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Buchcover für Hotel Love

Hotel Love

Roman

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Erscheinungstermin 19.08.2025 | Archivierungsdatum 16.12.2025


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Zum Inhalt

Roman & Julia: eine KI-Lovestory

Der Reality-Star Roman erschafft sich im Hotel Love eine perfekte Frau, die Androidin Julia. Ihr einziges Ziel: Roman glücklich zu machen – allerdings kommt alles anders als gedacht

Die Männerpartei ist an der Macht. Frauenrechte werden über Nacht abgeschafft. Propagiert wird die »neue Familie«, bestehend aus einem Mann, einer Roboterfrau und einem künstlich produzierten (menschlichen) Sohn. Der Reality-Star Roman ist besessen von seiner Ex-Freundin Julia und erschafft sich eine Androidin nach Julias Vorbild – perfekt aussehend, gehorsam, dazu programmiert, Roman glücklich zu machen. Anfangs fasziniert, aber zunehmend genervt, erkennt Roman, dass auch die perfekte Julia nie die echte sein wird. Die Androidin versucht herauszufinden, was Roman unter Liebe versteht, und beginnt – in bester Absicht – Romans Verhalten zu spiegeln. Wird Roman jemals glücklich sein?

Mit »Hotel Love« hat Petra Piuk ein beklemmendes Zukunftsszenario erschaffen, in dem Männer und KI die Welt regieren. Ein schonungsloser, bitterböser und dabei höchst unterhaltsamer Roman.

Roman & Julia: eine KI-Lovestory

Der Reality-Star Roman erschafft sich im Hotel Love eine perfekte Frau, die Androidin...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783701183852
PREIS 25,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Diese Geschichte ist scharfzüngig und schonungslos, mit einem bitter-süßen Humor, der lange nachwirkt. Hinter der glänzenden Fassade des „Hotel Love“ blitzen Abgründe auf, in denen Macht, Schein und zwischenmenschliche Abhängigkeiten ineinandergreifen.

Besonders beeindruckt hat mich, wie Petra Piuk mit präzisen, manchmal fast schmerzhaften Sätzen ein Setting erschafft, das gleichzeitig verlockend und beklemmend wirkt. Es ist dieses Wechselspiel zwischen Leichtigkeit und Härte, das mich gepackt hat.

Ich habe jede Seite verschlungen und mich ständig gefragt, wie viel Wahrheit wohl zwischen den Zeilen steckt. Ein Roman, der keine Kompromisse macht und genau deshalb so fesselnd ist.

★★★★★ (5 von 5 Sternen)

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Ein sehr origineller Schreibstil, der die KI und Zukunftsthematik optimal unterstützt und zur Geltung bringt. Die Geschichte an sich ist wunderbar skurril, absonderlich und herrlich tragisch-komisch.

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Frauenrechte gehören der Vergangenheit an, die faschistische Männerpartei regiert und Männer können sich (gegen Geld) die perfekte Frau, in Form einer Androidin, ganz nach ihren Vorstellungen erschaffen. Das ist auch Romans Ziel als er in Hotel Love eincheckt, um die makellose Version seiner Ex-Freundin Julia zu erschaffen und so endlich seine große Liebe zu heiraten…

Mit „Hotel Love“ ist Petra Piuk der Anti-Liebesroman und Zukunftsroman der Stunde gelungen. Themen wie KI, ihre Auswirkungen auf unsere Zukunft, der Aufstieg autoritärer Regime, patriarchale Gewalt und was es bedeutet in all dem ein Mensch zu sein – all diese Themen packt die Autorin eine rasante, herrlich skurrile und dennoch beängstigenden und dystopischen Geschichte.

Der Schreibstil ist großartig – kreativ und voll bitterbösen Humors‘– ich habe die Geschichte in einem Rutsch inhaliert Die Parallelen des Beginns der „Lovestory“ von Julia und Roman zur aktuellen Gegenwart haben mich dabei an der ein oder anderen Stelle erschaudern lassen, dann wieder hat mich der dunkle Humor und die Tragikomik zum Lachen gebracht.

Fazit: Eine mitreißende, bitterböse und originelle Lektüre, die mir unheimlich viel Spaß gemacht hat und die dennoch zum Nachdenken anregt – eine große Leseempfehlung!

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Eine KI-Dystopie, die es in sich hat!

