Ein Sohn der Stadt

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Erscheinungstermin 27.10.2021 | Archivierungsdatum 25.06.2021

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Zum Inhalt

Acht Jahre sind vergangen, seit Jack Burdette – einstiger Liebling der Kleinstadt und bewunderter Footballstar – über Nacht verschwand und damit um Geld betrogene wütende Farmer und seine schwangere Frau samt Kindern zurückließ. Und dann ist er plötzlich wieder da, in einem roten Cadillac mitten auf der Main Street, und legt damit nicht nur den Finger in alte, nicht verheilte Wunden, sondern setzt Geschehnisse in Gang, die jeden Bewohner Holts treffen.

Acht Jahre sind vergangen, seit Jack Burdette – einstiger Liebling der Kleinstadt und bewunderter Footballstar – über Nacht verschwand und damit um Geld betrogene wütende Farmer und seine schwangere...


Eine Anmerkung des Verlags

Endlich bei Diogenes: Kent Harufs erster Roman aus der berüchtigten Kleinstadt Holt, Colorado. Über die Macht eines Einzelnen, der eine ganze Gemeinde zu erschüttern vermag.

Endlich bei Diogenes: Kent Harufs erster Roman aus der berüchtigten Kleinstadt Holt, Colorado. Über die Macht eines Einzelnen, der eine ganze Gemeinde zu erschüttern vermag.


Verfügbare Ausgaben

ISBN 9783257071726
PREIS 24,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Kent Haurfs "Ein Sohn der Stadt" ist erneut ein sehr empfehlenswerter Roman des Autors. Die Darstellung der Charaktere ist auch hier gut gelungen, so dass ich beim Lesen mit den Menschen mitfühlen konnte. Ich hatte mich sehr gefreut, als ich den neuen Titel von Haruf entdeckt habe und bin in keiner Weise enttäuscht worden. Herzlichen Dank, ein wundervolles Buch

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Eindrucksvoll Der Schriftsteller Kent Haruf konnte mich schon mit einigen Romanen begeistern. Mit dem neuen Roman „Ein Sohn der Stadt“ hat er es wieder geschafft. Dieser Roman ist Kent Harufs erster Roman aus der fiktiven Stadt Holt in Colorado. Ich hatte nicht mehr mit einem Roman von ihm gerechnet, da er leider schon 2014 gestorben ist. Auch in diesem Roman waren die Personen wieder normale Menschen, mit Fehlern und Schwächen. Dadurch konnte mich der Autor immer wieder erreichen. Mit geschickt gewählten Worten bringt er uns die Personen und das Städtchen nahe. Vor 8 Jahren war der Footballstar Jack Burdette verschwunden. Jetzt ist er plötzlich wieder da, als wenn nichts gewesen wäre. Was für ein Drama. Jack Burdette hat sich zum Schlechten verändert. Mich hat der Roman wieder gefesselt. Er ist zeitlos und locker. So ist gute Literatur.

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Als Jack Burdett nach 8 Jahren Abwesenheit wieder zurück nach Holt kommt, gerät die Stadt in Aufruhr. Denn sein Verschwinden stand unter keinem guten Stern. Warum kommt Jack ausgerechnet jetzt zurück und was will er? In Rückblenden erzählt der Journalist Pat die Geschichte seiner und Jacks Jugend. Wie Jack als Kind der beliebteste und coolste Junge der Stadt war, wie er langsam auf Abwege gelangte und warum er aus der Stadt geflohen ist. Harufs Schreibweise hat mir wieder super gefallen. Unaufgeregt, sehr lebendig und anschaulich und nie langweilig. Viel wörtliche Rede macht das Buch abwechslungsreich und sehr unterhaltsam. Das Ende ist unerwartet und hätte noch Raum für viele Seiten geboten. So bin ich ein klein wenig enttäuscht, wenngleich es so realistischer anmutet. Gefreut hätte ich mich auch über ein Wiedersehen mit Personen aus den vergangenen Büchern, aber das sind nur kleine Wünsche. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das fiktive Städtchen Holt hat immer wieder etwas Neues, Interessantes zu bieten und Haruf findet immer die passenden Worte für seine Geschichten. Fazit: ich freue mich jedes Mal erneut, wenn ich wieder jemanden aus Holt kennenlernen darf.

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Das Buch erzählt von Jack Burdette und seine Wechselwirkung zu einer kleinen Stadt in Amerika. Als "Ein Sohn der Stadt" beeinflusst er die Stadt und die Bewohner auf seine eigene spezielle Art und Weise, sodass die Stadt seine Existenz nicht vergessen kann. Die Geschichte macht sehr viel Spaß und ist eindeutig ein Page-Turner. Ich wollte wissen, was es mit Jack auf sich hat und was in der Stadt passiert ist, dass er so eine besondere Rolle spielt. Interessant ist zu erwähnen, dass Jack überraschender Weise gar nicht so oft auftaucht und die Geschichte nie viel Wert darauf legt ihn detailliert zu analysieren. Trotzdem schafft er es nachhaltig diese Kleinstadt über eine lange Zeit zu verändern. Das Buch hatte zwar weniger Tiefgang als "Unsere Seelen bei Nacht", aber es hat mir trotzdem gut gefallen. Es war spannend und unterhaltsam. Der Autor weiß wie er Charaktere darstellen muss um Sympathie zu erzeugen oder diese zu nehmen. Außerdem gefällt mir seine Art des Erzählens; es ist zwar einfach, aber trotzdem immer auf dem Punkt. Besonders in dieser Geschichte fand ich sein Erzählstil passend für diese kleine Stadt und den Auswirkungen von Jack Burdette. Das Ende hat mir übrigens in dieser Geschichte am meisten gefallen!

