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Der Buchclub der eigensinnigen Frauen
Roman | Vier Frauen, ein Buchclub – und der Beginn einer Revolution. Der große Bestseller aus den USA!
mit Sonja Hagemann (Übersetzer*in)
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Erscheinungstermin 01.10.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
1963, Virginia: Margaret Ryan lebt das vermeintliche Ideal einer amerikanischen Frau – ein liebevoller Mann, drei Kinder, ein Kombi und ein Haus in der perfekt geplanten Vorstadt Concordia. Doch hinter der makellosen Fassade wächst eine stille Unruhe. Als sie Charlotte Gustafson, die faszinierende neue Nachbarin, kennenlernt, gründet Margaret einen Buchclub. Während die Frauen Geheimnisse und Cocktails teilen und gemeinsam den wohl aufregendsten feministischen Bestseller der Zeit diskutieren, wird ihnen bewusst, dass der amerikanische Traum, der ihnen verkauft wurde, keineswegs nur aus Leichtigkeit besteht und dass sie sich insgeheim alle nach mehr im Leben sehnen. Der Buchclub schweißt die Frauen immer enger zusammen – in Zeiten der Tränen, des Triumphs, der Zweifel und Konflikte. Noch ahnen sie es nicht, aber es wird das folgenreichste und befreiendste Jahr ihres Lebens sein.
1963, Virginia: Margaret Ryan lebt das vermeintliche Ideal einer amerikanischen Frau – ein liebevoller Mann, drei Kinder, ein Kombi und ein Haus in der perfekt geplanten Vorstadt Concordia. Doch...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783989411524 |
| PREIS | 17,00 € (EUR) |
| SEITEN | 480 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 26 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein Buchclub, der mehr verändert als nur Leseabende 📚❤️
Der Buchclub der eigensinnigen Frauen hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte rund um vier Frauen, die durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Bücher zusammenfinden, ist warmherzig und gleichzeitig überraschend tiefgründig.
Besonders schön fand ich, wie unterschiedlich die Frauen sind und wie sich aus einer zunächst eher zufälligen Gemeinschaft eine echte Freundschaft entwickelt. Der Buchclub wird dabei zu einem Ort, an dem sie offen über ihre Sorgen, Wünsche und ihr Leben sprechen können – und schließlich den Mut finden, Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Die Geschichte verbindet Freundschaft, Zusammenhalt, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Themen mit einer schönen Portion Humor und Gefühl. Der Schreibstil ist angenehm und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz.
Ein inspirierender Roman über Frauen, die füreinander einstehen und gemeinsam stärker werden. Besonders für alle, die Bücher und Geschichten über starke Frauenfreundschaften lieben. 📚✨
Ich bin zufällig auf diesen historischen Roman, der in den 1960er Jahren in Virginia spielt. Im Fokus stehen vier Frauen, die einen gemeinsamen Buchclub gründen und sich anfreunden.
Ich fand leicht in die Handlung hinein und mochte die Beschreibung der Figuren sehr. Sie sind mir immer mehr ans Herz gewachsen und alle wollen aus ihrem Leben als Hausfrau ausbrechen und sich selbst verwirklichen und ihre Träume leben. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Nach und nach wird die Verbindung der Frauen immer intensiver und es war schön zu sehen, wie sie sich gegenseitig unterstützen und motivieren. Ich fand die Darstellung der Lebensweise der damaligen Zeit sehr interessant.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und unterhaltsam und ich hatte schöne Lesestunden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diese herzerwärmende Geschichte.
Die Bettys: Wie ein Buchclub vier Frauenleben veränderte - 4,5⭐️
„Der Buchclub der eigensinnigen Frauen“ von Marie Bostwick spielt 1963 in einer Vorstadt in Virginia. Margaret Ryan, verheiratet, drei Kinder, lebt in einem Traumhaus das vermeintlich perfekt Leben einer amerikanischen Frau. Doch innerlich ist Margaret unzufrieden und fragt sich, ob das Leben nicht mehr für sie bereithält.
