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Buchcover für Das Tränenhaus. Roman

Das Tränenhaus. Roman

Mit einem Nachwort von Annette Seemann – Eine berührende Geschichte über die Kraft weiblicher Solidarität

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Erscheinungstermin 18.03.2026 | Archivierungsdatum 07.03.2026


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Zum Inhalt

Ein Plädoyer für weibliche Solidarität

Abseits der Blicke der Außenwelt, draußen in der schwäbischen Provinz, führt eine patente Hebamme ein Frauenheim. Wer diskret ein Kind zur Welt bringen will, findet hier Unterschlupf. Auch die Schriftstellerin Cornelie Reimann zieht sich hierhin zurück. Nur zeigt die Fassade bald Risse, rohe Schikanen nehmen ihren Lauf – und Cornelie erkennt den hohen Preis ihres Wunsches, eine selbstbestimmte Mutter zu sein.
Das Tränenhaus wurde bei Erscheinen 1908 zum Skandal und eröffnet heute eine einzigartige Perspektive auf die Ursprünge des Umgangs mit weiblicher Selbstermächtigung.

»Dieses Grundbuch der frühen Frauenbewegung von 1896 kann man ohne Weiteres neben Fontane stellen.«
Tilman Krause über Aus guter Familie

Ein Plädoyer für weibliche Solidarität

...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783150115787
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 208

Auf NetGalley verfügbar

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Feministischer Klassiker: Frauenschicksale um die Jahrhundertwende


Als „Das Tränenhaus“ von Gabriele Reuter 1908 erstmals erschien, war der Roman ein Skandal; es gab offenbar Parallelen zum Leben der Autorin, die selbst Mutter einer unehelichen Tochter war.

Die Protagonistin des Romans ist ebenfalls Autorin: Cornelie Reimann setzt sich stark für Frauen und Selbstbestimmung ein, sie ist international berühmt. Als sie schwanger wird, aber nicht heiraten möchte, begibt sie sich in ein sogenanntes „Tränenhaus“, in dem zur damaligen Zeit unverheiratete Frauen diskret ihre Kinder gebären und danach in Pflege geben konnten. So konnte man die ungewollte Schwangerschaft vor dem Umfeld verheimlichen; ansonsten wäre der gesellschaftliche Abstieg unvermeidlich gewesen.
In der schwäbischen Provinz sind viele Töchter aus höheren Kreisen untergebracht; jede hat ihre eigene Geschichte.
Anfangs möchte Cornelie nur ihre Ruhe haben, doch bald kann sie nicht mehr wegsehen angesichts der Schikanen der Hausherrin gegenüber den schwangeren Frauen. Sie findet unverhofft Freundschaft und Solidarität.
Auch Cornelie muss für sich entscheiden, wie es nach der Geburt des Kindes weitergehen soll.

„Vorbei – – vorbei – – vorüber …
Nun durfte sie den Namen des Mannes aus ihrer und ihres Kindes Zukunft löschen.
Nun lag das Zukünftige vor ihr als ein weißes leeres Blatt, mit frischen, noch nie versuchten Schriftzügen, noch unbekannten Figuren zu bedecken.
Ein neu Beginnen.
Cornelie atmete tief und befreit. Jetzt wollte sie das Dasein wieder leben. Wollte es mit ganzem Willen leben!“

„Einsam war sie gekommen, nun gab eine Schar seltsamer Freunde ihr das Geleit. [...] Hinter ihr blieb das Tränenhaus, das sich, seines sommerlichen Blütenschmuckes entkleidet, als die armselige, baufällige Hütte, die es in Wirklichkeit war, unter dem knorrigen Gerippe des alten Birnbaumes an die Hügelflanke schmiegte. Cornelie schaute zurück und umfasste es mit einem langen, zärtlichen Blick.
Hier hatte ihr Glück die Augen zum Lichte geöffnet – hier hatte ihr Kind zum ersten Male gelächelt.“

Die altmodische, teilweise poetische Sprache hat viel Schönes: „Und alle Schmerzen schliefen. Sie waren betäubt von den Düften und der Wärme und der stillen Einsamkeit.“, ist jedoch auf Dauer recht herausfordernd beim Lesen. Auch die vielen Dialoge in schwäbischem Dialekt verlangen viel Konzentration.

Dennoch finde ich diesen wiederentdeckten Roman sehr wichtig und lesenswert, zeigt er doch, dass es auch damals schon Frauen gab, die den Konventionen zum Trotz selbstbestimmt ihr Leben lebten.

Sehr hilfreich und informativ empfand ich bei dieser Neuausgabe das Nachwort!

Ich empfehle das Buch allen, die einen feministischen Klassiker über Doppelmoral, Ausbeutung sowie weibliche Selbstbestimmung und Solidarität lesen möchten.

Vielen Dank an den Reclam Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Das Buch "Das Tränenhaus" ist ursprünglich im Jahr 1908 erschienen. Die Geschichte handelt von einer Unterkunft in der schwäbischen Provinz, die von einer Hebamme geführt wird. Die Hebamme ist sehr geizig und arbeitet am Rande der Legalität. In ihrem Haus finden junge Mädchen, die ungewollt schwanger geworden sind und dies vor der Umwelt verbergen wollen, Unterschlupf bis nach der Geburt ihres Kindes. Das Kind wird dann oft zur Pflege in einer Familie untergebracht. Auch eine junge Schriftstellerin, die schwanger ist und nicht heiraten möchte, findet den Weg ins Tränenhaus. Hier freundet sie sich nach einiger Zeit mit den anderen Mädchen an und setzt sich zu deren Wohlergehen ein. Sie selbst wird sich im Klaren darüber, wie sie ihre Zukunft gestalten möchte. Das Buch zeigt deutlich auf, wie die Rolle der Frau in der Zeit war.

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