zum Hauptinhalt springen
Buchcover für Glücklichere Tage

Glücklichere Tage

Roman - Mit einem Nachwort von Helene Bukowski | Das Meisterwerk der kanadischen Klassikerin erstmals auf Deutsch - Ausgezeichnet mit dem Governor General’s Award

Dieser Titel war ehemals bei NetGalley verfügbar und ist jetzt archiviert.

Bestellen oder kaufen Sie dieses Buch in der Verkaufsstelle Ihrer Wahl. Buchhandlung finden.

NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.


1

Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.

2

Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.

Erscheinungstermin 26.02.2026 | Archivierungsdatum 07.04.2026


Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #GlücklichereTage #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps


Zum Inhalt

Der preisgekrönte Klassiker der kanadischen Literatur über Liebe, Verlust und Selbstfindung. Zum 100. Geburtstag von Margaret Laurence – ein meisterhafter Roman von zeitloser Kraft.

Zum 100. Geburtstag von Margaret Laurence (1926–1987) erscheint erstmals in deutscher Übersetzung ihr preisgekröntes Meisterwerk und Höhepunkt ihres Manawaka-Romanzyklus – ausgezeichnet mit dem Governor General’s Award, der höchsten literarischen Ehrung Kanadas. Laurence erzählt die bewegende Geschichte von Morag Gunn, die als Waise in der kanadischen Prärie aufwächst und sich ihren Platz als Schriftstellerin erkämpft – zwischen gescheiterter Ehe, leidenschaftlicher Liebe und der Identitätssuche ihrer Tochter. Der Roman verknüpft autobiographische Erfahrungen mit den Mythen Kanadas zu einem großen Gesellschafts- und Künstlerinnenroman. Kraftvoll, berührend und von überraschender Aktualität: ein vielstimmiger Entwicklungsroman, der weit über seine Entstehungszeit hinausstrahlt und seinen Platz als moderner Klassiker der Weltliteratur behauptet.

Der preisgekrönte Klassiker der kanadischen Literatur über Liebe, Verlust und Selbstfindung. Zum 100. Geburtstag von Margaret Laurence – ein meisterhafter Roman von zeitloser...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961612796
PREIS 28,00 € (EUR)
SEITEN 544

Auf NetGalley verfügbar

NetGalley-Reader (EPUB)
NetGalley Bücherregal App (EPUB)
An Kindle senden (EPUB)
Download (EPUB)

Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars

Morag Gunn ist eine Frau in der Mitte des Lebens. Sie ist Schriftstellerin und lebt in einem ehemaligen Farmhaus am Fluss in der kanadischen Prärie. Ihre 18jährige Tochter Pique verlässt sie, um sich auf Spurensuche zu begeben – und das ist der Punkt, an dem Morag ebenfalls zurückschaut und sich Fragen nach ihrer Geschichte und ihrer Identität stellt.

„Der Fluss floss in beide Richtungen“. Mit diesem schlichten Satz beginnt Morags Geschichte. Windrichtung und Strömung sind die beiden Kräfte, die den Fluss bestimmen, und so erkennt sie auch in ihrem Leben diese besondere Verbindung von Vorwärtsdrängendem und Hemmenden. Morag wird früh Vollwaise und wächst bei Pflegeeltern auf, die dem verachteten weißen Prekariat zuzuordnen sind. Sie wächst vernachlässigt auf und lernt früh das soziale Außenseitertum kennen. Diesen hemmenden Kräften trotzt sie mit ihrem starken Willen: ihrer Entschlossenheit, der Enge der Präriestadt zu entfliehen und sich mit dem Schreiben ihren Lebenssinn zu geben.

Ihr Pflegevater Christie mag als Müllsammler auf der untersten Stufe der sozialen Stufenleiter stehen, und sie wird sich zeit ihres Lebens schämen für seine Armut und die Verhältnisse, in denen sie aufwuchs, aber dennoch ist er es, der sie zu ihren Lebensthemen führt. Er ist Nachfahre der schottischen Siedler, die vermutlich in Folge der Clearances die Highlands verlassen mussten, und in seinen Erzählungen beschwört er die „glücklicheren Tage“ seiner Vorfahren herauf: die Geschichte von Helden und Kämpfen, von Opfermut und Vaterlandsliebe. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Identitätssuche Morags.

Morag schließt sich einem anderen Außenseiter an: Jules Tonnerre. Jules stammt aus einer Métis-Familie, stammt also von französischen und indigenen Vorfahren ab und ist als Mischling ebenfalls der Verachtung der Gesellschaft ausgesetzt. Auch die Métis halten die Erinnerung an „glücklichere Tage“ aufrecht, v. a. an den Freiheitskämpfer Riel, und wie in Christies Erinnerungen vermischen sich die Familiengeschichten mit der kollektiven Erinnerung eines Volkes. Und beide leisten einen Beitrag zur Identifikation der Protagonisten mit ihrer Herkunft und ihrer Heimat.
Die Autorin gestaltet Morags Identitätssuche stilistisch unglaublich vielseitig. In Vergangenheit und Gegenwart sucht sich Morag, und auch hierfür steht das Bild des Flusses, der Vergangenheit und Gegenwart zusammenführt. Ausgesprochen kunstvoll und unaufdringlich verwebt die Autorin die persönliche Geschichte Morags und Jules‘ mit der Geschichte Kandas, wohlwissend, dass die tradierten Erzählungen nicht unbedingt faktentreu sind, aber dennoch ihre eigene Wahrheit enthalten. Und damit gelingt ihr ein klug austariertes Bild der ethnischen Vielfalt Kanadas, bei dem sie deutlich auf die prekäre Situation der Betroffenen hinweist.

Ein ganz besonderes Lese-Erlebnis!

5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
War diese Rezension hilfreich?

LeserInnen dieses Buches mochten auch: