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Die Jugend malt wieder Hakenkreuze
Von der Radikalisierung einer Generation
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Erscheinungstermin 11.07.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Rechtsruck im Kinderzimmer –
Wie Extremismus beginnt
Kinder zwischen Harmoniebedürftigkeit und Radikalisierung. Die Journalistin Manuela Müller zeichnet das Bild einer ostdeutschen Region, die geprägt ist von kollektiven Traumata, fehlender politischer Bildung und einer Jugend, die Rechtssein als Lebensgefühl entdeckt. Sie fragt, ob wir die Kontrolle über eine Generation verloren haben und fordert konkrete Maßnahmen, bevor sich die Mauern in den Köpfen weiter verfestigen.
Rechtsextreme Symbole und Haltungen normalisieren sich zunehmend im Alltag. Wo Manuela Müller lebt, tauchen plötzlich immer mehr Hakenkreuze im öffentlichen Raum auf – und scheinen kaum jemanden zu stören. Das ehemals harmlose Simsontreffen hat sich mittlerweile zum beliebten Nazi-Treff für junge Leute entwickelt und das Moped wird von der AfD als Symbol ostdeutscher Identität instrumentalisiert. Jugendliche inszenieren Rechtssein als Lifestyle – mit bestimmten Frisuren, Marken und Gesten. Dabei geht es um Provokation und Gruppenzugehörigkeit, während Schulen und Eltern oft überfordert sind. Wie konnte es so weit kommen, warum bleibt die Empörung aus und vor allem: Was machen wir jetzt? Manuela Müller hat ein Buch geschrieben, das aktueller und wichtiger nicht sein könnte. Mit ihrer journalistischen Perspektive auf ihre Heimat, trägt sie zum wichtigsten gesamtdeutschen Diskurs unserer Zeit bei.
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783608502985 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 240 |
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Durchschnittliche Bewertung von 10 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 987683
Mittels Anekdoten aus ihrem Reporterinnen-Leben und dem Privaten versucht die Autorin die politischen Entwicklungen insbesondere in Westsachsen darzustellen.
Ich komme selbst aus der Gegend, deshalb konnte ich das auch nochmal mit meiner Sicht/ meinen Erlebnissen darauf einordnen.
Irgendwie ein trauriges Bild unserer Gesellschaft, welches hier vermittelt wird. Aber leider halt die Realität.
Hört man heute "Osten" in den Nachrichten, denkt man fast automatisch an leere Dörfer, Rechte und viel Wut. Woher kommt dieses Bild? Und stimmt das überhaupt? Diese Fragen geht Manuela Müller, Journalistin in Chemnitz, auf den Grund und zeigt ein erschreckendes, aber auch berührendes Bild der Jugend im Osten auf.
Schon der Titel "Die Jugend malt wieder Hakenkreuze" ist ein Schlag in die Magengrube. Ich stamme selbst aus dem Osten, bin noch in der DDR geboren und kenne all die Ängste, Sorgen und Hoffnungen. Manuela Müller schreibt mit Herz, klarem Blick und Drang über ihre Eindrücke, die sie auf Simson-Treffen, in Dörfern und in Gesprächen gewonnen hat.
Schon zu Beginn der Lektüre ist mir aufgefallen, dass die Autorin fast gänzlich auf Einordnungen durch Wissenschaft und Forschung verzichtet. Sie zeigt Erfahrungen und will keine objektive EInschätzung, Einordnung oder gar Theorien darüber, warum Jugendliche sich nach Rechts orientieren, aber die Bezeichnung Nazi gänzlich ablehnen. Damit zeigt sie, dass mit theoretischen Ansätzen dem Ruck nicht beizukommen ist.
Sie zeigt, dass wir wissen, was passieren müsste. Welche Mechanismen angewendet werden müssen. Und genau so deutlich zeigt sie, was alles nicht passiert. Wo Sicherheit fehlt, zeigt die Gemeinschaft ein. Und dann ist es egal, aus welcher politischen Ecke diese Gemeinschaft kommt.
Das Buch erschüttert, es bricht mit dem geliebten, weil einfachen Stereotyp des Ossis und treibt einen Wuttränen in die Augen. Lesen!
