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Buchcover für Spiegelland

Spiegelland

Der neue Roman der Autorin von Stromlinien

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Erscheinungstermin 25.02.2026 | Archivierungsdatum 26.04.2026


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Zum Inhalt

Wie tief musst du graben, um die Wahrheit zu finden?

Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein Geheimnis, das alles infrage stellt, was Elias zu wissen glaubt ...

Ein unendlich weiter Sommer, ein Vierteljahrhundert zuvor: Nach Jahren der Angst findet Catharina endlich den Mut, aus ihrer Ehe auszubrechen. Mit ihrer Tochter flieht sie in ein altes Haus im Moor. Während der Sonnentau im ersten Licht des Morgens leuchtet und die Rauchschwalben rufen, spürt sie sich zum ersten Mal wieder. Doch nichts ist wirklich sicher. Erst recht nicht, als Catharina im Moor eine Entdeckung macht, die ihren Mann auf ihre Spur bringen könnte.

Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank: 

Das Echo der Gezeiten

Stromlinien

Spiegelland

Wie tief musst du graben, um die Wahrheit zu finden?

Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783758700439
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 560

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

Ein bewegender Roman über die Stellung der Frau in der Gesellschaft, heute, vor ca. 25 Jahren und um das Jahr 1760. Es geht um das Patriarchat und wie Frauen sich daraus befreien können. Erzählt wird diese Geschichte aus drei Blickwinkeln zu den genannten unterschiedliche Zeiten und verwoben, wie der Wandteppich, der auch heute noch im Haus der Großmutter hängt und die Familiengeschichte abbildet. Ich lese ungern Romane mit diesem inhaltlichen Schwerpunkt (Unterwefung und Kontrolle der Frau) konnte einmal angefangen, aber nicht mehr aufhören zu lesen. Ohne zu spoilern: Der Ausgang ist versöhnlich. Klare Leseempfehlung!

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4 stars

In einer Dachkammer webt 1756 in Breddorf am Teufelsmoor Aletta einen Teppich und kommt dabei zur Ruhe. Sie könnte eine Magd im Haushalt sein. Durch sie erhält in "Spiegelland" eine Region ein Gesicht, in der man (wie in anderen urbar zu machenden Landschaften) lange als Schicksalhinnahm, dass die Entwässerung von Moorflächen „Den Eersten sien Dod, den Tweeten sien Not, den Drütten sien Brod“ brachte. Aletta und ihr Bruder Carsta kommen nach dem frühen Tod ihrer Eltern auf den Moorbauernhof der Ottens. Ohne eigenen Grundbesitz liegt vor ihnen ein Leben als Magd und Knecht. Laut Alettas Ersatzmutter Tibke (bereits Harm Ottens zweite Frau) standen ihr ein Lebensweg mit Verantwortung für Familie und Haushalt bevor und das Risiko, so lange Kinder zu gebären bis sie im Kindbett sterben würde – oder ein Leben als unverheiratete „Tante“. Aus heutiger Sicht war der zwangsläufige Tod im Kindbett kein unabwendbares Schicksal, da einige Männer sich offenbar des Wertes ihrer Frau für Familie und Betrieb bewusst waren und nicht bis zum bitteren Ende Kinder zeugten.

Aletta war entschlossen, eine Tante zu werden. Heute ist empirisch belegt, dass eine weibliche Verwandte ohne eigene Kinder im Haushalt die Überlebenschancen der Kinder in dieser Familie entscheidend verbessert. Höher fällt der Effekt aus, wenn die Tante eine Verwandte der Mutter ist. Aletta zu ihrer Zeit ist bereits betroffen vom männlichen Besitzdenken, eine Frau sei persönlicher Besitz und könnte daher ungestraft misshandelt oder getötet werden.

Als Tibke im Kindbett stirbt, gerät Aletta von zwei Seiten unter Druck. Sie soll in eine Heirat gedrängt werden, will jedoch den mittellosen Carsta und seine junge Frau bei der Gründung einer Existenz als Moorbauern unterstützen. Sie werden innerhalb eines Jahres eine einfache Moorkate errichten müssen und die Wege und Treidelkanäle durch das Moor selbst anlegen. Da die sesshaften Moorbauern vom Abbau des Torfes leben, sehen sie ihre Existenz durch die Siedler bedroht und die drei jungen Leute geraten in einen gewaltsam ausgetragenen Konflikt, der emsig von einem fanatischen Prediger befeuert wird.

