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Der letzte Sommer der Tauben
Roman
von Abbas Khider
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Erscheinungstermin 27.01.2026 | Archivierungsdatum 16.02.2026
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Zum Inhalt
Eine mitreißende Parabel: Der große neue Roman von Abbas Khider – wie totalitäre Herrschaft in den Alltag dringt. Noah ist vierzehn Jahre alt und Taubenzüchter. Eines Tages flattern seine geliebten...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (27.01.2026).
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783446282223 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 216 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Kraftvoll und bildgewaltig! Eine Parabel auf die Freiheit!
Noah ist 14 Jahre alt, als das Kalifat in seiner Heimat, dem Irak, errichtet wird. Mit den neuaufgestellten Verboten der religiösen Machthaber erfährt das Leben aller eine tiefgreifende Veränderung. Rauchen, lachen, trinken, öffentliche Versammlungen, westliche Filme, Bücher, Zeitschriften, alles fällt dem religiösen Fanatismus zum Opfer. Vor allem betroffen sind die Frauen, die sich nicht mehr ohne männliche Begleitung in der Öffentlichkeit zeigen dürfen. Eingesperrt in den häuslichen Raum wird das Dach mit seinem Taubenschlag zur einzigen Fluchtmöglichkeit in die Freiheit. Hier ist der Himmel noch offen und Noah beobachtet mit seinem Onkel Ali den Flug seiner gefiederten Freunde. Doch im Verborgenen begehren sie auf: der Onkel, der mittels der Tauben geheime Botschaften verschickt und damit sich und auch Noah in große Gefahr bringt.
Es soll der letzte Sommer der Tauben werden, denn mit dem Aufenthaltsverbot auf den Dächern wird auch der Himmel verschlossen. Die Taubenbesitzer müssen ihren Tieren die Federn stutzen, um sie am Boden zu halten.
Eine beeindruckende und eindringlich geschriebene Parabel, mit der Abbas Khider den Blick für den Wert der Freiheit schärft. Ein Buch, das man gelesen haben sollte!
Sabine B, Buchhändler*in
Die Erfahrung von Gewalt und Folter in der Vergangenheit bewältigt Abbas Khider in seiner feinen beeindruckenden Prosa., die seine Persönlichkeit widerspiegelt., Das Schicksal der Tauben zeigt die politische Gewalt gegen Menschen auf und Taubenschläge als Zufluchtsorte sind unvergesslich und gehen unter die Haut.
Darüber hinaus empfehle ich die Lektüre von „Oroppa“ im Hanser Verlag. Safae el Khannoussi bietet ebenfalls eine beeindruckende Lektüre zu diesem Thema, aber völlig verschieden.
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Annekathrin L, Buchhändler*in
Noah ist vierzehn und lebt unter einer totalitären Herrschaft. Das Leben ist stark eingeschränkt. Er lebt mit seinen Eltern und seiner schwangeren Schwester zusammen. Sein Vater ist Kaufmann, darf keine Sachen mit Frauenbildern verkaufen. Diese müssen alle geschwärzt werden. Auch sonst sind besonders die Frauen von den Beschränkungen betroffen. Sie müssen den Niqab tragen, dürfen nicht arbeiten und das Haus nur in Begleitung verlassen. Noahs ganze Freude sind seine Tauben. Der Taubenschlag befindet sich auf dem Dach. Er lässt sie jeden Tag fliegen und kümmert sich liebevoll um sie. Halt findet er auch in seiner Familie und vor allem bei seinem Onkel Ali, der nebenan wohnt. Doch Ali umgibt ein Geheimes. Noah hofft, dass er sich nicht in Gefahr begibt. Denn auch Noah hat mit einem Freund ein verbotenes Plakat aufgehängt. Eines Nachts wird Ali abgeholt und über die Grenze hoffentlich in Sicherheit gebracht. Und auch Noah wird zum Verhör abgeholt……
Der Roman ist sehr bedrückend. Abbas Khider schildert die Lebensumstände realistisch. Die Aufteilung in kurze Kapitel lässt die Geschichte sehr eindringlich wirken. Aber dadurch, dass er immer wieder positive Szenen einfließen lässt, ist das Buch nicht nur negativ. Der Umgang mit den Tauben und der Zusammenhalt der Familie lassen den Leser durchatmen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Und ich habe viel über Tauben gelernt.
Wie lebt es sich in einem Kalifat?