Als die faszinierende und unangepasst wirkende Charlotte Gustafson in die Nachbarschaft zieht, möchte Margaret sie unbedingt kennenlernen. So gründet sie spontan einen Buchclub.
Mit dabei sind auch die junge Bitsy, deren Traum Tierärztin zu werden nicht wahr wurde, stattdessen arbeitet sie im Pferdestall und leidet unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch. Außerdem die ehemalige Kriegskrankenschwester Viv, die nach dem sechsten Kind endlich wieder arbeiten möchte; doch es kommt anders …
Statt braven Frauenromanen lesen sie das gerade erschienene und sehr umstrittene Buch „Der Weiblichkeitswahn“ von Betty Friedan. Nicht jede der Frauen kann der Lektüre anfangs etwas abgewinnen, doch nach und nach müssen sie zugeben: das von der Autorin beschriebene „Problem ohne Namen“ (also die innere Leere und Unzufriedenheit der amerikanischen Hausfrauen, kurz gefasst) kommt ihnen allzu bekannt vor.
Die „Bettys“ wachsen in ihrem Buchclub und als Freundinnen immer mehr zusammen und können offen über ihre Sorgen und Probleme sprechen. Und so wäscht die weibliche Solidarität und führt bei allen der Frauen auf unterschiedliche Weise zu ungeahnten Veränderungen.
„Aber Margaret wusste, dass man eben Opfer bringen musste, wenn man Lust auf Abenteuer hatte. Das hatte auch Betty Friedan einst gesagt: ‚Man kann im Leben alles haben, nur nicht alles zur gleichen Zeit.‘ Diese Äußerung wurde oft in Bezug auf Frauen zitiert, Betty fand jedoch, dass sie auf alle Menschen und in jeder Phase des Lebens zutraf.“
Das Leben der „typischen“ amerikanischen Hausfrauen in den 60er Jahren sowie die gesellschaftspolitischen Gegebenheiten waren für mein Empfinden überzeugend dargestellt. Dadurch konnte ich mich gut in die damalige Zeit und die Protagonist*innen hineinfühlen. Obwohl die Rollenbilder damals noch extremer waren (was auch an den dargestellten Familiensituationen deutlich wird), ist positiv hervorzuheben, dass die Autorin keine Schwarz-Weiß-Malerei betreibt und die Fronten zwischen den (angehenden) Feministinnen und den Männern nicht unnötig verhärtet.
Dieser bewegende historische Roman hat mich mit seiner positiven Botschaft überzeugt:
Manchmal hat ein einziges Buch die Kraft, ein ganzes Leben zu verändern.
Mit einer perfekten Balance zwischen leichtfüßigem Witz und emotionaler Tiefe ist „Der Buchclub der eigensinnigen Frauen“ ein Roman über Frauenfreundschaften und den Mut, für die eigenen Rechte und positive Veränderungen zu kämpfen.
„Die Abenteuer der Bettys sind noch lange nicht vorbei, und vielleicht werden sie es niemals sein. Wir bemühen uns um unterschiedliche Dinge, stehen im Leben an unterschiedlichen Punkten. Die Zeit wird zeigen, wohin unsere Reise geht, ob die getroffenen Entscheidungen uns am Ende voneinander entfernen und ob sich unsere Wege einst wieder kreuzen werden. Aber was auch immer da draußen auf uns wartet – wir werden dabei durch ein unsichtbares, aber unzerstörbares Band miteinander verbunden sein.
Wenn ich mir die Sache so durch den Kopf gehen lasse, dann war das wohl die wichtigste Veränderung.
