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Da, wo ich dich sehen kann
Roman. »Ein tief berührender, sehr klarer Roman über einen Femizid — aber gleichzeitig ein Buch über das Weiterleben.« NDR Buch des Monats
von Jasmin Schreiber
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Erscheinungstermin 31.10.2025 | Archivierungsdatum 31.01.2026
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Zum Inhalt
Ein Roman über das Echo von Gewalt, über strukturelles Versagen - und darüber, wie eine Gemeinschaft ins Wanken gerät, wenn ein Femizid alles erschüttert. Erzählt aus mehreren Perspektiven entfaltet sich das Panorama einer Familie im Ausnahmezustand und einer Gesellschaft, die dem strukturellen Kern der Gewalt noch immer ausweicht.
Die neunjährige Maja wächst in einer zerrütteten Familie auf - ein tyrannischer Vater, eine liebevolle, aber unterdrückte Mutter, dazwischen viel Schweigen und Dinge, die ihr keiner erklärt. Als Frank, Majas Vater, ihre Mutter tötet, reißt er ein Loch in die Welt - für Maja, aber auch für alle anderen, die zurückbleiben.
Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war: Zwischen Trauer, Sorgerechtsstreit und Bürokratie wird Maja zum Spielball und verliert inmitten von Anträgen und Zuständigkeiten ihre Familie, ihr Zuhause, das Gefühl von Sicherheit und die Gewissheit, zu wem sie gehört.
Ihre Patentante Liv wird Majas einziger Lichtblick: Liv arbeitet als Astrophysikerin und begeistert Maja für die Wunder des Universums. Gleichzeitig ringt sie mit eigenen Unsicherheiten, alten Ängsten und der Überforderung, plötzlich Verantwortung übernehmen zu müssen. Und doch wachsen Liv und Maja zusammen: beim Blick durchs Teleskop und beim Versuch, im endlosen Weltraum Antworten zu finden, die ihnen niemand sonst geben kann.
Die erste Auflage erscheint exklusiv mit wunderschönem Farbschnitt
Ein Roman über das Echo von Gewalt, über strukturelles Versagen - und darüber, wie eine Gemeinschaft ins Wanken gerät, wenn ein Femizid alles erschüttert. Erzählt aus mehreren Perspektiven entfaltet...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783847902232 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 432 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1181627
Ein bewegendes und aufrütteltes Buch das noch lange nachwirkt!
Ich habe schon alle Bücher der Autorin gelesen und mag ihren Schreibstil sehr!
Diesmal rüttelt sie mit dem Thema häusliche Gewalt auf und schafft es trotzdem, das man das Buch mit einen zwar nachdenklichen aber positiven Gefühl zuklappt.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1426545
Wow, wichtig, relevant, toll geschrieben, emotional, aufwühlend, wütend machend. Auch ein wenig schmerzvoll. Das Buch tat weh, auf angemessenste Art und Weise.
Julienne S, Buchhändler*in
Wie auch schon bei Mariannengraben, hat mich Jasmin Schreiber auch hier absolut überzeugt. Sie schreibt hier so eindrücklich und emotionsgeladen, richtig authentisch über Femizide. Das Thema hat mich sehr mitgenommen und dennoch Hoffnungsvoll zurück gelassen. Meine Augen blieben auf jeden Fall nicht trocken, denn die Wahrheit in diesem Buch ist einfach so schockierend und das Thema so wichtig. Man merkt wie viel Recherche in diesem Buch steckt und wie wichtig ihr dieses Thema war.
Ein großartig ausgearbeitetes Buch über die Hinterbliebenen von Femiziden.
Lehrende*r 1197203
Da, wo ich dich sehen kann zu bewerten, ist mir wahnsinnig schwergefallen – nicht, weil es kein gutes Buch wäre, sondern weil es so weh tut. Dieser Roman ist traurig, erschütternd und gleichzeitig unglaublich eindringlich. Er hat mich tief gepackt und wird mir noch sehr lange im Kopf und im Herzen bleiben.
