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Einatmen. Ausatmen.
Roman | "Eine amüsante Liebes- und Familiengeschichte mit therapeutischem Tiefgang." WDR 2 Lesen
von Maxim Leo
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Erscheinungstermin 12.03.2026 | Archivierungsdatum 30.09.2026
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Zum Inhalt
Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend komischer und tief berührender Roman über die Jagd nach dem Glück und die mitunter schwer zu findende Leichtigkeit des Seins.
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer.
Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die sie erahnen lassen, was im Leben wirklich zählt.
Einatmen. Ausatmen. – ein humorvoller Roman über Achtsamkeit, Sinnsuche und die überraschenden Begegnungen, die uns verändern.
Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend komischer und tief...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783462006513 |
| PREIS | 23,00 € (EUR) |
| SEITEN | 256 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Tatjana V, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Maxim Leo beweist erneut sein Gespür für gesellschaftliche Strömungen. Er nimmt den modernen Selbstoptimierungs- und Achtsamkeitskult aufs Korn, ohne ihn komplett lächerlich zu machen. Stattdessen zeigt er, dass wahre Veränderung oft dort passiert, wo wir sie am wenigsten erwarten – in der Stille und in der Empathie für andere.
Ein kluges, warmherziges Buch, das einen zum Lachen bringt und gleichzeitig dazu anregt, selbst mal kurz innezuhalten.
Buchhändler*in 1287499
Der richtige Roman für einen vergnüglichen Lesenachmittag auf dem Sofa! Nicht tiefschürfend, nicht platt, sondern einfach gute Unterhaltung, garniert mit reichlich Situationskomik, wenn man die Karrierefrau in ihrem vom Chef verordneten Achtsamkeitsseminar beim Ein- und Ausatmen begleitet und die Entdeckungsreise in Vergangenheit und neue Gegenwart mitgeht.
Buchhändler*in 604431
Eine unterhaltsame Geschichte, die den Hype um Selbstoptimierung und Selbstfindung gut charakterisiert, ohne das Thema ins Lächerliche zu ziehen und trotzdem etwas kritisch bleibt. Dies ist kein Titel, der sonderlich viel Tiefgang mitbringt, aber realistisch genug mit dem Thema umgeht, um weit abgeschlagen von spirituellen Firlefanz abgetan zu werden.
S R, Buchhändler*in
Marlene ist die Spitzenkraft des Aviola-Konzerns und der Chef hätte sie gern als Nachfolgerin. Leider gehört Empathie nicht zu ihren Kernkompetenzen, weshalb man ihr ein 2wöchiges Coaching verordnet. Bei Erfolg winkt Alex Grow, der die Acadamy leitet, ein Großauftrag. Diesen bräuchte der Coach auch, denn es läuft nicht mehr so gut.
Eine unwillige Kursteilnehmerin und ein Coach in der Sinnkrise. Dazu noch ein Wildschwein, ein Hausmeister und ein Mädchen, das den Wald retten möchte.
Gut gemixt macht Maxim Leo daraus eine sehr sympathische Geschichte, die man gerne liest.
Bilanz ziehen
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende eines Konzerns werden. Sie ist engagiert, kompetent und erfolgreich. So weit, so gut. Als Führungskraft allerdings absolut ungeeignet. Deshalb wird sie dazu verdonnert, ein Achtsamkeitsseminar zu absolvieren.
Überzeugt, das folgenlos durchzustehen, reist sie an und erlebt Überraschendes.
Maxim Leo beherrscht Sprache, kann Gedanken glaubhaft vermitteln. Anschaulich schildert er die verschiedenen Figuren, die Intentionen des Coaches, das Flair im Schönerlinder Schloss. Man trifft auf durchweg sympathische Personen in luxuriöser Umgebung.
Was unterhaltsam begann, driftet ab in Fantastisches, Unrealistisches, Idealzustände, Unwahrscheinliches. Es wird sinniert, philosophiert, interpretiert, die Sinnfrage wird gestellt.
Interessante Gedankengänge, Schlussfolgerungen, die man sich leisten können muss.
Mal was Anderes, warum nicht?
Maxim Leo erzählt in Einatmen, Ausatmen leise, aufmerksam und mit viel Gespür für Zwischentöne. Es ist kein Buch, das laut werden will oder schnelle Antworten liefert,vielmehr eines, das zum Innehalten einlädt. Genau das macht seine Stärke aus.
Im Mittelpunkt stehen Beobachtungen über das Leben, Beziehungen, das Älterwerden und die Frage, wie man mit Unsicherheiten, Verlusten und Veränderungen umgeht. Leo schreibt dabei sehr persönlich, ohne je pathetisch zu wirken. Viele Gedanken fühlen sich vertraut an, fast so, als würde man eigenen Überlegungen beim Lesen begegnen.
Besonders gefallen hat mir der ruhige Ton des Buches. Die Texte lassen Raum,zum Nachdenken, zum Wiedererkennen, manchmal auch zum Widerspruch. Es ist kein Ratgeber im klassischen Sinn, sondern eher eine Sammlung von Reflexionen, die man gut in Etappen lesen kann.
Einatmen, Ausatmen ist ein Buch für Leserinnen und Leser, die literarische Nachdenklichkeit schätzen und keine fertigen Lösungen erwarten, sondern ehrliche Fragen. Für mich ein stilles, kluges Buch, das lange nachwirkt.
Gaby K, Rezensent*in
Marlene ist in ihrem Job als Managerin eines großen Konzerns sehr erfolgreich und arbeitet effektiv. Allerdings kennt sie auch nichts als Arbeit, in Beziehungen zu Menschen ist sie eine absolute Niete. Für Sie zählt nur der Erfolg. Nun winkt eine weitere Stufe auf der Karriereleiter: sie ist als Vorstandsvorsitzende vorgeschlagen. Um das zwischenmenschliche Manko auszugleichen wird Marlene nach Brandenburg geschickt, wo ein erfolgreicher Coach sie fit machen soll. Alles in ihr sträubt sich und auch Alex Grow, der Coach hat mit eigenen Problemen zu kämpfen. Doch dann ist es nicht das Coaching selbst, sondern die Erfahrungen, die Marlene macht, die Menschen, denen sie begegnet, die Herausforderungen, denen sie sich stellt, die sie verändern. Sie lernt, auf ihr Inneres zu hören und erkennt, was ihr im Leben wirklich wichtig ist.
Ein Roman, der nachdenklich macht, herausfordert sich den eigenen Verletzungen zu stellen. Es ist aber auch ein Roman, der Hoffnung und Mut macht.
Claudia B, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Sehr gut geschrieben, sprachlich fein und absolut lesbar. Der Handlungsort ist mir etwas zu detailliert ausgeführt, Tierrettung und minderjährige Umweltschützer wären nicht zwingend notwendig für den Verlauf des Romans gewesen.
Marlene, Alex und Matthiesen mit ihren Eigenschaften und ihrer Entwicklung der Beziehungen im Verlauf des Romans zuzusehen, auf der Suche nach Ruhe und Erfüllung, zeugt von der besonderen Beobachtungsgabe des Autors . Über den unvorhersehbaren Moment, an dem Verdrängtes an der Oberfläche auftaucht und manchmal zum Richtungswechsel führt!
Thomas B, Buchhändler*in
Hat mich leider nicht abholen können. Der Grundansatz der Geschichte mit strauchelndem Lifestyle-Coach und der überperformerin war mir einfach zu platt. Ich hatte die Hoffnung, dass der Stil die klischeehafte Story ausgleichen kann, war da aber leider etwas enttäuscht. Nicht mein Buch.