Deshalb muss ich meine Aussage von weiter oben korrigieren. Es ist nicht so, als hätte sich für mich durch Betty Friedans Buch alles verändert. Aber es hat mich dazu inspiriert, mich selbst um Verbesserungen zu bemühen und für mich ein Leben zu gestalten, das für mich richtig ist. Und es hat mir dafür Weggefährtinnen geschickt, für die ich immer dankbar sein werde. Denn sie haben mein Dasein nachhaltig verändert.“
Auch das Nachwort der Autorin hat mir sehr gut gefallen.
Ach ja, und man bekommt direkt Lust, auch sofort einen Buchclub zu gründen:
„‘Bücher, die der Fantasie eines Menschen entsprungen sind, könnten genauso bedeutsam sein wie solche voller Fakten, Zahlen und Ereignisse, oder vielleicht sogar noch bedeutsamer. Romane zwingen uns zum Nachdenken – man muss sich über die behandelten Themen und die Figuren eine eigene Meinung bilden, selbst entscheiden, was man davon hält. Sind sie wertvoll und relevant? Authentisch und gut, das Gegenteil davon oder eher irgendein Mittelding? Meistens ist es Letzteres, weil ich vermutlich noch nie jemanden kennengelernt habe, auf den in jeder Hinsicht nur das eine oder das andere zugetroffen hat. Sie etwa? Menschen sind doch generell von jeder Menge Widersprüchen geprägt.‘“
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.
Vielen Dank an den Gutkind Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚
Concordia, in den 60-er Jahren: Margaret Ryan lebt das Vorzeigeleben einer Vorstadthausfrau. Ein Ehemann, 3 Kinder und eine kleine Gruppe von Frauen zum Kaffeeklatsch. Als in ihrer Straße die exzentrische Charlotte einzieht, begrüßt Margaret sie in ihrem Vorort. Dabei ahnt sie nicht, welche Ideen Charlotte hat und wie ein kleiner Buchclub große Ideen auslösen kann.
"Der Buchclub der eigensinnigen Frauen" war mein erster Roman von Marie Bostwick und hat mich sehr gut unterhalten. Die Autorin erzählt eine Geschichte um Hausfrauen, dem Idealbild von Frauen in den 60er Jahren und Freundschaften, die diese Rollen aufbrechen wollen. Der Buchclub der Bettys ist mir sofort ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen gelacht, geweint und mitgefiebert.
Die Bettys bestehen aus 4 Frauen: Margaret, Charlotte sowie Viv, die mit 6 Kindern eine Rasselbande daheim hat und Bitsy, die verzweifelt versucht, ein Kind zu bekommen. Alle vier haben unterschiedliche Träume, Probleme und Wünsche. Und trotz ihrer Unterschiedlichkeit verbindet die Frauen eine Sache: der Wunsch mehr zu sein als das Heimchen am Herd. Das hat mich beeindruckt.
Marie Bostwick erzählt auf eine ruhige, aber dennoch drängende Art, ohne dabei belehrend oder übertreibend zu sein. Zudem beschreibt sie die Situationen ohne verklärten oder romantisierenden Blick auf die Rollenverteilung der damaligen Zeit. Absolut großartig.
Der Roman ist eine klare Leseempfehlung!
Lehrende*r 2087656
Ein Buchclub, vier Frauen und jede Menge Leben, das irgendwie anders gelaufen ist als man es sich mal gewünscht hat, da war ich schnell dabei.
Im Mittelpunkt stehen vier Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch mehr gemeinsam haben, als sie zunächst denken. Durch einen neu gegründeten Buchclub lernen sie sich kennen und beginnen, nicht nur gemeinsam über Bücher zu diskutieren, sondern auch über ihre eigenen Geschichten, Wünsche und die kleinen und großen Umwege des Lebens. Dabei geht es um Freundschaft, Neuanfänge, Verlust und die Frage, ob man irgendwann einfach mutig genug sein darf, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, gerade zu einer Zeit in den 60ern, wo das für Frauen nicht so vorgesehen war.
Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus Wohlfühlgeschichte und ernsteren Themen. Die vier Frauen sind nicht perfekt, machen Fehler und haben durchaus ihre Ecken und Kanten.
