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Buchcover für Spielverderberin

Spielverderberin

Roman

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Erscheinungstermin 12.02.2026 | Archivierungsdatum 30.06.2026


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Zum Inhalt

Über Landmenschen und Stadtkinder und das, was zwischen ihnen liegt

Marie Menke schreibt über eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge Frauen zusammenhält und gleichzeitig zu zerstören droht. Stimmungsvoll und bildreich entwirft die Autorin ein perfektes Zusammenspiel zwischen Zartem und Abgründigem.

Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe stößt Romy dazu: Sie kommt aus der Stadt und ist freier und mutiger – aber auch unzuverlässiger. Die neue Dreierkonstellation ist getragen von gegenseitiger Faszination, die bald Gefahr läuft zu kippen.

Beim Versuch, in ihren frühen Zwanzigern ihre Freundschaft nach Köln zu transportieren, hadern die jungen Frauen. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf: Zwischen all den intensiven Momenten der Vergangenheit liegt auch eine harte Nacht vergraben, an die eine der drei niemals erinnert werden darf. 

»Was für eine kluge und schöne Sprache, die uns an ihre schwitzige Hand nimmt und mit den Füßen im Baggersee in die Tiefen einer Dreiecksfreundschaft bringt.« Sara Gmuer

Über Landmenschen und Stadtkinder und das, was zwischen ihnen liegt

Marie Menke schreibt über eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462008739
PREIS 23,00 € (EUR)
SEITEN 224

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

Sopie und Lotte leben in einem kleinen Dorf und kennen sich schon ewig. In der Oberstufe kommt Romy, die vorher in der Stadt gelebt hat, in ihre Klasse. Die drei freunden sich an, doch tatsächlich kreisen Sophie und Lotte eher wie kleine Trabanten um Romy herum.
Erzählt wird in der Jetztzeit und von einem Ereignis vor vier Jahren.
Bin nun kein Landkind, aber die Geschichte war nachvollziehbar. Empfehlung von mir eher an junge Erwachsene.
Cooles Cover!

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Direkt zu Beginn der Geschichte haftet ihr eine gewisse Dringlichkeit an, die dafür gesorgt hat, dass ich stets weiterlesen wollte. Bis zu den allerletzten Seiten bleibt man als Leserin selbst im Dunkeln, was in jener Nacht passiert ist. mal haben meine Moralvorstellungen, denen von Sophie geglichen, mal denen von Lotte.
Das Ende kam für mich doch abrupt, da ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht hätte, obwohl sich durchaus erahnen lässt, wie einzelne Handlungsstränge zu Ende geführt worden wären.
Ich kann leider nicht ganz genau in Worte fassen, warum mir das Buch so gefallen hat, doch ich weiß, dass es mich auf jeden Fall erst einmal nicht loslassen wird.

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Lotte und Sophie sind beide im Süthland innerhalb derselben Bauerschaft groß geworden. Sind sie in Kindertagen gute Freunde, ist Lotte zu Teenagerzeiten vor allem mit der aus der Großstadt zugezogenen Romy befreundet. Doch als Lotte für längere Zeit abwesend ist, entsteht auch zwischen Sophie und Romy eine Freundschaft. Die Dreierkonstellation scheint zunächst zu funktionieren bis eine verhängnisvolle Nacht alles verändert…

„Spielverderberin“ ist spannend und auf mehreren Zeitebenen erzählt. Aus der Perspektive von Sophie erleben wir die drei zu Schulzeit und später zu Studienzeiten, in derer die drei sich nach längerer Funkstille wiedertreffen.

Der Roman nimmt nach und nach an Fahrt auf, die Erzählerin Sophie wirkt nicht immer ganz zuverlässig und generell ist keine der drei Protagonistinnen besonders sympathisch, gerade das macht die Geschichte interessant. Auch die behandelten Themen sind vielseitig und reichen von mentaler Krankheit und Suizid zu unterschiedlichen Erfahrungen und Prägungen zwischen Stadt und Land und faszinierenden und komplexen Beziehungsdynamiken.

