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Freunde
Bewegender Antikriegsroman ab 14 Jahren über Freundschaft und Menschlichkeit
von Eva Kranenburg
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Erscheinungstermin 11.03.2026 | Archivierungsdatum 10.05.2026
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Zum Inhalt
Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein.
Tarek, Nata , Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee eingezogen werden. Als sie nur mit ein paar Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld ziehen sollen, desertieren sie. Sie alle haben Geheimnisse, über die sie nicht sprechen. Jeder hat Unerträgliches erlebt, tief sitzen Scham und Schrecken. So zusammengeschweißt werden sie einander zur Familie. Bis ein Dilemma ihre Verbundenheit in Frage stellt.
Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Kann man lieben, wenn man schlimmste Gewalt erlebt hat? Kann man moralisch bleiben in einer zerstörerischen Welt? Diese Fragen verwebt Eva Kranenburg auf einfühlsame Weise zu einer soghaften Geschichte. Sie erzählt ehrlich bis an die Schmerzgrenze, setzt der Brutalität der Nachkriegswelt jedoch immer auch Licht entgegen: Figuren, die sich einem tief ins Herz schreiben – und ihre unerschütterliche Freundschaft zueinander.
- Ein zeitloses und universelles Plädoyer für Menschlichkeit
- Ein eindrücklicher und bewegender Antikriegsroman für junge Lesende ab 13 Jahren und auch für Erwachsene
- Ein Debütroman mit der durchschlagenden Kraft von Janne Teller
- Ausgzeichnet mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2025
Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein.
Tarek, Nata , Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783737374996 |
| PREIS | 18,90 € (EUR) |
| SEITEN | 448 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Eva Kranenburgs Icherzähler Ren lebt mit drei weiteren Jugendlichen in den Trümmern einer durch Bürgerkrieg/Genozid zerstörten Stadt. Der Ort mit Festung, Burg und Stadttürmen war einmal wehrhaft, doch der in Jahrhunderten etablierten Unterscheidung in „die Unsrigen“ und „die Anderen“ konnte die Befestigung nicht widerstehen. Offenbar haben in der Stadt nur Jugendliche überlebt, deren Eltern im Krieg oder als Widerstandskämpfer starben. Tarek, der als Kommandant mit den drei Jüngeren desertiert, anstatt mit Kindersoldaten erneut in den Krieg zu ziehen, muss sich rasieren, um für jünger gehalten zu werden. Das Mädchen Nata aus den Bergen verbirgt ihr Hinken, um nicht zum Opfer zu werden; Ren verrät seine Traumatisierung im Schlaf – und der kleine Tuk darf sich auf keinen Fall ausziehen. Man legt in der Öffentlichkeit hier besser nicht seine Kapuze ab, nennt keine Familiennamen und verbirgt seine Englischkenntnisse. Den Kindern wird bewusst, dass sie nicht oder nur kurz zur Schule gegangen sind und es in dieser Welt viel für sie zu lernen gibt. Die Handlung spielt in der Neuzeit, als bereits Fernsehteams anreisen, um - am liebsten - hübsche Personen über ihre grausamen Erlebnisse zu interviewen.
Die kleine Gruppe lebt inzwischen im Friedhofswärter-Häuschen, in das sie nur bei Dunkelheit zurückkehren, um andere Wolfskinder nicht auf den Unterschlupf aufmerksam zu machen. Wasser schöpfen sie irgendwie auf dem Friedhof und die Nahrungsmittel aus Hilfslieferungen gehen zunächst durch die Hände einer mafiösen Gruppe, die die Ware verkauft. Tauschgeschäfte auf dem Schwarzmarkt und die Nahrungsbeschaffung füllen den Tag aus. Wer ständig hungrig ist, spricht andauernd über Essen, die Vier können ihre Situation nur schwer verbergen. Ihre Gespräche über ihr früheres Leben drehen sich um den Nationalunterricht, in dem man lernte, dass im Vielvölkerstaat stets „die Anderen“ die Aggressoren waren, obwohl die Kinder selbst sie nur als normale Nachbarn erlebten, von denen man sich ein Ei hätte borgen können, hätten nicht alle Bewohner sowieso Hühner gehalten. Die „Befreiung“ tötete eine ganze Generation und brachte einen erniedrigenden Dank-Kult gegenüber den Siegern mit sich. Die Kränkung einer ganzen Nation verfestigt die Kategorisierung in Wir und Die. Ren, als 12-Jähriger traumatisiert, würde heute jene töten, die ihn misshandelten und erniedrigten, sollten sie ihm über den Weg laufen.
