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Buchcover für Unterwasserblau

Unterwasserblau

Roman | Ein frisch und poetisch erzählter Roman über Herkunft, Familie und die Befreiung von alten Mustern

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Erscheinungstermin 12.03.2026 | Archivierungsdatum 06.04.2026


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Zum Inhalt

Wie tief reichen Familiengeheimnisse? Petra Hucke erzählt poetisch und intensiv von einer Frau, die Antworten auf alte Wunden sucht – ein Roman voller Atmosphäre, Emotion und der befreienden Kraft, sich selbst neu zu begegnen.

Ein paar unüberlegte Worte ihrer Mutter genügen, um Jessis sorgfältig austariertes Gleichgewicht ins Wanken zu bringen. Macht sie sich mit ihrem geordneten in Leipzig etwas vor? Mit dem Traumberuf als Meeresbiologin und den inzwischen fast zwanzig Jahren mit Ingwer, der doch immer für sie da ist? Immer mehr wird Jessi von ihrer Vergangenheit eingeholt, bis die Zweifel ihre ganze Welt einnehmen – bis sie nicht mehr weiß, was damals wirklich passiert ist, als ihre Zwillingsschwester Annika im Kindesalter starb. Und warum sie all die Jahre nicht aufgehört hat, in ihrem Spiegelbild nach Annikas Gesichtszügen zu suchen. In poetischen Bildern und mit berührender Intensität verwebt Unterwasserblau Erinnerungen, Meeresmetaphern und das Suchen nach Zugehörigkeit zu einem dichten, atmosphärischen Roman über Identität, Verlust und die unsichtbaren Strömungen familiärer Bindungen.

Wie tief reichen Familiengeheimnisse? Petra Hucke erzählt poetisch und intensiv von einer Frau, die Antworten auf alte Wunden sucht – ein Roman voller Atmosphäre, Emotion und der...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961612833
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 256

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Die falsche Tochter ... Können Kindheitswunden heilen? 4,5⭐️


Jessica und Ingwer sind schon seit 20 Jahren ein Paar; seine Familie ist auch Jessicas Familie geworden, denn zu ihrer hat sie kein gutes Verhältnis.
Jessica verbringt den Hochzeitstag mit ihrem Mann Ingwer und dessen Familie im Urlaub, als sie einen Anruf ihrer Halbschwester Sandra bekommt: Jessicas Vater ist gestorben. Auf der Beerdigung reißen alte Wunden aus der Kindheit wieder auf.
„Diese Wohnung aus dem Körper zu bekommen, die Kindheit, das war mir noch nicht gelungen, so wenig hatte sich verändert.“

Die Mutter zeigt nach wie vor offen ihre Verachtung Jessica gegenüber. Jessica fühlt sich wieder so hilflos dem Schweigen und den Verletzugen ausgesetzt wie damals schon:
„Hilflos sah ich Ingwer an. Ich hatte immer Angst, dass ich die fehlende Logik und die Lieblosigkeit meiner Familie übertrieb, und auch wenn es mir peinlich war, dass er hier sitzen musste, war ich froh, ihn als Zeugen zu haben. Sobald ich nicht mehr mit Mutter oder Sandra in einem Raum war, konnte ich sie mit leichter Verachtung aus meinen Gedanken streichen, aber in ihrer Nähe fühlte ich mich hilflos. Warum waren sie so, warum fühlte ich mich immer noch so klein wie damals, warum gehörte ich angeblich zu ihnen, wenn mich doch nie jemand gewollt hatte?“

Und Jessica muss plötzlich immer öfter an ihre Zwillingsschwester Annika denken, die starb, als sie eineinhalb Jahre alt waren. Sie kann sich nicht wirklich an sie erinnern, vermisst sie aber dennoch

„Warum war Mutter so? Warum interessierte mich das noch? Warum war ausgerechnet Vater tot, der mir von allen noch am nächsten gestanden hatte? Warum vermisste ich auf einmal schmerzhaft meine Zwillingsschwester, die ich doch gar nicht richtig gekannt hatte?“

Während Jessicas Ehe plötzlich zu zerbrechen droht, muss sie lernen, ihren Alltag zu meistern und die Wunden der Vergangenheit heilen zu lassen.

