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Buchcover für Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken

Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken

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Erscheinungstermin 02.05.2026 | Archivierungsdatum 30.10.2026

BoD


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Zum Inhalt

2015. 

Bei einem Besuch des Musicals The Rocky Horror Show kehrt Johannes Eisner ungebeten in die 80er zurück – in das idyllische bayerische Dorf seiner Kindheit. Freibad, Hörspiele, Actionfiguren, geheime Treffen in Opas Scheune.

Philipp W. Wilhelm erzählt vom scheinbar behüteten Aufwachsen in überforderten Familien, rauchgeschwängerter Geborgenheit, vom Zeitgeschehen und von einer Gesellschaft, die lieber wegschaut als hinschaut.

Ein leiser Roman über fragile Freundschaften, das erste Aufkeimen queerer Identität und Risse, die früh entstehen, aber lange unentdeckt bleiben.

2015. 

Bei einem Besuch des Musicals The Rocky Horror Show kehrt Johannes Eisner ungebeten in die 80er zurück – in das idyllische bayerische Dorf seiner Kindheit. Freibad, Hörspiele, Actionfiguren...


Eine Anmerkung des Verlags

Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um ein Debüt mit autobiografischen Elementen.

Das Buch ist auch als E-Book sowie für Kindle erhältlich.
Hardcover-Ausgabe erscheint am 17.07.2026 bei BoD (ISBN 9783696392611)

Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um ein Debüt mit autobiografischen Elementen.

Das Buch ist auch als E-Book sowie für Kindle erhältlich.
Hardcover-Ausgabe erscheint am 17.07.2026 bei BoD...


Vorab-Besprechungen

@Nils_liest (Instagram):

Und dann passiert einfach das Leben.

In dieser biografischen Fiktion erzählt Philipp Wilhelm das junge Leben von Johannes.

Dieser wächst in der bayrischen Provinz mit zugeknöpfter Familie und übergestülpten Wertevorstellungen auf.

Einen Lichtblick bildet da seine kettenrauchende „Nonna“ Beate, seine Freunde und die Rocky Horror Picture Show.

Johannes ist anders. Er kann mit dem nichts anfangen, was die Dorfgemeinschaft als Jungentypisch bezeichnet.

Homosexualität ist in den 2020ern weitestgehend akzeptiert. Gerade in den Provinzen ist ein Outing jedoch noch immer genauso schwierig wie vor 20 Jahren.

Es schmerzt, Johannes dabei zu beobachten, wie er zu sich selbst findet. Man möchte ihm eigentlich ständig prophezeien, dass später alles leichter wird. Aber wird es das?

Ich habe diesen Roman wirklich sehr gerne gelesen. Teils, weil ich mich in vielen Stellen selbst gesehen habe, aber auch, weil die Protagonisten sehr warmherzig beschrieben sind. Und dann ist man ja auch langsam in dem Alter, in welchem man sich aktiv an Dinge und Geschehnisse erinnern muss. So hat mir die Timeline im Text die Stimmung der jeweiligen Gegenwart wieder greifbar gemacht.

Hier wird keine Erinnerung beschönigt. Und selbst in der späteren Anonymität der Großstadt lernt Johannes, dass auch die freieste Welt Grenzen hat.

Dass auch Erwachsensein Verantwortung bedeutet.

Man muss kein Fan der Rocky Horror Picture Show sein, welche recht häufig zitiert wird, um dieses Buch zu mögen.

Ein emphatischer Mensch sollte man sein.

Quelle: https://www.instagram.com/p/DXgSCd2jbTs/


@Nils_liest (Instagram):

Und dann passiert einfach das Leben.

In dieser biografischen Fiktion erzählt Philipp Wilhelm das junge Leben von Johannes.

Dieser wächst in der bayrischen Provinz mit...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Taschenbuch
ISBN 9783695701308
PREIS 15,00 € (EUR)
SEITEN 352

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Ein Buch über eine niederbayerische Kindheit zwischen paffender Oma und heimlichen Kassettenhörstunden mit einem anderen Jungen. 80er-Jahre-Erinnerungen, die sich verweben mit einem Besuch der legendären Rocky Horror Picture Show. Wie werden wir zu dem, was wir sind? Und wieviel Mut gehört dazu? Ein Coming-of-Age-Roman bei dem man sich wünscht, dass es bald eine Fortsetzung gibt - weil man wissen möchte, wie es mit den Figuren weiterging.

