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Buchcover für Alma

Alma

Ein italienischer Bestseller: Triest, Liebe und Erinnerung im 20. Jahrhundert – für Fans von Francesca Melandri und Elena Ferrante

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Erscheinungstermin 02.03.2026 | Archivierungsdatum 01.03.2026


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Zum Inhalt

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...

»Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss Alma lesen. Ein perfekter Roman.« REPUBBLICA

»Federica Manzon schafft mit ganz eigenem, magischem Talent ebenso charismatische wie vielschichtige Figuren.« LA STAMPA

»Nur den ganz großen Romanen gelingt es, eine Welt zu erschaffen, in die die Leserinnen eintauchen können. Sie öffnen uns Zeit und Raum.« ELLE

»Federica Manzon malt ein Fresco aus Geschichten, die uns nicht mehr loslassen.« AVVENIRE

Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783691310061
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 320

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

Wo immer sie lebte, hielt man sie für eine Fremde; ihre Gesten wirkten flüchtig, als stünde sie kurz davor, fortzugehen. Alma ist eine Geschichte von Grenzen. Grenzen, die Geografie abgrenzen. Innere Grenzen. Grenzen der Liebe. Grenzen, die die Abwesenheit nicht überwinden. Da ist Alma, die versucht zu verstehen, welche Orte sie bewohnen und welche sie bewohnen kann. Da ist ein Vater, der seine Anwesenheit durch Geschichten vermittelt, die sie nicht zu eng an Erinnerungen binden sollen. Doch Alma weiß nicht, wer dieser Vater ist: ein Wahnsinniger? Ein Spion? Da sind der Balkan, Triest und ein Krieg; da ist ihre Mutter, die in der Stadt der Wahnsinnigen arbeitet und auf ihren Geliebten wartet. Villi, erst Bruder, dann Geliebter, Gefährte, der rote Faden, der sie für immer mit diesem Land, diesem Meer verbinden wird. Dieses Buch zu beschreiben, würde zu viele Worte erfordern, denn es ist wie eine kostbare Matrjoschka-Puppe aus Geschichten in Geschichten, die den Geschmack des Meeres, des peitschenden Windes und die Farben verlassener Orte in sich tragen. Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte.

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4 stars

Alma und ihre Familie sind für mich ein Spiegelbild der Stadt Triest: zwischen Habsburg und Jugoslawien, Tradition und Revolution.
Was bedeutet es für die eigenen Identität, wenn viele unterschiedliche Einflüsse an einem zerren, verschiedene Richtungen vorgeben wollen?
Kann man frei sein von Geschichte?
Begleiten Sie Alma auf ihrem oft schwierigen Weg, eine eigene Sicht auf die Dinge zu finden.
Keine einfache aber eine lohnende Lektüre!

4 stars
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Zwischen Erinnerung, Identität und Meer – ein intensiver Roman

Schon die ersten Seiten von Alma zeigen die besondere Stärke dieses Romans: eine ruhige, dichte Sprache und eine starke atmosphärische Verankerung. Federica Manzon erzählt Triest und die Insel nicht nur als Schauplätze, sondern als erinnerungsgeladene Räume, in denen persönliche Geschichte, politische Umbrüche und familiäre Prägungen untrennbar miteinander verwoben sind. Früh wird spürbar, dass hier ein stiller, intensiver Roman über Identität, Verlust und die Frage nach Zugehörigkeit entsteht.

Der Einstieg verlangt jedoch Aufmerksamkeit. Häufige Zeitsprünge und wechselnde Familienkonstellationen machen das Lesen zunächst anspruchsvoll und bremsen den Lesefluss. Erst nach etwa einem Viertel des Buches ordnen sich die Beziehungsebenen klarer, die Sprünge werden nachvollziehbarer und die Geschichte gewinnt deutlich an Zugkraft.

Im Zentrum stehen Vili und Alma – zwei Figuren, die man über viele Jahre begleitet und die beide auf der Suche nach sich selbst sind. Ihre innere Zerrissenheit, das Fehlen einer stabilen Identität und die Prägung durch Herkunft und Familie werden eindringlich und sehr bildhaft beschrieben. Gerade in emotionalen Momenten gelingt es dem Roman, Gefühle, Gedanken und Beweggründe spürbar zu machen, sodass man sich tief in die Figuren einfühlen kann.