1999 flüchtet Catharina/Cato mit ihrer Tochter vor ihrem gewalttägigen Ehemann in ein kleines Haus am Moor, das sie überraschend samt einem Wandteppich von ihrer Mutter Ellida geerbt hat. Durch die wechselnden Zeitebenen treffen wir Cato mit Mitte 30 und knapp 60, Kira mit 14 und 40 Jahren.

Die 1966 geborene Cato hat direkt nach dem Abitur geheiratet, Tochter Kira bekommen und ihr Volontariat bei einer Zeitung abgebrochen. Nun steht sie - in Alltagsfragen ahnungslos - vor einem dramatischen Trennungskonflikt, in Angst vor ihrem Mann und um ihre Tochter. Catos erste Schritte als freie Mitarbeiterin bei der Lokalzeitung lassen sie als lebensuntüchtig und zugleich unrealistisch anspruchsvoll wirken. Der Wandteppich in ihrem Häuschen führt Cato beruflich und privat unerwartet in die Lokalgeschichte und nach diversen Verwicklungen zu einer geschickten Verknüpfung aller Handlungsfäden.

25 Jahre später ist Catos Tochter Kira Mutter von Elias, der – so erregt wie hilflos über einen Konflikt in seiner Fußballmannschaft – mit dem Fahrrad zu Oma Cato flieht. Elias Problem resultiert u. a. aus leichter Kränkbarkeit, Impulsivität und fehlenden männlichen Vorbildern in Schule und Sport, auf die er wenig Einfluss hat. Cato wird ihm ihre persönliche Geschichte, die des Hauses und der Region erzählen.

Im Gegensatz zum ersten Teil über die Moorbesiedlung im 18. Jahrhundert, der mich begeistert, hat mir die feministische Indoktrinierung von Elias zur „Misogynie des Patriarchats“ durch Cato nicht gefallen. Als Text zu lang, zu theoretisch (wenn auch auf der Basis der Arbeit von Christina Klemm belegt), zu stereotype Figuren – und Cato als Vertreterin der Generation Golf im Berufsleben mit Mitte 30 noch immer weltfremd wirkend. Sollte die Botschaft des Romans sein, dass unbedarfte Frauen eher Opfer gewalttätiger Männer werden?

Als Leser:innen erleben wir drei Generationen gewalttägiger Männer, gestützt durch patriarchale Strukturen in Landwirtschaft, Justiz und einem Printmedium. Gerade weil in unserer Gegenwart persönliche Kränkung bis in Parlamente und Weltpolitik zur Gewohnheit wird, scheint mir Catos Aktivismus seltsam plakativ. Der Einfluss von Suiziden auf die Familiengeschichten, falsche Entscheidungen und der Wandel eigener Urteile im Rückblick hätten aus meiner Sicht größere Beachtung verdient, ebenso wie die Frage, welche Einflussmöglichkeiten ein Vierzehnjähriger tatsächlich hätte.

Fazit
Was uns Moorleichen-Funde und der geerbte Wandteppich erzählen, treibt die Geschichte voran bis zur befriedigenden Verknüpfung aller Handlungsfäden. Die (u. a. durch sehr viele Figuren im 1756 spielenden Teil) komplexe Konstruktion des Romans verläuft vor der Folie des jeweiligen Zustands im Moor: unberührt gefährlich für Mensch und Tier, während der Trockenlegung, als Lebensunterhalt und umkämpfter Landbesitz, unter Naturschutz und heute in seiner Rolle für das Weltklima und in der Literatur.

In sehr kurzen Kapiteln wechselt die Handlung zwischen Alettas Erlebnissen (1756), Catos Flucht aus der Ehe mit Sorgerechtsstreit für Kira (1999), Elias Flucht zu Cato (2025) und einem kursiv gesetzten Text zu Geschehnissen im Moor, der lange offenlässt, aus welcher Zeit er stammt. Die Figur der Aletta stellvertretend für das Motiv der “unverheirateten Tante“ hat mich am stärksten angesprochen und mir bewegende Lesestunden bereitet

