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Hummelhirn
von Judith Holofernes
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Erscheinungstermin 12.03.2026 | Archivierungsdatum 31.08.2026
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Zum Inhalt
»Nett zu sein, war mein erster Traum, lange bevor ich wusste, dass man genauso gut Rockstar sein kann.«
»Hummelhirn« ist die Geschichte einer Anpassung – inklusive herzzerreißender und hochkomischer Fehlversuche. Mit Zartheit, Klarheit und Talent fürs Tragikomische blickt Judith Holofernes auf ihre Kindheit zurück. Sie erzählt von ihrer Ausbildung zum People Pleaser, der nonkonformistischen und doch so netten Mutter, von Liebeswirren, ersten eigenen Songs, einem launischen Körper unter Dauerbeobachtung – und davon, wie es ihr schließlich gelingt, die eigene Hummeligkeit ins Erwachsenenleben hinüberzuretten.
Bevor sie mit Wir sind Helden Furore macht, ist Judith Holofernes ein komisches Kind. Eine Träumerin, die sich wie eine betrunkene Hummel durch die Welt bewegt. Was später als Neurodiversität bezeichnet wird, fällt im Berlin der wilden 1970er nicht weiter auf.
Erst als die lesbische Mutter ins beschauliche Freiburg zieht, beginnt Judith, spektakulär anzuecken. Dabei möchte sie so gerne alles richtig machen. Also versucht sie den Spagat: Ob das geht, nett sein und besonders? Es geht. Auch wenn sie dafür einen hohen Preis bezahlt: Judith Holofernes wird der netteste Rockstar der Welt.
»Nett zu sein, war mein erster Traum, lange bevor ich wusste, dass man genauso gut Rockstar sein kann.«
»Hummelhirn« ist die Geschichte einer Anpassung – inklusive herzzerreißender und hochkomischer...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783462013665 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 304 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1958840
Ein sympathisches Buch über die Kindheit und Jugend von Judith Holofernes. Der erste Satz des Buches macht neugierig: "Ich wünschte, ich hätte mich schon vorher gekannt. Also, bevor ich beschlossen habe, nett zu sein, meine ich." Das klingt nach Aufbruch zu einer inneren Reise, nach Befragen des eigenen Lebens und schrittweiser Annäherung an dieses Ich, das sich veranlasst sieht, sein Hummelhirn unter einem Mantel an übertriebener Nettigkeit bedeckt zu halten. Allerdings fehlt diese Ebene des Mitreflektierens, die all die verschiedenen Kindheitsgeschichten zusammenhält. Eine wirkliche Annäherung geschieht nicht. Somit vor allem eine Empfehlung für alle Holofernes-Fans und - Interessierten.
Buchhändler*in 1904532
Ich bin wirklich froh, dass Judith Holofernes mit dem schreiben von Büchern angefangen hat. Diese Gedanken und Wortspiele und die Liebe zur Sprache gehören in einen Text, der länger ist als ein Lied und sich Zeit nimmt. Ein bewegendes und aufregendes und auch anstrengendes Leben, von dem sie uns erzählt. Ich habe mich als ehemalige "Wir sind Helden" Hörerin sehr oft wiedergefunden in dieser Zeit der 80er/90er und 00 Jahre und bin mir sicher, auch die kleine Judith hätte mir als Freundin große Freude bereitet, mit all ihrer "Nettigkeit".
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1937917
Judith Holofernes entzieht sich in Hummelhirn gewitzt den Konventionen der klassischen Künstlerbiografie. Vielmehr skizziert sie feinfühlig den anstrengenden Spagat eines neurodivergenten Mädchens, das um jeden Preis die gesellschaftliche Vorgabe erfüllen möchte, vor allem „nett“ zu sein. Erfrischend: Ihre späte Diagnose wird nicht plakativ ausgestellt, sondern in einem herrlichen Meta-Dialog mit dem Lektor bewusst umschifft – so bleibt es ein universelles Buch für alle „komischen Kinder“. Das Schlussdrittel testet mit einer Fülle an juvenilen Tagebucheinträgen zwar kurzzeitig die Lesegeduld, legitimiert sich am Ende jedoch als erzählerischer Beweis ihres großen Herzens. Ein kluges Werk, das weit über die Fan-Blase hinaus allen aus dem Raster Fallenden aus der Seele spricht.