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War es Dummheit oder Skrupellosigkeit, dass Jack Burdette nach 8 Jahren wieder in seiner Heimatstadt auftauchte? Oder lagen andere Gründe dafür vor? Diese Fragen stellt sich nicht nur die Einwohnerschaft von Holt, einer Kleinstadt mit 3000 Seelen in Colorado, sondern auch die Lesergemeinde! Jack hat nämlich viel ‚verbrannte Erde‘ hinterlassen - ob emotional oder wirtschaftlich, der Schaden war groß, als er über Nacht heimlich, still und leise verschwand. Die ganze Geschichte über Jack erfahren wir von Pat Arbuckle, dem Herausgeber der Zeitung ‚Holt Mercury‘, einem Alters- Schul- und College-Kameraden der Schlüsselfigur. Herrliche Sätze lesen wir wie z.B.: ‚So hatte die Armee Jack eine Art Schulabschluss verpasst, oder so etwas wie ein Aufbaustudium in den wesentlichen Kompetenzen des Lebens‘. Etliche Ereignisse, wie z.B. der Besuch der Tagung der Landwirtschafts-Kooperative in Tulsa oder die beeindruckende, zerschnippelnde Rache einer enttäuschten Frau sind mit feinem Humor beschrieben. Aber auch viele berührende und aufwühlende Szenen gibt es! Gegen Ende hielt ich die Spannung fast nicht mehr aus! Der Roman aus der Kleinstadt Holt mit seinen vielfältigen Charakteren und facettenreichen Ereignissen schlug mich vom ersten Augenblick in den Bann. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!

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Das Buch "Ein Sohn der Stadt" von Kent Haruf hat mich wieder berührt. Es handelt sich dabei um den ersten Band der vor mir sehr geliebten Holt Reihe. Jack Burdett, in Holt aufgewachsen besticht nicht gerade durch Ziestrebigkeit, aber durch seine coole Art und sein Footballkönnen, die ihn eine Zeitlang auf der Sonnenseite des Lebens stehen lässt. Pat, der Herausgeber der Holtener Zeitung erzählt Jacks und seine Geschichte in einer Rückblende. Eines Tages ist Jack verschwunden, lässt Frau und Kinder zurück und taucht nach 8 Jahren wieder in Holt auf. Allerdings nicht um seine damalige Schuld zu tilgen. Die Stadt gerät in wieder Aufruhr. Was bezweckt Jack mit seiner Rückkehr? Die Personen sind so realistisch gezeichnet mit ihrem kleinen, aber dennoch völlig normalem Leben, dass es eine Freude war sich auf einen Besuch in Holt einzulassen. Völlig unspektakulär nahm mich der Roman mit in das Leben dieser Kleinstadt, die überall auf der Welt angesiedelt sein könnte. Die Geschichten von Haruf bestechen durch Schilderungen ohne Zeigefinger oder Vorurteilen und hoher Erzählkunst. Mir als Leserin bleibt so genügend Raum für meine eigene Meinung und Phantasie.

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Wieder ein Meisterwerk des amerikanischen Autoren - Kent Haruf!!! Mit - Ein Sohn der Stadt- entführt uns der Autor wieder in das fiktive, beschauliche Städtchen Holt. Diesmal kehrt Jack,ein Sohn der Stadt, nach 8 Jahren Abwesenheit zurück. Er hat seine schwangere Frau mit seinen 2 Söhnen sitzengelassen u die Bewohner der Stadt um einen beträchtlichen Betrag betrogen. Abgebrannt u runterkommen versucht er wieder aufgenommen zu werden. Als dies ihm nicht gelingt, kommt es zu einer Kurzschlusshandlung! Haruf beschreibt die zwischenmenschlichen Beziehungen wieder mit soviel Empathie u Feingefühl, sein Schreibstil ist ausgefeilt u wunderschön zulesen! Für mich 10 von 5 Punkten!!!!

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Dies ist eine Geschichte über bescheidene, hart arbeitende Menschen, die ein einfaches Leben führen, obwohl es nichts Einfaches an ihrer Geschichte gibt. Sie ist weniger als zweihundert Seiten lang und enthält den Wert eines ganzen Lebens voller Tragödien und Herzschmerz, zusammen mit einigen gestohlenen Momenten des Glücks. Indem er seine Worte auf das absolute Minimum reduziert und unnötige Gefühlsbeschreibungen weglässt, lässt Haruf den Leser die Gefühlsebene selbst bestimmen, indem er einfach die Aktionen und Reaktionen der einzelnen Charaktere miterlebt. Ich liebe es einfach, wie er das macht. Ich möchte lieber gezeigt als erzählt werden, das Gefühl ist auf diese Weise viel authentischer. Empfehlenswert für alle, die einen schönen, unprätentiösen Schreibstil mögen, der sich von allem anderen abhebt.

