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Buchcover für Wirf einen Schatten

Wirf einen Schatten

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Erscheinungstermin 22.07.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Mit ihrem zweiten Roman etabliert sich Elena Fischer als unverkennbare Stimme der neuen deutschen Literatur

Eine Geschichte über vorgezeichnete Lebenslinien und den Mut, auszubrechen

Joseph ist einsam und hadert mit seinem Schicksal, nicht erst, seit seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen ist, weil sie den Alltag auf dem Hof nicht mehr ausgehalten hat. Wahrlich etwas Besonderes in den Sechzigerjahren auf dem Land. Zum Glück ist da noch Ada, Lis' ältere Schwester, mit der sich Joseph schon immer sehr verbunden fühlt. Und dann steht plötzlich die 20-jährige Birdie vor seiner Tür, geschwächt und auf der Flucht vor ihrer Familie. Lis, Ada und Birdie - sie werden ihrem eigenen, aber auch Josephs Leben eine ganz neue Richtung geben.

Sein Vater hat ihm einiges hinterlassen: das Haus, den Hof, die Tiere - und damit immer genug zu tun. Was er Joseph nicht mitgegeben hat, ist die Fähigkeit zu reden – über Angst, Krieg oder Liebe. So ist auch Joseph zu einem Mann geworden, den seine Verluste wortkarg machten. Sein Bruder ist ertrunken, die geliebte Großmutter gestorben und seine Frau Lis ist mit dem gemeinsamen Sohn zurück in die Stadt gezogen. Gerade, als Joseph den Tod als besten Ausweg zu akzeptieren beginnt, klingelt es an der Tür und Birdie fällt ihm in die Arme und in sein Leben. Während sie sich langsam erholt und von ihrer Liebsten und ihren Berufsträumen zu erzählen beginnt, stellt sich Joseph Wahrheiten, vor denen er bislang Reißaus genommen hat. Über sich als Bruder und Vater und liebenden Mann.

»Erzähltempo und Cliffhanger treiben die Geschichte voran und machen das Debüt zu einer mitreißenden Lektüre, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.«

Ursula Nowak / Deutschlandfunk, Köln

Mit ihrem zweiten Roman etabliert sich Elena Fischer als unverkennbare Stimme der neuen deutschen Literatur

Eine Geschichte über vorgezeichnete Lebenslinien und den Mut, auszubrechen

...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783257073904
PREIS 25,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Die Liebe, vorwärts und rückwärts erzählt


„Im Winter bereute man, was man im Herbst nicht erledigt hatte.
Joseph hatte nichts erledigt.
Er würde es auch nicht mehr tun.
Aus der leisen Ahnung der vergangenen Wochen war an diesem Morgen eine Gewissheit geworden. Seit fast sechs Monaten hatte er nichts von Lis gehört. Auf dem Land waren sechs Monate ein halber Zyklus Leben. Mehr als eine Jahreszeit, genug, um über Gedeih und Verderb eines Hofes zu entscheiden. Hier, in den Bergen, in den Dörfern, auf den Höfen, konnte man sich keine Fehler leisten. Der größte Fehler war, nicht mit der Natur zu arbeiten. Wie lange war ein halbes Jahr in der Stadt? Er wusste es nicht. Vielleicht lange genug, um sich an ein neues Leben zu gewöhnen, das im Grunde ja nur das alte war.“

Josephs Frau hat ihn verlassen und ist mit dem gemeinsamen Sohn Samuel zurück in die Stadt gegangen. Sie konnte sich nie an das einsame Leben auf dem Bauernhof gewöhnen. Doch auch Joseph quält die Einsamkeit eigentlich schon länger; er schleppt ein Trauma mit sich herum, seit damals sein Bruder starb und seine Mutter Selbstmord beging. Seitdem ist Joseph ein wortkarger Mann, der nie gelernt hat, über seine Gefühle zu reden. Sein Vorsatz, es besser zu machen als sein eigener Vater, scheiterte: Er konnte für Samuel nicht der Vater sein, der er hätte sein wollen.
Glücklicherweise gibt es noch Lis’ ältere Schwester Ada, zu der Joseph schon immer eine besonders enge Bindung hatte. Dennoch denkt auch Joseph darüber nach, seinem Leben ein Ende zu setzen – da steht plötzlich die 20-jährige Birdie vor seiner Tür, in schlechter körperlicher Verfassung und auf der Flucht vor ihrer Familie. Während Birdie sich bei Joseph versteckt und langsam erholt, beginnt sich auch in Joseph etwas zu verändern. Dank Birdie, Ada und auch Lis scheint es möglich, die Vergangenheit zu verarbeiten und aus vermeintlich vorgezeichneten Lebenswegen auszubrechen ...

„Drei Uhr achtunddreißig.
Joseph stand auf, um das Buch zu holen. Vielleicht würden ihn die Gedichte ablenken. Jetzt lag der Band nun einmal unten auf dem Tisch, er konnte zumindest einen Blick hineinwerfen. In der Stube legte er Holz nach, dann setzte er sich. Er blätterte eine Weile in dem Buch. Es gab kurze und lange Gedichte. Wahllos begann er zu lesen. Manchmal blieb er hängen, etwas traf ihn, ein Wort, ein Gedanke, er wusste nicht genau, was es war. Diese Stellen las er noch einmal. Es ging ums Aufbrechen und Ankommen, darum, in Bewegung zu sein. Immer auch um die Natur und den Menschen darin. Noch nie hatte er etwas Dergleichen gelesen. Wie war es möglich, solche Worte zu finden? Sie auf diese Weise aneinanderzufügen? Manches glaubte er zu verstehen, manches verstand er nicht. Joseph nahm den Bleistift, der noch auf dem Tisch lag, und begann, Zeilen zu unterstreichen. Erst als Birdie ihn ansprach, merkte er, wie still es in ihm geworden war.“

Inhaltlich möchte ich nichts hinzufügen, um nicht zu spoilern. Was ich sagen kann ist aber, dass Elena Fischer nach ihrem großartigen Debütroman „Paradise Garden“ nun mit „Wirf einen Schatten“ einen mehr als würdigen Nachfolger geschrieben hat.

Die beiden Zeitebenen, einmal vorwärts in der Gegenwart erzählt, einmal immer weiter zurück in die Vergangenheit, geben dem Roman eine ganz besondere Note. Erst zum Ende hin fügt sich alles zusammen. Das Ende ist mehr als gelungen.
Die liebevoll gezeichneten Charakere von Birdie, Joseph, Ada und Lis gefallen mir unglaublich gut.

„Die meisten Geschichten lassen sich in wenigen Sätzen zusammenfassen, doch das ändert nichts daran, dass sie für den Rest unseres Lebens in uns rumoren. Wir sollten für das kämpfen, was uns wichtig ist“

„Wirf einen Schatten“ ist ein sehr leiser, wunderbar feinfühliger Roman über die Kraft der Liebe und den Mut etwas Neues zu wagen, der noch lange in mir nachhallen wird.

Vielen Dank an den Diogenes Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Verschiedene Arten der Stille

Wirf einen Schatten ist das zweite Buch nach Elena Fischer großartigem Debütroman Paradise Garden.
Die Handlung ist interessanterweise in den frühen sechziger Jahren angesiedelt und thematisiert das Leben eines Mannes.
Joseph wurde von seiner Frau und kleinem Sohn verlassen. Er hat sich daher innerlich sehr zurückgezogen. Nur mit seiner Schwägerin Ada versteht er sich noch gut.
Eine Änderung in seinem Leben bewirkt die Begegnung mit der 20jährigen Birdie, die er bei sich aufnimmt, als sie in Not ist. Es dauert eine Weile, bis Birdie ihre Geschichte erzählt.
Zwischendurch gibt es immer wieder mal kurze Rückblicke auf die Zeit, als Joseph noch mit seiner Frau zusammen war. So erschließt sich einiges nach und nach.

