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Buchcover für Mit anderen Augen

Mit anderen Augen

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Erscheinungstermin 22.04.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

»Du bist nicht unsichtbar, wenn du dich selbst siehst.«

 

Auf Oprah Winfreys persönlicher Leseliste

Ein ermutigender Roman über weibliche Identität
Klug und voller Komik – das wird Ihr neues Lieblingsbuch

 

Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.

 

Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine Schmerzen, aber definitiv nicht mehr zu sehen. Von ihrer Ärztin bekommt sie die Diagnose: Unsichtbarkeit. Die Krankheit würde bei Frauen ab einem gewissen Alter häufig auftreten, sei aber noch nicht erforscht und auch nicht heilbar. Wenn Tilda ehrlich ist, ist sie nicht sonderlich überrascht: Sie hatte sich selbst schon vor Jahren aus den Augen verloren, hatte sich seit langer Zeit schon unsichtbar gefühlt. Nachdem der erste Schock verklungen ist, stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen aus der Welt.

 

»Ein Roman wie ein Märchen, witzig und voller Inspiration.«

Oprah Winfrey

»Du bist nicht unsichtbar, wenn du dich selbst siehst.«

 

Auf Oprah Winfreys persönlicher Leseliste

Ein ermutigender Roman...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783257073836
PREIS 25,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

Ich habe geweint, ich habe gelacht und mich selbst so oft darin entdeckt- die Reise der Protagonistin war köstlich schmerzhaft mit vielen Denkanstößen für mich selbst.
Absolut lesenswert- vor allem für Mütter, die wieder sich selbst finden müssen. Auch für nicht weiblich gelesene Personen und Frauen ohne Kinder ein sehr empfehlenswertes Buch, einfach mal den Blickwinkel zu ändern.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, das ich wirklich schwer aus der Hand legen konnte.

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Dieser Roman liest sich teilweise etwas zäh, bringt aber ein sehr spannendes Thema zur Sprache. Philosphisch, erfunden und doch aus dem Leben gegriffen.

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‚Mit anderen Augen‘ ist ein toller Roman in dessen Mittelpunkt die Anfanf fünfzigjährige Tilda steht. Sie stellt eines Tages fest, dass ihre Hand unsichtbar geworden ist, weitere Körperteile verschwinden, Sie erhält die Diagnose ‚Unsichtbarkeit‘ In einer Selbsthilfegruppe lernt sie zahlreiche Frauen mit dieser Krankheit kennen, stellt aber schnell fest, dass die hoffnungslose Stimmung dort nicht zu ihr passt. Trotz großer Skepsis begibt sie sich bei Selma in Therapie und lernt u.a. Methoden der Meditation kennen. Auf einem langen, teils holprigen Weg findet sie zu sich selbst und zu Selbstliebe und kann so die als unheilbar geltende Krankheit überwinden und auch viele Frauen aus der Selbsthilfegruppe unterstützen auf ihrem Weg zu mehr Sichtbarkeit. Es ist ein witziges, teilweise nachdenklich stimmendes Buch mit einer tollen Hauptperson. Sehr empfehlenswert

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Wo ist denn der Finger hin???
Diese Frage muss sich Tilda Finch stellen und geht zur Ärztin. Diese diagnostiziert die Krankheit 'Unsichtbarkeit' - ein Gegenmittel gibt es nicht. Tilda wird also über kurz oder lang unsichtbar sein. Die Selbsthilfegruppe ist eher deprimierend, aber Tilda hat zum Glück gute Freundinnen. Sie will sich dem Schicksal nicht ergeben, recherchiert und daraus ergeben sich für sie auch schon mal schmerzhafte Erkenntnisse.
Wie werden wir von unserem Umfeld wahrgenommen? Wie sehen wir uns selbst?
Ernsthaft, aber auch mit Humor geschrieben.
Ein Lesevergnügen!

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Ein sehr inspirierendes Buch das ich wärmstens jeder Frau empfehlen werde! Sollte sich jede zu Herzen nehmen...

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Tilda ist eine erfolgreiche Unternehmerin. Sie scheint ihr Leben im Griff zu haben. Als sie feststellt, dass ihr ein Finger fehlt, ohne dass sie Schmerzen erleidet, ist sie erschrocken. Doch dies ist erst der Anfang, auch ihre Nase und ein Ohr verschwindet. Die Diagnose der Ärztin: Unsichtbarkeit. Ohne große Überzeugung sucht Tilda eine Selbsthilfegruppe auf und besucht auf anraten einer Freundin eine Therapeutin. Kann sie die Krankheit besiegen?
Das Thema mutet etwas kafkaesk an. Jedoch ist dieser Roman ganz anders. Einerseits humorvoll: ausgerechnet ein Blinder "sieht" Tilda. Wir werden Zeuginnen ihrer Auseinandersetzung mit PAULA = Programm Aller Unhinterfragten Langzeit-Automatismen. Wir spüren die Kraft weiblicher Solidarität, den Wert echter Freundschaft.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen: als Mutmacher, den eigenen Weg niemals aus den Augen zu verlieren, als unterhaltsame Lektüre, zum Nachdenken, zum Schmunzeln, als Selbsthilfebuch. Danke Jane Tara!

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Ein cleverer Schachzug von Jane Tara: Nicht selten hört man von Frauen, die im Alter unsichtbar für die Gesellschaft werden. Hier hat die Autorin das wörtlich genommen und hervorragend umgesetzt. Der gesamte Kontext stimmt. Die Protagonistin Tilda arbeitet in ihrer Firma mit positiven Lebensweisheiten und Sprüchen, die sie ein Leben begleiten, aber eigentlich nicht versteht. Herrlich. Mit viel Humor und der nötigen Prise Ernsthaftigkeit wird hier ein wiederkehrendes Thema so plakativ dargestellt, dass man sich schon selbst fragen muss, was kann ich tun, um am Ende nicht unsichtbar für mich selbst zu werden.

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Dieser Roman ist super. Im Mittelpunkt steht die 52 jährige Tilda, die eines Tages festellt, dass ein Finger an ihrer Hand unsichtbar ist. Von ihrer Ärztin erhält sie die Diagnose der Krankheit "Unsichtbarkeit". Bei Tilda werden immer mehr Körperteile unsichtbar. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie weitere Frauen mit dem gleichen Problem kennen. Tilda macht eine Therapie bei Selma und lernt verschiedene Methoden der Meditation kennen. Tilda kämpft und erkennt, dass sie die Krankheit mit Selbstliebe heilen kann. Nur wer sich selbst sieht, wird auch gesehen.
Tildas Weg ist steinig und schwer, aber sie kämpft und gewinnt.
Ein schönes Buch, ein interessantes Thema, alles sehr stimmig.

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Das mit Sicherheit beste Buch des Jahres!
Ein kraftvoller, berührender Roman, wie Frauen und ihr Tun als selbstverständlich betrachtet werden und daher einfach nicht mehr "gesehen" werden.

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Mit anderen Augen von Jane Tara hat mich mehr berührt, als ich zunächst erwartet hätte. Zu Beginn war ich unsicher, wohin die Reise geht – stellenweise wirkte das Buch fast wie ein Selbsthilferatgeber, und ich hatte kurz die Sorge, es würde zu sehr in Richtung einfacher Antworten gehen. Doch genau das passiert nicht.

Nach und nach entfaltet das Buch seine Stärke: Es zeigt eindrücklich, wie sehr Erfahrungen, Verletzungen und alte Muster dazu beitragen, dass Frauen sich selbst unsichtbar machen – oft ohne es bewusst zu merken. Dabei bleibt der Ton ruhig, reflektiert und überraschend ehrlich. Statt Schuldzuweisungen geht es um Verständnis, um Hinsehen und darum, die eigene innere Stimme ernst zu nehmen.

Besonders gefallen hat mir, wie feinfühlig Jane Tara beschreibt, wie innere Prägungen unser Verhalten beeinflussen und wie schwer, aber auch befreiend es sein kann, diese Muster zu hinterfragen. Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken, und begleitet einen noch lange über die letzte Seite hinaus.

Ein sehr starkes, kluges Buch, das Mut macht, sich selbst bewusster wahrzunehmen und den eigenen Blick neu auszurichten. Ich empfehle es sehr gerne weiter.

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Man muss sich selbst sehen, um gesehen zu werden
Die zweiundfünfzigjährige Tilda muss plötzlich feststellen, dass Körperteile von ihr verschwinden und sie mehr und mehr unsichtbar wird. Bei ihrer Ärztin erfährt sie, dass viele Frauen in reiferem Alter daran leiden und es unheilbar sei. Aber damit will sich Tilda nicht abfinden. Sie kämpft auf verschiedenen Arten gegen die Krankheit an: mit einer Selbsthilfegruppe, mit Therapie und mit Meditation. Doch sie sieht erst dann kleine Erfolge, als sie lernt, ihre innere Stimme, die sie immer kleinmacht, zu hören und zu korrigieren und sie sich selbst lieben lernt.
Man könnte das Buch als Selbsthilfebuch bezeichnen, weil es einen dazu anregt, über sein Verhältnis zu sich selbst nachzudenken. Damit wird man diesem Buch aber nicht gerecht. Es ist so viel mehr. Witzig und unterhaltsam, sehr sensibel und einfühlsam geschrieben und ungemein bewegend. Tilda ist mir als Hauptprotagonistin sofort ans Herz gewachsen. Und es zeigt, wie stark sich Frauen unterstützen und stärken können. Ein absolutes Wohlfühlbuch, das für mich ein Lesehighlight war.