"Hotel Love" ist eine erschreckende sowie originell-skurrile Zukunftsvision, wobei der Fokus auf dem KI-Liebesroman liegt und auf die dystopische Welt wird nur oberflächlich eingegangen. Da hätte ich mir mehr Details erhofft. Nichtsdestotrotz nimmt der Roman rasant an Fahrt auf, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Zuweilen wird die vierte Wand durchbrochen, so fühlte sich für mich die Lektüre immersiver an.

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Petra Piuk entwirft in „Hotel Love“ eine Zukunft, die erschreckend nah und zugleich grotesk überzeichnet wirkt: Eine Welt, in der die „Männerpartei“ regiert, Frauenrechte abgeschafft sind und die staatlich propagierte „neue Familie“ aus einem Mann, einer Roboterfrau und einem künstlich produzierten Kind besteht. In diesem Setting erschafft der Reality-Star Roman eine Androidin nach dem Vorbild seiner Ex-Freundin Julia – perfekt, fügsam, makellos. Doch Perfektion ist trügerisch: Je mehr Roman erkennt, dass seine künstliche Julia niemals die echte sein wird, desto deutlicher kippt die Dynamik.

Piuk schreibt bitterböse und messerscharf, mit einem Humor, der wehtut. Die satirische Überzeichnung trifft präzise ins Mark aktueller Debatten über KI, Geschlechterverhältnisse und die Sehnsucht nach Kontrolle. Romans Beziehung zu seiner Androidin wird zum Spiegel seiner eigenen Eitelkeit, Bedürftigkeit und Unfähigkeit, echte Nähe zuzulassen. Besonders reizvoll ist, wie die künstliche Julia im Laufe der Handlung Romans Verhaltensmuster übernimmt – ein programmierter Spiegel, der ihm gnadenlos vor Augen führt, was er selbst nicht sehen will.

Stilistisch oszilliert „Hotel Love“ zwischen knalligem Entertainment und dystopischer Schärfe. Die Dialoge sind pointiert, das Tempo hoch, und dennoch bleibt Raum für unangenehme Fragen: Was ist Liebe, wenn sie nur simuliert wird? Wer kontrolliert hier eigentlich wen?

Ein schwarzhumoriges, kluges Stück Gegenwartssatire, das sich als Dystopie tarnt – und beim Lesen immer wieder das beunruhigende Gefühl auslöst, dass es gar nicht so weit von unserer Realität entfernt ist. Petra Piuk gelingt ein unterhaltsamer, aber zugleich bitterer Kommentar auf Macht, Technik und menschliche Eitelkeit. Große Leseempfehlung!

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Wow „Hotel Love“ hat mich irgendwie vom Hocker gerissen. Was geniales habe ich da bitte gelesen? Ich liebe es einfach. Die Idee ist so genial und die Umsetzung mit so viel Humor und gleichzeitig ernsten Hintergedanken gelungen, dass ich einfach nur baff bin. Der Schreibstil, beziehungsweise die Art des Erzählens war am Anfang etwas befremdlich, aber ich war sehr schnell drin und fand es dann wirklich sehr passend. Das Ende ist so genial, ich bin wirklich einfach nur begeistert. Ich möchte bitte mehr solcher Bücher! Für mich definitiv ein Highlight und eine ganz klare Leseempfehlung.

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In Hotel Love entfaltet Petra Piuk ein düsteres Zukunftsszenario, das sich satirisch mit den Gefahren einer technisierten Gesellschaft auseinandersetzt. Der Reality-Star Roman erschafft sich eine Androidin nach dem Vorbild seiner Ex-Freundin Julia, programmiert, um ihm zu gefallen. Doch die künstliche Perfektion führt zu unerwarteten Konflikten und wirft Fragen zur menschlichen Natur auf.

Piuk gelingt es meisterhaft, Humor und Gesellschaftskritik zu verbinden. Der Roman ist schnell lesbar und regt dennoch zum Nachdenken an. Die Dialoge sind nur leider teils schwer auseinanderzuhalten, was die Lesbarkeit beeinträchtigen kann.
Roman hat mich des öfteren zum Wahnsinn getrieben mit seinem toxischen handeln.