Der vierzehnjährige Noah lebt in einem Kalifat, in dem jeden Tag ein neues Dekret verkündet wird. Im Geschäft seines Vaters müssen alle Frauenbilder geschwärzt werden, Frauen dürfen nicht mehr arbeiten und nur noch verschleiert in Begleitung einer anderen Person auf die Straße gehen, Cafés werden geschlossen, Zigaretten verbrannt, Alkohol ist verboten - das sind nur ein paar Beispiele für die zunehmenden Einschränkungen des täglichen Lebens. So lange Noah seine Tauben hat, ist die Welt einigermaßen erträglich für ihn. Doch was passiert, wenn sie ihm diese auch noch nehmen?
Abbas Khider beschreibt uns sehr eindringlich, was es bedeutet, unter einem totalitären Regime zu leben. Dies macht er mit feinem Humor, sodass das Buch trotz der Schwere sehr gut zu lesen ist. Ich bin durch die Seiten geflogen; dabei bin mir mal wieder darüber bewusst geworden, wie gut es uns geht.
Noah ist ein sehr sympathischer Protagonist, das macht das Buch noch lesenswerter.
Sehr gerne empfehle ich dieses hochinteressante Buch weiter. Freunde des Buches „Der Drachenläufer“ werden es lieben.
Elena N, Rezensent*in
Das Buch Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider erzählt die Geschichte des 14-jährigen Noah. Er lebt in einer Diktatur, in der Gewalt und Angst den Alltag bestimmen. Noahs größtes Glück ist sein Hobby: das Züchten von Tauben. Diese Tauben stehen für Freiheit und Hoffnung in einer Welt, in der es davon kaum etwas gibt. Das Buch beschreibt schonungslos das Leben in einer Gesellschaft, in der alles einer bestimmten religiösen Interpretation untergeordnet ist. Es gibt kaum Recht oder Sicherheit. Soldaten und Milizen können Gewalt ausüben, ohne dafür bestraft zu werden. Folter, Mord und Terroranschläge gehören zum Alltag. Viele Szenen sind schwer zu ertragen, wirken aber ehrlich und notwendig. Trotz der vielen grausamen Bilder zeigt das Buch vor allem, wie Menschen versuchen zu überleben. Es geht um Anpassung, um Angst, aber auch um Mut. Noah versucht, in dieser Welt seinen eigenen Weg zu finden und nicht daran zu zerbrechen. Der letzte Sommer der Tauben ist kein leichtes Buch. Aber es ist ein wichtiges Buch. Es macht deutlich, was es bedeutet, in einer gewalttätigen und unterdrückenden Gesellschaft aufzuwachsen. Für mich ist es eine klare Leseempfehlung.
Dagmar K, Buchhändler*in
Khiders Roman spielt in einer Zeit, in der neue totalitäre Herrscher ihre Bewohner unterdrücken. Der 14-jährige Noah, ein begeisterter Taubenzüchter, erlebt eine Zeit der Einschränkungen und des Freiheitsverlusts. Doch nicht nur seine Freiheit wird beschnitten; auch seine geliebten Tauben, die sich einst frei in die Lüfte erheben durften, müssen bald im Taubenschlag eingesperrt werden.
Khiders parallele Darstellung der Veränderungen in Noahs Leben und dem seiner Tauben hat mich tief beeindruckt. Als großartiger Geschichtenerzähler versteht es Khider, den Leser mit seiner bildgewaltigen und poetischen Sprache zu fesseln. Die gelungene Verknüpfung der Themen Gewalt und Verlust der Freiheit mit einer so wunderschönen, leichten Geschichte ist schon ein Kunststück. Ich kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.
„Der letzte Sommer der Tauben“ von Abbas Khider ist ein Coming-of-Age-Roman der ganz besonderen Art.
Keine Selbstfindung mit Wohlfühlkurve, sondern Erwachsenwerden unter permanenter Bedrohung.
Noah ist vierzehn, Taubenzüchter, und lebt in einer Gesellschaft, in der Freiheit nicht verschwindet, sondern systematisch zerquetscht wird.
Khider zeigt mit bedrückender Konsequenz, wie totalitäre Herrschaft in den Alltag einsickert: in Familien, in Berufe, in Körper. Helikopter über der Stadt, religiöse Vorschriften bis ins Private, Angst als Grundrauschen. Die Menschen bewegen sich nur noch in einem extrem schmalen Korridor dessen, was erlaubt ist. Jeder Schritt daneben kann tödlich sein.
Was diesen Roman so stark macht, ist das, was trotz aller Gewalt bleibt: Widerstand im Kleinen. Menschen, die im Verborgenen leben, sich anpassen, ohne innerlich aufzugeben. Die kämpfen, obwohl sie wissen, dass sie verlieren könnten oder vielmehr werden.