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Das Teufelsmoor

Rebekka Frank hat sich mit dem Roman, Spiegelland, wieder etwas besonderes einfallen lassen.
Diesmal führt sie uns ins Teufelsmoor.
Die Geschichte wird in der Zeitebenen erzählt. 1756 erfahren wir von der Armut der Gegend, vom Torf und von Moorleichen.
1999 lernen wir Catha und ihrer Tochter Kira kennen, die vor ihrem schlagenden Mann flieht.
2025 flieht der sechzehnjährige Elias zu seiner Gro0mutter Catha ins Moor.
Diese Zeiten wechseln sich immer wieder ab.
Catha hatte das Haus der Großmutter geerbt, die sie gar nicht kannte. Das Haus war mit vielen Bildern ausgestattet, die fast alle von der Großmutter stammten.
Da war da ein Wandteppich, der ein Rätsel barg.
Der Roman war außerordentlich spannend gestaltet.
Man erlebt allerdings körperliche Gewalt, die die Generationen begleitete. Die Schicksale dieser Personen fesselt ungemein.

Empfehlenswert.

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In meinen Augen ist das Buch ein wunderbarer Familienroman, der, anders als viele anderen, nicht mit nur einem alten Familiengeheimnis versucht den Leser zu fesseln. Nein, hier sind es drei verschiedene Jahrhunderte in denen Frauen sich gegenüber dominanten Männern und gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu behaupten versuchen. Die Autorin wechselt dabei immer zwischen den verschiedenen Frauenschicksalen, was mir auf der einen Seite sehr gut gefallen hat, mich auf der anderen aber anfangs stark gefordert hat, da so viele Personen, die miteinander direkt und indirekt verwandt sind, auf mich zukamen. Das hat sich aber mit Lesefortschritt gegeben. Da hieß es dann für mich einfach nur noch im Moorland abzutauchen.
Rebekka Frank gelingt es die Rollenbilder für Mann und Frau vom 18. bis ins 21. Jahrhundert in diesen Roman einzubetten. Dabei stellt sie heraus, dass auch heute noch manche alte Sichtweise in unseren Köpfen verankert ist und unser Handeln bestimmt. Insofern passt der Titel, denn sowohl dem Leser als auch den Hauptfiguren wird ein Spiegel vorgehalten. Besonders gefallen haben mir die Kapitel über Aletta, also aus dem 18. Jahrhundert, gefallen. Dieses entbehrungsreiche Leben der Moorbauern beschreibt die Autorin sehr anschaulich. Darum lag mir Alettas Schicksal auch besonders am Herzen.
Das Buch hat mich unwahrscheinlich kurzweilig unterhalten und auch nachdenklich gestimmt. Ein Roman, den ich gerne weiterempfehle und der 5 Lese-Sterne verdient hat.

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Wow, was für ein Buch! Das wird definitiv eins meiner Highlights dieses Jahr und ich kann es nur jedem ans Herz legen, es auch zu lesen. Es ist wahnsinnig spannend und entwickelt einen Sog, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Gleichzeitig ist es zwischendrin auch sehr ruhig und es ist, als würde man eine Auszeit im Moor machen und vor Ort sein. Die Zeitebenen und verschiedenen Charaktere sind so gut miteinander verwoben, es macht richtig Spaß die Übergänge zu entdecken. Auch sind die Charaktere extrem glaubwürdig, was bei einer Altersspanne von Teenager zu Großmutter selten ist. Es ist allerdings keine leichte Geschichte, es ist ab und an sehr schwer zu ertragen und das beklemmende Gefühl begleitet einen durchweg. Aber wenn man damit keine Probleme hat, dann kann man bei diesem Buch trotz der Schwere jede Seite genießen.

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Spiegelland hat mich auf eine leise, aber sehr eindringliche Weise berührt. Die Geschichte rund um das alte geerbte Haus im Moor nahe Worpswede, in das die Protagonistin Cato in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit ihrer Tochter vor ihrem gewalttätigen Ehemann flieht, hat sofort eine dichte, fast greifbare Atmosphäre geschaffen. Dieses Moor wirkt wie ein Spiegel für das Innere der Figuren – ruhig an der Oberfläche, aber voller Tiefe darunter.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass es nicht nur um die Figuren geht, sondern um uns alle: um die Geschichten, die wir uns erzählen, die Perspektiven, die wir einnehmen, und darum, wie sehr unser Blick bestimmt, was wir für Wahrheit halten. Manche Passagen waren schwer auszuhalten, gerade wenn es um sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt oder die Ohnmacht gegenüber gesellschaftlichen Strukturen geht. Aber genau das macht das Buch so wichtig. Auf drei Zeitebenen wird deutlich wie sich die Rolle der Frau vom 18. Jahrhundert bis heute entwickelt hat und dass da noch deutlich Luft nach oben ist in vielerlei Hinsicht.