Cornelia L, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Ein interessantes und informatives Buch über ein Thema an das sich nicht viele herantrauen, aber immer wieder aktuell ist.
Mia M, Buchhändler*in
Wichtiges, aufrüttelndes Buch. Manuela Müller recherchiert als Lokaljournalistin seit Jahren in ihrer Region, und man merkt ihrem Buch an, wie nah sie an den Menschen dran ist. Sie zeigt sehr eindrücklich, wie Rechtssein für manche Jugendliche zum Lifestyle wird, über Kleidung, Musik und Gesten, lange bevor überhaupt eine gefestigte politische Haltung da ist. Das macht das Buch so beklemmend, aber auch so wichtig. Keine leichte Lektüre, aber eine, die ich für sehr lesenswert halte, gerade weil sie genau hinschaut statt zu urteilen.
Ruben S, Buchhändler*in
Auch wenn Manuela Müller sich in ihrem Buch mit der Region zwischen Plauen und Chemnitz beschäftigt, ist der Inhalt auch für Menschen in anderen Teilen Deutschland lesenswert und birgt auch eine gewisse Aufklärung. Die Zustimmungswerte der AFD sind im Osten höher, aber auch im Westen hat die Partei regen Zulauf. Manuela Müller blickt als Journalistin kritisch auf die Stimmung in ihrer sächsischen Heimat, versucht aber alle Sichtweisen zu Wort kommen zu lassen und zeigt dabei eindrucksvoll wie einfach es teilweise der AFD gemacht wird, Jugendliche für ihre Ziele und Zwecke zu begeistern. Da ist auch ganz klar ein Vorwurf an den Westen und die etablierten Parteien zu erkennen, dass die Menschen im Osten auch über dreißig Jahre nach dem Mauerfall immer noch das Gefühl haben, nur zweitklassig zu sein. Noch ist nicht alles verloren, aber der Herbst wird zeigen, wie akut die Problematik ist und vor allen Dingen noch werden kann.
Werner G, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Erfahrungsberichte aus dem deutschen Osten, unaufgeregt geschildert und daher fast noch erschreckender.
Rezensent*in 1614816
Manuela Müller kommt aus dem Osten. Sie ist Journalistin und beschäftigt sich viel mit Politik. In den vergangenen Jahren hat sich viel geändert, viele positive Dinge, aber auch viele negative. In Manuelas Heimat tauchen immer mehr Hakenkreuz-Kritzeleien auf. So viele, dass klar ist, dass es nicht nur Kinder sind, die die Bedeutung des Zeichens noch nicht wirklich verstehen. Eine zunehmende Radikalisierung der Jugend in die politisch rechte Richtung ist offensichtlich. Rechtssein stellt sich in ihrer Recherche als mehr als eine politische Neigung heraus. Für die Jugend ist das Rechtssein ein Lifestyle. Ein Lifestyle, dessen Konsequenzen bedrohlich sind.
Manuela Müller schafft in ihrem Buch einen Raum, der verdeutlicht, inwiefern sich die Jugend im Osten immer weiter radikalisiert und woher diese Radikalisierung kommt. Ich fand es sehr interessant, diese Perspektive kennenzulernen, da ich außerhalb des Geschichtsunterricht und den Nachrichten wenig in Berührung mit dem Osten gekommen bin und es für mich unverständlich ist, wieso so etwas passiert. Es ist wichtig, sich mit radikalen Jugendlichen auseinanderzusetzen und zu versuchen, mit ihnen zu sprechen. Ich denke, das Buch hat nochmal gezeigt, dass Reden wichtig ist und die Gespräche und die Aufklärung über Rechtspopulismus immer noch fehlen. Ich fand das Buch sehr interessant und aufschlussreich, aber trotzdem fand ich es erschreckend zu lesen, was teilweise passiert.
Fe Y, Buchhändler*in
Ich bin ohne bestimmte Erwartungen an dieses Buch gegangen und muss sagen ich wurde nicht enttäuscht. Beschrieben wird ein Osten, der Radikalisierung durchläuft, es wird gezeigt, woher diese Radikalisierung stammt und was die Menschen und ihr Umfeld beeinflusst.
Ich denke dieses Buch gibt einen guten Überblick in die neuzeitlichen Bewegungen und die Politik und zeichnet ein erschütterndes Bild.
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