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Buchcover für Schöne Scham

Schöne Scham

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Erscheinungstermin 11.09.2025 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Zwei Paare und eine Single-Freundin, ein Wochenende im Sommerhaus – was soll da schon schief gehen? Mit einem scharfsinnigen Blick auf toxische Machtstrukturen schreibt Bianca Nawrath über Schuldgefühle, Selbstermächtigung und weibliche Solidarität. Zwei befreundete Paare fahren für ein gemeinsames Wochenende an die Ostsee, und zum ersten Mal ist auch Ola dabei. Ola ist Single, liebt Frauen und Männer und hat eine Biografie von Hildegard von Bingen im Gepäck. Für Amalias Freund Christian ist Ola mit ihren feministischen Bemerkungen eine einzige Katastrophe. Schon der erste Abend droht über der Frage, wem es gelingt, den Grill anzuzünden, und einem Gespräch über weibliche Selbstbefriedigung zum Fiasko zu werden. Das zweite Paar, Kata und Lenny, ist zunehmend irritiert von Christians Verhalten, aber weitgehend mit ihren eigenen unterdrückten Streitereien beschäftigt. Spätestens als Amalia und Ola plötzlich unauffindbar sind, eskaliert die Situation. Wie befreie ich mich aus einer selbstzerstörerischen Beziehung, und ab wann ist Nicht-Einmischung Komplizenschaft? Bianca Nawrath beweist ein scharfes Auge für die Grauzonen innerhalb von Freundschaft und Liebe, für das leise Wirken von Scham- und Schuldgefühlen. Mit zugespitzten Dialogen, psychologischer Spannung und glaubhaften Figuren hinterfragt sie traditionelle Machtstrukturen und führt ihre Leser*innen über viele, oftmals hochamüsante Umwege zu der Erkenntnis, wie wertvoll weibliche Solidarität ist. »Schöne Scham bewegt sich mit feinem Gespür durch das, was zwischen Menschen liegt: Begehren, Unsicherheit, Nähe, Herkunft, Körper. Es erzählt nicht von Lösungen, sondern von Widersprüchen – und schenkt gerade dort, wo Sprache oft stockt, einen Ton, der zärtlich und klar bleibt.« Sophia Fritz »Bianca Nawrath trifft einen Nerv. Sie traut sich einiges und es ist, als würde sie einen dabei direkt anschauen.« Judith Poznan

Zwei Paare und eine Single-Freundin, ein Wochenende im Sommerhaus – was soll da schon schief gehen? Mit einem scharfsinnigen Blick auf toxische Machtstrukturen schreibt Bianca Nawrath über...


Vorab-Besprechungen

»Schöne Scham bewegt sich mit feinem Gespür durch das, was zwischen Menschen liegt: Begehren, Unsicherheit, Nähe, Herkunft, Körper. Es erzählt nicht von Lösungen, sondern von Widersprüchen – und schenkt gerade dort, wo Sprache oft stockt, einen Ton, der zärtlich und klar bleibt.« Sophia Fritz

»Bianca Nawrath trifft einen Nerv. Sie traut sich einiges und es ist, als würde sie einen dabei direkt anschauen.« Judith Poznan

»Schöne Scham bewegt sich mit feinem Gespür durch das, was zwischen Menschen liegt: Begehren, Unsicherheit, Nähe, Herkunft, Körper. Es erzählt nicht von Lösungen, sondern von Widersprüchen – und...


Marketing-Plan

  • Selbstbefreiung und weibliche Solidarität: Scharfsinniger Blick auf toxische Machtstrukturen in Beziehungen
  • Fesselnde psychologische Spannung mit humorvollen Dialogen und authentischen Charakteren
  • Schmetterlingsverwandlung: Befreiung aus der Scham. Ein Wochenende an der Ostsee verändert alles. Über Schuldgefühle, Komplizenschaft und den Moment, in dem aus zarten Schmetterlingen mutige Hexen werden.
  • Die Autorin, die auch als Schauspielerin und Moderatorin tätig ist, steht für Lesungen und TV-Auftritte zu ihrem Roman und dessen Themen sehr gerne zur Verfügung.
  • Audiobook, eingelesen von der Autorin, erscheint parallel zum Buch.
  • Selbstbefreiung und weibliche Solidarität: Scharfsinniger Blick auf toxische Machtstrukturen in Beziehungen
  • Fesselnde psychologische Spannung mit humorvollen Dialogen und authentischen Charakteren
  • ...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783627003326
PREIS 24,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Das Setting von „Schöne Scham“ ist fast schon klassisch: Zwei befreundete Paare, eine Single-Freundin, ein Sommerhaus an der Ostsee und die ewige Frage was da schon schief gehen soll? Wie sich herausstellt so einiges, zumindest wenn unausgesprochene Konflikte, toxische und kontrollierende Beziehungsmuster und feministische Ansichten mit im Gepäck sind…

