Bitte melden Sie sich an, um Ihr wertvolles Feedback zu geben.
Jetzt anmelden oder registrieren.
Unter Gästen
Roman | «Man kann nicht zärtlicher über das Unglück in Familien schreiben!» Angelika Overath
von Caroline Roger
Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht. Jetzt anmelden oder registrieren
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.
1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 12.03.2026 | Archivierungsdatum N/A
Limmat Verlag | Limmat
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #UnterGästen #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
Zwischen dem Bistro der Mutter im Erdgeschoss und dem französischen Restaurant des Vaters im ersten Stock spielen sich die Kindheitsjahre der Erzählerin ab, ohne Familienalltag, dafür unter Gästen...
Vorab-Besprechungen
«Caroline Roger schreibt uns die vielschichtigen, originellen und kantigen Figuren in ihrem kronenhallenartigen Universum mitten ins Herz. Wer das Zwischenmenschliche und den Zauber im Alltäglichen liebt, muss hier unbedingt zugreifen!» Katharina Alder, Verlagsvertreterin
«Caroline Roger schreibt uns die vielschichtigen, originellen und kantigen Figuren in ihrem kronenhallenartigen Universum mitten ins Herz. Wer das Zwischenmenschliche und den Zauber im Alltäglichen...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783039261031 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 208 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Inge H, Rezensent*in
Brillant
Unter Gästen, ist das Debüt der Caroline Roger.
Sie lässt ihre Erzählerin zurückdenken, an ihre Kindheit. Die hat sie zwischen den Gästen des Bistros ihrer Mutter und dem Restaurant ihres Vaters erlebt.
Ihre Mutter hatte einen guten Draht zu ihren Gästen, sie lies sie sich aussprechen und war immer freundlich.
Der Vater ging immer wieder fremd. Als es dann darauf ankommt zieht die Erzählerin auf die Seite der Mutter.
Die Autorin versteht es gut, diesem Roman einen besonderen Flair einzuhauchen. Solche Wirtinnen wie die Mutter habe ich auch noch erlebt. Für uns Gäste war es immer sehr heimelig. Für die Kinder eher nicht, für die war nicht viel Zeit. Die Erzählerin war mir sehr sympathisch. Ich konnte ihre Eindrücke sehr gut nachempfinden.
Das hat die Autorin sehr gut dargestellt und ich habe den Roman genossen.
Da hätte ich immer weiter lesen mögen.
Dieses Buch hat mich besonders durch seine zarte, fast schwebende Melancholie berührt. Dieses Gefühl, dass ein Kind zwischen zwei Welten aufwächst, der privaten, die kaum existiert, und der öffentlichen, die sich Tag für Tag an den Tischen des Bistros und des Restaurants abspielt. Die Erzählerin lernt früh, dass Nähe nicht unbedingt aus Familie entsteht, sondern aus Blicken, Gesten, flüchtigen Begegnungen. Und genau darin liegt die stille Kraft dieses Romans. Eindrücklich ist die besondere Atmosphäre zwischen zwei Stockwerken. Das Bistro der Mutter ist ein Ort voller Stimmen, Gerüche, Geschichten. Die Mutter lebt für ihre Gäste, und in dieser Hingabe liegt sowohl Wärme als auch Schmerz. Man spürt, wie sehr sie sich verausgabt, um anderen ein Zuhause zu geben, während ihr eigenes zerfällt. Das Restaurant des Vaters wirkt distanzierter, eleganter, fast unnahbar ein Spiegel seiner Rolle in der Familie. Zwischen diesen beiden Räumen bewegt sich die Erzählerin wie eine Beobachterin ihres eigenen Lebens. Die Gäste sind Liebende, Einsame, Arbeiter, Professoren, Soldaten bilden ein Mosaik menschlicher Sehnsüchte. Jeder Tisch erzählt eine kleine Geschichte, und zusammen ergeben sie ein Bild davon, wie vielfältig Zugehörigkeit sein kann. Caroline Roger beschreibt feinfühlig die Welt aus der Perspektive eines Kindes, das früh lernt, dass Familie nicht immer dort ist, wo sie sein sollte. Die Erzählerin wächst inmitten von Menschen auf, die kommen und gehen, und entwickelt dabei eine besondere Gabe für das Unsichtbare. die kleinen Risse, die leisen Sehnsüchte, die komischen und traurigen Momente des Alltags.