Besonders gelungen ist auch die Einbindung alter Fotografien, die Erinnerungsräume öffnen und die Vorstellungskraft zusätzlich unterstützen. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Erzählen, das sich wie eine Sammlung ineinander verschachtelter Geschichten entfaltet – geprägt von Meer, Wind, Grenzen und dem Gefühl, nirgends ganz zu Hause zu sein.

Alma ist kein schneller Roman, sondern einer, der Geduld verlangt. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit einer nachdenklichen und lange nachwirkenden Geschichte belohnt. Ein stilles, intensives Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt.

Triggerwarnung: in dem Buch geht es unter anderem um Krieg. Es werden teilweise grausame Szenen beschrieben. Kinder, Frauen, Männer sterben. Verstümmelung, Vergewaltigung, Massengräber.

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Italienisches Jugoslawisches Grenzgebiet

Alma ist ein interessantes Werk der italienischen Schriftstellerin Federica Manzon. Es ist ihr erster Roman, der auf deutsch übersetzt wurde.
Sie hat den Roman in Triest spielen lassen und in den Balkan.
Als Almas Vater stirbt, vermacht er ihr ein paar Unterlagen.
Da beginnen ihre Kindheitserinnerungen.
In der Schule wusste sie den Beruf des Vaters nicht und dessen Erklärungen waren lapidar. Da weiß man nicht, ist er ein Spion, oder warum verschwand er immer wieder. Da bringt er einmal den jungen Willi mit, der dann mit Alma aufwächst.
Alma erinnert sich an Fahrten mit dem Vater, bei denen sie Tito noch sah. Alma wird Journalistin und trifft viele dubiose Personen.
Man erfährt von mehreren Kriegen auf dem Balkan.
So erfährt man von den Grausamkeiten zwischen Kroaten und Serben.
Die Autorin lässt dieses Grenzgebiet spannend werden.
Es ist ein gutes Stück Zeitgeschichte.

5 stars
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Der Roman „Alma“ führt nach Triest, eine Stadt an der Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa, die hier nicht nur Kulisse, sondern ein zentraler Raum für Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen ist. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma dorthin zurück, begegnet ihrer Jugendliebe Vili wieder und setzt sich zugleich mit ihrer Familiengeschichte auseinander, die sowohl durch die Habsburger Vergangenheit der Großeltern als auch durch die Arbeit des Vaters für den Diktator Tito geprägt war.

Besonders gefallen haben mir Sprache und Stimmung des Romans. Der Text ist ruhig, oft leicht melancholisch und nimmt sich Zeit für Orte, Erinnerungen und Gedanken. Dadurch entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, die neugierig macht und zum Mitdenken anregt. Gerade zu Beginn musste ich mich etwas einlesen, weil vieles nur angedeutet wird – etwa die Frage, warum Almas Vater in Italien lebt und zugleich Verbindungen nach Jugoslawien und zu Tito hat. Diese historische Dimension fand ich zunächst sehr spannend. Im Verlauf wurde mir der geschichtliche Hintergrund allerdings stellenweise etwas zu anspruchsvoll. Ich habe einiges über die Balkankriege nachgelesen, um Zusammenhänge besser zu verstehen und hätte mir hier ein erklärendes Nachwort gewünscht. Gerade weil im Roman auch Fotografien eingebunden sind, die eng mit der Handlung verknüpft wirken, wäre es außerdem interessant gewesen zu erfahren, wie viel autobiografisch oder autofiktional angelegt ist.

Trotz dieser kleinen Hürden ist „Alma“ ein atmosphärisch dichter Roman, der vor allem durch seine Sprache und sein Nachdenken über die Bedeutung von Raum und Grenzen überzeugt. Wer sich für Familiengeschichten interessiert, die eng mit europäischer Zeitgeschichte verwoben sind, und bereit ist, sich auf Andeutungen einzulassen, wird hier eine spannende Lektüre finden.

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Die Inhaltsangabe des Buches konnte mich sofort begeistern und generell gefiel mir die Handlung des Buches auch aber leider war es so komplex geschrieben dass ich die Geschichte nicht so genießen konnte. So wurden etwa Orte und Ereignisse nicht beim Namen genannt z.B. die Insel, die Stadt etc. Ich persönlich musste des Öfteren Google zu Rate ziehen um zu wissen wovon genau die Rede war. Ich mag es sehr durch Bücher mehr über historische Ereignisse zu erfahren hatte bei dieser Geschichte das Gefühl das mir Vorkenntnisse fehlen.

Fazit: Generell ein sehr spannende Handlung mit historischem Kontext aber sehr komplex geschrieben.