An manchen Stellen ist die Handlung vielleicht etwas vorhersehbar aber das Buch war für mich ein absoluter Wohlfühl-read und hat mir dieses schöne Gefühl vermittelt, bei einer Gruppe Freundinnen am Tisch zu sitzen, Kaffee zu trinken und einfach mal über alles und nichts und alles dazwischen zu reden.
Für mich eine unterhaltsame, warmherzige Geschichte über Freundschaft und ihre Kraft und den Mut, auch später im Leben noch einmal neue Wege einzuschlagen.
Inge H, Rezensent*in
Vier Frauen
Die amerikanische Schriftstellerin hat mit dem Roman „Marie BostwickDer Buchclub der eigensinnigen Frauen“ ein interessantes Werk geschaffen.
Sonja Hagemann hat den Roman ins Deutsche übersetzt.
Der Roman spielt 1963 in Virginia.
Das ist eine Zeit, in denen Frauen nicht selber entscheiden konnte. Da sieht man mal wieder das Amerika nicht fortschrittlicher waren, wie in Deutschland.
Wenn eine Frau schon sechs Kinder hat und die Antibabypille vom Arzt aufgeschrieben haben wollte, musste der Mann das erlauben.
Ein eigenes Konto durfte auch nur mit Erlaubnis eingerichtet werden. Was für Zeiten.
Margaret Ryan gründet mit ein paar Frauen einen Buchclub.
So lernen wir bei den Treffen die Schicksale von Margaret, Charlotte, Bitsy und Viv kennen. Es ist interessant, wie sie sich weiter entwickeln.
Dann gibt es einen ziemlich großen Sprung bis Margaret mit siebzig Jahren eine Auszeichnung bekommt.
Der Roman hat mich total gefesselt.
Laura S, Rezensent*in
Das ist eins dieser Bücher, das man ohne große Erwartungen anfängt zu lesen und dann total mitgerissen wird. Die Frauen in diesem Buch sind mir so ans Herz gewachsen. Jede einzige mit ihren eigenen Problemen und ihren eigenen Wegen ein (großes) bisschen mehr für sich einzustehen, in einer Zeit, in der von einer Frau hauptsächlich erwartet wurde eine gute Hausfrau und Mutter zu sein.
Große Enpfehlung!
Bücher über Buchclubs üben auf mich irgendwie einen besonderen Reiz aus. Die Geschichte über vier Frauen aus Virginia im Jahr 1963, die durch einen gemeinsamen Buchclub Freundschaft, Mut und ein Stück Freiheit finden, hat mir insgesamt gut gefallen. Besonders mochte ich die warmherzige, nostalgische Atmosphäre, die doppelte Zeitlinie und die emotionale Tiefe der einzelnen Frauen. Auch die historischen Details haben die Zeit für mich sehr lebendig gemacht. Trotzdem blieb bei mir am Ende das Gefühl, dass mir etwas gefehlt hat. Manche Entwicklungen wirkten etwas zu glatt und idealisiert, und ich hätte mir mehr unterschiedliche Perspektiven gewünscht. Dennoch war es für mich eine unterhaltsame und berührende Lektüre. Besonders schön finde ich, dass dieses Buch viel Gesprächsstoff für einen Buchclub bietet. Für mich eine absolute Empfehlung.