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Die Australierin greift in dem Roman ein Thema auf, dass viele Frauen, soger vor 50 bewegt. Werde ich gesehen!
Aus den Schlagwort unsichtbar nach den Wechseljahren kreiert,Jane Tara eine Krankheit bei der frau nun sprichwörtlich Körperteile verliert. Wie bei jeder Krankheit geht es nun darum, wie gehe ich als Betroffene damit um, wem sage ich es, wie gehen Freunde und Familie damit um.
Die Ärztin, die Therapeutin und die Selbsthilfegruppe tritt auf. Die fehlende genderorientierte Medizin, die sich nur selbstbemitleidende Gruppe kommen hier schlecht weg, nur die Therapeutin, selbst ein Werbeschild für Sichtbarkeit, changierend zwischen Neuropsychologie und Esoterik kommt gut weg..Viele Kapitelzitate und einige Ideen im Text zum Thema "sich selbst sehen und gesehen werden" mag frau sich gerne unterstreichen. Insgesamt aber wird mit zu vielen Plattheiten und Klischees gearbeitet, als dass der Roman zu einem wichtigen Thema wirklich befridigen könnte.

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Ein wundervolles Buch!
Viele Frauen sind in der Gesellschaft von Unsichtbarkeit betroffen. Durch dieses Buch wird das Problem deutlich sichtbar.
Einfühlsam und stark!

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Eine wunderbare Parabel über das Frau sein...immer Alles geben und dann nichts mehr zählen..und die grösste Kritikerin...uns selbst..
In dieser Geschichte wird das Unsichtbarsein in der Gesellschaft Wirklichkeit, und nur eine nimmt den Kampf auf das wieder umzukehren. Mit der Hilfe toller Freundinnen u8nd einem ganz neuen Blick.

5 stars
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Mit anderen Augen
von Jane Tara

Habe ich mich aus den Augen verloren im alltäglichen Trott? Werde ich als Person noch wahrgenommen oder nur noch in meiner Funktion?
Diese oder ähnliche Fragen stellen sich die allermeisten Menschen irgendwann im mittleren Alter. Soweit so gut. Was Jane Tara daraus gemacht hat ist schon cool. Witzig, spritzig und auch klug erzählt sie von der Diagnose Unsichtbarkeit.
Dieses Buch werde ich sehr gerne empfehlen!

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Ein ermutigender Roman über weibliche Identität
Klug und voller Komik – das wird Ihr neues Lieblingsbuch



Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.



Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine

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Weibliche Unsichtbarkeit: Origineller Debütroman


Tilda Finch, 52 Jahre alt, geschieden, Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und eine erfolgreiche Unternehmerin, kann es nicht glauben: Eines Tages ist plötzlich ihr kleiner Finger verschwunden. Als auch eines ihrer Ohren nicht mehr zu sehen ist, geht sie zu ihrer Hausärztin, die ihr diagnostiziert: sie leidet an Unsichtbarkeit. Eine Krankheit, die vorwiegend Frauen ab 50 Jahren betrifft - und die zu Tildas Entsetzen nicht heilbar ist.
Doch zum Glück hat Tilda zwei beste Freundinnen, die ihr zur Seite stehen und sie ermutigen, gegen ihr Schicksal anzukämpfen. Anfangs widerwillig, geht Tilda zu einer Selbsthilfegruppe und einer Therapeutin, beginnt zu meditieren ... und tatsächlich beginnt sie, sich selbst und die Welt mit anderen Augen zu betrachten.

„Tilda ließ das Buch sinken und dachte darüber nach, wie sie sich der Welt präsentierte. Sie strahlte Gelassenheit aus, wirkte selbstbewusst und erfolgreich. Und doch hatte sie sich hinter verschlossenen Türen mit einer Beziehung arrangiert, die sie schon seit Jahren als destruktiv erkannt und die Stück für Stück ihr Selbstwertgefühl untergraben hatte. Der Grund, dass sie diesem Mann eine so entscheidende Rolle in ihrem Leben eingeräumt hatte, lag darin, dass sie überzeugt war, nichts Besseres zu verdienen. Sie glaubte nicht, dass sie einen Mann verdiente, der sich klar für sie entschied, der immer da war und sie wirklich liebte. Mit Entsetzen stellte Tilda fest, dass sie sich jahrelang darum gesorgt hatte, wie Tom sie wohl sah, aber nie darum, wie sie selbst sich sah. Sie hatte nicht auf ihre eigenen Bedürfnisse geachtet. Sich nie Zeit für sich genommen. Ihre Sehnsucht nach kreativem Ausdruck ignoriert. Den Krieg in ihrem Kopf nicht beachtet. Für Tom hatte sie ihre Seele entkernt, aber ihm war das trotzdem nicht genug. Er hatte sein Desinteresse auf tausend verschiedene Weisen gezeigt, aber seine Meinung von ihr war ihr trotzdem so wichtig geblieben, dass sie ihre eigene aus dem Blick verloren hatte. Sie hatte sich selbst aus dem Blick verloren.“

Die Idee des Romans hatte mich sofort begeistert, auch wenn sie sich für manche*n absurd anhören mag. Aber ist es nicht so, dass wir Frauen (besonders ab einem gewissen Alter), oft übersehen, nicht gesehen werden?
Jane Tara hat dieses Thema hier in einer wirklich fantasievollen und schönen Geschichte gepackt, ein wahres Lesevergnügen!
Sehr gut gefallen haben mir auch die Zitate zu Beginn der Kapitel, die sich viel um das Thema „gesehen werden“ bzw. „sich selbst sehen“ drehen.

Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich: Der Roman ist teilweise leider recht klischeebeladen, manche Entwicklungen waren recht vorhersehbar für mich. Der Schreibstil von Jane Tara gefällt mir aber ausgesprochen gut.

Insgesamt ist „Mit anderen Augen“ ein wirklich kluger, inspirierender Roman mit dem richtigen Mix aus Humor und Tiefe. Ich empfehle ihn allen Frauen, denn: Wir müssen uns selbst sehen, um gesehen zu werden!

Vielen Dank an den Diogenes Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

4 stars
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Sehen und gesehen werden

„Nichts wird sich jemals ändern, wenn man sich nicht selbst ändert“

Obiges Zitat kann man auch als Quintessenz des Buches sehen. Denn welche Frau fühlt sich nicht manchmal übersehen, unsichtbar? Die australische Autorin Jane Tara lässt ihre Protagonistin Tilda, die Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und von ihrem Mann verlassen ist, an Unsichtbarkeit erkranken. Es beginnt mit einem fehlenden Finger, geht weiter mit einem Ohr und dem Hals … Ihre Ärztin bezeichnet das als unheilbare Krankheit und empfiehlt ihr eine Selbsthilfegruppe. Dort trifft die Fotografin auf Frauen, bei denen eine gar nicht mehr zu sehen ist. In der Gruppe wird gejammert und geklagt. Doch Tilda findet eine Therapeutin, die sie überzeugt, dass es Heilung gibt – die dann tatsächlich eintritt. Während die Leiterin der Selbsthilfegruppe plötzlich völlig von der Bildschirmfläche verschwindet, werden die Teilnehmerinnen der Gruppe zu Freundinnen, die gemeinsam füreinander einstehen, kämpfen und nach und nach wieder sichtbar werden.

Dieses Buch ist nicht nur ein märchenhafter Roman, sondern auch ein psychologischer Ratgeber mit bewährten Rezepten und vielen guten Ideen. Er enthält auch ein wenig Liebe, doch Selbstliebe und Freundschaft stehen eindeutig im Vordergrund.

Das erste Drittel empfand ich als spannend und nachdenklich machend – wie ein Blick in den Spiegel. Als es um Meditation ging, musste ich aussteigen, da mir diese Erfahrungen fehlen. Dass die Autorin vor allem auf deren Wirksamkeit hinweisen will, erfuhr ich erst im Nachwort. Im letzten Drittel fand ich manches übertrieben. Doch geblieben sind die positive Grundeinstellung zu sich selbst, dem Leben an sich und dem Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Jedes der 66 Kapitel beginnt mit einem aussagekräftigen Zitat, wie beispielsweise

„Im Grunde geht es nur um eine veränderte Sicht auf die Dinge“

Fazit: Lesenswert!

