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Buchcover für Am Ende der Kleinigkeiten

Am Ende der Kleinigkeiten

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Erscheinungstermin 26.02.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Irma will raus aus den Rollen, die andere ihr zuschreiben – ein warmherziger, emotionaler und kraftvoller Roman über den Mut zum Neuanfang, kämpferische Mutterschaft und die Suche nach der eigenen Stimme.

Vor ihrer Mutter nach Berlin geflüchtet, strandet die junge Irma vor dem Theater. Dass sie bald schon auf der Bühne steht, hat sie nicht zu hoffen gewagt. Der Alltag am Theater ist weniger glamourös als erwartet, und doch aufregend anders als die alternative Siedlungsgemeinschaft, in der die vaterlose Irma aufgewachsen ist. Da ist die Star-Schauspielerin Blanda, Helene, die Irma bei sich aufnimmt, und der exzentrische Regisseur Taron Capla, der ihr eine wichtige Chance gibt. Irma stolpert durch die Dramen auf und hinter der Bühne, während sie von ihren Erinnerungen eingeholt wird. Die schmerzlichste ist jene an ihre Mutter, ihr warmes Strahlen, ihre kalte Verachtung. Als Irma ihre Rolle so zu sprechen beginnt, wie ihre Mutter sie gesprochen hätte, erntet sie von allen Seiten Applaus. Und doch wird klar: Sie muss aufhören, ihr Leben nur zu spielen, und den Fluch brechen.

Franziska Hauser schreibt über das, was Mütter und Töchter, Freiheit und Abhängigkeit, den Einzelnen und die Gemeinschaft verbindet und abstößt – und über all die schönen und schrecklichen Kleinigkeiten dazwischen. Mit viel Witz und in direktem Ton umarmt sie ihre Figuren und fordert sie heraus, sich zu zeigen. Ein Roman über Wunden, die nie heilen, und Wunder, die trotzdem passieren.

»Hier werden keine Kleinigkeiten verhandelt. Hier wird von Gewalt und Mutterschaft, von Hingabe und Demütigung erzählt. Und dabei gelingt Franziska Hauser etwas Unglaubliches: Zwischen all das setzt sie behutsam ein Mädchen, das zur Frau wird. So durchlässig, dass sie mir das Herz öffnet. Ich darf mit Irma wachsen und heilen. Ich liebe diese Irma. Ich liebe dieses Buch!« Maren Wurster
Irma will raus aus den Rollen, die andere ihr zuschreiben – ein warmherziger, emotionaler und kraftvoller Roman über den Mut zum Neuanfang, kämpferische Mutterschaft und die Suche nach der eigenen...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783627003432
PREIS 26,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
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4 stars

Schon der private Teil des Romans fesselt mit seinen atmosphärisch dichten Einblicken in nicht alltägliche Lebensweisen: zunächst Irmas Kindheit und Jugend in der Landkommune "Zeugland" mit einer unfassbar verletztenden Mutter und mehreren möglichen Vätern und dann ihr Theaterleben als ungelernte Schauspielerin, in dem ein Regisseur die Rolle der übel verletzenden, aber eben wieder gleichfalls geliebten Person übernimmt. Richtig gut wird es aber da, wo eine gesellschaftspolitische Ebene hinzukommt: das (wie?) Existieren einer alleinerziehenden, arbeitslosen Mutter im Kapitalismus.

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Was für ein geniales Buch. Was für eine Mutter!! Ich konnte nicht aufhören, zu lesen und wunderte mich bis zum Schluss, das Irma trotz dieser Mutter wurde, was sie ist! Persönlich, einfühlsam, so lebendig ist dieses Buch! Vielfältig und Einzigartig. Ich konnte in die Geschichte eintauchen und war mit Irma auf den Bühnen, im Bett und auf dem Hof!

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4 stars

Dieser Roman hat mich auf eine Weise berührt, die erst leise beginnt und dann immer tiefer geht. Irmas Geschichte fühlt sich an wie das vorsichtige Öffnen einer Tür, hinter der all die Stimmen stehen, die uns geprägt haben, die liebevollen, die zerstörerischen, und jene, die wir viel zu lange mit uns herumtragen. Ihr Weg nach Berlin ist ein Fluchtversuch, ein verzweifeltes hoffen darauf, irgendwo endlich nicht mehr nur «die Tochter von» zu sein. Die Menschen, denen sie dort begegnet, Blanda, Helene, Taron, sind nicht nur Figuren in einem Roman, sondern Katalysatoren. Sie fordern Irma heraus, manchmal liebevoll, manchmal schmerzhaft, aber immer so, dass sie sich selbst ein Stück näherkommt. Am stärksten hat mich die Beziehung zu ihrer Mutter getroffen. Dieses Wechselspiel aus Wärme und Verachtung, das Irma innerlich zerreisst, ist so glaubwürdig beschrieben, dass man fast körperlich spürt, wie tief diese Wunden sitzen. Franziska Hauser gelingt es, diese emotionalen Schichten mit Humor, Direktheit und großer Zärtlichkeit zu erzählen. Der Roman zeigt, wie schwer es ist, alte Muster zu durchbrechen und wie befreiend es sein kann, endlich die eigene Stimme zu finden. Für mich bleibt er ein Buch über Mut, Verletzlichkeit und die kleinen Wunder, die passieren, wenn man sich selbst nicht länger versteckt.