Chris B, Rezensent*in
Judith Holofernes, bekannt als Frontfrau von Wir sind Helden, legt mit „Hummelhirn" ein persönliches, berührendes Buch vor, das einen leise überrascht – und dann lange nachhallt.
Im Mittelpunkt steht Holofernes selbst als Kind: aufgeweckt, träumerisch, irgendwie immer ein bisschen daneben – und doch mit einer bemerkenswerten inneren Klarheit. Das Buch kreist um Anderssein, um das Bedürfnis dazuzugehören, und um eine Kindheit, die sich erst Jahrzehnte später durch eine ADHS-Diagnose neu erklären lässt. Die Kindheitserinnerungen, angereichert mit kleinen, in Klammern gesetzten Selbstkommentaren, wirken wie Notizen aus einer Innenperspektive – ehrlich, witzig und manchmal erschütternd zugleich.
Die junge Judith ist keine klassische Heldin, sondern eine Beobachterin: körperlich oft angeschlagen, heimwehgeplagt nach dem Umzug nach Freiburg, aber gleichzeitig mit einem feinen Gespür für Ungerechtigkeit und einem klaren Nein, wenn es darauf ankommt. Diese Ambivalenz macht sie so greifbar.
Holofernes' Sprache ist das eigentliche Herzstück – spielerisch, präzise, voller Wärme. Wer das erste Buch mochte, wird auch hier nicht enttäuscht. Und wer neu einsteigt: ein wunderbarer Einstieg.
Ein Muss für alle, die gute Prosa mögen und sich beim Lesen gern ein bisschen selbst wiederfinden.
Ich habe "Hummelhirn" zufällig entdeckt und war neugierig, das Cover gefiel mir. Zum Ende des Buches hin, fand ich Judith Holofernes Kindheitserinnerungen etwas langatmig ("Ist sie immer noch 13?"), aber dennoch ein lesenswertes Buch..
Benjamin M, Buchhändler*in
Ein interessanter Einblick in das "Universum" von J. Holofernes. Mir war sie natürlich auch bekannt aus der Zeit von "Wir sind Helden", aber hier hat man nochmal einen anderen Blick auf sie bekommen. Gut zu lesen.
Buchhändler*in 838033
Judith Holofernes nimmt ihre Leser mit auf eine Reise in ihre Kindheit. Entwaffnend und ehrlich beschreibt sie den ewigen Kampf und Versuch sich anzupassen und das immerwährende Scheitern. Komisch, erfrischend, schonungslos ehrlich! Für alle, die sich als Kind auch "komisch" und anders gefühlt haben und für alle Heldenfans!
Buchhändler*in 2000613
Ein Fest für Kinder der 80iger und Wir sind Helden Lyrik-Fans
Nachdem ich Judith Holofernes bei einer Fernsehsendung zum Thema ADHS gesehen habe, wo sie ihr Buch vorgestellt hat, hatte ich den Eindruck, es handele sich um eine Geschichte a la „meine schwierige Kindheit als ADHS-Kind und wie ich ich trotzdem erfolgreich wurde“! Zum Glück habe ich mich trotz dieses schlechten Gefühls nicht davon abhalten lassen, das Buch zu lesen und bin sehr glücklich die Kindheitsgeschichten von Judith miterlebt haben zu dürfen in diesem wundervollen Buch.
Herzerwärmende Erinnerungen an ihre Kindheit mit schönen Geschichten, lustige Anekdoten zu ersten Love-Stories und dazugehörige pubertierende Tagebucheinträge, das ganze gespickt mit vielen Highlights und Helden der 80iger Jahre (sensationell!!) und als Clou noch passende Text-Passagen aus den Songs von Wir sind Helden – Lesevergnügen ganz großer Klasse!