Besonders nachhallend fand ich den Gedanken, dass Veränderung nicht nur bei den Betroffenen liegen kann, sondern bei uns allen – wie wir erziehen, was wir normalisieren und welches Bild von Männlichkeit wir weitergeben.
Gleichzeitig sendet das Buch eine klare Botschaft: Prävention beginnt früh. „Educate your son“ und das Bild einer gesunden Männlichkeit ziehen sich als wichtige Gedanken durch die Geschichte. Es geht nicht nur um Anklage, sondern auch um Veränderung und Verantwortung.

Für mich ein stilles, intensives Buch, das noch lange im Kopf bleibt. Spiegelland liest man nicht einfach, man nimmt es mit.

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✨ Spiegelland von Rebekka Frank hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Drei Handlungsstränge, die auf den ersten Blick kaum zusammenzupassen scheinen, verweben sich zu einem vielschichtigen, düsteren Kaleidoskop menschlicher Abgründe und Hoffnung. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin das Teufelsmoor nicht nur als Kulisse, sondern als lebendigen Charakter nutzt – jede Moornebel-Schwade, jeder Sonnentau wirkt spürbar, fast greifbar.

Cato, Kira und Elias sind Figuren, die unter die Haut gehen. Catos Kampf um Unabhängigkeit und ihr mutiger Versuch, ihrem Enkel ein anderes Frauenbild zu vermitteln, hinterlässt nachhaltigen Eindruck. Gleichzeitig zeigt Frank eindrücklich, wie Besitzansprüche und Gewalt sich über Jahrhunderte hinweg fortsetzen können, und dass Mut oft klein beginnt – in einer Entscheidung, einer Flucht, einem Schritt ins Ungewisse.

Die historischen Passagen um Aletta und die rivalisierenden Dörfer geben dem Roman zusätzlich Tiefe. Die Härten des Lebens im Moor im 18. Jahrhundert werden ebenso spürbar wie die Bedrohung durch patriarchale Gewalt in jüngerer Zeit. Es ist spannend, beklemmend, manchmal schockierend – und dabei nie sensationsheischend.

Was mich besonders fasziniert hat: die Mischung aus realistischen historischen Details, familiären Geheimnissen und der langsamen, aber kraftvollen Entwicklung der Figuren. Die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels haben mich buchstäblich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

Kurz: „Spiegelland“ ist fesselnd, beklemmend und wunderschön erzählt. Eine Mischung aus Spannung, Familiengeheimnis und tiefem gesellschaftlichem Nachdenken – genau die Art von Buch, die man schwer aus der Hand legen kann.

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Rebekka Frank kann einfach sensationell gut schreiben. Mein drittes Buch von ihr, wieder anders, wieder top.
Erzählt wird über diverse Zeitabschnitte in drei verschiedenen Jahrhunderten. Cato flieht mit ihrer Tochter Kira 1999 vor einem gewaltsamen Ehemann in ein kleines geerbtes Haus im Moor, nahe Worpswede. Als sie auf einem alten Wandteppich ein Geheimnis entdecken, begeben sie sich auf Spurensuche und stoßen auf eine uralte Geschichte. Aber wie hängt diese mit ihr selbst zusammen und wie beeinflusst sie Kiras Zukunft? Gewaltsame Männer, der Kampf um das Moor, Catos Kampf um Selbstbestimmung, Freundschaft und Zusammenhalt extrem spannend erzählt, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen....

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Mit "Spiegelland" hat Rebekka Frank einen Roman geschrieben, der in der Hauptsache Gewalt gegen Frauen über Generationen hinweg und über den Umwelt und Naturschutz geschrieben.
Erzählt wird die Handlung aus Sicht von Aletta im Jahr 1756, Catharina und Kira in den Jahren 1999 und 2025 und als Ich-Erzähler Elias im Jahr 2025
Catherina flieht mit ihrer Tochter Kira vor ihrem gewalttätigen Ehemann ins Haus ihrer verstorbenen Großmutter. Ein Erbe, obwohl sie die Großmutter nie gekannt hat. Dort findet sie unter anderem eine gewebten Teppich vor, dessen Geheimnissen sie nachspürt und der alles verbindet.
Ein tolles Werk mit eingängiger Handlung und wunderschönen Landschaftbeschreibung.