Insgesamt bietet Hotel Love eine unterhaltsame und zugleich kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen. Für Leser:innen, die sich für die Auswirkungen von Technologie und Geschlechterrollen interessieren, ist dieser Roman eine empfehlenswerte Lektüre.

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Ein absolutes Must-Read für alle Black Mirror Fans!
Es ist ein teilweise sehr schmaler Grad zwischen Absurdität und „so unrealistisch ist das gar nicht“. Es zeigt leicht überspitzt die mehr als aktuellere Realität im Patriarchat und dem modernen Zeitalter der KI‘s und das auf eine sehr schnelllebige und spannende Weise erzählt. Ich wünschte wirklich, dass das eine Black Mirror Episode wäre

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Wir schreiben das Jahr 2031, die Männerpartei ist an der Macht (it’s giving Mojo Dojo Casa House ✨) und Frauen haben jegliche Rechte verloren und dienen höchstens noch zur Unterhaltung im Trash TV. Ehefrauen werden nur noch im Hotel Love erschaffen, frei nach den Wünschen der Männer. Als Roboter-Ehefrau wird ein Primärziel verfolgt: den Mann glücklich zu machen. Roman ist einer dieser Männer. Nachdem seine große Liebe Julia ihn verlassen hat, kreiert er Julia 2.0 — eine 1:1 Kopie seiner Ex, die ihn endlich so lieben soll, wie er seine Julia geliebt hat. Doch was, wenn sich die Technologie, die einem zu seinem Glück verhelfen soll, plötzlich gegen einen wendet?
In zwei Erzählsträngen lernen wir nicht nur Roman und die Beziehung zu Julia 2.0 kennen, sondern auch Romans Vergangenheit mit der echten Julia, die sich aus dieser unfassbar toxischen Beziehung befreien konnte.

Petra Piuk hat zugleich eine erschreckende und satirisch-ironische Zukunftsversion erschaffen, die, wäre sie nicht so überspitzt dargestellt, einem wirklich Angst machen könnte. Als Leser:in ist man beinahe Teil des Geschehens, denn der Roman durchbricht auf sehr unterhaltsame Weise die 4. Wand, beispielsweise über Werbepausen oder Live-Fragen des Publikums, die die dystopische Welt und das Ausmaß des technischen Status quo erst so richtig greifbar machen.

Nicht weniger besonders als der Inhalt ist die Erzählweise. Dialoge sind teilweise nicht zu Ende gesprochen und verschwimmen mit Gedanken, die nicht immer zu Ende gedacht werden, mit alten Chatnachrichten und längst vergangenen Gedankenfetzen, die wieder an die Oberfläche kommen. Es erfordert etwas Konzentration, aber tut dem Leseerlebnis meiner Meinung nach gar keinen Abbruch. Eine wirklich wilde Storyline, die auch eine Black Mirror Folge hätte sein können!

[Insta-Posting folgt]

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Eine KI-Love-Dystopie, die sich anfühlt wie eine Folge Black Mirror 🤯

Wir befinden uns in einer von Männern regierten Welt. Frauen Rechte? Abgeschafft. Wir begleiten Roman in das Hotel Love, einen Resort in dem Mann seine eigene Ki Frau nach seinen Wünschen kreieren kann wie er möchte, mehrerer Köpfe, Zungen mit Geschmack, wählbare Körbchen Größe … Alles ist möglich.

Wie die Männer über Frauen sprechen und mit ihnen umgehen ist echt schon Heavy gewesen.

Es ist ein super schmaler grad zwischen „wtf wie abgedreht“ und „omg das könnte wirklich passieren“

Der Schreibstil war sehr besonders, wie eine geschrieben Reality Show in einer Art Reporter Perspektive. Ich fand’s super! Einfach mal was anderes, mich hat’s super unterhalten.

Für alle Fans und die die es noch werden wollen von Black Mirror ein Must Read! 🤗

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Stell dir vor, es ist 2031 und Frauen existieren nur noch als Staffage im Trash-TV oder als maßgeschneiderte Roboter-Ehefrauen im Hotel Love. Genau hier setzt Petra Piuk mit "Hotel Love" an – einer bitterbösen Satire, die so absurd klingt, dass sie schon wieder erschreckend real wirkt.

