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Buchcover für Kala

Kala

Sie war unser Zentrum, mit ihr waren wir unbesiegbar. Bis sie nach dem Sommer verschwand. | Der internationale Bestseller – »Spannungsgeladen, voller Nostalgie und Geheimnisse … ein echter Pageturner« The Guardian

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Erscheinungstermin 26.02.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

In der Küstenstadt Kinlough an der Westküste Irlands treffen drei alte Freunde nach Jahren wieder aufeinander. Im Sommer 2003 gehörten Helen, Joe und Mush zu einer unzertrennlichen Clique um die mutterlose und ungestüme Kala Lanann – das strahlende Zentrum ihres Universums. Bis sie kurz darauf spurlos verschwand.

15 Jahre später kehrt Helen widerwillig für eine Hochzeit nach Irland zurück. Joe, ein berühmter Musiker, ist ebenfalls in der Stadt. Und Mush hat es nie aus Kinlough herausgeschafft.

Dann werden menschliche Überreste im Wald gefunden. Als Gegenwart und Vergangenheit aufeinanderprallen, müssen sich die einstigen Freunde ihrer Schuld stellen. Welche Rolle haben sie bei Kalas Verschwinden gespielt?

In der Küstenstadt Kinlough an der Westküste Irlands treffen drei alte Freunde nach Jahren wieder aufeinander. Im Sommer 2003 gehörten Helen, Joe und Mush zu einer unzertrennlichen Clique um die...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783989411302
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 512

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

Der Roman Kala hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte immer wieder aus den unterschiedlichen Blickwinkel der verschiedenen Protagonisten zu erzählen ist ein sehr guter Schachzug. Die Erinnerungen, Erlebnisse und Gefühle der Jugendlichen waren sehr gut nachvollziehbar. Durch die Andeutungen und Bruchstücke der Story war es sehr spannend zu lesen. Und auch die Auflösung ist sehr gelungen. Ein Buch das ich weiterempfehlen werde.

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Die Journalistin Helen reist aus Québec zurück in ihre Heimat Irland, um die Hochzeit ihres verwitweten Vaters Rossi Laughlin mit Pauline zu feiern, die kapriziöse Zwillingstöchter mit in die Patchwork-Familie bringen wird. Je länger ich Helens Wege verfolgte, umso distanzierter wirkte sie und je stärker wurde mein Eindruck, dass sie sich durch ihre Auswanderung elegant einem komplizierten Gewirr an Konflikten entzogen hatte und einige Personen ihr das zu neiden scheinen. 15 Jahre zuvor war sie Mitglied einer Clique Gleichaltriger, die aus den Jungen Joe, Mush und Aidan (Mushs inzwischen verstorbenem Cousin) bestand, die gemeinsam in einer Band spielten, sowie Helen, Aoife und der legendären Katherine/Kala. Der Fall Kala Lannon, die eines Tages einfach verschwand, wurde nie aufgeklärt. Colin Walshs Figuren aus drei Generationen sind vielfältig miteinander verbandelt durch Familie, Schule, Freundschaften, die Band; mindestens eine Person kommt aus einer Polizistenfamilie. Jede Veränderung dieses empfindlichen Netzes könnte Anlass für einen Konflikt mit tödlichem Ausgang gewesen sein.

Als bei Bauarbeiten für eine Feriensiedlung am See Kalas Skelett mit auffälligen Spuren von Misshandlungen gefunden wird, drängt Helens Reporter-Instinkt sie dazu, in diesem Cold Case zu ermitteln. Kala lebte damals allein mit ihrer Großmutter und niemand schien sich zu fragen, wo ihre Eltern waren und wie „Mammy“ als Rollstuhlfahrerin und eine Teenagerin allein zurechtkamen. Mush wird sein vertrautes Kinlough nicht verlassen, er spielt die Rolle des Guten, zufrieden damit, seiner Mutter im Café zu helfen und über dem Café zu wohnen. Joe Brennan hat offenbar ohne finanzielle Sorgen Karriere als Musiker gemacht. Seine Beziehung zu Kala wurde 2003 von seinen Eltern entschieden abgelehnt, die sich zu fein für die Lannons fanden. Helens Ermittlungen konfrontieren sie mit Einstellungen gegenüber Außenseitern einer Gemeinschaft, die in diesem Jahrtausend befremden könnten und unangenehm an das „Wegschaffen“ lediger Schwangerer und ihrer Babys aufs Land oder in Klöster erinnern.