Katharina L, Buchhändler*in
Wunderbar kurzweiliger Roman!
Effiziente Managerin trifft auf 'Lifestyle'-Coach in tiefer Lebenskrise...
Für die Karrierefrau Marlene steht die Beförderung in den Unternehmensvorstand kurz bevor, doch ihr Chef hat Bedenken: ihre Performance ist hoch, doch ihre Empathielosigkeit und ihr leistungforderndes Verhalten sorgen für viele Beschwerden der KollegInnen. Kurzerhand verordnet er Marlene ein zweiwöchiges Achtsamkeits-Coaching in 'The Academy'. Erst wenn sie dieses erfolgreich bestehen sollte, will er sie für den Posten vorschlagen.
Leiter der 'Academy' - einem ganzheitlichen Schulungszentrum in Brandenburg - ist Alex, der in einer tiefen Lebens. und Finanzkrise steckt. Während er seinen KundInnen zu mehr Achtsamkeit und Sinnfindung verhilft, findet er selbst keine Ruhe mehr. Marlene scheint die Rettung - sollte ihr Coaching erfolgreich sein, warten mehrere Aufträge ihres Unternehmens.
Marlenes Plan: Die zwei Wochen irgendwie überleben. Doch Alex durchschaut sie und macht es ihr nicht so leicht...
Zum ersten Mal in ihrem Leben, muss Marlene hinterfragen, wer sie hinter der harten Schale eigentlich ist. Wo sie weshalb ihre Gefühle versteckt.
Diese zwei so gegensätzlichen ProtagonistInnen wirkten erst etwas plakativ auf mich, ihre Entwicklung fand ich dann aber sehr glaubhaft. Marlene hat früh gelernt, ihre Emotionen wegzusperren. Auch Alex' Struggle mit Finanzen und seine Beziehung zu Johanna war authentisch.
'Einatmen. Ausatmen.' ist eine erfrischende, leichte Lektüre - humorvoll und klug ohne Moralkeule oder übertriebenes Ende.
patricia D, Rezensent*in
Unterhaltsames Lehrstück darüber was man sich selbst schuldig ist
Marlene funktioniert, sie funktioniert sogar so beispiellos gut und effektiv, dass sie eine steile Karriere hingelegt hat und kurz davor steht die Chefposition im Unternehmen einzunehmen. Doch leider (vom Unternehmen aus gesehen) ist gnadenlose Effizienz eben doch nicht alles. Denn im Unternehmen arbeiten auch Menschen und mit denen kommt Marlene nicht gut zurecht. Also wird ihr eine zweiwöchige "Schulung" im Achtsamkeitsseminar verordnet.
Alex, der Achtsamkeitstrainer, hat eine erfolgreiche "Academy" in einem brandenburgischen Schloss und viele Angestellte und fragt sich wo die Leichtigkeit seiner strahlenden Anfangsjahre hin entschwunden ist. Mit viel Erfahrung kann er seinen Klienten immer noch helfen, aber er verbraucht sich dabei immer mehr selbst.
Psychische Gesundheit / Mental Health um den Modebegriff dafür zu verwenden, boomt. Wohl ein Zeichen dafür, dass einerseits in unserer Gesellschaft vieles im Argen liegt und andererseits die Menschen auch bewusster sowohl ihre Defizite als auch die Ausbeutung durch gewisse gesellschaftliche Strukturen wahrnehmen und etwas daran ändern wollen.
Der Autor greift das Thema von zwei Seiten auf (Klient und Therapeut) und rollt es vielschichtig auf, unterbrochen auch immer wieder von gelungenen ironischen und satirischen Einsprengseln, denn auch in diesem Bereich ist nicht alles Gold was glänzt (ebenfall wieder auf Klienten- und Therapeutenseite).
FAZIT: Dies ist die Geschichte von Marlene, der kommenden Vorstandsvorsitzenden, und Alex, dem Achtsamkeitslehrer und psychologischen Coach (Achtung, nicht missverstehen, es ist keine Liebesgeschichte), die sich selbst näher kommen. Unterhaltsam erzählt mit kleinen und größeren Abenteuern und einem realistischen Einblick in Mental Health Coachings. Mir hats gefallen, daher 5 Sterne.
Dank an den Verlag für ein Rezensionsexemplar.
Maxim Leo beschreibt in seinem neuen Roman die Zustände der Leistungsgesellschaft gepaart mit dem Drang nach Entspannung, welcher als Lifestyle monetarisiert wird. Die Leserschaft begleitet Marlene, Topmanagerin der "Aviola" Gesellschaft, welche durch die Aussicht auf Beförderung davon überzeugt wird, in die "Academy" von Alex Grow zu gehen um ihre fehlende Empathie hervorzubringen. Die Leserschaft erhält ebenfalls Einblick in die Lebenswelt von Alex Grow - und dass es der Academy gar nicht so gut geht. Zum Glück steht ein großer Deal in Aussicht mit der Aviola... Oder auch nicht?
Der Roman ist super flüssig zu lesen, auf Grund der Kürze ein vergnüglicher Nachmittag. Maxim Leo lässt weitere Charaktere einfließen die selbst Marlene dazu bringen ihr Herz zu erweichen und ihr Leben zu hinterfragen. Der Autor schafft es mit feinen Sätzen eine Schwere und Tragik in die humorvoll gestrickte Welt zu bringen, zB mit "mein ganzes Leben lang wollte ich wiedergutmachen, was den anderen geschehen ist". Hier zeigt Leo seine Fähigkeiten zur psychologischen Analyse und Tiefgang. Klare Empfehlung!
Buchhändler*in 1149241
Und wieder ein wunderbar "lebensechter" Roman von Maxim Leo!
Seine Figuren sind immer sehr gut ausgearbeitet, haben und machen Fehler, fallen hin und stehen auf, entwickeln sich stets weiter.
Marlene Buchholz war mir unglaublich sympathisch; gern würde ich mehr von ihr lesen.
Buchhändler*in 516281
Diese Geschichte einer Managerin, die äußerst unsympathisch wirkt und von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitstraining gezwungen wurde, hat mich gut unterhalten. Es ist nicht gespickt mit tiefgreifender Psychologie, doch genau das hat mir eben gefallen.
Der Achtsamkeitstrainer Alex, der seinen Beruf auch einmal mit großen Enthusiasmus verfolgt hatte, steht vor dem Bankrott.
Ein schöner Roman um abzutauchen.
Buchhändler*in 406819
Einerseits ein leichter, witziger Roman, der jedoch auch eine gewisse Tiefe hat. Obwohl der Seminarbetrieb und die Teilnehmer mit Humor beschrieben werden, kommen dennoch ernsthafte Themen aufs Tapet. Unter anderem die Übertragung von Traumata auf nachfolgende Generationen.
Claudia F, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Marlene, die nur für Ihre Arbeit lebt und kein Privatleben hat, will die nächste Stufe der Karriereleiter schaffen. Durch unsensible Äußerungen einer Kollegin, die einen Fall von sexuellem Übergriff in der Firma gemeldet hat, ist der Posten in der Geschäftsführung gefährdet. Sie wird von ihrem Vorgesetzten zu einem zweiwöchigen Aufenthalt in einem Branderburger Schloos. Bei Alex Grow, dem Seelenheilenden soll sie auf Spur gebracht werden.