„Nichts und niemand konnte ever einen Zwilling ersetzen und auch nichts und niemand einen Vater. Jessica bringt den Tod. Die Beerdigung hätte ein Abschied sein sollen, aber die Worte der Lebenden waren zu laut gewesen, um ihm auf Wiedersehen zu sagen. Jessica bringt den Tod. Falls mir der Satz noch länger im Kopf herumschwirrte, würde ich ihn irgendwann selbst glauben.“

Ich möchte nicht spoilern, daher sage ich zum Inhalt nichts mehr; nur so viel: Mir hat die Entwicklung der Protagonistin richtig gut gefallen, ebenso wie der Schreibstil von Petra Hucke. Ein wirklich emotionaler Roman über Familie und alte Wunden, der mir sehr gut gefallen hat.

Vielen Dank an den Eisele Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Alte Wunden
"Wann wurden wir mehr als das, was unsere Eltern aus uns gemacht hatten?"
Diese Frage stellt sich die Ich -Erzählerin Jessica an einer Stelle. Das Thema, wie wir aufgrund unserer Kindheit zu den Menschen werden, die wir heute sind, durchzieht das gesamte Buch.
Jessica ist Wissenschaftlerin, verheiratet mit dem Lehrer Ingwer, umgeben von einer liebevollen und zugewandten Schwiegerfamilie. Jessica selbst entstammt einfachen Verhältnissen, schämte sich ihrer Eltern, dem Vater, der lieb, aber distanziert war, und der ewig nörgelnden Mutter, die sie mit Lieblosigkeit strafte. Zu ihrer älteren Schwester Sandra hat sie kein besonderes gutes Verhältnis, die Beziehung war und ist geprägt von Missverständnissen. Eine große Lücke hinterließ der Tod ihrer Zwillingsschwester Annika im Kleinkindalter.
In ihrer Ehe begeht Jessica viele Fehler, setzt mutwillig die Liebe Ingwers aufs Spiel. Erst nach und nach wird ihr und der LeserIn klar, warum sie das tut. Jessicas ganzes Denken und Verhalten ist geprägt durch ihre lieblose Kindheit.
Als LeserIn begleitet man Jessica dabei, wie sie nach dem Tid der Eltern auf eine emotionale Reise geht, um sich selbst kennenzulernen und sich besser zu verstehen, um sich am Ende von den prägenden Kindheitserfahrungen zu befreien.
Die Autorin erzählt in leichter, einfühlsamer und doch eindringlicher Sprache. Jessicas Geschichte berührt einen beim Lesen sehr, es ist eine traurige Geschichte voller Wehmut, Einsamkeit und Verlorenheit, jedoch auch eine Geschichte voller Hoffnung auf einen befreienden Neuanfang.
Ein schönes Buch über eine Frau, die sich mithilfe schmerzhafter Erfahrungen selbst findet.

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In Unterwasserblau von Petra Hucke begleitet man Jessica auf einem sehr persönlichen Weg. Nach dem Tod ihrer Eltern setzt sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinander und versucht, sich von den prägenden Erfahrungen ihrer Kindheit zu lösen. Die Entwicklung der Protagonistin hat mir gut gefallen, da die Darstellung ihrer Figur eine nötige Tiefe aufweist. Der Schreibstil ist leicht und dennoch sehr ausdrucksstark. Jessicas Geschichte berührt, da sie, obwohl von Einsamkeit, inneren Traurigkeit geprägt, dennoch einen Neuanfang findet. Eine klare Leseempfehlung.