Helen und Colin Walshs Leser:innen fragen sich, wen Kala an ihrem letzten Lebenstag getroffen hat, ob es Mitwisser der Ereignisse gibt – und warum bis heute kaum über Aidans Tod und schon gar nicht über die Herkunft von Mushs offensichtlich schwerer Verletzung gesprochen wird.

Erzählt wird der Mix aus Gesellschaftsstudie und Cold Case von zwei Icherzählern (Helen und Mush) und Joe, der in der Du-Form sich selbst ansprechen, aber sich ebensogut durch diese Form von den Ereignissen distanzieren könnte. Die Abgrenzung, ob gerade von der Gegenwart 2018 oder der Vergangenheit erzählt wird, fand ich nicht immer eindeutig – das könnte ein Problem von ebook-Dateien sein.

Fazit
Den Vergleich des komplexen Romans im Guardian mit Tana French und Donna Tartt finde ich hier sehr passend, da beide Autorinnen umfangreiche Romane mit zahlreichen Figuren vorlegten, in denen lange offen bleibt, ob sie zum Krimi oder zur Sozialstudie tendieren.

4 1/2 Sterne

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Krass

Kala ist der erste Roman von Colin Walsh.Er hat sich da eine faszinierende spannende Geschichte einfallen lassen.
Es beginnt 2003 in einer Kleinstadt in Irland. Drei Mädchen und drei Jungen sind fünfzehn Jahre alt und eine eingefleischte Klicke. Kala ist die Anführerin. Durch Intrigen wird Kalas Leben durcheinander gebracht und dann ist sie plötzlich weg. Mush hatte einen Säureunfall erlitten und ist gezeichnet.
Fünfzehn Jahre später kommt Helen wieder in den Ort. Sie, Mush und Jo treffen sich wieder .
Dann werden Knochen gefunden und man erlebt eine grausame Intrigen geladenen Atmosphäre. Es gibt korrupte Polizisten. Freunde denken an Kala und fragen sich was passiert ist. Dann gibt es wieder verschwundene Mädchen. Helen und Mush machen sich auf die Suche nach ihnen. Das entwickelt sich zu einer Katastrophe. Da war ich ganz schön erschüttert.
Der Autor hat das besonders gut gestaltet. Ich war von dieser Geschichte enorm gefesselt.
Empfehlenswert.

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Kala ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach „wegliest“, sondern die einen langsam, aber hartnäckig packen. Colin Walsh erzählt keine laute Thrillerstory, sondern eine leise, düstere Geschichte, die sich vor allem im Kopf und im Bauch festsetzt.

Im Zentrum steht Kala – schön, unangepasst, geheimnisvoll – und ihr plötzliches Verschwinden in einer kleinen irischen Stadt. Zurück bleibt eine Clique Jugendlicher, die damals alles miteinander teilte: Freundschaft, erste Liebe, Eifersucht, Unsicherheiten. Jahre später holen sie die Ereignisse von damals wieder ein, und Stück für Stück wird klar, dass jeder von ihnen mehr weiß, als er zugeben möchte – auch sich selbst gegenüber.

Was mir besonders gefallen hat: Die Figuren fühlen sich unglaublich echt an. Keine davon ist eindeutig gut oder böse, alle sind irgendwie verletzlich, fehlbar und emotional verstrickt. Genau das macht die Geschichte so glaubwürdig. Kala selbst bleibt lange rätselhaft, fast wie ein Geist, der über allem schwebt – und gerade dadurch so faszinierend ist.

Der Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und manchmal fast melancholisch. Das Tempo ist eher langsam, aber nie langweilig. Man liest weiter, weil man verstehen will, was damals passiert ist – und weil man spürt, dass es um mehr geht als nur ein Verschwinden. Es geht um Schuld, um das Erwachsenwerden und um die Dinge, die wir verdrängen, weil sie zu weh tun.

Mein Fazit:
Kala ist kein klassischer Thriller, sondern ein intensiver Roman über Freundschaft, Erinnerung und die dunklen Ecken der Jugend. Perfekt für alle, die psychologische Tiefe mögen und Geschichten schätzen, die noch lange nach dem Zuklappen des Buches nachwirken.

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Was für ein vielschichtiger, spannend aufgebauter Roman. Das Schicksal sechs eng verbundener Freunde, das für immer durch das ungeklärte Verschwinden von Kala geprägt sein wird. Denn sie war unbestritten der Mittelpunkt der Clique. 15 Jahre später klärt sich langsam auf, was in diesem wunderbaren aber verhängnisvollen Sommer geschah. Doch für die Wahrheit, die ans Licht gebracht wird, müssen die noch verbliebenen Freunde einen sehr hohen Preis bezahlen. Fesselnd, erschütternd, soghaft und intelligent aufgebaut. Starke, sehr glaubhafte und facettenreiche Charaktere. Ein erster Favorit im neuen Jahr!

4 stars
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Eine berührende und beeindruckende Geschichte über Freundschaft, Verlust und Trauer und über die Last der Vergangenheit.
Es wird aus drei Perspektiven erzählt, die jeweils eine sehr eigene Erzählstimme haben. Die drei Protagonisten erinnern sich zurück an ihre Jugend und die Zeit mit Kala, während sie in der Gegenwart noch mit ihrem Verlust zu kämpfen haben. Das Buch ist sprachlich wunderschön gestaltet, voller Emotionen und Tiefe.
Der erste Teil liest sich aufgrund der atmosphärischen Rückblicke fast wie ein melancholischer Coming-of-Age Roman, der Fokus liegt hierbei stark auf den komplexen Charakteren. Es geht um das Erwachsenwerden und -sein, die Herausforderungen von Freundschaften und um die Frage, wie man mit Verlusten und der schwerwiegenden Erinnerung an die Vergangenheit umgeht. Es startet zwar ruhig, dafür ist die emotionale Bindung sehr stark. Die zweite Hälfte ist deutlich düsterer, es wird unbehaglicher und die Atmosphäre bedrückender. Diese Mischung aus der Charaktertiefe und der Spannung hat mich unfassbar begeistert.
 "Kala" ist ein emotionales Meisterwerk: traurig, bewegend und packend. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie sehr die Vergangenheit das Leben prägt und welche Geheimnisse in einer kleinen Stadt verborgen bleiben. Eine faszinierende Mischung aus Coming-of-Age, psychologischem Drama und Thriller, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

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Die Geschichte(n) einer Gruppe von Jugendlichen, die im Herbst 2003 Traumatisches erlebt haben: 15 Jahre später wird kapitelweise aus der Perspektive von drei Protagonisten teilweise in Rückblicken erzählt. Ort des Geschehens ist eine kleine Stadt in Irland, in der jede jeden kennt und eine Gruppe (Klein)Krimineller mehr oder weniger unbehelligt bleibt. Im Herbst 2003 ist Kala verschwunden und von der Freundschaft zwischen den verbliebenen Teenagern ist nicht viel geblieben. Jede/r einzelne trägt auch 15 Jahre später noch Spuren der Ereignisse von damals mit sich herum.
Sehr spannend durch die welchselnde Erzählperspektive, große Sogwirkung der Geschichte, wenn sich nach und nach darstellt, welche Ereignisse zum Verschwinden von Kala geführt haben.

4 stars
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Der Roman „Kala" wurde von Colin Wash verfasst und erscheint am 26. Februar 2026 im Gutkind Verlag. Das Buch umfasst 512 Seiten und das Cover macht bereits neugierig. In der Geschichte geht es um drei Freunde, die nach fünfzehn Jahren in ihre irische Heimatstadt Kinlough zurückkehren. Sie waren einst eng mit der charismatischen Kala Lanann befreundet, bis diese plötzlich verschwand. Als nun menschliche Überreste im Wald gefunden werden, sehen sich Helen, Joe und Mush mit ihrer Vergangenheit und ihrer möglichen Schuld am Verschwinden von Kala konfrontiert. Der Autor überzeugt mit einem flüssigen, fesselnden und zugleich düsteren Schreibstil, der die Atmosphäre des Romans treffend einfängt. Die Spannung ist vielschichtig und stets spürbar, sodass das Buch bis zuletzt fesselt. Die Figuren wirken authentisch, ihre Entwicklungen und inneren Konflikte sind glaubwürdig und berührend dargestellt. Besonders die Auswirkungen von Kalas Verschwinden auf die ehemals enge Freundschaft werden eindrucksvoll beschrieben. Insgesamt ist das Buch ein empfehlenswerter Roman für alle, die psychologische Tiefe und eine dichte, atmosphärische Erzählweise schätzen.