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Eine mitreissende, extrem spannende und mit seinen Themen sehr aktuelle und brisante Familiensaga über Generationen von Frauen, die im Moor aufgewachsen sind und sich mit aller Kraft wehren, um ihre Familien zu beschützen.
1756 – Aletta versucht sich mit ihrem Bruder Carsta und seiner Frau Becke ein neues Leben unter widrigen Umständen aufzubauen. Gegenwind bekommen sie, als Aletta sich gegen ihren Verlobten wehrt, der mit aller Kraft versucht seinen Willen durchzusetzen.
1999 – Cato kämpft sich aus ihrer Ehe raus und versucht ihre Tochter zu schützen.
2025 – Elias findet sich in einer unmissverständlich selbstverschuldeten Situation wieder, in die er so eigentlich gar nicht kommen wollte. Doch wie hat es nur so weit kommen können?
Bildgewaltig und eindrückliche Schicksale dieser Familien in einer szenischen und wunderschön beschriebenen Natur mitten im Moor.

Mich hat die Geschichte schon vom Anfang an gefesselt und erst wieder losgelassen, als die etwas mehr als 500 Seiten gelesen waren. Aber auch jetzt hallen die Themen nach. Eindrücklich beschreibt uns die Autorin die Umstände, in denen Siedler im 18. Jahrhundert im Moor gehaust haben. Umstände in denen noch Ende des 20. Jahrhunderts gegen vermeintlich rechtsschaffende und gesellschaftlich respektierte Männer vorgegangen werden musste und bis heute noch muss und wir für die Zukunft gut daran tun, wenn wir unsere Söhne fern von patriarchalen Strukturen und sexualisierter Gewalt grossziehen.

Liebe Rebekka, ich bin tief beeindruckt von deinem neuen Roman und werde ihn noch lange in mir nachhallen lassen. Auch deine Liste der empfohlenen Büchern, welche mit den Söhnen angeschaut werden können, werde ich mir sehr genau ansehen. Herzlichen Dank dafür!! Meine Söhne sind schon ein bisschen älter als deiner und werden ganz sicher einiges von diesem Gedankengut abbekommen!
Liebe Bookies, LEST DIESES BUCH!! DIE THEMEN SIND AKTUELLER DEN JE!!! Das E-book ist seit dem 1. Februar 26 erhältlich und das Hardcover kommt am 25.02.26 in die Läden.

5 stars
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Elias ist ausgerastet, schämt sich dafür und flüchtet zu seiner Großmutter ins Moor bei Worpswede. Zum Glück sind Ferien und er kann bleiben.
Auch seine Großmutter hat ihre eigene Geschichte, die 25 Jahre zuvor stattfand. Diese erzählt sie ihm stückchenweise und nun kann Elias die Reaktion seiner Mutter verstehen. Eine dritte Erzählebene geht tief in die Vergangenheit, als im Teufelsmoor zwei Dörfer in erbittertem Streit lagen.

Es geht um Männer, die sich in ihrer Ehre gekränkt fühlen und Frauen, die sich gerade machen.
Alle drei Erzählstränge sind spannend.
Wirklich lesenswert!

5 stars
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Ich finde dieses Buch mega gut geschrieben, obwohl es in drei Zeiten spielt. Man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil man wissen möchte, wie es weiter geht. Eine ganz klare Kaufempfehlung.

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Spiegelland - Rebekka Frank

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Erscheinungstermin: 25.02.26
Herausgeber: @sfischerverlage
Umfang: 560 Seiten

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Im letzten Jahr hat mir „Stromlinien“ sehr gefallen. Natürlich musste ich deshalb unbedingt das neue Buch von Rebekka Frank lesen.

Genau wie bei „Stromlinien“ habe ich auch hier die Erzählweise von Anfang an als sehr einnehmend empfunden, denn Rebekka Frank hat ein besonders Händchen dafür, dass wir ihre Geschichten mit viel Tiefgang erleben.

Die drei Zeitstränge inklusive der Tiefe haben mir mehr Konzentration beim Lesen abverlangt, denn dieses Buch ist keins für zwischendurch.