„Schöne Scham“ ist unterhaltsam, flott und bildhaft erzählt – ich konnte mir das Sommerhaus und die Stimmung nur allzu gut vorstellen. Nawrath trifft mit ihrer Sprache einen Nerv. Auch die Charaktere sind gut gewählt und dargestellt, die Konflikte zwischen ihnen kommen erst nach und nach, dann aber immer intensiver zu Tage. Gekonnt zeigt dieser Roman wie Scham und gesellschaftliche Erwartungen Menschen in ungesunden und selbstzerstörerischen Beziehungen und Machtstrukturen gefangen halten, und wie schwer dies, auch für außenstehende, manchmal zu erkennen ist.

Fazit: Tolle Sommerlektüre, die nicht nur humorvoll unterhält, sondern auch ein wichtiges und ernstes Thema sehr fein und scharfsinnig behandelt – unbedingte Leseempfehlung!

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Ein eindrucksvolles Spiel mit Tabus und Selbstentblößung

Mit „Schöne Scham“ legt die Autorin (oder der Autor) ein Werk vor, das sich mutig in die Grauzonen menschlicher Emotionen und sozialer Konventionen wagt. Der Titel ist Programm: Hier wird das Spannungsfeld zwischen Intimität und Zurückhaltung, zwischen Verlangen und moralischem Dilemma eindrucksvoll ausgelotet.

Der Stil ist klar, stellenweise poetisch, und dennoch nie schwülstig. Die Sprache schafft eine besondere Nähe zur Erzählerin oder zum Erzähler – man fühlt, denkt und leidet mit. Besonders gelungen ist die Darstellung innerer Zerrissenheit: Scham wird nicht als bloßes Unbehagen gezeigt, sondern als vielschichtiges Gefühl mit zerstörerischem und zugleich reinigendem Potenzial.

Thematisch wagt sich „Schöne Scham“ an schwierige Fragen: Wie viel Offenbarung erträgt ein Mensch? Was passiert, wenn man gesellschaftliche Grenzen bewusst überschreitet? Und kann man in der Bloßstellung Schönheit finden?

Das Buch lebt von seinen Zwischentönen. Es urteilt nicht, sondern beobachtet – manchmal schonungslos, aber nie respektlos. Gerade das macht es so intensiv: Es fordert Leserinnen und Leser dazu auf, eigene Überzeugungen zu hinterfragen und sich dem Unbehagen nicht zu entziehen.

Fazit:
„Schöne Scham“ ist kein Wohlfühlroman. Es ist ein literarisches Wagnis, das für viele verstörend, für andere befreiend sein mag. Wer sich auf diese Reise einlässt, wird mit einem tiefgründigen, ehrlichen und ungewöhnlich klugen Buch belohnt, das lange nachhallt.

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Wann muss ich mich einmischen?

Der Roman startet mit einer alltäglichen Situation, indem zwei Paare und eine Single-Frau gemeinsam ihren Urlaub in einem Wochenendhaus verbringen möchten. Teilweise sind die Personen bekannt, teilweise sind sie sich noch fremd, aber man spürt schon bei der Anreise, das leise Brodeln. Die Gespräche werden intensiver, Fragen persönlicher und drängender und die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen lassen sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr verbergen, vor allem die negativen. Sehr gut gelungen finde ich die Problematik: Wann mische ich mich in die Beziehung anderer ein? Was darf ich, wann muss ich handeln? Es werden noch viele weitere Probleme und Themen angesprochen, die zum Nachdenken verleiten.

