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Buchcover für Mit anderen Augen

Mit anderen Augen

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Erscheinungstermin 22.04.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

»Du bist nicht unsichtbar, wenn du dich selbst siehst.«

 

Auf Oprah Winfreys persönlicher Leseliste

Ein ermutigender Roman über weibliche Identität
Klug und voller Komik – das wird Ihr neues Lieblingsbuch

 

Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.

 

Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine Schmerzen, aber definitiv nicht mehr zu sehen. Von ihrer Ärztin bekommt sie die Diagnose: Unsichtbarkeit. Die Krankheit würde bei Frauen ab einem gewissen Alter häufig auftreten, sei aber noch nicht erforscht und auch nicht heilbar. Wenn Tilda ehrlich ist, ist sie nicht sonderlich überrascht: Sie hatte sich selbst schon vor Jahren aus den Augen verloren, hatte sich seit langer Zeit schon unsichtbar gefühlt. Nachdem der erste Schock verklungen ist, stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen aus der Welt.

 

»Ein Roman wie ein Märchen, witzig und voller Inspiration.«

Oprah Winfrey

»Du bist nicht unsichtbar, wenn du dich selbst siehst.«

 

Auf Oprah Winfreys persönlicher Leseliste

Ein ermutigender Roman...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783257073836
PREIS 25,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

Ich habe geweint, ich habe gelacht und mich selbst so oft darin entdeckt- die Reise der Protagonistin war köstlich schmerzhaft mit vielen Denkanstößen für mich selbst.
Absolut lesenswert- vor allem für Mütter, die wieder sich selbst finden müssen. Auch für nicht weiblich gelesene Personen und Frauen ohne Kinder ein sehr empfehlenswertes Buch, einfach mal den Blickwinkel zu ändern.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, das ich wirklich schwer aus der Hand legen konnte.

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Dieser Roman liest sich teilweise etwas zäh, bringt aber ein sehr spannendes Thema zur Sprache. Philosphisch, erfunden und doch aus dem Leben gegriffen.

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‚Mit anderen Augen‘ ist ein toller Roman in dessen Mittelpunkt die Anfanf fünfzigjährige Tilda steht. Sie stellt eines Tages fest, dass ihre Hand unsichtbar geworden ist, weitere Körperteile verschwinden, Sie erhält die Diagnose ‚Unsichtbarkeit‘ In einer Selbsthilfegruppe lernt sie zahlreiche Frauen mit dieser Krankheit kennen, stellt aber schnell fest, dass die hoffnungslose Stimmung dort nicht zu ihr passt. Trotz großer Skepsis begibt sie sich bei Selma in Therapie und lernt u.a. Methoden der Meditation kennen. Auf einem langen, teils holprigen Weg findet sie zu sich selbst und zu Selbstliebe und kann so die als unheilbar geltende Krankheit überwinden und auch viele Frauen aus der Selbsthilfegruppe unterstützen auf ihrem Weg zu mehr Sichtbarkeit. Es ist ein witziges, teilweise nachdenklich stimmendes Buch mit einer tollen Hauptperson. Sehr empfehlenswert

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Wo ist denn der Finger hin???
Diese Frage muss sich Tilda Finch stellen und geht zur Ärztin. Diese diagnostiziert die Krankheit 'Unsichtbarkeit' - ein Gegenmittel gibt es nicht. Tilda wird also über kurz oder lang unsichtbar sein. Die Selbsthilfegruppe ist eher deprimierend, aber Tilda hat zum Glück gute Freundinnen. Sie will sich dem Schicksal nicht ergeben, recherchiert und daraus ergeben sich für sie auch schon mal schmerzhafte Erkenntnisse.
Wie werden wir von unserem Umfeld wahrgenommen? Wie sehen wir uns selbst?
Ernsthaft, aber auch mit Humor geschrieben.
Ein Lesevergnügen!

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Ein sehr inspirierendes Buch das ich wärmstens jeder Frau empfehlen werde! Sollte sich jede zu Herzen nehmen...

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Tilda ist eine erfolgreiche Unternehmerin. Sie scheint ihr Leben im Griff zu haben. Als sie feststellt, dass ihr ein Finger fehlt, ohne dass sie Schmerzen erleidet, ist sie erschrocken. Doch dies ist erst der Anfang, auch ihre Nase und ein Ohr verschwindet. Die Diagnose der Ärztin: Unsichtbarkeit. Ohne große Überzeugung sucht Tilda eine Selbsthilfegruppe auf und besucht auf anraten einer Freundin eine Therapeutin. Kann sie die Krankheit besiegen?
Das Thema mutet etwas kafkaesk an. Jedoch ist dieser Roman ganz anders. Einerseits humorvoll: ausgerechnet ein Blinder "sieht" Tilda. Wir werden Zeuginnen ihrer Auseinandersetzung mit PAULA = Programm Aller Unhinterfragten Langzeit-Automatismen. Wir spüren die Kraft weiblicher Solidarität, den Wert echter Freundschaft.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen: als Mutmacher, den eigenen Weg niemals aus den Augen zu verlieren, als unterhaltsame Lektüre, zum Nachdenken, zum Schmunzeln, als Selbsthilfebuch. Danke Jane Tara!