Claudia E, Rezensent*in
Der Titel des Buches hat mich gleich sehr angesprochen. Was bitte sind eigensinnige Frauen? Das ist doch ein Stempel, den Männer ihnen aufgedrückt haben. Da das Buch in den 1950er Jahren spielt, hatte ich mit meiner Vermutung recht. Eigensinnig werden sie genannt, weil sie anfangen, sich aus der Unterdrückung des Patriarchats zu lösen. Weil sie sich wehren gegen die Vorurteile, die man der weiblichen Intelligenz und der weiblichen Stärke hat. Es geht um vier Frauen, die sehr unterschiedlich sind und sich über das Lesen zufällig zusammenfinden. Bald merken sie, dass jede auf ihre Weise mit der männlichen Hybris zu kämpfen hat. Sie fangen an, sich zu unterstützen und jede auf ihre Art auszubrechen. Man ist immer wieder überrascht, dass unser Großmütter noch in eine Welt hineingeboren wurden, wo sie in keinem Bereich gleichberechtigt waren und selbst Männer, die sie liebten, mitmachten bei dieser Art von Unterdrückung.
Bewertungen:
- Charaktere: 9/10
- Schreibstil: 7/10
- Wie interessiert war ich beim Schreiben des Buches: eine ganze Weile, aber ich glaube, der Schreibstil war nichts für mich
Ohne zu spoilern, möchte ich sagen, dass ich das Gefühl habe, dass es für einige der Dinge, die sie in ihrem Hintergrund getan haben, realistisch war, wenn man den Zeitraum bedenkt, aber diese Entscheidungen gefielen mir nicht(besonders Margrets’), aber es hat dazu geführt, dass mir das Buch mehr gefiel, da es realistischer war.
Das Buch war ein absolutes Highlight für mich. Ich habe mich direkt ab der ersten Seite mitten in der Geschichte wiedergefunden. Es geht um die junge Margaret, die mit Mann und Kindern in den 50er Jahren in eine neue Wohnsiedlung zieht und sich dort mit drei weiteren Frauen anfreundet und einen Buchclub gründet - aus ihrer Freundschaft und ihrem Zusammenhält wächst in jeder Frau der Mut, sich aus ihrer Frauenrolle zu entfernen und die eigene Identität neu zu entdecken. Da alle vier Frauen sehr verschieden sind und sehr unterschiedliche Familien-Konstellationen haben, entdecken sie ganz unterschiedliche Konflikte in ihrer Rolle als Frau, die sie aber gemeinsam zu lösen versuchen. Sie setzen sich mutig und mit ihrem neu erwachten Selbstbewusstsein über die von Männern aufgestellten Gesellschaftsregeln hinweg und lernen, sich wieder lebendig zu fühlen. Dabei hilft ihnen die erste Lektüre, die sie in ihrem Buchclub gemeinsam lesen - "Der Weiblichkeitswahn" - ein umstrittenes Buch, welches aber in ihren Köpfen viel Gutes bewirkt. Die Charaktere sind alle super lebhaft und bildhaft dargestellt und ich finde sie alle sehr sympathisch und habe mich richtig in die Situationen hineinversetzen können. Einige Situationen haben mich ziemlich geschockt, weil sie zeitlich eigentlich noch gar nicht sooo lange her sind und man es sich für die heutige Zeit dennoch nicht so vorstellen kann (beispielweise die Eröffnung eines Sparkontos bei der Bank oder die Verschreibung der Anti-Baby-Pille). Ich habe den Roman in sehr kurzer Zeit gelesen, weil ich einfach vom Schreibstil so eingenommen war, daß ich gar nicht aufhören wollte zu lesen. Ein Highlight, welches ich definitiv weiter empfehlen werde!
Der Klappentext von Der Buchclub der eigensinnigen Frauen hat mich sofort angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht. Am Anfang sind es erst einmal viele Personen, aber das sortiert sich schnell und ich konnte die vier Protagonistinnen gut auseinanderhalten. Jede von ihnen hat ihr eigenes Päckchen zu tragen.
Die Geschichte spielt in einer amerikanischen Kleinstadt Anfang der 60er Jahre. Diese Zeit und die Atmosphäre kommen für mich sehr gut rüber. Ich konnte mir alles genau vorstellen und Marie Bostwick vermittelt sehr gut, wie das Leben damals war. Die Rolle der Frau bestand vor allem darin, Ehefrau und Mutter zu sein, während sie als eigene Person kaum noch vorkam. Die begrenzten Rechte der Frauen werden dabei sehr deutlich. Viele Frauen waren nicht glücklich, haben ihre Verpflichtungen aber einfach so hingenommen.