Im Zentrum steht die neunjährige Maja, die in einer Familie aufwächst, in der Gewalt, Schweigen und Angst den Alltag bestimmen. Als ihr Vater ihre Mutter tötet, zerbricht nicht nur Majas Welt, sondern auch die aller anderen Beteiligten. Was folgt, ist kein klarer Neuanfang, sondern ein langsames, schmerzhaftes Auseinanderfallen: Behörden, Sorgerechtsfragen und formale Abläufe ersetzen Nähe, Schutz und Zugehörigkeit. Besonders beklemmend ist, wie sehr Maja in all dem übersehen wird – als Kind, das trauert, ohne dass jemand die richtigen Worte oder den Raum dafür findet.
Ein leiser Hoffnungsschimmer ist Majas Patentante Liv. Durch sie öffnet sich ein anderer Blick auf die Welt – auf das Universum, auf Sterne und unendliche Weiten. Diese Momente sind zart und tröstlich, ohne die Schwere der Geschichte zu relativieren. Liv selbst ist dabei keine strahlende Heldin, sondern eine Figur mit Ängsten, Zweifeln und Überforderung, was die Beziehung zwischen ihr und Maja umso ehrlicher macht.
Besonders stark ist der Roman in seiner multiperspektivischen Erzählweise. Er zeigt, wie ein Femizid nicht nur ein einzelnes Leben auslöscht, sondern ganze Strukturen ins Wanken bringt – Familien, Freundeskreise, Institutionen. Die Gewalt hallt nach, und das strukturelle Versagen wird schonungslos sichtbar, ohne je sensationslüstern zu wirken.
Da, wo ich dich sehen kann ist kein leichtes Buch und kein Buch, das man „gerne“ liest. Aber es ist eines, das wichtig ist. Eines, das bleibt. Für mich trotz – oder gerade wegen – seiner Schwere ein 5-Sterne-Roman, den ich nicht vergessen werde.
Maja lebt jetzt bei ihren Großeltern. Sie kämpfen gerade um das Sorgerecht. Ganz langsam hat sich das aufgebaut, über Jahre hat er ihre Mutter physisch und psychisch manipuliert und terrorisiert, immer wieder geschlagen. Nun ist ihre Mutter tot, ermordet von ihrem eigenen Ehemann, von Majas Vater.
Jasmin Schreiber erzählt die Geschichte dieser Familie aus mehreren Perspektiven: der 9jährigen Maja, der Großeltern, der besten Freundin. Emma selbst gibt Einblicke in die Zeit vor der Tat, in ihre Ehehölle.
Ohne uns Leser zu schonen, zeigt Jasmin Schreiber die Schockstarre der Menschen, die nach einer solchen Tat zurückbleiben. Darunter gemischt werden harte Fakten, Anwaltsschreiben und Gerichtsgutachten, Zeichnungen von Maja, Therapiestunden und schwarze Seiten aus Paralleluniversen.
Auch nachdem ich versucht habe, diese Geschichte sacken zu lassen, fließt sie auch nach Tagen immer noch durch jede Vene, pumpt sich durch meinen Kopf, mein Herz ...
Zerbrochen bin ich nicht an den Schilderungen von Gewalt oder an Emmas Verzweiflung und Schmerz. Auch nicht an der Realität - wer mit offenen Augen durch diese Welt geht, weiß, dass Femizide fast täglich zur kriminellen Statistik zählen. Majas Traurigkeit war unheimlich schlimm, die Situationen, in denen sie sich selbst verletzt um all das noch aushalten zu können.
Aber wirklich zerbrochen bin ich an den schwarzen Seiten, die vor Augen führen, dass ein leises "Stimmt etwas nicht?" , ein kleines "Brauchst du Hilfe?" ganz ganz vielleicht etwas hätte ändern können...