Im Zentrum steht Roman, der seine Ex-Freundin Julia einfach nicht loslassen kann. Statt zu akzeptieren, dass sie gegangen ist, bestellt er sich kurzerhand eine Julia 2.0 – eine Androidin, die ihn lieben muss. Klingt nach Happy End? Eher nach dystopischem Albtraum. Denn Piuk zeigt in zwei Strängen nicht nur Romans toxische Beziehung zur echten Julia, sondern auch, wie sehr seine Sucht nach Kontrolle ihn selbst ins Verderben stürzt.

Was mich besonders begeistert hat, ist die Erzählweise: mal Werbepausen, mal Chatverläufe, mal Gedankenfetzen – fast wie ein literarisches Channel-Hopping zwischen Netflix, Black Mirror und einer Reality-Show. Es braucht am Anfang etwas Konzentration, aber danach entwickelt es einen unglaublichen Sog.

Die Themen sitzen tief: patriarchale Gewalt, der Verlust von Frauenrechten, die Abhängigkeit von Technologie und die Frage, was Liebe eigentlich ist. Gleichzeitig trifft der schwarze Humor so punktgenau, dass man zwischen Lachen und Schlucken schwankt.

👉 Hotel Love ist keine leichte Kost, aber genau deswegen so stark: schräg, unbequem, sarkastisch – und erschreckend plausibel. Für mich ein echtes Highlight im Genre der Dystopie!

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Modern, absolut beunruhigend und ein wahnwitziger Spaß.
'Hotel Love' war für mich eine große Überraschung, obwohl das trashig anmutende Cover mich schon angesprochen hat, habe ich irgendwie nicht damit gerechnet, dass es mich so gut unterhalten wird.
Die Idee des KI generiierten Romans und die Umsetzung haben mir sehr gut gefallen. Der Inhalt ist oftmals extrem unangenehm (auf passende Art und Weise), dann wieder zum Schmunzeln und ein paar Plottwists werden auch geboten.
Also ich habs verschlungen, kann mir aber vorstellen, dass es für manche Leser*innen vielleicht zu hm.. experimentell sein könnte.

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In einer sehr nahen Zukunft, in der die "Männerpartei" mit einem gottgleichen Kanzler regiert und alle ungefragt zu Figuren in Reality-Serien werden können, ist Roman auf der Suche nach der großen Liebe - in Form eines androiden Ersatzes für seine Ex-Freundin Julia, welchen er im Hotel Love ganz nach seinen Wünschen erstellen lassen kann. Doch kaum ist Julia 2.0 "wach", beginnt sie, Störungen zu bemerken, die ihr Primärziel, Roman glücklich zu machen, behindern...

Petra Piuks Roman über Liebesglück in Zeiten von virtueller Dauerbeobachtung, KI, Misogynie und male loneliness ist so vielschichtig wie gesellschaftskritisch. Und das garniert mit bitterbösem Humor.
Das Buch selbst wird als Teil der Welt des Romans inszeniert, die Lesenden zu ihren Bewohnern gemacht, die der "größten Liebesgeschichte aller Zeiten" wie einem Medienspektakel beiwohnen. Und obwohl diese Welt nicht die ist, die uns derzeit umgibt, fühlt sie sich in einem unbehaglichen Maß vertraut an - als sei sie zwar noch nicht Realität, könnte es aber in nächster Zukunft werden. Und das liegt nicht nur an den geschickt eingesetzten popkulturellen und literarischen Referenzen.
Denn sowohl das Ersetzen von Frauen durch Androidinnen, die Einschränkung von deren körperlicher und sozialer Autonomie sowie das gesetzliche Verbot aller Geschlechter außer der kolonialzeitlich anerkannten zwei sind beispielsweise nicht nur Diskussionen, die online wie offline tatsächlich heute geführt werden. Politisch wird mancherorts bereits versucht, die Uhren auf eine vermeintlich bessere und einfachere Zeit zurückzudrehen, als Frauen rechtlich mehr Mündel als Partnerin ihrer Ehemänner waren.

Die Frage, ob eine selbstgestaltete Androidin mit nur einem einzigen Ziel wirklich die Lösung aller partnerschaftlichen Probleme ist, beantwortet die Autorin in diesem Roman vielleicht am ehesten mit Oscar Wilde: When the gods wish to punish us they answer our prayers. (Die Frage, warum das Buch aussieht, wie es aussieht, übrigens auf S. 207.)

Unbedingt lesen!

