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Wir waren Wunder
Roman - Der 275. Geburtstag von »Nannerl« Mozart im Juli 2026: ein fesselnder Roman über die große Klaviervirtuosin im Schatten ihres kleinen Bruders
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Erscheinungstermin 15.07.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Leopold Mozart hat es als Musiker selbst nie weit gebracht. Er versucht alles, um seine talentierten Kinder Wolfgang Amadeus und Mariann überall in Europa als Wunderkinder zu vermarkten. Mariann, meist bloß »das Nannerl« genannt, wird mit kaum vierzehn Jahren in den Musikmetropolen Wien, Paris und London als Klaviervirtuosin gefeiert. Doch ihr eigener Vater, von Ruhmsucht und Größenwahn getrieben, drängt sie immer mehr an den Rand. Schließlich lässt Leopold Mozart seine Tochter gnadenlos fallen und beendet Marianns vielversprechende Karriere, um sich ganz Wolfgang zu widmen. »Wir waren Wunder« erzählt von einer vertrackten und tragischen Vater-Tochter-Beziehung in einer Zeit, in der die Welt noch nicht bereit ist, Künstlerinnen eigenständigen Ruhm zuzugestehen. Und davon, wie es einer jungen Frau trotzdem gelingen kann, sich aus der Abhängigkeit eines übermächtigen, narzisstischen Vaters zu lösen, um ihre Freiheit zu finden, auch wenn sie dafür ihren großen Traum opfern muss. »Intrigen, Familienverstrickungen, Krankheiten, Freundschaften, die zerbrechen, Macht und Hofzeremonien – man folgt gespannt den Gedanken und Gefühlen Marianns und hat dabei nie das Gefühl, einen historischen Roman zu lesen. Die Sprache ist im Ton leicht an die Zeit angepasst, aber doch modern. Ein Buch, das in den Bann zieht und - genau recherchiert - einen neuen Blick auf die Mozart-Familie wirft.« Chantal Nastasi, NDR Kultur
Leopold Mozart hat es als Musiker selbst nie weit gebracht. Er versucht...
Eine Anmerkung des Verlags
Für Leser:innen von Nelio Biedermann: »Lázár«, Daniel Kehlmann: »Tyll« oder Karen Duve: »Sisi«.
Vorab-Besprechungen
»Die bewegende Lebensgeschichte von Maria Anna ›Nannerl‹ Mozart, eine komplexe Vater-Tochter-Beziehung und die Frage, welchen Preis Frauen in einer Zeit zahlten, in der ihnen künstlerischer Ruhm und Eigenständigkeit verwehrt blieben.«
Liane Seitz zur Buchpremiere von Stefan Cordes, Museumsquartier in Wien
»Die bewegende Lebensgeschichte von Maria Anna ›Nannerl‹ Mozart, eine komplexe Vater-Tochter-Beziehung und die Frage, welchen Preis Frauen in einer Zeit zahlten, in der ihnen künstlerischer Ruhm und...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783328605256 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 400 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 2 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 2004501
Ein im besten Sinne hoch unterhaltsamer biographischer Roman über Marianne Mozart.
Stefan Cordes gelingt mit "Wir waren Wunder" ein glänzend und lebendig geschriebenes Porträt von Wolfgang Amadeus Mozarts älterer Schwester, die selbst eine virtuose Pianistin war und stets im Schatten ihres berühmten Bruders existiert hat.
Der Roman fokussiert sich auf die frühen gemeinsamen Reisen der Geschwister, zu denen Vater Leopold Mozart seine Familie durch halb Europa ziehen ließ.Meist mit sehr wenig Geld, in schlechten Unterkünften und immer in der Hoffnung auf den Ruf an irgendeinen Hof.
All dies wird chronologisch erzählt.
Nur an wenigen Stellen arbeitet das Buch mit Zeitsprüngen und Rückblicken aus der Perspektive der alt gewordenen Marianne.
Cordes hat gut recherchiert und webt tatsächliche Ereignisse und Personen geschickt in den Plot ein.
So entsteht ein plastisches Abbild der Zeit in der die Mozarts gelebt haben.
Der Autor hat ein großes Talent für Szenen, Naturbeschreibungen und flotte oft witzige Dialoge, schreibt in einem fast filmischen Stil.
Wie sich Cordes in seine Hauptfigur, ein junges Mädchen, einfühlt und ihre Gefühlswelt einzufangen versteht, ist bemerkenswert. Die konstanten Benachteiligungen und Zurücksetzungen, ihre Suche nach einem eigenen Platz zwischen dem ehrgeizigen stets narzistisch gekränkten Vater und dem von Cordes als neurodivergent beschriebenen Bruder, spiegelt Cordes häufig an der Natur, die Mariannes Stimmungen abbildet ohne dass das Buch in den Kitsch abgleitet.
Stilsicher und souverän erzählt, sind einzig die Dialoge ab und an vielleicht eine Spur zu zeitgemäß.
Wer sich daran aber nicht stört, erlebt eine gut komponierte Emanzipationserzählung über eine junge Frau des 18.Jhds die sich dem Einfluss ihres Vaters zu entziehen versucht.
So modern, lebendig und überlegen Marianne Mozart gezeichnet wird, so erschütternd ist ihr weiterer Lebensweg in den das enge gesellschaftliche Korsett ihrer Zeit und ihr dominanter Vater sie letztlich pressen.
Man möchte mehr über die Mozarts erfahren, um die gelesene Fiktion mit den Fakten abzugleichen.
Ein großes Lesevergnügen, das gespannt macht auf mehr von diesem Autor.
Buchhändler*in 1779414
Eine abenteuerliche Reise und der Beginn einer großen Karriere, die Jahrhunderte überdauern wird. Und die Geschichte einer Frau, die bei vielen in Vergessenheit geraten ist.
"Wir waren Wunder" führt uns mit den Kindern Wolfgang Amadeus und Maria Anna Mozart erst nach Salzburg und dann in die Welt. Ihr Vater Leopold hat ein Ziel: Ruhm. Wahrlich getrieben von seinem Drang nach Erfolg und Geld setzt er alles daran, seine beiden Wunderkinder vor den wichtigsten Menschen seiner Zeit spielen zu lassen. Bis er die Tochter gnadenlos fallen lässt und sich ganz der Förderung Wolfgang Amadeus widmet.
Was in dem Roman natürlich nicht zu kurz kommt, sind Verweise auf zeitgenössische Größen der Musik sowie ihre Stücke. Mit Mariann tauchen wir richtig ein in ihre Zeit, die Menschen, die darin lebten, die damaligen Reisebedingungen und natürlich das bunte Treiben an den Höfen Europas.
Der Roman ist packend geschrieben und trotz seiner bisweilen traurigen Stellen voller Wärme. Die Neugierde, mit der Mariann die Welt sieht und die Zuneigung, die sie trotz allem ihrem Bruder gegenüber empfindet, sind berührend. Eindrücklich ist, wie sie sich schließlich von ihrem zunehmend unerträglichen Vater emanzipiert und ihre eigene Frau wird.
Ein wundervolles Leseerlebnis nicht nur für Musikliebhaber.