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5 stars

Leben in der Kommt-vor-Zone
Franziska Hausers »Am Ende der Kleinigkeiten« als Emanzipation kindlicher Normalität –

»Immerhin war das Apfelmus von ihm«. Ob sie selbst auch von ihm ist, weiß Irma nicht so genau. Sie wächst in einer brandenburgischen Landkommune auf mit einer Mutter, die diese Information nicht für wichtig hält. So kommen einige als Väter in Frage - oder eben als Ersatzväter.
Auf Irmas Mutter ist nicht nur kein Verlass, sie ist durch ihre eigene im (DDR-)Heim verbrachte Kindheit so traumatisiert, dass sie die weitaus bösartigste Präsenz in Irmas Leben ist. Mal nennt Mutter sie »meine kleine Puppischnuppi«, dann sagt sie wieder »Du Scheißhausfliege!« zu Irma und dass sie »dankbar sein« solle »für ihre Strenge, denn niemand würde jemals so ehrlich zu mir sein und mir meine Unzulänglichkeiten so klar vor Augen führen«. Die Spuren der Diktatur in der Familie kennen wir im Westen auch. Und keineswegs subtiler.
Umgeben von gestörten, emotional unreifen Erwachsenen, die weder in der DDR noch im Kapitalismus funktionieren, ist Irma auf die Mobilisierung ihrer eigenen Kräfte angewiesen. Sie ist zwar vernachlässigt und ungeliebt, aber gerade durch die unverhältnismäßig schwere Arbeit auf dem Hof gewinnt sie an Selbstbewusstsein. »Wenn ich das große Holz durch meine Kraft splittern hörte, war ich stark und frei und konnte alle Probleme klein hacken.« Sie erkämpft sich Inseln der Freiheit und Ausbruchsversuche, muss sich aber notgedrungen auf ihrem Weg immer wieder »auf die Suche machen nach der nächsten Abhängigkeit«.
Irma wird, eher durch Zufall, Schauspielerin und man fragt sich, ob ihr das gelingt, weil sie ein Naturtalent ist, oder weil sie die entsprechenden Fähigkeiten in sich entwickeln musste. »Ich ließ mich beobachten und für verrückt halten und spielte sogar die Angst davor, für verrückt gehalten zu werden. Die ich nicht hatte. Ich kam aus einer Gemeinschaft, in der alle verrückt waren.«
Als der Erfolg sich einstellt, bekommt Irma im Theater Besuch. »Mit mir redete meine Mutter nicht, prahlte aber damit, dass sie meine Mutter sei, und benahm sich wie die Mutter des ganzen Ensembles. Ich stellte ihr Helene vor, und meine Mutter stand sogar auf, nahm Helenes Hände und hielt ihr einen Vortrag darüber, was für ein wertvoller Diamant ich sei, das Wichtigste in ihrem Leben, das Teuerste und das Einzige.« Mein Lesekommentar dazu neben der Markierung im E-Book: »Bitch!«
Die Geschichte von Irmas Befreiung ist großes Kino – oder eben Theater - für alle, die an die Resilienz von Kindern und die Durchsetzungskraft ihrer Talente glauben. Hausers drastische Sprache ist voller Bilder, die im Kopf bleiben. »Sie stand vor ihrem langen Arbeitstisch und war so dünn, dass die Sehnen an Hals und Handgelenken aussahen wie Kabel an einem Roboter.«
Irmas Einsichten und Antworten sind so klug, wie die Elterngeneration um sie herum nie sein wird. Auch, wenn sich deren Schicksal bei ihr zu wiederholen scheint, findet sie andere Umgangsformen damit. Bis hin zur Antwort auf die dümmste aller blöden Fragen, mit denen werdende Alleinerziehende sich hierzulande herumschlagen müssen. »Was ich meinem Kind bieten kann? Ein Leben!«

5 stars
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