Cornelia L, Beschäftigte*r in der Buchbranche
„Da, wo ich dich sehen kann“ ist ein sehr intensiver, aufwühlender und sehr berührender Roman mit einem leider sehr aktuellen Thema. Ich hoffe, das Buch findet viele Leser*innen und trägt dazu bei, dass wir alle beim Thema häusliche Gewalt aufmerksamer sein werden, damit Femizide verhindert werden können.
S R, Buchhändler*in
Während man beim 'Marianengraben' auch schmunzeln konnte, bleibt einem hier jegliches Lächeln im Halse stecken.
Es geht um einen Femizid und darum, wie die Hinterbliebenen - angefangen mit der 9jährigen Tocher - damit umgehen. Zu Wort kommen Angehörige und die beste Freundin. Dazwischen gibt es Zeitungsartikel und Statistiken.
Sehr heftig, sehr wichtig - LESEN!
Buchhändler*in 1611110
Dieses Buch rüttelt auf, es macht nachdenklich, und lässt einen nicht mehr los. Ein starkes, wichtiges und emotionales Werk, das mich zutiefst berührt hat und das man unbedingt gelesen haben sollte. Es lässt einen wahnsinnig viel fühlen...von Wut bis hin zur Hoffnung.
Ich werde es auf jeden Fall empfehlen!!!
Marie Z, Buchhändler*in
In ihrem neusten Roman „Da, wo ich dich sehen kann“ erzählt Jasmin Schreiber wieder einmal meisterhaft von den weitläufigen Rissen, die ein Verlust in der Familie und Freunden hinterlässt, besonders ein so schrecklicher, und doch alltäglicher, wie dieser.
Maja wohnt seit dem Tod ihrer Mutter bei ihren Großeltern Brigitte und Peer. Der Verlust hat bei ihnen allen seine Spuren hinterlassen. Seit kurzem will Maja nicht mehr in den Spiegel schauen, denn was sie dort in ihrem eigenen Gesicht sieht, kann sie kaum noch ertragen. Die Ähnlichkeit zu ihrem Vater, dem Mörder ihrer Mutter.
Auch Liv, Majas Patentante und beste Freundin ihrer Mutter Emma seit Kindheitstagen, versucht mit diesem Verlust zu leben. Immer wieder fragt sie sich, wie es nur so weit kommen konnte, wieso Emma nie etwas gesagt hat. Doch während sie selbst mit der grausamen Realität dieses Verlustes zu hadern haben, müssen diese drei Erwachsenen auch irgendwie eine Stütze für das kleine Mädchen sein, die nicht aufhören kann, sich die Schuld an dieser Gewalttat zu geben.
„Da, wo ich dich sehen kann“ dreht sich zwar um Emmas Mord durch die Hände ihres Mannes, zeigt aber fast nur seine Auswirkungen auf ihr Umfeld, die Trauer der Familie und ihren Kampf, in dieser neuen, unsicheren Realität Fuß zu fassen. Eine unglaublich wichtige Geschichte, die ein Thema beleuchtet, das so schrecklich ist, dass man sich eigentlich nie damit befassen will, aber trotzdem für so viele Menschen Alltag ist. Es ist ein Buch, das man nicht beenden kann, ohne selber einige Tränen zu vergießen. Keine leichte Kost, aber ein Buch, das Spuren in einem hinterlässt und trotz seiner emotionalen Schwere auch Hoffnung gibt, dass vielleicht sogar durch dieses Buch mehr Menschen genauer hinsehen, hinterfragen und sich Hilfe suchen werden.
Pia Sophie B, Buchhändler*in
Mich hat dieses Buch wirklich sehr berührt. Die Autorin hat dieses ernste Thema wirklich sehr gut umgesetzt!
Vanessa E, Buchhändler*in
Dieses Buch hat mich so sehr zu Tränen gerührt. Und das hat noch kein einziges Buch geschafft. Ich war unendlich traurig, wütend, gerührt.