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Spannend und intensiv

In einer Kleinstadt in der irischen Provinz verschwindet ein Mädchen, Kala. Sie gehörte ursprünglich zu einer Gruppe von sechs Teenagern, die sich auf ihre eigen Art gegen die Engstirnigkeit und Provinzialität auflehnen. Als sich 3 aus dieser Gruppe, Helen, Joe und Mush, 15 Jahre später anlässlich einer Hochzeit, zu der sie eingeladen sind, in ihrer Heimatstadt wiedersehen, tauchen im Wald menschliche Überreste auf, die zweifelsfrei als die von Kala identifiziert werden. Die drei machen sich auf, das Rätsel um das Verschwinden der Freundin zu untersuchen.

So weit die Krimi-Ebene dieses Romans, die der Leser aus der Perspektive der drei Hauptpersonen erlebt, und zwar in unregelmäßiger Reihenfolge, und auch chronologisch hüpft die Erzählung zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, zuweilen sogar innerhalb eines "Kapitels". Und auf unglaublich spannende Art und Weise.

Auf einer zweiten Ebene geht es um die Erzählenden an sich, um ihr Leben, ihre Entwicklung, um Familie, Freundschaft, Verlust, Solidarität, um alles eben, was einen Menschen im Lauf des Erwachsenwerdens so ausmacht. Das wird so eindrücklich und authentisch geschildert und auch so individuell - jeder Erzähler hat einen ganz eigenen Stil - und auch das ist ungemein packend und fesselnd und anrührend. Ein großartiges Debüt, das hohe Erwartungen für das weckt, was man von diesem Autor noch lesen wird.

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Jugend in Irland

Mit unseren Jugendfreunden erleben wir so manches Abenteuer. Was aber, wenn ein Freund dabei für immer verschwindet? Das wird in „Kala“ thematisiert.

Helen kehrt anlässlich der Hochzeit ihres Vaters in ihre alte Heimat, eine irische Kleinstadt, zurück. Seit ihre Jugendfreundin Kala bei einem Ausflug ihrer Clique verschwunden ist, hat sie kaum noch Kontakt zu ihren alten Freunden. Doch was ist damals passiert?

Ich finde das Buch hochinteressant. In einer anschaulichen und alltäglichen Sprache mit hin und wieder auftretenden Dialekt wird der Alltag der Freunde damals und heute aus ihrer jeweiligen Sicht betrachtet. Als Leserin lese ich viel über Jugend und Alltag in Irland, mit Pubs, Musik , Alkoholproblemen, aber auch der grünen Natur, Abgeschiedenheit und längere Fahrten mit Bus und Bahn. Für mich als UK und Irland Fan ist das ein wunderbares Buch.

Wunderbar ist auch der reflektierte Umgang mit dem Thema Freundschaft. Wer hat wen enttäuscht? Wer hat die anderen indirekt verraten? Und welchen Wert hat die Freundschaft von damals heute? Diese Fragen behandelt jeder der Freunde für sich. Zwischen Verrat, Enttäuschung und Schweigen werden die Erlebnisse von damals rekapituliert. Und es gibt die Erkenntnis, dass Erinnerungen trügerisch sind und man das erlebte Jahre später nicht zu 100% aufklären kann.

Damit komme ich zum für mich wichtigsten Punkt: die offenen Fragen. Was ist damals passiert? Was ist mit Aidan geschehen? Und wer ist Kalas Vater? Für mich ist es nicht schlimm, dass diese Fragen offen bleiben- vielmehr trägt es zur Spannung bei.

Ich bin vollends begeistert von Charakteren, Plot, Umsetzung und Setting, was für mich stimmig ist. Fünf Sterne.

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Vielschichtige Charaktere
Dieses Buch präsentiert eine vielschichtige und sehr atmosphärische Geschichte, die vor allem durch ihre Charaktere überzeugt.

