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Buchcover für Badjens. Roman

Badjens. Roman

Roman

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Erscheinungstermin 17.09.2025 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

In jeder Iranerin steckt eine Rebellin …

Wort für Wort bedeutet Bad-jens: nicht akzeptabel.
Und im Alltagspersischen: schelmisch oder aufmüpfig.

Schiras, Herbst 2022. Mitten im Aufstand »Frau, Leben, Freiheit« klettert die sechzehnjährige Iranerin Badjens bei einer Demonstration auf einen Müllcontainer, um in aller Öff entlichkeit ihr Kopftuch zu verbrennen. Während sie vor der sie anfeuernden Menschenmenge steht, zieht in Rückblenden ihr bisheriges Leben an ihr vorbei: ihre unerwünschte Geburt, ihr konservativer Vater, ihr Smartphone voller rebellischer Hits, ihre Freundinnen, ihre erste Liebe, ihr Körper, der nach Freiheit verlangt, und die Kleiderordnung für Frauen, die dieses Stück Stoff auf dem Kopf vorschreibt, von dem sie sich unbedingt befreien will.

»Meine Heldin Badjens verkörpert all diese Mädchen der Generation Z, die mit der Propaganda des islamischen Regimes gefüttert wurden, aber auch Zugang zu sozialen Netzwerken, Taylor Swift und Netflix hatten. Sie sind Lichtjahre von ihren Großmüttern entfernt und ganz anders als ihre Mütter, die zwischen den Verboten navigiert haben. Sie lassen alles hinter sich.« Delphine Minoui

Delphine Minoui erzählt die radikale Entwicklung ihrer Protagonistin in Form eines inneren Monologs. In ihrem bewegenden Entwicklungsroman verweben sich ausdrucksstarke Worte zu einer neuen Sprache, die in ihrer Feinfühligkeit und Rebellion Ausdruck für eine neue Generation im Aufbruch ist. Die Grundlage für den Roman bildeten Social Media Posts und Online-Interviews, die Minoui mit jungen Iranerinnen geführt hat. Es ist ihr gelungen, daraus einen Text zu schaff en, der die Wut, die Rebellion, aber auch den Mut der jungen Frauen ungeheuer kraftvoll zum Ausdruck bringt.
In jeder Iranerin steckt eine Rebellin …

Wort für Wort bedeutet Bad-jens: nicht akzeptabel.
Und im Alltagspersischen: schelmisch oder aufmüpfig.

Schiras, Herbst 2022. Mitten im Aufstand »Frau, Leben...

Vorab-Besprechungen

»Delphine Minoui setzt starke Akzente und komponiert aus Sätzen, die sie wie Strophen arrangiert, eine traurige und mitreißende Hymne.« Le Figaro

»Delphine Minoui setzt starke Akzente und komponiert aus Sätzen, die sie wie Strophen arrangiert, eine traurige und mitreißende Hymne.« Le Figaro


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783949545795
PREIS 21,00 € (EUR)
SEITEN 144

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

5 stars
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5 stars

Widerstand

Badjens ist ein Buch, dass von der Kindheit und Jugend eines Mädchens im Iran erzählt und wie sie die veielen Beschränkungen im Land gegen Frauen wahrnimmt.
Badjens ist 2006 geboren. Es wird konsequent aus ihrer Perspektive erzählt.
Es zeigt sich ein Stimmung der Jugend gegen Kopftuch und Einschränkung der Rechte von Frauen, die zu Widerstand führt. Nach dem Tod von Mahsa Amini 2022 kommt es zu deutlichen Protesten und Badjens schließt sich an.
Delphine Minoui wählt eine moderne Sprache um ihre Hauptfigur lebendig werden zu lassen und es gelingt ihr.

5 stars
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Ein mutiges Buch über eine iranische junge Frau, die sich gegen die Geschlechterdiskriminierung der Gesellschaft und des Regimes wehrt und mit anderen demonstriert. Wir erfahren viel über die fürchterliche Situation der Frauen im Iran, aber auch über den Zorn und den Aufbruchswillen in eine neue Zeit. Ich finde das Buch sehr gut geschrieben und sehr informativ. Sehr empfehlenswert.

5 stars
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5 stars

Das Buch beschreibt das Leben einer jungen Iranerin, die während sie ihr Kopftuch anzünden will, in einer Rückblende ihr Leben als Mädchen im Iran beschreibt. Absolut lesenswert,

5 stars
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4 stars

Ein starkes Buch zu einem wichtigen Thema, durch dessen Seiten man nur so fliegt.
Die Geschichte von Zahra, oder auch Badjens genannt, bewegt und orientiert sich an echten Geschehnissen, wie die Ermordung Masha Aminis.
Ein gutes Buch für alle ab 14, die sich mit der Revolution der Iranerinnen befassen wollen.