Ich halte viel davon, wie die Autorin ihre Figuren aufbaut. Sie behandelt sie fair und macht sie zu realen Menschen.
Es ist intelligent gemachtes Buch, sprachlich ansprechend. Ich halte es für möglich, dass auch dieser Roman auf die Longlist zum Deutschen Buchpreis gelangt.

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Joseph, ein junger Bauer, sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben. Nach dem Tod der Eltern und der geliebten Großmutter führt er alleine den alten Hof. Lis, seine Frau, hat ihn mit seinem kleinen Sohn verlassen. Das Leben auf dem Land war ihr zu trist.
Eines Abends fällt ihm eine junge Frau, im wahrsten Sinn des Wortes, in die Arme. Birdie ist krank, geschwächt und offensichtlich auf der Flucht.
Joseph kümmert sich um die junge Frau und gewinnt durch sie einen neuen Blick auf sein Leben. War er ein liebender Ehemann und Vater? Wie möchte er in Zukunft Leben? Und da ist auch noch Ada, die ihm seit Jahren nicht aus dem Kopf geht.

Der mit Freude erwartete neue Roman von Elena Fischer, eine Geschichte voller Hoffnung und Lebensmut.

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Nach ihrem Debütroman Paradise Garden, der eher im urbanen Milieu spielte, führt Elena Fischer ihren neuen Roman Wirf einen Schatten nun hinaus aufs Land. Schauplatz ist ein kleines Bergdorf, in dem Joseph weit abseits jeglicher Zivilisation den Hof seiner Eltern weiterführt.
Sein Leben ist nicht nur körperlich entbehrungsreich, auch persönlich lastet vieles auf ihm. Mehrere Schicksalsschläge sowie der Weggang seiner Frau Lis und des gemeinsamen Sohnes Samuel haben tiefe Spuren hinterlassen. Als alles zunehmend aussichtslos erscheint, tritt Birdie in sein Leben und stößt eine Entwicklung an, die neue Seiten an Joseph freilegt und seinem Dasein eine unerwartete Richtung gibt.
In Rückblenden, die sich mit der Gegenwartshandlung abwechseln, erfahren wir nach und nach mehr über Josephs Vergangenheit. Einzelne Erlebnisse und Brüche fügen sich dabei Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammen.

Was besonders hervorsticht, ist das große sprachliche Talent der Autorin. Immer wieder finden sich wunderbare Formulierungen, die eine dichte, eindringliche Atmosphäre schaffen und einen tief in diese raue Welt hineinziehen. Dadurch verzeiht man auch eher, dass manche Entwicklungen etwas abrupt wirken und nicht jede Veränderung der Figuren vollständig nachvollziehbar erscheint.

Wirf einen Schatten ist ein sprachgewaltiger, atmosphärischer Roman über Verlust, Einsamkeit und die Möglichkeit eines Neuanfangs – und ein Buch, das in Erinnerung bleibt.

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Nach Paradise Garden erzählt Elena Fischer hier eine ganz andere Geschichte – stiller, karger, fast spröde. Dezember 1963, ein abgelegener Hof, ein Mann, der sich längst aus dem Leben zurückgezogen hat: Joseph, der nach Verlust, Schuld und Sprachlosigkeit keinen Ausweg mehr sieht.

Dann steht Birdie vor der Tür – krank, verletzlich, nach einer missglückten Abtreibung und trotzdem so klar und entschlossen. Und plötzlich gerät etwas in Bewegung. Gegen seinen Widerstand zwingt sie Joseph, sich den Bruchstellen seines Lebens zu stellen: dem Tod des Bruders, dem Suizid der Mutter, den Gründen von Lis‘ und Samuels Verschwinden und seiner weggedrückten, zugeschütteten Liebe zu Ada, Lis‘ Schwester.

Das ist atmosphärisch dicht erzählt, mit einer Kargheit, die gut zur inneren Verfasstheit der Figuren passt. Man spürt die Ausweglosigkeit seines Lebens, die Sprachlosigkeit, das Verdrängte. Doch hin und wieder blitzt Leichtigkeit auf, je weiter wir mit Joseph in die Vergangenheit eintauchen.

Ich habe am Anfang etwas gebraucht, um in den Ton des Romans hineinzufinden, gerade weil er sich so deutlich von Fischers vorherigem Buch unterscheidet. Und dann hat mir genau das von Seite zu Seite besser gefallen, dass Elena Fischer einen ganz neuen Ton findet und diesen verzweifelten, still liebenden Joseph vor einem entstehen lässt, der durch die hartnäckige Birdie, die beständig liebende Ada und die verzeihende Lis noch einmal die Chance auf ein Leben erhält.

Ein ernsthafter, konzentrierter Roman über Schuld, Verlust und die Möglichkeit, sich dem eigenen Leben (wieder) zuzuwenden. Und wenn ich noch mal drüber nachdenke, ist es eigentlich auch ein Roman über vier starke Frauen in den 60er Jahren.

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Nein, Elena Fischer darf nicht mit Robert Seetaler gesehen werden. Ganz eigen ist ihre Geschichte auf dem Hof um die 1960er. Josephs Werben und Verlust von Lis, seine imVerborgenen ruhende Liebe zu Ada und sein Unvermögen ein rechter Vater zu sein. Er lebt und liebt für Hof und Tiere., Einsam trifft ihn Birdy, die einiges auf den Kopf stellt. Ein sehr ruhiges und friedliches Buch, man mag teilhaben…….

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Hatte schon 'Paradise Garden' gerne gelesen und war gespannt. Nach Stadt und Gegenwart schickt uns Elena Fischer nun in das Jahr 1963 und aufs Land - und ich meine richtig einsam.
Joseph betreibt den Bauernhof der verstorbenen Eltern. Seine Frau Lis (samt Sohn Samuel) hat ihn verlassen und ist in die Stadt gezogen. Zu hart und entbehrungsreich war das Leben geworden und auch als Paar hatten sie sich verloren. Gerade, als Joseph seinem Leben ein Ende setzen will, stolpert Birdie in sein Leben. Er muss sich kümmern und verschiebt den Suizid. Eine Hilfe dabei ist auch Ada, die Schwester seiner Frau. Während die Geschichte erzählt wird, erfahren wir in Rückblenden, was sich zugetragen hat und wie sich die Protagonisten gefühlt haben und weckt Verständnis.
Auch in dieser anrührenden Geschichte mag ich die eindringliche Sprache der jungen Autorin. Es gibt nicht nur Trauer und Verlust, sondern auch Hoffnung - SCHÖN!!!

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Zärtlich und liebevoll wird hier die Geschichte eines verlassenen Bauern erzählt, der einige Tiefs durchlebt und bereits in der Vergangenheit durchlebt hat. Sein sanftes Wesen zeigt sich trotz der Wortkargheit. Stück für Stück findet er seinen Weg. Grosse Leseempfehlung!

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Nach "Paradise Garden" hatte ich mich riesig auf ein neues Buch von Elena Fischer gefreut. Das Cover ist schön und passend, die Sprache ist toll, nur die Geschichte hat mich überhaupt nicht abgeholt. Ich fand Joseph langweilig, Ada, Lis und Birdie ebenfalls und nur die ersten Szenen als Birdie bei Joseph vor Tür steht haben mich gefesselt.
Ich verbuche es einfach unter "nicht mein Thema", weil die Autorin grundsätzlich wunderschön schreibt.

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Ich habe schon «Paradise Garden» geliebt, gleiches gilt für dieses Buch. Mit Fischers Erstling hat es weder in Tonalität noch Geschichte zu tun, was es erst recht beeindruckend macht. Wie sie sich und uns in Zeiten versetzt, die mehr als 60 Jahre zurückliegen, hat mich sehr berührt, ebenso ihre Figuren. Der Mann trotz mittleren Alters noch nie eigene Wege gegangen und darum sehr lange Zeit in seinem Alltag und seinen Gedanken gefangen, die Frauen umso beherzter und mutiger ihre Wege und Träume verfolgend. Es ist darum nicht nur ein Buch über die Kraft und den Zauber von Neuanfängen, sondern mindestens so sehr eines über starke Frauen in Zeiten, in denen ein solches Dasein und Für-sich-Einstehen noch sehr viel mehr Mut erforderte als es das heute tut.