4 stars
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Tilda ist geschockt als sie die Diagonose "Unsichtbarkeit" erhält. Ziemlich häufig bei Frauen über 50 und doch hat sie noch nie vorher davon gehört. Während ihre Ärztin und die Selbsthilfegruppe ihr mitteilen, dass dieser Prozess leider weiter fortschreitet und auf keinen Fall reversibel ist, beschließt Tilda, das einfach nicht hinzunehmen. Mit Hilfe ihrer Freundinnen und einer anerkannten Therapeutin auf dem Gebiet, macht sich Tilda auf eine abenteuerreiche Reise: eine Reise zu sich selbst.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn es mit einigen Praktikten gefüllt ist, die Tilda am Anfang des Buchs als Eso-Kram abegtan hätte, hat man nie das Gefühl, dass es abgehoben oder bekehrend wirken soll. Tilda findet einfach nur einen guten Weg, sich mit sich selbst anzufreunden, auf ihre Bedürfnisse zu hören und einfach netter zu sich zu sein. Mit Hilfe ihrer Freundinnen, Töchter, anderer wunderbarer Frauen und vor allem durch sich selbst findet Tilda eine neue Weltsicht/Eigensicht. Eine inspirierende Geschichte über den Mut zur Veränderung und die Kraft der Gedanken. Und über die Stärke von weiblichen Freundschaften. Hat mir ganz wunderbar gefallen. Bitte nicht vom öden Cover abschrecken lassen!

5 stars
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Ich war von der Beschreibung des Plots wirklich angetan und habe mit großer Vorfreude angefangen den Roman von Jane Tara zu lesen. Und dann zieht es sich so dahin und zieht sich und zieht sich.
Dass es vor allem Ftauen trifft, mit fortschreitendem Leben (Alter) immer unsichtbarer zu werden ist ein Phänomen, dass sich nicht leugnen lässt, der Umgang mit dem Phänomen ist allerdings und hoffentlich breiter angelegt, als Jane Tara es macht.
Ja, der Roman hat durchaus sehr humorvolle, ja, witzige Momente (z.B. die Besuche der drei Damen zum Whiskygenuss in der Bar), die vielen "flachen" Seiten des Romans werden hierdurch allerdings nicht aufgefangen.
Die Krönung ist allerdings die Liäson mit dem fast blinden Musiker, der sich dann auch noch als Schöpfer einer überaus erfolgreichen Meditations-App (wie überaus nützlich) entpuppt.
Ein spannendes Thema, dass mehr seriöse Aufmerksamkeit verdient.

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„Ich brauche niemanden, der mein Leben vervollständigt. Die tiefste Beziehung, die wir jemals führen werden, ist die Beziehung mit uns selbst.“
Die Geschichte von der australischen Autorin Jane Tara handelt von einer Frau, die viele Rollen im Leben hat. Sie ist Ehefrau, Mutter, Freundin, Unternehmerin. Doch eines Tages beginnt sie, unsichtbar zu werden. Dieses „Unsichtbarwerden“ steht auch symbolisch dafür, wie Frauen sich selbst im Alltag verlieren können. Im Laufe der Geschichte begleitet man die Protagonistin auf ihrem Weg. Sie versucht zu verstehen, wer sie wirklich ist und welchen Platz sie im Leben hat. Dabei geht es um Themen wie Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit und die Beziehung zu sich selbst. Beim Lesen denkt man zwangsläufig über sein eigenes Leben nach. Das Buch ist kein spannender Action-Roman. Es ist eher ruhig, nachdenklich und sehr auf die inneren Gedanken der Hauptfigur fokussiert. Deshalb ist es nicht immer kurzweilig, aber trotzdem interessant und solide geschrieben. Für mich ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregt und das ich absolut empfehlen kann.

4 stars
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Unsichtbarkeit

Morbus Invisibilis. Eine Unsichtbarkeitserkrankung wird Tilda diagnostiziert. Wie kommt es dazu? Eines Tages sieht sie ihren kleinen Finger nicht mehr, es folgen Nase und ein Ohr.

Dass Frauen ab einem bestimmten Alter, das durchaus variabel ist, sich nicht mehr gesehen fühlen, dürfte jedem bekannt sein. Egal, ob es einen selber betrifft oder ob man so manches Gespräch mitverfolgt, dieses Phänomen ist allgegenwärtig und hauptsächlich sind es Frauen, die mit sich und der Welt hadern. Es ist fühlbar, nicht mit Händen zu greifen.

Tilda jedoch sind gut sichtbar bzw. eben nicht mehr sichtbar einige Körperteile beim Blick in den Spiegel abhanden gekommen. Ein Szenario, dem Jane Tara sich hier annimmt. Tilda hat mit Freunden ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, ihre Zwillingstöchter gehen ihren eigenen Weg, auch ist sie kreativ unterwegs – sie hätte also keinen Grund, sich zu beklagen. Und doch fehlt etwas in ihrem Leben. Zudem ist sie selbstkritisch, ihr Selbstwert ist angekratzt, man könnte durchaus meinen, das Ich, die Selbstliebe, die Zufriedenheit mit sich selbst ist irgendwann verloren gegangen.

Sind wir nicht alle ein wenig Tilda? Rennen dem äußeren Schein nach, denken an jeden, wollen es allen recht machen, trainieren uns verbissen jedes vermeintlich überflüssige Gramm ab, wollen perfekt sein in den Augen der anderen. Und vergessen dabei uns selbst.

Jane Tara hält uns den Spiegel vor, ihre Tilda ist direkt aus dem Leben gegriffen. Eine ganz normale Frau, die funktioniert. Mit ihren 52 Jahren ist sie nicht mehr jung, aber alt ist sie noch lange nicht, sie steht mit beiden Beinen im Leben. „Mit anderen Augen“ ist klug, ist witzig, ist originell und unterhaltsam. Sichtbarkeit fängt immer bei uns selbst an, der blinde Patrick, der urplötzlich in Tildas Leben drängt, macht es vor. Ein Buch, dessen Botschaft als Metapher der sichtbaren Unsichtbarkeit daherkommt, zuweilen etwas zu ausführlich ins Detail gehend, aber dennoch gut nachvollziehbar.

Mein Schlusswort gebe ich an Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ weiter, der auch im Buch – wie viele andere, den Kapiteln vorangestellten, sinnigen Sprüchen – mit einfließt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

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gesehen werden

„Wie kann es sein, dass überall auf der Welt Frauen verschwinden und niemand was dagegen unternimmt?“ – Mit dieser Frage und noch vielen weiteren beschäftigt sich der Roman auf kreative Weise, teilweise mit Humor und einem Augenzwinkern, aber es sind durchwegs auch ernstere Töne dabei und Fragen, die zum Nachdenken und Reflektieren anregen, vielleicht sogar auch einen Anstoß für Veränderungen geben.
Tilda ist 52 Jahre alt, geschieden, hat zwei erwachsene Töchter und ist beruflich mit ihrem eigenen Unternehmen erfolgreich unterwegs. Eines Tages bemerkt sie, wie plötzlich ihr kleiner Finger, dann ihr Ohr, ihre Nase und mit der Zeit weitere Körperteile von ihr verschwinden. Bei ihr wird die Unsichtbarkeitserkrankung – Morbus Invisibilis – diagnostiziert, die vor allem ältere Frauen betrifft. Zuerst fühlt sich Tilda von ihrem langsamen Verschwinden überfordert, ist wütend, will sich noch weiter verstecken, aber durch die Hilfe ihrer besten Freundin Leith und mit therapeutischer Unterstützung beginnt sie hart an sich und ihrer Einstellung und an ihrer Sichtweise über sich selbst zu arbeiten. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie weitere Betroffene kennen und es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Frauen mit ihrer Unsichtbarkeit umgehen, teilweise sogar Vorteile darin sehen. Alle Frauen haben ihre eigene Lebensgeschichte und ihre Probleme zu tragen, aber eines haben sie gemeinsam: Sie werden von der Gesellschaft nicht mehr gesehen, nicht mehr wahrgenommen, weil sie auch selbst nicht gut zu sich sind.
Mir gefällt die positive Grundstimmung, trotz der ernsten Themen, die Veränderungen in Gang setzt. Auch wenn jede Frau selbst entscheiden muss, was sie machen möchte und was ihr guttut. Der Ansatz, dass es einen emotionalen, tiefsitzenden Konflikt oder Grund für das Verschwinden geben muss, zeigt auf der anderen Seite auch, dass man diesen überwinden und selbst wieder gestärkt aus der Situation hervorkommen kann. Wichtig ist auch die intensive Beschäftigung mit sich selbst und das neu kennenlernen, was man wirklich möchte und was mich als Person ausmacht, nicht wie andere mich haben möchten oder wie andere das sehen.
Tilda stellt sich mutig ihrer Vergangenheit, ihrer Geschichte mit ihrem verstorbenen Vater, die sie neu schreibt, sie hat Unterstützung von lieben Menschen, die immer zu ihr stehen und sie entwickelt eine Energie, die viele weitere positive Effekte auslöst. Schön finde ich, dass sie sich wieder mehr mit Dingen beschäftigt, die ihr Freude bereiten und die sie gerne macht und zudem auch noch als Vorbild und Unterstützung für viele betroffene Frauen wirkt. Man merkt auch die Kraft, die entsteht, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen, diese nimmt eine außergewöhnliche Stärke an. Den Schluss habe ich besonders schön empfunden und alle vorkommenden Frauen wirken viel präsenter und sind nicht mehr zu übersehen.