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Kent Haruf - Ein Sohn der Stadt zum Inhalt Acht Jahre sind vergangen, seit Jack Burdette – einstiger Liebling der Kleinstadt und bewunderter Footballstar – über Nacht verschwand und damit um Geld betrogene wütende Farmer und seine schwangere Frau samt Kindern zurückließ. Und dann ist er plötzlich wieder da, in einem roten Cadillac mitten auf der Main Street, und legt damit nicht nur den Finger in alte, nicht verheilte Wunden, sondern setzt Geschehnisse in Gang, die jeden Bewohner Holts treffen. Meinung Ich hab das Buch vor Jahren mal auf English gelesen, und war begeistert. Ich bin auf Deutsch von Anfang an völlig vertieft. Meine Güte, was konnte dieser Mann schreiben. Ich liebe es, in die Kleinstadt Holt zu besuchen und seine Menschen zu treffen. Die Sprache in seinen Büchern ist einfach, aber wirklich gut.. Bei jedem seiner Bücher werde ich sofort hineingezogen und das Ende kommt immer viel zu früh. Ich kann dieses Buch und alle seine anderen Bücher nur empfehlen.

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Wieder ein Roman aus dem fiktiven amerikanischen Ort Holt. Wieder ein ungeschminkter Einblick in das Leben der Bewohner. Sehr real - das Leben verläuft nicht immer geradlinig und Wünsche und Träume werden nicht immer erfüllt. Jack kommt nach acht Jahren zurück nach Holt und wird dort keineswegs mit geöffneten Armen empfangen. Woran das liegt, erzählt der Ich-Erzähler Pat.

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Kent Harufs Roman „Ein Sohn der Stadt“ ist im Original bereits im Jahr 1990 veröffentlicht worden und erscheint im Herbst 2021 auch als deutsche Übersetzung bei Diogenes. Der Autor hat für seine Romane bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, mich konnten bei dieser Geschichte jedoch weder der Inhalt noch der Erzählstil überzeugen. Wie in Harufs anderen Geschichten ist die fiktive Kleinstadt Holt in Colorado Schauplatz der Ereignisse. Acht Jahre nach seinem unvermittelten Verschwinden kehrt Jack Burdette in seinen Heimatort zurück, parkt seinen roten Cadillac auf der Mainstreet und wartet auf Reaktionen. Dass er vom Sheriff prompt ins Gefängnis gesteckt wird, hat er offenbar nicht einkalkuliert. Aus der Sicht von Jacks Jugendfreund und aktuellem Herausgeber der lokalen Zeitung erfährt der Leser nach und nach, was zu diesen Ereignissen geführt hat. Jack Burdette war schon in seiner Jugend in vieler Hinsicht eine große Persönlichkeit. Er ist nicht nur körperlich eine imposante Erscheinung, sondern kann mit seinem Charme und seinen sportlichen Leistungen seine Mitmenschen für sich einnehmen. Dafür sehen die Einwohner Holts über einige seiner Fehler und Eskapaden hinweg. Als er jedoch über Nacht seine Familie und den Ort verlässt und spurlos verschwindet, nachdem er Gelder der Farmer veruntreut hat, kommt Hass auf, den seine schwanger zurück gelassene Frau Jessie ausbaden muss. Die Geschichte ist ruhig erzählt, in Rückblenden wird geschildert, wie Jack Burdette trotz seiner Schwächen in Holt sein Ansehen erlangen und später tief stürzen konnte. Die Erzählung beschreibt in erster Linie ohne zu werten, obwohl Pat Arbuckle, der die Ereignisse schildert und zu Beginn als stiller Beobachter auftritt, im Verlauf enger in die Geschichte involviert ist. Die Charaktere bleiben auf diese Weise wenig greifbar, als Leser sieht man aus der Distanz zu, ohne Einblick in die Motivation und Gedanken der Figuren zu bekommen. Das Ende wirkte auf mich zudem sehr unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar, als hätte der Autor ohne besondere Inspiration einen Abschluss für den Roman finden müssen. Man muss vielleicht diesen Stil mehr mögen als ich, um diese Erzählung wertschätzen zu können, mich konnte die Geschichte trotz tragischer Züge nicht bewegen und keinen Anreiz schaffen, mehr von diesem Autor zu lesen.

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Der vielleicht schönste Holt-Roman Kent Harufs, wie immer packend und voll Gefühl, ohne je kitschig zu sein. Absolute Leseempfehlung!