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Dieses Buch hat mich wirklich überrascht! Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, nicht einfach nur eine Geschichte zu lesen, sondern jemandem zuzuhören, der ehrlich und ungefiltert aus seinem Leben erzählt.

Philipp W. Wilhelm schreibt hier nicht einfach nur eine Coming-of-Age-Story über queere Identität, Freundschaft, Familie und das Erwachsenwerden ... vielmehr fühlt sich alles so echt, roh und nahbar an, dass man komplett in Johannes’ Gedankenwelt eintaucht. Besonders Johannes als Protagonist fand ich wahnsinnig stark geschrieben. Seine Unsicherheiten, seine Gefühle und dieses ständige innere Ringen wirken nie überdramatisiert, sondern einfach menschlich. Genau das hat ihn für mich so greifbar gemacht.

Was mir außerdem unglaublich gut gefallen hat, war dieses Netz aus Nebencharakteren. Jede Figur hatte ihre eigene Präsenz und hat etwas zur Geschichte beigetragen. Manche Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen, andere konnte ich kaum ertragen — aber genau das macht das Buch so lebendig. Niemand fühlt sich eindimensional an und alles greift wunderbar ineinander.

Auch atmosphärisch hat mich das Buch komplett abgeholt. Diese Mischung aus Nostalgie, Verletzlichkeit, Geborgenheit und gleichzeitig unterschwelliger Schwere zieht sich durch die gesamte Geschichte.

Und obwohl das Buch insgesamt eher ruhig erzählt wird, hat es mich gegen Ende emotional wirklich nochmal erwischt 🥺.

Für mich ein unglaublich besonderes, sensibles und berührendes Buch über Identität, Erinnerung, Familie und die Spuren, die Menschen in unserem Leben hinterlassen 💙.

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Wenn der Besuch einer Musicalvorstellung von „Rocky Horror Show“ einen absoluten Flashback auslöst und einen mitnimmt auf eine Zeitreise in ein niederbayrisches Dorf, dann heißt es : dranbleiben!
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Johannes Eisner, heute Journalist für Kulturelles bei einem queeren Onlinemagazin und lebhaft in München.
Die Rocky Horror Show begleitet den Protagonisten bereits seit seiner Kindheit und so ist es nur logisch, dass ein Musicalbesuch des selbigen Stückes für das Magazin ihn zurück katapultiert in seine Kindheit im tiefsten Niederbayern. Und er nimmt uns mit.

Johannes Charakter ist unfassbar stark geschrieben und mir hat sehr gut gefallen, dass seine Lebenswirklichkeit so alltagsnah verfasst ist und ich glaube, dass sich viele queere Menschen auf dieser Reise wiedererkennen werden. Denn nicht für jeden queeren Menschen ist die Welt voller Regenbogen – erst recht nicht auf’m Dorf in katholisch geprägten Gegenden. Und so nimmt uns Johannes mit auf seinen Weg – von ersten Gefühlen und schönen -körperlichen-Begegnungen. Einer innigen Opa-Beziehung und der schwierigen Situation zu Hause.
Auch Queerfeindlichkeit und „geschlossene Denkmuster“ sind thematisiert.
Alles in allem finde ich das Thema aber wunderschön, nostalgisch und vorallem sensibel umgesetzt.

Mir, als Musicalfan, haben besonders gut die kleinen und großen Verweise zum Musical „Rocky Horror Show“ gefallen. Hier macht es Spaß, wenn man selbst auch Hintergrundwissen hat, aber man muss es nicht haben, um dem Roman und seiner Geschichte folgen zu können. Ich für meinen Teil finde, es gibt viel zu wenige (queere) Romane mit Musicalbackground- aber das nur so am Rande ;-).