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Schöne Scham thematisiert so vieles, was einen im jungen Erwachsenenalter beschäftigen kann. Fünf Freunde wollen gemeinsam Urlaub machen, im Sommerhaus der Familie von zweien der Freunde. Die Konstellation besteht aus Kata und Lenny, einem glücklichen Paar, Amalia und Christian, bei denen augenscheinlich alles in bester Ordnung ist, es hinter der Fassade aber bröckelt, und Ola, die Cousine von Kata, die das erste Mal mit der Gruppe unterwegs ist. Ola ist single, feministisch und diskussionsbereit. Schnell gerät sie mit Christian aneinander und setzt dadurch eine Kaskade an Ereignissen in Gang, die Licht in die Beziehung von Amalia und Christian bringt und alle Beteiligten nachhaltig beschäftigt. Die Geschichte baut sich schnell auf, man ist als Leser*in sofort in der Geschichte. Bei den vielen Namen gleich zu Beginn habe ich etwas gebraucht, bis ich die Verhältnisse der Charaktere zueinander verstanden hatte. Dann ist es jedoch sehr spannend gewesen, zu beobachten, wie die Spirale sich langsam entwickelt und immer mehr unangenehme Geheimnisse zu Tage befördert werden. Der Roman liest sich zügig weg und ist dabei sehr unterhaltend!

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Ein sehr schnelllebiges Buch, das zeigt dass Privates politisch ist und das mit Freund*innen nicht über Politik zu sprechen auch politisch ist. Der Roman zeigt auch wie wichtig Freundschaften und Freund*innen seien können. Was ich sehr interessant fand war auch der Schmetterling und das Hexen-Motiv die sich durch das Buch gezogen haben. Es war mal etwas neues und sich die Hexen-Bezeichnung wiederzuholen hatte auch etwas feministisches und starkes.
Generell ein Buch, das sehr gut in den aktuellen Diskurs passt.

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Schonungslos ehrlich und absolut zeitgemäß

Bianca Nawrath wagt in Schöne Scham einen radikalen Blick auf Beziehungen, Freundschaft und die subtilen Mechanismen von Macht und Abhängigkeit. Zwei Paare und eine Single-Freundin verbringen ein gemeinsames Wochenende am Meer – und was zunächst nach einer sommerlichen Auszeit klingt, entwickelt sich schnell zu einer Eskalation aus Streit, verletzenden Dialogen und unausgesprochenen Konflikten.

Die Autorin schreibt mit einer Direktheit, die gleichermaßen schockiert wie fasziniert. Schonungslose Offenheit in Bezug auf Sexualität, Scham und gesellschaftliche Machtstrukturen machen diesen Roman zu allem – nur nicht zu einem gemütlichen „Cozybuch“. Stattdessen zwingt er zum Hinschauen, zum Reflektieren und manchmal auch zum Unwohlsein. Gerade diese Unbequemlichkeit macht die Stärke des Romans aus.

Besonders eindrücklich ist, wie Nawrath es schafft, Scham und Schuldgefühle literarisch greifbar zu machen und weibliche Solidarität als Gegenentwurf sichtbar werden zu lassen. Das macht Schöne Scham zu einem Werk, das in unsere Zeit passt und dringend gelesen werden sollte.

Fazit: Ein ehrlicher, unbequem-offener Roman, der nachhallt und nachdenklich macht – und gerade deshalb absolut lesenswert.

Lieben Dank an die Frankfurter Verlagsanstalt für die Bereitstellung des Leseexemplars über Netgalley.

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„Schöne Scham“ von Bianca Nawrath: Ein spannender, kompakter Roman über Gruppendynamiken, Selbstermächtigung und unerwartete Impulse

Bianca Nawrath erzählt in „Schöne Scham“ von einem scheinbar entspannten Sommerhaus-Wochenende – doch hinter der Fassade brodelt es. Zwei befreundete Paare verbringen Zeit an der Ostsee, dazu kommt Ola hinzu, eine unverstellte, unkonventionelle Single-Freundin. Schnell wird klar: Die Freundesgruppe hat sich in ihrer vertrauten Bubble eingerichtet, in der sie fest verankert ist. Doch diese vermeintliche Harmonie erweist sich als gefährlich erstarrt und unkritisch gegenüber toxischen Machtstrukturen und unausgesprochenen Erwartungen

Die Erzählung profitiert von ihrer kompakten Länge und der psychologischen Spannung .Die Gruppe verharrt in ihrer Routine, verstärkt durch unausgesprochene Schuldgefühle und das Schweigen über brisante Themen. Dann betritt Ola die Bühne: mit feministischen Bemerkungen, lebhaften Diskussionen und Präsenz wirbelt sie das Gleichgewicht auf. Sie bringt neue Perspektiven ein, über Begehren, Selbstermächtigung, Nähe und Körper und stellt die Selbstverständlichkeit der Gruppe auf den Prüfstand. Ihre bloße Anwesenheit setzt in Bewegung, was vorher erstarrt schien.