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Ein cleverer Schachzug von Jane Tara: Nicht selten hört man von Frauen, die im Alter unsichtbar für die Gesellschaft werden. Hier hat die Autorin das wörtlich genommen und hervorragend umgesetzt. Der gesamte Kontext stimmt. Die Protagonistin Tilda arbeitet in ihrer Firma mit positiven Lebensweisheiten und Sprüchen, die sie ein Leben begleiten, aber eigentlich nicht versteht. Herrlich. Mit viel Humor und der nötigen Prise Ernsthaftigkeit wird hier ein wiederkehrendes Thema so plakativ dargestellt, dass man sich schon selbst fragen muss, was kann ich tun, um am Ende nicht unsichtbar für mich selbst zu werden.

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Dieser Roman ist super. Im Mittelpunkt steht die 52 jährige Tilda, die eines Tages festellt, dass ein Finger an ihrer Hand unsichtbar ist. Von ihrer Ärztin erhält sie die Diagnose der Krankheit "Unsichtbarkeit". Bei Tilda werden immer mehr Körperteile unsichtbar. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie weitere Frauen mit dem gleichen Problem kennen. Tilda macht eine Therapie bei Selma und lernt verschiedene Methoden der Meditation kennen. Tilda kämpft und erkennt, dass sie die Krankheit mit Selbstliebe heilen kann. Nur wer sich selbst sieht, wird auch gesehen.
Tildas Weg ist steinig und schwer, aber sie kämpft und gewinnt.
Ein schönes Buch, ein interessantes Thema, alles sehr stimmig.

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Das mit Sicherheit beste Buch des Jahres!
Ein kraftvoller, berührender Roman, wie Frauen und ihr Tun als selbstverständlich betrachtet werden und daher einfach nicht mehr "gesehen" werden.

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Mit anderen Augen von Jane Tara hat mich mehr berührt, als ich zunächst erwartet hätte. Zu Beginn war ich unsicher, wohin die Reise geht – stellenweise wirkte das Buch fast wie ein Selbsthilferatgeber, und ich hatte kurz die Sorge, es würde zu sehr in Richtung einfacher Antworten gehen. Doch genau das passiert nicht.

Nach und nach entfaltet das Buch seine Stärke: Es zeigt eindrücklich, wie sehr Erfahrungen, Verletzungen und alte Muster dazu beitragen, dass Frauen sich selbst unsichtbar machen – oft ohne es bewusst zu merken. Dabei bleibt der Ton ruhig, reflektiert und überraschend ehrlich. Statt Schuldzuweisungen geht es um Verständnis, um Hinsehen und darum, die eigene innere Stimme ernst zu nehmen.

Besonders gefallen hat mir, wie feinfühlig Jane Tara beschreibt, wie innere Prägungen unser Verhalten beeinflussen und wie schwer, aber auch befreiend es sein kann, diese Muster zu hinterfragen. Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken, und begleitet einen noch lange über die letzte Seite hinaus.

Ein sehr starkes, kluges Buch, das Mut macht, sich selbst bewusster wahrzunehmen und den eigenen Blick neu auszurichten. Ich empfehle es sehr gerne weiter.

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Man muss sich selbst sehen, um gesehen zu werden
Die zweiundfünfzigjährige Tilda muss plötzlich feststellen, dass Körperteile von ihr verschwinden und sie mehr und mehr unsichtbar wird. Bei ihrer Ärztin erfährt sie, dass viele Frauen in reiferem Alter daran leiden und es unheilbar sei. Aber damit will sich Tilda nicht abfinden. Sie kämpft auf verschiedenen Arten gegen die Krankheit an: mit einer Selbsthilfegruppe, mit Therapie und mit Meditation. Doch sie sieht erst dann kleine Erfolge, als sie lernt, ihre innere Stimme, die sie immer kleinmacht, zu hören und zu korrigieren und sie sich selbst lieben lernt.
Man könnte das Buch als Selbsthilfebuch bezeichnen, weil es einen dazu anregt, über sein Verhältnis zu sich selbst nachzudenken. Damit wird man diesem Buch aber nicht gerecht. Es ist so viel mehr. Witzig und unterhaltsam, sehr sensibel und einfühlsam geschrieben und ungemein bewegend. Tilda ist mir als Hauptprotagonistin sofort ans Herz gewachsen. Und es zeigt, wie stark sich Frauen unterstützen und stärken können. Ein absolutes Wohlfühlbuch, das für mich ein Lesehighlight war.