Und ehrlich: der Titel erschloss sich mir jedoch tatsächlich erst, als ich darüber nachdachte, wie ich diese Rezension verfassen wollte… Umso großartiger finde ich ihn jetzt!
Denn: die Welt ist nicht nur Rosa mit tiefblauen Flecken, sondern auch Blau mit hellrosanen Flecken! 
Danke Philipp Wilhelm für diese schöne, nostalgische Reise!

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„Humor ist das Treibholz auf dem Brackwasser der Seele“

Und dieser Satz hat mich direkt gecatched 😊 Hier wurde ich tatsächlich mal vom Autor selbst gefragt, ob ich nicht Lust hätte den Roman zu rezensieren, und ich darf sagen, das mache ich doch sehr gerne. Vor allem auch, weil der Roman mir wirklich sehr gut gefallen hat und ich viel von mir selbst darin erkannt habe. Autor, Hauptfigur und ich teilen das Geburtsjahr, also habe ich sehr viel an Zeitgeschehen und Popkultur aus meiner Kindheit und Jugend wieder erkannt.

Es geht um die Jugend von Johannes Eisner, der gut behütet in einem bayrischen Dorf aufwächst in dem jeder, der, irgendwie anders ist, auffällt und über den sich dann die Dorfgemeinschaft das Maul zerreißt. Sei es Johannes sehr freidenkende Oma, die seltsame Freundin Becky, Kioskbetreiber Funghi … über jeden hat die Gemeinschaft so ihre Meinung. Und Johannes, der keinen Fußball liebt, eher Musicals als Popmusik hört, mit seinem Kumpel Max eher Kassetten hört (und später mehr), fällt da auch schon fast unters Radar, hat aber früh gelernt sich anzupassen und seine wahre Persönlichkeit nicht all zu sehr raus zulassen, damit er nicht auffällt. Ja da sind so manche kindlichen Traumata, Erziehungsfolgen, und geformte Meinungen am Start, wie dann der erwachsene Johannes später feststellt. Und aus seiner jugendlichen Tristesse holt ihn dann ausgerechnet THE ROCKY HORROR SHOW heraus, der er schon früh im Leben verfällt und sein Zufluchtsort wird. Wie gesagt, ich habe viel von mir in dem Roman erkannt, auch ohne genaue Übereinstimmungen, aber auch ich hatte eher die Musicals auf den Ohren (habe ich immer noch), die Masters oft he Universe hatte eher mein kleiner Bruder, denn ich hatte dazu passend She Ra. Aber genug von mir, sonst heißt es wieder ich schreibe zuviel über mich.
Auf jeden Fall fand ich den Roman sehr gelungen und schön und kann ihn jedem empfehlen, der auch mal eine recht normale queere Geschichte lesen möchte und vielleicht sogar selbst in den 1980ern aufgewachsen ist.
#rosawelttiefblau #NetGalleyDE

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Lehrreiche Geschichte

Die Geschichte spielt im Jahr 2015. Da kehrt Johannes Eisner bei einem Besuch des Musicals The Rocky Horror Show ungebeten in die 80er zurück. Zu seiner Kindheit und Jugend in einem idyllischen bayerischen Dorf. Vor allem denkt er an die Erlebnisse mit seinen Freunden und an die geheimen Treffen in Opas Scheune, die es leider schon lange nicht mehr gibt.



Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich habe sehr viel lernen können. Meine Lieblingsfigur war ja die Oma von Johannes, sie hat mich irgendwie an meine Lieblingsoma erinnert, die leider nicht mehr lebt und Johannes hat ein wenig auf mich gewirkt, als hat er den Verlust der Großeltern auch nicht verwunden. Ich wünsche mir meine Oma fast jeden Tag zurück, weil es viele Sachen gibt, worüber wir uns stundenlang unterhalten konnten und dann wäre mein Depressionszustand wenigstens etwas besser. Von mir gibt es sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Ein Buch, das wehtut – auf die schönste Art und Weise
​Wenn man dieses Buch aufschlägt, sollte man sich auf eines gefasst machen: Es wird emotional. Der Titel beschreibt den Inhalt eigentlich schon perfekt. Es geht um diese wunderschönen, „rosaroten“ Momente des Lebens – die erste Liebe, tiefe Freundschaften, unbeschwerte Sommertage. Aber genau wie im echten Leben verblassen diese Momente manchmal, und zurück bleiben die „tiefblauen Flecken“: Trauer, Verlust, Einsamkeit und der Schmerz des Erwachsenwerdens.
​Worum geht es? (Aus Lesersicht)
​Ohne zu viel zu spoilern: Die Geschichte wirft uns mitten in das Leben von Protagonisten, die man einfach sofort in sein Herz schließen muss, weil sie so herrlich unperfekt sind. Es ist keine typische, kitschige Liebesgeschichte. Es ist vielmehr eine ehrliche und sensible Auseinandersetzung mit der mentalen Gesundheit, mit den Narben, die das Leben uns verpasst, und der Frage, wie man weitermacht, wenn die eigene Welt plötzlich nicht mehr nur rosa ist.
​Was mich besonders berührt hat:
​Der Schreibstil: Poetisch, aber nie kitschig. Die Autorin schafft es, Gefühle in Worte zu fassen, die man selbst oft nur fühlt, aber nicht beschreiben kann. Manche Sätze musste ich zweimal lesen, nicht weil sie kompliziert waren, sondern weil sie so tief gingen.
​Die Charaktere: Sie fühlen sich an wie echte Menschen, wie Freunde von nebenan. Ihre Fehler und Ängste sind greifbar, was es unglaublich leicht macht, mit ihnen zu fühlen, zu weinen und zu hoffen.
​Die Balance: Trotz der schweren Themen (die „blauen Flecken“) verliert das Buch nie ganz den Optimismus. Es zeigt, dass Schmerz zum Leben dazugehört, aber nicht das Ende der Geschichte sein muss.
​„Manchmal muss man die blauen Flecken akzeptieren, um das Rosa überhaupt noch sehen zu können.“ – Ein Gedanke, der mich auch nach dem Zuschlagen des Buches noch lange begleitet hat.
​Kleiner Kritikpunkt
​An manchen Stellen zieht sich die Melancholie ein klein wenig, und man möchte die Charaktere am liebsten schütteln, damit sie miteinander reden. Aber letztendlich ist genau das auch wieder sehr realistisch – im echten Leben läuft eben auch nicht alles nach Plan.
​Fazit
​„Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken“ ist ein absolut lesenswertes Buch für alle, die Geschichten mit Tiefgang suchen. Es ist ein Buch für laue Sommerabende oder verregnete Sonntage, vollgepackt mit Herzschmerz, Trost und einer großen Portion Realität.
​Taschentücher bereitlegen – es lohnt sich!

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„Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken“ von Philipp W. Wilhelm ist eines der beiden Bücher, die ich mir thematisch zur Pride Month im Juni herausgesucht habe. Es ist im Selbstverlag erschienen und ist ein biografisch geprägter Roman über Johannes, der beim Besuch einer Vorstellung der „Rocky Horror Show“ in München über die er als Journalist eine Kritik schreiben soll, direkt in seineJugend im provinziellen Bayern zurück katapultiert wird und sich plötzlich mit seinem Aufwachsen als Kind und Teenager, der nicht „richtig reinpasst“, mit seinem eher distanzierten Verhältnis zu den eigenen Eltern und seinen wehmütigen Erinnerungen an die inzwischen verstorbenen Großeltern beschäftigen muss.

Mich hat das Buch extrem positiv überrascht und abgeholt, denn nur selten habe ich eine Geschichte, die aus Sicht eines Kindes erzählt wird, so authentisch und glaubwürdig wahr genommen. Man ist als Leser:in direkt selbst wieder 8,9 oder 10 Jahre alt und denkt und fühlt wie ein Kind. Dadurch wächst einem der junge Johannes sofort ans Herz und man ist mitten drin in der Geschichte. Auch sprachlich ist das Buch extrem stark. Im Lektorat gab es 2-3 Fehler, was ich für ein Buch im Selbstverlag aber völlig im Rahmen finde (zumal man heutzutage leider auch in professionell lektorierten Büchern von großen Verlagen derartiges vorfindet).
Toll fand ich, dass der Protagonist Johannes ein ähnlicher Jahrgang ist wie ich selbst, weswegen viele seiner Kindheitserinnerungen bei mir direkt nostalgische Gefühle wecken (allein die Bedeutung von Masters of the Universe Action Figuren für Kinder in den 80ern…), so dass ich mich mit vielen seiner Erlebnisse identifizieren konnte.

