Bitte melden Sie sich an, um Ihr wertvolles Feedback zu geben.
Jetzt anmelden oder registrieren.
Wahnsinnszeit
von Mechthild Lanfermann
Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht. Jetzt anmelden oder registrieren
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.
1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 26.02.2026 | Archivierungsdatum N/A
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Wahnsinnszeit #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
»Wahnsinn«, sagt ein Typ mit Walkman, während Dauerwellen, Jeansjacken, Babys, die über Zäune gereicht werden, über den Bildschirm flimmern. Es ist 1989, die Mauer fällt, und in Elizas Studentenwohnheim in der nordfriesischen Stadt ist heller Aufruhr. Es hupt, unten hält ein klappriger Audi. Jo, sein schweigsamer Freund Thies und Ava mit rotem Tuch in den kurzen blonden Haaren winken. „Ich komme!“, ruft Eliza. „Wo geht’s denn hin?“, fragt einer und grinst schief. „Na, nach Berlin.“ Im Fieber der Zeit, wo Altes niedergerissen wird und etwas Neues anfängt, finden Eliza, Ava, Maria, Jo und Thies zusammen – zum ersten Mal fühlt sich Eliza als Teil von etwas. Doch so wie die Utopie der Einheit schnell die ersten Risse zeigt, rutscht Ava, das schillernde Zentrum ihrer Freundschaft, immer tiefer in eine Krise. Jo ist überfordert, Thies mit seiner heimlichen Liebe zu Eli beschäftigt und Eli selbst stellt zunehmend infrage, was als »normal« gilt.
Mit wachem Blick und warmem Humor erzählt Mechthild Lanfermann von einer Zeit, in der noch alles möglich schien, von einem soeben wiedervereinten Land, einer aufkeimenden Freundschaft und der Erkenntnis, wie das, was uns letztlich ausmacht, immer auch das Flüchtigste ist. Ein berührender Roman über Freundschaft, Verlust und den Glauben an Neuanfänge – und darüber, wie die 1990er Jahre eine Generation geprägt haben.
»Ein zutiefst warmer, witziger und kluger Roman über Freundschaft und über die Erkenntnis, wie flüchtig das ist, was uns letztlich ausmacht.« Gesa Ufer, Deutschlandfunk
» Wahnsinnszeit trifft einen unerwartet. Weil eine Freundschaft wie diese heartbreaking ist. Weil Mechthild Lanfermann mitreißend über eine Zeit schreibt, die die Weichen für unser Heute stellt.« Annegret Liepold
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783627003449 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Inge H, Rezensent*in
Freundschaft
Wahnsinnszeit ist ein raffiniert gemachter Roman der Schriftstellerin Mechthild Lanfermann.
Er spielt in der Wendezeit und zeigt die Emotionen einiger Studenten aus dem Westen.
Die Zeit war ja wirklich eine Wahnsinnszeit.
Da änderte sich viel auch für unsere 5 Freunde.
Der Roman liest sich wie ein Bericht von Eliza über ihre Freundin Ava.
Ava ist psychisch krank, aber Eliza wollte sie immer wieder beschützen, was ihr fast schlecht ergeht.
Der Roman ist einmalig gut und fesselnd.
Ich kann ihn nur empfehlen.
Emiliy O, Rezensent*in
Ein Roman über Freundschaft, Abhängigkeit und das erwachsen werden.
Mechthild Lanfermann erschafft mit "Wahnsinnszeit" ein Roman, der den Zeitgeist der Wiedervereinigung einfängt. Eliza beginnt ein Studium und hat das erste mal Freunde. Doch ihre Freundschaft zu Ava ist von ganz besonderer Natur. Sie rutscht immer mehr in eine Kriese und zieht Eliza gleich mit.
Lanfermann erzählt mit besonderem Witz und Einfühlsamkeit von einer Zeit in der alle Türen offenstanden und die Welt unendlich schien. Doch dieser Schein trügt und auch die Schattenseiten beleuchtet sie.
Eine ganz klare Empfehlung für diesen tollen Roman, der einen auch nach der letzten Seite nicht aus dem Griff lässt.
