer Nichte Agnes, aber in Teilen auch von ihr selbst. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Perspektivwechsel, durch die wir einen Einblick in das Innenleben der jeweils Beteiligten erhalten. Es entsteht ein Familienpanorama, das verschiedenen Handlungssträngen folgt und auf unterschiedlichen Zeiteben spielt. Da muss man sich schon etwas anstrengen, um immer genau zu verstehen, worum und um wen es gerade geht, und was die Person vorher schon erlebt hat. Eine Liste der Figuren wäre hilfreich gewesen.
Der Stil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Sehr genau schildert sie Emotionen und Zwischentöne. Es geht um Liebe und Freundschaft, um Schuld, Gewalt und Missbrauch, und darum, einander zu helfen.
Valerie Perrin ist eine moderne französische Autorin, die bewegend und spannend erzählt. Wer komplexe Familiengeschichten mag, ist hier gut aufgehoben.
Caroline K, Rezensent*in
Agnes erhält einen Anruf von der Polizei: Ihre Tante Colette sei gestorben. Allerdings ist diese bereits vor drei Jahren verstorben... Agnes kehrt daraufhin in die Kleinstadt ihrer Tante zurück und beginnt Nachforschungen anzustellen.
Der Roman erzählt jedoch nicht nur Colettes Geschichte, sondern entfaltet nach und nach ein viel größeres Familienporträt. Auch die Geschichten zahlreicher Bewohner der Kleinstadt werden miteinander verwoben. Das Ganze wirkt wie ein Mosaik, das Stück für Stück zusammengesetzt wird und dabei die Verbindungen zwischen den Menschen sichtbar macht. Besonders gut gefallen hat mir, dass ich dadurch das Gefühl hatte, wirklich Teil der Geschichte zu sein und nicht nur von außen zuzuschauen.
Allerdings hätte man meiner Meinung nach einige Nebenstränge kürzen oder ganz weglassen können, da sie nicht viel zur Haupthandlung beigetragen haben. Dadurch musste ich ab und zu innehalten, um den Überblick über alle Figuren und Beziehungen zu behalten.
Insgesamt ist Tata ein sehr schöner Familienroman, der ruhig erzählt wird, dabei aber dennoch spannend bleibt und auch sehr ernste Themen behandelt. Der Einstieg hat für mich etwas gedauert, doch etwa ab der Hälfte war ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht. Viel mehr möchte ich eigentlich auch nicht verraten, denn so macht das Lesen mehr Spaß. :-)
Ich frage mich zudem, wie viel von der Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, da die Autorin in ihrer Danksagung der Stadt Gueugnon und Personen dankt, die in der Handling mitwirken.
Vielen Dank für das schöne Rezensionsexemplar!
Ein Buch, in dem man versinken kann
Als Agnes einen Anruf von der Polizei erhält, dass ihre Tante Colette verstorben sei, ist sie sprachlos. Denn ihre Tante ist bereits vor 3 Jahren verstorben. Agnes reist in den Wohnort ihrer Tante und stellt fest, das es sich um keine Verwechslung handelt. Die Tote ist ihre Tante, doch wer wurde dann vor 3 Jahren beerdigt?
Diese Familiengeschichte ist sehr abwechslungsreich aufgebaut.
Zum Einen befinden wir uns mit Agnes in der Gegenwart (Herbst 2010), unterbrochen von den Kasettenaufnahmen, die Colette für ihre Nichte aufgenommen hat.
Dann sind da die Treffen von Agnes mit ihren ehemaligen Schulfreunden, während derer sie sich über ihre Erlebnisse von früher austauschen.
Und dann noch Rückblenden in das Leben von Colette und Agnes.
Sehr gut geschrieben. Temporeich und vielschichtig, mit vielen interessanten Charakteren, die geschickt miteinander verknüpft sind.
Trotz der vielen ineinander greifenden Handlungen wird es nie unübersichtlich. 624 Seiten ohne einmal zu langweilen, das muss man erstmal schaffen. Großes Kompliment an die Autorin.
Buchhändler*in 472885
Tata ist ein fesselnder Roman über Familiengeheimnisse, Liebe und die Geschichten, die hinter einem scheinbar gewöhnlichen Leben verborgen liegen. Die rätselhafte Ausgangsidee – eine Tante, die bereits vor Jahren gestorben ist und plötzlich ein zweites Mal stirbt – zieht sofort in den Bann. Mit viel Gefühl und erzählerischer Tiefe verknüpft Valérie Perrin Vergangenheit und Gegenwart zu einer bewegenden Familiengeschichte. Ein berührendes, spannendes und atmosphärisches Buch, das bis zur letzten Seite überrascht.
Die Geschichte über eine Tante, die das 2. Mal gestorben ist, ist fesselnd und schön zu lesen. Man ist schon gespannt, wie die Sache sich aufklären läasst. Leseempfehlung von mir!
LeserInnen dieses Buches mochten auch:
Sawako Natori
Belletristik, Körper, Geist & Gesundheit, Liebesromane
Jens Schumacher
Kinderbücher, Manga, Comics & Graphic Novels, Sachbücher für Kinder