Ein wichtiges Thema, das die Autorin hier verarbeitet hat und sehr sehr deutlich macht, dass dringend Handlungsbedarf besteht.
Monika F, Buchhändler*in
Ein ganz wichtiges Thema toll erzählt
Seitdem ich von Jasmin Schreiber „Marianengraben“ gelesen habe, bin ich ein absoluter Fan ihrer Bücher. Sie behandelt ganz unterschiedliche Titel, aber alle sind toll zu lesen und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Das Thema Ihres neuen Romans - Femizid - ist für sie eine absolute Herzensangelegenheit. Ich durfte sie bei einer Buchvorstellung zu diesem Buch kennenlernen und war tief beeindruckt, wie viel Wissen sie zu diesem Thema hatte.
Ich muss gestehen ‐ als ich den Klappentext zu dem aktuellen Buch gelesen hatte, war ich erst etwas unsicher, ob ich das Buch auch diesmal lesen wollte. Aber nach der Veranstaltung war mir klar, dass ich das Buch lesen muss! Und da ich den Klappentext eher abschreckend fand, fasse ich das Buch selbst nochmal zusammen:
Schon früh ist in dieser Geschichte klar, dass Emma, die Mutter der neunjährigen Maja tot ist. Erdrosselt von Majas Vater. Und ausgerechnet Maja findet ihre Mutter. Maja Vater kommt ins Untersuchungsgefängnis und Maja zu ihren Großeltern mütterlicherseits. Da die Großeltern nicht in der Nähe ihrer Tochter gewohnt haben, wird Maja aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Zum Glück wohnt aber ihre Patentante Liv, die beste Freundin von Emma, gleich in der Nähe. Wir lesen die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektive. Es kommen Maya, ihre Oma Brigitte, ihr Opa Per und die Patentante Liv zu Wort. Jede Person macht sich ihre eigenen Gedanken. Warum ist es ihnen nicht aufgefallen, dass in der Ehe von Emma etwas schief lief? Warum hat Emma keine Hilfe bei ihnen gesucht? Hätten sie den Tod verhindern können? Für Maja ist es aber ungleich schwerer. Sie liebt ihre Eltern beide. Und ausgerechnet der Vater, der alles für sie getan hat, ist jetzt weg. Ist sie schuld daran? Sie hat ihre Eltern so oft streiten gehört. Wäre es nicht passiert, wenn sie sich noch mehr Mühe mit ihren Eltern gegeben hätte?
Zwischen diesen einzelnen Kapiteln gibt es Rückblenden, aber auch fiktive Zeitungsartikeln zu anderen Femiziden. Und besonders berührend fand ich das Einsatzprotokoll der Polizei, wo Maja um 07:42 Uhr angerufen hat, weil sie ihre Mutter leblos auf dem Boden gefunden hat und nicht wusste, was sie nun tun soll.
Ich fand das Buch großartig! Der Autorin ist es so gut gelungen, einzufangen, wie es den einzelnen Menschen in diesem Buch geht. Und wie schwierig es ist, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dies gelingt Liv mit Maja am Besten. Sie hat nämlich Astronomie studiert und kann Maja Geschichten erzählen, die das Mädchen faszinieren, und die ihr Hoffnung geben.
Es ist ein Buch, mit dem Jasmin Schreiber es schafft, uns ein sehr komplexes Thema so zu vermitteln, dass man es versteht. Und doch ist es ein Buch, welches nicht nur traurig ist, sondern die Leser:innen mit einem positiven Blick in die Zukunft entlässt.
Mein momentan absolutes Lieblingsbuch!
Buchhändler*in 695498
Ein fantastisches Buch, das wütend macht aber auch immer wieder Hoffnung schenkt. Jasmin Schreiber schenkt durch die besondere Erzählperspektive allen Opfern eines Femizids eine Stimme: den Hinterbliebenden, den Eltern, der Tochter, der Freundin. Auch die Getötete selbst und die Eltern des Täters bekommen Raum.