Ich fand die Mischung aus familiären Geheimnissen und gesellschaftlichen Themen sehr gut und spannend miteinander verwoben. Mir haben Elias, Kira und Cato als Figuren mit ihrer Vielschichtigkeit gefallen und ich konnte mich in jeden hineinversetzen, was den Verlauf intensivierte.

Anfänglich scheint es, dass die Handlungsstränge nicht zusammenpassen, was sich in kleinen Schritten ändert und ein unglaublich großes Ganzes präsentiert wird. Das hat in mir Wut und gleichzeitig auch Hoffnung ausgelöst, was von einer besonderen Atmosphäre beim Lesen geprägt war.

Insgesamt muss ich bei aller Begeisterung gestehen, dass es auch Längen gab und man die Geschichte hätte kürzen können.

„Spiegelland“ ist ein bewegender historischer Roman, der wichtige Themen beinhaltet und zum Nachdenken anregt.

4/5 ⭐️

Happy Reading!
Jasmin ♡

4 stars
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Ich habe im letzten Jahr Rebekka Franks bewegenden Roman "Stromlinien" mit Begeisterung gelesen und freute mich sehr auf ihren neues Werk.
Der Roman ist in drei Handlungsstränge gegliedert, die immer wieder wechseln. Wir erfahren im Jahr 1756 vom schweren Leben der Torfbauern und 1999 und 2025 war ich wie gefesselt von der Geschichte von Cato, Kira und Elias. Im Fokus steht die Flucht von Cato und ihrer Tochter Kira, die 1999 von ihrem gewalttätigen Mann in ein Häuschen im Moor fliehen. 2025 erleben wir dann Elias, Kiras Sohn, der sich zu seiner Großmutter flüchtet.
Die Figuren sind sehr lebensecht und authentisch gezeichnet und es machte mir Spass, durch die Zeiten mit ihnen zu reisen. Die Kapiten in der Gegenwart haben mich sehr begeistert, aber die Vergangenheit um 1756 hat es mir etwas schwer gemacht, dranzubleiben und mich dann wieder neu in der Gegenwart zu orientieren. Die Handlung ist anschaulich und fesselnd und ich mochte den flüssigen, atmosphärischen und bildstarken Schreibstil mit den beeindruckenden Landschaftsbeschreibungen sehr, jedoch hätte so manche Szene etwas weniger ausführlich beschrieben sein dürfen.
Ich hatte unterhaltsame Lesestunden mit dieser intensiven Generationsgeschichte. Ich freue mich schon, mit was uns die sympathische Autorin in Zukunft überraschen wird.

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Ein feministischer Roman, der sich gegen die Strukturen des Patriachats ausspricht, die sich wie eine Linie durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart zieht. Dem geht Rebekka Frank in ihrem neuen Roman "Spiegelland" nach und erzählt eine packende Geschichte von drei starken Frauen, die sich gegen diese Strukturen auflehen und nach einem anderen Leben suchen.
Da ist zum einen Cato, die in den 90ziger Jahren mit ihrer Tochter Kira den gewalttätigen Ehemann verlässt und sich in das Haus ihrer Großmutter ins Teufelsmoor bei Bremen flüchtet. Hier versucht sie, nachdem sie sich jahrelang unter ihrem Mann Sven geduckt hat, ein eigenes selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Das geerbte Haus gibt dem Mutter-Tochter-Gespann mit einem alten Wandteppich Rätsel auf und führt sie schließlich tief hinein in die Geschichte des Moores. Diese wiederum wird auf einer anderen Zeitebene, platziert im 18. Jahrhundert, anhand von Aletta erzählt. Wieder eine Frau, die sich einer Heirat entzieht, um ihrem eigenen Herzen zu folgen und anhand der die Geschcihte der Moorkultivierung und deren Besiedelung erzählt wird. In der Jetztzeit schließlich beginnt alles mit Elias, Catos Enkel, der sich einen bösen Fehler geleistet hat und zu seiner Großmutter ins Moor flieht. Rebekka Frank entspinnt so, Kapitel für Kapitel, eine mitreißende Geschichte über mehrere Generationen, die spannend zu lesen ist. Teilweise etwas plakativ, wenn es um Frauenrechte geht, aber sehr interessant, wenn es um die Urbarmachung des Moores geht. Eine gelungene Unterhaltung!

