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Buchcover für Lazarus Man

Lazarus Man

Roman | Deutschsprachige Ausgabe

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Erscheinungstermin 11.02.2026 | Archivierungsdatum 12.04.2026


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Zum Inhalt

Der große Harlem-Roman von Krimipreisträger Richard Price 

East Harlem, 2008. Ohne Vorwarnung stürzt ein fünfstöckiges Mietshaus ein, das ganze Viertel versinkt im Chaos. Die Rauchwolke steht dicht über dem Berg aus Schutt, als Rettungsdienste und Medien eintreffen. Als eigentlich keiner mehr mit Überlebenden rechnet, wird Anthony Carter aus den Trümmern geborgen, unversehrt, aber nicht mehr derselbe. Richard Price folgt vier unvergesslichen Charakteren durch die Nachwehen einer urbanen Katastrophe. Ein fesselndes Gesellschaftspanorama voller Spannung und sozialer Visionen.



Anthony Carter

Sein wundersames Überleben, nachdem er tagelang unter Tonnen von Ziegeln und Steinen begraben war, macht ihn zu einem Mann mit einer Botschaft und einem leidenschaftlichen Sinn fürs Missionieren. Er tingelt von einer Kundgebung zur nächsten, doch er hat ein beschämendes Geheimnis. 



Felix Pearl

Ein junger Fotograf und Neuankömmling in der Stadt, der bisher etwas ziellos vor sich hin lebte, sieht in seinen Fotografien und Videoaufnahmen von diesem Tag eine plötzliche persönliche Bestimmung.



Royal Davis

Der Besitzer eines heruntergekommenen Bestattungsunternehmens in Harlem, dessen verzweifeltes Durchstöbern der Einsturzstelle nach potenziellen »Kunden« die Suche nach einem anderen Lebensweg auslöst.



Mary Roe

Eine altgediente Polizistin, die, auch getrieben durch die brutale Geschichte ihrer eigenen Familie, davon besessen ist, Christopher Diaz zu finden, einen der Vermissten des Hauses.


Richard Price, Krimipreisträger und Autor der Erfolgsserien The Wire und The Night Of, hat ein bravouröses Portrait einer Gemeinschaft am Rande des Zerfalls geschaffen. Lazarus Man ist ein fesselnder Roman von unnachahmlicher Menschlichkeit. 

Der große Harlem-Roman von Krimipreisträger Richard Price 

East Harlem, 2008. Ohne Vorwarnung stürzt ein fünfstöckiges Mietshaus ein, das ganze Viertel versinkt im Chaos. Die Rauchwolke steht dicht...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783103977110
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 400

Auf NetGalley verfügbar

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Als das Brownstone-Haus am Frederik Douglas Boulevard in Harlem plötzlich einstürzt, gibt es mehrere Tote, sowie Verschüttete und Vermisste. Medien, Polizei und Rotes Kreuz richten sofort routiniert ihre Kommandoposten ein. Wer die Staubwolken von 9/11 noch lebendig in Erinnerung hat, denkt zuerst daran, welche Schadstoffe man am Katastrophenort mit dem Staub einatmen wird. Die Polizistin Mary Roe Douglas muss zunächst ermitteln, welche Bewohner während des Einsturzes im Haus waren. Sie bleibt mit einem Dutzend ungeklärter Schicksale zurück, weil längst nicht mehr die ursprünglichen Mieter im Haus leben, sondern Unteruntermieter, viele vermutlich ohne Papiere. Mancher Hauptmieter mag längst in sein Heimatland zurückgekehrt oder auf diese Weise erfolgreich untergetaucht sein.

Einer dieser Untermieter ist der Lehrer Anthony Carter, sozialer Vater einer Stieftochter, der sich allein dadurch für gescheitert hält, dass er in der ehemaligen Genossenschaftswohnung seiner Eltern lebt. Mary, zwanghaft perfektionistisch, glaubt in einem Mann am Katastrophenort Ähnlichkeit mit einem ehemaligen Boxgegner ihres Vaters erkannt zu haben. Daher ermittelt sie nach Dienstschluss unverdrossen weiter nach dem vermissten Christopher Diaz. Die Polizistin steht stellvertretend für Stadtbewohner, die sich trotz fester Anstellung die Mieten kaum leisten können. Sie wollte sich längst von Ehemann Jimmy getrennt haben, stattdessen leben die Douglas zusammen getrennt. Abwechselnd übernachtet ein Elternteil in einem gemieteten Zimmer, während der Partner offiziell für Haushalt und Kinder zuständig ist. Für eine Polizistin im Streifendienst keine ungeschickte Lösung. Betroffen ist auch der Bestattungsunternehmer Royal Davis, dessen Geschäft schlecht läuft, weil immer weniger Kunden das gesamte Bestattungspaket bei ihm in Anspruch nehmen und er vom reinen Transportieren und Einsargen vereinsamter Menschen ohne Angehörige nicht leben kann. Auch Felix Pearl hatte sich seine Karriere anders vorgestellt. Im Auftrag der Behörden observiert er, getarnt als Fotograf, jugendliche Gangs im Viertel.

Die Wege der Beteiligten kreuzen sich nicht nur am Ort des Einsturzes. Felix gerät als Kameramann in ein Verfahren des „Fürsprechens“ durch Leumundszeugen, um für junge Angeklagte eine Reduzierung ihrer Haftstrafe auszuhandeln. Royal trifft einen ehemaligen Kunden, der heute in einer undurchsichtigen Aktivistengruppe gegen Gewalt aktiv ist – und Mary kann auf zahlreiche Ex-Kollegen zählen, die ihr noch einen Gefallen schulden. Ein überraschend auftauchendes Überwachungsvideo sorgt schließlich für ein unerwartetes Ende.

Fazit
Zwischen Betroffenen des Hauseinsturzes, Helfern und Ermittlern knüpft Richard Price ein dichtes Netz an Beziehungen. Seine Figuren nehmen beruflich an Community-Treffen teil, leben in prekären Verhältnissen, sorgen sich um alte Eltern und aufbegehrende Jugendliche oder flüchten sich in Affären, die keine Zukunft haben. „Lazarus Man“ besticht durch die Wahl durchschnittlicher kleiner Leute als Figuren. Unter ihnen hat die Postzustellerin mit festem Arbeitsvertrag und Krankenversicherung eine vergleichsweise beneidenswert sichere Position. Ein berührender New-York-Roman, in dem auch Herkunft, Hautfarbe und Haartracht eine Rolle spielen .

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Großartig! Sensationell! Sprachgewaltig und schonungslos wie gewohnt.
Obwohl ich mich immer etwas schwer tue, wenn ich mit verschiedenen Charakteren gleich zu Beginn konfrontiert werde, hat sich der Sog beim Lesen sofort eingestellt.
Die Protagonisten sind schon gut gezeichnet, aber durch deren Beobachtungen widerum hat man ein so breites Spektrum an Lebenswelten, dass man glaubt, selbst in den Straßen und Kneipen unterwegs zu sein: da sind die Besucher einer Kneipe, die Drogendealer und verkrachten Existenzen, die Mitläufer und die Einsamen, die Revoluzzer etc. Dann geschieht das Unfassbare und alles kollabiert... und irgendwie doch nicht. Allein die Szene, in der die Kamera geklaut wird, aber dann so vorsichtig abgelegt wird, dass man wieder Mitleid hat! Ich konnte nicht aufhören zu lesen und finde es wichtig, dass das Thema "Miteinander in aller Verschiedenheit" aufgegriffen wird. (Auch dieses Buch von Price könnte man super verfilmen!) Für Leseungeübte vielleicht eine zu gr0ße Baustelle, aber als Feuilletontitel zu "schnaftig"- macht echt Spaß!

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