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»Man muss sich erlauben, der Mensch zu sein, der man sein will«
Joseph, Bauer und Hofbesitzer in einem kleinen Dorf, hat Halt und Sinn für sein Leben verloren. Er steckt in einer depressiven Phase. Alle haben ihn verlassen, der Bruder, die Eltern und die Frau mit Kind. Also schreibt er eine Liste mit Dingen, die er erledigen will. Als letztes: Abschied. Problematisch ist nur, dass er nicht weiß wie das geht.

Mit einfühlsamen und eindrücklichenWorten beschreibt Elena Fischer Joseph in seiner Verlorenheit. Man spürt förmlich, wie fremd er sich im eigenen Leben fühlt, wie er nie weiß, wie er handeln soll und wie er etwas richtig machen kann. Geprägt von der Vergangenheit sieht er keinen Weg in die Zukunft. Seine Depression wird anschaulich beschrieben und die Hilfslosigkeit.

Gerade als die Geschichte einen Tiefpunkt erreicht, als alles grau und hoffnungslos erscheint und ich überlege, ob ich dies Buch abbreche, fügt die Autorin einen Charakter ein und damit beginnt die Wendung.
Der unerkannte Reichtum in Josephs Seele entfaltet sich nach und nach, geschickt eingewoben in das Geschehen.

Mit klar umrissen Bildern erzählt die Autorin vom dörflichen und bäuerlichen Leben, anschaulich und nachvollziehbar vom Denken der einfachen Menschen. Von lebensmüde bis hoffnungsvoll, denn was wäre das Leben ohne den Tod. Sie sucht mit Joseph Antworten auf die Frage: Für wen leben wir? Das gelingt ihr tiefsinnig und nahegehend und hat mich sehr angesprochen.

Die Geschichte spielt in den 1959/1960ger Jahren. Vieles wird entsprechend dem damaligen,irgendwann Zeitgeist beschrieben und passt ausgezeichnet. Allerdings sind mir kleinere Dinge aufgefallen, die für mich nicht in diese Zeit passen, die untypisch waren. Diese erwähne ich hier nicht, da ich nicht spoilern möchte. Meinem sehr guten Gesamteindruck hat das nicht gestört.

Elena Fischer erzählt die Vergangenheit rückwärts und die Gegenwart vorwärts. Zwei Zeitebenen, die sich ergänzen, die auseinanderdriften und sich doch ergänzen. Super gemacht!

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, leicht lesbar, mit schöner Sprache, passend zur Geschichte. Es ist eine ruhig erzählte Geschichte, die vielfältige Tiefe beinhaltet und eine schöne Anspannung aufbaut, die nicht spektakulär, sondern leise und unterschwellig mitschwingt.
Große Leseempfehlung für alle, die mehr als flüchtige, oberflächliche Unterhaltung suchen.

Vielen Dank an NetGalley und den Diogenes Verlag für die Bereitstellung des eBooks. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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Auch der neue Roman von Elena Fischer hat mir gut gefallen. Im Mittelpunkt steht Joseph, der in seiner Kindheit den Verlust seines Bruders erlebte und in seiner Familie kaum Liebe erfahren hat, Gefühle und Wünsche wurden nicht zugelassen oder unterdrückt, sowohl durch seine Eltern, als später auch durch ihn selbst. Er lernt erst in der Gegenwart,- hauptsächlich auch durch die Trennung von seiner Frau und seinem Sohn - was dieser Verlust und diese Kindheit mit ihm gemacht haben. Er ist schon dabei, seine Suizid-Pläne in die Tat umzusetzen, als unerwartet eine junge hilflose Frau bei ihm auftaucht, der er Hilfe und Unterschlupf gewährt. Die Autorin schafft es, die Leserschaft mit leisen Tönen und der stoischen aber gutherzigen Figur des Joseph ein unterhaltsames Leseerlebnis zu verschaffen.

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Joseph fühlt sich einsam auf seinem Bauernhof in den 60er Jahren. Seine Frau hat ihn verlassen und den gemeinsamen Sohn mitgenommen. Als er sein Leben eigentlich beenden will, steht auf einmal Birdie vor seiner Tür. Die junge, unbekannte Frau benötigt dringend Hilfe und gibt seinem Leben somit wieder einen neuen Sinn. Dann gibt es da auch noch Ada, die ältere Schwester von seiner Frau, mit der er sich auch schon immer sehr verbunden gefühlt hat.
WOW!!! Ein ganz besonderer Roman! Ich bin begeistert!

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Im Zentrum des Romans steht Joseph, dessen Leben aus den Fugen gerät, als seine Frau Lis ihn gemeinsam mit ihrem Sohn verlässt. Zurück bleibt er allein auf dem Hof – gefangen in Routinen, die ihm Halt geben, aber gleichzeitig jede Entwicklung ersticken.
Joseph findet für sich einen Ausweg, doch dann fällt – im wahrsten Sinne des Wortes – plötzlich Birdie in sein Leben. Parallel dazu rückt auch seine Schwägerin Ada näher in seinen Alltag. Beide Frauen bringen Bewegung in Josephs festgefahrene Welt und eröffnen ihm neue Perspektiven.
Besonders gelungen ist der Autorin dabei, deutlich zu machen dass es sich lohnt, innezuhalten und zu hinterfragen, was einem wirklich wichtig ist – selbst nach langer Zeit. Die Leserschaft wird mitgenommen bei Josephs Befreiung der selbst auferlegten Fesseln und der Tatsache dass der vermeintlich einfache, vorgezeichnete Weg ist nicht immer der richtige ist. Und genau diese Erkenntnis entwickelt sich leise, aber spürbar im Roman.
Der Sprachstil ist sehr eingängig. Elena Fischer schreibt ruhig und trifft dennoch immer wieder feine, pointierte Beobachtungen, die nachhallen. Gerade diese Mischung macht den Text angenehm zu lesen, ohne an Tiefe zu verlieren. Ich mochte die unterschiedlichen Charaktere sehr und jede brachte die Geschichte weiter voran. Im Verlauf der Handlung macht die Autorin deutlich an welcher auferlegten Schuld Joseph zu knabbern hat und wie er sich davon distanzieren kann. Besonders Birdie fungiert dabei als eine Art Katalysator: Durch sie beginnt Joseph, sich selbst und sein Leben neu zu betrachten.

Ein ruhiger, atmosphärischer Roman über Verlust, Veränderung und die Frage, ob man den Mut findet, das eigene Leben neu auszurichten.

4 stars
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Ich mochte das Buch, ganz unabhängig von den beiden Zufälligkeiten, das Auftauchen der Hilfe suchenden Birdie und das Schwesternverhältnis zwischen Lis und Ada, aber hey, wir lieben ein Happyend und manchmal sind es diese Zufälle, die ein schönes Märchen ausmachen. Sprachlich sehr sauber und angemessen, die sprachliche Ökonomie ist tatsächlich sehr kunstvoll, merkt man gar nicht so. "Für Leser von Robert Seethaler" will sicher kein Verlag hören. Es gibt Situationen, für die ich "Wirf einen Schatten" empfehlen würde!