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Die Australierin greift in dem Roman ein Thema auf, dass viele Frauen, soger vor 50 bewegt. Werde ich gesehen!
Aus den Schlagwort unsichtbar nach den Wechseljahren kreiert,Jane Tara eine Krankheit bei der frau nun sprichwörtlich Körperteile verliert. Wie bei jeder Krankheit geht es nun darum, wie gehe ich als Betroffene damit um, wem sage ich es, wie gehen Freunde und Familie damit um.
Die Ärztin, die Therapeutin und die Selbsthilfegruppe tritt auf. Die fehlende genderorientierte Medizin, die sich nur selbstbemitleidende Gruppe kommen hier schlecht weg, nur die Therapeutin, selbst ein Werbeschild für Sichtbarkeit, changierend zwischen Neuropsychologie und Esoterik kommt gut weg..Viele Kapitelzitate und einige Ideen im Text zum Thema "sich selbst sehen und gesehen werden" mag frau sich gerne unterstreichen. Insgesamt aber wird mit zu vielen Plattheiten und Klischees gearbeitet, als dass der Roman zu einem wichtigen Thema wirklich befridigen könnte.

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Ein wundervolles Buch!
Viele Frauen sind in der Gesellschaft von Unsichtbarkeit betroffen. Durch dieses Buch wird das Problem deutlich sichtbar.
Einfühlsam und stark!

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Eine wunderbare Parabel über das Frau sein...immer Alles geben und dann nichts mehr zählen..und die grösste Kritikerin...uns selbst..
In dieser Geschichte wird das Unsichtbarsein in der Gesellschaft Wirklichkeit, und nur eine nimmt den Kampf auf das wieder umzukehren. Mit der Hilfe toller Freundinnen u8nd einem ganz neuen Blick.

5 stars
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Mit anderen Augen
von Jane Tara

Habe ich mich aus den Augen verloren im alltäglichen Trott? Werde ich als Person noch wahrgenommen oder nur noch in meiner Funktion?
Diese oder ähnliche Fragen stellen sich die allermeisten Menschen irgendwann im mittleren Alter. Soweit so gut. Was Jane Tara daraus gemacht hat ist schon cool. Witzig, spritzig und auch klug erzählt sie von der Diagnose Unsichtbarkeit.
Dieses Buch werde ich sehr gerne empfehlen!

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Ein ermutigender Roman über weibliche Identität
Klug und voller Komik – das wird Ihr neues Lieblingsbuch



Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.



Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine

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Weibliche Unsichtbarkeit: Origineller Debütroman


Tilda Finch, 52 Jahre alt, geschieden, Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und eine erfolgreiche Unternehmerin, kann es nicht glauben: Eines Tages ist plötzlich ihr kleiner Finger verschwunden. Als auch eines ihrer Ohren nicht mehr zu sehen ist, geht sie zu ihrer Hausärztin, die ihr diagnostiziert: sie leidet an Unsichtbarkeit. Eine Krankheit, die vorwiegend Frauen ab 50 Jahren betrifft - und die zu Tildas Entsetzen nicht heilbar ist.
Doch zum Glück hat Tilda zwei beste Freundinnen, die ihr zur Seite stehen und sie ermutigen, gegen ihr Schicksal anzukämpfen. Anfangs widerwillig, geht Tilda zu einer Selbsthilfegruppe und einer Therapeutin, beginnt zu meditieren ... und tatsächlich beginnt sie, sich selbst und die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

„Tilda ließ das Buch sinken und dachte darüber nach, wie sie sich der Welt präsentierte. Sie strahlte Gelassenheit aus, wirkte selbstbewusst und erfolgreich. Und doch hatte sie sich hinter verschlossenen Türen mit einer Beziehung arrangiert, die sie schon seit Jahren als destruktiv erkannt und die Stück für Stück ihr Selbstwertgefühl untergraben hatte. Der Grund, dass sie diesem Mann eine so entscheidende Rolle in ihrem Leben eingeräumt hatte, lag darin, dass sie überzeugt war, nichts Besseres zu verdienen. Sie glaubte nicht, dass sie einen Mann verdiente, der sich klar für sie entschied, der immer da war und sie wirklich liebte. Mit Entsetzen stellte Tilda fest, dass sie sich jahrelang darum gesorgt hatte, wie Tom sie wohl sah, aber nie darum, wie sie selbst sich sah. Sie hatte nicht auf ihre eigenen Bedürfnisse geachtet. Sich nie Zeit für sich genommen. Ihre Sehnsucht nach kreativem Ausdruck ignoriert. Den Krieg in ihrem Kopf nicht beachtet. Für Tom hatte sie ihre Seele entkernt, aber ihm war das trotzdem nicht genug. Er hatte sein Desinteresse auf tausend verschiedene Weisen gezeigt, aber seine Meinung von ihr war ihr trotzdem so wichtig geblieben, dass sie ihre eigene aus dem Blick verloren hatte. Sie hatte sich selbst aus dem Blick verloren.“