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Zu Beginn fremdelte ich mit Jessis und Ingwers Beziehung, weil mir die Anfangssequenz so vorkam, als würde eine glückliche Ehe und perfekte Schwiegerfamilie erzwungen werden - und weil der Rest der Handlung noch nicht erschlossen war, haderte ich mit mir, ob ich mich damit anfreunden könne. Gleichzeitig glitt ich so schnell in Jessis Leben, ich in jeder freien Minute weiterlesen wollte. Der Kontrast von Jessis Welten, ihre verkappten Beziehungen, ihre Trauer - all das berührte mich und resonierte auch in Teilen mit mir. Für mich war es eine der ersten hetero Beziehungsgeflechte seit langem, die ich gerne kennenlernte und mit Jessi und Ingwer gemeinsam erforschte. Wie schön, dass dieses Buch geschrieben wurde, denn ich konnte mich ganz leicht darin verlieren.

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„Wann wurden wir mehr als das, was unsere Eltern aus uns gemacht hatten?“

Was für ein Buch!
Lange hat mich keine Geschichte mehr so bewegt und zu Tränen gerührt.

Jessica, genannt Jessi, hat seit sie denken kann ein distanziertes Verhältnis zu ihrer Mutter.
Als ihr Vater stirbt, wird sie immer stärker mit der Vergangenheit konfrontiert - und mit dem Tod ihrer Zwillingsschwester Annika, die bereits mit eineinhalb Jahren gestorben ist.
Auch zu ihrer wesentlich älteren Halbschwester Sandra hat Jessica ein eher kühles Verhältnis.

Und dann ist da noch die Familie von Jessis Mann Ingwer: eine Bilderbuchfamilie.
Aber ist sie das wirklich? Oder trägt auch hier jedes Familienmitglied sein eigenes Päckchen?

Was machen die Vergangenheit, Unausgesprochenes und Missverständnisse mit uns?

Petra Huckes Roman „Unterwasserblau“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich war so gefesselt von der Geschichte, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.
Anfangs spürte ich noch eine gewisse Distanz zur Protagonistin, doch nach und nach wurde mir ihr Verhalten verständlicher, und ich begann immer stärker, mit ihr zu fühlen.

Die Autorin schreibt intensiv und treffend, zugleich feinfühlig und nah an ihren Figuren.

Dieses Buch bekommt definitiv einen Platz auf meiner Liste der Jahreshighlights. Ich bin sehr begeistert und empfehle es von Herzen weiter.

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Eine einfühlsame und schön geschriebene Geschichte auf der Suche nach dem eigenen ich und der Frage, wieso bin ich so wie ich bin.

Anfangs wusste man noch nicht so genau, wohin die Reise gehen sollte, aber je mehr man über Jessi, und ihre Familie erfuhr, umso mehr reizte es , die Geschichte weiter zu lesen.
Petra Hucke gelingt es gut, die Verlorenheit der Protagonistin mit Worten aufzugreifen und man wird mit den unterschiedlichsten Gefühlen konfrontiert.
Es ist ein, zum Teil sehr trauriges Buch, man denkt sich, findet sie aus dieser Verlorenheit wieder heraus ?
Der Autorin gelingt es jedoch, der Geschichte eine Wende zu geben und man freut sich am Ende, dass es Jessi gelingt mit der Vergangenheit abschliessen zu können, den Blick nach vorne zu richten und mit sich selber ihren Frieden gefunden zu haben.
Ein sehr emotionales Buch, dass ich gerne gelesen habe und mich mit vielen Gedanken zurück gelassen hat, da ich mich in einigen Aspekten durchaus wieder finden konnte.
Sehr empfehlenswert !

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Eine Frau in ihren mittleren Jahren auf der Suche zu sich selbst und bei der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit.

Die ersten Sätze dieses Romans versetzten mich in die typische Spreewald-Atmosphäre. Ich-Erzählerin Jessica ist mit ihrer Familie im Spreewald unterwegs und man lernt gleich die Geschichte des Paars grob kennen, denn sie feiern Hochzeitstag. Ein wundervoller Start.

Aber bald erfahren wir auch von Chaos, Streit, Verfehlungen, Betrug, Verlust und Sehnsüchten im Leben von Jessis, in ihrer und ihres Mannes Familien. Es geht aber auch um Entfremdung in Ehe und Familie und der Suche nach dem richtigen Weg, nach Vergebung und Aufarbeitung der Vergangenheit.

Gut erzählt fließen die Worte ineinander und erzeugen Sätze, die leicht verständlich und gut verfolgbar sind. Die bildhafte Sprache der Autorin macht das Lesen angenehm und leicht und lässt den teils schweren Inhalt ans Herz gehen. Aber auch leichte, fröhliche Situationen werden lebendig und oft muss man über komische Situationen schmunzeln.

Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass man meint, sie zu kennen und gespannt verfolgt, welche Motivation sie zum Handeln animieren.
Als dann die schwierigeren Themen publik werden, kippt auch die Sprache und wird etwas schwermütiger. Man leidet mit, ist wütend über so viele falsche Entscheidungen, soviel böse Worte und so viel unausgesprochenes.

Ich hätte nach dem Start ins Buch nicht gedacht, dass so viele tiefe Probleme zum Thema werden, dass so viel Schuld und Trauer auf mich einströmt, so viele Emotionen. Trotzdem bin ich Jessi gern erfolgt und fand Petra Hucke's Roman interessant und aufschlussreich.

Ich habe das Buch gern und mit Gewinn gelesen und kann es allen empfehlen, besonders denen, die gern tiefgehende Gegenwartsliteratur lesen.

Herzlichen Dank an NetGalley und den Eisele Verlag für die Bereitstellung des eBooks. Meine Meinung zum Text bleibt davon unberührt. Unbezahlte Werbung.

Links zu meinen geteilten Rezensionen fügen ich nach Veröffentlichung hinzu.

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„Wann wurden wir mehr als das, was unsere Eltern aus uns gemacht hatten?“ (S. 201)

UNTERWASSERBLAU
Petra Hucke
ET: 12.03.26

Jessica verbringt ein paar Tage mit der Familie ihres Mannes Ingwer – und für sie ist es jedes Mal wie ein Ankommen. Die Schwiegereltern, die drei Brüder mit ihren Partnerinnen und Kindern: Wärme, Zugehörigkeit und Selbstverständlichkeit. Jessica und Ingwer haben sich bewusst gegen eigene Kinder entschieden. Stattdessen genießen sie ihre Rolle als Tante und Onkel, als Teil dieses lebendigen und liebevollen Gefüges.

Dann der Anruf: Ihr Vater ist tot. Drei schlichte Worte aus dem Mund ihrer Halbschwester – und mit einem Schlag ist sie zurück in der Enge ihrer Herkunft. In einer Familie, in der Zuneigung kein Ausdruck fand, in der man nicht weinte, sondern schwieg. In der die Mutter dominierte, unzufrieden, nörgelnd, unnahbar – und der Vater sich hinter diesem Schweigen einrichtete. Jessica hat sich für diese Familie geschämt, seit sie denken kann. Und nun holt sie die Vergangenheit ein.

Wie sich die Ereignisse entfalten, möchte ich nicht vorwegnehmen. Nur so viel: Alte Wunden brechen auf und Fragen drängen sich in den Vordergrund. Wie prägt eine lieblose Kindheit einen Menschen? Lässt sich diese Erfahrung ablegen – oder schreibt sie sich unausweichlich in das weitere Leben ein?

Petra Hucke erzählt mit großer Empathie von Verlust, Sehnsucht und der leisen Hoffnung auf Veränderung. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass sehr viele Themen angerissen werden. Doch im Verlauf fügt sich alles stimmig zusammen. Der Ton ist fein und sensibel, die Sprache klar und zugleich poetisch. Ich bin regelrecht durch die Seiten getragen worden.