In Zeitsprüngen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt, nähern wir uns nach und nach dem an, was vor vielen Jahren in dem kleinen irischen Dorf mit Kala passiert ist.

Zu Beginn konzentriert sich das Buch sehr auf die damalige Clique rund um die namensgebende Kala, deren Mitglieder sich ziemlich aus den Augen verloren haben und sich jetzt wieder einander gegenüber sehen - mit viel Schmerz und Erinnerungen im Gepäck. Mush, Joe und Helen werden mit all ihren menschlichen Seiten gezeichnet - den Verletzungen, den Hoffnungen.

Besonders spannend fand ich, dass der Autor für seine Charaktere verschiedene erzählerische Stile verwendet hat. So waren die Personen alleine aufgrund der Wortwahl, Erzählweise und sogar Erzählperspektive zu unterscheiden. Dies lässt durchaus auch Raum für Interpretation, was die Perspektive über den Zustand und die Selbstwahrnehmung der Person aussagt.

Hinten raus entwickelt das Buch einen richtigen Sog und wird sehr spannend und temporeich. So hat mich die Auflösung zwar ehrlich gesagt nicht überrascht, aber insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, mich bestens unterhalten und gefesselt.

4 stars
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Ein eindrucksvoller Debütroman.

Das sommerliche Cover mit Gras bewachsener Hügellandschaft gibt einen friedlichen Eindruck wider, mit unscharf festgehaltenen Personen im Zentrum – wie eine verträumte Erinnerung. Die Gegenwart im Sommer 2018 in der Kleinstadt Kinlough an der Westküste Irlands lässt drei Jugendfreunde aus 2003 wieder zufällig zusammenkommen anlässlich einer anstehenden Hochzeit bzw. wegen eines musikalischen Revival-Pubauftritts. Schockierende Ereignisse rund um die immer noch unzertrennliche Clique entfalten sich sprachlich spannend verpackt. Die verschiedenen Charaktere der Protagonisten kommen brillant beschrieben zur Geltung. Die rasanten Twists und fesselnden Turns lassen in der Gegenwart Schuldgefühle, Albträume, aber auch erneute Zärtlichkeit aufkommen. An vier Tagen im Sommer 2018 werden kriminelle und ethisch verwerfliche Geschehnisse aus 2003 aufgeklärt, nostalgisch verbrämt mit erster Liebe zwischen Joe und Kala, mit ersten Bandauftritten mit 15 Jahren, gemeinsamen Mutproben mit dem Fahrrad etc. Immer noch geben sie sich untereinander Sicherheit, machen sich gegenseitig Mut, kämpfen gemeinsam für mehr Aufklärung. Unter Offenlegung ihrer emotionalen, auch gescheiterten Wahrheiten erhält der Roman viel Tiefe. Aus ihren Perspektiven berichten Helen, Joe und Mush, teilweise in der Ich-Form. Auch die Jugendsprache wirkt authentisch in teils tiefsinnigen Dialogen. Die Figurenzeichnung mit vielfältigem Innenleben macht nicht nur die Hauptpersonen sehr lebendig. Der Kontrast zwischen Gut und Böse verleiht dem Roman eine unglaubliche Intensität. 5*

5 stars
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Helen kehrt nach vielen Jahren zurück in ihren Heimatort. Vor 15 Jahren verschwand ihre Freundin Kala. Was ist mit ihr passiert?

Es werden Leichenteile gefunden und schnell ist klar, dass es sich um Kala handelt. Bis eindeutig ist, was damals passiert ist, dauert es allerdings lange.

Erzählt wird die Geschichte im Wechsel aus der Sicht von Kalas Freunden Helen, Joe und Mush. Sie blicken dabei immer wieder auf die Vergangenheit zurück. Diese Wechsel sorgen immer wieder für Spannung. Bis zum Schluss hat mich sehr irritiert, dass Joe nicht aus der Ich-Perspektive erzählt, sondern aus der Du-Perspektive.

An manchen Stellen hat das Buch Längen, aber insgesamt habe ich es gern gelesen und war immer neugierig, wie es weitergeht bzw. was damals passiert ist. Etwas weniger Brutalität und Verstrickungen hätten aus meiner Sicht allerdings ausgereicht.