Die Idee des Romans hatte mich sofort begeistert, auch wenn sie sich für manche*n absurd anhören mag. Aber ist es nicht so, dass wir Frauen (besonders ab einem gewissen Alter), oft übersehen, nicht gesehen werden?
Jane Tara hat dieses Thema hier in einer wirklich fantasievollen und schönen Geschichte gepackt, ein wahres Lesevergnügen!
Sehr gut gefallen haben mir auch die Zitate zu Beginn der Kapitel, die sich viel um das Thema „gesehen werden“ bzw. „sich selbst sehen“ drehen.

Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich: Der Roman ist teilweise leider recht klischeebeladen, manche Entwicklungen waren recht vorhersehbar für mich. Der Schreibstil von Jane Tara gefällt mir aber ausgesprochen gut.

Insgesamt ist „Mit anderen Augen“ ein wirklich kluger, inspirierender Roman mit dem richtigen Mix aus Humor und Tiefe. Ich empfehle ihn allen Frauen, denn: Wir müssen uns selbst sehen, um gesehen zu werden!

Vielen Dank an den Diogenes Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

4 stars
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Sehen und gesehen werden

„Nichts wird sich jemals ändern, wenn man sich nicht selbst ändert“

Obiges Zitat kann man auch als Quintessenz des Buches sehen. Denn welche Frau fühlt sich nicht manchmal übersehen, unsichtbar? Die australische Autorin Jane Tara lässt ihre Protagonistin Tilda, die Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und von ihrem Mann verlassen ist, an Unsichtbarkeit erkranken. Es beginnt mit einem fehlenden Finger, geht weiter mit einem Ohr und dem Hals … Ihre Ärztin bezeichnet das als unheilbare Krankheit und empfiehlt ihr eine Selbsthilfegruppe. Dort trifft die Fotografin auf Frauen, bei denen eine gar nicht mehr zu sehen ist. In der Gruppe wird gejammert und geklagt. Doch Tilda findet eine Therapeutin, die sie überzeugt, dass es Heilung gibt – die dann tatsächlich eintritt. Während die Leiterin der Selbsthilfegruppe plötzlich völlig von der Bildschirmfläche verschwindet, werden die Teilnehmerinnen der Gruppe zu Freundinnen, die gemeinsam füreinander einstehen, kämpfen und nach und nach wieder sichtbar werden.

Dieses Buch ist nicht nur ein märchenhafter Roman, sondern auch ein psychologischer Ratgeber mit bewährten Rezepten und vielen guten Ideen. Er enthält auch ein wenig Liebe, doch Selbstliebe und Freundschaft stehen eindeutig im Vordergrund.

Das erste Drittel empfand ich als spannend und nachdenklich machend – wie ein Blick in den Spiegel. Als es um Meditation ging, musste ich aussteigen, da mir diese Erfahrungen fehlen. Dass die Autorin vor allem auf deren Wirksamkeit hinweisen will, erfuhr ich erst im Nachwort. Im letzten Drittel fand ich manches übertrieben. Doch geblieben sind die positive Grundeinstellung zu sich selbst, dem Leben an sich und dem Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Jedes der 66 Kapitel beginnt mit einem aussagekräftigen Zitat, wie beispielsweise

„Im Grunde geht es nur um eine veränderte Sicht auf die Dinge“

Fazit: Lesenswert!

4 stars
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Tilda ist geschockt als sie die Diagonose "Unsichtbarkeit" erhält. Ziemlich häufig bei Frauen über 50 und doch hat sie noch nie vorher davon gehört. Während ihre Ärztin und die Selbsthilfegruppe ihr mitteilen, dass dieser Prozess leider weiter fortschreitet und auf keinen Fall reversibel ist, beschließt Tilda, das einfach nicht hinzunehmen. Mit Hilfe ihrer Freundinnen und einer anerkannten Therapeutin auf dem Gebiet, macht sich Tilda auf eine abenteuerreiche Reise: eine Reise zu sich selbst.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es mit einigen Praktikten gefüllt ist, die Tilda am Anfang des Buchs als Eso-Kram abegtan hätte, hat man nie das Gefühl, dass es abgehoben oder bekehrend wirken soll. Tilda findet einfach nur einen guten Weg, sich mit sich selbst anzufreunden, auf ihre Bedürfnisse zu hören und einfach netter zu sich zu sein. Mit Hilfe ihrer Freundinnen, Töchter, anderer wunderbarer Frauen und vor allem durch sich selbst findet Tilda eine neue Weltsicht/Eigensicht. Eine inspirierende Geschichte über den Mut zur Veränderung und die Kraft der Gedanken. Und über die Stärke von weiblichen Freundschaften. Hat mir ganz wunderbar gefallen. Bitte nicht vom öden Cover abschrecken lassen!