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Originelle Idee trifft auf moderne feministische Reflektion der Frauenrolle und ergibt einen Pointenreichen, unterhaltsamen Entwicklungsroman, der zum Nachdenken anregt.

Wir lernen Tilda kennen, die eines Tages ihren kleinen Finger nicht mehr sehen kann, obwohl er noch da ist und funktioniert. Als sie zu einer Ärztin geht, ist diese erschüttert. Sie leide an der wenig erforschten Erkrankung der Unsichtbarkeit, die hauptsächlich Frauen mittleren Alters betrifft. Weitere Körperteile würden nach und nach verschwinden, bis sie eines Tages völlig unsichtbar sei. Der Schock ist groß und ihre Töchter sind erschüttert. Ihre beste Freundin Leith versucht, sie an eine umstrittene Heilerin zu vermitteln, die Ärztin schickt sie in eine Selbsthilfegruppe. Aber Tilda, der allmählich auch die Ohren, Nase und Arme verloren zu gehen scheinen, will nicht aufgeben und versucht, ihr Leben umzukrempeln.

Dass sie dabei die Bekanntschaft des Blinden Patrick macht, der sie ohnehin nicht sehen, nur hören und erfühlen kann, überfordert sie zunächst. Letztlich ist es nach einer unschönen Scheidung aber genau das, was sie braucht, um einen neuen Blick auf sich selbst und ihr Leben zu bekommen.

Mit reichlich Pointen und durchaus auch mal Schwarzem Humor nimmt uns die Autorin mit auf eine Reise zu sich selbst, die aufzeigt, wie sehr Frauen schon in der Familie in bestimmt Rollen gepresst und mit Erwartungshaltungen konfrontiert werden, die sie später internalisieren und so selbst zu ihren schlimmsten nörgelnden Kritikerinnen werden.

Ausgesprochen abwechslungsreich und sehr zu empfehlen.

Aus dem Englischen von Tanja Handels, Diogenes 2026

4 stars
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Als Tilda entdeckt, dass ihr kleiner Finger unsichtbar geworden ist, bringt das ihre Welt durcheinander. Ihre Ärztin teilt ihr mit, dass es oft vorkommt, dass Frauen ab einem gewissen Alter unsichtbar werden und dass es leider keine Heilung dafür gibt. Damit will sich Tilda jedoch nicht zufrieden geben. Sie kämpft sich zurück in die Sichtbarkeit. Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber. Frauen ab 50 Jahren existieren weiterhin.

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Ich sehe was, was du nicht siehst und das bin ich.
Morbus invisibilis – die Unsichtsbarkeits-Krankheit.
Davon ist Tilda betroffen, aber gefühlt die Mehrheit der Frauen ab fünfzig. Sie werden nicht mehr wahrgenommen und übersehen. Bei Tilda äußert sich das ganz konkret: Ein Finger fehlt ihr plötzlich, ein Ohr, die Nase. So erzählt diese Geschichte eine tragikomische Metapher vom Verschwinden. Tilda ist attraktiv, erfolgreich als Fotografin und mit einer Grafikfirma, versteht sich bestens mit ihren erwachsenen Töchtern und ist gut aufgehoben im Kreise ihrer Freundinnen. Aber sie alle können bei ihrem langsamen Verschwinden zusehen und mitleiden. Tilda beginnt mit Hilfe einer einzigartigen Therapeutin auf diesem Gebiet nach den Gründen zu forschen. Sie begibt sich auf eine sehr schmerzhafte Reise nach innen, in eine Spirale, die sie auf den Grund ihrer mangelnden Selbsterkenntnis und Selbstwahrnehmung führt. Verletzungen in der Kindheit und in der gescheiterten Ehe. Sie lernt, sich selbst zu sehen, sich selbst wahrzunehmen. Schön wie sie ist, mit allen Schwächen und Stärken. Und tatsächlich kehren Finger, Ohr und Nase zurück. Dass sie sich in einen Blinden verliebt, ist erst eine zweifelhafte Ironie des Schicksals und dann eine bewusste Entscheidung. Ein großartiges Märchen unserer Zeit, sehr spannend und berührend erzählt.

5 stars
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Es gibt keine Zufälle im Leben. Der Klappentext hatte mich angesprochen, weil ich die Unsichtbarkeit von Frauen aus dem Alltag kenne und die Idee des Romans so klug fand.

Tilda ist 52 Jahre alt, was ist sehr erfrischend fand. Eines Tages ist ihr kleiner Finger unsichtbar, woraufhin ihr ihre Ärztin Unsichtbarkeit diagnostiziert. Das blöde an der Sache ist, es gibt natürlich keine Forschungsgelder und daher auch keine Mittel dagegen. Aufgeben und die Unsichtbarkeit scheinen die einzige Option zu sein, oder?

Zum Glück erlebt Tilda einiges, was ihren Weg und ihre Sicht auf alles Stück für Stück verändert. Ich möchte wirklich nicht ins Detail gehen, da ich die Reise und Entdeckungen dabei mit Tilda sehr genossen habe. Die Zitate zu Beginn der Kapitel, die hilfreichen Tipps durch diverse charmante Nebencharaktere und zuletzt Tildas unschlagbarer Humor haben diesen Roman wirklich rund gemacht. Klare Leseempfehlung!

Spannend ist allerdings, dass ich durch den Roman selbst dazu inspiriert wurde meine Meditationspraxis wieder aufzugreifen. Was Tilda mit 52 erlebt, habe ich bereits mit Mitta 20 durchgespielt. Ganz ohne die Diagnose "Unsichtbarkeit". Hoffentlich erweckt die Geschichte neue Blickwinkel bei ganz vielen Menschen.

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Tilda fühlt sich einsam, unsichtbar und das nicht seit kurzer Zeit. Ihr Mann hat sie für eine Neue verlassen, ihre Kinder sind groß und nun bleibt ihr so gut wie nichts mehr übrig. Und dann plötzlich eines Tages verschwinden Körperteile von ihr. Die Diagnose: Unsichtbarkeit. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Nun muss Tilda einen Weg finden diese Krankheit zu besiegen, nicht nur für ihre Kinder sonder vor allem für sich selbst.
Wir begleiten sie auf allen Etappen ihrer Krankheit und wie sie lernt sich wieder selbst so anzunehmen wie sie ist.
Diese Geschichte ist einzigartig und bringt einen wirklich zum Nachdenken. Ein Buch das behandelt, wie sich Frauen oft einfach fühlen: unsichtbar und nicht wahrgenommen.
Das ist ein Buch das jede Frau einmal gelesen haben sollte!

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"Mit anderen Augen" von Jane Tara ist ein Buch, das mich absolut fasziniert hat!

Als Tilda am Rechner sitzt, glaubt sie ihren Augen nicht zu trauen: Ihr kleiner Finger ist verschwunden, sie kann ihn fühlen, aber nicht mehr sehen. Kurze Zeit später ist ein Ohr nicht mehr zu sehen, danach ihre Nase. Sie geht zu ihrer Ärztin und bekommt die Diagnose Unsichtbarkeit und eine nicht gerade aufmunternde Prognose. Bei Frauen jenseits der 50 wäre dieses Phänomen weit verbreitet und auch nicht heilbar. Tilda geht zu einer Selbsthilfegruppe, die anderen Teilnehmerinnen reduzieren sich aber auf Jammern und Hoffnungslosigkeit. Tilda will ihre Unsichtbarkeit bekämpfen und begibt sich auf eine Reise zu sich selbst.

Ich habe mir noch nie in einem Buch so viele Stellen markiert wie in diesem. Jedes einzelne der insgesamt 66 Kapitel ist mit einem Zitat von den unterschiedlichsten Menschen aus unterschiedlichen Zeiten überschrieben, eines besser als das andere! Trotz der zum Teil sehr humorigen Schreibweise versteht es Jane Tara viel tiefer zu gehen. Ich war mit Tilda geschockt, verzweifelt, aber auch wütend. Ich konnte sie auf ihrem Weg begleiten und ihre Auseinandersetzung mit ihrer PAULA verfolgen . PAULA ist das Unterbewusstsein, einer Datenbank aus Informationen, die im Lauf des Lebens gesammelt wurden. PAULA ist anstrengend und nimmt alles wörtlich! Jane Tara zeigt auf, dass Frauen sich selbst und ihre Meinung ernst nehmen sollen, sich selbst so zu akzeptieren wie sie sind und aus festgelegten Mustern auszubrechen. Obwohl im Roman viel Weisheit enthalten ist, wird er nie langweilig und ist spannend zu lesen.

Tara hat einen Roman geschrieben, der inspiriert! Frauen können verhindern im Alter ab 50 unsichtbar zu werden, die innere Einstellung zu sich selbst muss allerdings passen. Es lohnt sich durchaus, sich mit der eigenen PAULA auseinanderzusetzen.

Mir wird dieser Roman lange im Gedächtnis bleiben und ich werde sicher noch mehrmals hineinlesen. Ein Roman, der mich fasziniert hat und den ich sehr gerne empfehle, besonders an Frauen jenseits der 50! Überzeugte 5 Sterne für dieses großartige Werk, für mich ein weiteres Jahreshighlight!

