Die verborgenen Bilder
von Maja Ilisch
Dieser Titel war ehemals bei NetGalley verfügbar und ist jetzt archiviert.
Bestellen oder kaufen Sie dieses Buch in der Verkaufsstelle Ihrer Wahl. Buchhandlung finden.
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.
1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 12.02.2026 | Archivierungsdatum 07.04.2026
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #DieverborgenenBilder #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
Frieke ist zornig – über die Trennung ihrer Eltern, auf den Freund ihres Vaters, über die Aussicht, umziehen zu müssen. Doch die neue Wohnung birgt ein Geheimnis: Unter den Tapeten kommen alte Zeichnungen zum Vorschein, und wenn Frieke diese Bilder berührt, kann sie in die Vergangenheit reisen!
So lernt sie die gleichaltrige Ilsabeth kennen, die ihre Zeichnungen vor fast hundert Jahren an den Wänden verewigt hat. Die beiden Mädchen freunden sich an, und in Ilsabeths heiler Familie findet Frieke all das, was sie in der Gegenwart so sehr vermisst. Immer häufiger reist sie in die späten 1920er – aber nicht alles an dieser Zeit ist so toll, wie es Frieke zuerst erscheint. Und die Schatten der Vergangenheit reichen bis in ihre eigene Gegenwart …
Frieke ist zornig – über die Trennung ihrer Eltern, auf den Freund ihres Vaters, über die Aussicht, umziehen zu müssen. Doch die neue Wohnung birgt ein Geheimnis: Unter den Tapeten kommen alte...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783751207485 |
| PREIS | 16,00 € (EUR) |
| SEITEN | 304 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Frieden hat, so fühlt sie es, gerade alles verloren: ihre Eltern haben sich getrennt, verkaufen das Haus, das ihr Zuhause war, und ihr Vater hat sich neu verliebt, in einen Mann. In der Wohnung, in die Frieke mit Mutter und Schwester zieht, finden sich unter den alten Tapeten Bilder, die ein Kind, etwa in Friekes Alter, vor langer Zeit dorthin gezeichnet haben muss. Und eines Tages, als Frieke die Bilder berührt, taucht sie in die Vergangenheit ein...
Der Autorin ist es hier gelungen, auf sehr packende Art die Verlockungen des Faschismus für Kinder begreiflich zu machen; aber auch für Erwachsene lohnt sich die Lektüre entschieden! Ja, man fühlt sich leicht erinnert an das Grundkonzept von "Komm zurück, Lucy" (Buch und Serie aus den 70ern), aber die Geschichte ist doch sehr anders.
Packend und anregend - lohnt!
Als Frieke Gerbers Eltern sich trennen, kann kein Elternteil das vertraute Haus behalten und den anderen Partner auszahlen, beide Elternteile müssen daher umziehen. Mit Mutter und der älteren Schwester Henri wird die 12 jährige in eine renovierungs-bedürftige Altbauwohnung ziehen, in der sich in den letzten Jahren kaum etwas verändert zu haben scheint. Frieke fühlt sich von den Veränderungen überrollt und will zunächst keine Veränderung ihres bisherigen Lebens akzeptieren. Als Henri in Friekes zukünftigem Zimmer hinter einer uralten Tapete Bleistiftzeichnungen entdeckt, textet sie Frieke: „Komm und sieh dir etwas an“. Frieke entdeckt professionelle Zeichnungen, die direkt auf den gelb gestrichenen Putz aufgetragen sind – und sich als Portal in die Vergangenheit erweisen. Zu einem Zeitpunkt, an dem das Mädchen von den Umbrüchen der Gegenwart überwältigt wird, bekommt sie die Gelegenheit, ins Jahr 1928 zu reisen, als in der Wohnung eine Familie mit fünf Kindern lebte, die Tochter „Ilsabeth“ war die Schöpferin der Bleistiftzeichnungen. In Ilsabeths Welt muss Frieke sich nicht nur mit geschraubter Sprache auseinandersetzen, sondern auch ihr eigenes Auftreten als zu modern und selbstbewusst für die damalige Epoche wahrnehmen. Ihr Unbehagen über Werte und Einstellungen der Familie Vossen wächst, besonders an den Rollenzuschreibungen. Der Zusammenprall der Werte findet leider nicht ohne erhobenen pädagogischen Zeigefinger statt.
Als Henri von der Portalwirkung im Kinderzimmer erfährt, sorgt sie sich, dass in der Vergangenheit etwas schief gehen könnte, und auch Frieke grübelt, ob sie durch einen eigenen Fehler in der Vergangenheit evtl. an einer falschen Stelle der Gegenwart wieder ausgeworfen werden könnte. Das Tempo, in dem die Umbrüche auf Frieke einstürmen, bleibt bis zum Schluss des Jugendromans hoch; die Gefühle der Zwölfjährigen konnte ich jederzeit nachempfinden. Gelungen finde ich die unterschiedlichen Sprachebenen in Gegenwart und Vergangenheit. Mein liebstes altertümliches Wort ist der „patente“ Bruder.
Fazit
Das Setting eines Umzugs in ein Mehrfamilienhaus, das Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensformen voraussetzt, bietet erheblich größeres Potential als für ein einzelnes Buch. So bleibt die interessante Nachbarin Sanne eine Nebenfigur; die WGs im Haus werden nur genannt. „Die verborgenen Bilder“ hat mich durch das Zeitreisemotiv verbunden mit der Vielzahl überraschender Wendungen gefesselt. Eine inhaltliche Einordnung durch Tropes oder Keywords hätte mein Lesevergnügen hier erheblich geschmälert. Wer das Buch noch selbst lesen möchte, sollte vorher besser keine Rezensionen lesen.
Die Geschichte hat mich sehr mitgenommen und es war mal was ganz anderes, so durch die Zeit zu reißen. Es ist nicht nur ein sehr spannendes Jugendbuch, sondern auch sehr gut für Erwachsene erklärt. Es regt sehr zum nachdenken an! Gerade in der jetzigen Zeit