4 stars
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Delphine Minouis Roman „Badjens“ ist ein wirklich kurzer, aber umso intensiverer Text, der uns mitten in die Gedanken- und Gefühlswelt einer sechzehnjährigen jungen Frau im Iran führt. Zahra, die von allen nur Badjens genannt wird, lebt im Herbst 2022 in Schiras, während die Proteste unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“ das Land aufrütteln. Gleich zu Beginn der Geschichte steht sie auf einem umgekippten Müllcontainer und ist bereit, ihr Kopftuch zu verbrennen. Ein Akt voller Symbolik, voller Mut und gleichzeitig auch die pure Gefahr.

Minoui erzählt diese Geschichte mehr als einen inneren Monolog. Wir hören Zahras Stimme direkt, ohne Filter und vor allem ohne Distanz. Sie denkt zurück an ihre Kindheit, an das Gefühl, unerwünscht geboren zu sein, an den strengen Vater, an ein Leben, das von Kontrolle, Misstrauen und Gewalt geprägt ist. Zugleich wird spürbar, wie sehr sie nach Freiheit strebt. In ihrem Alltag schafft sie - und auch andere Frauen - immer wieder heimlich Räume, die ihr Kraft geben: Musik, Freundschaften, verbotene Texte. Immer wieder findet sie Wege eine gewisse Selbstbestimmung zu ermöglichen, um gegen das aufzubegehren, was sie kontinuierlich klein halten will.

Zahras Alltag ist eng verknüpft mit den kollektiven Kämpfen, die auf den Straßen stattfinden. Das Kopftuch, der eigene Körper, die Kleidung – sie sind keine Nebensächlichkeiten, sondern Kampfplätze, auf denen Freiheit oder Unterdrückung ausgehandelt werden. Der Spitzname Badjens, der wörtlich „falsches Geschlecht“ aber auch “schelmisch, aufmüpfig”bedeutet, zeigt, wie tief der Kampf um Identität reicht und wie sehr Sprache selbst zum Mittel von Macht und Rebellion wird.

Und das alles erzählt Minoui mit so einer klaren Sprache, mit so emotionaler Wucht, dass man sein Herz keinesfalls davor verschließen kann. Das Buch nimmt einen mit - ob man will oder nicht. Und das ist gut so - weil man so auch ins Mitfühlen kommt - im wahrsten Wortsinn. Und man ist erstaunt, welche Wege diese mutigen Frauen finden, sich wo immer es geht, ein Stück Selbstbestimmung zurückzuholen.

„Badjens“ ist weit mehr als die Geschichte eines Mädchens. Es ist das literarische Porträt einer ganzen Generation, die sich nicht länger in vorgegebene Rollen fügen will und macht die Dringlichkeit des Protests verständlich und spürbar. Für mich ist und war das ein ganz besonderes Buch: politisch relevant und emotional ganz schön aufwühlend. Auf jeder Seite wird gezeigt dass die größten Kämpfe im Inneren beginnen und dass die Stimmen junger Frauen nicht für Ewig zum Schweigen gebracht werden können.

5 stars
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3 stars
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3 stars

Das kurze Büchlein "Badjens" von Delphine Minoui ist schnell gelesen, doch wirkt mit seiner Wucht tief nach. Die Autorin hat selbst eine französische Mutter und einen iranischen Vater. Dieser Roman ist den Heldinnen der "Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung gewidmet, die nach dem gewaltsamen Tod von Mahsa Amini im Iran für mehr Freiheit und Frauenrechte demonstrierten.

Das Buch beginnt mit einer Szene, in der Zahra, von ihrer Mutter "Badjens" genannt (das steht dafür, aufmüpfig und frech zu sein) in der Öffentlichkeit auf eine Mülltonne klettert, sich das Kopftuch herunterreißt und dieses mit einem Feuerzeug anzündet. Wir sind mitten in den Protesten nach der Ermordung Mahsa Aminis. Danach erzählt Zahra in der Ich-Perspektive aus ihrem Leben. Hineingeboren wird sie in eine Familie, die väterlicherseits streng konformistisch und erzkonservativ ist.

Der Großvater väterlicherseits möchte am liebsten, dass das Kind abgetrieben wird, sobald der Ultraschall zeigt, dass es ein Mädchen ist. Es wird nur davon abgesehen, weil das der Familie doch zu teuer ist, doch das Mädchen wächst als "Fehler" auf, wird vom Vater ignoriert und kritisiert, bekommt von ihm niemals irgendein Zeichen liebevoller Zuwendung, während der drei Jahre jüngere Brüder aufs Äußerste verwöhnt wird, nur weil er der ersehnte Junge ist.