Fazit:
Eine eindringliche, zart erzählte Geschichte über Herkunft, Prägung und die Möglichkeit, sich neu zu verorten.
5/5

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Aufarbeitung einer Kindheit

Unterwasserblau, ist ein Beziehungsroman von Petra Hucke.
Die Geschichte ist geprägt durch eine einsame etwas lieblose Kindheit.
Jessica hat im Kleinkindalter ihre Zwillingsschwester verloren. Das macht wohl auch die Mutter so grantig. Mir ihrer Halbschwester Sandra gibt es auch keine Nähe.
Als sie Ingwer heiratete hatte sie endlich eine liebevolle Familie.
Als ihr Vater stirbt, wird sie gezwungen sich auch um ihre Mutter zu kümmern.
Außerdem bringt sie nach zwanzigjähriger Ehe diese in Gefahr.
Jessica muss sich jetzt einen Weg suchen, um auch allein zurechtzukommen. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung.
Die Autorin hat das in einem ruhigen einfühlsamen Stil geschrieben.
Der Roman zeigt, das nicht immer ist wie es scheint.
Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen.

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Was Familie mit uns macht

Jessica führt seit 20 Jahren eine glückliche Ehe mit Ingwer. Seine Familie ist zu ihrer geworden. Zu ihrer eigenen Familie hat sie keine Bindung mehr,  nur mit ihrem Vater telefoniert sie dann und wann.
Als ihr Vater dann plötzlich stirbt und sie zur Beerdigung fährt,  muss sie sich mit ihrer Mutter und Halbschwester auseinandersetzen,  die ihr beide feindselig gegenüber stehen.

Für Jessica fängt eine furchtbare Zeit an. Während sie versucht ihrer herzlosen Mutter zu helfen,  quält sie die Sehnsucht nach ihrem Mann.  Doch dann droht ihre Ehe zu zerbrechen.

Die Autorin versteht es die ganzen Emotionen,  das Gefühlschaos, die Verzweiflung und die Selbstvorwürfe gut und nachvollziehbar zu beschreiben.

Ich mochte Jessica sehr und wollte das Buch kaum aus der Hand legen.

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🚣UNTERWASSERBLAU - Petra Hucke - Eisele Verlag - ET 12.03.2026 - 256 Seiten

✨HAPPY RELEASE DAY✨

Wie tiefgreifend prägen uns familiäre Muster? Und ist es uns als Erwachsene möglich, uns von ihnen zu lösen?

»Petra Hucke lockt ihre Leser mit leisem Humor in eine immer rasantere Strömung, bis in die Untiefen einer rauen Familiengeschichte.
Unterwasserblau ist zart und packend zugleich.« Julja Linhof, Autorin von Krummes Holz, ZDF-aspekte-Literaturpreis

Worum geht’s ?
In ihrem Roman „Unterwasserblau“ beleuchtet Petra Hucke mit scharfsinnigem Blick die komplexen Dynamiken familiärer Beziehungen, die Bedeutung der Herkunft, gehütete Geheimnisse und Schweigen, das Familien oft prägt.

Autorenportrait:
Petra Hucke ist Romanautorin, freie Übersetzerin und Host des Podcasts „Frauenleben“. Sie studierte in Leipzig und lebt derzeit in München. Schon immer hat sie sich gefragt, wie es wäre, eine Schwester zu haben.

Mein Leseeindruck:
Bei diesem Buch fiel mir zunächst das wunderbare Cover auf. Und so war ich sehr gespannt auf den Inhalt, in welchem die Autorin Wunden und Traumata der Kindheit der Protagonistin berührend, einfühlsam und emotional verhandelt. Sie zeigt die Prägung durch die eigene Mutter und die Herkunft, wie diese die Bindung und Einstellung zu Familie formt und beeinflusst. Welche Lücke der Verlust eines Geschwister/Zwillings reißen kann. Wie stärkend ein unterstützender und verständnisvoller Partner sein kann. Wie heilend es sein kann, sich der schmerzlichen Vergangenheit zu stellen und sich fallen zu lassen, um Antworten zu finden. Der schöne, leichtfüßige, unterhaltsame, flüssige, packende Schreibstil lies mich durch die Seiten fliegen. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