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Weihnachten 1962, auf dem Land. Nachdem Joseph von seiner Frau Lis mitsamt Sohn Samuel vor einem halben Jahr verlassen wurde, ist er einsam und sieht keinen Sinn mehr im Leben. Lis hat das Leben auf dem Hof einfach nicht mehr ausgehalten. Joseph hat nur noch Kontakt zu Lis' Schwester Ada. Als Joseph an Weihnachten sich seiner Traurigkeit komplett hingibt und zum äußersten Mittel greifen will, klopft/klingelt es Sturm an der Tür. Die junge, verwahrloste und verletzte 20-jährige Birdie steht davor, auf der Flucht vor ihren Eltern und braucht dringend seine Hilfe. Eine unverhoffte und vorübergehende Wohngemeinschaft entsteht, die Josephs Leben und Gedanken gehörig auf den Kopf stellt.
Wir begegnen Joseph in zwei Erzählsträngen: Ab Weihnachten 1962 und allen neuen Ereignissen. Und rückwärts erzählend, wie seine Frau ihn verlassen hat, die Zeit davor als Familie, die Geburt des Kindes, die Hochzeit, das Kennenlernen usw. Durch die rückwärts erzählenden Passagen bleibt uns wie Joseph seine Gefühlswelt erst verschlossen und öffnet sich langsam, Erinnerung für Erinnerung. Ich konnte nach und nach immer besser verstehen, was zu der Situation heute geführt hat und warum Joseph ist wie er ist.
Eine ruhig erzählte Geschichte über die Wandlung eines Mannes, das Leben auf dem Land in den 50er/60er-Jahren. Das Buch ist eine Verschmelzung von "Ein Mann namens Ove" (der einsame Mann, der seinem Leben ein Ende setzen will und dabei gestört wird) und "Alte Sorten" von Ewald Arenz (das unverhoffte Zusammenleben mit einem jüngeren Menschen mit anderen Ansichten und der Liebe zum Leben auf dem Land). Elena Fischer ist erwachsen geworden.

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Ist das Leben etwas, das uns passiert?
Elena Fischer ist eine Meisterin der Nuancen. Ihre Charaktere sind so
dreidimensional, dass ich mich dem Bauer Joseph und seiner
Lebenssituation einfach nicht verwehren konnte und zusätzlich begleiten
und unterstützen die beschriebenen Jahreszeiten und Landschaftsbilder
gezielt aufs feinste jede Stimmung.
Die Inhaltsangabe gibt an: "Lis, Ada und Birdie - sie werden ihrem
eigenen, aber auch Josephs Leben eine ganz neue Richtung geben.", und
ich behaupte, für mich ging die Autorin sogar einen Schritt weiter.
Jeder muss sich im Leben mindestens einmal der Frage stellen, ergeben
wir uns den Umständen oder formen wir unser Leben selbst. Ist etwas, das
in der Kindheit Überlebensstrategie war, irgendwann einfach ein
Persönlichkeitsmerkmal oder hat jeder Erwachsene die Pflicht, sich zu
öffnen für die Facetten des Lebens und der vielen Möglichkeiten, die
eine einfache Entscheidung bringt und eventuell die ganze Perspektive
verändert?
Josephs Perspektive scheint gesetzt. Tief in einer depressiven Phase
wird es um ihn immer düsterer und selbstwirksam war er schon lange nicht
mehr. Als Birdie ihm fast wortwörtlich zur Tür hereinschneit, wird aus
automatisierter Reaktion, einer Person in Not zu helfen, nach und nach
Josephs Erkenntnis, ein einsames, perspektivloses Leben, nicht
akzeptieren zu müssen. Außerdem erinnert er sich dann doch noch, dass er
Vater ist und jedes Elternteil weiß, dass Kinder nicht fragen, ob wir
bereit sind oder uns selbst schon gut genug kennen. Die Personen, denen
wir nahe stehen wollen, haben einen Menschen verdient, der Verantwortung
für seine Entscheidungen übernehmen kann!
Was mich zu Anfang dieser Lektüre Schimpftiraden auf den Hauptcharakter
hielten ließ, wird zum Kernthema dieses grandiosen Werkes;
wirklich fantastisch geschrieben.

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Weihnachten 1962, auf dem Land. Nachdem Joseph von seiner Frau Lis mitsamt Sohn Samuel vor einem halben Jahr verlassen wurde, ist er einsam und sieht keinen Sinn mehr im Leben. Lis hat das Leben auf dem Hof einfach nicht mehr ausgehalten. Joseph hat nur noch Kontakt zu Lis' Schwester Ada. Als Joseph an Weihnachten sich seiner Traurigkeit komplett hingibt und zum äußersten Mittel greifen will, klopft es Sturm an der Tür. Die junge, verwahrloste und verletzte 20-jährige Birdie steht davor, auf der Flucht vor ihren Eltern und braucht dringend seine Hilfe. Eine unverhoffte und vorübergehende Wohngemeinschaft entsteht, die Josephs Leben und Gedanken gehörig auf den Kopf stellt.
Wir begegnen Joseph in zwei Erzählsträngen: Ab Weihnachten 1962 und allen neuen Ereignissen. Und rückwärts erzählend, wie seine Frau ihn verlassen hat, die Zeit davor als Familie, die Geburt des Kindes, die Hochzeit, das Kennenlernen usw. Durch die rückwärts erzählenden Passagen bleibt uns Lesern, wie Joseph selbst, seine Gefühlswelt erst verschlossen, die sich langsam öffnet, Erinnerung für Erinnerung.
Eine ruhig erzählte Geschichte über die Wandlung eines Mannes, das Leben auf dem Land in den 50er/60er-Jahren. Ich konnte nach und nach immer besser verstehen, was zu der Situation heute geführt hat und warum Joseph ist wie er ist. Das Buch ist eine Verschmelzung von "Ein Mann namens Ove" (der einsame Mann, der seinem Leben ein Ende setzen will und dabei gestört wird) und "Alte Sorten" von Ewald Arenz (das unverhoffte Zusammenleben mit einem jüngeren Menschen mit anderen Ansichten und der Liebe zum Leben auf dem Land). Elena Fischer ist erwachsen geworden.

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Auch der zweite Roman von Elena Fischer hat mich von Anfang an gepackt. Die Autorin schafft es, das Seelenleben ihrer Hauptpersonen für die Leserschaft so greifbar zu machen, dass man einfach unbedingt wissen muss, wie es der Person am Ende ergeht. Josephs Geschichte ist dramtisch, berührend und am Ende hoffnungsvoll. Wieder sehr sehr toll!

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Die Handlung spielt Ende der Fünfziger bis Anfang der Sechziger Jahre, einer Zeit, die von einem anderen Takt und anderen Werten bestimmt war.
Nachdem seine Frau ihn mit dem gemeinsamen kleinen Sohn verlassen hat, sieht Joseph keinen Sinn mehr im Leben.
Sein Tagesablauf ist davon geprägt, sich um den Hof und die Tiere zu kümmern. Das war schon bei den Eltern so. Platz für andere Gedanken bleibt keiner. Über Belastendes zu reden hat er nie gelernt. So hat er sich auch nie mit den Geschehnissen aus der Vergangenheit auseinandergesetzt. Immer noch bedrückt ihn ein tragisches Unglück aus seiner Kindheit. Gerade rechtzeitig tauchen Birdie und Ada auf.
Es wird ein langer Prozess für Joseph umzudenken.

Eine ruhige, melancholische Geschichte, die schön zu lesen ist. Der Charakter des Protagonisten und die in ihm verankerte Schwere lesen sich überzeugend und wirklichkeitsnah.

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Manche Bücher sind nicht laut. Sie drängen sich nicht in den Vordergrund, sondern entfalten ihre Wirkung ganz langsam. Wirf einen Schatten ist genau so ein Roman.

Elena Fischer erzählt von Menschen, die vieles mit sich selbst ausmachen. Von unerfüllten Träumen, Entscheidungen, die ein ganzes Leben prägen, und der Sehnsucht nach einem anderen Weg. Dabei gelingt es ihr, ihren Figuren so viel Tiefe zu geben, dass ich mich ihnen schnell verbunden gefühlt habe. Besonders beeindruckt hat mich, wie fein sie die Gefühle ihrer Figuren zeichnet – oft reichen wenige Sätze, um eine ganze Lebensgeschichte spürbar zu machen.

