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Buchcover für Unter Gästen

Unter Gästen

Roman | «Man kann nicht zärtlicher über das Unglück in Familien schreiben!» Angelika Overath

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Erscheinungstermin 12.03.2026 | Archivierungsdatum N/A

Limmat Verlag | Limmat


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Zum Inhalt

Zwischen dem Bistro der Mutter im Erdgeschoss und dem französischen Restaurant des Vaters im ersten Stock spielen sich die Kindheitsjahre der Erzählerin ab, ohne Familienalltag, dafür unter Gästen. Einzelgänger, heimlich Liebende, Büroangestellte und Arbeiter, Professoren und Studierende, Lieferantinnen, Soldaten, eine Nonne und ein Fliegenflüsterer: Alle haben hier ihren Platz. Um sie herum entfaltet sich das Leben der Angestellten und der Familie der Erzählerin. Im Zentrum steht die Mutter, die sich mit Leidenschaft den Gästen widmet, während ihre Ehe auseinanderbricht. Entlang der einzelnen Tische erzählt Caroline Roger mit zartem Humor und der Gabe für genaue Beobachtung Geschichten, die von der Absurdität des Alltäglichen, von Intimität und Fremdheit handeln, und dabei die Frage stellen: Wie entsteht Zugehörigkeit und woran erkennt man Familie?

Zwischen dem Bistro der Mutter im Erdgeschoss und dem französischen Restaurant des Vaters im ersten Stock spielen sich die Kindheitsjahre der Erzählerin ab, ohne Familienalltag, dafür unter Gästen...


Vorab-Besprechungen

«Caroline Roger schreibt uns die ­vielschichtigen, originellen und kantigen Figuren in ihrem kronenhallen­artigen Universum mitten ins Herz. Wer das Zwischenmenschliche und den Zauber im Alltäglichen liebt, muss hier ­unbedingt zugreifen!» Katharina ­Alder, Verlagsvertreterin

«Caroline Roger schreibt uns die ­vielschichtigen, originellen und kantigen Figuren in ihrem kronenhallen­artigen Universum mitten ins Herz. Wer das Zwischenmenschliche und den Zauber im Alltäglichen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783039261031
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 208

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

5 stars
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Brillant

Unter Gästen, ist das Debüt der Caroline Roger.
Sie lässt ihre Erzählerin zurückdenken, an ihre Kindheit. Die hat sie zwischen den Gästen des Bistros ihrer Mutter und dem Restaurant ihres Vaters erlebt.
Ihre Mutter hatte einen guten Draht zu ihren Gästen, sie lies sie sich aussprechen und war immer freundlich.
Der Vater ging immer wieder fremd. Als es dann darauf ankommt zieht die Erzählerin auf die Seite der Mutter.
Die Autorin versteht es gut, diesem Roman einen besonderen Flair einzuhauchen. Solche Wirtinnen wie die Mutter habe ich auch noch erlebt. Für uns Gäste war es immer sehr heimelig. Für die Kinder eher nicht, für die war nicht viel Zeit. Die Erzählerin war mir sehr sympathisch. Ich konnte ihre Eindrücke sehr gut nachempfinden.
Das hat die Autorin sehr gut dargestellt und ich habe den Roman genossen.
Da hätte ich immer weiter lesen mögen.

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4 stars

Dieses Buch hat mich besonders durch seine zarte, fast schwebende Melancholie berührt. Dieses Gefühl, dass ein Kind zwischen zwei Welten aufwächst, der privaten, die kaum existiert, und der öffentlichen, die sich Tag für Tag an den Tischen des Bistros und des Restaurants abspielt. Die Erzählerin lernt früh, dass Nähe nicht unbedingt aus Familie entsteht, sondern aus Blicken, Gesten, flüchtigen Begegnungen. Und genau darin liegt die stille Kraft dieses Romans. Eindrücklich ist die besondere Atmosphäre zwischen zwei Stockwerken. Das Bistro der Mutter ist ein Ort voller Stimmen, Gerüche, Geschichten. Die Mutter lebt für ihre Gäste, und in dieser Hingabe liegt sowohl Wärme als auch Schmerz. Man spürt, wie sehr sie sich verausgabt, um anderen ein Zuhause zu geben, während ihr eigenes zerfällt. Das Restaurant des Vaters wirkt distanzierter, eleganter, fast unnahbar ein Spiegel seiner Rolle in der Familie. Zwischen diesen beiden Räumen bewegt sich die Erzählerin wie eine Beobachterin ihres eigenen Lebens. Die Gäste sind Liebende, Einsame, Arbeiter, Professoren, Soldaten bilden ein Mosaik menschlicher Sehnsüchte. Jeder Tisch erzählt eine kleine Geschichte, und zusammen ergeben sie ein Bild davon, wie vielfältig Zugehörigkeit sein kann. Caroline Roger beschreibt feinfühlig die Welt aus der Perspektive eines Kindes, das früh lernt, dass Familie nicht immer dort ist, wo sie sein sollte. Die Erzählerin wächst inmitten von Menschen auf, die kommen und gehen, und entwickelt dabei eine besondere Gabe für das Unsichtbare. die kleinen Risse, die leisen Sehnsüchte, die komischen und traurigen Momente des Alltags.

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