Ich habe „Spielverderberin“ sehr gerne gelesen, ein tolles Debüt!

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Dieser Roman, das Debüt der erst 28jährigen Autorin, dürfte eher eine junge Leserschaft ansprechen. Wenngleich ich zu dieser Lesergruppe nicht mehr gehöre, hat er aber auch mir im Wesentlichen gut gefallen. Protagonistin ist die junge Sophie, die im steten Kapitelwechsel aus der Zeit in ihrem letzten Schuljahr vor dem Abitur in ihrem Heimatdorf und aus der Gegenwart vier Jahre später erzählt, als sie Studentin in Köln ist. Von Beginn an liegt eine unbehagliche Atmosphäre über allem und lässt sich erkennen, dass Sophie mit schweren Schuldgefühlen kämpft. Irgendetwas Schlimmes muss in der Vergangenheit vorgefallen sein. Es kristallisiert sich zwar schnell heraus, dass ein Zusammenhang mit den Schulfreundinnen Lotte und Romy bestehen muss. Doch bleibt die Auflösung bis ziemlich zum Schluss offen, so dass der Leser gekonnt bei der Stange gehalten wird. Zwei Hauptthemen sind Freundschaft und der Unterschied zwischen Dorf- und Stadtleben. Was Ersteres anbelangt, ist man geneigt, die Freundschaft zwischen den jungen Frauen als toxisch oder obsessiv zu bewerten. Der zweite Punkt arbeitet gelungen heraus, dass sich eher Dorf- zu Dorfmenschen und Stadt- zu Stadtmenschen gesellen. Das Sozialleben in der Stadt und auf dem Dorf gestaltet sich sehr unterschiedlich. Allerdings hätte Sophie nicht unbedingt mit derartigen Minderwertigkeitskomplexen ausgestattet werde müssen, die sie aufgrund ihrer dörflichen Herkunft hat (Ihr Freund nennt es „Obsession mit der Stadt“). Abgerundet wird der Roman durch ein einleitendes Interview mit der Autorin, das m.E. eher am Ende hätte platziert werden sollen, weil es Inhaltliches vorwegnimmt.

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In ihrem Debütroman "Spielverderberin" erzählt Marie Menke uns die Geschichte der Freundinnen Sophie, Lotte und Romy. Das ganze geschieht in 2 Erzählsträngen. Zum einen befinden wir uns im hier und jetzt. Ein wiedersehen der drei nach vielen Jahren endet in einem kleinen Drama und man erfährt das es Geheimnisse gibt die nicht alle 3 wissen. In anderen Kapiteln springen wir zurück in die Vergangenheit. Wir erfahren mehr über die drei, teils ungleichen, Freundinnen. Stück für stück, oder besser gesagt Kapitel um Kapitel, nähern wir uns diesem Geheimnis an.

Sicherlich ist "Spielverderberin" kein super aufregender Roman, dennoch regt er zum nachdenken an. Wie steht es bei einem selbst um Freundschaften aus der Kinder- / Schulzeit? Wie viele dieser Freundschaften haben es geschafft das erwachsenwerden zu überstehen? Wenn man selbst als Dorfkind in die Großstadt gezogen ist kann man sich sehr gut in gewisse Situationen der Protagonistinnen herein versetzen.

Am Ende hätte ich mir vielleicht 10-20 Seiten mehr gewünscht, da es Ereignisse gab die in meinen Augen nicht zu ende erzählt wurden. Trotzdem habe ich das Buch alles in allem sehr gern gelesen. Der Schreibstil von Marie Menke ist frisch und lebendig ohne dabei zu modern zu wirken. Ich freue mich darauf mehr von ihr zu lesen.

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Das Buch wird für junge Leser*innen mit Sicherheit ein gutes Leseerlebnis bieten. Mit dem Charakter eines guten Jugendromans und Themen des Erwachsenwerdens ist es für diese Zielgruppe ideal. Erfahreneren Leser*innen kann es an Tiefe fehlen, die das Buch aber auch nicht braucht bzw. nicht als Ziel hat. Sprachlich liest es sich sehr flüssig und klar. Gerade für den Sommer/Frühling eine gute Lektüre mit Abstrichen.