Marlene ist zunächst sehr skeptisch und verweigert sich dem Angebot, aber dann entdeckt sie ganz neue Seiten, lässt sich auf Unbekanntes ein und ihre Sichtweise und ihre Prioritäten ändern sich komplett. Leo Maxim schildert dies auf seine wunderbare, witzige Art und Weise.
Ein sehr kurzweiliger Roman, der einige Aspekte der Selbstoptimierung humorvoll auf die Schippe nimmt
Benjamin M, Buchhändler*in
Maxim Leo hat mich wieder nicht enttäuscht. Obwohl das Thema (Achtsamkeit ...) nicht so mein ist und auch schon mehrfach thematisiert wurde in Büchern, fand ich es in diesem Roman toll eingeflochten. Und die Story ist einfach gut!
Buchhändler*in 1056065
Das Buch lebt durch seinen Humor!
Mit absurden Situationen und Büromomenten wird der Leser von Anfang an mitgenommen und zum Schmunzeln gebracht.
Inhaltlich befasst sich das Buch mit Work-Life-Balance, mit dem langen gegeneinander von Leistungsgesellschaft und Lebens- bzw. Freiheitsgefühl. Soweit, so bekannt.
Mit seinen Figuren und der grundlegenden Prämisse ist Maxim Leo hier ein unlterhaltsames Buch gelungenen, das man besonders dann lesen sollte, wenn es einem im Job mal wieder zu viel wird!
Dagmar K, Buchhändler*in
Maxim Leos neuer Roman ist perfekt für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa. Man kann sich zurücklehnen, tief einatmen, die Worte genießen und am Ende entspannt ausatmen. Der Roman ist unterhaltsam, ohne platt zu sein, und gespickt mit Situationskomik. Nebenbei nimmt er den Zwang der Selbstoptimierung und Selbstfindung humorvoll aufs Korn. Mehr braucht es nicht für eine entspannte Lesezeit.
Daran, dass ich schon ein Buch von Maxim Leo gelesen hätte, könnte ich mich nicht entsinnen, also ist „Einatmen, Ausatmen“ ein neuer Punkt auf meiner Leselandkarte.
Zunächst sei kurz umrissen, worum es geht, wenngleich man beim Titel schon auf Ideen kommen kann, mit denen man gar nicht so verkehrt liegt: „Einatmen, ausatmen“ ist einer der Leitsätze, wenn es um Achtsamkeit, Gelassenheit und dergleichen geht. So auch hier: Lernen soll das Marlene Buchholz, ihres Zeichens designierte Vorstandsvorsitzende der Aviola, und zwar von Alex Grow (Zweifel an der Echtheit des Namens hegt auch Marlene …), einem berühmten Coach. Doch ihr Plan, sich schnell ihr Achtsamkeitszertifikat „abzuholen“, misslingt, denn Alex scheint noch größere Baustellen als sie selbst zu haben ...
Mehr sei nicht verraten, weil die Geschichte in weiten Teilen von schrägen Einfällen lebt, denen man ansonsten nur vorgriffe. Mich erinnerte die Geschichte an eine, die ich sehr liebe: Isabell Bogdans „Der Pfau“ – und das steht auf der Haben- wie auf der Soll-Seite. In beiden Geschichten geht es um Optimierung von „Leistungsträgern“ durch eine „Anstalt“, bei der selbst einiges im Argen liegt. Man könnte nun sagen, dass Leo abschreibt, doch damit täte man ihm Unrecht, denn er spielt das Stück in einer anderen Tonart. Seine Figuren sind sympathisch (ja, sogar Marlene, weil sie erfrischend direkt ist); er nimmt vieles aufs Korn, ohne „draufzuhauen“, lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass letztlich Authentizität relevant ist und „vorne“ nicht immer in der ersten Reihe ist; er beherrscht die Kunst, den Finger in Wunden zu legen, ohne darin zu bohren, sondern einen selbst zu der Erkenntnis gelangen zu lassen – und das nicht in moralinsaurem Ton, sondern in locker-leicht lesbarer Schreibe. Gute Unterhaltung, die zum Nachdenken anregen kann und nur deshalb keine volle Punktzahl erreicht, weil „Einatmen, Ausatmen“ sich bei mir am zuvor gelesenen „Der Pfau“ messen lassen muss.
Buchhändler*in 1332913
Auf unterhaltsame Weise und mit einem Augenzwinkern beschreibt Maxim Leo, was viele Menschen dazu veranlasst, ein Achtsamkeitsseminar zu absolvieren und Widerstandskraft gegen Stress und Erschöpfung aufzubauen, aber auch, um seine Empathie zu entwickeln. Dabei kann es dann, wie bei Marlene, dazu führen, dass man gar nicht mehr sein ursprüngliches Ziel verfolgt, sondern den Weg auf der Karriereleiter verlässt, um sich selbst zu finden.
Tatjana L, Buchhändler*in
Der Text ist einfach schön! Maxim Leo wird von Buch zu Buch besser. Er pflegt einen ganz liebevollen Umgang mit seinen Figuren und geht achtsam mit ihnen um. Sehr wohltuend. Was mich als berufsbedingte Vielleserin besonders begeistert hat: er weicht jedem Klischee aus und vermeidet Handlungsstandards.
Absolut gelungen!
Gertie G, Rezensent*in
Maxim Leo bietet in seinem neuen Roman Einblick in Seele seiner Protagonisten. Da ist zum einem die erfolgreiche Managerin Marlene, die vor einem weiteren Karriereschritt steht, dafür aber an ihren Social Skills arbeiten muss, und zum anderen Alex, der eine exklusive Coaching-Schmiede führt, in der Alex Marlene coachen soll. Doch auch Alex hat so seine Probleme und Ängste. Eines davon sind Bankkredite, die bedient werden sollen und ein anderes ist Johanna.
Daneben bekommen wir es noch mit Hausmeister Matthissen, der seine Mutter pflegt und der 14-jährigen Ausreißerin Connie zu tun. Jede und jeder dieser vier Hauptpersonen hat sein bzw. ihr Schicksalspäckchen, das weit in die Familiengeschichte hineinragt, zu tragen. Wie weit, wird für Marlene gleich in den ersten Tagen ihres Aufenthalts klar, als eine Familienaufstellung unter Alex‘ Anleitung, das Schicksal ihrer Großmutter offenlegt.
Wie wird Marlene damit umgehen? Kann sie diese Erkenntnisse annehmen?
Meine Meinung:
Ich kenne fast alle Werke von Maxim Leo, weshalb ich diesen Roman sehr gerne gelesen habe.
Schmunzeln musste ich, wie genau Maxim Leo die Klischees, die so einem Coaching-Tempel oft vorauseilen, beschrieben hat: Klangschalen, vegane Mahlzeiten Yoga usw.. Ich finde mich in Marlenes Gedankenwelt wieder. Also nicht, dass ich CEO eines Unternehmens sein wollte, sondern dass ich dem einen oder anderem Angebot nichts abgewinnen kann. Wobei, an einer Familienaufstellung teilzunehmen, sehr interessant ist.
Der Roman lässt sich leicht lesen und trifft immer wieder den richtigen Ton. Mir haben die unterschiedlichen Protagonisten sehr gut gefallen. Jede, jeder darf zweifeln und hoffen, Fehler machen und bleibt dabei durchwegs liebenswert.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem kurzweiligen Buch, das mich sehr gut unterhalten hat, weil es auch ein Körnchen Wahrheit enthält, 5 Sterne.