Ein absoluter Lese-Tipp für jeden der gerne berührende Coming-of-Age Bücher liest. Die Rocky Horror Show zu kennen und zu mögen ist ein weiterer Pluspunkt, aber absolut nicht nötig um Spaß an dem Buch zu haben.

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Johannes Eisner geht 2015 mit seinem Lebensgefährten zu einer Aufführung der Rocky Horror Picture Show, weil er eine Rezension dazu schreiben soll. Ungewollt wird er dabei von seinen Kindheitserinnerungen eingeholt. Er erzählt von seiner Kindheit und Jugend in einem niederbayerischen Dorf, von seinen Schulkameraden, seinen überforderten Eltern, die mit ihren eigenen Geistern zu kämpfen haben und seinen Großeltern, die er sehr geliebt hat. Er berichtet von seinem Coming-out und seiner Flucht in die Großstadt.
Es ist sehr berührend zu lesen, welche Gedanken und Sorgen ihn umgetrieben haben, wie er versucht hat, ein möglichst unauffälliges Leben zu führen und glücklich zu sein. Die bayerische Provinz hat es ihm dabei nicht sehr leicht gemacht. Nur seine Oma, die keinen Wert auf Konventionen gelegt hat, nimmt ihn so an, wie er ist. Er erinnert sich an glückliche Stunden mit seinem Opa in einer Scheune und üble Stunden im Fußballverein, der er so gar nicht mochte. Die Rocky Horror Picture Show ist dabei ein großes Bindeglied zwischen Vergangenheit und heute, sie hat ihn sein ganzes Leben begleitet. Ein wirklich sehr lesenswertes, berührendes Buch über sein Coming-out. Empfehlenswert.

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Philipp W. Wilhelms Roman "Rosa ist die Welt mit tiefblauen Flecken" ist vielseitig und anders viele andere Romane zum Thema queeres Leben mehr auf das Fühlen denn das sexuelle Leben fokussiert. Der Tod der Großmutter und der Besuch einer Rocky Horror Picture Show-Vorstellung stoßen die Erinnerungen des Protagonisten an. An die Kindheit im ländlichen Bayern, an erste Freundschaften und Liebschaften (für welche dieser Begriff eigentlich zu groß ist), die zerrissene Familie, die Enge des Ortes, die Vorurteile wie Verbreitung von Gerüchten und die Verunsicherung gegenüber der HIV-Pandemie. In diesem Umfeld wächst Johannes/Giovanni/Johnny heran und bis zu seinem Outing mit 17 lebt er unter dem Radar.
Dem bloggenden Autoren ist besonders anzurechnen, dass er einige Klischees umschifft und erzählerisch gute Schwerpunkte setzt. Outing, erste sexuelle Erfahrungen und der erste Freund sind Teil der Epilog-artig zusammengefassten Lebensgeschichte. Im Fokus steht die frühere Kindheit zwischen dem neunten und elften Lebensjahr und somit ein unbestimmtes Anders-Fühlen und die Suche nach Freunden. Keine große erste Liebe, kein Drama und nur der normale Lebenswahnsinn vor der Kulisse der Wiedervereinigung, der Tod von Freddy Mercury und eine ausgeschwiegene Pandemie, welche für das Kind Johann keinen Namen hat.
Die Rocky Horror Picture Show ist dabei Erinnerungsauslöser, Rahmenprogramm und Lebensphilosophie zugleich. Titel und Abschnitts-Mottos entstammen alle dieser Quelle und daher ist ein bisschen Wissen um Inhalt und Form dieses legendären Musicals sicher hilfreich. Sprachlich sind die Zitate aus dem Film zentral und bilden die Säule eines sprachlich ordentlichen aber nicht beeindruckenden Textes, Aber er lässt eine Enge und Unsicherheit emotional erahnen und das ist auch schon eine große Leistung.

4 stars
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