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Ich mag Bücher, die durch ein simples Geheimnis, das seitenlang angeteasert wird, die Spannung erhalten wollen, nicht. Damit war Die Spielverderberin für mich irgendwie nervig, die Auflösung am Ende dafür umso enttäuschender. Außerdem war die Freundschaft zwischen den drei Protagonistinnen nur schwer nachvollziehbar. Mochten die sich überhaupt? Jemals? Fand die alle nur unfreundlich zueinander. Von Vertrauen und Offenheit keine Spur. Wenn ich Bücher über Freundschaft empfehlen sollte, die auch spannend zu lesen sind, würden mir jedenfalls sehr viele andere Titel einfallen, die da für mich eher in Frage kommen. Aber ein sehr schönes Cover!

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Tolles Cover, das mich sofort angesprochen hat. Die Geschichte von drei Freundinnen, die sich einige Jahre nach dem Schulabschluss zum ersten Mal wiedersehen und die ein Geheimnis miteinander verbindet entwickelt sich auf verschiedenen Zeitebenen. Wobei die Konstellation eher die ist, daß zwei gut befreundet sind und die dritte dann eher am Rande stehen muss. Und wer am Rande stehen muss, das wechselt. Mir fehlte in der Geschichte ein wenig die Tiefe. Da kreist der Roman die ganze Zeit um dieses Geheimnis oder Ereignis ohne daß man als Leser vorankommt. Das fand ich etwas zu langatmig. Vielleicht eher ein Roman für jüngere Leserinnen. Auch sprachlich zwar ganz gut gelungen aber mir fehlt da irgendwie was.

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Sophie und Lottes Lebensbereich auf dem Land gibt ihnen Rückhalt und trägt sie durch ihre Kindheit. Hier ist die Welt noch in Ordnung.
Als später Romy mit ihren Eltern in das Dorf zieht, wird schleichend alles anders. Romy ist wie ein Magnet. Beide Mädchen buhlen abwechselnd um die Gunst der Zugezogenen aus der Großstadt mit den Akademikereltern.
Drei sind, wie so häufig, eine zu viel. Die Dreierfreundschaft gestaltet sich nicht gleichlaufend, nimmt mitunter fast toxische Züge an. Das Unheilvolle ist erahnbar, entwickelt sich schleichend. Lotte verliert nach einem Unfall eine Zeit lang den Anschluss an die beiden Freundinnen, die sich durchs Abitur kämpfen.
Auch nach der Schule bleibt Romy eine Art Vorbild für Sophie und Lotte. Romy spielt mit ihrer Macht, Geheimnisse entstehen, die belasten.
Die Kapitel wechseln ab mit den stets gleichen Überschriften „Als Romy ging“ und „Vier Jahre zuvor“. Hier wurde die Story immer wieder zerschnitten und der Plot entsprechend mit Rückblenden neu geordnet. Das hat dem Roman gutgetan, die Spannung wird konstant gehalten.
„Spielverderberin“ ist Marie Menkes Debütroman. Die Handlung liest sich durchweg ansprechend und unterhaltsam.

Besonders geeignet für New Adult-LeserInnen.

4 stars
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Mit Spielverderberin legt Marie Menke ein Debüt vor, das leise beginnt und sich ganz langsam festsetzt. Es erzählt von drei jungen Frauen, deren Freundschaft auf dem Land entstanden ist und Jahre später genau an dieser gemeinsamen Vergangenheit zu zerbrechen droht.

Im Mittelpunkt steht Sophie, die auf ihre Jugend zurückblickt. Sie kennt Lotte seit Kindertagen, beide sind im selben Dorf aufgewachsen. In der Oberstufe kommt Romy dazu, das Mädchen aus der Stadt. Sie wirkt freier, mutiger, zieht Aufmerksamkeit fast mühelos auf sich. Anfangs fühlt sich alles nach Erweiterung an, nach Aufbruch. Doch nach und nach verschieben sich die Rollen. Sophie steht immer öfter am Rand, beobachtet, fühlt sich übersehen. Drei sind plötzlich einer zu viel.

