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Buchcover für Das schöne Lächeln von Riambel

Das schöne Lächeln von Riambel

Die preisgekrönte literarische Entdeckung

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Erscheinungstermin 28.08.2025 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Riambel, Mauritius: Die fünfzehnjährige Noemi hat keine andere Wahl, als die Schule zu verlassen und im Haushalt der wohlhabenden Familie De Grandbourg zu arbeiten. Nur einen Steinwurf entfernt von der heruntergekommenen Cité, in der sie aufwuchs, taucht sie in eine Welt ein, die ihrer eigenen so fremd ist. Zwischen Verführung und Verlassenwerden, Scham und Widerstand beginnen die Stimmen der Frauen vor ihr durch Noemi hindurchzuklingen: Frauen, die sich der Unterdrückung widersetzten, Traditionen hinterfragten, ihren eigenen Geschichten Ausdruck verliehen – jenseits der strahlenden Strände und des scheinbaren Paradieses von Riambel.

Priya Hein hat einen farbenprächtigen Roman geschrieben, voller poetischer Wucht, der die Geschichte von Mauritius und seinen Frauen in all ihrer Kraft und Verletzlichkeit erzählt.

Riambel, Mauritius: Die fünfzehnjährige Noemi hat keine andere Wahl, als die Schule zu verlassen und im Haushalt der wohlhabenden Familie De Grandbourg zu arbeiten. Nur einen Steinwurf entfernt von...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783989410220
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 176

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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HerStory - die Geschichte(n) von Frauen sichtbar machen. Noemies Geschichte ist leider allzu gegenwärtig, in der Vergangenheit und der Gegenwart.

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Das wahre Leben auf Mauritius

Dieses literarische Werk erzählt die wahre Geschichte von Mauritius – und vor allem von seinen Frauen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Rassismus, Armut und Sklaverei. Trotz seines geringen Umfangs entfaltet das Buch eine beeindruckende Tiefe. Man begleitet Naomi auf ihrem Weg, fühlt mit ihr, leidet mit ihr und taucht ganz in das Leben auf Mauritius ein. Ein kraftvolles, bewegendes und grandioses Werk, das noch lange nachhallt.

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Ohne Zukunft

Die mauritische Schriftstellerin Priya Hein bringt uns in ihrem Roman, Das schöne Lächeln von Riambel, ihr Heimatland nahe.
Man erfährt von der Rassendikredierung, der Sklaverei, der Armut der Creolen und von dem Los der Frauen in
Mauritius.
Die Protagonistin Naomi, besucht die Schule, muss aber auch mitarbeiten, da der Verdienst ihrer Mutter kaum für sie Beide reicht.
Ihr Leben wird grausam durcheinander gebracht.
Die reiche weiße Bevölkerung behandelt die etwas dunkelhäutigen schlecht.
Die Autorin hat noch lyrische Texte eingewoben, die den Roman zu einem guten Werk macht. Die zeigen die Emotionen der Einheimischen.
Der Roman bestich dann noch mit der Farbenpracht Mauritius Fauna.

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Ich hatte mir vorher noch nie Gedanken über die Menschen auf Mauritius gemacht und wurde regelrecht ins Buch hineingesogen.
Alle Urlauber sollten vor der Reise nach Mauritius diese Buch lesen- sie werden ganz andere Bilder mit nach Hause nehmen.

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Dieser in kurzen Szenen und wohlgesetzter Sprache geschriebene Roman enthält eine betörende Fülle an Aromen, Düften, Farben, Poesie. Doch das Paradies des Reichtums und die Hölle der Sklaverei liegen nah beieinander. Und das wird mitunter bis heute in einer "weißgewaschenen Version" (S.76) der Geschichte verzerrt dargestellt. Die mauritische Meisterstimme Priya Hein macht dies unmissverständlich klar. Und es ist dem Verlag zu danken, dass er diese Stimme in der Übersetzung nicht weißwäscht.
fünf Federn

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Dieses Buch zeigt Mauritius von einer Seite, die vielen Reisenden verborgen bleibt – und auch mir bislang völlig unbekannt war.