Nawraths Stil ist prägnant, dialogreich und psychologisch scharf. Die wenigen Seiten entfalten große Wirkung: Sie zeichnen lebendige Figuren, beleuchten subtile Machtdynamiken und zeigen, wie schnell Vertrautheit zur Falle werden kann. Gleichzeitig öffnet sich die Tür für Veränderung, sobald eine „andere“ Energie, wie durch Ola, in die Gruppe gelangt.

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"Ist ihm diese Freundschaft einfach so passiert? Zu lange nicht zur Vorsorge gegangen, bis das Geschwür sich inoperabel fest ins Gewebe gefressen hat?."

Kata, Lenny, Amalia, Christian und Ola fahren gemeinsam in das Ferienhaus von Katas Familie. Es soll eine entspannte Auszeit werden, ein bisschen Abschalten vom Alltag. Kata und Lenny und Amalia und Christian sind zwei befreundete Pärchen, Ola ist hingegen Katas Cousine und bringt ordentlich Trubel in die Gruppe. Sie hat sehr "moderne" Ansichten und steht offen dazu, eine Feministin zu sein. Christian sorgt und hegt sich um Amalia, worauf Kata fast ein wenig neidisch ist. Lenny hat ein großes Harmoniebedürfnis und ist eher als Vermittler beschäftigt, als sich genauso hingebungsvoll wie Christian um seine Freundin zu kümmern. Doch je weiter das Wochenende voranschreitet, desto mehr verschwimmen die Masken der fünf sehr verschiedenen Menschen ...

"Schöne Scham" ist mein erstes Buch von Bianca Nawrath und scheinbar habe ich da großen Nachholbedarf, denn dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! Ich mochte die Kammerspiel-Atmosphäre, die Scham als Dreh- und Angelpunkt, das Hinterfragen von Freundschaften und festen Beziehungen. Die Charaktere waren sehr spannend und ich mochte die Entwicklung des Plots.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und ich war auch direkt drin in der Geschichte. Sprachlich ist es clever, manchmal direkt auf den Punkt pointiert. Ich würde gerne ins Detail gehen, aber das würde inhaltlich zu viel vorwegnehmen. Auf jeden Fall habe ich mir sehr viele Stellen markiert und mich bei der Zitatauswahl sehr schwer getan, weil einfach alles so gut war!

Lenny und Kata waren mir in der Charakterisierung eine Müh zu wenig definiert. Beide waren sehr passive Charaktere, und Kata konnte ich von allen am wenigsten greifen. Ola, Christian und Amalia fand ich hingegen absolut spannend!

Definitiv eine sehr große Leseempfehlung!

4,25/5

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Was ein fantastischer Roman! Die Geschichte ist abwechselnd aus dem Blick von drei jungen Frauen erzählt, die alle eine eigene Perspektive zum Erzählten beitragen. Alle sind charakterstark und waren für mich leicht auseinanderzuhalten. Die Inhalt der Geschichte fühlt sich sehr aus dem Leben gegriffen an. Themen wie Gewalt in Beziehungen, patriarchale Machtstrukturen und feministische Kraft sind super in die Handlung verwoben und werden vielschichtig behandelt. Der Schreibstil ist authentisch und sehr lebendig. Ich habe es geliebt!

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„Schöne Scham“ ist ein kurzer, aber kritischer Roman über Selbstbestimmung, Schuldgefühle und weibliche Solidarität. Zugespitzte Dialoge, ganz viel psychische Spannung, klare und dennoch humorvolle Sprache - all das macht das Buch zu einem über die Kraft der Solidarität zwischen Frauen und die Befreiung aus toxischen Strukturen. Sehr empfehlenswert!

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Schöne Scham von Bianca Nawrath

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, weil es ein Thema aufgreift, über das viel zu selten offen gesprochen wird. Bianca Nawrath gelingt es, Scham aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten – mal persönlich, mal gesellschaftlich, mal fast poetisch. Dabei habe ich mich oft selbst ertappt gefühlt und gleichzeitig gemerkt, wie universell viele Erfahrungen sind.

