Wahnsinnszeit
von Mechthild Lanfermann
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Erscheinungstermin 26.02.2026 | Archivierungsdatum 04.04.2026
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Zum Inhalt
»Wahnsinn«, sagt ein Typ mit Walkman, während Dauerwellen, Jeansjacken, Babys, die über Zäune gereicht werden, über den Bildschirm flimmern. Es ist 1989, die Mauer fällt, und in Elizas Studentenwohnheim in der nordfriesischen Stadt ist heller Aufruhr. Es hupt, unten hält ein klappriger Audi. Jo, sein schweigsamer Freund Thies und Ava mit rotem Tuch in den kurzen blonden Haaren winken. „Ich komme!“, ruft Eliza. „Wo geht’s denn hin?“, fragt einer und grinst schief. „Na, nach Berlin.“ Im Fieber der Zeit, wo Altes niedergerissen wird und etwas Neues anfängt, finden Eliza, Ava, Maria, Jo und Thies zusammen – zum ersten Mal fühlt sich Eliza als Teil von etwas. Doch so wie die Utopie der Einheit schnell die ersten Risse zeigt, rutscht Ava, das schillernde Zentrum ihrer Freundschaft, immer tiefer in eine Krise. Jo ist überfordert, Thies mit seiner heimlichen Liebe zu Eli beschäftigt und Eli selbst stellt zunehmend infrage, was als »normal« gilt.
Mit wachem Blick und warmem Humor erzählt Mechthild Lanfermann von einer Zeit, in der noch alles möglich schien, von einem soeben wiedervereinten Land, einer aufkeimenden Freundschaft und der Erkenntnis, wie das, was uns letztlich ausmacht, immer auch das Flüchtigste ist. Ein berührender Roman über Freundschaft, Verlust und den Glauben an Neuanfänge – und darüber, wie die 1990er Jahre eine Generation geprägt haben.
»Ein zutiefst warmer, witziger und kluger Roman über Freundschaft und über die Erkenntnis, wie flüchtig das ist, was uns letztlich ausmacht.« Gesa Ufer, Deutschlandfunk
» Wahnsinnszeit trifft einen unerwartet. Weil eine Freundschaft wie diese heartbreaking ist. Weil Mechthild Lanfermann mitreißend über eine Zeit schreibt, die die Weichen für unser Heute stellt.« Annegret Liepold
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783627003449 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Inge H, Rezensent*in
Freundschaft
Wahnsinnszeit ist ein raffiniert gemachter Roman der Schriftstellerin Mechthild Lanfermann.
Er spielt in der Wendezeit und zeigt die Emotionen einiger Studenten aus dem Westen.
Die Zeit war ja wirklich eine Wahnsinnszeit.
Da änderte sich viel auch für unsere 5 Freunde.
Der Roman liest sich wie ein Bericht von Eliza über ihre Freundin Ava.
Ava ist psychisch krank, aber Eliza wollte sie immer wieder beschützen, was ihr fast schlecht ergeht.
Der Roman ist einmalig gut und fesselnd.
Ich kann ihn nur empfehlen.
Emiliy O, Rezensent*in
Ein Roman über Freundschaft, Abhängigkeit und das erwachsen werden.
Mechthild Lanfermann erschafft mit "Wahnsinnszeit" ein Roman, der den Zeitgeist der Wiedervereinigung einfängt. Eliza beginnt ein Studium und hat das erste mal Freunde. Doch ihre Freundschaft zu Ava ist von ganz besonderer Natur. Sie rutscht immer mehr in eine Kriese und zieht Eliza gleich mit.
Lanfermann erzählt mit besonderem Witz und Einfühlsamkeit von einer Zeit in der alle Türen offenstanden und die Welt unendlich schien. Doch dieser Schein trügt und auch die Schattenseiten beleuchtet sie.
Eine ganz klare Empfehlung für diesen tollen Roman, der einen auch nach der letzten Seite nicht aus dem Griff lässt.