Die Atmosphäre des Romans hat mich von der ersten Seite an eingefangen. Das ländliche Setting wirkt rau und eng, gleichzeitig aber auch vertraut. Über allem liegt eine Melancholie, die sich durch die Geschichte zieht, ohne sie hoffnungslos werden zu lassen. Gerade dieses Wechselspiel zwischen Schwere und Hoffnung hat mir sehr gefallen.

Elena Fischer schreibt ruhig, bildhaft und mit viel Feingefühl. Sie nimmt sich Zeit für ihre Figuren und deren Entwicklung. Wer actionreiche Handlungen oder große Überraschungen sucht, wird hier vielleicht nicht fündig. Dafür bietet der Roman etwas anderes: intensive Charaktere, emotionale Tiefe und viele Gedanken, die noch lange nach dem Lesen nachwirken.

Wirf einen Schatten ist für mich ein Roman über die Spuren, die Menschen im Leben anderer hinterlassen, über verpasste Chancen und darüber, dass es manchmal nie zu spät ist, sich den eigenen Gefühlen zu stellen. Ein leises, kluges und berührendes Buch, das mich auch nach der letzten Seite noch beschäftigt hat.

Ein Roman, der nicht durch große Dramatik überzeugt, sondern durch seine Menschlichkeit und seine außergewöhnlich fein gezeichneten Figuren. Genau die Art von Geschichte, die sich langsam ins Herz schleicht.

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Wir begegnen Joseph, allein auf einem abgelegenen Bauernhof lebend , einsam , weil seine Frau mit dem gemeinsamen Sohn ihn gerade verlassen hat, Da steht eines Tages Birdie, eine junge Frau vor seiner Tür. Eine Frau, die aus ihrem Elternhaus geflüchtet ist und eine schlimmer Erfahrung hinter sich hat. Dann gibt es noch Ada, die Schwester seiner Frau, zu der Joseph sich sehr hingezogen fühlt. In Rückblenden erfährt man
mehr aus dem Leben von Joseph.
Ein Plot, der behutsam erzählt wird, unaufgeregt und dadurch, meine ich, besonders beeindruckend. Elena Fischer hat gehalten, was sie mit
ihrem ersten Roman versprochen hat. Einen wunderschönen, leicht zu lesenden , aber tiefgehenden Roman für Sommerabende.
Sehr gerne werde ich das Buch weiter empfehlen.

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Eine berührende Geschichte über drei Leben, die anders und wahrscheinlich glücklicher hätten verlaufen können, wenn man sich getraut hätte, zu reden und zu seinen Gefühlen zu stehen.

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4 stars

Ein Roman über Neuanfänge, zweite Chancen und die Bedeutung von der richtigen Person zum richtigen Zeitpunkt...
denn wenn Birdie nicht an jenem schicksalhaften Tag an Josephs Tür geklopft hätte, wäre sein Leben beendet gewesen. So aber lässt er von dem Plan ab, Selbstmord zu begehen. Stattdessen nimmt er die junge Frau bei sich auf und lässt damit zu, dass etwas Neues, Unerwartetes geschehen kann. Was jahrelang dem immergleichen Trott unterlag, der Alltag auf dem Hof, das gebunden sein an all die Aufgaben und Pflichten, bekommt Risse und Löcher und Joseph öffnet sich für die Menschen, die ihm wirklich etwas bedeuten.
Feinfühlig und mit großem Gespür für ihren Protagonisten und dessen Befindlichkeit, erzählt Elena Fischer die Geschichte einer Verwandlung, eines Neuanfangs, bei der der "Held" nach großem Schmerz und anschließender Läuterung schließlich das Glück findet.

4 stars
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5 stars

Es ist Heilig Abend 19.. und Josef möchte seinem Leben ein Ende bereiten. Daß Frau und Sohn den Hof verlassen haben und in die Stadt gezogen sind, ist für ihn ein Unglück, dass er nicht glaubt, überleben zu können.
Aber während er die letzten Vorbereitungen trifft, klingelt es an der Haustür. Wie selbstverständlich öffnet er sie. Ein fremdes Mädchen, Birdie, steht davor. Sie ist auf der Flucht und bittet ihn um Hilfe. Josef lässt sie in sein Haus - und sein Leben nimmt eine neue Wendung!
Fischer schreibt eindringlich und psychologisch dicht über das Scheitern von Lebensentwürfen und darüber, dass das Leben viel mehr Möglichkeiten bereithält, als man vielleicht zunächst denkt! Auch ihr zweiter Roman nimmt nach Paradise Garden wieder Menschen in den Blick, die unsichtbar am Rande der Gesellschaft leben und lernen müssen, die Kraft für ein gelingendes Leben aus ihrem Scheitern zu ziehen. Ein starker Roman!

5 stars
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3 stars

Protagonist Josef wurde von Frau und Kind verlassen und betreibt nun (wieder) alleine seinen geerbten Hof. Innerlich ist er ziemlich abgestumpft, was wohl aus seiner Kindheit herrührt, in die es immer wieder Rückblicke gibt. Als er sich gerade zu einem drastischen Schritt entscheidet, tritt zum Glück Birdie in sein Leben. Die junge Frau braucht seine Hilfe und zeigt ihm so, dass ihm doch noch etwas am Leben liegt.
Nach dem Lesen von „Wirf einen Schatten“ bleibt bei mir vor allem die herbstliche Atmosphäre hängen. Wirklich warm geworden bin ich mit Josef nicht. Er kam mir so abgestumpft vor, dass er das ganze Buch über fremd blieb. Schön fand ich hingegen, dass auch mal von einem Mann erzählt wird, der an sich und seiner Vergangenheit arbeitet, um heute glücklicher zu sein. Wer solche Geschichten mag und vielleicht Lektüre für den Herbst oder Winter sucht, kommt hier auf seine Kosten.

3 stars
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5 stars

Ein leises Buch, eine klug erzählte Geschichte

Es ist Weihnachten, das Jahr 1963 neigt sich dem Ende zu und Joseph sitzt da, am Morgen vor Heiligabend. Alleine. Einen Christbaum wird es diesmal geben, auch werden alle zukünftigen Tage, die in einer Familie etwas Besonderes sind, für ihn eher grau in grau sein. Still ist es hier, seit seine Frau Lis mitsamt ihrem gemeinsamen Sohn, dem vierjährigen Samuel, die Koffer gepackt hat und in die Stadt gezogen ist. Und nun herrscht Funkstille zwischen ihnen, seit beinahe einem halben Jahr.

Zwei Zeitebenen sind es, die Josephs Leben reflektieren. Das Heute, in dem er einsam und verlassen ist und er dann zurückblickt auf das Gestern, auf Lis und den kleinen Samuel und auf noch so einiges dazwischen. Joseph hinterfragt sein Leben, denkt an seine Herkunftsfamilie, an seine Eltern, die ihn nie so richtig gesehen haben. Denkt an seinen jüngeren Bruder Johann, an dessen frühen Tod er sich schuldig fühlt. Und er denkt zurück an die Zeit, als er und Lis sich begegnet sind. Er ist verzweifelt und gerade hat er einen Entschluss gefasst, als es klingelt und eine junge Frau vor der Tür steht. Sie nennt sich Birdie. Und da ist auch noch Ada, Lis‘ Schwester: „Eine Träumerin, denkt Joseph von Ada… Vielleicht gibt es überhaupt nur zwei Sorten Menschen auf der Welt: die Realisten und die Träumer.“

Nachdem ich Elena Fischers fulminantes Debüt „Paradies Garden“ gelesen habe, war ich auf ihr neuestes Werk „Wirf einen Schatten“ sehr gespannt und - auch ihr zweites Buch steht dem ersten in nichts nach. Es ist ein leises Buch, eine klug erzählte Geschichte, das von Verzweiflung genau so wie von Mut spricht. Vom Leben an sich, von Schicksalsschlägen und von Freundschaft, von der Kraft der Liebe, vom Auseinanderdriften und dem Zusammenfinden.

