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Mädchen allein zu zweit
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Erscheinungstermin 16.07.2026 | Archivierungsdatum 30.11.2026
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Zum Inhalt
In klarer, präziser Sprache erzählt Daniela Dröscher von ökonomischer Ungleichheit, familiären Schieflagen und dem Zusammenhalt zweier Freundinnen in einer finanziellen Notlage. Humor und Schärfe...
Eine Anmerkung des Verlags
Bei allen digitalen Leseexemplaren gilt eine Sperrfrist für Rezensionen. Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (16.07.2026).
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783407790682 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 192 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Das Alphabet des Gekdes
Mädchen allein zu zweit ist ein Jugendbuch, zu dem ich gegriffen habe, weil es von Daniela Dröscher geschrieben wurde. Das Buch hat nicht den autofiktionalen Charakter von Dröschers anderen Büchern, aber es besitzt trotzdem eine hohe Glaubwürdigkeit der emotionalen Lage der Protagonistin Issa.
Sie ist 16 Jahre alt.
Man erfährt von Issas Leben und von ihrer Freundin Grace. Beide gehen sie auf eine Schule, sind aber finanziell schlecht gestellt.
Dröscher baut geschickt ein paar Gedichte in den Text ein, die Issa viel bedeuten.
Das sind z.B. Gedichte von Sarah Kirsch, Inger Christensen, Christine Lavant.
Es ist bedrückend zu lesen, wie Issa Existenzängste hat, da die Mutter nicht viel Geld verdient. Auch ihre jüngere Schwester ist sensibel und fast verstummt.
Daniela Dröscher gelingt es, ihre Figuren auf einfühlsame Art zu gestalten, so dass die Leser leicht mit ihnen mitfühlen können.
Wichtige Themen, Umsetzung für mich nur bedingt gelungen
„Mädchen allein zu weit“ ist der erste Jugendroman von Daniela Dröscher, deren Buch „Lügen über meine Mutter“ mir sehr gut gefallen hatte. Ich war sehr neugierig, wie sie nun für die jüngere Generation schreiben würde.
Erzählt wird hier die Geschichte der beiden Freundinnen Issa und Grace. Sie besuchen beide ein Gymnasium voller „Rich Kids“, während bei ihnen zuhause oft das Geld fehlt. Issas Mutter ist alleinerziehend, ihr Vater als Musiker immer unterwegs, und ihre kleine Schwester ist ein Sorgenkind. Da muss Issa mit vielem alleine klar kommen.
Auch ihre Freundin Grace hat ein großes Problem, über das sie nicht mit ihrer Mutter reden kann.
Zum Glück sind die beiden besten Freundinnen immer füreinander da.
Issas Gefühlswelt gerät ins Wanken, als sie sich in den superreichen „Sir“ verliebt. Und dass ihre Mutter das Schulgeld für einen Ausflug nicht bezahlen kann, belastet sie zusätzlich.
„ Ich hatte entschieden, selbst für das Schulgeld aufzukommen. [...]
Die Aussicht, all mein Geld hergeben zu müssen, war schmerzhaft, aber ich wollte auf keinen Fall länger, dass der Verein dafür aufkam. Diese Macht und Genugtuung würde ich denen nicht geben.
Ich hatte gewusst, dass der Fuchs wohltätigen Vereinigungen wie diesen bei allen Vorteilen, die sie bedeutetem, durchaus kritisch gegenüberstand, und jetzt wusste ich auch, warum genau. Schließlich erfuhren alle, die darin Mitglied waren, welche Schüler:innen als ‚bedürftig‘ galten. Und dieses Wissen gab den Beteiligten Macht. Ganz gleich, wie gut sie es meinten. Manchmal war das Gegenteil von gut eben gut gemeint. Eine Person, die sich nicht an die Regeln hielt, genügte, um einen ganzen eigentlich sinnvollen Verein in Misskredit zu bringen. Menschen, schien mir, waren einfach nicht gemacht für das Miteinander … selbst Oktopusse waren, was das anging, begabter.“
Sehr gut gefallen haben mir die beiden Protagonistinnen Issa und Grace: Starke, mutige Mädchen, die sich nicht unterkriegen lassen von sozialen Ungerechtigkeiten und (vermeintlich) mächtigeren Menschen; die für ihre Rechte und Träume einstehen.
Die Einbettung des Themas Brustoperationen – wenn auch medizinisch begründet – für die Altersklasse von Leser*innen ab 14 Jahren sehe ich sehr kritisch. Hier wurden die potenziellen Risiken und langfristigen Folgen derartiger Eingriffe nicht ausreichend thematisiert, was ich für junge Leserinnen für sehr bedenklich halte. Der Roman hätte seine starken Kernbotschaften über soziale Ungleichheit, Armut und familiäre Konflikte auch ohne diese Thematik transportieren können bzw. man hätte das auf andere Weise umsetzen können.