Im Mittelpunkt steht die fünfzehnjährige Noemi, die im Süden der Insel, in der Cité von Riambel, aufwächst. Dort leben die Nachfahren von Sklaven in ärmlichen Baracken, während nur wenige Meter entfernt die weiße Bevölkerung in palastartigen Häusern residiert. Die Trennung zwischen Arm und Reich, Schwarz und Weiß, ist noch immer deutlich spürbar. Noemi ist gefangen in der Überzeugung, dass es für sie keinen Ausweg aus dem Slum gibt. Kleine Lichtblicke wie das Lesen eines Buches oder die ermutigenden Worte einer Lehrerin gehen in der allgegenwärtigen Trostlosigkeit unter.

In kurzen Kapiteln entsteht ein vielschichtiges Bild von Mauritius, das die gängigen Vorstellungen von tropischem Urlaubsparadies infrage stellt. Die Autorin kombiniert verschiedene Erzählformen: Episoden aus Noemis Leben, Einblicke in die traditionelle kreolische Küche, Beschreibungen des historischen Sklavenlebens und Gedichte einheimischer Schriftsteller. Diese Vielfalt macht das Buch nicht nur zu einer bewegenden Geschichte, sondern auch zu einem kulturgeschichtlichen Dokument.

Erschütternd ist vor allem die Aktualität der beschriebenen sozialen Ungleichheit. Noch immer leben viele Menschen in bitterer Armut, ohne Perspektive und ohne Chance auf gesellschaftliche Teilhabe – während Touristen im Luxushotel von alldem nichts mitbekommen.

Dieses Buch öffnet die Augen für eine Realität, die im gängigen Mauritius-Bild kaum Platz findet. Wer die Insel bereist, sollte es unbedingt gelesen haben.

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Priya Hein entführt uns in Das schöne Lächeln von Riambel nach Mauritius,allerdings fernab von Postkartenidylle und Traumstränden. Stattdessen öffnet sie den Blick auf eine Welt voller Ungleichheiten, unterdrückter Stimmen und gleichzeitig ungebrochener Stärke.

Im Zentrum steht die fünfzehnjährige Noemi, die gezwungen ist, die Schule abzubrechen und bei der reichen Familie De Grandbourg zu arbeiten. Nur wenige Schritte entfernt von der Cité, in der sie aufwuchs, lebt sie nun in einer Umgebung, die ihr so nah und doch so unendlich fremd ist. Zwischen Abhängigkeit und Ausbeutung, zwischen Verführung und Verlassenwerden muss Noemi ihren eigenen Weg finden. Dabei klingen durch sie die Stimmen der Frauen, die vor ihr lebten, Frauen, die gegen Unterdrückung kämpften, Traditionen hinterfragten und sich ihre Würde und Geschichten zurückeroberten.

Priya Hein gelingt es, diese Stimmen zu verweben zu einem farbenprächtigen, poetischen und gleichzeitig schonungslos ehrlichen Roman. Sie zeigt Mauritius aus einer Perspektive, die oft verborgen bleibt: das Leben jenseits der glänzenden Fassaden, die Verletzlichkeit und Kraft der Frauen, und die unsichtbaren Grenzen zwischen Arm und Reich.

Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht, voller Bilder, die sich einprägen, und einer Emotionalität, die tief berührt. Man liest nicht nur Noemis Geschichte, man fühlt sie,ihre Sehnsucht, ihre Scham, ihre Wut, aber auch ihre Widerstandskraft.

Das schöne Lächeln von Riambel ist ein literarisches Juwel: kraftvoll, bewegend und von einer seltenen sprachlichen Schönheit. Ein Buch, das noch lange nachhallt und die Stimmen der Frauen von Mauritius hörbar macht.

