Rift
von Marina Schwabe
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Erscheinungstermin 17.10.2025 | Archivierungsdatum 02.12.2025
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Zum Inhalt
Fünfzehn Dollar. Das ist das Tagesbudget der Geschwister Zuzanna und Janko, als sie in die USA fliegen. Sie wollen einen gemeinsamen Kindheitstraum verwirklichen und den Pazifik sehen. Zuzanna weiß...
Vorab-Besprechungen
»Dieser Roman erzählt berührend von zwei Geschwistern, die nichts haben und dennoch zum Größten aufbrechen, dem Pazifik und dem Abschied voneinander.« Luca Kieser
»Als hätte der nordamerikanische Kontinent gerade jene Ausdehnung, die es braucht, um reisend von einem Leben Abschied zu nehmen. Ein tief berührendes Romandebüt in einer Sprache der Melancholie und Zärtlichkeit.« Svenja Leiber
»Dieser Roman erzählt berührend von zwei Geschwistern, die nichts haben und dennoch zum Größten aufbrechen, dem Pazifik und dem Abschied voneinander.« Luca Kieser
»Als hätte der nordamerikanische...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783969994924 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 160 |
Links
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 673522
Ein sehr schöner und berührender Roman über's Abschied nehmen, über den Umgang mit Traurigkeit, die Kunst des Gehenlassens - und nicht zuletzt über das Unterwegs sein.
Wir lernen die Geschwister Zuzanna und Janko an irgendeinem Flughafen in Deutschland kennen, Ziel USA, und schnell wird klar, zumindest für Janko wird es die letzte Reise sein, denn Janko ist schwer krank, die Rede ist von einem "halben Jahr" - und das mit 36 Jahren. Die Idee zu dieser Reise gibt es schon sehr viel länger, schon vor 20 Jahren entsatnd die Idee, nochmal länger zusammen unterwegs zu sein, Zuzanna hat sich gut vorbereitet, viel recherchiert, denn auch wenn das eigentliche Ziel der Pazifik ist, den Janko unbedingt noch sehen will, beginnt der USA-Aufenthalt in New York und wird die beiden Geschwister mitten durch das Land führen. Geld ist nicht besonders viel vorhanden, weshalb sie sehr sorgfältig überlegen müssen, wofür es ausgegeben wird. Anstatt in Hostels zu übernachten, wie ursprünglich geplant, schlägt Janko bereits in New York "Couch-Surfing" vor und so lernen Zuzanna und Janko nicht nur das Land, sondern auch einige seiner Bewohner intensiv kennen.
Wie Marina Schwabe ganz unaufdringlich und dennoch spürbar das "ganz große Thema" mitlaufen lässt, ist für mich große Kunst. Die Ratlosigkeit angesichts des endgültigen Abschieds, die Ungewissheit, wie lange Janko noch schmerzfrei reisen kann, die Ohnmacht, daran nichts ändern zu können, all das grundiert diesen Roman, ohne ihn pathetisch zu überfrachten - was für ein Debut!
Zarte Geschwistergeschichte, gut lesbar, traurig aber nicht niederschmetternd. Mal wieder ein gutes Buch vom Steidl Verlag.
Buchhändler*in 1149241
Ein bewegendes, melancholisches Buch über das Sammeln von Momenten und Erinnerungen; ein langsamer Abschied. Wunderschön!
“Rift” von Marina Schwabe ist eine tief bewegende Geschichte über Geschwisterliebe, Krankheit und das Loslassen. Im Mittelpunkt stehen Zuzanna und Janko, zwei Geschwister, die eine letzte gemeinsame Reise durch die USA unternehmen. Janko ist schwer krank, und sein größter Wunsch ist es, den Pazifik zu sehen. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg – mit wenig Geld, aber einem klaren Ziel: Jankos Traum zu erfüllen, bevor es zu spät ist.
Marina Schwabe erzählt diese Geschichte mit einer ganz außergewöhnlichen Zurückhaltung. Sie verzichtet auf übertriebene Emotionen und lässt stattdessen viele kleine Gesten und Momente wirken. Ihre Sprache ist ruhig und voller Liebe. Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle und jede Beschreibung ist so detailliert, aber nicht überladen. Besonders eindrücklich ist die Reise selbst, denn sie wird zu einer Art Metapher der inneren Bewegung der beiden Hauptprotagonist:innen. Jede Meile, die sie zurücklegen, ist zugleich ein Stück Abschied, denn je näher die beiden dem Meer kommen, desto näher kommen sie auch Jankos Tod.
Das Verhältnis zwischen Zuzanna ist geprägt von ganz viel Wärme, Zuneigung, Fürsorge, aber auch von der Angst vor dem, was kommt. Marina Schwabe zeigt diese Geschwisterbeziehung in all ihrer Widersprüchlichkeit, die so eine schwierige Situation mit sich bringt. Beim Lesen spürt man in jeder Zeile, wie schwer es ist, jemanden zu begleiten, den man liebt, und gleichzeitig zu wissen, dass man bald loslassen muss.
Trotz des schweren Themas überwiegen schöne und leichte Momente - das Tragische wird mit viel Liebe und Empathie getragen. Wie es eben auch im wahren Leben ist, wenn man jemanden die letzten Momente des Lebens so schön wie möglich gestalten möchte.
“Rift” ist daher kein Buch, das man wählen sollte, wenn man einen spannenden Roadtrip-Roman sucht. Diese Geschichte lebt eher von der Sprache zwischen den Zeilen und von Momenten, die ganz ruhig sind, aber die man dank der Sprache fast schon spüren kann. Marina Schwabe gelingt es, das große Thema Sterben in eine Form zu bringen, die nicht schwer oder bedrückend wirkt, sondern zärtlich. Es ist ein kluges Buch über Abschied und Liebe und über den Mut, Schmerz zuzulassen und geliebte Menschen gehen zu lassen. Dass Marina Schwabe für “Rift” den Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung 2025 erhalten hat, überrascht daher kaum.
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Bärbel Dr. med. Grashoff
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