Ein Buch, das genau zur richtigen Zeit kommt und einmal mehr Zeit: wir haben noch einen langen vor uns. Absolut lesenswert.
Buchhändler*in 478468
"Da, wo ich dich sehen kann" sollte meiner Meinung nach wirklich jeder lesen. Dieses Buch hält einer Gesellschaft den Spiegel vor, in der Gewalt gegen Frauen an der Tagesordnung ist - ein Teil der Unterhaltungsbranche. Ein feministischer Roman, der Wut und Trauer ebenso weckt wie ein Solidaritätsgefühl unter Frauen. Die Tat selbst steht hier nicht im Mittelpunkt, sondern was danach geschieht. Wie die Familie und das Umfeld mit einem grausamen Femizid umgehen, der für die Welt und die Podcasts nur einer von vielen ist, während sich ihre ganze Welt plötzlich auflöst. Die verschiedenen Perspektiven geben dem Buch eine wunderbare Tiefe und es hat mich sehr beeindruckt, wie die Autorin die Entwicklung der Figuren beschreibt, ohne dabei in schwarz-weiß-Denken zu verfallen. Die Zeitsprünge haben mich allerdings teils aus dem Lese-Fluss geschmissen und manchmal kamen die Wechsel sehr schnell, sodass ich einen Moment gebraucht habe, um mich darauf einzustellen. Das hat dem Gesamteindruck allerdings keinen Abbruch getan.
Die Dramatik des Themas wird einerseits durch Zeitungsartikel betont und drastisch vor Augen geführt, andererseits schafft Schreiber mit kleinen, zarten Momenten einen Gegenpol der Liebe und Familie. Eine wunderbare Leistung. 4,5 Sterne
Ein emotional-aufwühlendes Buch mit wichtigen Hintergrund.
Ich habe es sehr gerne gelesen. Es war sehr feinfühlig erzählt und ich mochte die verschiedene Charaktere.
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Verena N, Buchhändler*in
Tolles Buch. Sehr aufwühlend. Toll, dass dieses Thema so viel Raum bekommt. Manchmal die Charakterentwicklung etwas zu platt und manche Konversationen zu plakativ und kitschig. Aber grundsätzlich ein sehr wichtiges Buch.
Buchhändler*in 1332913
Einfühlsam erzählt Jasmin Schreiber vom Tod Emma's, einer jungen Frau, die sowohl Mutter, Tochter als auch beste Freundin war, bevor sie von ihrem gewalttätigen Mann ermordet wurde. Die Hinterbliebenen versinken in Ungläubigkeit, unendlicher Trauer, in Wut, aber auch in Schuldgefühlen. Femizide sind auch in Deutschland keine Einzelfälle. Wir dürfen nicht wegschauen, wenn eine "tollpatschige" Frau wiedereinmal die Treppe runtergefallen ist, sich am Türrahmen gestoßen hat oder zu oft blaue Flecken am Körper verstecken will. Wir sollten solche Aussagen sensibel hinterfragen und unsere Hilfe anbieten.
Frederike J, Lehrende*r
Nach meiner bestätigten Anfrage haderte ich etwas damit, „Da, wo ich dich sehen kann“ zu beginnen, weil ich große Sorge vor einer inadäquaten Darstellung des höchst komplexen Themas Femizide hatte. Wie soll sich diese Gewalt, diese gesamtgesellschaftliche Dynamik, eine differenzierte Betrachtung dessen literarisch angemessen erzählen lassen, ohne weichzuzeichnen? Ich denke, dass Jasmin Schreiber dahingehend sensibel und bestimmt vorgegangen ist. Der Fokus liegt weit ab vom Täter, was so selten der Fall ist. Geschickt reduziert stellt Schreiber die PTBS Majas und die Auswirkungen der anderen Hinterbliebenen dar. Das Gegengewicht, die heile Welt in Glauburg ist wirklich sehr heil, doch das braucht es vermutlich auch, um die Abgründe als Roman öffnen zu können, ohne dass Lesende abspringen oder abbrechen (müssen). Schreiber vollführt einen Drahtseilakt, der ihr meiner Meinung nach gelingt.