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Ein sehr berührender Debütroman, von dem man sich nur wünschen kann, dass ihn möglichst viele Menschen lesen.
Priya Hein stellt Extreme gegenüber. Auf der einen Seite steht ein farbenfrohes Urlaubsparadies und auf der anderen Seite die harte Realität von Armut, Rassismus und Ausgrenzung. Diese Gegenüberstellung ist nicht nur bewegend, sondern auch nachhaltig. Das Buch hat mich tief berührt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Aktualität der sozialen Ungleichheit ist erschütternd und sollte zum Nachdenken anregen.

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Bewusst nicht konform
Priya Hein, geboren auf Mauritius, hat den Roman als Reaktion auf den Backlash zur Black-Lives-Matter-Bewegung und aufgrund ihrer Erfahrung als Woman of Colour geschrieben. Sie hat zwei Jahrzehnte in Deutschland gelebt und wohnt inzwischen mit ihrer Familie auf Mauritius.

Die fünfzehnjährige Noemi lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem Elendsviertel in Riambel, im Süden Mauritius. In ärmlichen Verhältnissen aufwachsend, muss sie ihrer Mutter, die als Haushaltshilfe bei „Weißen“. arbeitet, zur Hand gehen. Dort trifft sie dann auch auf Alexandre, der aber zur „weißen“ Gesellschaft gehört und verliebt sich in ihn.
Es kommt wie es kommen muss…….

Da ich selbst schon mehrfach auf Mauritius war und mich direkt in Land und Leute verliebt habe, hat mich diese Geschichte, mit dem schönen bunt- exotischem Umschlag direkt angesprochen. Auch ich war mir bewußt, dass auf dieser traumhaften Insel nicht alles so ist, wie es scheint.
Eine Geschichte über Rassismus und Unterdrückung, aber auch Armut und Ausgrenzung. Schön, aber auch stellenweise grausam zu lesen und gleichzeitig gespickt mit schönen Gedichten und traditionellen Rezepten.
Für meinen Geschmack beschreibt Priya Hein diese Geschichte allerdings etwas zu einseitig. Sicherlich gab und gibt es viele Ungerechtigkeiten und Ausbeutungen der einheimischen Bevölkerung, aber eben nicht nur.
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass auch hier arm und reich ganz nah beieinander liegt und darf die Augen nicht davor verschließen.

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Ein schönes Buch über eine Frau auf Mauritius, die in jungen Jahren die Schule verlassen und sich als Hausmädchen verdingen musste. Mit ihrem Leben lernen wir auch die Geschichte von Mauritius und den Kampf ihrer weiblichen Vorfahren um Freiheit und Selbstbestimmung kennen. Als kleinen Höhepunkt habe ich die Rezepte von traditionellen Gerichten empfunden, die die Kapitel voneinander abschließen. Eine spannende Lektüre und sehr gut geschrieben. Sehr empfehlenswert.

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Noemi lebt auf Mauritius. Traumhafte Strände, türkiser Ozean, ein Urlaubsparadies. Als Einwohnerin der Cité ist es das für sie aber nicht - sie lebt in einer heruntergekommenen Baracke, arbeitet als Dienstmädchen für die reichen Weißen in den Villen. Und ist täglich Rassismus und Unterdrückung ausgesetzt, wird als stinkende Kreolin bezeichnet, als schmutzig. Wird behandelt wie Eigentum.
Und zwischendrin: Rezepte traditioneller mauritanischer Mahlzeiten; Tintenfischsalat etwa, Cassava-Eintopf, Chilikrapfen und Garnelen-Curry.
Und dann wieder die Stimmen der Frauen, denen Unrecht angetan wurde. Inmitten dieses scheinbaren Paradieses, umgeben von Sandstränden und duftendem Essen.