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Geschichten aus dem Moor

Der vierzehnjährige Elias fährt kurzerhand mit dem Rad ins Moor, wo seine Oma Catharina (Cato) lebt, denn in der Abgeschiedenheit will er sich verstecken, nachdem er sich völlig daneben benommen hat. Was er nicht weiß: nicht nur er hütet ein Geheimnis, auch die Großmutter könnte so einiges erzählen.

Ein wunderbarer Roman in drei großartig verwobenen Zeitebenen erwartet die Leser von Spiegelland, jede einzelne der 560 Seiten ist so fesselnd und absolut kurzweilig, dass ich das Buch an einem Tag regelrecht verschlungen habe. Aber von vorne: Elias flüchtet sich im Sommer 2025 zu seiner Großmutter, wodurch sich ein perfekter Rahmen für die anderen beiden Geschichten ergibt, nämlich jene von seiner Oma und seiner Mutter im Jahre 1999 und eine noch viel weiter zurückliegende Begebenheit, der Urbanisierung des Moores 1756. Nicht nur die historischen Fakten sind akribisch recherchiert und unaufdringlich in den Roman eingeflochten, auch andere - fiktive - Details fußen auf wahren Grundlagen, auf die im Nachwort hingewiesen wird. Abwechslungsreich geht es durch die unterschiedlichen Zeitabschnitte, welche - einem Leporello gleich - die jeweiligen Episoden geschickt und nahtlos miteinander verknüpft, sodass die Gemeinsamkeiten über die Jahrhunderte bestens verdeutlicht werden.

Mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise überzeugt Rebekka Frank ebenso wie mit ihren überaus realitätsgetreuen Figuren, die man genau so auch im echten Leben antreffen könnte. Die angesprochenen Themen, vom notwendigen Schutz der Moore über Gewalt in der Familie bis hin zur Täter-Opfer-Umkehr, sind in allen drei Abschnitten gleichermaßen aktuell und zeigen größtenteils ohne moralisierenden Unterton, wie viel auch heute noch zu tun ist. Der Bogen spannt sich vom beschwerlichen Leben im Moor über eine toxische Ehe bis hin zu einer inakzeptablen Handlung eines Jugendlichen und verknüpft alles zu einem ganz besonderen Leseerlebnis.

Nicht immer vergnüglich, dafür aber umso glaubwürdiger, präsentiert sich der neue Roman Spiegelland von Rebekka Frank und verdient, nicht zuletzt durch die vielen bildhaften Beschreibungen, eine uneingeschränkte Leseempfehlung.


Titel Spiegelland
Autor Rebekka Frank
ASIN B0FW7N9V5T
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Geb. Buch (560 Seiten) und Hörbuch
Erscheinungsdatum 1. Februar 2026
Verlag S. Fischer

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Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen bzw Generationen erzählt und ist so spannend geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Einmal erfahren wir aus dem harten Alltag der Torfstecher im Moor im 18. Jahrhundert. Aletta ist eine starke Frau, die ihren eigenen Willen in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen will. Dann gibt es noch Cato in den 2000ern, die mit ihrer Tochter vor ihrer zerrütteten Ehe davonläuft. Ihre Wurzeln sind auch im Moor, wo sie eine unglaubliche Entdeckung macht. Und dann gibt es noch Elias viele Jahre später, der Mist gebaut hat und zu seiner Oma ins Moor flieht. Dort sucht er einen Rückzugsort und findet Hilfe und Antworten. Ich bin absoluter Fan der Autorin seit ihrem Buch Stromlinien. Mit großer Vorfreude habe ich dann Spiegelland gelesen und bin wieder restlos begeistert! Ich freu mich schon sehr das Buch zu empfehlen.

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"Spiegelland" von Rebekka Frank ist ein beklemmender, aber auch fesselnder Roman. Erzählt wird hier die Geschichte dreier Frauen in mehreren Zeitebenen. Relativ kurze Kapitel mit einem Cliffhanger treiben des Geschehen um Moorleichen und gewalttätige Männer voran.
Leider stört die "nicht stimmige und moderne" Sprache der Torfbauern aus den 1756er Jahren etwas.
Ein durchaus spannender und lesenswerter Roman, auch wenn das Ende stellenweise beinahe zu gut daher kommt.

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