5 stars
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Ich war von der Beschreibung des Plots wirklich angetan und habe mit großer Vorfreude angefangen den Roman von Jane Tara zu lesen. Und dann zieht es sich so dahin und zieht sich und zieht sich.
Dass es vor allem Ftauen trifft, mit fortschreitendem Leben (Alter) immer unsichtbarer zu werden ist ein Phänomen, dass sich nicht leugnen lässt, der Umgang mit dem Phänomen ist allerdings und hoffentlich breiter angelegt, als Jane Tara es macht.
Ja, der Roman hat durchaus sehr humorvolle, ja, witzige Momente (z.B. die Besuche der drei Damen zum Whiskygenuss in der Bar), die vielen "flachen" Seiten des Romans werden hierdurch allerdings nicht aufgefangen.
Die Krönung ist allerdings die Liäson mit dem fast blinden Musiker, der sich dann auch noch als Schöpfer einer überaus erfolgreichen Meditations-App (wie überaus nützlich) entpuppt.
Ein spannendes Thema, dass mehr seriöse Aufmerksamkeit verdient.

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„Ich brauche niemanden, der mein Leben vervollständigt. Die tiefste Beziehung, die wir jemals führen werden, ist die Beziehung mit uns selbst.“
Die Geschichte von der australischen Autorin Jane Tara handelt von einer Frau, die viele Rollen im Leben hat. Sie ist Ehefrau, Mutter, Freundin, Unternehmerin. Doch eines Tages beginnt sie, unsichtbar zu werden. Dieses „Unsichtbarwerden“ steht auch symbolisch dafür, wie Frauen sich selbst im Alltag verlieren können. Im Laufe der Geschichte begleitet man die Protagonistin auf ihrem Weg. Sie versucht zu verstehen, wer sie wirklich ist und welchen Platz sie im Leben hat. Dabei geht es um Themen wie Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit und die Beziehung zu sich selbst. Beim Lesen denkt man zwangsläufig über sein eigenes Leben nach. Das Buch ist kein spannender Action-Roman. Es ist eher ruhig, nachdenklich und sehr auf die inneren Gedanken der Hauptfigur fokussiert. Deshalb ist es nicht immer kurzweilig, aber trotzdem interessant und solide geschrieben. Für mich ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das ich absolut empfehlen kann.

4 stars
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Unsichtbarkeit

Morbus Invisibilis. Eine Unsichtbarkeitserkrankung wird Tilda diagnostiziert. Wie kommt es dazu? Eines Tages sieht sie ihren kleinen Finger nicht mehr, es folgen Nase und ein Ohr.

Dass Frauen ab einem bestimmten Alter, das durchaus variabel ist, sich nicht mehr gesehen fühlen, dürfte jedem bekannt sein. Egal, ob es einen selber betrifft oder ob man so manches Gespräch mitverfolgt, dieses Phänomen ist allgegenwärtig und hauptsächlich sind es Frauen, die mit sich und der Welt hadern. Es ist fühlbar, nicht mit Händen zu greifen.

Tilda jedoch sind gut sichtbar bzw. eben nicht mehr sichtbar einige Körperteile beim Blick in den Spiegel abhanden gekommen. Ein Szenario, dem Jane Tara sich hier annimmt. Tilda hat mit Freunden ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, ihre Zwillingstöchter gehen ihren eigenen Weg, auch ist sie kreativ unterwegs – sie hätte also keinen Grund, sich zu beklagen. Und doch fehlt etwas in ihrem Leben. Zudem ist sie selbstkritisch, ihr Selbstwert ist angekratzt, man könnte durchaus meinen, das Ich, die Selbstliebe, die Zufriedenheit mit sich selbst ist irgendwann verloren gegangen.

Sind wir nicht alle ein wenig Tilda? Rennen dem äußeren Schein nach, denken an jeden, wollen es allen recht machen, trainieren uns verbissen jedes vermeintlich überflüssige Gramm ab, wollen perfekt sein in den Augen der anderen. Und vergessen dabei uns selbst.