Besonders stark fand ich die Ehrlichkeit, mit der die Autorin an das Thema herangeht. Sie benennt Dinge, die man sonst eher verdrängt, und schafft es trotzdem, dabei eine Leichtigkeit zu behalten. Viele Passagen haben mich zum Nachdenken gebracht, manche sogar richtig berührt.

Kleinere Längen waren zwar da, aber insgesamt ist es ein mutiges, wichtiges und zugleich zugängliches Buch, das zeigt, dass Scham kein Tabu sein muss, sondern ein Gefühl, das uns alle verbindet.

★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

4 stars
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Die Autorin schreibt mit einer Direktheit, die gleichermaßen schockiert wie fasziniert. Schonungslose Offenheit in Bezug auf Sexualität, Scham und gesellschaftliche Machtstrukturen machen diesen Roman zu allem – nur nicht zu einem gemütlichen „Cozybuch“.

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Fünf Menschen, ein Wochenende, ein Haus – und jede Menge unausgesprochene Wahrheiten.

In Schöne Scham prallen unterschiedliche Beziehungen, Herkunft und Selbstbilder aufeinander.
Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von drei Frauen: Amalia, Kata und Ola. Dieser Wechsel macht den Roman sehr zugänglich, weil man nah an ihren Gedanken ist und dabei erkennt, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können.

Amalia stammt aus einfachen Verhältnissen und blickt mit Staunen (und auch Unsicherheit) auf den Wohlstand ihrer Freundin Kata. Klassismus ist damit zwar nicht das zentrale Thema des Romans, aber er durchzieht die Geschichte wie ein unterschwelliger Ton.

Im Fokus stehen vor allem die Beziehungsdynamiken:

– Amalias Partner Christian wirkt nach außen liebevoll, offenbart aber schnell ein hoch toxisches, narzisstisches Muster. Dass seine Herkunft dabei mitbeleuchtet wird, macht ihn komplexer und gleichzeitig noch unangenehmer.

– Besonders spannend fand ich, wie klar gezeigt wird, dass Freund:innen zwar oft merken, wenn etwas nicht stimmt, aber trotzdem wegsehen. Ein heikles, wichtiges Thema.

– Kata und Lenny, das vermeintlich „schlechtere“ Paar, entpuppen sich dagegen als Beispiel dafür, dass Alltag nicht gleich Stillstand ist. Ihre gesunde Kommunikation fand ich sehr erfrischend.

– Mein persönliches Highlight: Ola. Selbstbewusst, glücklich single und die Einzige, die Amalias Zwickmühle wirklich wahrnimmt. Sie ist eine Figur, die zeigt, dass Selbstbestimmung nicht nur möglich, sondern kraftvoll sein kann. Schade nur, dass ihre eigene Story um „Lotti“ offen bleibt.

Fazit: Schöne Scham ist leicht zugänglich geschrieben, hat mich komplett mitgerissen und regt dazu an, Beziehungsdynamiken neu zu betrachten. Wo fängt Fürsorge an und wo schlägt sie in Kontrolle oder sogar Gewalt um? Der Roman zeigt, dass nichts so ist, wie es scheint, und dass wir vorsichtig sein sollten, Beziehungen von außen vorschnell zu bewerten.

5 stars
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Ein Buch, dass mich Seite für Seite mehr gepackt hat. Besonders gut gefällt mir die Verbindung der Geschichte mit der Entwicklung eines Schmetterlings. Vor allem das Ende war für mich eine große Überraschung und hat mich völlig in den Bann gezogen. Für mich eine Buchempfehlung!

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Ein Sommerhaus an der Ostsee, zwei Paare, eine Single-Freundin – klingt nach entspannter Auszeit, nach Grillen, Strand und Wein. Doch in Bianca Nawraths Roman „Schöne Scham“ ist dieses Setting nur die Bühne für ein Kammerspiel über Macht, Scham, Abhängigkeit und Solidarität.

Im Zentrum steht Ola, die als „fünfte im Bunde“ mit feministischer Klarheit und unerschrockenem Humor in die eingespielte Dynamik der Freundesgruppe einbricht. Ihr Gegenüber: Christian, der in seiner Rolle als fürsorglicher, aber kontrollierender Partner zunehmend toxische Züge offenbart. Zwischen den Dialogen über Selbstbefriedigung, Rollenbilder und Begehren liegen die feinen Risse, die sich bald zu offenen Brüchen ausweiten. Als Amalia und Ola verschwinden, kippt die Stimmung endgültig – und das Sommerwochenende wird zur Eskalation.