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola Konzerns werden. Fachlich ist sie überragend, menschlich jedoch ein Risiko. Deshalb wird sie in ein Brandenburger Schloss geschickt, zu Alex Grow, dem gefeierten Coach, dessen Academy heimlich am Rand des Bankrotts steht. Marlene ist seine letzte Chance und er ihre vielleicht erste. Berührt hat mich, wie der Roman zwei Menschen zeigt, die nach aussen souverän wirken und innerlich längst erschöpft sind. Marlenes erste tastende Schritte in Richtung Offenheit sind unbeholfen, manchmal komisch, oft schmerzhaft und gerade deshalb so wahr. Alex wiederum versteckt seine eigene Krise hinter professioneller Ruhe, sein Scheitern wirkt nie peinlich, sondern entwaffnend ehrlich. Die Nebenfiguren erscheinen wie feine Risse im Beton, das verletzte Wildschwein, der stille Hausmeister, das Mädchen, das Marlene mit einer einzigen Frage aus dem Gleichgewicht bringt. Für mich erzählt der Roman nicht von einer grossen Erleuchtung, sondern von vielen kleinen Momenten, in denen Menschen wieder spüren, dass sie berührbar sind. Ein Buch über die Kunst, weich zu werden, ohne die eigene Stärke zu verlieren leise beginnend, dann wie ein Atemzug, der sich langsam im ganzen Körper ausbreitet. Das Buch empfehle ich gerne weiter.
Buchhändler*in 920656
Die Managerin Marlene Buchholz bekommt die Möglichkeit zu einem großen Karrieresprung, sie soll Vorstandsvorsitzende ihres Konzerns werden. Allerdings unter der Bedingung, dass sie sich vorher in die Hände des Seelenflüsterers Axel Crow begibt, um ein Achtsamkeitstraining zu absolvieren. Auch wenn das Ambiente, ein Schloss in Brandenburg, alles bietet, was eine verwöhnte Karrierefrau braucht, möchte Marlene nichts lieber, als heimlich abhauen. Zumal sie feststellt, dass Axel Crow beste Verbindungen zu ihrem Arbeitgeber pflegt.
Axel Crow hingegen ist mit sich alles andere als im Reinen, wie er es seinen Klienten immerzu vorgaukeln muss. Seine „Academy“ ist fast pleite und er selber mit seinem Leben nicht glücklich.
Maxim Leo verbindet in seinem Roman Situationskomik mit sehr viel Lebensweisheit und therapeutischen Erkenntnissen. So kann man beim Lesen viel lachen, einiges für sich mitnehmen. Nur die Handlung selber hat mich nicht wirklich überzeugt und die Charaktere bleiben doch recht stereotyp.
Ursula H, Buchhändler*in
Sie ist taff, sie ist klug, sie ist fachlich überragend, doch Gefühle kennt sie nicht –
Marlene Buchholz ist eine Karrierefrau, und für sie zählt: Können, Wissen, fachliche Kompetenz, wirtschaftlicher Erfolg. Der Firmen-Boss des „Aviola-Konzerns“ hätte sie gerne als Nachfolgerin, doch die Aussagen der Angestellten, die sich über ein „Klima der Kälte und Angst“ in ihrer Abteilung beschweren, wiegen viel.
Was also tun? Sie wird zu einer Fortbildung verpflichtet: Widerwillig stimmt sie zu und reist zu einem 14-tägigen „Achtsamkeits-Seminar“ nach Brandenburg. Dort, beim „Seelenflüsterer“ Alex Grow, der seit mehr als 20 Jahren erfolgreich als Coach arbeitet, soll sie ihre emotionale Seite kennenlernen. Niemand ahnt, dass auch er Probleme hat: er ist voller Selbstzweifel, leidet unter Panikattacken, steht vor dem finanziellen Ruin. Würde er Marlene Buchholz in seinem Seminar „fit für Führung“ machen, käme es zu Folgeaufträgen des Aviola-Konzerns…
Im Roman, der abwechselnd aus Sicht der Hauptpersonen geschrieben ist, trifft der Autor überzeugend den „Psychologen-Sprech“ des Coaches, der auf die sachlich-prägnanten Analysen der Klientin prallt. Der Sprachwitz der zum Teil ironisch überzeichneten Dialoge, das augenzwinkernde Spiel mit Klischees, gibt dem Roman kichernde Leichtigkeit.
Nebenbei: Seit 1997 das Buch „Emotionale Intelligenz“ von Daniel Goleman bei dtv erschien, haben „weiche“ Kompetenzen wie Empathie und Einfühlungsvermögen Einzug in die Chefetagen gefunden. Das Buch „Emotionale Intelligenz“ ist noch immer erhältlich und absolut lesenswert.
Ellinor F, Buchhändler*in
Ein tolles Buch - humorvoll, ernst, ehrlich, ein klein wenig überspitzt und sehr zeitgemäß.
Ein wenig enttäuscht war ich, dass eine Nacht im Wald (und die sehr gelungene und humorvolle Begegnung mit einem Wildschwein) gereicht haben, dass sich Marlene wandelt. Das ging mir zu schnell. Toll finde ich, dass jedes Kapitel eine Überraschung bereithält. Und die Charaktere im Buch, wachsen einem richtig ans Herz. Man erfährt sehr viel über sie und ihre Vergangenheit, lernt sie tiefgehend kennen und lieben, denn man versteht, warum sie so sind, wie sie sind. Ein Buch zum Abschalten, Entspannen, Lachen und vielleicht auch zum Nachdenken über das eigene Leben und die Schnelllebigkeit der Welt.
Rezensent*in 861419
Unterhaltsamer, niveauvoller Wohlfühlroman;
Dieser Roman hat mich sehr gut unterhalten, obwohl er natürlich auch einige Klischees bedient. Das geschieht aber nicht plump, sondern subtil und mit Tiefgang, weshalb die Geschichte trotz aller Unterhaltung und Übertreibung auch zum Nachdenken anregt. Die Charaktere fand ich sehr gut geschildert, mir hat aber vor allem die Figur der Marlene Buchholz sehr gut gefallen. Das Aufbrechen ihres Schutzpanzers fand ich glaubhaft und konnte die Entwicklung dahin gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und schön zu lesen. Es ist keine platte Comedy, sondern ein niveauvoller, durchdachter Plot mit liebenswerten Charakteren. Es bleibt am Ende einiges offen, was mich nicht gestört hat, da es zur Handlung passt und Raum für eine Fortsetzung lässt, über die ich mich freuen würde. Einige Charaktere sind skurril, andere haben gebrochene Lebensläufe und verborgene Geschichten und das macht sie so interessant und glaubhaft.
Emiliy O, Rezensent*in
Marlene Buchholz muss zu einem Achtsamkeits-Coaching, um befördert zu werden. Dies muss gelingen, damit Alex Grow einen Vertag mit dem Aviola-Konzern bekommt um sein Achtsamkeits-Schloss vor der Insolvenz zu retten.
Maxim Leo erschafft eine Geschichte, die nur vor Witz und Leichtigkeit, dahinfliegt und och zugleich Charaktere mit Tiefe und Geschichte schafft. Der Roman glänzt durch seine Menschlichkeit, dem Alleine sein, der Selbstfindung und der Trauer.
Leo spielt mit den Klissches eines Seminars und seinen Teilnehmern und schafft dadurch eine unglaubliche Atmosphäre.