Im Laufe der Geschichte wird den Frauen immer bewusster, wie unfair es ist, dass die Männer mehr zu sagen haben und wie sehr sie dadurch in ihrer eigenen Entwicklung eingeschränkt sind. Besonders gefallen hat mir der Zusammenhalt zwischen den Frauen. Sie sind unterschiedlich, aber genau das verbindet sie. Freundschaft und Solidarität spielen eine große Rolle.
Marie Bostwick schreibt außerdem viele kluge Sätze. In ihren Worten steckt für mich viel Weisheit und Wahrheit und einige Gedanken sind mir besonders hängen geblieben.
Allerdings hat mir zwischendurch etwas gefehlt, das mich richtig in die Geschichte zieht. Die Entwicklung der Frauen ist deutlich spürbar, aber mir fehlte sehr lange ein konkretes Ziel oder etwas, worauf die Geschichte hinausläuft. Teilweise hatte ich deshalb das Gefühl, dass sie etwas vor sich hinplätschert und sehr alltäglich bleibt.
Trotzdem habe ich die Entwicklung der Frauen gerne verfolgt. Sie lernen, für sich selbst, ihre Bedürfnisse und ihre Wünsche einzustehen, scheitern aber teilweise auch an den Umständen der damaligen Zeit. Gut gefallen hat mir auch, dass der Roman zeigt, welche Kraft Literatur hat und dass ein Buch die eigene Art zu denken und das Leben anzugehen verändern kann.
Jan S, Lehrende*r
Zwischen Buchclub und Befreiung
Ich hab mit der Wucht dieses Buches ehrlich gesagt nicht gerechnet. Der Klappentext klang nach "nettem Wohlfühlroman für zwischendurch", und dann saß ich zwei Abende hintereinander bis nach Mitternacht dran, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es für Margaret ausgeht.
Kurz zum Setting: Virginia, 1963, eine dieser perfekt durchgestylten Vorstadtsiedlungen mit frisch gepflanzten Bäumchen und Rasenmähern am Samstagvormittag. Margaret ist Hausfrau, dreifache Mutter, äußerlich zufrieden, innerlich am rotieren. Als die neue Nachbarin Charlotte einzieht, rauchend, ungefiltert, komplett anders als alle in der Straße, gründet Margaret spontan einen Buchclub, nur um einen Grund zu haben, mit ihr Zeit zu verbringen. Dazu stoßen Bitsy, die ihre Ehekrisen mit perfektem Gebäck übertüncht, und Viv, die von allen am meisten durchblickt, aber am wenigsten sagt.
Was ich an dem Buch besonders mochte ist, dass es sich Zeit für die Kleinigkeiten nimmt. Wie eine Frau in dieser Zeit kein eigenes Bankkonto eröffnen darf, ohne dass ihr Mann unterschreibt, das sind die Szenen, die hängen bleiben, nicht die großen Reden. Bostwick schreibt Dialoge mit echtem Zug, vor allem zwischen Charlotte und den anderen Frauen.
Gegen Mitte zieht sich das Ganze ein bisschen, weil zu viele Nebenschauplätze parallel laufen und nicht jeder gleich viel Tiefe bekommt. Ich hätte mir gewünscht, dass sich der Roman mehr Zeit für zwei, drei Frauen nimmt statt für alle vier gleichermaßen.
Unterm Strich trotzdem ein Buch, das ich weiterempfehle, gerade wenn man Lust auf eine Zeitreise mit Zündstoff hat und nicht auf reine Wohlfühl-Kost aus ist.