Elena Fischers Sprache ist voller Poesie. Ihre behutsame Erzählweise informiert, beobachtet, ohne anzuklagen, ihre Figuren sind nahbar, so manch Satz macht nachdenklich, wirkt lange nach. „Es gibt für alles eine Zeit. Fürs Säen und Ernten, fürs Bleiben und Gehen.“

Auch dieses zweite Buch der Autorin möchte ich nicht missen, diese kluge, diese kraftvolle und doch so feinfühlig erzählte Geschichte um Joseph, der alles verloren glaubt und dann weiß, einen Schatten zu werfen.

5 stars
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5 stars

Ach das war ein richtig schöner Roman mit einem männlichen Protagonisten, der zwar wortkarg, wie Bauern ja oft klischeehaft dargestellt werden, aber mindestens ebenso sensibel ist. Mir rutschte das Wort "süß" ständig in den Kopf, ich fand Joseph toll. Männlich, aber weich, emsig und tatkräftig aber nachdenklich und zurückgezogen. Und dabei fast ein gebrochener Mann, denn gleich zu Beginn werden wir damit konfrontiert, dass sich Joseph das Leben nehmen will, nachdem seine Frau ihn mit ihrem gemeinsamen Sohn verlassen hat. Ungewöhnliche Begegnungen, zB mit Birdie, holen ihn ins Leben zurück, fordern ihn heraus und lassen ihn Stück für Stück mit seiner Vergangenheit aufräumen. "Wird einen Schatten" ist ein berührender Roman mit einer männlichen Hauptfigur, die die Autorin Elena Fischer hier sehr schön herausgearbeitet hat. Es gibt Tiefe und verschiedenen Ebenen, die sich gleichzeitig voneinander weg, aber doch aufeinander zu bewegen- so dass am Ende viele Puzzleteile ein Bild ergeben, dass nachvollziehbar ist- zumindest was Joseph angeht.. die Frauenfiguren bleiben eher blass.
Das hat mich insgesamt positiv überrascht, sehr eingenommen und glücklich gemacht. Emotionale Stärke, berührende Szenen, sprachlich schön umgesetzt- für mich einen großen Daumen hoch!

5 stars
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4 stars
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4 stars
4 stars

Mit diesem Buch schafft es Elena Fischer in die ernste Literatur. So ganz anders als ihr erster Roman. Die Geschichte von Joseph entspinnt sich langsam, wir müssen jedem Hinweis folgen, es braucht Geduld , aber entfaltet einen ungemeinen Sog.

4 stars
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4 stars
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5 stars
5 stars

Im rauen, gleichzeitig schönen Alltag vorgegeben vom Takt der Natur, lebt Joseph weiter, nachdem seine Frau ihn eines Tages mit dem gemeinsamen Sohn verlassen hat. Sie fehlen, das spürt er, aber Worte findet er nicht, nur Erinnerungen. Dann steht da Birdie auf seiner Türschwelle und die Tage beginnen wieder Sinn zu ergeben, Hoffnung regt sich in ihm, zu verstehen, wie es soweit kommen konnte und ob es sich nicht vielleicht sogar ändern lässt.
Elena Fischer erzählt eine zarte Geschichte um Freundschaft und Loyalität und um die Kraft des Vertrauens in sich selbst. Ein Buch, das mich sehr bewegt hat!

5 stars
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2 stars
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2 stars

Elena Fischer kann gut erzählen, keine Frage. Ich brauchte trotzdem die ersten 100 Seiten um mich in der Geschichte einzufinden. Ich fand es ein bisschen schwulstig und wenig innovativ, aber hab es am Ende trotzdem ganz gerne gelesen.

2 stars
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5 stars
5 stars

Zuerst war ich etwas perplex, weil ich nach „Paradise Garden“ etwas völlig anderes erwartet hatte. Es dauerte einen Moment, bis ich mich auf die Geschichte einlassen konnte. Aber dann gefiel sie mir immer besser. Sie ist sanft, ruhig, melancholisch und sprachlich feinfühlig und passend zu den Charakteren verfasst.
Zwei Bücher, zwei total unterschiedliche Welten. Man darf gespannt sein auf Elena Fischers nächsten Roman!

5 stars
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5 stars

Ein ruhiger, atmosphärischer Roman, über eine verwundete Ehe und Vaterschaft sowie die Sehnsucht nach einer vergangenen Liebe.
Mein zweites Buch von Elena Fischer, welches ich sehr gerne gelesen habe, was jedoch nicht ganz mit Paradise Garden mithalten konnte. Nichtsdestotrotz mochte ich diese kurzweilige Geschichte gerne und auch auf sprachlicher Ebene konnte mich der Roman überzeugen.

5 stars
5 stars
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4 stars
4 stars
4 stars
4 stars

Weihnachten 1963: Nachdem seine Frau mit dem kleinen Sohn den Bauern Joseph verlassen hat, beschließt dieser sich das Leben zu nehmen. Aufgehalten wird er von der jungen Birdie, die hilfesuchend auf seinem einsam gelegenen Hof auftaucht.
Elena Fischer erzählt eindrücklich Josephs Lebensgeschichte, über dessen Unfähigkeit über seine Gefühle zu sprechen. Manchmal störte mich der Blick durch die zeitgenössische Brille auf eine sechzig Jahre zurückliegende Vergangenheit, aber vielleicht ist das auch das Berührende des Romans.

4 stars
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5 stars

Eine Geschichte, ein klein wenig, wie ehedem Karl Heinrich Waggerl. Im positiven Sinne gesprochen. Viel Natur, viel trotziger und ruhender Mann. Viel Geschichte dahinter, die ihn so einsam und wenig kommunizierend werden ließ. Schön, wie ich ihn, sein Leben und seine Welt langsam kennen lernen darf und auch andere Menschen in die Geschichte treten dürfen. Mir wars ein wunderbares Leseerlebnis.

5 stars
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4 stars
4 stars

Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt: wunderschön erzählt

Auch der zweite Roman von Elena Fischer hat mich wieder überzeugen können. Auch in dieser Geschichte ist es die ruhige Erzählweise, eine gewisse Melancholie, die aber immer positive Untertöne hat und immer in Hoffnung mündet, die vorherrscht. Dieses Mal geht es im Jahr 1963 um Joseph, ein jüngerer Bauer, der einen einsamen Bauernhof betreibt. Seine Frau hat ihn verlassen und den kleinen Sohn mitgenommen. Sie wollte wieder in der Stadt leben. Joseph kommt damit nicht zurecht und will sein Leben beenden. Da steht aber die junge Birdie plötzlich vor seiner Tür, mit 20 Jahren noch nicht volljährig und auf der Flucht vor ihren Eltern. Ihre positive Sichtweise auf das Leben lässt Joseph sein Leben überdenken. Und da gibt es auch noch Ada, die Schwester seiner Frau, die ebenfalls Schwung in seine zuletzt negativen Gedanken bringt. Elena Fischer lässt den Leser an den Gedanken von Joseph durch Rückblicke teilhaben, die Ausschnitte und bestimmte Situationen seines bisherigen Lebens lebendig werden lassen, aber auch die Geschichte im Jahr 1963 weitererzählen. Insgesamt regt der Roman auf eine wunderschöne Weise selbst zum Nachdenken an, über das Leben, das was wichtig ist und wie aus vielleicht selbst als ausweglos empfundene Situationen etwas Positives und Neues entstehen kann. Ich habe diese Gedanken und die Lektüre sehr genossen. Insbesondere hat die flüssige und auch bildhafte Erzählweise dazu sehr beigetragen. Deshalb empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.