Rezensent*in 969112
Wie eine knallharte Managerin den Sinn des Lebens entdeckt
Marlene ist eine Businessfrau, die nur für die Arbeit lebt. Sie soll in den Vorstand gewählt werden, jedoch fehlen ihr entsprechende sozialen Kompetenzen. Dehalb wird sie auf ein 14-tägiges Achtsamkeitsseminar nach Brandenburg geschickt. Der Seminarleiter Alex hat eigene Sorgen, wird er doch seit längerer Zeit von Panikattacken heimgesucht, weil seine Akademie finanziell nicht mehr so gut läuft.
Eigentlich lese ich ungern Bücher aus dem Genre Literatur. Doch Leo Maxim konnte mich bereits mit dem Werk "Wir werden Jung sein" überzeugen, dass es auch für mich lesbare "Literatur" gibt. Im vorliegende Buch Einatmen. Ausatmen. finde ich schon allein das Thema sehr interessiert.
"Was man alles sehen konnte, dachte Marlene, wenn man die Blickrichtung veränderte, wenn man sich die Zeit nahm hinzuschauen!" (Zitat, 9. Kapitel)
Durch das Innehalten und übers Leben nachdenken, wird Marlene endlich bewusst, dass es auch noch andere Bedürfnisse und Ziele im Leben gibt. Ihr Verhaltensmuster wurde zwar durch ihre Vergangenheit geprägt, doch jeder Mensch kann sich frei entscheiden, wie er leben will.
"Die Zeit ist der Moment, den wir uns schenken." (Zitat, 14. Kapitel)
Die Geschichte ist sehr kurzweilig und liest sich gut weg. Es gibt traurige Momente, erschreckende Situationen aber auch Mut machende Aspekte. Das Buch konnte mich insgesamt wieder gut unterhalten.
Marlene will und kann die Führung des Konzerns übernehmen, Bedingung sie lernt besser mit ihren Untergebenen umzugehen. Dafür schickt sie ihr Chef zu einem Achtsamkeitsseminar zu Alex.
Sie weiß das sie Defizite im Umgang mit Menschen hat, findet sie aber nicht so wichtig solange sie niemanden beleidigt oder anderweitig kränkt, höflich ist und auf Distanz achtet.
Alex hat mit ihrem Chef einen Deal, er coacht Marlene und bekommt dafür einen Großauftrag, genau das braucht er um nicht Pleite zu gehen.
Achtsamkeit, Freundlichkeit, Empathie sollte eigentlich zum unbewussten Standardprogramm eines jeden Menschen gehören. Wer da Defizite hat, hat Schwierigkeiten in einigen Berufen. Dann braucht man Hilfe. Ob man diese Eigenschaften erlernen kann so das man diese Fähigkeiten wirklich hat, mag ich doch bezweifeln. Es kann einfach nicht jeder Mensch gleich sein und das ist gut so.
Der Autor beschreibt diese und andere Themen mit einer leisen Ironie. Die Aufmerksamkeit die diese seit einiger Zeit erregen wirkt auf mich künstlich als ob es nichts Wichtigeres gibt. Der sorgsame Umgang mit einander und mit der Natur ist für mich selbstverständlich, die Diskussionen in dieser Art darüber eher überflüssig.
Genau so wirkt Marlene, während Alex opportunistisch wirkt, er ist mal mit Idealen gestartet, jetzt geht es nur noch um Erhalt. Auch die anderen Figuren
sind für bestimmte Gruppen exemplarisch dargestellt, die die sich sofort für alles Neue begeistern, jene die ihre Überzeugung wie eine Fahne vor sich hertragen, man findet alle -Figuren irgendwo wieder, im eingenen Umfeld oder in den verschienden Medien.
Am Ende steht eine heile Welt, die mir in dieser Form einfach zu rosarot ist.
Rezensent*in 348518
Ein Buch für gemütliche Lesestunden
Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo, erschienen im Kiepenheuer&Witsch Verlag als Printausgabe und als Hörbuch, gelesen von Vera Teltz, erschienen im Argon Verlag. Erschienen am 12.03.2026.
Marlene Buchholz ist als Managerin Weltklasse und soll eigentlich die Nachfolgerin ihres Chefs, Dr. Finckenstein, der Vorstandsvorsitzender der Aviola, als CEO werden. Alle wissen, dass die Gewinne der Firma ihr zuzuschreiben sind. Wenn da nur nicht das Menschliche wäre und der Betriebsrat auch ein Wörtchen mitzureden hätte. Es gab kritische Bewertungen von vielen Mitarbeitern über sie, die sie als unempathisch und sie setze sie unter Druck, statt sie zu motivieren. Um ihre Entwicklungsmöglichkeiten in der Personalpolitik zu nutzen, wird sie Kurzerhand schickt sie Finckenstein in ein Achtsamkeitsseminar, wo er selbst vor einigen Jahren gewesen ist. Dessen Besitzer Alex Grow, steckt in finanziellen Schwierigkeiten, muss also Marlene zurechtbiegen und Finckenstein so überzeugen, dass seine Kurse durch Aviola Mitarbeiter gefüllt werden. Kein leichtes Unterfangen da Marlene nicht wirklich überzeugt ist, dass sie mit ihrem Führungsstil falsch liegt.
Fast würde ich Maxim Leo schon britischen Humor nachsagen, aber ganz so trocken wird es dann doch nicht. Auf jeden Fall wird es lustig und alle die diese Art des Coachings für weichgespült und überflüssig halten, werden erstaunt sein, in was für Gefühlstiefen Marlene eintaucht. Natürlich nicht nur wegen des gesunden Essens und der Tiefenentspannung.
Ich hatte wieder das Glück Hörbuch und Buch zu haben. Vera Teltz macht einen hervorragenden Erzählvortrag, aber manche Stelle fand ich so gut, die muss man sich einfach im Büchlein ankreuzen.
Auch mit diesem Buch hat mich Maxim Leo sehr gut unterhalten. Seine Charaktere wirken am Anfang etwas unsympathisch, entwickeln sich aber im Laufe der Geschichte zu Menschen, deren Motive wir verstehen und die man in ihrer Art versteht. Er lässt auch zu, dass sie sich weiterentwickeln und dann plötzlich gar nicht mehr so unsympathisch sind. Klare Kaufempfehlung.
Annalena B, Buchhändler*in
Die Geschichte rund um die angehende CEO Marlene Buchholz hat mir gut gefallen. Ich konnte mit der Protagonistin mitfühlen, es bestand dennoch ein gewisses Unverständnis für ihre Handlungen, die Distanz aufgebaut haben. Durchsäht war der Roman mit Kritik am Coaching-Business, die ich sehr gut nachvollziehen konnte. Ein gutes Buch für zwischendurch.
Sigrid M, Buchhändler*in
Ein wunderbares, warmherziges Wohlfühlbuch. Die Charaktere sind toll, beschrieben. Die Verwandlung von Marlene ist sehr ergreifend und zu Herzen gehend. Ich mochte es nicht aus der Hand legen.
Susann S, Buchhändler*in
Es ist bemerkenswert wie Maxim Leo die Ratgeber Bücher auf die Schippe nimmt, jedoch selbst den Punkt des Lebens versucht darzustellen. Meiner Meinung nach gelingt es ihm auch wundervoll. Das Werk versucht den Menschen etwas wachzurütteln und zu zeigen wofür es sich lohnt zu leben. Jeder trägt sein Päckchen und das ist auch okay.