Jane Tara hält uns den Spiegel vor, ihre Tilda ist direkt aus dem Leben gegriffen. Eine ganz normale Frau, die funktioniert. Mit ihren 52 Jahren ist sie nicht mehr jung, aber alt ist sie noch lange nicht, sie steht mit beiden Beinen im Leben. „Mit anderen Augen“ ist klug, ist witzig, ist originell und unterhaltsam. Sichtbarkeit fängt immer bei uns selbst an, der blinde Patrick, der urplötzlich in Tildas Leben drängt, macht es vor. Ein Buch, dessen Botschaft als Metapher der sichtbaren Unsichtbarkeit daherkommt, zuweilen etwas zu ausführlich ins Detail gehend, aber dennoch gut nachvollziehbar.

Mein Schlusswort gebe ich an Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ weiter, der auch im Buch – wie viele andere, den Kapiteln vorangestellten, sinnigen Sprüchen – mit einfließt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

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gesehen werden

„Wie kann es sein, dass überall auf der Welt Frauen verschwinden und niemand was dagegen unternimmt?“ – Mit dieser Frage und noch vielen weiteren beschäftigt sich der Roman auf kreative Weise, teilweise mit Humor und einem Augenzwinkern, aber es sind durchwegs auch ernstere Töne dabei und Fragen, die zum Nachdenken und Reflektieren anregen, vielleicht sogar auch einen Anstoß für Veränderungen geben.
Tilda ist 52 Jahre alt, geschieden, hat zwei erwachsene Töchter und ist beruflich mit ihrem eigenen Unternehmen erfolgreich unterwegs. Eines Tages bemerkt sie, wie plötzlich ihr kleiner Finger, dann ihr Ohr, ihre Nase und mit der Zeit weitere Körperteile von ihr verschwinden. Bei ihr wird die Unsichtbarkeitserkrankung – Morbus Invisibilis – diagnostiziert, die vor allem ältere Frauen betrifft. Zuerst fühlt sich Tilda von ihrem langsamen Verschwinden überfordert, ist wütend, will sich noch weiter verstecken, aber durch die Hilfe ihrer besten Freundin Leith und mit therapeutischer Unterstützung beginnt sie hart an sich und ihrer Einstellung und an ihrer Sichtweise über sich selbst zu arbeiten. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie weitere Betroffene kennen und es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Frauen mit ihrer Unsichtbarkeit umgehen, teilweise sogar Vorteile darin sehen. Alle Frauen haben ihre eigene Lebensgeschichte und ihre Probleme zu tragen, aber eines haben sie gemeinsam: Sie werden von der Gesellschaft nicht mehr gesehen, nicht mehr wahrgenommen, weil sie auch selbst nicht gut zu sich sind.
Mir gefällt die positive Grundstimmung, trotz der ernsten Themen, die Veränderungen in Gang setzt. Auch wenn jede Frau selbst entscheiden muss, was sie machen möchte und was ihr guttut. Der Ansatz, dass es einen emotionalen, tiefsitzenden Konflikt oder Grund für das Verschwinden geben muss, zeigt auf der anderen Seite auch, dass man diesen überwinden und selbst wieder gestärkt aus der Situation hervorkommen kann. Wichtig ist auch die intensive Beschäftigung mit sich selbst und das neu kennenlernen, was man wirklich möchte und was mich als Person ausmacht, nicht wie andere mich haben möchten oder wie andere das sehen.
Tilda stellt sich mutig ihrer Vergangenheit, ihrer Geschichte mit ihrem verstorbenen Vater, die sie neu schreibt, sie hat Unterstützung von lieben Menschen, die immer zu ihr stehen und sie entwickelt eine Energie, die viele weitere positive Effekte auslöst. Schön finde ich, dass sie sich wieder mehr mit Dingen beschäftigt, die ihr Freude bereiten und die sie gerne macht und zudem auch noch als Vorbild und Unterstützung für viele betroffene Frauen wirkt. Man merkt auch die Kraft, die entsteht, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen, diese nimmt eine außergewöhnliche Stärke an. Den Schluss habe ich besonders schön empfunden und alle vorkommenden Frauen wirken viel präsenter und sind nicht mehr zu übersehen.

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Originelle Idee trifft auf moderne feministische Reflektion der Frauenrolle und ergibt einen Pointenreichen, unterhaltsamen Entwicklungsroman, der zum Nachdenken anregt.

Wir lernen Tilda kennen, die eines Tages ihren kleinen Finger nicht mehr sehen kann, obwohl er noch da ist und funktioniert. Als sie zu einer Ärztin geht, ist diese erschüttert. Sie leide an der wenig erforschten Erkrankung der Unsichtbarkeit, die hauptsächlich Frauen mittleren Alters betrifft. Weitere Körperteile würden nach und nach verschwinden, bis sie eines Tages völlig unsichtbar sei. Der Schock ist groß und ihre Töchter sind erschüttert. Ihre beste Freundin Leith versucht, sie an eine umstrittene Heilerin zu vermitteln, die Ärztin schickt sie in eine Selbsthilfegruppe. Aber Tilda, der allmählich auch die Ohren, Nase und Arme verloren zu gehen scheinen, will nicht aufgeben und versucht, ihr Leben umzukrempeln.