Die Mutter liebt ihre Tochter zwar, ist aber selbst sehr unterdrückt und spricht nur, wenn der Vater nicht anwesend ist. So wächst Zahra in einem Land auf, in dem Frauen nicht sehr geschätzt werden und "nicht einmal die Hälfte zählen", muss als älteres Mädchen dann ebenfalls ihre Körperformen verbergen und ein Kopftuch tragen, wird von der Sittenpolizei gemaßregelt und von ihrem Cousin sexuell missbraucht. Viele trostlose Szenen sind es, die sich da zeigen, und doch wächst Zahra zu einer unerschrockenen Widerstandskämpferin heran, die selbst an einen Gott, der Frauen unterdrückt, nicht glauben kann und will und sich zunehmend mehr gegen das Regime auflehnt.

Der Roman ist also ein eindrückliches Portrait einer tapferen jungen Frau. Er liest sich leicht und schnell, ist in einer poetischen Sprache geschrieben und ist in seiner Botschaft sehr berührend. Ich habe mich beim Lesen sehr verbunden mit Zahra gefühlt und mit ihr und ihren Mitkämpferinnen gehofft, dass es bald zu einem Regimewechsel im Iran und zu mehr Freiheit für die jungen Menschen dort kommen würde.

Insgesamt bin ich mir aber trotzdem nicht sicher, wie authentisch die geschilderte Familie und Frauenfigur ist. In so gut wie allen auf echten Tatsachen beruhenden Memoirs und Sachbüchern aus dem Iran wurden die vorkommenden Familien wesentlich differenzierter geschildert als in diesem Buch: zwar gibt es dort sicherlich viel an Unterdrückung und Frauenverachtung, aber dass mit dem ignoranten Vater, dem verwöhnten Bruder, dem die Abtreibung fordernden Großvater und dem missbrauchenden Cousin sämtliche männlichen Familienmitglieder ausschließlich bösartig sind, kommt mir in Summe doch etwas undifferenziert und unwahrscheinlich vor. Hier hätte ich mir insbesondere in einem fiktiven Roman wie diesem eine etwas differenziertere Betrachtungsweise und Charakterentwicklung gewünscht.

3 stars
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Ein wahnsinnig gutes Buch. Sprachlich sehr angenehm und leicht zu lesen. Die Erzählung fließt teils poetisch auf das unweigerliche Enfe hin. Die Geschichte an sich ist hart aber wichtig zu lesen. Ein trotz der harten Themen hoffnungsvolles Buch.

5 stars
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Die Fackel unserer Freiheit: Kraftvoller Roman


Der kurze Debütroman „Badjens“ von Delphine Minoui versetzt uns vom ersten Moment an mitten ins Leben der 16jährigen Zahra, von ihrer Mutter liebevoll „Badjens“ genannt“. Wörtlich übersetzt bedeutet das „nicht akzeptabel“, aber im Alltagspersischen steh es auch für schelmisch oder aufmüpfig. Was meiner Meinung nach sehr gut zu dieser Romanheldin passt.

Iran im Herbst 2022, hier beginnt der Roman, mitten in den Aufständen der Frauen, die sich nicht länger unters Kopftuch zwingen lassen wollen. „Frau, Leben, Freiheit“ ruft auch Zahra auf der Demonstration, wo sie in aller Öffentlichkeit ihr Kopftuch verbrennt.

In Rückblenden erfahren wir von Zahras bisherigem Leben. Als Mädchen war sie nicht erwünscht, nur ihre Mutter liebt sie von Herzen. Ihr Großvater hätte sie am liebsten abteiben lassen. Ihr Vater ist sehr konservativ und streng. Ihr jüngerer Bruder hat viele Freiheiten, wird behandelt wie ein Prinz, während ihr Leben von Zwängen und Unfreiheit bestimmt ist.

„Ich bin 16 Jahre alt.
Kein Schrei dringt aus meinem Mund.
Ich spreche aus diesem Körper, der mir nie gehört hat, zu mir selbst. Ich bin 16 Jahre alt. Ich wiege 47 Kilo und bin 1,59 Meter groß.
Ich höre sie ‘Los, Mädchen!’ brüllen und muss wieder an den ersten Schrei denken:
‘Gott, es ist ein Mädchen!’
Dieser Schrei vor meiner Geburt.
Der alles begründende Schrei.
Ursprünglich.
Der der Männer aus meiner Familie, die sich über Mamas Bauch drängten.
Ich stelle mir vor, wie mein Vater, mein Großvater, seine Brüder und seine Cousins auf den Bildschirm starren, auf dem mein Fötus in 3D zu sehen ist. Die Geburtshelferin stammelt ‘Es tut mir leid’, ‘Es tut mir leid’, und sie sind so bestürzt, als wäre gerade eine Atombombe auf Schiras gefallen.
Es war mein Vater gewesen, der auf den Ultraschall bestanden hatte. Er wollte sich die blaue Tapete an der Wand meines zukünftigen Zimmers und die hübsche Korbwiege sparen, falls es einen ‘Fehler’ geben sollte. So hat er mich lange genannt.
Ich bin 16 Jahre alt, und ich spule alles im Schnelldurchlauf zurück.
Die Flüche. Die Klagen. Die zugeschlagene Tür. Dieser Satz, ‘Es tut mir leid’, ‘Es tut mir leid’, wie eine Schallplatte mit Sprung.
Maman hat mir diese Szene so oft erzählt, dass es mir vorkommt, als ob ich sie selbst ganz bewusst miterlebt hätte. Das Fruchtwasser im Mutterleib wirkt wie ein Resonanzkörper.“