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Petra Piuks Roman Hotel Love entwirft ein düster-groteskes Zukunftsszenario, das gleichermaßen fasziniert wie verstört. In einer Welt, in der eine Männerpartei das Sagen hat, sind Frauenrechte abgeschafft – Macht und Kontrolle liegen einzig in männlicher Hand.

Im Zentrum steht das Hotel Love, und die Tatsache, dass die Männer sich nach Belieben ihre perfekte Partnerin zusammenstellen können: eine KI-Frau, maßgeschneidert bis ins kleinste Detail. Alles ist möglich, die Illusion von Liebe programmierbar. Für den Protagonisten Roman, der seine Ex-Frau nicht überwinden kann, bedeutet dies ein vermeintliches Glück: Er erschafft eine täuschend echte Kopie von Julia – der Frau, die ihn verlassen hat. Doch seine Besessenheit kippt bald ins Abgründige, denn auch die künstlich perfekte Julia kann niemals die echte ersetzen.

Piuk zeichnet diese Welt mit einem bitterbösen, schwarzen Humor, der die Lektüre gleichzeitig unterhaltsam und verstörend macht. Manchmal geht dieser Humor bis an die Grenze des Erträglichen – und genau darin liegt seine Wirkung. Der Roman ist grotesk, überdreht, und dennoch so nah an aktuellen Diskursen über KI, Machtverhältnisse und Geschlechterpolitik, dass man sich unwillkürlich fragt: Wie weit sind wir eigentlich noch von diesem Szenario entfernt?

Besonders gelungen ist die satirische Zuspitzung der Thematik.

Hotel Love ist damit mehr als nur eine schräge Zukunftsgeschichte. Es ist ein Spiegel unserer Gegenwart, ein literarisches Experiment voller Groteske, Schärfe und bitterer Satire. Petra Piuk gelingt es meisterhaft, ein erschreckendes, aber hochgradig unterhaltsames Bild einer möglichen Welt zu entwerfen.
Absolute Leseempfehlung für alle, die sich von Literatur nicht nur unterhalten, sondern auch herausfordern lassen wollen.

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Geht‘s eigentlich noch?

Yes! Ein feministisches Meisterwerk der extraklasse!
Schon die Aufmachung des Buches schreit förmlich „Achtung, Achtung, dieses Buch strotzt nur so vor toxischer Männlichkeit!“
Hotel Love ist eine klare Abrechnung, eine bitterböse Satire, eine Welt in der die Frau fügsam ist, so wie sich das der toxische Mann vorstellt.
Roman hat seine einzig wahre Liebe verloren, seine Julia m.
Im Hotel Love will er sich nun eine KI generierte Traumfrau erschaffen, die natürlich aber genauso zusein hat wie seine Julia.
Im Verlauf des Buches erfahren wir auch weshalb es mit besagter (realen) Julia nicht funktioniert hat.

Das Buch an sich war eine absolute Überraschung, es war laut, es war wütend, es war grandios.
Woran ich mich aber erstmal gewöhnen musste war der Schreibstil.
Dennoch war dieses Buch eine absolute Bereicherung.

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Dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen.

Eine Dystopie vom Feinsten.
Es geht noch weiter als der Report der Magd, bei dem die Frauen enteignet wurden und in feste Rollen gepresst wurden. Hier wurden die Frauen entmachtet, verfolgt und durch neuartige KI Android Frauen ersetzt. Es ist eine Ekelprobe, sich mit "normalen" Frauen einzulassen, da diese stinken und Körperflüssigkeiten aussondern.

Roman baut sich seine perfekte Ehefrau nach dem Bild seiner Exfreundin und versucht nun das Glück zu finden.

Die persönliche Ansprachen und die gezielten Auslassungen machen das Buch so unglaublich interessant. Leider auch etwas zu realistisch, aber dennoch unterhaltsam.
Und das Ende fand ich so gut gelungen...

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Was für ein lustiges und gleichzeitig super smartes Buch! Es verhandelt extrem toxische Beziehungsmuster und allzu reale Verhaltensweisen von Tätern in Hetero-Beziehungen. Das ganze passiert in einem Zukunftssetting, in welchem Männer alleinig die Macht haben. Ich mochte auch den Aufbau, das Buch ist wie ein Tag vor dem Fernseher mit den Trash-TV-Kanal in Dauerschleife gestaltet, während gleichzeitig die Grenzen vom Inhalt des Romans mit der Realität verschwimmt. Dazu noch ein guter Plot und Female Rage, ein Read der mir sehr viel Spaß gemacht hat!