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„Ein Sohn der Stadt“ von Kent Haruf erschien bereits im Original 2004. Der Roman spielt in dem fiktiven Ort Holt in Colorado der 60er bis 80er Jahre. Inspiriert wurde Holt von Yuma, ebenfalls in Colorado, wo Haruf um 1980 lebte. Nach 8 Jahren kehrt Jack Bürdete nach Holt zurück. Mit einem roten Cadillac stellt er sich mitten in den Ort. Sein Empfang ist aber nicht herzlich. Der einstige Footballstar und Liebling der Stadt verschwand über Nacht und ließ nicht nur seine schwangere Frau zurück, sondern auch um ihr Geld betrogene Farmer. Seine Anwesenheit setzt einige Geschehnisse in den Gang. Zu Beginn von „Ein Sohn der Stadt“ bekommt man das Gefühl, dass mit Jack Burdette ein Held der Stadt zurückkehrt ist. Doch wird schnell beim Lesen klar, dass dies nicht so ist. Sein Leben und Handeln steht immer im Kontrast zu den anderen Bewohnern von Holt. „Ein Sohn der Stadt“ wird aus der Perspektive von Pat Arbuckle erzählt. Dieser ist der frühere Freund von Jack und Editor der Zeitung von Holt. So ist es nicht verwunderlich, dass der Erzählstil sehr emotionsneutral und karg ist. Dennoch ruft Kent Haruf beim Lesen Emotionen hervor, in dem er die Tragödien und Schmerzen der anderen Charaktere schildert. Der Roman „Ein Sohn der Stadt“ ist nicht, was man erwartet. Kent Haruf schafft es durch seinen Schreibstil eine realistische Geschichte zu erzählen, die durch die Charaktere bestimmt wird.

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Der sprachlich, stilistisch und erzähltechnisch gut geschriebene Roman handelt von dem mehrere Jahre abwesenden und schließlich in seine Heimatstadt Holt zurückkehrenden Protagonisten Jack Burdette. Die Geschichte ist teilweise etwas unglaubwürdig. Das Interesse des Lesers bleibt aber präsent, weil er immer auf etwas Außergewöhnliches wartet. Ich werde das Buch weiterempfehlen.

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Ein ganz besonderer Sohn des Städtchens Holt Jack Burdette und Pat Arbuckle wuchsen zusammen auf und der Journalist des Holt Mercury erzählt rückblickend die Geschichte. Jack war Spätgeborener und für seine Eltern ein schwieriges Kind. Für seine Mitschüler hingegen war er cool. Die Schule besuchte er eher sporadisch, streunte lieber und bewältigte sie vor allem durch die Hilfe von Wanda Jo Evans. Die Lehrer waren auch eher froh, wenn er nicht in ihre Klasse gehörte. In der Highschool war er vor allem beliebt wegen seines Footballtalents, dort flog er allerdings wegen Diebstahls hinaus und meldet sich freiwillig zur Armee. Daran anschließend kehrt er zurück und schlängelte sich weiter durchs Leben und eines Tages wurde er tatsächlich Manager der Farmer-Kooperative. Auf Kosten der Kooperative nutzt er eine Tagungsreise nach Tulsa für sich aus - lernt Jessie kennen, verlängert die Reise und heiratet sie nach zwei Tagen. Jessie bekommt zwei Kinder mit ihm und eines Tages verschwindet er spurlos, hinterläßt die ahnungslose Familie und etliche Schulden. Nun 8 Jahre später taucht er im roten Cadillac wieder auf als wenn nichts gewesen wäre. Er selbst hat sich rein äußerlich zum Negativen entwickelt – aufgeschwemmt und schlampig. Was ist passiert und weshalb kommt er zurück? Das sollte jeder selbst lesen. Ich bin ein ausgesprochener Fan von Kent Haruf, kenne seine Bücher und es hat mich sehr gefreut, daß nun auch sein erster Roman auf Deutsch erschienen ist. Unter diesem Gesichtspunkt habe ich ihn auch gelesen. Ein Tiefgang, den spätere Romane haben, fehlte mir hier etwas, was aber meiner Begeisterung keinen Abbruch tat. Die Figuren schildert der Autor bekanntermaßen sehr genau, realistisch und menschlich. Man fühlt sich mittendrin im fiktiven Städtchen Holt samt seinen Bewohnern, ihrem alltäglichen Leben und jeder von ihnen hatte etwas mit Jack zu tun. Der Schreibstil läßt sich flüssig lesen und in die Geschichte – empathisch, mal tragisch aufregend und auch mal humorvoll - konnte man sich als Leser sehr gut hineinversetzen. Was soll ich sagen, Kent Haruf beherrschte einfach das Erzählen und Schreiben von Geschichten! Für mich war es ein echtes Lesevergnügen und ich empfehle es auch sehr gerne weiter.