4 stars
4 stars
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4 stars

„Wirf einen Schatten“ von Elena Fischer ist ein Roman über Verlust, Schuld und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Joseph lebt nach dem Weggang seiner Frau und kleinen Sohnes zurückgezogen und findet nur noch bei seiner Schwägerin Ada Halt. Als die junge Birdie unerwartet und zum richtigen Zeitpunkt in sein Leben tritt, beginnt sich langsam etwas zu verändern. Nach und nach werden auch die Ereignisse aus Josephs Vergangenheit, in Rückblenden erzählt, sichtbar. Die Sprache von Elena Fischer ist kraftvoll und atmosphärisch. Manche Entwicklungen wirken zwar etwas plötzlich, wodurch nicht alles vollständig nachvollziehbar bleibt. Auch musste ich mich anfangs erst an den besonderen, dichten Schreibstil gewöhnen, doch genau dieser hat mich immer mehr überzeugt. Ein bewegendes Buch über Einsamkeit, Vergebung und starke Frauen, dass ich absolut weiterempfehlen kann.

4 stars
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3 stars
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3 stars

"Joseph sah in den Himmel, dachte nach. So, wie es beinahe unmöglich war, Gefühle in Worte zu fassen, war es beinahe unmöglich, einen Traum in Worte zu fassen. Es war immer bloß eine Annäherung."

Nach einem so wunderbaren Debüt wie "Paradise Garden" stelle ich es mir schwierig vor, einen Nachfolgeroman zu schreiben. Entsprechend gespannt war ich auf "Wirf einen Schatten". Und auch hier zeigt Elena Fischer wieder, wie gut sie mit Sprache umgehen kann. Viele Sätze sind präzise, atmosphärisch und voller Beobachtungsgabe. Besonders gelungen fand ich die Konstruktion mit den zwei Zeitebenen: Während die Gegenwart voranschreitet, bewegt sich die zweite Erzählebene immer weiter zurück in die Vergangenheit. Das verleiht dem Roman eine ganz eigene Dynamik und macht ihn sehr interessant. Mit dem Protagonisten bin ich allerdings nie richtig warm geworden. Er blieb für mich unnahbar und emotional schwer zugänglich. Seine Überforderung hat mich weniger berührt als vielmehr genervt – vielleicht gerade, weil er so konsequent in seiner Perspektive als Mann in den Sechzigern verhaftet bleibt. So blieb für mich eine gewisse Distanz zur Geschichte bestehen. Ich habe das Buch gerne gelesen und seine Qualitäten durchaus erkannt, aber emotional hat es mich nicht erreicht. Ein schöner, klug erzählter Roman mit einer besonderen Struktur – leider keiner, der für mich lange nachhallen wird.

3 stars
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5 stars

Dies ist der zweite Roman der Autorin Elena Fischer. Sie beschreibt in ihrer Geschichte das Leben von Joseph in den sechziger Jahren. Er lebt auf seinem Bauernhof, seiner Frau war das Leben dort zu trist und sie ist mit ihrem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen. Dann steht auf einmal eine junge, fremde Frau vor seiner Tür, die dringend Hilfe benötigt. Dies gibt seinem Leben wieder einen Sinn. Dann ist da auch noch die ältere Schwester seiner Frau, mit der er sich auch immer gut verstanden hat. Dies ist ein sehr schön geschriebener Roman, der wirklich sehr lesenswert ist. Ich empfehle ihn sehr gerne weiter.

5 stars
5 stars
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3 stars
3 stars
3 stars
3 stars
3 stars

Ich mochte "Paradise Garden" sehr gerne und hab dem erscheinen von "Wirf einen Schatten" entgegengefiebert. Das Buch ging nicht so an mich, wie das andere Buch. Ich bin den Charakteren nicht so nahe gekommen. Trotzdem eine schöne Geschichte.

3 stars
3 stars
3 stars
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5 stars
5 stars
5 stars
5 stars
5 stars

Wunderschöne Geschichte, mit vielen schönen und auch tragischen Momenten.

Die Wechsel zu den früheren Lebensjahren haben mir gut gefallen, und es lief gut auf das Ende hinaus.

Klare Leseempfehlung!

5 stars
5 stars
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5 stars
5 stars
5 stars
5 stars

Die Geschichte beginnt in den sechziger Jahren. In Josephs Leben, auf dem Hof in den Bergen ist es ruhig geworden, seit Frau und Kind gegangen sind. Joseph denkt an den Tod. Doch in der größten Verzweiflung klopft das Schicksal an die Tür. Eine junge Frau, sie nennt sich Birdie, sucht Unterschlupf bei ihm. Zuerst misstrauisch, spüren die Beiden doch bald eine gewisse Vertrautheit zueinander. Sie brauchen und helfen sich gegenseitig. Plötzlich ändert sich Josephs Leben und er schöpft Hoffnung. Auch findet er wieder Kontakt zu den Menschen, die ihm einst so wichtig waren und die er liebt.
Es entfaltet sich eine Geschichte voll leiser Intensität und poetischem Feingefühl, mit wunderbaren Charakteren, deren Leben auch in der Vergangenheit erzählt wird. Dann versteht der Leser, was damals passiert ist.
Ich war gespannt auf Elena Fischers neuen Roman und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen.
Das Cover passt wunderbar zur Geschichte. Es zeigt Josephs Sehnsucht nach einem neuen, besseren Leben.

5 stars
5 stars
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4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars

Tolle Stimmung, toll erzählt. Ohne viel Action ein fantastisches Buch, das mich mitgenommen hat mit seiner Tiefe und Zartheit.

4 stars
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5 stars

In „Wirf einen Schatten“ von Elena Fischer lernen wir Joseph kennen. Joseph ist im Dorf auf dem Bauernhof seiner Eltern aufgewachsen und hat den Hof nach deren Tod übernommen. ER kümmert sich hingebungsvoll darum. Melkt die Kühe, füttert die Schweine, hilft bei der Geburt von Lämmern und sammelt die Eier seiner Hühner ein. Lis, seine Frau, kümmert sich derweil beinahe allein um den gemeinsamen, 1959 geborenen Sohn Samuel. Joseph merkt schnell, dass es ihm schwerfällt, der Vater zu sein, der er gern wäre. Als Samuel fast vier Jahre alt ist, hat Lis das Landleben und Joseph satt und zieht mit Samuel zurück zu ihren Eltern in die Stadt. Joseph’s Grübeln wird immer mehr, die Tage immer dunkler. Er fasst einen Entschluss. Nicht ohne gute Vorbereitung. Die Tiere wollen versorgt sein, der Hof ordentlich. Ein letzter Besuch in der Kirche und eine Beerdigung gehören auch zu seinem Abschied. Als er nun am Heiligen Abend allein in seiner Küche sitzt, klingelt es an der Tür. Davor steht eine junge Frau in einem zerschlissenen Mantel, die sich kaum noch auf den Beinen halten kann: Birdie. Was Joseph zu diesem Zeitpunkt nicht weiß: Birdie wird seine Sicht auf das Leben verändern.

Es hat mir großen Spaß gemacht, Joseph in seinem Leben zu begleiten. Ich habe mich ihm direkt nahe gefühlt, was ungewöhnlich ist, habe ich doch als Stadtkind bis auf die Liebe zu Tieren rein gar nichts mit einem Mann, der auf einem Bauernhof lebt und aufgewachsen ist, gemeinsam. Auch die anderen Protagonisten sind mir besonders schnell ans Herz gewachsen. Allen voran Birdie, die von zuhause ausgerissen ist, weil sie den Normen und Vorstellungen ihrer Familie nicht mehr gerecht werden konnte. Alle Menschen im Dorf sind hilfsbereit und freundlich, was in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich ist. Elena Fischer hat einen Ort geschaffen, in dem man nicht nebeneinander, sondern miteinander lebt. Wo Menschen die Geschichten hinter den Gesichtern kennen und niemand durch ein Netz fällt, weil das Netz aus Händen besteht. Wo Fürsorge nicht nur ein Wort ist, sondern eine alltägliche Geste.