Noahs Tauben sind dabei mehr als ein Symbol. Sie stehen für Bewegungsfreiheit, Instinkt und ein Wissen, das dem Menschen längst abhandengekommen ist. Der Schluss setzt genau hier an: mit einem harten, unmissverständlichen Schlag gegen religiösen Fanatismus und menschliche Hybris. Und die Erkenntnis, dass wir uns von Tauben mehr abschauen könnten als von Predigern.
Ein absolut kluges, poetisches und auch hoffnungsfrohes Buch.
Buchhändler*in 1748429
Fantastisch, herzzereißend, brutal und ehrlich. Das Leben des jungen Noahs, in einer Welt, wo Freiheit ein Teil der Vergangenheit ist und jedes Lächeln nur noch gezwungen und falsch ist. Umgeben von Verrat, Heuchlerei und falschem Glaube.
Sowohl Noah und seine Familie wachsen einen schnell ans Herz.
Eine kurze Geschichte mit großer Wucht und Gewicht.
Die einzelnen Kapitel mit ihren Untertiteln machen die Geschichte umso besser.
Grossartig! Wirklich hin und weg. Eines der besten Bücher seit langem. So überzeugend und athmospärisch intensiv geschrieben.
Ein schwerer Sommer voller Veränderungen
Von Autor Abbas Khider habe ich zuletzt den Roman „Der Erinnerungsfälscher“ gelesen, der mir mit seinem besonderen Erzählstil und einer bewegenden Geschichte noch gut in Erinnerung geblieben ist. „Der letzte Sommer der Tauben“ ist sein neuester Roman und ebenso tiefgründig erzählt.
Hauptfigur hier ist der vierzehnjährige Taubenzüchter Noah, dessen Alltag sich durch die totalitäre Herrschaft plötzlich ändert. Im Laufe des Sommers werden durch das Kalifat immer mehr Verbote verhängt: Sein Vater darf in seinem Textilgeschäft nur noch bestimmte Kleidung verkaufen und Noah muss ihm helfen, abgebildete Frauen auf Produkten zu schwärzen – nur die Augen dürfen sichtbar sein. Die Frauen der Familie dürfen nur noch in Begleitung das Haus verlassen, seine Schwester bangt um ihren Mann. Nach und nach dringen die Einschränkungen immer mehr in das Leben der Familie, bis Noah auch um seine geliebten Tauben fürchten muss…
Von Anfang an wird hier wieder der feine Erzählstil deutlich: flüssig und leicht, aber gleichzeitig auch tiefgründig erfahren wir aus Noahs Sicht, wie sich plötzlich alles im Umbruch befindet. Es gibt immer wieder kurze, leicht träumerisch wirkende Momentaufnahmen über die Tauben, die sein ganzer Stolz sind und ihm auch Trost und Hoffnung schenken.
„Die Schwärme inszenieren ein lebendiges Gemälde: ein Tanz in vollkommener Harmonie. Kein Wunder, dass man unser Viertel den „Taubenpalast“ nennt. Auf jedem vierten Dach steht ein Taubenschlag. Unsere Dächer sind mehr als Dächer – sie sind Treffpunkte, Vogelheime, Rückzugsorte.“ – Seite 49, eBook
Gleichzeitig wird auch die neue Herrschaft mit all ihren Verboten deutlich und wie sehr plötzlich alles eingeschränkt wird – Familie, Verwandte und Nachbarn müssen um ihre Einkünfte fürchten – und bei Gesetzesbrüchen noch viel mehr. Gewalt und Willkür herrschen in den Vierteln.
„In seinen Augen spiegelt sich ein trauriger Glanz. Jeder Gegenstand, den er verbrennt, ist ein Stück seiner Arbeit, etwas, womit er mühsam sein Einkommen bestreitet. Er schaut zu, wie alles zu Asche wird.“ – Seite 41, eBook
Wir bekommen einen guten Einblick in Noahs Leben und das seiner Familie im Irak, es gibt einzelne Erinnerungen an damals, bevor das Kalifat ausgerufen wurde und wie sich nun alles verändert hat.
Die angespannte Lage ist auf jeder Seite spürbar und auch, wie schnell Noah seine Kindheit hinter sich lassen muss.
Mein Fazit: Ein eindringlicher Roman - leise und tiefgründig erzählt. Wir erfahren, wie durch einen politischen Umbruch das Leben dramatisch eingeschränkt wird – nach und nach wird das Ausmaß deutlich. Die Kapitel sind kurz und geben Momentaufnahmen wieder – oft bedrückend, aber auch mal etwas träumerisch, wenn Noah Trost bei seinen Tauben sucht und seine Leidenschaft für das Taubenzüchten deutlich wird. Ein sehr lesenswertes und bewegendes Buch, das trotz des schweren Themas sehr feinfühlig geschrieben ist.
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