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Das Buch wird getragen von der besonderen Mischung aus Melancholie, Identitätssuche und historischer Tiefe, die diesen Roman so eindringlich macht. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück. Sie trifft Vili, ihre Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Mich hat diese Geschichte sofort in seinen Bann gezogen, weil der Roman eine Atmosphäre schafft, die gleichzeitig weit und eng wirkt, weit durch die Geschichte Triests, eng durch die innere Bewegung der Protagonistin. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie der Roman Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Die Kaffeehäuser der Grosseltern, die Sommer ihrer Kindheit, die Strasse nach Osten, auf der der Vater immer wieder verschwand all das wirkt wie ein Mosaik, das erst jetzt beginnt, ein Bild zu ergeben. Die Wiederbegegnung mit Vili trägt eine stille Wucht. Zwischen ihnen liegt nicht nur eine alte Liebe, sondern auch der Schatten eines Krieges. Man liest ein Roman über Identität, über die Macht der Erinnerung und über die Frage, ob man je ganz zurückkehren kann. Mich hat dieser Roman sehr beeindruckt. Ich empfehle ihn gerne weiter.

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"Sagt mir, wer ich bin! Welche Sprache soll ich sprechen? Gebt mir ein für alle Mal einen Ort, ehe ich verrückt werde."



Mit über 50 verliert Alma ihren Vater - den sie nie wirklich gehabt hat. Er war immer nur ein Gast in ihrem Leben, gekommen, um ebenso schnell unvermittelt zu verschwinden. Nun hat er ihr ein Erbe gegeben, dass sie nicht haben will. Sie muss Vili finden, um es zu erhalten. Vili, den ihr Vater eines Tages mitgebracht hat, nach Triest auf den Karst, weil er in Gefahr war. Vili, dem sie so nahe war, ohne ihm jemals wirklich nahe gekommen zu sein.

Deshalb kommt sie nach über 20 Jahren in die Stadt zurück und erinnert sich bruchstückhaft an ihre Kindheit und Jugend.

Alma ist in Triest aufgewachsen, der Grenze zwischen Ost und West. Und sie selbst war auch immer mittendrin, ohne irgendwo dazuzugehören. Ihr Großeltern gebildet, nehmen sie in schicke Lokale mit und lernen ihr, wie wichtig Geschichte ist. Auf der anderen Seite ihre Mutter, die kaum eine Rolle spielt, und ihr Vater, für den nur die Gegenwart zählt. Übergroß in ihrer Erinnerung, immer auf der Durchreise, ein ruheloser Slawe, der auch zu niemandem gehört, mit einer fragwürdigen Verbindung zu Marschall Tito. Sie war noch ein Kind, als der Jugoslawienkonflikt begann und Vili auf einmal im Haus auftauchte. Nebulös wie ihr Vater, zu keiner Seite zugehörig. Und Alma selbst weiß auch nicht, welche Wahrheiten sie glauben soll, die der Großeltern, des Vaters, der Nachrichten?

Das Buch hat es mir nicht immer leicht gemacht, die Zeiten wechseln oft, und es sind verschwommenen Erinnerungen, teilweise eines Kindes, an denen uns die Protagonistin teilhaben lässt. Erlebnisse, von denen sie sich manchmal selbst nicht sicher ist, ob sie stattgefunden haben. Und während sie erwachsen wird, tobt rund um sie der Krieg. Ein Krieg, von dem ich - ehrlich gesagt - nicht viel weiß, fand er doch zu einer Zeit statt, als ich selber jünger war als Alma damals. Das machte es für mich oft noch schwieriger, der sprunghaften Handlung zu folgen. Oft habe ich das Buch beiseite gelegt und nach den erwähnten Orten oder Begebenheiten gegoogelt, um den historischen Kontext zu begreifen.

Die Informationsfetzen sind erschreckend, erschütternd und lassen mich zutiefst betroffen zurück.

Was dafür umso präsenter war, war Almas Zerissenheit. Ihre Eltern wollten sie so frei wie möglich erziehen, dadurch gelang es ihr nie, Wurzeln zu schlagen, die ihr Halt geben könnten. Oft war sie mitten im Kriegsgeschehen, hat darüber Artikel geschrieben, und manchmal doch nicht wirklich die Zusammenhänge verstanden. Sie kann keine Nähe zulassen, vielleicht, weil sie erlebt hat, wie sehr ihre Mutter daran zerbrochen ist, dass ihr Vater ihnen nie nahestand. Auch keine Nähe zum Leser, denn auch nach der letzten Seite ist sie mir noch fern. Ihre Großeltern hatten so ganz andere Ansichten als er, welche Meinung ist richtig, welche zählt?