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Tilda Finchs Geschichte hat mich tief berührt. Die Prämisse, dass ihr Körper Stück für Stück verschwindet, ist auf den ersten Blick surreal, entfaltet aber schnell eine starke metaphorische Kraft. Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Was mir besonders gefällt, ist, wie der Roman das sichtbar machen und Unsichtbar werden als existenzielle Frage verhandelt nicht nur körperlich, sondern sozial und emotional. Tilda kämpft nicht nur gegen eine medizinische Bedrohung, sie wehrt sich gegen das Ausradiert werden als Mutter, Unternehmerin und Freundin. Die Figuren um Tilda sind warm gezeichnet und geben dem Text Halt, sodass die Bedrohung umso schärfer wirkt. Insgesamt aber ist das ein kluges, feminines Buch über Identität, Sichtbarkeit und die Frage, was von uns bleibt, wenn die Welt uns nicht mehr wahrnimmt. Für Leser, die emotionale Tiefe und originelle Metaphern schätzen, ist Tildas Geschichte eine lohnende, nachdenkliche Lektüre.

5 stars
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"Wir können die Dinge nicht sehen, wie sie sind, denn unsere Natur zwingt uns dazu, sie nur so zu sehen, wie wir sind. Uns selbst werden wir niemals los."

Vorwort

Tja, doch irgendwie verliert Tilda sich gerade selbst. Erst kann sie ihren kleinen Finger nicht mehr sehen, dann verschwinden nach und nach andere Körperteile. Die Diagnose ist niederschmetternd: Beginnende Unsichtbarkeit, kann bis zur völligen Unsichtbarkeit führen, unheilbar.

Tilda ist nicht bereit, das hinzunehmen und beschließt, gegen diese Krankheit anzukämpfen.

Wow, was für ein Buch! Überzeichnet beschreibt die Autorin, was Frauen ab Mitte 40 erleben. Man wird bei Beförderungen übersehen, kann beim jungen Barkeeper nicht mehr bestellen, weil er einfach nicht mehr auf einen reagiert, ... Alltag bei alternden Frauen.

Bei ihrem Heilungsprozess unterstützt Tilda eine Expertin, die selbst ihre Unsichtbarkeit besiegt hat. Und sie besucht eine Selbsthilfegruppe, die sich wohl eher Selbstmitleidgruppe nennen sollte. All diese wunderbaren Frauen dort haben etwas Einschneidendes erlebt, bei dem sie das Gefühl hatten, nicht mehr sichtbar zu sein - oder sich unsichtbar machen zu wollen. Tilda findet dort einige wunderbare neue Freundinnen, die sich gegenseitig unterstützen.

Tilda beginnt, Dinge anders zu machen, anders zu sehen, und startet ihre eigene "Eat-Pray-Love"-Reise. Sie feiert sich, ihre Freundinnen, beginnt mit Meditation, bucht ein Schweige-Retreat und lernt den wundervollen Patrick kennen, der sie trotz seiner fast völligen Blindheit wirklich sehen kann.

Dabei kämpft sie gegen PAULA (Programm Aller Unhinterfragten Langzeit-Automatismen), die Glaubenssätze, die sie schon ihr ganzes Leben begleiten - wie jeden von uns. Schmerzhaft wird sie sich ihrer Ängste und ihres verschobenen Selbstbildes bewusst.

Was sie damit startet, ist ein wunderbarer, faszinierender und heilsamer Weg für mehr Selbstwert, Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit. Dabei lernt sie, dass es viel wichtiger ist, wie man sich selbst sieht als wie man von anderen gesehen wird.

Ich bin kein großer Fan der Bezeichnung "Must-Read", denn jeder sollte selbst für sich entscheiden, womit er seine (Lese-)Zeit verbringt. Bei diesem Buch aber liegt mir dieses Wort tatsächlich auf der Zunge. Ein Roman, den es auf Krankenschein geben sollte!

Fazit:

Ein Plädoyer für mehr Selbstwert, Sichtbarkeit, Selbstwirksamkeit und die wunderbare, kraftvolle Energie, die Frauen gemeinsam entfesseln können.

5 stars
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"Mit anderen Augen" ist ein echter Schatz, den man (besten) Freundinnen schenken kann. Die Geschichte wirkt verrückt, doch die Autorin zieht das Gedankenexperiment durch & macht damit so deutlich, was viele Frauen in diesem Alter fühlen. Dieser Roman bringt Mut & Zuversicht mit sich.
Dieses Buch ist eine echte Freundin mit Sätzen & Zitaten, die man sich markiert, die man im Herzen trägt & mitnimmt, die sichtbar machen. Die Charaktere sind alle ganz fantastisch gezeichnet. Man vermisst sie sehr, wenn das Buch ausgelesen ist. Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen & empfehle es von Herzen weiter, denn ich wünsche jeder Frau, dass sie gesehen wird!

5 stars
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3 stars

Ein Frau über 50 wird unsichtbar.

Zuerst bemerkt Tilda, das einer ihrer kleinen Finger plötzlich unsichtbar geworden ist. Später verschwinden ein Ohr und die Nase.

Kurz darauf bestätigt ihr auch ihre Hausärztin die Diagnose: Tilda leidet an Unsichtbarkeit im 2. Stadium. Heilung scheint ausgeschlossen.

Tilda stellt sich der Diagnose und nimmt erst zögerlich, dann zunehmend aktiv den Kampf gegen die Krankheit auf. Dabei stärken ihr vor allem ihre Freundinnen den Rücken.

Die Geschichte, die von der Autorin hier erzählt wird, ist amüsant, ernst, absurd, ernüchternd und hoffnungsvoll gleichermaßen.

Ich hatte viel Freude an der Lektüre. Allerdings musste ich doch im letzten Drittel immer öfter mit den Augen rollen. Es wurde mir ab irgend einen Punkt alles zu schön, zu positiv, zu … eben von allem irgendwie zu dick aufgetragen.

Alles in allem hat sich die Autorin hier aber einem wichtigen Thema auf sehr kreative Art und angenehm zu lesende Weise gestellt.

Wer viel Happy End verträgt, wird mit diesem Buch eine schöne Zeit haben.

3 stars
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4 stars

Wer sieht mich?

Was, wenn plötzlich Teile von dir verschwinden? Du unsichtbar wirst?

So ergeht es Tilda. Erst wird der kleine Finger unsichtbar, dann die Nase… Und dann? Was, wenn alles weg ist? Ohne große Umwege, ohne eine lange Vorgeschichte erleben wir, wie es beginnt. Absurd und doch fühlt es sich gleichzeitig erschreckend nachvollziehbar an.

Was zunächst wie ein seltsamer medizinischer Fall wirkt, hier "Morbus Invisibilis" genannt, entwickelt sich für mich schnell zu etwas ganz anderem. Ein Spiegel für unsere Gesellschaft. Etwas, das viele Frauen erleben, dieses langsame Gefühl, übersehen zu werden. Im Alltag, im Job, in Beziehungen. In einer Gesellschaft, die sich oft an die Jugend und Schönheit wendet.

Wir begleiten Tilda dabei, wie sie erst wundert und nicht einordnen kann, dann versteht und schließlich anfängt, dagegen anzukämpfen. Es geht jedoch nicht um große Wendungen, sondern um innere Prozesse. Das Hinterfragen eigener Muster. Das hat für mich stellenweise etwas Inspirierendes, ist mir manchmal aber doch auch etwas zu belehrend.

Einerseits finde ich viele Gedanken absolut stimmig und wichtig. Andererseits wirkt manches auf mich etwas zu glatt, fast ein wenig zu plakativ. Vieles war ein bisschen vorhersehbar.

Doch auch wenn das Thema schwer ist, verliert die Geschichte ihren Humor nicht. Das lockert vieles auf. Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett gepackt. Es liest sich flüssig und ist durchaus unterhaltsam, aber der Funke ist bei mir nicht ganz übergesprungen. Vielleicht, weil mir an manchen Stellen die Tiefe fehlt.

Dennoch bleibt es für mich eine spannende Idee. Die Unsichtbarkeit als Metapher für gesellschaftliche Strukturen und Selbstwahrnehmung.

ISBN: 978-3257073836
Autorin: Jane Tara
Verlag: Diogenes
ET: 22.04.26
Umfang: 496 Seiten

4 stars
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Dieses Buch klang von der Beschreibung her so spannend: eine Parabel auf das "Unsichtbar-Werden" von Frauen irgendwann in den Wechseljahren, von dem mir schon so oft berichtet worden ist. Wie unangenehm es sei, auf einmal speziell von Männern, aber auch sonst in der Welt, kaum mehr wahrgenommen zu werden, weniger berufliche Chancen zu haben, übergangen zu werden.