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Dieser Autor war in den letzten JAhren unsere Entdeckung - und jetzt liegt nach seinem Tod das letzte Buch vor - wie schade. Eine neue Geschichte, die in der Kleinstadt Holt spielt, aber einen anderen Charakter hat. Nicht die Sorge und das Umsorgen von Menschen steht im Mittelpunkt, sondern mehr eine Männergeschichte mit Krimitouch. Vielleicht damit eher ein Männerbuch, denn es hat nicht so viel Herzenswärme. Ich habe es dennoch sehr gerne gelesen und werde es allen FAns - männlich wie weiblich - ans Herz legen

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Kent Haruf eben Inhalt: In seiner Jugend wurde Jack Burdette von allen bewundert und geliebt. Doch nach seinem unrühmlichen Verschwinden vor acht Jahren denken die Einwohner der fiktiven Kleinstadt Holt in Colorado nur noch an Vergeltung. Kein Wunder, dass nicht alles glatt läuft, als Jack nun plötzlich wieder auftaucht. Meine Meinung: „Ein Sohn der Stadt“ ist Kent Harufs erster Roman, der wie die anderen in Holt spielt. Nun wurde er auch auf Deutsch übersetzt - im Original erschien er bereits vor vielen Jahren. Der Schreibstil ist eher nüchtern und einfach. Dies passt aber sehr gut, denn erzählt wird die Story von Pat Arbuckle, dem Herausgeber der örtlichen Zeitung „Holt Mercury“, der stark in die Geschichte verwickelt ist, denn in seiner Jugend waren er und Jack beste Freunde. In Rückblicken wird die Jugend von Jack und Pat aufgerollt. So kann man gut mit verfolgen, warum sich Jack so entwickelte und ein Stück weit Verständnis aufbringen. Überhaupt sind die verschiedenen Figuren gut gezeichnet. Sie wirken authentisch und wirklichkeitsnah. Die Atmosphäre in dem Städtchen Holt ist gut greif- und vorstellbar. Mit dem Schluss, der recht offen gehalten ist, bin ich nicht ganz glücklich, wenngleich gerade dieser Ausgang sehr realistisch wirkt. Ich mochte diesen Roman von Kent Haruf sehr gerne, auch wenn er nicht so tiefgründig und gefühlvoll wie „Die Seelen der Nacht“ ist.

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Sehr geehrte Damen und Herren, gerne hätte ich dieses Buch gelesen, unglücklicherweise habe ich das Zeitfenster zum Runterladen der freigeschalteten Datei verpasst und Sie haben es mir auch nicht auf Nachfrage über den NetGalley-Support zur Verfügung gestellt. Da es hier keine direkte Kontaktmöglichkeit gibt, kategorisiere ich meine Nachricht ebenso als Feedback und werde mich beim nächsten Haruf bemühen, sofort zuzugreifen, sobald Sie das Buch zur Verfügung stellen. Anhand der zur Verfügung stehenden Leseproben bin ich bereits seit längerer Zeit sehr an Harufs Romanen interessiert und hoffe, beim nächsten Mal dementsprechend mehr Glück zu haben. Mit herzlichen Grüßen, Sandra Falke

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Erzählung einer Familien- und Stadttragödie Nach Jahren kehrt Jack in die Stadt zurück, in der er aufgewachsen ist und aus der er spurlos verschwand. Ganz offensichtlich sind die Einwohner Holts nicht gut auf ihn zu sprechen. Warum das so ist, erfährt man nach und nach. Ein ehemaliger Freund Jacks erzählt seine Geschichte und wie es zu der aggressiven Stimmung gegen den Heimkehrer kam. Das erste Kapitel hat mir nicht gut gefallen; die Sprache wirkte hölzern und unnatürlich und ich war mir nicht sicher, ob nicht die Übersetzung dafür verantwortlich ist (später im Buch hat sich der Grund für diese unbeholfene Sprache am Anfang teilweise erklärt; sehr gelungen finde ich es als Einstieg in das Buch aber nicht). Ab der Erzählung von Jacks altem Freund ist die Beschreibung aber unterhaltsam und leicht zu lesen. Der Roman ist nicht sehr lang und lässt sich daher auch recht zügig durchlesen. Obwohl mir der Inhalt mitten in der Erzählung auch gut gefallen hat, lässt mich die Lektüre etwas unzufrieden zurück. In Harufs Buch geht es um Familienkonflikte und -beziehungen, um das Leben in einer Kleinstadt, um das alltägliche Leben eben und das finde ich interessant beschrieben und gut beobachtet. Aber letztlich passiert mir auf der Handlungsebene zu wenig. Die große Klammer um den Text, nämlich die wenigen Kapitel, die in der Erzählgegenwart liegen, setzen zwar die Grundstimmung des Textes, sind mir aber nicht interessant genug. Der komplette restliche Teil der Handlung wird erzählt, was mich an einen Roman des 19. Jh. erinnert hat. Den Hauptcharakter, Jack, fand ich ebenso interessant wie unergründlich. Viele andere Figuren bleiben eben so an der Oberfläche. Alles in allem hat mir einfach ein wenig Substanz gefehlt, quasi die Begründung dafür, warum der Roman überhaupt geschrieben werden musste. Ich kann mir gut vorstellen, dass dem Roman ein paar 100 Seiten mehr gut getan hätten; dann aber auch mit mehr erzählter Zeit in der Gegenwart. Zudem verrät der Klappentext mehr oder weniger die komplette Handlung, was mich gestört und weswegen ich den Eindruck hatte, dass nichts passiert. „Ein Sohn der Stadt“ war mein erster Holt-Roman und ich würde Kent Haruf definitv noch eine Chance geben, da mir gewisse Ansätze auch gut gefallen haben in dem Roman. Aber es war mir eben zu wenig „rund“, zu wenig ausgereift. Man kann das Buch gut lesen, aber es ist nichts außergewöhnliches. Da ich schon viel Gutes über Kent Haruf gehört habe, bin ich aber vielleicht auch einfach mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen.