Dorothea E, Buchhändler*in
Absolutes Jahreshighlight!
Jasmin Schreiber hat einfach dieses Gespür Emotionen wiederzugeben. Emma wird von ihrem Ehemann umgebracht und hinterlässt ein schwarzes Loch. Wir erleben nun die Gefühle und Gedanken ihrer Eltern, der besten Freundin und natürlich ihrer Tochter.
Die Charaktere schwanken zwischen Wut, Trauer und vor allen Dingen Schuldgefühlen, denn warum hat denn niemand etwas geahnt?
Besonders nahe geganen ist mir dabei die Sicht der Tochter Maja, die mit viel Liebe aus der Spirale der Schuldgefühle befreit werden muss.
Es ist einfach alles so realistisch, so nah, so nachvollziehbar.
Kein leichtes Thema, aber so wichtig und einfach eine Empfehlung für alle.
Buchhändler*in 1209150
"Männer töten Frauen, weil sie es wollen und weil sie es können."
Kein leichtes aber ein sehr berührendes und wichtiges Buch. Es hat mich tief bewegt und ich habe auch einige Male geweint - danke für das Leseexemplar!
Anne J, Bibliothekar*in
Wir alle haben schon mal Artikel über Beziehungsdramen gelesen, denn häusliche Gewalt ist auch in Deutschland an der Tagesordnung.
Aber was passiert nachdem die Polizei, die Presse und die Gaffer weg sind? Wie gehen die Angehörigen damit um, dass ihre Tochter, ihre beste Freundin, ihre Mutter nicht mehr da ist?
Wie geht man mit den Schuldgefühlen um?
Dieses Buch ist erschütternd. Besonders die Kapitel aus Majas Sicht sollten Triggerwarnungen bekommen, sie gehen wirklich unter die Haut. Die immer wieder eingestreute Statistik, wie häufig so etwas vorkommt, trifft einen von einer ganz anderen Seite. Und so packt einen das Buch und lässt einen nicht mehr los.
Antje W, Lehrende*r
Bedrückender Familienroman
Da, wo ich dich sehen kann, obwohl es dich auf der Erde nicht mehr gibt, ist wohl in einem Paralleluniversum. Da will Maja ihre Mama suchen und ihren Papa, der die Mutter dort liebt und ihr nicht weh tut und sie nicht ermordet.
Ich habe diesen Roman sehr schnell lesen können, obwohl er zum Teil ans Eingemachte geht. Die Tränen saßen ständig locker, denn Jasmin Schreiber konnte das Drama um Maja und ihre Familie unwahrscheinlich vorstellbar beschreiben und darüber erzählen. Der Leser leidet mit.
Ich finde es gut, dass die Autorin das Thema des Femizids hier in Deutschland aufgegriffen hat. Für die meisten Frauen ist es wohl unvorstellbar sich derart von einem Mann behandeln zu lassen und nicht sofort die Reißleine zu ziehen, wenn sich ein Mann so darstellt. Aber ein nicht unbeträchtlicher Teil von Frauen hält aus, um der Kinder Willen, um des Geldes Willen, Angst vor Einsamkeit. Ich weiß es nicht, aber dieses Buch bringt einem das Problem näher, sensibilisiert und macht aufmerksam. Vielleicht hilft es, ähnliche Fälle zu verhindern.
Auch die rechtlichen und vormundschaftlichen Dinge um Maja und ihre Familie werden beschrieben und unaufgeregt und glaubhaft dargestellt.
Der Vater, der Mörder ist trotz seiner Tat kein Monster. Er liebt seine Tochter und lässt zu, dass Maja sich wieder finden wird, in dem er nicht auf dem Sorgerecht seiner Eltern für das Kind beharrt.