4 stars
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Im Sommer 2003 gehörten Helen, Joe und Mush zu einer unzertrennlichen Clique um die mutterlose und ungestüme Kala Lanann, das strahlende Zentrum ihres Universums. Bis sie kurz darauf spurlos verschwand. Von der Geschichte wurde ich sofort in den Bann gezogen. Weil es nicht nur ein Kriminalfall ist, sondern ein Roman über die Art von Schuld, die man jahrelang mit sich herumträgt, ohne sie je wirklich zu begreifen. Die Rückkehr nach Kinlough fühlt sich für Helen, Joe und Mush an wie das Betreten eines Raumes, den man vor langer Zeit fluchtartig verlassen hat. Besonders berührt hat mich, wie der Roman die Dynamik der Clique von 2003 einfängt. Dass ihr Verschwinden die anderen nie losgelassen hat, spürt man in jeder Begegnung, jedem Blick, jedem Satz, der zu spät kommt. Die Gegenwartshandlung ist von einer bedrückenden Ehrlichkeit: Niemand ist unversehrt geblieben. Joe trägt seinen Ruhm wie eine schlechtsitzende Maske, Helen wirkt, als hätte sie sich selbst in Schichten aus Vernunft eingewickelt, und Mush ist in Kinlough steckengeblieben wie in nassem Beton. Als die Überreste im Wald gefunden werden, bricht etwas auf, das nie verheilt war. Als Gegenwart und Vergangenheit aufeinanderprallen, müssen sich die einstigen Freunde ihrer Schuld stellen. Für mich ist es ein Roman über Freundschaft, die zerbricht, über das Erwachsenwerden, das nie gelingt, und über die Hoffnung, dass es vielleicht doch einen Weg gibt, das Unaussprechliche zu benennen.

4 stars
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Sechs Teenager haben in einem kleinen Städtchen an der irischen Westküste im Jahr 2003 die beste, wildeste Zeit ihres Lebens. Durch ihre intensive Freundschaft fühlen sie sich unbesiegbar. Doch als der Sommer vorbei ist, verschwindet Kala, der strahlende Mittelpunkt ihrer Gemeinschaft, spurlos. 15 Jahre später kommen Helen, Mush und Joe erneut in ihrer Heimatstadt zusammen und müssen sich ihrer schmerzlichen Vergangenheit stellen.
Was für ein energetischer, fesselnder und bewegender Roman! Selten hat ein Autor die Intensität und den Zauber von engen Teenager-Freundschaften so eindringlich und nachfühlbar beschrieben, wie Colin Walsh in seinem fulminanten Debüt. Die Unsicherheiten und extremen Gefühle jener prägenden Jahre beschreibt er in klarer, lebhafter Sprache und schafft es auf einfühlsame Weise, seine Figuren überzeugend vom Sommer 2003 in das Jahr 2018 zu transportieren. Und kreiert ganz nebenbei noch einen extrem spannenden Plot, der mich gezwungen hat, dieses Buch bis spät in die Nacht weiterzulesen. Ein wehmütiger, sehnsüchtiger, im besten Sinne irischer Roman. Unbedingt lesen!

5 stars
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KALA
Colin Walsh
ET: 26.02.26

Kinlough, Irland, 2003:

Für Kala, Helen, Aoife, Mush, Joe und Aidan ist es der Sommer ihres Lebens. Wild, frei und ausgelassen verbringen sie ihre Tage. Kala steht im Mittelpunkt der Clique: Sie ist anders als die anderen. Ohne Eltern, bei der Großmutter lebend, scheint sie alle Freiheiten zu besitzen, von denen man als Jugendliche*r träumt. Doch dieser Sommer endet abrupt, als Kala eines Tages spurlos verschwindet. Jede Suche nach ihr bleibt erfolglos.

Fünfzehn Jahre später kehrt Helen, inzwischen freie Journalistin in Quebec, in ihre Heimatstadt zurück. Der Kontakt zu ihrem Vater und ihrer Schwester Theresa ist über die Jahre fast völlig abgebrochen, nur zu Mush bestand gelegentlich noch Verbindung. Er ist geblieben, hat Kinlough nie verlassen. Auch Joe, mittlerweile ein gefeierter Musiker, kehrt für kurze Zeit zurück.