Es ist 1989, die Mauer fällt, und in Elizas Studentenwohnheim in der nordfriesischen Stadt ist heller Aufruhr. Im Fieber der Zeit, wo Altes niedergerissen wird, und etwas Neues anfängt, finden Eliza, Ava, Maria, Jo und Thies zusammen zum ersten Mal fühlt sich Eliza als Teil von etwas. Doch so wie die Utopie der Einheit schnell die ersten Risse zeigt, rutscht Ava, das schillernde Zentrum ihrer Freundschaft, immer tiefer in eine Krise. Ein berührender Roman über Freundschaft, Verlust und den Glauben an Neuanfänge und darüber, wie die 1990er Jahre eine Generation geprägt haben. Es ist eine Geschichte, die nicht nur von äusseren Ereignissen erzählt, sondern von inneren Erschütterungen von Momenten, in denen alles gleichzeitig zu viel und doch nicht genug ist. Die Figuren bewegen sich durch eine Welt, die sie ständig herausfordert, und gerade diese Überforderung macht sie so menschlich. Die Beziehungen im Buch sind voller Spannung mal liebevoll, mal schmerzhaft, mal chaotisch. Und doch liegt in ihnen eine Wärme, die zeigt, dass selbst in den wildesten Zeiten Verbundenheit möglich ist. Für mich ein Roman über das Erwachsenwerden im weitesten Sinne über das Ringen mit sich selbst, über die Sehnsucht nach Klarheit und über die Erkenntnis, dass man manchmal erst durch das Chaos hindurchmuss, um zu verstehen, wer man sein will. Ein intensives, ehrliches Buch, das lange nachklingt. Ich kann es sehr empfehlen.
Rezensent*in 1111266
Ein Buch über die Jugend während der Wendezeit aus westdeutscher Sicht. Es strotzt nur so von Aufbruch, authentischer geht es kaum. Schon das Bild auf dem Cover und der Klappentext haben mich angesprochen und mich so sehr an meine eigene Jugend erinnert, bin ich doch ein ähnlicher Jahrgang wie die die Figuren in dieser Geschichte. Wir begleiten die Protagonistin Eliza über zwei Jahre. Beginnend in dem Jahr des Mauerfalls: 1989. Eliza zieht fort aus ihrem Elternhaus in der Lüneburger Heide und beginnt ihr Studium in Ostfriesland. Sofort fallen ihr die Spiegel und Stern-Abonnenten Töchter ins Auge, sie stammt nicht aus einer Akademikerfamilie und sie tut sich schwer mit dem Schließen neuer Freundschaften. Doch dann trifft sie Ava und für Eliza beginnt ein neuer Lebensabschnitt und mit Ava treten auch Jo, Thies und Marie in ihr Leben. Die fünf sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch Ava verbindet sie alle. Eines Tages nehmen sie Veränderungen an Ava wahr. Ava driftet mehr und mehr ab, ihre Psyche ist angeschlagen, schließlich ist ein Klinikaufenthalt und eine Therapie von Nöten. Der Freundeskreis zerbricht und Jo, Thies und Marie gehen andere Wege. Nur Eliza bleibt und hält an ihrem Studienort fest. Sie trauert um ihre Freundschaft zu Ava und will sie nicht fallen lassen, versucht zu helfen, wo keine Hilfe mehr möglich ist. Auch dies ist eine Erkenntnis die man lernen muss. Zum Glück ist Eliza genug geerdet und verliert ihr Studium nie aus den Augen und ihr gelingt es, diese Wahnsinnszeit zu überstehen.