Einzig die vielen Aussagen über Therapien als Allheilmittel für Traumata mit Hilfe von Psychopharmaka halt ich persönlich für bedenklich. Aber letztendlich entscheidet jeder selbst.
Ein super Buch, spannend, emotional, aufrüttelnd.
Ein sehr bewegendes Buch,zumal wenn man den Beweggrund kennt,aus dem dieses Buch geschrieben wurde.Es passt gerade zu gut in die derzeitige Stadtbilddebatte.Gewalt gegen Frauen und Femizide geschehen in erster Linie durch Ehemänner,Exmänner,Brüder,Väter.Es ist der enge Kreis in und um die Familie herum,die Frauen fürchten müssen.
Jasmin Schreiber ist durch die multiperspektivische Erzählweise ein sehr facettenreicher und eindringlicher Roman gelungen.
Die Sprache ist einfach gehalten.Wahrscheinlich um es auch jüngeren Leser:innen zugänglich zu machen.
Buchhändler*in 1521169
Ach Jasmin, mit jedem Buch brichst du mein Herz und flickst es wieder von Neuem zusammen. Das war so schön-traurig, dass ich nach Beenden (im Pausenraum bei der Arbeit...I don't recommend) minutenlang still dagehockt bin, mit Gänsehaut auf den Armen. Ich hab mir so viele tolle, berührende Worte angestrichen und werde das diesjährige Weihnachtsgeschäft wohl hauptsächlich damit verbringen, jeder Kundin dieses Buch anzudrehen. L E S E N ! <3
Buchhändler*in 943527
Nicht zum erstenmal richtet Jasmin Schreiber den Blick auf ein Thema, wo wir gern wegsehen wollen.
Anhand der Geschichte eines Mädchens, deren Mutter von ihrem Vater nach langer, qualvoller, toxischer Beziehung ermordet wird, verhandelt das Buch nicht nur diesen einen Mord, sondern die nach wie vor fast unveränderten Strukturen des Femizids.
Nebenbei dürfen wir ein bisschen was über Astrophysik lernen, weinen, weil ein wichtiger Hund stirbt, mit den Protagonisten mitfühlen, die alle glauben, dass sie mitschuldig an dem Mord seien, weil sie nicht richtig hingesehen, hingehört und im entscheidenden Moment nicht genug nachgebohrt haben, uns selbst ein bisschen schuldig fühlen, wenn wir bisher voyeuristisch genug waren, um TrueCrime zu mögen und hoffen nun plötzlich, dass die hier erzählte Geschichte nicht wahr sein möge. Leider ist sie - wahr oder nicht - so nah an der Realität, dass man gern die meiste Zeit weinen möchte.
Dieses Buch möchte ich gern allen Lesern ans Herz legen, auch wenn man hinterher immer noch nicht genau sagen kann, wo aufmerksames Beobachten und Nachfragen endet und übergriffiges Stalken und Bohren anfängt. Das muss man vielleicht immer individuell und situationsabhängig erkennen.
Buchhändler*in 1685571
So ein wichtiges Buch! Es ist schmerzhaft, es macht traurig und wütend und es bleibt einem lange in Erinnerung. Jasmin Schreiber schildert einen Femizid aus den verschiedensten Perspektiven - aus Sicht der Tochter, der Mutter oder der engsten Freundin und zeigt dabei auch die gesellschaftlichen Missstände auf. Ein sehr einfühlsames, authentisches und stark geschriebenes Buch. Denn Femizide passieren jeden Tag und das Thema wird immer noch zu oft totgeschwiegen.
Buchhändler*in 890434
Wieder ein sehr emotionsgeladenes, nahbares Buch zu einem Thema, das leider viel zu häufig vorkommt. Die sensible und zugleich realistischen Annäherung daran haben mir sehr gut gefallen. Die Figuren wirken sehr real und menschlich, insbesondere die neunjährige Maja.
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