Zwischen Ebbe und Wut
Spannender Jugendthriller ab 14 Jahren
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Erscheinungstermin 29.04.2026 | Archivierungsdatum 28.06.2026
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Zum Inhalt
Eine Segeltour mit Freunden, ein aufkommender Sturm – und ein Toter. Der spannende Jugendbuchthriller der preisgekrönten französischen Autorin.
Als der regungslose Körper neben dem Rumpf des Segelbootes auftaucht, schreit niemand. Keiner von uns. Als könnten wir es nicht begreifen, als könnten wir durch unsere Nicht-Reaktion das Geschehene ungeschehen machen: dass eine Leiche an die Oberfläche getrieben ist. Die Leiche unseres Freundes, um genau zu sein.
Beim Anblick von Clarences Leiche wird Emma klar, dass der schöne Segeltörn, den sie und ihre Freunde geplant hatten, zu einem Albtraum geworden ist. Sie können keinen Kontakt zur Küstenwache aufnehmen, und ohne ihren charismatischen Anführer Clarence ist die Gruppe zersplittert. Und dann treten immer mehr Geheimnisse ans Licht. Und während der Sturm tobt und die Angst wächst, führen Emmas Erinnerungen uns zur Wahrheit über das, was geschehen ist.
Eine Segeltour mit Freunden, ein aufkommender Sturm – und ein Toter. Der spannende Jugendbuchthriller der preisgekrönten französischen Autorin.
Als der regungslose Körper neben dem Rumpf des...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783757102586 |
| PREIS | 18,90 € (EUR) |
| SEITEN | 224 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Marion Brunets Icherzählrin Emma und ihre Freunde hatten nach dem Abitur von der französischen Küste aus einen Hochsee-Segeltörn bis nach Irland geplant. Die 18-Jährigen Emma, Élise und Clarence segeln seit Jahren gemeinsam; Sam lernte stets langsamer und Victor gehört erst zur Clique, seit seine Mutter mit ihm bei Clarences Vater eingezogen war. Segeln ist für die Jugendlichen im Sportunterricht der Schule und im Verein ein alltäglicher Sport. Sams Eltern und Emmas alleinerziehende Mutter sind Arbeitskollegen. Emmas Familie blickt auf einen Urgroßvater zurück, der vor Neufundland fischte und auf See vermisst blieb; ihre Großeltern sind Eigner des Bootes „Céladon“, mit dem die Tour stattfinden soll.
Emmas Protokoll eines Schiffbruchs beginnt mit der Szene, als Clarence tot in der Nordsee treibt, die Jugendlichen den Toten an Bord zurückzuholen versuchen und in einem Sturm Stärke 9 anschließend vergeblich Kontakt zur nächstgelegenen Küstenwache suchen. In mehreren Schritten in die Vergangenheit entfaltet Emma die Dynamik ihrer Clique, in der Clarence selbstverständlich die Führung beanspruchte und sich die Entscheidung darüber anmaßte, wer aufgenommen wurde. Die Atmosphäre wird treffend damit beschrieben, dass man in Clarences Gegenwart erst lacht, nachdem man sich vergewissert hat, dass er bereits lacht. Als Emmas Großvater Clarence kennenlernt, warnt er seine Enkelin, Clarences demonstrierte Stärke wäre nur heiße Luft. Je besser Brunets Leser:innen die Jugendlichen kennenlernen, umso heftiger drängt sich die Frage auf, wie die Clique überhaupt einen gemeinsamen Hochseetörn wagen konnte, ohne dass zuvor nach Sporthochseeschifferschein, Erfahrung im angesteuerten Revier und überhaupt der Team-Fähigkeit in dieser Zusammensetzung gefragt wurde. Die Spannung, was eigentlich passiert ist, und das Grübeln, an welchem Punkt die Großeltern oder Emma die fatale Dynamik noch hätten stoppen können, haben mich in flottem Tempo durch das Buch getrieben.
Fazit
Die Erzählerin Emma schreibt flüssig, souverän im nautischen Wortschatz und wirkt im Ton so reif, dass die Ereignisse durchaus länger zurückliegen könnten. In stimmungsvoll gezeigter Atmosphäre am Meer und auf See entfaltet sich die Dynamik einer Gruppe, in der mehre Mitglieder mit nur einem Elternteil leben, Élises Eltern beruflich dauerhaft abwesend sind und Clarence bisher die Stelle des Platzhirschs eingenommen hat. Ausgerechnet von Victor sieht er seine Position bedroht, der offenbar nicht auf die Gruppe angewiesen ist und Clarence wenig Angriffsmöglichkeit liefert. Ein Psychothriller in maritimer Umgebung, der bei seinen Leser:innen Kenntnis nautischer Begriffe voraussetzt und im Original in Frankreich ab 13 Jahren empfohlen wird.