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Wir schreiben das Jahr 2031: Frauen tauchen kaum noch im echten Leben auf, sondern dienen als Deko im Reality-TV oder werden als maßgeschneiderte Roboterpartnerinnen im Hotel Love zusammengeschraubt. Genau in dieser Welt spielt „Hotel Love“ von Petra Piuk – eine Satire, die gleichzeitig vollkommen überdreht und beklemmend realistisch wirkt.

Im Mittelpunkt steht Roman. Er kommt über die Trennung von seiner Ex-Freundin Julia nicht hinweg. Statt das Ende ihrer Beziehung zu akzeptieren, bestellt er sich im Hotel Love schlicht eine neue „Julia“ – eine künstliche Version, programmiert, ihn bedingungslos zu lieben. Romantisch? Wohl kaum. Eher ein Science-Fiction-Albtraum über Macht, Abhängigkeit und Gewalt.

Das Buch ist in zwei Ebenen erzählt: einmal die Beziehung zur echten Julia, voller Manipulation und Besessenheit, und parallel dazu Romans selbstzerstörerischer Absturz, während er versucht, die perfekte Partnerin zu kontrollieren. Besonders beeindruckend ist die Art, wie Piuk erzählt: Werbespots, Chats, Gedankenfetzen, wie ein literarisches Zappen durch Streamingdienste, Trash-TV und Black Mirror – anfangs gewöhnungsbedürftig, aber dann unglaublich packend.

Die zentralen Motive treffen hart: patriarchale Strukturen, Überwachung, Digitalisierung, Verlust von Rechten und die Frage, was Liebe bedeutet, wenn sie programmierbar ist. Dazu ein bitterer, schwarzer Humor, der einen ständig zwischen Lachen und Beklemmung pendeln lässt.

„Hotel Love“ ist kein Wohlfühlroman, aber genau dadurch so überzeugend – scharf, schräg, unbequem und erschreckend denkbar. Für mich eines der stärksten dystopischen Bücher der letzten Zeit.

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Toll! Mal was ganz anderes vom Schreibstil. Sehr kurze Kapitel und eine völlig verdrehte Erzählperspektive, ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen

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Roman gönnt sich was. Denn er ist der ärmste und bedauernswerteste Mann auf der ganzen Welt. Denkt er, weil seine über alles geliebte und vergötterte Julia ist nicht mehr an seiner Seite. Und es ist natürlich nur alles ihre Schuld und die ihrer Freundinnen, und außerdem und überhaupt. Zum Glück regiert jetzt die Männerpartei, Frauen werden in Camps gehalten oder werden systematisch eliminiert. Gibt es doch so lebensechte Androidinnen für alle erdenklichen Lebens (- und Liebes)lagen. Und das allerbeste: im Hotel Love kann Mann sich binnen weniger Tage seine Wunschfrau zusammenstellen lassen und diese heiraten. Als kostenpflichtige Option kann man dann auch gleich ein Kind, vorzugsweise einen Sohn, mit dazu bestellen. An manchen Tagen gibt es dafür sogar einen lukrativen Rabat. Oder für einen zweiten Kopf der Auserwählten. Oder einem eigenen Satz Zungen mit mehreren Geschmacksrichtungen.
Und was macht Roman: er lässt sich natürlich seine Julia 1:1 nachbauen. Sogar die Anzahl der Sommersprossen ist identisch. Julias 2.0 einprogrammiertes Primärziel lautet Roman glücklich zu machen. Was gar nicht so einfach ist, denn es stellt sich im Laufe des Romans heraus, wie Roman wirklich tickt. Eifersucht bis zum Platzen, Kontrollwahn, sprich die personifizierte Toxizität. Da tut sich dann sogar eine KI schwer damit. Aber es wäre nicht eine KI, wenn sie am Ende keine Lösung parat hätte. Und die gilt dann im Kollektiv für alle als Frauen programmierte Roboter … und alle werden glücklich, oder so ...
Der Roman ist mehr als eine wunderbare Satire auf das Patriarchat, dem eigentlich die gesamte Menschheit auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Man kann ihn eine Dystopie nennen, oder einfach eine nur sehr klug inszenierte, natürlich (sehr) überspitzte Metapher darüber, wie es in der männerdominierten Welt abläuft. Wir kennen alle die gesellschaftlichen Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Aber dank der Männerpartei, die Roman natürlich nie und nimmer gewählt hätte, wären ihm all die Konsequenzen bewusst gewesen, sind diese nun obsolet.
Aber eine richtige Julia wäre ihm schon lieber gewesen …
Man muss unweigerlich beim Lesen schmunzeln und gleichzeitig den Kopf schütteln, das Lachen könnte einem im Halse stecken bleiben.
Geschickt inszeniert, wechselnd von der nahen Zukunft im Love-Ressort zu Rückblenden ins gemeinsame Leben von Julia (der aus Fleisch und Blut) und Roman, entpuppt sich sehr schnell, welchen Geistes Kind er ist.
Und der allgemein gültige und verwendete Gruß „Love Kanzler“ zu Ehren des neuen Kanzlers der Männerpartei erinnert mich schon stark an jene faschistische Grußformel, die vor ca. 90 Jahren in aller Munde zu sein hatte.
Mit einem schnellen Erzähltempo rauscht man durch das Buch, kann trotz der vielen, oftmals nur angedeuteter Kritik an unserer Gesellschaft, diesen wunderbaren Roman von Petra Piuk nicht mehr aus der Hand legen.