Wegen dieses Kritikpunktes ziehe ich einen Stern ab und vergebe final 3 von 5 Sternen.
Vielen Dank an den Beltz Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚
Daniela Dröscher hat das sehr gut eingefangen, wie es einem in der Pubertät geht.Die Erwachsenen sind eher Gegner als Vertraute und können einem sogar richtig schaden, wie die Mutter von Henrik, genannt SIR.
Es geht um Freundschaft, um Vertrauen und darum sich selbst treu zu bleiben.
Ich mochte die Geschichte sehr und werde sie gerne empfehlen.
Buchhändler*in 1450339
Das erste Jugendbuch von Daniela Dröscher hat mir richtig gut gefallen. Ich hatte ein wenig "Mareike-Fallwickl"-Vibes. Unbedingt lesenswert !
Anja N, Buchhändler*in
Mädchen allein zu zweit
Von Daniela Dröscher
Im Prinzip eine Freundschaftsgeschickte - und doch soviel mehr. Issa und Grace sind beste Freundinnen seit dem Kindergarten und gehören mit ein paar wenigen anderen zur Minderheit der Unterprivilegierten am Gymnasium der Rich Kids vor den Toren von Frankfurt.
Existensnöte gehören zum Alltag der Mädchen. Issa braucht Geld zum begleichen der Schulden für die Klassenfahrt und Grace braucht sehr viel Geld für eine Brustverkleinerungs-OP, die die Kasse nicht bezahlen will…
Themen, mit denen sich eigentlich die Eltern herumschlagen sollten. Eine ganz starke Story - meine wärmste Empfehlung!
Lina H, Buchhändler*in
Das Cover knallt farblich und die ungewohnte Perspektive, aus der die beiden Figuren dargestellt sind, ist so ungemein jugendbuchig. Das fühlt sich direkt nach einer super Sommerlektüre an, deshalb habe ich dieses Buch gewählt.
Die beiden Hauptfiguren haben die Geldknappheit zu einem Teil ihrer Persönlichkeit gemacht - etwas anderes bleibt ihnen auch nicht übrig, täglich sind sie umgeben von ihren reichen MitschülerInnen auf der Privatschule. Dabei sind sie beeindruckend starke Charaktere, jede für sich hat einen stabilen Umgang mit ihrer Lebenssituation und sie halten fest zusammen. Das müssen sie auch, denn die Erwachsenen haben ihre eigenen Probleme und stecken viel zu fest in der bestehenden Gesellschaftsstruktur.
Mich beeindruckt die jugendliche Perspektive auf unsere Gesellschaft, auf das was schief läuft, auf die frustrierenden Zustände, die die Erwachsenen nicht den Mut haben, zu verändern.
Eine starke Freundinnengeschichte, vielleicht mit Potential zur Schullektüre?
Issa, unsere Erzählerin, und ihre beste Freundin Grace sind unzertrennlich und teilen sich eigentlich alles. Sie gehen auf dieselbe Schule, mögen dieselben Lehrer. Bis auf die Geldsorgen der Mutter ist auch bis jetzt alles gut. Richtig dramatisch wird es, als Grace echte körperliche Probleme bekommt, die auch schmerzhaft sind. Grace ist sich sicher, nur durch eine Brustverkleinerung wird ihr geholfen, ihre Leben wieder schmerzfrei zu gestalten. Doch wer hilft ihr und woher bekommt sie das Geld für diese Operation. Issa versucht alles, ihrer Freundin zu helfen. Doch alles was sie tut, endet bei den beiden Freundinnen in Missverständnissen. Grace ist immer mehr frustriert und die Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Jetzt nur nicht die falschen Entscheidungen treffen.
Die Autorin Daniela Dröscher schafft es in ihren Romanen, hier in einem Jugendroman, Probleme zu benennen, die durch unsere Gesellschaft durch Intoleranz unlösbar scheinen.
Yasmina D, Buchhändler*in
Ich fande das Cover sehr ansprechend, aber beim Inhalt bin ich mir leider nicht sicher. Es war grundsätzlich eine tolle Story. Zwei Jugendliche, beide jeweils mit ihren eigenen Sorgen und Wünschen. Ich konnte mich auch sehr teilweise mit Issa identifizieren, da ich ebenfalls eine jüngere Schwester habe. Vor allem den Amfang fand ich aber etwas komisch, man ist aber immer besser reingekommen.
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