Man freut sich beim Lesen mit der Autorin über ihre schöne und eigentlich unbeschwerte Kindheit, dass sie wohlbehütet und geliebt aufgewachsen ist und das Nett-sein als Weg zum Ziel als ihre Lebensweisheit entdeckt hat. Heute sieht sie das Nett-Sein als Makel - als lästig, als unecht, als unehrlich - und betrachtet es als Einschränkung ihrer selbst, was ich gut nachvollzeihen kann. Schade fand ich, dass es keine Anekdote mit einer wirklichen Niederlage gab, nie musste Judith sich für etwas entschuldigen (sie kann doch nicht immer nur zu nett gewesen sein?).
Lesenswert.
Rezensent*in 1040222
Der netteste Rockstar der Welt: das war etwas, was Judith Holofernes eigentlich nie sein wollte. Nett bedeutet, dass man dem Bild entspricht, das andere Menschen von einem haben. Aber entspricht es auch dem Bild, das man selbst von sich hat?
In ihrer Biografie gibt es viele Beispiele davon, was nett oder nicht nett ist. Diese Auflistungen lassen erahnen, wie eng das Korsett war, in das sie sich gezwängt hat. Als Judith mit ihrer Mutter von Berlin nach Freiburg zog, fiel auf, dass sie anders ist. Ob in kleinen Alltagsdingen, in der Schule oder im Umgang mit anderen fällt es ihr schwer, sich zu integrieren. Für diese Schwierigkeiten hat niemand wirklich Verständnis, vielmehr erwartet man von ihr, dass sie sich anpasst.
Judith Holfernes erzählt von ihrer Kindheit und Jugend mit Leichtigkeit. Aber sie erzählt auch so, dass man spüren kann, was sich dahinter verbirgt. Wie musste es sein, sich ständig zu hinterfragen und dabei immer festzustellen, dass man die eigene Erwartung nicht erfüllt? Der Stress ist groß und irgendwann macht der Körper auch nicht mehr mit. Aber auch da überlegt niemand, woher dieses scheinbare Versagen kommt, sondern erwartet, dass sich Judith zusammenreißt.
Mir gefällt der Vergleich mit der betrunkenen Hummel, der im Buch gemacht wird. Hummeln wirken flauschig und taumeln durchs Leben, genauso hat Judith auf mich gewirkt. Sie bewegt sich nicht auf dem geraden Weg durch ihr Leben, aber das fällt nicht auf, solange jeder das nette Mädchen, die nette Frau mag, die sie geworden ist. Wie es in ihr drin, in ihrem kleinen Hummelhirn und auch in ihrem Herzen aussieht, das weiß nur sie selbst.
Der Spagat zwischen Künstlerin und Mutter gelingt ihr scheinbar perfekt, trotzdem plagen sie auch hier die Zweifel aus der Kindheit. Aber Judith lernt auch, weniger nett zu sein und sich auf sich selbst zu besinnen. Und sie macht sich auf die Suche nach dem, was hinter ihrem Hummelhirn steckt. Nicht, weil es dem Kind von damals helfen kann. Sondern weil es der Frau von heute die Antwort auf eine Frage gibt, die sie lange nicht gewagt hat. sich zu stellen.
Ich kenne leider nur die Lieder der Band, nicht die der Solokünstlerin. Aber ich freue mich, dass ich jetzt auch die Frau hinter der Musik kennenlernen durfte.
Evelyn E, Buchhändler*in
Hand aufs Herz: Wer von euch hat nicht auch schon mal versucht, es absolut jedem recht zu machen, nur um am Ende festzustellen, dass man sich dabei selbst komplett verknotet hat? Ich kenne das nur zu gut – dieses Gefühl, eine „betrunkene Hummel“ zu sein, die eigentlich nur ganz friedlich von Blüte zu Blüte fliegen will, aber ständig irgendwo gegenbrummt.
Genau so beschreibt Judith Holofernes ihre Kindheit und Jugend in ihrem neuen Buch „Hummelhirn“. Bevor sie als Rockstar die großen Bühnen stürmte, war sie nämlich vor allem eines: ein „komisches Kind“.
Im wilden Berlin der 70er Jahre fällt sie mit ihrem verträumten Wesen und ihrer Neurodivergenz gar nicht so recht auf. Aber dann zieht sie mit ihrer nonkonformistischen Mutter ins beschauliche Freiburg – und plötzlich passt gar nichts mehr zusammen. Judith will unbedingt „nett“ sein, eine richtige Musterschülerin der Anpassung, aber ihr „Hummelhirn“ schlägt ihr immer wieder ein Schnippchen.