Jane Tara treibt diesen Gedanken auf die Spitze: ihre Romanheldin Tilda, Anfang 50, Mutter zweier erwachsen werdender Mädchen, wird tatsächlich unsichtbar: beginnend mit einem Ohr oder einem Finger sind immer mehr Körperteile nicht mehr optisch wahrnehmbar, auch wenn sie sie immer noch spüren und verwenden kann. Sie sucht Rat bei ihrer Gynäkologin, mit der sie gleichzeitig auch eine freundschaftliche Verbindung hat und diese berichtet, dass es tatsächlich schon einige Betroffene gäbe, aber zu dem Thema, wie bei vielen speziell Frauen betreffenden Gesundheitsthemen, wenig geforscht werde, weil wenig Mittel dafür zur Verfügung ständen.

Diese Kurzbeschreibung der ersten Kapitel zeigt schon: hier geht es in vielerlei Hinsicht um starke Gesellschaftskritik und was das angeht, hat mir das Buch auch sehr gut gefallen und vermittelt es wichtig Botschaften und macht diese sichtbar.

Geschrieben ist es auf eine leicht-locker-humorvolle Art, die sich angenehm liest. Dennoch bin ich emotional mit Tilda und auch den anderen Figuren im Roman nicht so richtig warm geworden, sie hatten für mich nicht die charakterliche Tiefe, die ich an Romanfiguren sehr schätze. Auch hat das Buch bei mir keinen Lesesog ausgelöst, sodass ich immer gespannt gewesen wäre, weiterzulesen.

Insgesamt vergebe ich also mittelmäßige drei Sterne für ein Buch mit einer tollen Idee und einer Umsetzung mit Stärken und Schwächen.

3 stars
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5 stars
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5 stars

Wenn Sie sich in diesem Buch wiedererkennen, wird es Zeit, etwas an ihrem Leben zu ändern! "Alles ist möglich." Werden Sie wieder sichtbar für andere!
Unbedingt lesen und ganz oft verschenken.

5 stars
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4 stars
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4 stars

„Mit anderen Augen“ von Jane Tara ist ein Buch, das leise daherkommt und mich trotzdem genau damit überzeugt hat. Es ist herrlich unaufgeregt erzählt, dabei aber immer wieder so humorvoll, dass ich oft schmunzeln musste. Gleichzeitig hat es mich an vielen Stellen zum Nachdenken angeregt, ohne dabei zu schwer zu wirken. Besonders mochte ich, dass jedes Kapitel mit einem Zitat beginnt. Insgesamt eine sehr schön und klug erzählte Geschichte, die mich bestimmt noch eine Weile begleitet.

4 stars
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Vorab: Dieses Buch ist eines meiner Highlights

Tilda und ihre Freundinnen haben mich zum lachen und nachdenken gebracht.

Tilda ist eine erfolgreiche Businessfrau mit zwei fast erwachsenen Töchtern. Sie ist geschieden und knabbert immer noch daran, dass ihr Ex-Mann sie verlassen hat. Als plötzlich ihr kleiner Finger und ein Ohr und dann auch die Nase verschwinden bzw. unsichtbar werden, stellt sie fest, dass es sehr viele Frauen gibt, die von dieser Krankheit betroffen sind. Vor allem Frauen sind davon betroffen und manche verschwinden ganz.

Ich fand die Geschichte großartig. Mit viel Humor und trotzdem mit ernsten Themen und ja mit viel Esoterik erzählt die Autorin über die Probleme von Frauen, die sich und ihre Bedürfnisse nicht ernst genug nehmen und sich nicht zeigen wollen. Die innere kritische Stimme, die einem ständig zuflüstert, dass man zu dick, zu hässlich zu dumm etc. ist bekommt im Roman einen Namen.

Ich selbst bin gerade 59 geworden und fühle mich viel viel jünger. Aber ich kann mich noch daran erinnern, als mir von einem Jugendlichen das erste Mal ein Platz im Bus angeboten wurde. Ich war entsetzt, dass er mich schon für so alt und schwach hielt. Ich bin froh, dass es nicht öfters vorkommt, aber auch dankbar, wenn ich einen Sitzplatz habe. Natürlich sehe ich nicht mehr jung aus, aber warum auch. Muss ich mich deswegen verstecken?

Das Buch ist bestimmt nicht für jedermann etwas. Ich hatte schon immer einen Hang zu Esoterik, positivem Denken und Meditation und daher hat mich diese Komponente nicht gestört, sondern eher bestätigt. Auch wer mit solchen Themen nichts anfangen kann, hat in Tilda eine Komplizin, denn sie ist nicht nur sehr skeptisch sondern sogar genervt davon. Aber vielleicht sollte man es doch versuchen. Ein bisschen Selbstreflexion schadet ja nicht.

Aber auch nur zur Unterhaltung ist es eine schöne Sommerlektüre.

Ein Buch was ich nur als E-book gelesen habe, mir aber definitiv auch noch in Papierform für mein Regal zulegen werde.

5 stars
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Was würdest du tun, wenn du langsam… verschwindest?

Genau mit diesem verstörenden, fast surrealen Gedanken beginnt Mit anderen Augen. Tilda Finch, erfolgreiche Geschäftsfrau, Mutter und mitten im Leben, stellt eines Tages fest, dass Teile ihres Körpers einfach verschwinden. Erst ein Finger, dann mehr. Was wie ein absurdes, beinahe magisches Szenario klingt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Tieferem: einer Geschichte über Identität, Selbstwahrnehmung und die Angst, übersehen zu werden.

Jane Tara schafft es, diese ungewöhnliche Ausgangsidee nicht als reinen Plot-Gag zu nutzen, sondern als kraftvolle Metapher. Denn Tildas „Verschwinden“ steht sinnbildlich für etwas, das viele kennen: das Gefühl, im Alltag, in Rollenbildern oder Erwartungen langsam unsichtbar zu werden.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe. Trotz der existenziellen Thematik erzählt Tara mit einer gewissen Wärme und auch einem leisen Humor. Tilda ist keine tragische Heldin – sie ist stark, widersprüchlich, verletzlich. Eine Figur, die nicht perfekt sein will, sondern echt ist.

Auch sprachlich bleibt der Roman angenehm ruhig und klar. Keine großen Dramen, keine überladenen Emotionen – stattdessen feine Beobachtungen und Zwischentöne, die lange nachhallen. Gerade diese Zurückhaltung macht das Buch so besonders, weil es Raum lässt für eigene Gedanken.

Und vielleicht ist genau das die größte Stärke dieses Romans:
Er zwingt dich nicht, etwas zu fühlen – aber plötzlich tust du es trotzdem.


Ein kluger, berührender Roman über das Sichtbarsein – für andere und für sich selbst. Ungewöhnlich, leise und genau deshalb so wirkungsvoll.

4 stars
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Eine Frage der Wahrnehmung

Tilda steht mit beiden Beinen fest im Leben: die 52-jährige ist seit einigen Jahren geschieden, ihre Töchter sind bereits volljährig und sie leitet eine große Firma, welche Motivationsdprüche auf T-Shirts und vielem mehr verkauft. Mitten während der Arbeit verschwindet ihr kleiner Finger! Nach kurzer Zeit auch noch ein Ohr und dann auch noch ihre Nase. Ihre Ärztin diagnostiziert daraufhin bei Tilda Unsichtbarkeit. Nicht heilbar heißt es in der Schulmedizin. Tilda besucht daraufhin eine Selbsthilfegruppe, doch die Atmosphäre dort ist niederschmetternd hoffnungslos. Durch ihre Freundin Leith beginnt Tilda eine Therapie bei Selma, welche überzeugt ist, dass jede Frau, welche an Unsichtbarkeit erkrankt ist, in der Lage ist, diese Krankheit selbst zu heilen. "Mit anderen Augen" v. Jane Tara, aus dem australischen Englisch übersetzt v. Tanja Handels @diogenesverlag setzt sich mit einer Krankheit auseinander, welche in besagtem Roman überwiegend Frauen über 50 Jahren betrifft. Zeitgleich mit der Diagnose lernt Tara Patrick kennen, welcher mit einer seltenen Erkrankung der Augen lebt und zunehmend erblindet. Die beiden kommen sich immer näher, während Tilda sich zum Ziel gesetzt hat ihre Unsichtbarkeit zu besiegen. Dazu muss sie sich schmerzhaften Erinnerung aus ihrer Kindheit stellen, welche sie bisher verdrängt hat.
Ich fand die Handlung der ersten 50 Seiten etwas zu melodramatisch, habe mich dann aber langsam in die Handlung eingefunden. Dass Tilda die Hoffnungslosigkeit in der Selbsthilfegruppe nicht hinnehmen will und sich schließlich von Selma davon überzeugen lässt, dass ihre Krankheit heilbar ist, fand ich hingegen sehr stark und sie wurde mir zunehmend sympathischer. Nach 300 Seiten habe ich mich jedoch gefragt, was hier nun noch geschehen soll. Mit fast 400 Seiten fand ich die Geschichte und die Handlung dann mehr als auserzählt. Insgesamt thematisiert Jane Tara hier aber doch ganz gut ein feministisches Thema, um eine Erkrankung, welche ich hier als eine Metapher interpretiert habe.