Als bei Bauarbeiten ein Skelett gefunden wird, das deutliche Spuren von Misshandlung aufweist, verdichten sich die Hinweise, dass es sich um Kala handelt. Der Fund setzt eine Lawine in Gang. Schnell wird klar, dass damals nicht sorgfältig ermittelt wurde – und dass vieles, was als abgeschlossen galt, nie wirklich aufgearbeitet war.

Kala ist ein literarischer, vielschichtiger Kriminalroman, der abwechselnd aus den Perspektiven von Helen, Joe und Mush erzählt wird. Mit jeder Stimme verändert sich der Ton, verdichten sich Atmosphäre und Spannung. Besonders eindringlich sind die Rückblicke, die nach und nach offenlegen, dass jede und jeder aus der Clique auf unterschiedliche Weise Anteil am Verschwinden Kalas hatte – durch Schweigen, Wegsehen oder falsche Entscheidungen. Behutsam legt der Autor die einzelnen Puzzleteile frei und fügt sie erst am Ende zu einem stimmigen Ganzen zusammen.

Fazit:
Ein literarischer Krimi vom Feinsten: dicht, atmosphärisch und hochspannend – ein echter Page-Turner, den man kaum aus der Hand legen kann.
4,5/5

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Spannender, atmosphärischer Roman über die irische Kleinstadt Kinlough und über eine Gruppe Jugendlicher, die Jahre später von einem alten Vermisstenfall eingeholt werden. Colin Walsh beschreibt bildhaft, man hat die Küste, die alten Pubs und die düstere Stimmung sofort vor Augen. Die Zeitsprünge zwischen der Jugend der Figuren und ihrem Leben als Erwachsene sind klar erzählt und machen den Sog aus: Man will unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist. Als Krimi ist „Kala“ eher leise und psychologisch, weniger brutal, aber dauerhaft spannend - wirklich starkes Debüt!!

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Spannend und emotional
“Man lebt das Leben nur vorwärts, nicht in der Vergangenheit” so oder so ähnlich lautet eines der “Kalenderspruch-Zitate” aus Colin Walsh’ Kala. Und doch scheint es, als würden Mush, Joe, Helen und eigentlich das gesamte Kinlough nichts anderes tun, als in der Vergangenheit zu leben. Bei dem Versuch, das verschwinden von Kala vor vielen Jahren zu begreifen, und die eigene Rolle darin zu verstehen oder zu verdrängen. Nach Jahren Kern, Helen und Joe wieder zurück in die Stadt. Joe, der als Musiker berühmt geworden ist, aber vor seiner Alkoholsucht flieht. Helen, die vor der Vergangenheit ans Ende der Welt geflohen ist und auch dort nur ihr dasein fristet. Mush der Kinlough hingegen nie verlassen hat. Walsh schreibt abwechselnd aus den Perspektiven von Mush (ich-Form), Joe (Du-Form) und Helen (ich-Form), in denen die drei Hauptprotagonist*innen in ihre Geheimnisse der Vergangenheit, in und um Kalas verschwinden abtauchen und mit den aktuellen Geschehnissen umgehen.
Colin Walsh schafft es nicht nur, einen großen Spannungsbogen aufzubauen, der ein völlig unerwartet Ende mündet, er schreibt darüber hinaus in einer unglaublichen emotionalen Tiefe, und fesselt die Leser so noch mehr.

5 stars
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Zum Inhalt:
Helen, Joe und Mush gehörten zu einer unzertrennlichen Clique und Mittelpunkt dieser war Kala, das ungestüme Mädchen, aber auch strahlender Mittelpunktder Gruppe. Doch eines Tages war sie spurlos verschwunden. 15 Jahre später treffen die drei wieder zusammen, denn Helen reist, wenn auch unwillig, zu einer Hochzeit an. Joe ist ebenfalls in der Stadt und Mush war immer dort. Dann werden menschliche Überreste im Wald gefunden.
Meine Meinung:
Es gibt so Bücher für die man sich die Nacht um die Ohren schlägt und Kala ist genauso ein Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil es eine faszinierende, hoch spannende aber auch komplexe Handlung hat. Man kann kaum glauben, dass es ein Erstlingswerk ist. Die Protagonisten werden gut dargestellt und der Schreibstil ist sehr einnehmend. Durch unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Sichten wird das Buch für mich ein richtiges Highlight-Buch. Ich kann es wirklich uneingeschränkt empfehlen.
Fazit:
Wahnsinnig gut

5 stars
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Zwischen Coming of Age und Thriller

„Kala“ ist der Debütroman von Colin Walsh. Das merkt man diesem Werk keineswegs an. Ich empfand die Story von Anfang bis Ende als ausgefeilt und rund, dabei auch sprachlich sehr schön präsentiert. Auf Deutsch erschien das Buch im Februar 2026 im Gutkind Verlag.