Priya Hein hat mit 'Das schöne Lächeln von Riambel' einen eindrücklichen, teils sehr traurigen Roman über das Leben als Schwarze auf Mauritius geschrieben, und das in einem wunderschönen Erzählstil voller Farben und Gerüche, schwer und doch so reich. Eine definitiv empfehlenswerte Lektüre!

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Ich lese viel und gerne Literatur aus und über ferne Länder. Dabei bin ich immer auf der Suche nach Texten, die von Einheimischen erzählt werden. Je kleiner das Land, desto schwieriger stellt sich dies oft heraus. Für Mauritius gibt es nun endlich ein solches Buch.
Für viele ist die Insel im indischen Ozean ein Urlaubsparadies. Doch es auch hier eine einheimische Bevölkerung, die überwiegend indischer Abstammung ist. Sie lebt sehr bescheiden und ein Großteil arbeitet als Angestellte bei der reichen weißen Oberschicht. Das gilt auch für Noemi. Ihre Mutter ist Bedienstete bei einer solchen Familie. Für Noemi hat sie allerdings große Hoffnungen, wünscht sich ein besseres Leben für sie. Ihre ältere Tochter Marie war ebenfalls Dienstmädchen, wurde aber wegen falscher Anschuldigungen entlassen, wurde drogenabhängig und starb früh. Das soll für Noemi aber auf jeden Fall verhindert werden. Da im Haus viel Arbeit anfällt und das Geld ohnehin knapp ist, so muss auch Noemi neben der Schule dort mithelfen. Sie bleibt aber nicht wie gewünscht unauffällig im Schatten, der Sohn des Hauses wirft bald ein Auge auf sie.
Die Geschichte an sich ist nicht neu, es ist absehbar, wie alles enden muss. Dennoch berührte sie mich sehr. Es ist nicht viel, was sich Noemi und ihresgleichen wünschen, und trotzdem bleibt ihnen selbst dieses bisschen verwehrt. Sie ist lediglich der Spielball eines jungen Mannes, den das exotische Abenteuer reizt.
Priya Hein schreibt sehr gefühlvoll und authentisch. Besonders schön fand ich die Geschichten, die Lieder und die Rezepte, die sie in das Buch mit einfließen lässt. Sie geben der Geschichte eine ganz eigene Stimme, lassen alles noch lebendiger wirken. Das schöne Lächeln von Riambel war für mich ein besonderes Highlight. Ganz große Empfehlung!

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„Das schöne Lächeln von Riambel“ von Priya Hein eignet sich hervorragend, um bei diesem gemütlichen Wetter einen Nachmittag auf der Couch zu verbringen und sich tief in eine Geschichte ziehen zu lassen.
Ich hätte es heute morgen am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt

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Wenn du nicht zählst.
-Rezensionsexemplar-
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Genre: Ein Abriss der Kulturunterschiede, der Lebensunterschiede auf Mauritius mit tollen authentischen Rezepten dazwischen.
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Setting: Noemie ist 15 & hilft ihrer Mutter als Hauswirtschafterin einer weißen Familie. Zwischen Privileg & Slum, zwischen Kindheit & harte Realität. Authentisch, ungeschminkt, naiv & diese Rezepte dazwischen - ein Spiegel in eine andere aber so reale Welt.
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Schnapp dir einen Kaffee & lass dich mitnehmen als schwarze Frau auf Mauritius!

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„Ich bin die Ururenkelin einer Plantagenvergewaltigung. (…) Wir tragen die Wahrheit in uns.“ (S. 15) Ein Satz, der schneidet – und lange nachhallt.

"Das schöne Lächeln von Riambel" von Priya Hein (Gutkind Verlag, aus dem Englischen von Mirjam Nuenning) ist ein stiller, poetischer und zugleich zorniger Roman über Kolonialismus, Weiblichkeit und Selbstbehauptung.