3 stars
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Ein wirklich tolles, humorvolles und besonders originelles Buch über eine Frau, die wortwörtlich unsichtbar wird. Es ist ein Werk, das ein wichtiges und interessantes Thema mit viel Witz und Charme anspricht. Die vielen Figuren sind sympathisch und verständnisvoll. Zudem ist der magische Realismus im Buch bemerkenswert dargestellt. Im Großen und Ganzen ist es eine wirklich tolle Leseerfahrung darüber, was es heißt, sich selbst zu sehen, sich selbst zu lieben und den größten Kritiker in sich selbst zu bezwingen.

4 stars
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MIT ANDEREN AUGEN
Jane Tara - Diogenes
übersetzt von Tanja Handels
#namethetranslator

Dieses Buch möchte ich am liebsten jeder Freundin in die Hand drücken, nein:
JEDER FRAU!
Jane Tara schreibt an gegen das Verschwinden der Sichtbarkeit von Frauen und tut dies mit soviel Humor und Eloquenz, die seinesgleichen sucht!

Tilda ist 52, Mutter von Zwillingstöchter (20), geschieden und erfolgreiche Unternehmerin. Ihr Leben scheint perfekt.
Doch eines Morgens kann Tilda ihren kleinen Finger nicht mehr sehen und auch ein Ohr scheint verschwunden.
Ihre Diagnose: Unsichtbarkeit - unheilbar!

Das ist natürlich ein Schock, den man nicht so einfach wegsteckt. Tilda verkriecht sich und trauert um ihre Körperteile. Leugnen bringt auch nichts. Zurück in der Welt verbirgt Tilda die Leerstellen so gut wie möglich, doch dann verschwindet auch noch ihre Nase.
Eine Selbsthilfegruppe mit Betroffenen scheint die Lösung. Doch bis auf die komplett unsichtbare Carol und die spritzige Erika baden alle Mitglieder in Selbstmitleid und Hoffnungslosigkeit. Carol, Erika und Tilda verlieren ihren Humor nicht und öffnen sich gegenseitig als Trio.

Als Tilda einen Platz bei der Therapeutin Selma bekommt, scheint auch das keinen Erfolg zu bringen. Denn Selma stellt ihr Fragen, die sie nicht beantworten kann und konfrontiert sie mit ihrer inneren Stimme PAULA.

Als Tilda Patrick kennenlernt, gibt ihr das einen Schub. Ihr erblindeter Verehrer scheint zur richtigen Zeit zu kommen. Denn er zeigt ihr einen anderen Blick auf die Welt und das Leben.
Tilda beginnt ihre Komfortzone zu verlassen, lernt zu meditieren, arbeitet Vergangenes auf und entdeckt ihre eigentliche Liebe zur Fotografie wieder. Warum sich das als Gamechanger entpuppt, müsst ihr selber lesen.

Für mich ist dieses Buch wie ein Weckruf!
Viele Frauen haben ab einem gewissen Alter das Gefühl in der Öffentlichkeit oder im Beruf nicht mehr richtig wahrgenommen zu werden, sogar austauschbar zu sein. Oft stehen wir uns dabei selbst im Weg.
Der Schlüssel liegt in der Selbstfürsorge. So geben wir uns unseren Wert zurück und sorgen dafür, sichtbar zu bleiben.
Im Buch gibt es dazu ganz viele Gedanken, die ich mir alle angestrichen habe.
"Sei in deinem Leben unbedingt die Heldin, nicht das Opfer."
Eine ganz große Leseempfehlung, sehr inspirierend!!!
#mitanderenaugen #janetara #diogenes #netgalleyde #tanjahandels

5 stars
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Dass Frauen ab 50 in der Gesellschaft unsichtbar werden, wird in diesem Roman wörtlich genommen. Daraus entspinnt sich die Geschichte der Protagonistin, die ihre Unsichtbarkeit nicht hinnehmen will. Und sie versucht echt alles. Das ist interessant und nachvollziehbar geschrieben. Ein unterhaltsamer Roman!

4 stars
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Tilda schaut in den Spiegel und macht eine merkwürdige Entdeckung. Erst fehlt ein Finger, dann ein Ohr, und weil sie sich grosse Sorgen macht, macht sie einen Termin bei ihrer Ärztin. Diese diagnostiziert eine Unsichtbarkeitserkrankung. Lateinisch: Morbus invisibility. Nachdem ich an diese Stelle des Buches gekommen bin, betätige ich natürlich sofort Google und suche nach dieser Krankheit, die ich noch nie vorher gehört hatte. Und ironischerweise kommt dann das Kapitel vier. Dort steht folgendes Sprichwort. Manche halten Google für Gott. Andere halten es für den Teufel. Sergey Brin
Da fühlte ich mich doch gleich sehr ertappt.
Tilda unsere Protagonistin versucht nun mit allen Mitteln gegen ihre Krankheit anzukämpfen, nicht mehr gesehen zu werden bzw. langsam zu verschwinden. Sie scheut weder eine Selbsthilfegruppe noch eine Spezialheilerin.
Es ist ein Buch über das älterer werden und die Gedanken daran und ob man es sich schwer macht oder mit einer gewissen Leichtigkeit daran geht. Dies beeinflusst unweigerlich kommende Probleme oder eben Probleme, die gar nicht erst auftauchen. Jeder hat es selbst in der Hand diese Zeit als Bürde, als Last oder als spannende Reise anzuschauen.

Freue dich an den kleinen Dingen des Lebens, denn irgendwann blickt du zurück und stellst fest, dass es die grossen waren. R.B.

Ein grossartiges Buch über Zweifel, Akzeptanz und eine Reise, die uns allen bevor steht, nämlich älter zu werden.

5 stars
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„Mit anderen Augen“ von Jane Tara hat mich wirklich begeistert. Die Grundidee, Tilda nach und nach „verschwinden“ zu lassen, ist nicht nur originell, sondern auch unglaublich treffend umgesetzt. Dieses langsame Unsichtbarwerden wirkt zuerst fast skurril, entwickelt aber schnell eine tiefere, berührende Bedeutung.

Im Mittelpunkt steht Tilda Finch, eine 52-jährige, erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingen. Als sie eines Tages feststellt, dass ihr kleiner Finger einfach verschwunden ist – ohne Schmerzen oder sichtbare Spuren –, beginnt für sie eine außergewöhnliche Reise. Die Diagnose „Unsichtbarkeit“ klingt zunächst absurd, wird aber im Verlauf der Geschichte zu einer starken Metapher: für das Gefühl, im Laufe des Lebens übersehen zu werden, sich selbst zu verlieren und nicht mehr wirklich wahrgenommen zu werden.

Besonders gut gefallen hat mir, wie Tilda mit dieser Situation umgeht. Statt zu verzweifeln, begegnet sie ihrem Schicksal mit Humor, Mut und einer gewissen Selbstironie. Ihr innerer Wandel ist authentisch und inspirierend – sie beginnt, sich selbst wieder wahrzunehmen und neu zu entdecken, während sie äußerlich immer mehr verschwindet.

Der Schreibstil von Jane Tara ist dabei ein echtes Highlight. Leicht, flüssig und gleichzeitig einfühlsam erzählt, schafft sie es, ernste Themen mit einer angenehmen Leichtigkeit zu verbinden. Man liest das Buch schnell weg, bleibt aber gedanklich noch lange daran hängen.

Für mich ein rundum gelungenes Buch mit einer ungewöhnlichen Idee, viel Herz und einer starken Botschaft. Absolute Leseempfehlung!

5 stars
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Eines Tages macht Tilda eine erschreckende Entdeckung: Ihr kleiner Finger ist verschwunden, und ihr Spiegelbild zeigt, dass ihr Nase und ein Ohr fehlt. Nach einigen Untersuchungen diagnostiziert ihre Ärztin eine seltene Krankheit namens „Unsichtbarkeit“, die hauptsächlich Frauen über fünfzig betrifft. Anfangs scheint es keine Heilung zu geben, doch eine Freundin von Tilda hat Selma aufgespürt, die einen Therapieansatz verfolgt, mit dem sie ihre eigene Unsichtbarkeit überwunden hat. Der Weg zur Heilung führt Tilda letztendlich zu sich selbst und ihrem Selbstwertgefühl.

In ihrem Roman beleuchtet Jane Tara treffend, wie Frauen sich selbst wahrnehmen und wie stark sie sich über ihr Äußeres definieren. Besonders gut gefallen haben mir die Darstellung ihrer Familie und ihrer Freundinnen. Ein besonderes Highlight ist die Liebesgeschichte zu Patrick, einem blinden Mann, der sein Augenlicht im Laufe seines Lebens verloren hat. Die Analogie zwischen Blindheit und Sichtbarkeit ist hervorragend gewählt.

Dieses Buch ist eindeutig ein Ratgeber, und wer dieses Genre mag, wird es sicherlich sehr schätzen.