Nawrath schreibt direkt, dialogreich und temporeich, mit einem Gespür für die Grauzonen zwischen Nähe und Macht, zwischen Schweigen und Einmischung. Ihre Figuren sind glaubwürdig gezeichnet: Ola als Katalysator für Veränderung, Christian als Inbegriff internalisierter Männlichkeitsmuster, Amalia zerrissen zwischen Anpassung und Selbstbefreiung. Auch die Nebenfiguren Kata und Lenny spiegeln, wie schwer es fällt, sich in toxische Dynamiken einzumischen, ohne selbst Kompliz*in zu werden.

Besonders stark ist, wie Nawrath Scham ins Zentrum rückt: nicht nur als lähmendes Gefühl, sondern auch als Impuls, der zu Selbstermächtigung und Solidarität führen kann. Dabei schafft sie es, ernste Themen wie Machtmissbrauch, Geschlechterrollen und weibliche Lust mit Leichtigkeit, Witz und psychologischer Spannung zu verbinden.

„Schöne Scham“ ist ein präzises, kluges Kammerspiel, das unterhält, provoziert und nachwirkt. Bianca Nawrath trifft damit einen Nerv unserer Zeit: Privates ist politisch. Und Schweigen macht mitschuldig. Ein unterhaltsamer und zugleich unbequemer Roman, der zeigt, wie subtil Macht wirkt – und wie befreiend weibliche Solidarität sein kann. Unbedingt lesenswert!

5 stars
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Mochte die verschiedenen Perspektiven sehr, sodass man Situationen direkt besser einschätzen konnte. Scham kommt in jeglicher Form, es war einleuchtend und gut geschrieben… Und ich war sehr froh über das Ende!

5 stars
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In „Schöne Scham“ erzählt Bianca Nawrath – Schauspielerin und Autorin mit polnischen Wurzeln – von einem Wochenende, das harmlos beginnt und mit einem Knall endet. Zwei Paare, eine Singlefreundin, ein Sommerhaus an der Ostsee: Grillabende, Gespräche, Nähe, Streit. Doch unter der scheinbaren Leichtigkeit brodelt es. Das Buch ist am 28.08.2025 bei der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen.

Meine Meinung

Nawrath schreibt mit einem klaren, unaufgeregten Ton, der gerade dadurch unter die Haut geht. Ihre Figuren sind keine Klischees, sondern vielschichtige Menschen voller Widersprüche. Besonders die Figur Amalia, gefangen in einer Beziehung mit dem kontrollierenden Christian, ist eindrucksvoll gezeichnet: „Für die Scham hat Christian mit seinem Verhalten gesorgt, für die Schuld meine stumme Akzeptanz.“ (S. 148).

Was mich beeindruckt hat, ist, wie fein Nawrath die Dynamik zwischen den Figuren beobachtet. Wie aus kleinen Kommentaren, Schweigen und Gesten Macht entsteht. Wie Scham zum Werkzeug wird, besonders für Frauen. Gleichzeitig ist da Ola, die Feministin und Freundin, die mit Humor, Mut und einem gesunden Maß an Widerspruch auftritt. Sie bringt Licht und Reibung zugleich und stellt unbequeme Fragen: „Ich möchte am liebsten einwerfen, dass es einen Unterschied gibt, ob man zu jemandem gehört oder jemandem gehört.“ (S. 152)

Der Roman ist leicht zu lesen, sprachlich zugänglich, und doch voller kluger Gedanken über Geschlechterrollen, Herkunft und Selbstermächtigung. Manchmal hätte ich mir noch mehr Tiefe oder Perspektivwechsel gewünscht, aber die psychologische Spannung, die Dialoge und die Ehrlichkeit machen das mehr als wett.

Fazit
Ein Buch, das zeigt, wie komplex Beziehungen sind – und wie unbewusst Gewalt geschehen kann. Für alle, die sich für feministische Themen, Machtstrukturen und psychologische Spannung interessieren. Kein Wohlfühlroman, aber ein wichtiges Buch. Danke an Frankfurter Verlagsanstalt und netgalley.de für das Rezensionsexemplar.

4 stars
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