Hein, geboren auf Mauritius, hat das Buch als Reaktion auf den Backlash zur Black-Lives-Matter-Bewegung und auf ihre eigenen Erfahrungen als Woman of Colour geschrieben. Nach zwei Jahrzehnten in Deutschland lebt sie heute wieder mit ihrer Familie auf Mauritius. Für ihren Debütroman wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Worum geht's genau?

Im Mittelpunkt steht Noemi, ein fünfzehnjähriges Mädchen, das gezwungen ist, die Schule zu verlassen und als Hausangestellte für eine wohlhabende weiße Familie zu arbeiten. Zwischen Armut und Privileg, Schweigen und Widerstand erzählt Hein von einem Leben, das von Generationen vorgezeichnet scheint und davon, was passiert, wenn eine junge Frau beginnt, sich selbst zu schreiben.

Meine Meinung

Heins Sprache (in der sensiblen Übersetzung von Mirjam Nuenning, die auch Werke von Octavia E. Butler und Sharon Dodua Otoo ins Deutsche übertragen hat) ist rhythmisch, sinnlich und voller Subtext. Nuenning bewahrt die poetische Musikalität des Originals, ohne seine Wucht zu glätten.

Was mich besonders berührt hat: die Rezepte als Erzählform. Gato Pima, Satini Pomdamour, Bouillon. Sie sind weit mehr als kulinarische Einschübe. In ihnen steckt Erinnerung, Verlust, Zugehörigkeit. Hein schreibt mit Geschmäckern, Gerüchen und Farben und macht sie zu Trägern kultureller Identität. Das Kochen wird zu einer Sprache, die die Frauen miteinander verbindet, wenn Worte versagen. Ich habe selten so eindrücklich erlebt, wie Essen zur Erzählform werden kann.

Zwischen den Seiten liegt der Duft von Curryblättern und Meer, das Knistern von Öl in der Pfanne, und gleichzeitig die Schwere der Geschichte. Hein schreibt mit einer Zärtlichkeit für ihre Figuren, die das Harte erträglich macht und das Unsagbare spürbar.

Fazit
Ein schmerzlich schönes, poetisch verdichtetes Buch über Kolonialgeschichte, Weiblichkeit und Widerstand. Über das, was bleibt, wenn Sprache, Haut und Erinnerung sich vermischen. "Das schöne Lächeln von Riambel" ist kein leichtes, aber ein notwendiges Buch, das lange nachhallt. Im Kopf, im Herzen und auf der Zunge.

Danke an netgalley.de und den Gutkind Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Wir tragen die Wahrheit in uns: Bewegender Debütroman


„Das schöne Lächeln von Riambel“ von Priya Hein ist ein Roman, der mich schon mit dem Vorwort der Autorin berührt hat und der gleich zu Beginn mit voller Wucht einschlägt:

„Ich bin die Ururenkelin einer Plantagenvergewaltigung. Unter der Dunkelheit meiner ebenholzfarbenen Haut liegt ein leicht heller Unterton. Ich bin die Tochter kreolischer Sklavinnen und etwas Düsterem. Die Nachkommin von Haussklavinnen und den weißen Hausherren, die ihre Arbeiterinnen missbrauchten. In mir fließt das Blut weißer Vorfahren. Unfreiwillig. Den weißen Anteil, den ich in mir trage, habe ich mir nicht ausgesucht. Die gierigen Zuckerbarone nahmen sich einfach, was sie wollten – Frauen und Mädchen, über die sie eine enorme Macht hatten –, und weigerten sich dann, ihre Kinder anzuerkennen. Wie können sie ihre düstere Vergangenheit leugnen, wenn wir – die Bastarde des Kolonialismus – hier sind, um sie an ihr Vermächtnis zu erinnern? Wir tragen die Wahrheit in uns. So klar wie das Tageslicht. Der blaue Himmel über uns ist keine Lüge. Wir sind der lebendige Beweis einer dunklen Vergangenheit, die sich nicht weißwaschen lässt.
Sieh mich an und sag mir, dass die Vergangenheit mich nicht befleckt hat.“

Die fünfzehnjährige Noemi lebt auf Mauritius. Sie hilft ihrer Mutter im Haushalt einer wohlhabenden Familie, die nicht weit weg von der heruntergekommenen Cité lebt, in der Noemi und ihre Mutter hausen. Dort findet Noemi eine vollkommen andere Welt voller Reichtum und Verführungen.