3 stars
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Wichtiges Thema cool aufgearbeitet

Ich finds super cool und interessant, dass es immer mehr (feministische) Bücher gibt, die relevante und aktuelle Themen, die vor allem Frauen betreffen, aufgreifen und zu wahnsinnig coolen Geschichten verstricken. Denn die Prämisse, dass Frauen ab einem gewissen Alter Gefahr laufen an Unsichtbarkeit zu erkranken, hört sich ja erstmal skurril und geradezu abwegig an. Aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt- ist dann da nicht vielleicht etwas Wahres dran? Und sind Frauen nicht auch vorher schon in gewissen Situationen „unsichtbar“?!

Ich fand es total cool wie es in dem Buch nicht nur um die Rolle der Frau in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und der Wahrnehmung durch Männer geht, sondern viel auch um Selbstwahrnehmung, Selbstwertschätzung und darum auch mal gutmütig mit sich selbst zu sein.

Tilda war für mich eine sehr nahbare Protagonistin- Tochter, Mutter, Freundin, (Ex-)Ehefrau, aber auch Karrierefrau, Frau mit Dating-Frust. Tilda hat viele Facetten, die sie dreidimensional und authentisch machen. Und dadurch konnte ich mit ihr gut mitfühlen.

Das Buch hat so einen leicht pseudowissenschaftlichen Touch an sich, was die Erkrankung der Unsichtbarkeit und deren Behandlungsmethoden angeht. Das finde ich einerseits total genial und gleichzeitig erschreckend, eben weil es dadurch so realistisch wirkt. Auf jeden Fall ein cooles Stilmittel hier.

Die Geschichte hat so eine Sogwirkung an dich, dass ich einfach immer weiterlesen wollte. Fands richtig stark

5 stars
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Ein Roman für fast alle Frauen über 50!

Tilda, mit 52 noch nicht alt, aber auch nicht mehr jung, geschieden, erfolgreich als Fotografin mit ihrer eigenen kreativen Firma, zwei tolle 20jährige Töchter, zwei ebenfalls tolle, langjährige Freundinnen, ein Haus in der Nähe des Strandes, ein Hund. Eigentlich hat sie alles.

Alles, ausser ihren kleinen Finger. Also, da ist er schon noch, sie spürt ihn, sieht ihn aber nicht mehr. Als weitere Körperteile verschwinden, Tilda sich zur Ärztin wagt, und ihr die Diagnose "Unsichtbarkeit" gestellt wird, ist sie erst mal am Boden zerstört, denn sie hat noch nie davon gehört.

In einer Selbsthilfegruppe, lernt sie weitere betroffene Frauen kennen und stellt fest, dass diese ihr bisher unbekannte Krankheit weitaus verbreiteter ist, als angenommen. Es gibt sogar Literatur dazu und sie bekommt einen Termin bei einer Spezialistin, die aber umstritten ist.

Während sie selbst versucht, soviel wie möglich über die Krankheit herauszufinden, auch ob sie heilbar ist (Wissenschaftlerin Selma sagt ja, Selbsthilfegruppeleiterin Brenda nein), muss sie und ihr Umfeld erst mal lernen, damit umzugehen. Soll sie Handschuhe tragen, damit der fehlende Finger nicht auffällt? Neben solchen äusserlichen Fragen geht es auch ums Innere, ums Eingemachte.

Ausgerechnet jetzt lernt Tilda einen Mann kennen, der sich für sie interessiert. Kann und will sie sich auf Patrick einlassen, solange sie selbst noch nicht weiss, wie mit der Diagnose umgehen? Was, wenn sie eines Tages gar nicht mehr zu sehen ist, wie Carol aus der Gruppe?

Autorin Jane Tara hat mit "Mit anderen Augen" einen unglaublich kreativen Roman vorgelegt. Ein wichtiges und ernstes Thema hat sie in eine humorvolle Geschichte verpackt. Nur schon die Charaktere: alle absolut gelungen. Allen voran Tilda, die sich auf Selmas Therapieideen einlässt. Dicht gefolgt von Patrick, der mit seiner Persönlichkeit und seinem Beruf überrascht. Aber auch Paula, die wir alle kennen und Carol, Erica, Leith, Yumiko. Gurinder erinnerte mich an eine frühere Ärztin von mir. Wirklich toll gezeichnete Figuren, keine zu wenig, keine zu viel.

Genau so die Seitenzahl: obwohl hoch mit fast 500 Seiten, ist keine zu wenig und keine zu viel. Es kommen keine Längen auf. Im Gegenteil: diese Geschichte, im Stil des magischen Realismus gehalten, kommt wunderbar leicht, witzig und ironisch daher und verliert trotzdem nie die Ernsthaftigkeit. Dieser kluge Roman regt zum Nachdenken über die eigene Lebenssituation und "Un-/Sichtbarkeit" an und wird sicher noch lange nach hallen. "Mit anderen Augen" könnte ein Kandidat für die Jahreshighlight-Liste sein.

Fazit: Ein grossartiger Roman, dem ich ganz viele Leserinnern wünsche!
Solche, die nicht mehr jung, aber auch noch nicht wirklich alt sind 😉

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Zum Inhalt:
Tilde, erfolgreiche Geschäftsfrau, Mutter von erwachsenen Zwillingen ist zweiundfünfzig als sie plötzlich bemerkt, dass ihr kleiner Finger nicht mehr da ist und es soll nicht das letzte sein, was verschwindet. Ihre Ärztin diagnostiziert die Erkrankung Unsichtbarkeit, wenig erforscht und nicht heilbar. Aber damit will Tilda sich eigentlich nicht zufrieden geben.
Meine Meinung:
Das Buch hat schon was echt humoriges in der Art und Weise wie es geschrieben ist, aber auch sehr viel wahres in Petto. Denn gerade wenn die Wechseljahre beginnen, haben viele Frauen wirklich das Gefühl unsichtbar zu sein, natürlich nicht wie hier im Buch mit tatsächlich nicht mehr sichtbaren Körperteilen, aber eben von der Gesellschaft oder ihrem Partner. Deshalb gefiel mir dieses Buch auch ungeheuer gut, denn es appelliert zunächst erstmal daran, dass man sich selbst sehen muss. Findet man sich selbst nicht gut, wie könnten es dann andere tun? Mit viel Humor geschrieben, fand ich das Buch richtig gut.
Fazit:
Tolles Buch

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Humorvolles Unsichtbar werden
Meine Meinung

"Und ehe Tilda sich versah, war sie plötzlich fünfzig und merkte, was für eine tolle Frau sie mit vierzig war. ... Ihr wurde klar, dass sie das Gefühl zu verschwinden, schon lange gehabt hatte, bevor ihr kleiner Finger es wirklich tat." (ZITAT)

"Mit anderen Augen" von Jane Tara sticht vor allem aufgrund des Klappentextes ins Auge, der sofort neugierig macht.

Die Protagonistin Tilda Finch,52, erfolgreiche Geschäftsfrau, Mutter, verliert nach und nach Körperteile und genau dieser ungewöhnliche Ansatz macht sofort deutlich, wie sehr sie sich selbst aus den Augen verloren hat.

"Wenn ich verschwinde, sind auch meine Falten weg, meinte Tilda trocken." (ZITAT)

Die Geschichte wirkt humorvoll (wegen Tildas tollem Charakter) und gleichzeitig ernst, denn hinter der skurrilen Idee steckt eine sehr menschliche Wahrheit. Ich mochte Tilda wirklich sofort, sie gerät nicht in totale Panik, sondern sieht alles mit Humor. Sie ist eine Frau, die funktioniert, die für andere da ist und die trotzdem (oder vielleicht auch deshalb) das Gefühl hat, unsichtbar zu werden. Besonders berührend ist die Art, wie Tilda langsam begreift, dass sie sich selbst wieder wahrnehmen muss, bevor es andere tun können. Die Freundschaften, die sie tragen, habe ich gerne mit begleitet.

Die Zitate an den Kapitelanfängen finde ich ganz großartig!

Das Buch liest sich super angenehm und unterhaltsam. Die Geschichte lädt dazu ein, über die eigene Sichtbarkeit nachzudenken und darüber, wie schnell man sich selbst im Alltag verlieren kann (ohne dass man es selbst merkt).


Klappentext

Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine Schmerzen, aber definitiv nicht mehr zu sehen. Von ihrer Ärztin bekommt sie die Diagnose: Unsichtbarkeit. Die Krankheit würde bei Frauen ab einem gewissen Alter häufig auftreten, sei aber noch nicht erforscht und auch nicht heilbar. Wenn Tilda ehrlich ist, ist sie nicht sonderlich überrascht: Sie hatte sich selbst schon vor Jahren aus den Augen verloren, hatte sich seit langer Zeit schon unsichtbar gefühlt. Nachdem der erste Schock verklungen ist, stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen aus der Welt.

Über die Autorin

Jane Tara, aufgewachsen in Byron Bay, Australien, hat über 100 Kinderbücher veröffentlicht sowie Jugendbücher, Drehbücher und Romane. Sie ist Mutter zweier Söhne und war dreizehn Jahre in der Welt unterwegs, bevor sie sich als freie Autorin in Sydney niedergelassen hat. ›Mit anderen Augen‹ ist ihr erster Roman im Diogenes Verlag.

Quelle: Verlag / vlb

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