Zwischen Humor und ernsten Problemen
Maxim Leo hat einfach eine tolle Art zu Schreiben, seine Romanen treffen für mich immer genau den richtigen Ton und so wandert diese Geschichte herrlich elegant zwischen amüsant und nachdenklich, zwischen Schalk und Ernst und schickt den Leser auf eine Reise der Selbstreflektion.
Protagonistin Marlene hat sich direkt zu Beginn in mein Herz geschlichen mit ihrer trockenen, ehrgeizigen Art und dem nüchternen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen. Im Verlauf der Geschichte merkt der Leser, wie tief da Verletzungen in ihr sitzen, die sie selbst gar nicht als solche Wahrgenommen hat. Marlenes Geschichte ist wie ein Befreiungsschlag- nicht nur für sich selbst, sondern indirekt auch für den Leser, für die Frauen, für die sie steht.
Die Geschichte hält der Gesellschaft so ein bisschen den Spiegel vor: funktionieren um jeden Preis, Maschine sein statt Mensch. Und Lifestyle-Coaching als Erfolgskonzept. Man merkt an einigen Stellen durchaus, dass die Geschichte etwas konstruiert ist um den Leser in eine bestimmte Richtung zu führen. Aber ich bin ehrlich, das störte mich in diesem Fall nicht, da es funktioniert. Und die Geschichte wirft dabei ein paar richtige und wichtige Denkansätze auf, die mich haben innehalten und nachdenken lassen.
Ich fand das Ende zwar fast schon ein bisschen zu weichgezeichnet, gleichzeitig passt es aber auch zur Geschichte und lässt offen, was als nächsten bei den Figuren passiert. Ich hatte generell einfach richtig viel Spaß beim Lesen, hab geschmunzelt und die Augen verdreht, mir für Marlene Erfolg gewünscht und Alex im Stillen so ein bisschen verflucht. Find schon, dass das Buch wieder ein cooles Gesamtpaket ist.
Selbstfindung neu interpretiert.
„Einatmen. Ausatmen“ von Maxim Leo ist ein unterhaltsamer Ausflug in die Welt der Achtsamkeit. Was brauchen wir wirklich, um im Hier und Jetzt glücklich zu sein?
Marlene ist 39, Single und beruflich erfolgreich. Bevor sie jedoch die angekündigte Beförderung erhält, muss sie an einem Coaching in Brandenburg teilnehmen, um ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessern. Und obwohl sie voller Vorurteile ist, merkt Marlene schnell, wie wohltuend eine solche Auszeit vom Alltag sein kann.
Maxim Leos Schreibstil ist sehr lebhaft und amüsant, sodass ich direkt gut in die Geschichte gefunden habe und mehrmals schmunzeln musste. Mit einem humorvollen und manchmal sarkastischen Blick beleuchtet er unsere Gesellschaft mit all ihren Vorstellungen von einem erfüllten Leben, Selbstoptimierung und dem Umgang mit sensiblen Themen.
Marlene und der Coach Alex lassen uns die Geschehnisse jeweils aus ihrer Perspektive erleben. Besonders interessant fand ich, dass selbst der Coach als vermeintlicher Meister der Theorie noch einiges dazulernen kann. Auch Marlene macht eine deutliche Entwicklung durch – doch genau hier liegt mein Kritikpunkt.
Insgesamt ging mir die Entwicklung der Protagonisten etwas zu schnell, sodass es sich anfühlte, als würde zügig und gezielt auf ein Happy End hingearbeitet. Ein paar Seiten mehr hätte ich sehr gerne gelesen, um die Entwicklung glaubwürdiger zu finden.
Der Roman „Einatmen. Ausatmen“ war für mich ein schöner Ausflug in den beschaulichen Teil Brandenburgs und bietet wertvolle Einblicke in zwischenmenschliche Beziehungen. Einige Momente haben mich wirklich berührt und zum Nachdenken angeregt.
Kurzweilig, humorvoll und tiefsinnig – der perfekte Roman für alle, die genug von den klassischen Achtsamkeits- und Empathie-Ratgebern haben und sich einfach mal aufs Glücklichsein konzentrieren möchten.
Bei der Kombination aus Autor und Titel habe ich mir bereits gedacht, dass es sich hierbei um keinen Selbstfindungsroman geht, der das Thema Achtsamkeit vollkommen ernst nimmt, sondern, dass auch die ein oder andere Praktik aus diesem Bereich auf die Schippe genommen wird.
Eine der beiden Hauptpersonen ist Marlene Buchholz, sie soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Allerdings ist sie zwar fachlich hochkompetent, aber im Umgang mit Mitarbeiter:innen wenig empathisch und eine klassische Einzelkämpferin. Deshalb wird sie zu einem Coaching, das mehr Achtsamkeit vermitteln soll, in die Brandenburger Provinz geschickt. Die sich dort befindende Academy wird von Alex Grow betrieben, der es zwar auch bis ins Fernsehen geschafft hat, mit seinem Fachgebiet, aber mittlerweile kurz vor der Pleite steht und regelmäßig Panikattacken hat. Für ihn ist Marlene Buchholz die Chance, sein Unternehmen zu retten, da im Erfolgsfall ein großer Auftrag für regelmäßige Coachings von Aviola winkt.
Wie man bereits vermuten kann, ist Marlene Buchholz aber nicht gerade ein einfacher Fall, da sie nicht vor hat, sich auf die angewandten Methoden einzulassen, sondern auch in Brandenburg ihr eigenes Ding durchzieht. Dennoch bekommt man amüsante Einblicke in die Welt von Achtsamkeitscoachings und lernt zudem einige interessante und liebenswerte Nebenfiguren und ihre Geschichte kennen. Der Schreibstil des Autors ist gut lesbar und wie von ihm gewohnt, humorvoll, ohne zu plump zu sein.
Buchhändler*in 1066383
Maxim Leo beackert immer wieder auf sehr witzige Art die unterschiedlichsten Themen, und mich hat dieses Buch wirklich sehr gut unterhalten. Tolle Mischung aus Humor, Achtsamkeit und Tiefgang.
Selbstfindung
Marlene hat große Schwierigkeiten damit, zu entspannen und eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen. Im Urlaub weiß sie nichts mit sich anzufangen. Freizeit kann sie nichts abgewinnen. Sie muss das Gefühl haben, gefordert zu werden. Die Arbeit geht ihr über alles. Dem beruflichen Erfolg ordnet sie ihr restliches Leben unter. Produktivität und Effizienz sind für sie von Bedeutung. Und wenn es um die Quartalszahlen geht, ist sie überaus erfolgreich. Nur die Personalführung bereitet ihr Probleme. Ihr fehlt es an sozialer Kompetenz. Sie verhält sich ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber distanziert und agiert unsensibel. Es fällt ihr schwer, sie zu motivieren. Mit Lob ist sie zu sparsam. Kurzum: Zwischenmenschliches fällt ihr schwer.
Als ihr Chef Marlene in Aussicht stellt, dass sie die Unternehmensführung als CEO der Aviola übernehmen soll, sobald er in den Ruhestand geht, knüpft er das Angebot an eine Bedingung. Sie soll ein Achtsamkeits-Coaching absolvieren, um ihr „Problemfeld“ der Personalführung zu bearbeiten. Er verlangt von ihr, dass sie die Sache ernst nimmt und sich darauf einlässt. Doch man merkt, dass sie der Angelegenheit mit vielen Vorbehalten begegnet. Mental Health und Lifestyle-Themen steht sie skeptisch gegenüber.