Dass sie dabei die Bekanntschaft des Blinden Patrick macht, der sie ohnehin nicht sehen, nur hören und erfühlen kann, überfordert sie zunächst. Letztlich ist es nach einer unschönen Scheidung aber genau das, was sie braucht, um einen neuen Blick auf sich selbst und ihr Leben zu bekommen.

Mit reichlich Pointen und durchaus auch mal Schwarzem Humor nimmt uns die Autorin mit auf eine Reise zu sich selbst, die aufzeigt, wie sehr Frauen schon in der Familie in bestimmt Rollen gepresst und mit Erwartungshaltungen konfrontiert werden, die sie später internalisieren und so selbst zu ihren schlimmsten nörgelnden Kritikerinnen werden.

Ausgesprochen abwechslungsreich und sehr zu empfehlen.

Aus dem Englischen von Tanja Handels, Diogenes 2026

4 stars
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Als Tilda entdeckt, dass ihr kleiner Finger unsichtbar geworden ist, bringt das ihre Welt durcheinander. Ihre Ärztin teilt ihr mit, dass es oft vorkommt, dass Frauen ab einem gewissen Alter unsichtbar werden und dass es leider keine Heilung dafür gibt. Damit will sich Tilda jedoch nicht zufrieden geben. Sie kämpft sich zurück in die Sichtbarkeit. Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber. Frauen ab 50 Jahren existieren weiterhin.

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Ich sehe was, was du nicht siehst und das bin ich.
Morbus invisibilis – die Unsichtsbarkeits-Krankheit.
Davon ist Tilda betroffen, aber gefühlt die Mehrheit der Frauen ab fünfzig. Sie werden nicht mehr wahrgenommen und übersehen. Bei Tilda äußert sich das ganz konkret: Ein Finger fehlt ihr plötzlich, ein Ohr, die Nase. So erzählt diese Geschichte eine tragikomische Metapher vom Verschwinden. Tilda ist attraktiv, erfolgreich als Fotografin und mit einer Grafikfirma, versteht sich bestens mit ihren erwachsenen Töchtern und ist gut aufgehoben im Kreise ihrer Freundinnen. Aber sie alle können bei ihrem langsamen Verschwinden zusehen und mitleiden. Tilda beginnt mit Hilfe einer einzigartigen Therapeutin auf diesem Gebiet nach den Gründen zu forschen. Sie begibt sich auf eine sehr schmerzhafte Reise nach innen, in eine Spirale, die sie auf den Grund ihrer mangelnden Selbsterkenntnis und Selbstwahrnehmung führt. Verletzungen in der Kindheit und in der gescheiterten Ehe. Sie lernt, sich selbst zu sehen, sich selbst wahrzunehmen. Schön wie sie ist, mit allen Schwächen und Stärken. Und tatsächlich kehren Finger, Ohr und Nase zurück. Dass sie sich in einen Blinden verliebt, ist erst eine zweifelhafte Ironie des Schicksals und dann eine bewusste Entscheidung. Ein großartiges Märchen unserer Zeit, sehr spannend und berührend erzählt.

5 stars
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Es gibt keine Zufälle im Leben. Der Klappentext hatte mich angesprochen, weil ich die Unsichtbarkeit von Frauen aus dem Alltag kenne und die Idee des Romans so klug fand.

Tilda ist 52 Jahre alt, was ist sehr erfrischend fand. Eines Tages ist ihr kleiner Finger unsichtbar, woraufhin ihr ihre Ärztin Unsichtbarkeit diagnostiziert. Das blöde an der Sache ist, es gibt natürlich keine Forschungsgelder und daher auch keine Mittel dagegen. Aufgeben und die Unsichtbarkeit scheinen die einzige Option zu sein, oder?

Zum Glück erlebt Tilda einiges, was ihren Weg und ihre Sicht auf alles Stück für Stück verändert. Ich möchte wirklich nicht ins Detail gehen, da ich die Reise und Entdeckungen dabei mit Tilda sehr genossen habe. Die Zitate zu Beginn der Kapitel, die hilfreichen Tipps durch diverse charmante Nebencharaktere und zuletzt Tildas unschlagbarer Humor haben diesen Roman wirklich rund gemacht. Klare Leseempfehlung!

Spannend ist allerdings, dass ich durch den Roman selbst dazu inspiriert wurde meine Meditationspraxis wieder aufzugreifen. Was Tilda mit 52 erlebt, habe ich bereits mit Mitta 20 durchgespielt. Ganz ohne die Diagnose "Unsichtbarkeit". Hoffentlich erweckt die Geschichte neue Blickwinkel bei ganz vielen Menschen.