Es ist 1989, die Mauer fällt, und in Elizas Studentenwohnheim in der nordfriesischen Stadt ist heller Aufruhr. Im Fieber der Zeit, wo Altes niedergerissen wird, und etwas Neues anfängt, finden Eliza, Ava, Maria, Jo und Thies zusammen zum ersten Mal fühlt sich Eliza als Teil von etwas. Doch so wie die Utopie der Einheit schnell die ersten Risse zeigt, rutscht Ava, das schillernde Zentrum ihrer Freundschaft, immer tiefer in eine Krise. Ein berührender Roman über Freundschaft, Verlust und den Glauben an Neuanfänge und darüber, wie die 1990er Jahre eine Generation geprägt haben. Es ist eine Geschichte, die nicht nur von äusseren Ereignissen erzählt, sondern von inneren Erschütterungen von Momenten, in denen alles gleichzeitig zu viel und doch nicht genug ist. Die Figuren bewegen sich durch eine Welt, die sie ständig herausfordert, und gerade diese Überforderung macht sie so menschlich. Die Beziehungen im Buch sind voller Spannung mal liebevoll, mal schmerzhaft, mal chaotisch. Und doch liegt in ihnen eine Wärme, die zeigt, dass selbst in den wildesten Zeiten Verbundenheit möglich ist. Für mich ein Roman über das Erwachsenwerden im weitesten Sinne über das Ringen mit sich selbst, über die Sehnsucht nach Klarheit und über die Erkenntnis, dass man manchmal erst durch das Chaos hindurchmuss, um zu verstehen, wer man sein will. Ein intensives, ehrliches Buch, das lange nachklingt. Ich kann es sehr empfehlen.
Rezensent*in 1111266
Ein Buch über die Jugend während der Wendezeit aus westdeutscher Sicht. Es strotzt nur so von Aufbruch, authentischer geht es kaum. Schon das Bild auf dem Cover und der Klappentext haben mich angesprochen und mich so sehr an meine eigene Jugend erinnert, bin ich doch ein ähnlicher Jahrgang wie die die Figuren in dieser Geschichte. Wir begleiten die Protagonistin Eliza über zwei Jahre. Beginnend in dem Jahr des Mauerfalls: 1989. Eliza zieht fort aus ihrem Elternhaus in der Lüneburger Heide und beginnt ihr Studium in Ostfriesland. Sofort fallen ihr die Spiegel und Stern-Abonnenten Töchter ins Auge, sie stammt nicht aus einer Akademikerfamilie und sie tut sich schwer mit dem Schließen neuer Freundschaften. Doch dann trifft sie Ava und für Eliza beginnt ein neuer Lebensabschnitt und mit Ava treten auch Jo, Thies und Marie in ihr Leben. Die fünf sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch Ava verbindet sie alle. Eines Tages nehmen sie Veränderungen an Ava wahr. Ava driftet mehr und mehr ab, ihre Psyche ist angeschlagen, schließlich ist ein Klinikaufenthalt und eine Therapie von Nöten. Der Freundeskreis zerbricht und Jo, Thies und Marie gehen andere Wege. Nur Eliza bleibt und hält an ihrem Studienort fest. Sie trauert um ihre Freundschaft zu Ava und will sie nicht fallen lassen, versucht zu helfen, wo keine Hilfe mehr möglich ist. Auch dies ist eine Erkenntnis die man lernen muss. Zum Glück ist Eliza genug geerdet und verliert ihr Studium nie aus den Augen und ihr gelingt es, diese Wahnsinnszeit zu überstehen.
Ein toller Roman, der den damaligen Zeitgeist perfekt abbildet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die leider schon verstorbene Autorin, hier eigene Erlebnisse mit hat einfließen lassen. Der schnörkellose Schreibstil trifft genau den richtigen Ton und politische und gesellschaftliche Themen sind geschickt verwoben worden. Es ist eine tolle Zeitreise und bringt viele Erinnerungen zurück. Es sind die Kleinigkeiten, die diese Geschichte zu einem besonderen Leseerlebnis machen. Lediglich mit den ständigen Perspektivwechsel hadere ich, mal ist es eine Ich-Erzählung (Eliza) und dann wiederum wird aus der dritten Person erzählt. Das stört den Lesefluss. Damals, das war wirklich eine Wahnsinnszeit und wir mittendrin. Passender hätte der Titel nicht gewählt werden können. Eine Geschichte, die unsere Jugend wieder lebendig werden lässt und viele Erinnerungen wachruft. Ein Buch, nicht nur für uns Baby-Boomer, welches ich sehr gerne weiterempfehle.
LeserInnen dieses Buches mochten auch:
Susanne Abel
Große Gefühle, Historische Romane, Literatur