Gleichzeitig tauchen wir aber auch in die Vergangenheit ein, in die Geschichte von Noemis Vorfahr*innen, deren Leben vom Kolonialismus und Sklaverei geprägt war (und ist).

„In der Nacht weine ich in mein Kopfkissen.
Ich weine um meine Großmutter. Um meine Mutter und meine Schwester.
Um das, was wir waren. Um das, was ich bin. Und um das, was wir immer sein werden.
Petite esclavée que je suis (Kleine Sklavin, die ich bin)“

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Dass sie in ihre Geschichte auch Rezepte einfließen lässt, gibt dem Roman nochmals eine besondere Note. Auch insgesamt hat Priya Hein die gesellschaftlichen Unterschiede und Ungerechtigkeiten schmerzhaft gut dargestellt:
„Unser Leben lang haben wir uns um sie herumbewegt. Auf leisen Zehenspitzen. Ehrfürchtig. Haben ihnen gedient. Sie bedient. Uns wurde beigebracht, ihnen niemals Unannehmlichkeiten zu bereiten. Sie bewegen sich anders – privilegiert. Mit einer Anspruchshaltung, die nur den Weißen vorbehalten ist. Wenn sie zufällig in unsere Richtung laufen, machen wir schnell Platz und lassen sie zuerst gehen. Wenn wir in einer Schlange stehen, dann stellen sie sich nicht hinten an wie wir. Certainement pas! Sie werden immer zuerst bedient.“

Noemi ist eine beeindruckende Protagonistin, ein starkes und kluges Mädchen: „Nur weil ich weniger Glück im Leben hatte, bedeutet das nicht, dass ich deinen Respekt nicht verdiene.“

„Das schöne Lächeln von Riambel“ ist ein gleichermaßen schmerzhafter wie poetischer Roman über Rassismus, Kolonialismus und Widerstand, der mich sehr bewegt hat.

„Ich habe mich immer schon gefragt, warum Menschen wie ich in Schulbüchern nicht vorkommen. Die Geschichte, die uns beigebracht wird, hat nichts mit irgendjemandem aus meiner Familie zu tun. Selbst in unserer bescheidenen Schulbibliothek sind die aus Europa importierten Bücher voller fremder Gesichter, die Abenteuer in weit entfernten Welten erleben. Ich erkenne mich in keiner dieser Geschichten. Weil Menschen wie ich nicht gut genug sind, um in Büchern vorzukommen. Unsere Leben sind es nicht wert, darüber zu schreiben.“

Vielen Dank an den Gutkind Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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In “Das schöne Lächeln von Riambel” von Priya Hein (ins Deutsche übersetzt von Mirjam Nuenning) geht es um die 15jährige Noemi, die mit ihrer Mutter in einem mauritischen Slum lebt und neben der Schule als Dienstmädchen im Haus ehemaliger Kolonialherren arbeiten muss. Als sie sich in den (weißen) Sohn des Hauses verliebt, stürzt sie dies ins Unglück.
Die Autorin greift die Themen Rassismus und Kolonialismus in einer beklemmenden und unsagbar traurigen Geschichte auf, die durch ihre Poesie und berührende, bildliche Sprache besticht. Immer wieder mischen sich die Erzählstimmen ihrer Vorfahrinnen in das Geschehen, die das Gestern und das Heute miteinander verweben.
Ich habe selten ein Werk mit einer solchen Wucht und Strahlkraft gelesen, das es schafft, auf so wenigen Seiten so viel Aussagekraft zu verdichten.

5 stars
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