Ganz große Leseempfehlung, und bestimmt ein Jahreslesehighlight.

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Dieses Buch ist der absolut beste Fiebertraum, den ich je hatte. Anfangs war es ein bisschen wirr bzw. einfach anders, weshalb ich ein paar Seiten gebraucht habe, um das Konzept zu verstehen. Fand es dann aber sehr schnell sehr toll. Die Story ist natürlich unschlagbar, das Ende noch viel mehr. 10/10!!

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Maria, der Maschinenmensch, stiftet in Metropolis (1927) Unruhe.
L.I.S.A. (1985) ist in John Hughes’ Komödie Weird Science die perfekte Frau aus dem Computer.
Mit ihr werden die beiden Nerds Garry und Wyatt zu selbstbewussteren Typen.
Und Julia 2.0?
Sie hat in Petra Piuks Roman Love Hotel nur eine Aufgabe: das Original zu ersetzen, für Sex zur Verfügung zu stehen und ihren Besitzer Roman glücklich zu machen.
Denn Roman ist seine echte Julia abhandengekommen. Wie und warum, erfahren wir im Laufe des bei Leykam erschienenen Textes.
In Romans Welt ist die Männerpartei an der Macht, Frauenrechte sind abgeschafft.
Der Love-Kanzler regiert. Frauen sind zur Jagd freigegeben, leben in Lagern und dienen als Menschenmaterial für Game Shows.
Wenn sie überleben wollen, brauchen sie einen männlichen Vormund.
Roman checkt im Love Hotel ein: Mit der App Wifey soll die ideale Frau erschaffen werden – und in sechs Tagen wird geheiratet.
Und so arbeitet er sich an Julia 1.0 ab.
Der Text provoziert – und das auf mehreren Ebenen.
Männer sind hier ausnahmslos dumm, toxisch und am Ende.
Diese Provokation lohnt sich, weil sie zum Nachdenken über die Geschlechterverhältnisse anregt.
Auch Frauen stehen in der Verantwortung:
Wie kann eine Bevölkerung, die zur Hälfte aus Frauen besteht, eine solche Partei wählen?
Da wir Roman über weite Strecken folgen, ist die Sprache selbstverliebt, kalt und nicht romantisch.
Besonders spannend ist der experimentelle Charakter:
Zwischenkapitel verraten, dass eine KI Verfasserin des Textes ist – mit Sicherheitsvorfällen, Werbepausen und Störgeräuschen.
Auch ihr gelingt es nicht, Romans Geschichte Sinn zu verleihen.
Wer Love Hotel liest, kann mit dieser Zukunft nicht glücklich sein.
Männern wird Veränderung nicht mehr zugetraut – also müssen Frauen und Cyborgs ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.
Auch wenn ich als Mann hier nicht mehr mitgemeint bin: Zeit, dass wir endlich mitmachen.

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