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Nach 8 Jahren taucht Jack Burdette, einstmals ein angesehener Bürger des kleinen Städtchens plötzlich wieder auf. Er hatte damals seine schwangere Frau, seine Kinder verlassen und viele Mitbürger um viel Geld betrrogen. In Rückblenden wird sein Lebensweg im Zusammenhang mit einigen Einzelschicksalen der Stadt erzählt. Wie immer in einer brillanten Sprache. Man lebt, erlebt und leidet mit den Protagonisten. Ein faszinierendes Buch, das man beinah atemlos liest und ein bewegendes Ende. Schade, dass dieser Autor nicht mehr lebt .....

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Samstagnachmittag im November, ein roter Cadillac, der auf der Hauptstraße parkt. Erst interessiert sich niemand für ihn, doch dann wird man aufmerksam und noch mehr steigt die Neugier in dem kleinen Ort Holt in Colorado, als sich rumspricht, wer in dem Wagen sitzt: Jack Burdett, berühmtester Sohn der Stadt, einst hoffnungsvoller Footballstar und Retter der Farmer Kooperative. Bis er verschwand und mit ihm ein Haufen Geld der Kooperative, seine Frau und die Kinder ließ er zurück. Nach acht Jahren ist er nun also wieder da und kann nicht auf einen freudigen Empfang hoffen, denn die Wunden, die er gerissen hat, sind noch immer nicht verheilt. Pat Arbuckle, Lokaljournalist und ehemals bester Freund von Jack, ist ebenso gespannt wie alle andere, doch er hat noch einen ganz anderen Grund sich für den Rückkehrer zu interessieren als die lange zurückliegenden Ereignisse. Kent Haruf erzählt in seinem Roman die Geschichte eines Lebens und einer Kleinstadt in ihrer verhängnisvollen Wechselwirkung. Der gefeierte Sportler, dem man alles verzeiht und der dank seiner Ausstrahlung immer wieder auf die Füße fällt, egal, was er anstellt, bis er den Bogen überspannt und dennoch den Ort weiter in seinem Griff hält. Aber Holt ist es auch, das ihn zu dem hat werden lassen, was er ist, und so müssen die Bürger auch ein Stück weit mit ihrer eigenen Schuld leben. Man könnte glauben, dass eine amerikanische Kleinstadt im Mittleren Westen der 1960/70er Jahre nicht wirklich reizvoll für einen Roman ist. Dem Autor gelingt es jedoch, den Leser sofort zu packen und man will wissen, wie es dazu kommen konnte, dass der Sohn der Stadt verschwand und wie die offenkundig noch offenen Rechnungen beglichen werden. Vor allem das subtile Foreshadowing, das Andeuten von dem, was geschehen wird, gelingt Haruf meisterhaft und so kreiert er eine Spannung, die bis zur letzten Seite fesselt. Auch wenn Jack und Pat nicht wirklich Antagonisten sind, wird an ihnen beiden doch der Kontrast zwischen den Lebensentwürfen verdeutlicht. Jack ist bildungsfern, dafür verfügt er jedoch über Kraft, die er auf dem Spielfeld und der lokalen Fabrik gewinnbringend einsetzen kann. Pat hingegen weiß, dass er die Zeitung seines Vaters irgendwann übernehmen wird und folgt dem vorgezeichneten Plan Schule – Studium - Zeitung - Familiengründung. Immer wieder kreuzen sich die Wege, während Pat geradeaus geht, mäandert Jack und schafft es immer wieder, Menschen für sich zu gewinnen und sich so neue Chancen zu eröffnen. Dabei agiert er jedoch rücksichtslos und egoistisch, was aber niemanden zu stören scheint. Es ist aber auch die Geschichte des Kleinstadtlebens, wo nichts verborgen bleibt, jeder jeden kennt und in erster Linie: wo die Männer das Sagen haben. Die Frauen leiden still und ertragen unwidersprochen den Platz, den man ihnen zu weist. Wanda Jo, die Jack über Jahrzehnte anhimmelt und alles für ihn tun würde, muss die öffentliche Demütigung ertragen; auch Pats Frau, die aus der Großstadt kam und Kunst und Kultur liebte, stellt ihre Bedürfnisse hinter jene ihres Mannes und mimt 18 Jahre lang schweigend die brave Hausfrau und Mutter. Nur Jessie, Jacks Frau, wagt es irgendwann, laut die Stimme zu erheben, was jedoch relativ pikiert zur Kenntnis genommen wird. Eine sprachlich und gestalterisch grandiose Kleinstadtstudie, die restlos begeistert.