5 stars
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4 stars
4 stars
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4 stars
4 stars

Eine tolle Geschichte die mich gleich in ihren Bann gezogen hat. Die Figuren sind sehr sympathisch. Besonders fand ich die leichte Erzählweise mit den kurzen Kapiteln bei einem doch eher schweren Thema.

4 stars
4 stars
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3 stars
3 stars
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3 stars
3 stars

„Paradise Garden“ war 2023 eines meiner Highlights, so dass ich nun sehr neugierig auf das neueste Werk von Elene Fischer war. Thematisch geht „Wirf einen Schatten“ in eine ganz andere Richtung: Der Roman spielt um den Jahreswechsel 1963/64, mit Rückblenden bis ins Jahr 1957. Joseph, Mitte 40, lebt seit seiner Geburt in einem kleinen Dorf, wo er den Hof seiner mittlerweile verstorbenen Eltern übernommen hat. Vor wenigen Monaten wurde er von seiner Frau Lis verlassen, die das Leben auf dem Land nicht mehr aushielt und mit dem gemeinsamen Sohn zurück in die Stadt zog. Joseph ist einsam, verletzt und verzweifelt, doch er hat nie gelernt, seine Gefühle auszudrücken. Als er am Weihnachtsabend mit seinem Leben abgeschlossen hat, steht plötzlich Birdie vor seiner Tür, eine junge fremde Frau, die seine Hilfe braucht.

Wie schon bei Elena Fischers Debüt gefällt mir auch hier von Beginn an ihr klarer, fein beobachtender Stil. Doch leider kann mich die Geschichte diesmal nicht überzeugen. Sich als relativ junge Autorin in die Gefühlswelt eines 1918 geborenen Mannes hineinzubegeben, ist gewagt, und es gelingt ihr meiner Ansicht nach nicht, diese glaubhaft zu vermitteln. Zu sehr spürt man bei Joseph, aber auch seiner Schwägerin Ada, Birdie und Lis, die moderne heutige Denkweise durch. Zudem ist bereits von Anfang an relativ klar, wie sich die Handlung entwickeln würde, so dass mich der Roman zu keiner Zeit überraschen konnte.

3 stars
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4 stars
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4 stars

Ein Mann, der sich selbst im Weg steht

Joseph wurde vor einem halben Jahr von seiner Frau Lis verlassen. Sie nimmt auch den gemeinsamen Sohn Samuel mit. Für Joseph hat das Leben keinen Sinn mehr. Er kommt mit der Einsamkeit nicht klar und beschließt ebenfalls zu gehen.
Doch dann klingelt es an seiner Tür und ein junges Mädchen steht vor ihm, die seine Hilfe benötigt.

Ein ruhiger Roman in dem nicht viel passiert und trotzdem steckt viel in ihm drin. In einer klaren, einfühlsamen Sprache erfährt man von Josephs innere Zerrissenheit. So wird sie einem verständlich und nachvollziehbar.

Oft verliert sich Joseph in Gedanken an früher. Dadurch wird klar warum er sich selbst so im Weg steht und nicht auf Menschen zugehen kann, die ihm eigentlich wichtig sind.

Mir hat dieser Roman gut gefallen, wenn auch nicht nicht ganz so gut wie "Paradise Garden". Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Elena Fischer.

4 stars
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3 stars

Der neue Roman „Wirf einen Schatten“ von Elena Fischer konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Zwar haben mir viele der ruhigen, naturnahen Szenen und einige der erzählten Ideen gut gefallen – grundsätzlich lese ich solche Literatur sehr gern. Was mir jedoch gefehlt hat, waren nachvollziehbare Entwicklungen der Figuren. Gerade Joseph blieb mir über weite Strecken fremd, sodass ich nur schwer eine Verbindung zu ihm aufbauen konnte.

Trotz dieser Kritik ist Elena Fischer ein unterhaltsamer Roman gelungen, der sicherlich viele Leserinnen und Leser ansprechen wird.

3 stars
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5 stars

In den Fünfzigerjahren lernt der junge Bauer Joseph die Krankenschwester Lis kennen. Sie heiraten, ziehen auf den Hof und bekommen einen Sohn. Auf den ersten Blick ist es das Leben, das alle von ihnen erwarten. Doch Lis wird in der Enge des Dorfes und mit der Arbeit auf dem Hof immer unglücklicher. Sie möchte in die Stadt, möchte unter Menschen sein.

All das wird in Rückblenden erzählt, denn in der Jetzt-Zeit ist Joseph ein zutiefst verzweifelter, einsamer und ratloser Mann. Zum Glück tritt zufällig die junge Birdie in sein Leben, eine junge Frau, die ihre eigenen Probleme mitbringt und ihn von seinen erstmal ablenkt.

Elena Fischer hat vor drei Jahren mit ihrem Roman „Paradise Garden“ gezeigt, dass sie Figuren erschaffen kann, die sich beim Lesen sofort tief in die Herzen eingraben. Damals war es die 14-jährige Billie aus der Hochhaussiedlung, diesmal sind es Joseph, Birdie und die Schwägerin Ava.

Viele Sätze fassen kurz zusammen, wofür andere mehrere Seiten brauchen, zum Beispiel: „Wann hatte es begonnen, dieses Warten, dieses Sehnen? So oft wurde er nicht, wer er hätte sein können. Er selbst.“

Es bleibt das Bangen mit Joseph, der das Herz am rechten Fleck hat und doch so viel falsch macht. Und die Hoffnung, dass er doch noch die große Liebe findet und eine starke Beziehung zu seinem kleinen Sohn aufbauen kann.

"Wirf einen Schatten" ist ein stiller Roman über Menschen, die einander prägen – und darüber, wie schwer es ist, im Leben Spuren zu hinterlassen, ohne dabei Schatten auf andere zu werfen.

5 stars
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5 stars

Joseph lebt mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn auf einem traditionellen Bauernhof. Eines Tages wird er von den beiden verlassen und sieht keinen Sinn mehr im Leben. Er schreibt eine To-Do Liste für sein Ableben, aber kurz bevor er seinen letzten Punkt abhaken kann, klingelt es an der Tür. Vor ihm steht Birdie, eine junge Frau, die Zuflucht sucht. Eine zarte Freundschaft entsteht, in der beide neue Seiten am Leben entdecken.

Ich habe mich sehr auf „Wirf einen Schatten“ von Elena Fischer gefreut, nachdem „Paradise Garden“ vor drei Jahren ein absolutes Highlight war. Und ich wurde nicht enttäuscht. Fischer hat einen wunderschönen bildhaften und flüssigen Schreibstil, der bei mir wieder eine echte Sogwirkung ausgelöst hat.

„Wie maß man Mut? In der Anzahl der Zweifel, die einem auf dem Weg kamen, den man doch beharrlich weiterging? (E-Book S. 14)

Die abwechselnde Erzählweise aus der Gegenwart und der rückwärts erzählten Vergangenheit hat die Beziehungen der Familie hervorragend zusammengesetzt und ein tolle Spannung aufgebaut. Die Charakterentwicklung von Joseph hat mir dabei sehr gut gefallen. Seine ambivalenten Gefühle aus Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit, Mut und Zuversicht wurden sehr authentisch beschrieben und haben ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter geformt, den ich bis zum Schluss sehr gerne begleitet habe. Einzig die Beziehung zu Birdie hat mir zuletzt zu wenig Raum eingenommen, hier hätte ich mir mehr erhofft, da sie zu Beginn so einen großen Einfluss auf Joseph hatte. Mit dem Ende bin ich aber trotzdem sehr zufrieden und kann „Wirf einen Schatten“ auf jeden Fall weiterempfehlen. Ein sehr guter zweiter Roman der Autorin.

5 stars
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