Majo C, Buchhändler*in
Emma ist immerschon in Clarence verliebt. Alle wissen das. Auch Elise und Sam, mit denen gemeinsam die vier eine starke und von allen als cool empfundene Freundesgruppe bilden. Seit vielen Jahren sind sie ein eingeschweißtes Team, heimsen nicht nur gute Noten in der Schule ein sondern gewinnen auch Segelwettbewerbe. Sie segeln, seit jeher und jetzt, da sie so gut wie fertig mit der Schule sind, dürfen sie zum ersten Mal mit der Celadón, dem Segelboot von Elises Großeltern, ganz ohne Segellehrer oder Eltern, in See stechen. Sie wollen sich für die gute Arbeit belohnen und ein Abenteuer erleben, sie segeln von Frankreich nach Irland. So weit so gut, wenn da nicht Clarences neuer Stiefbruder wäre, der sich dem Machtgefälle und den manipulativen Narrativen innerhalb der Gruppe nicht beugen will, sich nicht unterkriegen lässt und damit die gesamte Dynamik der Freund:innen ins Wanken bringt. Mitten auf dem Ozean entladen sich die aufgestauten Gefühle und die Jugendlichen müssen mit sich und einem schweren Unwetter zurecht kommen. Keine Hilfe in Sicht. Der Spannungsbogen peitscht uns gleich auf den ersten Seiten ins Gesicht, bis zur den letzten paar Seiten bleibt es spannend, bis sich das Rätsel, was genau denn jetzt passiert ist, endlich auflöst und wir nach einer turbulenten Reise voller Nahtoderfahrungen und Manipulation aufatmen können. Partzsch und Farbmacher haben eine grandiose Übersetzung hinbekommen. Inhaltswarnung: In diesem Buch werden Sex ohne explizites Einvernehmen, Gewalt und Nahtoderfahrungen bildlich beschrieben.
Lena P, Buchhändler*in
Spannend bis zur letzen Seite. Und das obwohl die Leiche schon zu Beginn der Geschichte auftaucht. Der Schreibstil hat mich sofort gefesselt und nicht wieder losgelassen. Habe das Buch verschlungen.
Sonja T, Rezensent*in
Inhalt: Eigentlich sollte es ein Segeltörn unter Freunden werden. Doch plötzlich treibt einer von ihnen tot neben der Yacht. Als ein Sturm aufzieht und ihr charismatischer Anführer fehlt, müssen die anderen nicht nur gegen das Meer und um ihr Überleben kämpfen, sondern sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Meinung: „Zwischen Ebbe und Wut“ ist ein spannender Jugendthriller, der auf mehreren Zeitebenen erzählt wird. Einerseits erlebt man die dramatischen Ereignisse auf offener See, andererseits erfährt man durch Emmas Erinnerungen, was zuvor geschehen ist. So lernt man die Anfänge der Freundschaften kennen und bekommt einen Einblick in die Entwicklungen, die schließlich zu diesem verhängnisvollen Segeltörn geführt haben.
Emma erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive. Sie ist ruhig, klug und so etwas wie die rechte Hand des Anführers. Nach außen wirkt sie stark, doch sie verbirgt seit Jahren ihre Gefühle für ihn. Clarence, der Anführer der Gruppe, ist charismatisch, selbstbewusst und steht im Mittelpunkt. Die anderen orientieren sich an ihm. Nur sein Stiefbruder Victor, der neu dazukommt, geht seinen eigenen Weg. Er wirkt cool und unabhängig, gleichzeitig aber auch anziehend. Sam ist der sanfte Poet der Gruppe und mit Elise zusammen, die das letzte Mitglied der Clique ist.
Alle außer Victor sind erfahrene Segler und fühlen sich auf dem Wasser zu Hause. Sie lieben das Meer und haben sich lange auf diesen gemeinsamen Törn vorbereitet, der schließlich alles verändert.
Die Geschichte lebt von Emmas Erzählweise, durch die man tief in die Dynamik der Gruppe eintauchen kann. Das Setting auf dem offenen Meer verstärkt die Spannung zusätzlich und sorgt dafür, dass die Herausforderungen für die Jugendlichen besonders intensiv wirken.
Auch wenn mir die Figuren nicht alle nahegegangen sind, konnte mich das Buch insgesamt fesseln und gut unterhalten.
Fazit: Ein gelungener und spannender Jugendthriller.
Was auf See passiert bleibt auf See.
5 Jugendliche machen einen Segeltörn.
Das Buch beginnt direkt mit der Leiche,die neben dem Segelschiff schwimmt und wechselt dann zeitlich hin und her. In verschiedenen zeitlichen Perspektiven wird die toxische Verbindung zu einer Person dieser Gruppe dargestellt, aufgrund dieser die ganze Gruppe in Not gerät.
Sie trotzen einem Sturm und kämpfen um ihr Überleben.
Das Buch ist recht kurz,hat dadurch aber auch keine Längen,sodass man es mal eben schnell durchlesen kann. Es befasst sich mit Themen für junge Erwachsene, die ihren Weg erst finden müssen.
Wie und warum der Tote gestorben ist,erschließt sich erst am Ende und wird gekonnt unter den Tisch gekehrt.
Fazit: Spannend,mitreißend mit einigen emotionalen Punkten. Kurzweilig eine gute Unterhaltung.