Vili war ab seinem Einzug im Haus auf dem Karst immer an ihrer Seite, und doch nie wirklich bei ihr. Sie kommen sich heimlich körperlich nahe, nie romantisch. Auch in ihren 20igern fanden sie wieder zueinander, doch ihr Auseinandergehen war dramatisch. Und so fällt es ihr jetzt umso schwerer, ihn zu aufzusuchen, um das letzte Erbstück ihres Vaters zu erhalten.

Warum sollte ausgerechnet ihr Vater, der nichts von der Vergangenheit hielt, ihr diese nun nach seinem Tod unterbreiten wollen? Auch Almas Mutter bleibt nebulös. Sie hat in der "Stadt der Irren" gearbeitet, angeblich, weil sie sich für das Leben der anderen interessiert. Aber irgendwie entstand der Eindruck, dass sie sich für ihre Tochter kein bisschen interessierte.

Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, sehr viele lange Sätze, die auch ich als versierte Leserin manchmal ein zweites Mal lesen musste, um sie zu verstehen. Vieles wird nicht beim Namen genannt, das machte es mir umso schwerer, die Geschehnisse zeitlich und räumlich einzuordnen. Es wirkt eben wie die Erinnerungen eines Kindes, es ist nur "die Stadt", "die Insel" und wenn dann ein Fetzen kam, anhand dessen ich vielleicht erfahren konnte, worum es geht, habe ich nebenbei recherchiert. Das machte die Lektüre langatmig und unterbrach den ohnehin trägen Lesefluss.

Das Ende hat mich eiskalt erwischt, der ganzen Geschichte einen neuen Kontext gegeben und mich sprachlos zurückgelassen.

Fazit:

Ein verwirrender Roman über eine zerrissene, wurzellose Protagonistin.

4 stars
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"Alma" von Federica Manzon hat mich auf vielfältige Weise beeindruckt.

Alma kehrt zurück nach Triest, der geschichtsträchtigen Stadt im Osten Italiens, der ehemaligen Grenze zu Jugoslawien. Dort trifft sie ihre Jugendliebe Vili wieder, den ihr Vater einst aus Jugoslawien mitgebracht hat. In Gedankensplittern begleiten wir Alma, durch ihre Kindheit und Jugend, ihr jetziges Leben, den Rückblick auf den schrecklichen Krieg im ehemaligen Jugoslawien nach dem Tod Titos. Tito, zu dem ihr Vater ein besonderes Verhältnis hatte.

Ich hatte am Anfang leichte Schwierigkeiten, in das Buch hinein zu finden, dann hat es mich allerdings vollständig gepackt. Der Roman beschreibt in für mich wunderschöner und auch sehr bildhafter Sprache ein Kapitel der Geschichte, das mir so noch nie begegnet ist. Ein politisch interessantes Kapitel, das in der Literatur meines Wissens nicht (ausreichend) behandelt wird. Die Zerrissenheit der Menschen in der Region Triest, eben noch Grenze gen Osten und plötzlich mitten in einem Europa, das sich neu gliedert. Und dazwischen Alma, die als Journalistin tiefer gehen will.

Es ist ein Buch, das Aufmerksamkeit fordert, ein Buch, das in der Zeit springt. Nicht immer sofort und offensichtlich. Ein Buch, das die Menschen in Triest zum Leben erweckt. Der Vater Almas, der immer unterwegs ist, manchmal sehr lange. Die Großeltern, die in alter Zeit gefangen sind und Habsburger Traditionen leben. Dazwischen die Jugend auf der Suche nach Orientierung. Alma war mir sehr sympathisch bei ihrer Suche nach der Vergangenheit und ihren Erinnerungen.

Was ich mir gewünscht hätte, wäre ein Zeitstrahl am Ende des Buchs gewesen, der die Geschichte Jugoslawiens und seiner Nachfolgestaaten, aber auch die Geschichte Triests darstellt. Handelt es sich doch um einen Abschnitt der Geschichte, der nicht so bekannt ist, wie er es verdient hätte.

Der Roman ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, ich habe allerdings zu einigen Ereignissen Goggle befragen müssen. Daher auch nur 4 Sterne!

4 stars
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