Marie Menke beschreibt diese Konstellation sehr genau und mit viel Gespür für Zwischentöne. Es geht um Nähe und Abhängigkeit, um unausgesprochene Erwartungen und um die Frage, wie belastbar Freundschaften sind, wenn sich Lebenswege verändern. Besonders gelungen ist das Spannungsfeld zwischen Stadt und Land, das ohne Klischees auskommt und dennoch viel über Herkunft, Unsicherheit und Selbstbilder erzählt. Sophies innere Zerrissenheit ist dabei jederzeit spürbar.

Auch formal überzeugt der Roman. Die klare, schnörkellose Sprache lässt Raum für eigene Gedanken. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart baut langsam Spannung auf und führt zu einem Ereignis, das lange im Hintergrund bleibt und doch alles überschattet. Diese Zurückhaltung sorgt für eine dichte, manchmal beklemmende Atmosphäre. Nicht jede Figur ist sympathisch, aber gerade das macht die Geschichte glaubwürdig.

Spielverderberin ist kein lauter Roman, sondern ein feines, genau beobachtetes Psychogramm über Freundschaft und ihre Bruchstellen. Trotz der Schwere liest sich das Buch leicht und wirkt lange nach, weil es keine einfachen Antworten liefert.

Fazit:
Ein starkes Debüt über Freundschaft, Selbstfindung und die leisen Risse, die entstehen, wenn Vergangenheit und Gegenwart nicht mehr zusammenpassen.

4 stars
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Zum Inhalt:
Lotte und Sophie stammen aus der gleichen Bauernschaft und kennen sich seit Kindesbeinen auf. In der Oberstufe stößt die Städterin Romy dazu. Sie ist unkonventionellen, aber auch unzuverlässigen. Die Dreierfreundschaft ist geprägt von einer gewissen Faszination. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf, denn in der Vergangenheit lag auch eine Nacht, an die eine nicht erinnert werden darf.
Meine Meinung:
Das Buch hat eine ungeheure Sogwirkung auf mich ausgeübt. Ich wollte immer weiterlesen, weil mich die Geschichte der drei Freundinnen ungeheuer fasziniert hat. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, die dann nach und nach auch die Vergangenheit der Mädchen etwas klarer werden lässt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn das Buch liest sich enorm gut. Das Cover hätte mich im Geschäft vermutlich eher nicht angesprochen.
Fazit:
Interessant

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Das Buch hat mich sofort in diese fragile, vibrierende Welt zwischen Dorf und Stadt hineingezogen eine Welt, in der Freundschaften nicht einfach entstehen, sondern sich in die Haut einschreiben. Sophie, Lotte und Romy haben mich auf eine Weise berührt, die ich nicht erwartet hatte. Vielleicht, weil ihre Dynamik so vertraut, wirkt. Dieses Ziehen und Zerren, die Faszination, die Abhängigkeit, die Angst, zu viel zu sein oder nicht genug. Sophie und Lotte tragen die gemeinsame Herkunft wie einen unsichtbaren Mantel. Man spürt die Enge des Süthlands, aber auch die Geborgenheit darin. Und dann kommt Romy frei, mutig, unberechenbar. Sie bringt Licht hinein, aber auch Schatten. Ich habe beim Lesen oft gedacht, wie schnell Bewunderung in Verletzlichkeit kippen kann, wie dünn die Linie ist zwischen Nähe und Überforderung. Als die drei nach Köln ziehen, wird diese Spannung fast körperlich spürbar. Die Stadt bietet Möglichkeiten, aber sie löst auch Bindungen auf, die auf dem Land selbstverständlich schienen. Als Romy verschwindet, bricht etwas auf, das lange unter der Oberfläche gegärt hat. Die harte Nacht, die nicht erinnert werden darf, hat mich besonders getroffen dieses Schweigen, das wie ein Riss durch die Freundschaft läuft. Für mich ein Roman über die Intensität weiblicher Freundschaften, über das, was uns zusammenhält, und das, was uns zerreisst. Sehr empfehlenswertes Buch.