In einem weiteren Blickwinkel wird uns die Perspektive des Unternehmens-Coaches Alex vermittelt (die Blickwinkel von Alex und Marlene werden im Wechsel präsentiert). Er schult Führungskräfte, doch seine Firma schreibt rote Zahlen. Grund dafür ist, dass ihm seine positive Energie und Begeisterung abhandengekommen ist. So erfahren wir, dass er zwar schon bekannte Persönlichkeiten betreut hat, doch bei allem Erfolg musste er auch persönliche Krisen überstehen. Er fiel schon mehrfach in ein Loch mit dunklen Gedanken, aus dem er sich mühsam herauskämpfen musste. Kurzum: Seine Coaching-Seminare laufen nicht mehr so erfolgreich wie früher. Marlene ist für ihn eine große Chance. Sollte er erfolgreich mit ihr arbeiten, winkt eine lukrative und langfristige Zusammenarbeit mit der Aviola.
Der Erzählton ist zu Beginn humorvoll. Marlenes Seltsamkeiten werden auf amüsante Art und Weise geschildert. Und schon das erste Zusammentreffen von Alex und Marlene wird herrlich konfrontativ eingefangen (Marlene entpuppt sich als äußerst schlagfertig und widerspenstig). Und als Leser stellte ich mir folgende Fragen: Wird sich Marlene auf die Inhalte des zweiwöchigen Intensivkurses einlassen? Und (wie) wird sie sich ändern? Was wird sie während ihres Coachings erleben? Wird Alex zu alter Form zurückfinden?
Im weiteren Handlungsverlauf erfahren wir dann, welchen Wandel Marlene durchläuft. Anfangs fällt es ihr schwer, sich zu öffnen. Sie sieht keine Notwendigkeit darin, an sich zu arbeiten. Sie will sich nicht ändern müssen. Doch eine existenzielle Notsituation führt dazu, dass sie beginnt, erlernte Muster in Frage zu stellen. Die Erfahrung der eigenen Verletzlichkeit führt dazu, dass Marlene Vertrauen fasst und sich mitteilt. Doch mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Der Ton wird nach meinem Gefühl ernsthafter. Wir lernen eine andere Seite von Marlene kennen. Und der Autor lässt sich darüber hinaus noch einiges einfallen, um die Handlung abwechslungsreich zu gestalten (vgl. Klappentext: „ein schüchterner Hausmeister“ und „ein dreizehnjähriges Mädchen“). Alex lernen wir im Folgenden als sehr fürsorglichen, warmherzigen und hilfsbereiten Menschen kennen, der sich gern um andere kümmert und ihnen in schwierigen Lebensphasen zur Seite steht. Und wir begleiten ihn bei der Bewältigung eines Gewissenskonflikts. Einerseits soll er Marlene dabei helfen, zu sich selbst zu finden, andererseits riskiert er damit seine potentielle Zusammenarbeit mit der Aviola.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen (wie auch schon andere Bücher des Autors). Maxim Leos Schreibstil liest sich wie gewohnt angenehm und flüssig. Und ich finde toll, dass Leo nach „Der Held von Bahnhof Friedrichstraße“ und „Wir werden jung sein“ wieder eine neue inhaltliche Richtung einschlägt. Das Einzige, was ich bemängeln könnte, ist der Umstand, dass die Wandlung von Marlene zu glatt, zu schnell und mit zu wenig Reibung vonstattengeht.
Ich bin ein Maxim Leo-Fan und habe schon einiges von ihm gelesen. Auch dieses Werk "Einatmen. Ausatmen." hat mir wieder richtig gut gefallen.
Marlene Buchholz ist eine hochqualifizierte Managerin in einem Konzern, leider fehlt es ihr an Sozialkompetenz, Da sie Vorstandsvorsitzende in ihrem Konzern (Aviola) werden soll wird sie von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitsseminar verdonnert. Nicht besonders motiviert fährt sie zum Seminar und trifft dort auf den Coach Alex Grow, den Seelenflüsterer. Alex selbst hat auch Probleme, die er verstecken muss. Da sind zum Einen seine Panikattacken, zum Anderen die Tatsache, dass seine Akademie kurz vor der Pleite steht und nur ein Großauftrag der Aviola ihn retten kann.
Mit viel Humor, aber ohne sie lächerlich zu machen, bringt uns Maxim Leo die Protagonist*innen nah. Er beschreibt jeden einzelnen sehr lebensnah und so manches Mal musste ich laut lachen. Die Sprache von Leo ist immer wieder herzerfrischend, Er schafft es bei aller Komik auch, der gesamten Story Tiefgang zu verleihen und regt zum Nachdenken an. Über die Prioritäten des eigenen Lebens, den Umgang untereinander. Ich habe den Roman in einem Rutsch durchgelesen, wieder einmal mehr hat mich Maxim Leo überzeugt!
Volle 5 Sterne für dieses Lesevergnügen und eine Leseempfehlung nicht nur für Fans von Maxim Leo!
Buchhändler*in 485264
Marlene kann ihren langersehnten Traum, die Geschäftsführung von Aviola zu übernehmen, nur dann verwirklichen, wenn sie an einem Seminar teilnimmt, um empathischer zu werden. Alex hat nicht mit ihrer Sturheit gerechnet. Er selbst kämpft gegen einen neuen Absturz an, während er versucht, das Leben anderer positiv zu gestalten. Leo lässt uns schmunzelnd durch Schatten ins Licht treten.
Buchhändler*in 1353799
Kurzweilig! Oft grenzenlos überspitzt aber ohne abstrus zu sein ... Charaktere sind wunderbar gezeichnet
Insa B, Buchhändler*in
Amüsant mit teilweise sehr rührenden, klugen Sätzen.
Evtl. kommt Marlene ein wenig zu schnell "zur Besinnung" und lässt sich auf Innenansichten und Atemübungen ein, aber ich fand ihre Begegnung mit dem Wirldschwein schön, auch die Bodenständigkeit von Mattissen finde ich sehr gut.
Ein wenig wie "Achtsam morden" nur ohne Krimi.
Buchhändler*in 1545795
Humorvoll und durchaus philosophisch.
Es handelt von Marlene die für die Position zur CEO ein Achtsamkeitsseminar absolvieren muss… Ihr Coach steht aber kurz vorm Burnout und steckt in einer Sinnkrise.
Überraschende Begegnungen mit einem Hausmeister, einem 13-jährigen Mädchen und einem Wildschwein tragen zur Selbstfindung bei.
Eine nette Lektüre für zwischendurch :)
Maxim Leo ist mittlerweile in meinem Bücherregal nicht mehr wegzudenken.
Auch in seinem neuestem Roman erzählt er mit Witz, Zynismus, aber auch Tiefgang von Marlenes turbulenter Geschichte. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich euch nur versichern, dass ihr auf jeder Seite wunderbar unterhalten werdet. Nicht nur Marlene als Hauptcharakter, sondern auch sämtliche Nebencharaktere (inklusive Wildschwein) hat man schnell ins Herz geschlossen und gehören absolut dazu und runden die Story perfekt ab.
Von mir eine klare Leseempfehlung!
Einatmen ausatmen, Roman von Maxim Leo, EBook von Kiepenheuer & Witsch
Marlene findet den Sinn des Lebens
Marlene soll die Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Sie hat sich durch Disziplin und Verbissenheit nach oben gearbeitet, hat die Verkaufszahlen in ungeahnte Höhen gebracht. Doch menschlich hat sie gehörige Defizite. Bevor sie zum CEO des Konzerns ernannt wird, erwartet die Konzernleitung, dass sie ein Achtsamkeitstraining in einem Brandenburger Schloss absolviert. Und zwar beim berühmten und stets erfolgreichen Seelencoach Alex Crow.