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Kent Harun gehört zu den Autoren, die ich erst posthum entdeckt habe. Im vergangenen Jahr hat mich "Kostbare Tage", gewissermaßen der Schwanengesang des 2014 gestorbenen Schriftstellern und Abschluss seiner sechsteiligen Romanreihe über das fiktive Städtchen Holt im Mittleren Westen der USA, sofort überzeugt. Die letzten Wochen eines todgeweihten Mannes, der Rückschau hält und Abschied nimmt, seine Angehörigen in dem Trauer- und Loslöseprozess, der angesichts der Diagnose schon vor dem eigentlichen Tod beginnt, so unprätentiös und doch eindringlich interessiert, dass ich das Gefühl hatte, mit den Protagonisten in einem gemächlich wippenden Schaukelstuhl auf einer dieser Verandas zu sitzen, wie man sie aus Westernfilmen kennt, und auf weites Land unter einem hohen Himmel hinauszublicken. "Ein Sohn der Stadt" spielt ebenfalls in Holt, in den 60-er Jahren und diesmal könnten die Protagonisten, die zusammen in der Kleinstadt aufwuchsen und in ihrer Schulzeit befreundet waren, unterschiedlicher nicht sein: Jack Burdette, der intellektuell nicht gerade überragende, aber als Fußballer an der high school bewunderte Junge, der buchstäblich von der falschen Seite der Bahngleise stammt, und der Ich-Erzähler, Sohn des Herausgebers der Lokalzeitung und später selbst Journalist und Herausgeber des Blattes. Es fällt schwer, nicht den jungen James Stewart aus "Ist das Leben nicht schön" oder "Mr Smith geht nach Washington" vor Augen zu haben, wenn ich dem Kleinstadtleben durch die Augen des Erzählers verfolge. Da Jack ein Sportstipendium bekommt, finden sich die beiden Schulfreunde sogar auf dem gleichen College wieder, doch es wird schnell klar, dass Burdette, der sich nun gegen andere Sporttalente behaupten muss, weder die Geduld noch die Disziplin hat, um etwas aus der Collegezeit zu machen - Er bricht das Studium ab und geht zur Army, während der Erzähler nach seinem Journalistikstudium seinem Vater unter die Arme greift und eine Professorentochter als Ehefrau mit nach Holt bringt, die mit der Kleinstadt nur wenig anfangen kann. Auch Jack kehrt eines Tages zurück und bekommt dank seines alten Ruhms als Sportheld einen Posten bei einer landwirtschaftlichen Genossenschaft. Als er dank frisierter Bücher mit einer hohen Geldsumme verschwindet und dabei seine schwangere Frau und zwei kleine Kinder zurücklässt, löst das eine Kette von Ereignissen aus. Auch "ein Sohn der Stadt" ist unspektakulär aber nichtsdestotrotz einprägsam erzählt, mit einem ruhigen Tempo, das dem Rhythmus einer Kleinstadt fern der Metropolen entspricht. Doch auch hier gibt es Träume vom kleinen Glück, gibt es Ausbruchsversuche, nicht im Stillstand zu verharren. Kent zeigt den Mikrokosmos einer Kleinstadt, wo die Leute einerseits aufeinander aufpassem, andererseits aber unversöhnlich und nachtragend sein können und in der es Außenseiter nicht leicht haben. Ich fand "Kostbare Tage" mit seiner bittersüßen Endlichkeit das bessere Buch, doch auch "Ein Sohn der Stadt" ist ein empfehlenswertes Buch für alle, die eine ruhige Erzählweise und künstlich aufgebauschte Aufgeregtheiten genießen können. Einmal mehr hat es Harun Kent geschafft, mit seinem Buch Bilder im Kopf zu zeichnen von Enge und Weite gleichermaßen.

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Leider hat mir diese Geschichte nicht gefallen. Ich habe bereits alle 4 bisher von Kent Haruf erschienenen Bücher gelesen und Großes erwartet. Neben dem Erzählstil hatte mich immer die Liebenswürdigkeit der Figuren angesprochen, die kleinen Details in der Personenbeschreibung, die Wendungen, traurige und melancholische Schicksale und auch das Wiederbegegnen mit bekannten Figuren. All das fehlte mir leider in diesem Band. Es dreht sich tatsächlich alles nur um Jack Burdette, "Ein Sohn der Stadt", ein wirklich unangenehmer Zeitgenosse. Nichts an dieser Geschichte war liebenswürdig, anrührend oder hoffnungsvoll. Auch die Einwohner von Holt haben nichts von der bisher bekannten Darstellung abbekommen. Der gesamte Verlauf der Geschichte und sein Ende haben mich enttäuscht.

