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Buchcover für Ultramarin

Ultramarin

Roman

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Erscheinungstermin 17.03.2026 | Archivierungsdatum 20.04.2026

Hanser Verlag | Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG


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Zum Inhalt

Verführerisch, verstörend und absolut gegenwärtig: Voll schimmernder Ambivalenz schreibt Ann-Christin Kumm in ihrem Debüt von Herkunft, Queerness, Macht und Intimität. Die Sommer gehören Lou und seinem charismatischen Freund Raf, dessen Anziehungskraft sich niemand entziehen kann, am allerwenigsten Lou. Doch diesmal ist es anders: Auch die blonde Nora steigt mit ins Auto an die dänische Küste. In einem alten Ferienhaus in den Dünen leben die drei in den Tag hinein, springen in die Wellen, rauchen, kochen, streichen umeinander herum. Was von außen wie ein unbeschwerter Urlaub scheint, eröffnet in dieser neuen Konstellation langsam dunkle Abgründe. Lou ist sich auf einmal nicht mehr sicher: Will Raf noch seine Nähe oder verachtet er ihn für seine Ergebenheit? Und warum verschwindet Nora eines Nachmittags ohne ein Wort? Ann-Christin Kumms Debüt ist ein psychologisch meisterhaft konstruiertes und erotisch flirrendes Spiel mit Macht, Manipulation und Begehren.

Verführerisch, verstörend und absolut gegenwärtig: Voll schimmernder Ambivalenz schreibt Ann-Christin Kumm in ihrem Debüt von Herkunft, Queerness, Macht und Intimität. Die Sommer gehören Lou und...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezension vor dem ET (17.03.2026).

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezension vor dem ET (17.03.2026).


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783446286757
PREIS 23,00 € (EUR)
SEITEN 224

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Beziehungskarussell

Bereits zu Schulzeiten lernt Lou die Geschwister Raf und Sophie kennen. Sie nehmen sich seiner an, und der unsichere, einsame Junge ist ihnen von da an treu ergeben. Auch nun, im Erwachsenenalter, hat sich daran nichts geändert. Noch immer ist Lou vor allem auf Raf fixiert, begehrt ihn und ist Spielball von dessen Launen, erträgt es, von ihm weggestoßen und dann wieder herbeigerufen zu werden. Ein Urlaub mit Raf und einer Freundin namens Nora lässt dieses komplizierte Beziehungsgeflecht neue Dimensionen annehmen...

"Er wusste, ich war nichts mehr ohne ihn. Ein Stück Holz, angespült von der dänischen Küste. Warum war er hinausgeschwommen. Hatte mich zurückgelassen, wie konnte er mir das antun."

Dieses Zitat aus dem Buch ist sowohl in inhaltlicher als auch in stilistischer Hinsicht charakteristisch für das ganze Werk.
Lou ist Raf fast schon hörig, sein ganzes Denken und Fühlen dreht sich um ihn. Er verbringt seine Zeit damit, auf Zuwendung und Zuneigungsbekundungen von Raf zu warten, und leidet, wenn Raf ungeniert mit jemand anderem intim ist. Lou ist ein sensibler, schwacher Charakter, dem das Selbstvertrauen fehlt. Die Autorin schafft es hervorragend, Lou, Raf, diesen dominanten Charakter, der sich nimmt, was ihm gefällt und Menschen zu manipulieren weiß, sowie seine Schwester Sophie, die als Mittelstück dient, zu charakterisieren. Beim Lesen macht es regelrecht betroffen, in diese menschlichen Abgründe zu blicken.
Auch der Stil des Buches ist bemerkenswert. Unaufgeregt, Gespräche werden ohne Anführungszeichen in den Text eingeflochten. Ein Großteil des Textes besteht aus Fragen, die allermeisten davon ohne Fragezeichen, sodass bei mir beim Lesen der Eindruck entstand, Lou denkt ständig über fundamentale und existenzielle Fragen nach, ohne eine wirkliche Antwort zu suchen. Seine Gedanken fließen einfach dahin.
Das Ende ist schockierend und brutal in seiner plötzlichen Klarheit.
Ein meisterhaftes Buch über die vielen Verwicklungen und Verflechtungen ungesunder menschlicher Beziehungen.

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Obwohl der Roman wie eine Geschichte über junge Leute beginnt, die eine gute gemeinsame Zeit verbringen, hängt irgendwie eine dunkle Wolke über Lou, Raf, Nora und Sophie. Man kann es nicht greifen, aber es ist da. Lou steht auf Raf, Raf aber lässt Lou meistens am langen Arm verhungern. Nur manchmal bekommt Lou von ihm, was er möchte. Aufmerksamkeit und Körperlichkeit. Und dann kommt noch Jakob ins Spiel. Dadurch wird die Situation noch undurchsichtiger. Lou hat kein Selbstbewusstsein, macht sich ständig Gedanken wie er sich verhalten soll ohne anzuecken, fragt sich, was mit ihm nicht stimmt.
Die Sommerferien werden gemeinsam verbracht. Dieses Mal sind Lou, Raf und Nora in einem Ferienhaus in Dänemark. Sophie, Rafs Schwester sagt kurzfristig ab. Es werden keine unbeschwerten Tage. Lou ist Raf schon fast hörig. Dann passiert was mit Nora. Sie macht sich an Lou ran, der aber eigentlich nichts von ihr will. Aber wieso ist Raf auf einmal mit ihr im Bett? Lou wundert sich, erfasst die Situation aber nicht. Plötzlich ist Nora weg, angeblich abgereist wie Raf sagt. Nun bekommt die Geschichte eine Dynamik und entwickelt sich zu einem Drama.
Das Buch ist super geschrieben. Ann-Christin Kumm vermittelt einem das ungute Gefühl, irgendwas muss passieren. Die Charaktere sind genial getroffen, Lou will man schütteln, um ihn aus seiner Abhängigkeit von Raf rauszuholen. Raf hingegen genießt es, Lou zu manipulieren.
Ein überraschendes und erschreckendes Ende. Aber im Nachhinein passt es.

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Ultramarin

Das Gelächter der Möwen

Lou und Raf kennen sich, seit sie Schüler sind. Sie sind mehr als Freunde, haben auch eine sexuelle Beziehung. Doch ihre Beziehung ist ungleich. Der sensible Lou, aus dessen Sicht der ganze Roman geschildert ist, ordnet sich dem coolen Raf vollkommen unter. Raf ist immer bestimmend.
Der bisexuelle Raf hat auch immer wieder Freundinnen. Zu Lou zeigt er sich oft abweisend, doch Lou kann sich nicht lösen.
Diesen Zustand schildert die Autorin Ann-Christin Kumm in verdichtenden Worten und immer wieder mit Rückblicken. Am Schluß zeigt sich, wie weit Besitzergreifung und Abhängigkeiten gehen können.

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ultramarin hat mich mit seiner flirrenden Sommeratmosphäre sofort hineingezogen, bis sich unter der scheinbaren Leichtigkeit leise eine beklemmende Spannung aufbaut. Ich fand besonders stark, wie Macht, Begehren und Abhängigkeit zwischen den Figuren psychologisch fein und völlig unaufdringlich verhandelt werden. Ein sinnliches, klug komponiertes Debüt, das lange nachwirkt und sich dem Leser nicht mehr so leicht entzieht.

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Interessantes Setting, tolle Charaktere, tolle Spannung zwischen den Protagonisten. Tolle Geschichte, gut zu lesen.

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Ann-Christin Kumms Debütroman spielt in einer norddeutschen Großstadt und entfaltet von Beginn an eine unterschwellige, beunruhigende Atmosphäre.
Drei junge Menschen – Raf, Lou und Nora – brechen zu gemeinsamen Ferien an die dänische Küste auf, in das Haus von Rafs Vater. Der Auftakt einer unbeschwerten Zeit? Weit gefehlt. Schon früh stellt sich beim Lesen ein diffuses Unbehagen ein, das sich zunächst kaum benennen lässt. Erst nach und nach entfaltet sich eine fesselnde Geschichte von Begehren, Unterwerfung, Dominanz und Abhängigkeit.
Ein zweiter Erzählstrang führt zurück in die frühen Teenager- und Erwachsenenjahre und beleuchtet die biografischen Hintergründe von Raf, seiner Schwester Sophie und Lou. Besonders eindrücklich wird Lous Entwicklung geschildert: sensibel, unsicher, verliebt er sich in Raf, den Dominanten, der diese Zuneigung skrupellos ausnutzt. Raf manipuliert, betrügt ihn mit Mädchen und Jungen gleichermaßen und treibt Lou immer tiefer in eine zerstörerische Abhängigkeit – bis hin zur Demütigung.
Als Leserin möchte man Lou an den Schultern packen, ihn wachrütteln und aus dieser Beziehung herausziehen. Genau darin liegt die große Stärke des Romans: Die Figuren sind so glaubwürdig und authentisch gezeichnet, dass man vollständig in die Geschichte eintaucht und Lous Leiden beinahe körperlich mitempfindet.
Das Ende ist brutal, überraschend und zugleich erschreckend plausibel. Ultramarin ist ein tiefgründiges psychologisches Porträt über emotionale Bedürftigkeit, Abhängigkeit, Manipulation, Begehren und Machtmissbrauch – verstörend, intensiv und lange nachwirkend.

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Meisterhaft verstörend! Ein wahrer Psychokrimi, dessen Verlauf unvorhersehbar ist und den Leser dem Geschehen zunehmend atemlos folgen lässt. Mehr darf nicht verraten werden.

5 stars
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