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Spielverderberin von Marie Menke ist für mich vor allem eines: ein sprachliches Highlight. Selten habe ich einen Roman gelesen, der Atmosphäre so dicht und zugleich so feinfühlig einfängt.

Im Zentrum steht eine intensive Dreierfreundschaft. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindheitstagen, aufgewachsen in derselben ländlichen Bauerschaft im Süthland. Ihre Verbindung ist tief verwurzelt, fast selbstverständlich. Erst in der Oberstufe kommt Romy dazu – Großstadt, wilder, freier, unberechenbarer. Zwischen den drei jungen Frauen entsteht eine Mischung aus Bewunderung, Begehren, Konkurrenz und Abhängigkeit. Diese neue Konstellation wirkt elektrisierend – und gleichzeitig fragil.

Was zunächst nach jugendlicher Nähe klingt, entwickelt sich zu einer obsessiven Dynamik. Als sie versuchen, ihre Freundschaft in ihre frühen Zwanziger und nach Köln hinüberzuretten, geraten alte Muster ins Wanken. Die Stadt bietet neue Freiheiten, aber auch neue Unsicherheiten. Und als Romy plötzlich verschwindet, brechen alte Konflikte auf. Zwischen all den sommerlichen Erinnerungen an Baggerseen, Hitze und verschwitzte Haut liegt auch eine Nacht verborgen, über die nicht gesprochen werden darf – und die doch alles überschattet.

Ich fand alle drei Charaktere unglaublich gut gezeichnet. Keine ist nur Opfer oder Täterin, keine eindeutig sympathisch oder unsympathisch. Jede bringt ihre eigene Verletzlichkeit, ihre eigenen Sehnsüchte und Abgründe mit. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch so stark.

Besonders beeindruckt hat mich die Sprache. Bildreich, sinnlich, manchmal beinahe poetisch – und doch nie überladen. Marie Menke schafft es, Zartheit und Bedrohung gleichzeitig spürbar zu machen. Man fühlt sich beim Lesen regelrecht hineingezogen in diese flirrende, leicht beklemmende Atmosphäre zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität.

Warum „nur“ vier Sterne? Die emotionale Intensität ist durchgehend hoch, fast schon drückend. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Distanz oder einen ruhigeren Gegenpol gewünscht. Doch das ändert nichts daran, dass „Spielverderberin“ ein starkes, sprachlich herausragendes Buch über Freundschaft, Macht und die dünne Linie zwischen Nähe und Zerstörung ist.

4 stars
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Erwachsen werden

Eine Jugendfreundschaft kann sehr prägend sein. Unsere Freunde inspirieren uns, wir entdecken Talente und erkennen Grenzen. In dem Roman „Spielverderberin“ von Marie Menke wird es exemplarisch verdeutlicht.
Sophie, Lotte und Romy erleben eine Jugend in Süthland. Die Dreier Kombination ist schwierig und sie leben sich auseinander. Schließlich enden alle drei in Köln- doch die Freundschaft ist längst zerbrochen…
Ich habe gut in die Geschichte gefunden. Direkten Bezug hatte ich zu Erzählerin Sophie, deren Gedanken ich anfangs super nachvollziehen konnte. Sie trauert um die verlorene Freundschaft und macht sich quasi auf die Suche nach Antworten, wobei sie sich immer mehr in Erinnerungen verliert. Durch die authentische und beschreibende Sprache kann ich ihr gut folgen.
Allerdings bleibt die gesamte Story blass. Sowohl von Romy als auch Lotte fehlen mir Ecken und Kanten. Vieles wird nicht ausgesprochen und bleibt spekulativ, obwohl die Themen relevant sind. Das finde ich etwas schade.
Insgesamt gebe ich den Roman über Freundschaft und Erwachsenwerden vier Sterne.

4 stars
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