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"Der Sohn der Stadt", Jack Burdette, ist ein stadtbekanntes Original: zunächst das irgendwie zu groß, zu ungezogen, zu unangepasst geratene spätgeborene Kind eines seltsamen Paares, dann der über den grünen Klee gelobte Sportler, dem aufgrund seiner in der Provinz (und nur dort) herausragenden Sportlichkeit jeglicher Fehltritt großmütig nachgesehen wird und der aufgrund dessen irgendwie nicht richtig erwachsen wurde, zum Schluss der verantwortungslose Betrüger, Kriminelle, Entführer. Kennen wir nicht alle ein paar solcher Originale? Gelesen hat sich diese Erzählung leicht und, bis auf ein wenig Rat- und Orientierungslosigkeit zu Beginn, flüssig. Den Begriff "Erzählung" habe ich anstelle von "Roman" bewusst gewählt, denn ich hatte das Gefühl, hier werde einfach eine Geschichte erzählt. Die Personen werden recht nüchtern vorgestellt und beschrieben, die chronologische Erzählung von Jacks Werdegang mit seinen Wechselwirkungen mit seinen Mitmenschen fließt so dahin, während ich als Leserin auf den großen Plot gewartet habe. Am relativ offenen Ende fehlte mir leider immer noch das Aha-Erlebnis, das mir zeigte, was an dieser Kleinstadtgeschichte bemerkenswert wäre.Die Geschichte bleibt leider etwas beliebig, eine wirkliche Nähe zu den Charakteren hat sich bei mir nicht eingestellt - wie anders habe ich seinerzeit "Unsere Seelen bei Nacht", das viel später geschriebene Buch vom gleichen Autor, empfunden, ja, im wahrsten Sinne des Wortes empfinden können. Mit Sicherheit wird dieser Titel auch in meiner Kleinstadt nachgefragt werden und dann auch in meiner Buchhandlung vorrätig sein. Dem Diogenes Verlag danke ich ganz herzlich für die unkomplizierte Bereitstellung des Leseexemplares auf dieser Plattform, eine prima Ergänzung zur nach wie vor geliebten Arbeit mit "echten" Büchern.

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Ein Sohn der Stadt – Kent Haruf Nachdem ich die meisten von Harufs Holt-Romanen gelesen und geliebt habe, bin ich großer Fan von ihm und seinen Werken. Meine Erwartungen waren von daher recht konkret. Tatsächlich wurde ich hier aber ordentlich überrascht. Ein bisschen hat mir das typische Holt-Gefühl, das Land-flair, die besonderen, gutherzigen Bewohner von Holt mit all ihren Macken schon gefehlt. Denn dieser Roman ist anders. Hier hält Haruf sich nicht mit atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen auf. Trotzdem ist es sehr gut. Dieser Autor konnte einfach schreiben, keine Frage! Nach acht Jahren kehrt Jack Burdette, ehemals erfolgreicher Footballspieler von Holt, zurück. Damals ist er ohne ein Wort verschwunden, hat Frau und Kinder zurückgelassen. Was der Klappentext verschweigt: schon damals war er zwar bekannt, allerdings mitnichten ein Sympathieträger. Die Bewohner Holts haben ihm auch nach all den Jahren nicht verziehen. Und so ist es eine Geschichte über Wut und Rache, welche die schlechtesten Eigenschaften der Menschen enthüllt. Große Teile dieses Romans erzählen von der Vergangenheit. Von Jack als Kind, als Schüler, als Footballstar, als Frauenheld. Wie er zu dem wurde, was er heute ist. Und von den Bewohnern der Kleinstadt Holt. Von ihren Reaktionen auf Jacks Verschwinden und sein Wiederauftauchen. Denn beides betraf und betrifft jeden einzelnen von ihnen. Das Ende schließlich hat mich sehr aufgewühlt, beinahe entsetzt zurückgelassen. Auf jeden Fall irgendwie unbefriedigt. Nach all den kleinen Happy Ends in den früheren Holt-Romanen hätte ich dem Autor das hier nicht zugetraut! Wie immer schreibt Kent Haruf großartig. Er braucht nicht viele Worte um große Gefühle auszudrücken. Es scheint, als schriebe er bewusst zwischen den Zeilen. Unaufgeregt legt er den Finger immer wieder direkt in die Wunde seiner Figuren. Ein großer Schriftsteller! Nachdem mich dieser Roman nicht ganz so sehr begeistern konnte, wie seine Vorgänger, vergebe ich hier 4 Sterne und trotzdem eine große Leseempfehlung!

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Die Erzählung von Kent Haruf ist wieder einmal ein Genuss. Die Erzählweise ist still und zart und dennoch ist man von den leisen Tönen der packenden Entwicklung der Hauptpersonen gefesselt. Absolut empfehlenswert!

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Als Jack Burdette in den 80ern wieder nach Holt zurückkehrt, schuldet er nicht nur Jack Bird noch Geld. Im Rückblick des Icherzählers Pat Arbuckle, der die Lokalzeitung seines Vaters übernommen hat, entfaltet sich ein Gaunerstück, das an Dreistigkeit nicht zu überbieten ist. Jack hätte eine große Karriere als Football-Star vor sich gehabt, doch zu welch kläglicher Figur ist er geworden! Mit der Stimme eines Lokaljournalisten trifft Kent Haruf wieder den unvergesslichen Holt-Sound und zeichnet das Portrait einer amerikanischen Kleinstadt in den 60ern. Die Serie Die Erzählung „Ein Sohn der Stadt“ ist als zweites Buch im Holt-Universum im Original 1990 erschienen und kann unabhängig von der Trilogie Flüchtiges Glück/Abendrot/Kostbare Tage gelesen werden.

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