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Tilda fühlt sich einsam, unsichtbar und das nicht seit kurzer Zeit. Ihr Mann hat sie für eine Neue verlassen, ihre Kinder sind groß und nun bleibt ihr so gut wie nichts mehr übrig. Und dann plötzlich eines Tages verschwinden Körperteile von ihr. Die Diagnose: Unsichtbarkeit. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Nun muss Tilda einen Weg finden diese Krankheit zu besiegen, nicht nur für ihre Kinder sonder vor allem für sich selbst.
Wir begleiten sie auf allen Etappen ihrer Krankheit und wie sie lernt sich wieder selbst so anzunehmen wie sie ist.
Diese Geschichte ist einzigartig und bringt einen wirklich zum Nachdenken. Ein Buch das behandelt, wie sich Frauen oft einfach fühlen: unsichtbar und nicht wahrgenommen.
Das ist ein Buch das jede Frau einmal gelesen haben sollte!

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"Mit anderen Augen" von Jane Tara ist ein Buch, das mich absolut fasziniert hat!

Als Tilda am Rechner sitzt, glaubt sie ihren Augen nicht zu trauen: Ihr kleiner Finger ist verschwunden, sie kann ihn fühlen, aber nicht mehr sehen. Kurze Zeit später ist ein Ohr nicht mehr zu sehen, danach ihre Nase. Sie geht zu ihrer Ärztin und bekommt die Diagnose Unsichtbarkeit und eine nicht gerade aufmunternde Prognose. Bei Frauen jenseits der 50 wäre dieses Phänomen weit verbreitet und auch nicht heilbar. Tilda geht zu einer Selbsthilfegruppe, die anderen Teilnehmerinnen reduzieren sich aber auf Jammern und Hoffnungslosigkeit. Tilda will ihre Unsichtbarkeit bekämpfen und begibt sich auf eine Reise zu sich selbst.

Ich habe mir noch nie in einem Buch so viele Stellen markiert wie in diesem. Jedes einzelne der insgesamt 66 Kapitel ist mit einem Zitat von den unterschiedlichsten Menschen aus unterschiedlichen Zeiten überschrieben, eines besser als das andere! Trotz der zum Teil sehr humorigen Schreibweise versteht es Jane Tara viel tiefer zu gehen. Ich war mit Tilda geschockt, verzweifelt, aber auch wütend. Ich konnte sie auf ihrem Weg begleiten und ihre Auseinandersetzung mit ihrer PAULA verfolgen . PAULA ist das Unterbewusstsein, einer Datenbank aus Informationen, die im Lauf des Lebens gesammelt wurden. PAULA ist anstrengend und nimmt alles wörtlich! Jane Tara zeigt auf, dass Frauen sich selbst und ihre Meinung ernst nehmen sollen, sich selbst so zu akzeptieren wie sie sind und aus festgelegten Mustern auszubrechen. Obwohl im Roman viel Weisheit enthalten ist, wird er nie langweilig und ist spannend zu lesen.

Tara hat einen Roman geschrieben, der inspiriert! Frauen können verhindern im Alter ab 50 unsichtbar zu werden, die innere Einstellung zu sich selbst muss allerdings passen. Es lohnt sich durchaus, sich mit der eigenen PAULA auseinanderzusetzen.

Mir wird dieser Roman lange im Gedächtnis bleiben und ich werde sicher noch mehrmals hineinlesen. Ein Roman, der mich fasziniert hat und den ich sehr gerne empfehle, besonders an Frauen jenseits der 50! Überzeugte 5 Sterne für dieses großartige Werk, für mich ein weiteres Jahreshighlight!

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Tilda Finchs Geschichte hat mich tief berührt. Die Prämisse, dass ihr Körper Stück für Stück verschwindet, ist auf den ersten Blick surreal, entfaltet aber schnell eine starke metaphorische Kraft. Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Was mir besonders gefällt, ist, wie der Roman das sichtbar machen und Unsichtbar werden als existenzielle Frage verhandelt nicht nur körperlich, sondern sozial und emotional. Tilda kämpft nicht nur gegen eine medizinische Bedrohung, sie wehrt sich gegen das Ausradiert werden als Mutter, Unternehmerin und Freundin. Die Figuren um Tilda sind warm gezeichnet und geben dem Text Halt, sodass die Bedrohung umso schärfer wirkt. Insgesamt aber ist das ein kluges, feminines Buch über Identität, Sichtbarkeit und die Frage, was von uns bleibt, wenn die Welt uns nicht mehr wahrnimmt. Für Leser, die emotionale Tiefe und originelle Metaphern schätzen, ist Tildas Geschichte eine lohnende, nachdenkliche Lektüre.

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