Rezensent*in 1321195
Eine Hommage an Bücher, Freundschaft und den Mut, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Eigentlich lese ich gar nicht so gerne Romane, die in der Vergangenheit spielen. Umso mehr hat mich "Der Buchclub der eigensinnigen Frauen" überrascht – und vor allem berührt. Ich habe dieses Buch einfach großartig gefunden!
Margaret führt im Virginia der 1960er-Jahre zunächst ein scheinbar perfektes Vorstadtleben: Ehemann, Kinder, Haus und ein Alltag, der von außen betrachtet nichts vermissen lässt. Als die unangepasste Charlotte in die Nachbarschaft zieht, ist Margaret sofort fasziniert von ihrer offenen Art. Kurzerhand gründet sie einen Buchclub, zu dem neben Charlotte auch Bitsy und Viv gehören. Was zunächst wie eine harmlose Lesegruppe beginnt, wird für die vier Frauen schnell zu etwas viel Größerem.
Durch die Bücher entsteht zwischen ihnen ein Raum, in dem sie ehrlich über ihre Wünsche, Ängste und ihr Leben sprechen können. Und genau das hat mich so begeistert: Die Frauen wachsen durch die gemeinsame Lektüre immer mehr zusammen. Sie beginnen, sich gegenseitig zu verstehen, zu ermutigen und ihre eigenen Vorstellungen vom Leben zu hinterfragen. Die Bücher sind dabei nicht nur Gesprächsthema, sondern werden zum Auslöser für Veränderungen.
Ich mochte wirklich jede einzelne der vier Frauenfiguren. Jede bringt ihre ganz eigene Geschichte und ihre eigenen Unsicherheiten mit, und gerade ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten machen die Freundschaft so schön. Es war wunderbar zu verfolgen, wie aus zunächst eher unterschiedlichen Frauen eine echte Gemeinschaft entsteht.
Dieses Buch hat mir nicht nur eine richtig schöne Geschichte über Freundschaft und Selbstbestimmung geschenkt, sondern tatsächlich auch Lust auf einen eigenen Buchclub gemacht. Wie schön wäre es, sich regelmäßig mit anderen Menschen zu treffen, gemeinsam Bücher zu lesen und dabei irgendwann bei den großen Fragen des Lebens zu landen?
Ein warmherziger, kluger und berührender Roman über Frauen, Freundschaft und die Erkenntnis, dass ein Buch manchmal tatsächlich etwas ins Rollen bringen kann. Für mich eine absolute 5-Sterne-Leseempfehlung!
Maren E, Rezensent*in
Ein spannendes und interessantes Buch über Freundschaften, weiblichen Zusammenhalt/Empowerment und auch Partnerschaft. Das Buch hat Fragen aufgeworfen aber auch Antworten gegeben.
Trotzdessen, dass es in den 1960ern spielt, ist es noch immer aktueller denn je. Tolle, mitreißende Themen kombiniert mit einem fantastischen Schreibstil.
Vier Frauen, ein Buchclub und der Mut, das eigene Leben vielleicht doch noch einmal ganz neu zu betrachten.
Virginia, 1963: Margaret Ryan führt eigentlich das Leben, das man sich als Frau zu dieser Zeit wünschen soll. Sie hat einen liebevollen Ehemann, drei Kinder und ein schönes Zuhause. Doch trotz dieser scheinbaren Perfektion spürt Margaret immer stärker, dass ihr etwas fehlt.
Als die unkonventionelle Charlotte in die Nachbarschaft zieht, ist Margaret sofort fasziniert von ihrer offenen Art. Charlotte sagt, was sie denkt, raucht und liest viel – und ist damit so ziemlich das Gegenteil von dem, was man in der beschaulichen Vorstadt erwartet. Um mehr Zeit mit ihr verbringen zu können, gründet Margaret kurzerhand einen Buchclub.
Dazu kommen Bitsy, die mit ihren perfekten Backkünsten und einem Lächeln versucht, die Probleme in ihrer Ehe zu überspielen, und Viv, die mit ihren sechs Kindern alle Hände voll zu tun hat. Vier sehr unterschiedliche Frauen, die bald feststellen, dass sie mehr miteinander verbindet, als sie zunächst gedacht hätten.
Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Ich fand es sehr interessant, die vier Frauen kennenzulernen und sie über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Jede von ihnen hat ihre ganz eigenen Sorgen, Wünsche und Träume, und gerade diese unterschiedlichen Lebenssituationen machen den Roman für mich so interessant.
Besonders schön fand ich die Freundschaft, die sich zwischen den Frauen entwickelt. Aus einem zunächst ganz harmlosen Buchclub entsteht nach und nach ein Ort, an dem sie offen über ihre Wünsche, ihre Probleme und darüber sprechen können, was sie sich eigentlich vom Leben wünschen.
Dabei bekommt man gleichzeitig einen schönen Einblick in die Lebenswelt der Frauen in den 1960er-Jahren und in die Erwartungen, die damals an sie gestellt wurden. Mir hat gefallen, wie Marie Bostwick diese Themen in die Geschichte eingebaut hat, ohne dass der Roman dadurch seine Leichtigkeit verliert.
„Der Buchclub der eigensinnigen Frauen“ ist für mich eine wirklich nette, unterhaltsame und warmherzige Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und vier Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise ihren eigenen Weg suchen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und die Geschichte ließ sich angenehm lesen. An der einen oder anderen Stelle hätte sie für mich zwar etwas mehr Tempo haben dürfen, insgesamt habe ich die Frauen aber sehr gerne begleitet.
Für mich sind es deshalb 4 von 5 ⭐
Eine schöne Geschichte für alle, die gerne über Freundschaft, Frauen und die kleinen und großen Veränderungen im Leben lesen.
Anna S, Rezensent*in
Ich habe das Buch unheimlich gerne gelesen. Es nimmt einen mit in die USA der 60er-Jahre, mitten in eine typische Neubausiedlung. Die Atmosphäre dieser Zeit ist richtig gut eingefangen. Ich konnte mich total in die Geschichte hineinversetzen und hatte beim Lesen fast das Gefühl, selbst mit in der Runde zu sitzen.
Wir begleiten Margaret, die gerne als Schriftstellerin arbeiten möchte, wobei ihr aufgrund ihres Geschlechts immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Auch die anderen Mitglieder des von ihr gegründeten Buchclubs kämpfen mit ihrer Rolle als Frau oder müssen sich darin (neu) zurechtfinden. Gemeinsam lesen sie „Der Weiblichkeitswahn“ von Betty Friedan und weitere Werke, die sich mit Frauen und ihrem gesellschaftlichen Stellenwert beschäftigen.
Trotz (oder gerade wegen) ihrer Unterschiedlichkeit entwickelt sich zwischen den vier nach und nach eine enge Freundschaft.
„Der Buchclub der eigensinnigen Frauen“ ist dabei kein übertrieben dramatisches Buch, sondern erzählt sehr nah am Alltag, wie die Freundinnen gemeinsam durch die Höhen und Tiefen des Lebens gehen – in einer Zeit, in der die Themen Gleichberechtigung und Frauenrechte immer mehr in den Vordergrund rücken.
Eine wirklich schöne Geschichte, die sich wunderbar zum Abschalten liest und bei der man einfach gerne dabei ist.
Buchhändler*in 516281
Virginia 1963, ein kleiner Vorort, alles ist vorgeschrieben, die Bäume und Pflanzen im Vorgarten, die Themen beim Frauen-Kaffeeklatsch bleiben neutral und drehen sich um harmlose Back- und Ehemann- Geschichten. Bis zu dem Zeitpunkt, als vier Frauen einen Buchclub gründen. Ihre Themen verändern sich - sie verändern sich und ihr Umfeld lernt dazu.
Es ist eine schöne, hoffnungsvolle Geschichte, nichts muss so bleiben, wie es immer war.