Es ist die Geschichte einer Ausbildung zum „People Pleaser“ – voller herzzerreißender und gleichzeitig wahnsinnig komischer Fehlversuche. Judith Holofernes schreibt mit so viel Zartheit und einem unglaublichen Talent fürs Tragikomische über das Anderssein und den hohen Preis, den man zahlt, wenn man versucht, in eine Form zu passen, die einfach nicht für Hummeln gemacht ist.
Dieses Buch ist wie eine warme Umarmung für alle, die sich manchmal „zu viel“, „zu laut“ oder einfach „nicht richtig“ fühlen. Es ist klug, bescheiden und dabei so wunderbar ehrlich. Judith zeigt uns, wie sie es geschafft hat, ihre eigene „Hummeligkeit“ bis ins Erwachsenenleben zu retten – und am Ende genau dadurch ihren eigenen Ton zu finden.
Ein absolut berührendes Werk, nicht nur für Fans ihrer Musik, sondern für alle Träumer und Rebellen der Freundlichkeit!
Buchhändler*in 1659996
Judith Holofernes erzählt mit einem humorvollen und leichten Stil über ihre nicht gerade leichte Kindheit. Dabei zieht sich der Wunsch, von allen gemocht zu werden, wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Ich mochte die Autorin schon als Musikerin, jetzt ist sie mir auch als Autorin ans Herz gewachsen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt eine sehr beeindruckende Geschichte ihrer Kindheit und Jugend mit diversen Stolpersteinen und gleichzeitig mit vielen Problemen, mit denen man auch selbst zu kämpfen hat. Die Geschichte ist herzlich un gefühlvoll und man kann sich sehr gut in Judith hineivnersetzen. Der Schreibstil ist dazu detailreich und flüssig. Auch die Schauplätze der Handlung sind besonders. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.
"Lesen, so ahnte ich, war meine beste Chance auf Unsterblichkeit. Eine Unsterblichkeit nicht in die Länge, sondern in die Breite."
Schönstes Bookcover EVER ... muss auch mal gesagt werden ;-)
Judith Holofernes ist wahrscheinlich für fast alle "Wir sind Helden und feiern die nicht ganz Normalen"-Mädels und Dudes schon Grund genug, ihr neues Buch Hummelhirn zu lesen. Für alle anderen, hier noch ein paar Gründe mehr:
1 - Für wen Klatsch-Zeitungen nix sind, er/sie aber super gerne mehr über Judith erfahren möchte, ist das Buch schon mal ein Muss. Es gibt kurzweilig geschriebene, authentische Episoden aus der Kindheit und Jugend bis hin zur Gegenwart. Als LeserIn, die gerne nur so viel Privates erfährt, wie KünstlerInnen es selbst preisgeben, war das für mich informativ und gleichzeitig unterhaltsam - und das ein oder andere Mal kamen mir manche Sachen auch persönlich bekannt vor.
2 - LeserInnen, die gerade eine Leseflaute durchmachen/gemacht haben, kann ich Hummelhirn auch sehr empfehlen, denn kurze Geschichten = nett, um wieder " 'reinzukommen" ins schönste Hobby überhaupt...jedenfalls für Leseratten
3 - Für alle, die sich gerne vorlesen lassen, das Hörbuch wird großartig von Nora Tschirner performed. Da wird mitgesungen und ganz allgemein interpretiert sie die Geschichten einfach frisch und mitreißend.
4 - für alle people-pleaser (ja, da zähl ich mich auch zu), ist das Buch ein guter Spiegel, in dem wir uns öfters wiederfinden und merken, dass nett nicht immer schlecht sein muss (besonders, wenn die Alternative cool ist), dass man sich dabei aber bitte nicht selbst verlieren darf beim Versuch, möglichst "normal" zu erscheinen.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Ich war das ganze Buch durch sehr gut unterhalten, habe einiges mir Unbekanntes über Judith erfahren und meine Liebe zum Lesen wiedergefunden.
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