Keiner ahnt, dass Crow selbst vor einem Burnout steht und die Academy kurz vor dem Bankrott. Marlene ist Crows Rettungsanker, denn falls er es schafft, Marlene zu mehr Achtsamkeit zu bringen, dann winkt ein Großauftrag von Aviola, dies könnte ihn und seine Einrichtung retten. Zunächst zeigt sich Marlene jedoch wandlungsresistent. Nach einer Reihe von einschneidenden Erlebnissen, beginnt Marlenes Panzer zu bröckeln.
Maxim Leo schreibt witzig, flüssig und extrem bildmalerisch. Die Figuren die in der Academy zugegen sind, sind so hervorragend charakterisiert und beschrieben, sie wirken echt und real, mit feinen Übertreibungen manchmal schon etwas skurril. Auch die Tier- und Naturbeschreibungen konnten mich überzeugen. Deshalb liest sich das Buch weg wie nichts, man mag es gar nicht zur Seite legen. Ungeahnte Wendungen und ein unerwartetes, jedoch offenes Ende konnten mich überraschen. 256 Seiten so prall voll mit Geschehnissen, eine herrlich amüsante und unterhaltsame Lektüre. Obwohl Marlene und auch Alex, so ihre Eigenarten und Defizite haben, mochte ich sie wirklich sehr gerne. Beide haben sich positiv entwickelt haben sich zum Besseren verändert. Doch auch die anderen Figuren im Buch sind genauestens beschrieben, sind gut charakterisiert und äußerst interessant. Alle handeln authentisch und nachvollziehbar. Ich habe mochte sie alle.
Mit ganz feinem Humor hat der Autor Achtsamkeits-Training und Coaching auf die Schippe genommen. Lifestyle- Leiden, Traumata mit was auch für welchem Hintergrund, der Wirtschaftszweig Mental-Health und das alles mit einem Augenzwinkern. Die Geschichte erscheint aus der Sicht von Alex und Marlene im Wechsel. Deshalb fühlt sich der Leser ganz nah dran an den Figuren. Ein Überblick über das gesamte Geschehen ist stets gewährleistet. Die schlagfertigen Dialoge haben mir viel Vergnügen bereitet.
Ein liebenswertes Buch, gute humorvolle Unterhaltung, mit einem Schluss, den sich jeder nach seinen Wünschen zu Ende denken kann. Spannend und auch berührend. Moderne Sprache und lebensnahe Figuren, das Thema trifft m.E. voll den Zeitgeist. Eine Botschaft die ankommt.
Dafür von mir 5 Sterne
Was im Leben zählt
Marlene ist ein Workaholic ohne Privatleben. Sie lebt für ihren Beruf und hat ihr Ziel klar vor Augen: Vorstandsvorsitzende.
Als ihr der Posten angeboten wird, gibt es eine Bedingung dazu: eine Woche beim Mentaltrainer Alex Grow, dem Seelenflüsterer, und dieser muss bestätigen, dass sie mental total fit und perfekt für diesen Job ist. Denn bei Marlene mangelt es an Empathie.
»Marlene mochte ihr klimatisiertes Büro in der vierzehnten Etage eines Hochhauses an der Hamburger Außenalster, wo alles eine klare, sinnvolle Ordnung hatte, wo ständig interessante, herausfordernde Dinge passierten, wo sie umgeben war von ihren Assistenten, die keine ausufernden Gespräche mit ihr erwarteten und jederzeit in der Lage waren, einen guten Espresso zuzubereiten. Hier musste sie nicht entspannen, nicht dem Alltag entfliehen. Das war für sie übrigens die wichtigste Einsicht an diesem Wochenende am Meer gewesen: dass sie ihren Alltag wirklich gernhatte.« (Kapitel 1)
Aber anstatt einer Horrorwoche findet Marlene tatsächlich Einsicht, Ruhe und Vertrauen in Mitmenschen, die ihr sonst am A... vorbeigehen.
Und deshalb wird nicht nur alles hinterfragt, sondern auch ganz viel zugehört.
Denn nicht nur Marlene zweifelt an dem, was sie macht, auch Alex, Günther der Hausmeister oder die Antidiskriminierungsbeauftragte:
»Die Grundidee ihres Jobs, dafür zu sorgen, dass niemand aufgrund einer Andersartigkeit in seiner Menschenwürde verletzt wurde, drohte in allgemeiner Jammerlust zu versinken.« (Kapitel 25)
Maxim Leo hat wieder viele kleine Sätze in seinem Roman, die einen innehalten lassen, um über sich und auch andere nachzudenken. Über die kleinen Unzulänglichkeiten, die sich in den Alltag geschlichen haben, bei denen man sich fragt: „Seit wann mache ich das eigentlich so und geht das vielleicht auch anders?“ Ich würde jetzt nicht sagen, er hält der Gesellschaft den Spiegel vor, was absolut hochtrabend klänge, aber er versucht, im Kleinen auf die Dissonanzen des Lebens aufmerksam zu machen.
»Sie fragte sich, wann die Menschen eigentlich verlernt hatten zu leben. Ob sie es überhaupt je gekonnt hatten. Wie es früher war, als es noch nicht diese ganze Glücksberatung, Ernährungsoptimierung und Motivationsunterstützung gegeben hatte. Ob die Leute da vielleicht zufriedener gewesen waren.« (Kapitel 20)
Fazit: Danke, schönes Buch!
Buchhändler*in 434155
„Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo Was für ein Buch! Leicht, klug, ironisch – und dabei überraschend berührend. Marlene steht kurz vor dem nächsten Karriereschritt, doch ein Problem bleibt: Zwischenmenschlich läuft es bei ihr eher… schwierig. Die Lösung? Ein Achtsamkeitsseminar in einem Schloss in Brandenburg. Dort trifft sie auf Life Coach Alex, der selbst gerade ordentlich ins Straucheln geraten ist. Was zunächst amüsant beginnt, entwickelt sich zu einer feinfühligen Geschichte über Veränderung, Selbstzweifel und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Mit viel Witz und Gespür nimmt Maxim Leo die Achtsamkeitswelt unter die Lupe – und erzählt gleichzeitig eine warmherzige Geschichte über das Menschsein. Ein Roman, der nachhallt. Und richtig gut tut.
Eine Top Managerin, die durch einen Achtsamkeitscoach wieder zu sich selbst findet und ein Achtsamkeitscoach, der durch eine Top Managerin wieder zu sich selbst findet, eine interessante Symbiose. Einfach mal abschalten und vielleicht doch mal hinterfragen, wozu man sein Leben so lebt, wie man es lebt und ob man das wirklich möchte. Ein Buch, das mich immer wieder zum Nachdenken gebracht hat.
Dieser Roman hat sich in eine ganz andere Richtung entwickelt als ich erwartet habe, was mich sehr positiv überrascht hat. Die Dynamik zwischen allen vorkommenden Charakteren hat mir total gut gefallen und der Schreibstil war wirklich auffallend angenehm und sehr passend zur Geschichte. Wer mal wieder etwas humorvolles und nicht zu schweres, aber doch tiefgründiges Lesen möchte, dem könnte dieser Titel hier gut gefallen.
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