Fazit: Ein Roman, der die Geschichte einer Frau erzählt, die sich auf die Suche nach Antworten begibt und dabei eine tiefgreifende Selbstfindung erfährt

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Dieser Roman beginnt für mich als Leser in einem scheinbar perfekten Moment, ein Hochzeitstag, ein Sommertag im Spreewald, eine Familie, die lacht und paddelt. Doch genau in dieses Idyll bricht ein Anruf hinein, der alles verschiebt. Jessica wird aus der Wärme des Jetzt in die Kälte ihrer Vergangenheit zurück gerissen und dieser Kontrast trägt den ganzen Roman. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie Petra Hucke diese Rückkehr erzählt: nicht dramatisch überhöht, sondern leise, tastend, mit einer poetischen Genauigkeit, die jede Emotion spürbar macht. Die Heimat, in Jessica zurückkehrt, ist kein Ort des Trostes. Sie ist ein Geflecht aus Schweigen, alten Verletzungen und verpassten Möglichkeiten. Man spürt, wie tief die Wunden reichen, wie sehr Kindheitserfahrungen nachhallen können, selbst wenn man glaubt, ihnen längst entwachsen zu sein. Hucke beschreibt diese inneren Brüche mit einer Sensibilität, die nie sentimental wirkt. Stattdessen entsteht ein feines, atmosphärisches Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Klarheit und der Angst vor dem, was man finden könnte. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist Jessicas leise, aber entschlossene Bewegung auf sich selbst zu. Der Roman zeigt, wie befreiend es sein kann, sich den eigenen Schatten zu stellen und wie viel Mut es braucht, sich neu zu begegnen. Für mich eine Geschichte über Verlust, Erinnerung und die Möglichkeit, Frieden zu schliessen, ohne die Vergangenheit zu verleugnen. Ein stilles eindringliches Buch, das lange nachklingt.

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Unterwasserblau
Roman | Ein frisch und poetisch erzählter Roman über Herkunft, Familie und die Befreiung von alten Mustern
von Petra Hucke

Ein Beziehungsroman mit Tiefe und viel Fingerspitzengefühl geschrieben.

„Jessica bringt den Tod“ - was für eine harte Aussage, die hier der Protagonistin von der eigenen Mutter vor die Füße geworfen wird.
Jessie, Mitte 40, seit 20 Jahren mit Ingwer verheiratet, hat in dessen Familie all das gefunden, was sie von ihrer eigenen Familie nie bekommen hat. Geborgenheit und Liebe.
Eigentlich ist sie Zwilling. Doch ihre Zwillingsschwester starb im Alter von 1 1/2 Jahren und zu ihrer 8 Jahre älteren Halbschwester konnte sie nie ein gutes Verhältnis aufbauen. Die Mutter sieht in ihr nur die falsche Tochter die noch lebt, der Vater ist sehr zurückhaltend. Sie hat, so früh es ging, die Tür hinter dieser Familie geschlossen.
Als ihr Vater überraschend stirbt, wird diese Tür geöffnet und all der Schmerz kommt wieder hoch. Das und eigene Fehler drohen ihr Leben aus den Angeln zu heben,

Ich hab von Kapitel zu Kapitel mit Jessie gelitten und für sie geweint. Ein Buch, dass nahe geht und am Ende….

Bitte Lesen, es lohnt sehr!!!