Ein toller Roman, der den damaligen Zeitgeist perfekt abbildet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die leider schon verstorbene Autorin, hier eigene Erlebnisse mit hat einfließen lassen. Der schnörkellose Schreibstil trifft genau den richtigen Ton und politische und gesellschaftliche Themen sind geschickt verwoben worden. Es ist eine tolle Zeitreise und bringt viele Erinnerungen zurück. Es sind die Kleinigkeiten, die diese Geschichte zu einem besonderen Leseerlebnis machen. Lediglich mit den ständigen Perspektivwechsel hadere ich, mal ist es eine Ich-Erzählung (Eliza) und dann wiederum wird aus der dritten Person erzählt. Das stört den Lesefluss. Damals, das war wirklich eine Wahnsinnszeit und wir mittendrin. Passender hätte der Titel nicht gewählt werden können. Eine Geschichte, die unsere Jugend wieder lebendig werden lässt und viele Erinnerungen wachruft. Ein Buch, nicht nur für uns Baby-Boomer, welches ich sehr gerne weiterempfehle.
Katja Y, Rezensent*in
Wahnsinnszeit von Mechthild Lanfermann bietet einen eindrucksvollen und sehr persönlichen Blick auf eine prägende Phase der deutschen Geschichte. Mit klarer, einfühlsamer Sprache gelingt es der Autorin, die Atmosphäre und die emotionalen Spannungen dieser Zeit lebendig werden zu lassen. Besonders überzeugend ist die authentische Perspektive, die zum Nachdenken anregt und einen neuen Zugang zu bekannten historischen Ereignissen eröffnet. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für persönliche Geschichten im Kontext großer gesellschaftlicher Veränderungen interessieren.
Rezensent*in 1518830
Der Roman Wahnsinnszeit von Mechthild Lanfermann spielt zur Zeit des Mauerfalls im Jahr 1989 und verbindet ein wichtiges historisches Ereignis mit der persönlichen Geschichte junger Menschen. Im Mittelpunkt steht die Studentin Eliza, die sich zu Beginn eher unsicher und als Außenseiterin fühlt. Als sie jedoch Jo, Thies, Ava und Maria kennenlernt, entsteht zwischen ihnen eine enge Freundschaft. Gemeinsam erleben sie eine Zeit voller Veränderungen, Hoffnungen und neuer Möglichkeiten.
Als die Berliner Mauer fällt, beschließen die fünf Freunde spontan, nach Berlin zu fahren, um dieses historische Ereignis selbst mitzuerleben. Die Reise wird zu einem besonderen Erlebnis, das sie stark miteinander verbindet. Gleichzeitig zeigt der Roman, dass diese aufregende Zeit nicht nur von Euphorie geprägt ist. Während sich politisch vieles verändert, geraten auch die Beziehungen innerhalb der Gruppe unter Druck. Besonders Ava, die eine wichtige Rolle in der Freundschaft spielt, hat mit persönlichen Problemen zu kämpfen, wodurch Konflikte entstehen.
Mechthild Lanfermann beschreibt sehr anschaulich die Stimmung dieser Zeit. Man spürt beim Lesen die Aufregung und Hoffnung, die viele Menschen während des Mauerfalls empfunden haben. Gleichzeitig zeigt der Roman, dass große historische Ereignisse auch Unsicherheit und persönliche Herausforderungen mit sich bringen können. Der Schreibstil ist leicht verständlich und lebendig, wodurch man sich gut in die Figuren hineinversetzen kann.
Insgesamt ist Wahnsinnszeit ein spannender und berührender Roman über Freundschaft, das Erwachsenwerden und eine besondere Phase der deutschen Geschichte. Das Buch zeigt, wie stark historische Ereignisse das Leben einzelner Menschen beeinflussen können, und regt dazu an, über die Bedeutung von Freiheit, Veränderung und Zusammenhalt nachzudenken.
Judith S, Journalist*in
„Wahnsinnszeit“ hat mich schon mit seinem schönen Cover angesprochen, und auch der Roman selbst hat mich sehr überzeugt. Die Geschichte einer Gruppe junger Menschen im Umbruch nach 1989 ist eindringlich, atmosphärisch und sehr nah an ihren Figuren erzählt. Gerade weil mich die Nachwendezeit sehr interessiert, fand ich es besonders gelungen, wie spannend und lebendig Mechthild Lanfermann diese Epoche erfahrbar macht. Dazu kommt eine warme Sprache, offenbar typisch für die Autorin, die ich bislang nicht kannte. Gerne gelesen!
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