2003, Kinlough, Irland. Eine Clique von Fünfzehnjährigen genießt den Sommer. Die Jugendlichen machen allerlei Blödsinn, probieren sich aus, gehen an die Grenzen - Pubertät eben. Kala, Helen, Aoife, Mush, Joe und Aidan gehen zusammen scheinbar durch Dick und Dünn. Doch wenn man genau hinsieht, bemerkt man die Risse. Und dann verschwindet im November Kala von einem auf den anderen Tag spurlos. Die Zurückgebliebenen müssen mit diesem Verlust fertigwerden und sich fragen, ob sie eine Schuld an Kalas Verschwinden tragen.

2018 treffen sich Helen, Mush und Joe anlässlich der Hochzeit von Helens Vater wieder. Aiden ist inzwischen verstorben, Aoife weggezogen. Helen flüchtete nach Kalas Verschwinden nach Kanada, Joe wurde ein berühmter Musiker. Nur Mush blieb stets in Kinlough, wo er seiner Mutter im Café hilft. Als auf einer Baustelle ein Skelett gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass es sich um Kala handelt. Die sterblichen Überreste weisen Anzeichen von massiven Verletzungen auf. Was ist mit Kala vor fünfzehn Jahren geschehen? Vor allem die Journalistin Helen bohrt nach, nicht wissend, dass sie dadurch sich und ihre Freunde in höchste Gefahr bringt.

Der Roman beginnt ziemlich gemächlich. Aus verschiedenen Perspektiven lernen wir die Gruppe mitsamt ihrer Dynamik kennen. Heute, fünfzehn Jahre später, hängt die Vergangenheit immer noch wie ein Damoklesschwert über den jungen Menschen. Vieles wurde verdrängt, will nun aber an die Oberfläche. Mit jeder gelesenen Seite entwickelt die Handlung einen immer stärkeren Sog, werden die Figuren immer greifbarer. Nachdem Colin Walsh uns zunächst viele rätselhafte Andeutungen vorlegt, serviert er uns schließlich häppchenweise die Fakten, knüpft ein Netz von unerwarteten Verbindungen und Ereignissen.

Der Schreibstil ist fesselnd, atmosphärisch dicht und bildhaft. Mein Kopfkino hatte ordentlich zu tun. So liebe ich das! Was als Coming of Age-Roman beginnt, endet schließlich als spannender Thriller.

5 stars
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5 stars

...sterbliche Überreste

Kala von Colin Walsh
Den Leser erwartet ein spannende und bewegender Kriminalroman. Im Mittelpunkt unserer Geschichte steht eine eine jugendliche Clique.Eine von ihnen: Kala verschwand 2003 spurlos.
Inzwischen sind 15 Jahre vergangen und wir befinden uns im Jahr 2018. In der Kleinstadt Kinlough an der Westküste Irlands treffen die drei alten Freunde nach Jahren wieder aufeinander. Helen, Joe und Mush. Sie alle hat das Leben ohne ihre Freundin Kala geprägt, waren sie doch Jugendliche, die das ganze Leben noch vor sich hatten. Aber auch Aidan ist nicht mehr am Leben...
Inzwischen wurden Leichenteile gefunden und kurze Zeit später steht fest, die Tote ist Kala. Doch wer ist ihr Mörder und warum musste sie sterben?
Helen möchte Licht in das Dunkel bringen. Sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Fakten. Denn nichts hat eine Bedeutung, bis du es zu einer Geschichte zusammenfügst.
Hilfe bekommt sie dabei von Mush. Gemeinsam mit Joe tauchen sie in alte Erinnerungen ein und langsam setzten sich die Puzzlestücken zusammen...

5 stars
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