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Unterwasserblau
Von Petra Hucke
Ein Familienroman, der mich sehr berührt hat. Tief sind die Wunden aus der Kindheit. Jessica leidet sehr unter dem Tod ihrer Zwillings Schwester, sie ist im Kleinkindalter verstorben. Ihre eigene Familie ist ihr fremd. Jessica ist seit 20 Jahren verheiratet und versteht sich gut mit ihrer Schwiegerfamilie. Die Beerdigung ihres Vaters wird ausführlich beschrieben und zeigt die Brüche in ihrer Familie mit der Mutter und ihrer Halbschwester. Sehr berührendes Buch.

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Klug & bewegend
"Unterwasserblau" von Petra Hucke ist ein schön & tiefgründig erzählter Roman über Familie, Herkunft & Selbstfindung.

Im Vordergrund steht Jessica, die von außen betrachtet ein gutes Leben führt - wären da nicht eine innere Leere, die Erinnerungen an den Vater, der Schmerz um die Mutter & die Konflikte mit der Schwester. Stück für Stück offenbart die Autorin die bewegende Geschichte von Jessica.

Petra Hucke schreibt knapp, präzise & ausgesprochen feinfühlig über ein aus dem Gleichgewicht geratenes Leben, über die Wunden der Kindheit, Verlust, Trauer & Traumata. Sie erzählt nachvollziehbar von Entscheidungen, die mit dem Wissen getroffen werden, dass sie falsch sind und das eigene Glück gefährden könnten.

Ich bin Jessica gebannt gefolgt, konnte mich in sie einfühlen & mitfühlen.

"Unterwasserblau" ist ein kluges Buch, das sehr real aus dem Leben erzählt - und das ich zu 100% empfehlen kann.

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Es beginnt fast idyllisch: ein Hochzeitstag, eine Kanutour, Sommerhitze, eine scheinbar intakte Familie. Und doch liegt von Anfang an etwas unter der Oberfläche. Unterwasserblau von Petra Hucke macht genau das sichtbar – das, was nicht gesagt wird.

Im Zentrum steht Jessica, die sich zwischen zwei Welten bewegt: der liebevollen, fast perfekten Schwiegerfamilie und ihrer eigenen Herkunft, die von Schweigen, Brüchen und emotionaler Distanz geprägt ist. Als der Tod ihres Vaters sie plötzlich zurück in diese Vergangenheit zwingt, beginnt ein leiser, aber intensiver Prozess der Auseinandersetzung.

Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie dieser Roman erzählt wird. Hucke schreibt ruhig, präzise, fast tastend – und genau dadurch entfaltet sich eine enorme emotionale Tiefe. Es geht nicht um große Dramen, sondern um das, was zwischen Menschen passiert: unausgesprochene Verletzungen, alte Muster, die sich immer wieder einschleichen, und die Frage, wie sehr unsere Kindheit uns eigentlich bestimmt.

Der Titel Unterwasserblau ist dabei unglaublich treffend. Alles wirkt leicht gedämpft, wie unter Wasser – Gespräche, Erinnerungen, Gefühle. Und gleichzeitig spürt man diese unterschwellige Strömung, die immer stärker wird, je weiter man liest.

Besonders stark fand ich das Thema Familie: diese Mischung aus Liebe und Überforderung, Nähe und Distanz. Hucke zeigt, wie Menschen einander verletzen können, ohne es zu wollen – und wie schwer es ist, sich aus diesen Dynamiken zu lösen. Es geht um generationale Prägungen, um das große Schweigen und um die leise, fast vorsichtige Möglichkeit von Veränderung.

Und dann ist da noch diese feine Melancholie, die sich durch das ganze Buch zieht. Keine Hoffnungslosigkeit – eher ein vorsichtiges Tasten in Richtung Selbstbestimmung. Die Frage: Wer bin ich, wenn ich mich löse von dem, was mich geprägt hat?

Mein Fazit:
Unterwasserblau ist ein stiller, aber unglaublich intensiver Roman über Familie, Herkunft und das schwierige Loslassen alter Verletzungen. Ein Buch, das nicht laut wird – und genau deshalb so lange nachhallt.

Für alle, die leise, kluge Literatur lieben, die unter die Oberfläche geht.

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