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Buchcover für Glücklichere Tage

Glücklichere Tage

Roman - Mit einem Nachwort von Helene Bukowski | Das Meisterwerk der kanadischen Klassikerin erstmals auf Deutsch - Ausgezeichnet mit dem Governor General’s Award

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Erscheinungstermin 26.02.2026 | Archivierungsdatum 31.03.2026


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Zum Inhalt

Einer der bedeutendsten kanadischen Romane des 20. Jahrhunderts erstmals in deutscher Übersetzung

»Einmalig aufgebaut, wunderschön erzählt – ein großes Lesevergnügen.« 
The New Yorker

Morag Gunns Kindheit in der kanadischen Präriestadt Manawaka hat sie stark gemacht. Früh verwaist, vernachlässigt aufgewachsen bei wenig respektierten Pflegeeltern, gewöhnt sie sich früh daran, im Leben eine Außenseiterin zu sein. Sie entdeckt das Schreiben für sich und findet dadurch die Kraft, die einengende Provinz hinter sich zu lassen und ihr Glück in der Großstadt zu suchen. Sie schlägt sich allein durch, immer auf der Suche nach Liebe und Zugehörigkeit, die sie jedoch nur flüchtig findet.

Immer wieder aufs Neue wird Morag gezwungen, sich ihren Platz im Leben und in der Kunst zu erkämpfen. Schließlich erreicht sie ihr Ziel, sich als anerkannte Schriftstellerin und alleinerziehende Mutter ein autonomes Leben in Ontario aufzubauen. Bis eines Morgens ihre achtzehnjährige Tochter verschwindet, um sich auf die Spuren ihrer Herkunft zu machen und ihren Vater zu finden. Morag geht in Gedanken zurück bis zu ihren Wurzeln, ihrer rauen Kindheit, ihrer ersten Liebe, dem ungezähmten Jules Tonnerre … 

Glücklichere Tage  wird von vielen Kritikern als Margaret Laurence‘ Meisterwerk gesehen und als Höhepunkt ihres schriftstellerischen Könnens.

Mit Morag Gunn hat sie eine Heldin erschaffen, die starke autobiographische Züge trägt und symbolisch steht für alle Frauen, die mit Mut und Beharrlichkeit ihr Recht auf künstlerische Souveränität und Selbstbestimmung durchsetzen.

Ausgezeichnet mit dem Governor General’s Award, dem bedeutendsten Literaturpreis Kanadas 

Einer der bedeutendsten kanadischen Romane des 20. Jahrhunderts erstmals in deutscher Übersetzung

»Einmalig aufgebaut...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961612796
PREIS 28,00 € (EUR)
SEITEN 544

Auf NetGalley verfügbar

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Morag Gunn ist eine Frau in der Mitte des Lebens. Sie ist Schriftstellerin und lebt in einem ehemaligen Farmhaus am Fluss in der kanadischen Prärie. Ihre 18jährige Tochter Pique verlässt sie, um sich auf Spurensuche zu begeben – und das ist der Punkt, an dem Morag ebenfalls zurückschaut und sich Fragen nach ihrer Geschichte und ihrer Identität stellt.

„Der Fluss floss in beide Richtungen“. Mit diesem schlichten Satz beginnt Morags Geschichte. Windrichtung und Strömung sind die beiden Kräfte, die den Fluss bestimmen, und so erkennt sie auch in ihrem Leben diese besondere Verbindung von Vorwärtsdrängendem und Hemmenden. Morag wird früh Vollwaise und wächst bei Pflegeeltern auf, die dem verachteten weißen Prekariat zuzuordnen sind. Sie wächst vernachlässigt auf und lernt früh das soziale Außenseitertum kennen. Diesen hemmenden Kräften trotzt sie mit ihrem starken Willen: ihrer Entschlossenheit, der Enge der Präriestadt zu entfliehen und sich mit dem Schreiben ihren Lebenssinn zu geben.

Ihr Pflegevater Christie mag als Müllsammler auf der untersten Stufe der sozialen Stufenleiter stehen, und sie wird sich zeit ihres Lebens schämen für seine Armut und die Verhältnisse, in denen sie aufwuchs, aber dennoch ist er es, der sie zu ihren Lebensthemen führt. Er ist Nachfahre der schottischen Siedler, die vermutlich in Folge der Clearances die Highlands verlassen mussten, und in seinen Erzählungen beschwört er die „glücklicheren Tage“ seiner Vorfahren herauf: die Geschichte von Helden und Kämpfen, von Opfermut und Vaterlandsliebe. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Identitätssuche Morags.

Morag schließt sich einem anderen Außenseiter an: Jules Tonnerre. Jules stammt aus einer Métis-Familie, stammt also von französischen und indigenen Vorfahren ab und ist als Mischling ebenfalls der Verachtung der Gesellschaft ausgesetzt. Auch die Métis halten die Erinnerung an „glücklichere Tage“ aufrecht, v. a. an den Freiheitskämpfer Riel, und wie in Christies Erinnerungen vermischen sich die Familiengeschichten mit der kollektiven Erinnerung eines Volkes. Und beide leisten einen Beitrag zur Identifikation der Protagonisten mit ihrer Herkunft und ihrer Heimat.
Die Autorin gestaltet Morags Identitätssuche stilistisch unglaublich vielseitig. In Vergangenheit und Gegenwart sucht sich Morag, und auch hierfür steht das Bild des Flusses, der Vergangenheit und Gegenwart zusammenführt. Ausgesprochen kunstvoll und unaufdringlich verwebt die Autorin die persönliche Geschichte Morags und Jules‘ mit der Geschichte Kandas, wohlwissend, dass die tradierten Erzählungen nicht unbedingt faktentreu sind, aber dennoch ihre eigene Wahrheit enthalten. Und damit gelingt ihr ein klug austariertes Bild der ethnischen Vielfalt Kanadas, bei dem sie deutlich auf die prekäre Situation der Betroffenen hinweist.

Ein ganz besonderes Lese-Erlebnis!

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