Ren erkennt schmerzlich, dass er sich nicht verlieben kann, solange er sein Trauma verbergen muss. Wo es keine Erwachsenen mehr gibt, kann auch kein erwachsener Therapeut helfen. Schließlich muss jedes der Kinder sich seiner Traumatisierung stellen, indem es den Freunden vertraut. Die Gruppe muss nun entscheiden, ob sie eine fünfte Person aufnimmt, die den Eindruck erweckt, besser zu beobachten, geschickter auf dem Schwarzmarkt zu schachern und daher der ideale Fünfte im Bunde zu sein.
Eva Kranenburg dockt mit ihrem zeitlosen Anti-Kriegs-Roman an Bilder vom Krieg im Kopf verschiedener Generationen an. Erlebnisse von Zeitzeugen während der „Befreiung“ Deutschlands 1945 könnte man darin ebenso finden wie jüngste Genozide in Vielvölkerstaaten, in denen die zitierten eigenen Nachbarn gedemütigt und abgeschlachtet wurden. Die Handlung führt in kleinen Schritten geschickt in die psychische Situation der Kinder ein, die sich einander erst allmählich öffnen. Leser:innen könnten zunächst auf falsche Fährten geführt werden, wenn beinahe krimihaft die Geheimnisse der Jugendlichen schließlich auf den Tisch kommen. Deutlich wird besonders, dass Kulturen, die ihre Identität auf Ablehnung einer anderen Kultur auf bauen, sich mit Versöhnung offenbar besonders schwer tun.
Ein Roman, der zahlreiche ethische Fragen aufwirft und zum Gespräch zwischen den Generationen geradezu herausfordert.
Kathleen W, Buchhändler*in
Ein beklemmendes Buch, das ich nicht nur Teenagern empfehlen würde, sondern jedem, der Krieg für etwas Gutes hält.
Bianca T, Buchhändler*in
Ein tolles Buch !!! Erst wollte ich es ja nicht lesen, aber dann hat der Fischer - Vertreter so von geschwärmt ....
Und es hat sich gelohnt, eine tolle Freundschaftsgeschichte inmitten schwieriger Zeiten.
Stefanie B, Buchhändler*in
Eva Kranenburg schreibt in ihrem Roman „Freunde“ über die Gräuel des Krieges und zugleich über tiefe Freundschaft.
Vier ungleiche Jugendliche (Ren, Tarek, Nata, Tuk) leben bzw. überleben in den letzten Kriegstagen stets in der Angst doch noch an die Front geschickt zu werden. Genau während dieser furchtvollen Tage lernen sie einander kennen, werden zu Freunden und Schlussendlich zu einer eigenen kleinen Familie, die stets zusammenhält, sich unterstützt, sich nicht alleine lässt – sich liebt. Doch sie kommen irgendwann an einem Punkt, an dem sie etwas Grauenvolles tun müssen, um etwas zu beschaffen, was fürs Überleben wichtig ist. Wie weit geht man in solch furchtbaren Zeiten, die von Angst und Hass geprägt sind? Kann man diesen Hass bezwingen und trotz aller Hässlichkeit und schlimmsten Erfahrungen noch immer lieben?
Der Roman hat mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Ich könnte mir hier eine Verfilmung sehr gut vorstellen und vielleicht die Verwendung als Schullektüre, gerade, weil dieses Antikriegsdrama aktueller ist, als uns allen lieb ist.
Am Ende bleibt Hoffnung – und das ist das Wichtigste, was wir alle aktuell benötigen.
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