Als Zahra älter wird, mit ihren Freundinnen tanzen will und sich zum ersten Mal verliebt, wächst auch ihr Wunsch nach Freiheit.

Die Sprache von Delphine Minoui ist kraftvoll und intensiv und hatte mich sofort begeistert:

„Ich bin ein Kind von Schiras.
Ich bin die tot geborene Tochter eines Landes, das mich zum Gespenst gemacht hat.
Ich verlange zu leben.
Selbst wenn ich sterben muss, damit man mich sieht.
Ich bekenne mich zu meinem Geschlecht, ob ‘bad’ oder ‘good’, das ist mir scheißegal!
Ich fürchte mich nicht mehr vor meinem Schatten.
Und auch nicht vor meinem Vater.“

Ein kurzer, aber sehr intensiver und kraftvoller Roman mit einer starken Protagonistin.

„Mein ganzes Leben lang habe ich mir andere Leben für mich ausgedacht.
Ich habe meine Schreie unterdrückt.
Ich habe zugelassen, dass die der anderen allen Raum einnehmen.
Mit all dem möchte ich Schluss machen.
Den Tyrannen besiegen.
Er soll mit unseren Kopftüchern fallen.“

Vielen Dank an den Orlanda Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

5 stars
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"Ich habe das Gefühl, mich für alles rechtfertigen zu müssen. Als ob ich gesündigt hätte. Als ob ich schuldig wäre. Und eigentlich bin ich ja wirklich schuldig. Eine Frau zu sein. Haare zu haben. Zu lachen. Zu sprechen. Zu denken. Zu singen. Zu tanzen. Leben zu wollen. Ich, die eigentlich gar nicht zur Welt kommen sollte. "

Wir verfolgen den Lebensweg von Zahra, einer jungen Iranerin. Als bekannt wird, dass sie ein Mädchen ist, möchte ihr Großvater sie am liebsten abtreiben lassen und sieht nur davon ab, weil es zu teuer ist. Über ihre Geburt wird sich nicht gefreut, ihrer Mutter wird nicht gratuliert. Ein paar Jahre später wird ihr Bruder Mehdi geboren, dem zu Ehren ein riesiges Fest gefeiert wird. Schnell erkennt Badjens, wie Zahra von ihrer Mutter genannt wird, dass sie nichts wert ist. So wächst sie relativ unsichtbar auf in einer Welt, die ihr nur Regeln auferlegt, sie einengt und ihr weder Freiheiten noch eine eigene Meinung zugesteht. Nach außen hin spielt sie ihre Rolle, während es in ihr drinnen immer mehr brodelt, bis sie sich als 16-Jährige schließlich einer Demonstration anschließt und ihr Kopftuch verbrennt.

Das Buch ist nicht sehr lang, schildert aber sehr eindrücklich den Alltag von Iranerinnen. Badjens erzählt in Rückblicken von ihrem Leben und lässt uns an ihrer Unterdrückung und ihrer wachsenden Wut teilhaben. Ihre Entwicklung und ihre Zerrissenheit zwischen der, die sie vorgibt zu sein, und der, die sie wirklich ist, wird gut nachempfindbar beschrieben.
Die Sprache ist eher nüchtern und beschreibend, aber nicht emotionslos. Es wirkt, als würde Badjens uns sehr reflektiert ihre Lebensgeschichte erzählen und uns an ihren Gedanken teilhaben lassen.

Besonders beeindruckt haben mich die Stärke und der Mut der Frauen, ihr Zusammenhalt und ihr Kampf für mehr Gleichberechtigung.
Badjens' Geschichte ist zwar fiktiv, beruht aber auf Social Media Posts und Online-Interviews, die die Autorin durchgeführt hat, und spiegelt somit die Realität von Frauen im Iran wider.
Trotz der Kürze wird dieses Buch noch einige Zeit in mir nachhallen.

5 stars
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