Wilder Honig
Roman
von Caryl Lewis
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Erscheinungstermin 13.09.2025 | Archivierungsdatum 14.10.2025
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Zum Inhalt
»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort
Hannah, Sadie und Megan sind alle auf ihre eigene Art verloren. Als sie sich begegnen, beginnen sie zu dritt einen Neuanfang, den sich keine von ihnen je erträumt hätte. Caryl Lewis leuchtet im idyllischen Setting der walisischen Landschaft alle Facetten der menschlichen Emotionen aus. Zwischen Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit erzählt sie eine unvergessliche Geschichte.
Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.
»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort
Hannah, Sadie und Megan...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783608966893 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 288 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ich kann dazu nichts sagen außer
Jahreshighlight!!!!!
Es war ein perfektes Meisterwerk
Diese Story hatte alles was für mich eine perfekte Geschichte ausmacht!!!
Rezensent*in 596528
Ruhiger, poetischer Roman
Nach dem Tod von Hannahs Ehemann John zieht ihre Schwester Sadie bei ihr ein, um sich um sie zu kümmern. Bald darauf erfahren die beiden Frauen, dass John ein Geheimnis mit ins Grab trug, das er jahrzehntelang gehütet hat. Und dann tritt die junge Megan in ihrer beider Leben. Die drei Frauen verbringen viel Zeit zusammen in Hannahs altem Haus und dem Obstgarten mit seinen Bienenstöcken, Johns einstigem Ein und Alles. Die Monate vergehen und Hannah, Sadie und Megan stellen sich ihrer Vergangenheit und ihrer Traurigkeit und schöpfen neue Hoffnung…
Der Klappentext des Buches sprach mich sehr an, sodass ich es unbedingt lesen wollte. Das Buch ist in einem hochwertigen, poetischen Stil geschrieben, der einem den Wechsel der Jahreszeiten, die Pflanzen in Hannahs Obstgarten und das Leben in Johns Bienenstöcken anschaulich vor Augen führt. Durch die vielen Naturbeschreibungen ist der Roman von einer unbeschreiblichen Ruhe und Beschaulichkeit durchzogen, was ich sehr mag.
Die drei Frauen sind allesamt sehr sympathische Charaktere, ihre Traumata und Wunden der Vergangenheit kann man sehr gut nachvollziehen. Als LeserIn hofft man auf ein gutes, erfüllendes Ende für die drei.
Die Autorin ist eine Frau in der leisen Worte. Die sich leise anbahnende Liebesgeschichte zwischen Megan und dem Hilfsarbeiter Jack wird nurmehr angedeutet, nicht ausgeführt. Genauso sparsam geht die Autorin mit Gesprächen um. Über das, was in der Vergangenheit zwischen Hannah und John sowie zwischen Hannah und ihrer Schwester Sadie geschah, wird nicht viel gesprochen. Ich hätte mir ein wenig mehr Aufarbeitung gewünscht. Der Fokus lag immer auf Beschreibungen des Obstgartens und der Natur.
Alles in allem ein sehr schönes, ruhiges Buch, das einem den Frieden, die die Natur uns schenkt, näherbringt.
Rezensent*in 427080
Ein ruhiger, aber intensiver Roman, angesiedelt in Wales, der die Beziehung von drei Frauen zeigt. Hannah, deren Mann John gerade gestorben ist, ihre Schwester Sadie und die junge Megan. Megan ist die geheime Tochter Johns, von der die Schwestern erst nach seinem Tod erfahren.
Megan sucht sie auf, um sie kennen zu lernen und bleibt eine ganze Weile.
Die walisische Umgebung sorgt für viel Atmosphäre.
Zwischen den Kapiteln gibt es Briefe von John, bei denen es hauptsächlich um Bienen geht. Er war leidenschaftlicher Imker. Und so prägen die Bienen auch das Leben der Frauen. Es ist ein sensibel geschriebenes Buch.
3608966897
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1171222
Eine zärtlich-traurig-schöne Geschichte über Liebe und Verlust, stets parallel begleitet von philosophischen Denkanstössen zu Bienen und Honig. Lesenswert!
Buchhändler*in 1587298
Das Cover vom Buch finde ich einfach nur schon wunderschön. Und vom Titel her habe ich auch gehofft das wirklich Bienen vorkommen.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist traurig und melancholisch und gleichzeitig voller Hoffnung, weil die Zeit Wunden heilen kann.
Man lernt auch gleichzeitig so viel von der Natur und der Jahreszeiten wenn man einfach aufmerksam ist. Eine kleine eigene Welt am Ende der Welt, ohne Technik Schnickschnack.
Ein Obstgarten, drei Frauen, elf Briefe.
Die Geschichte einer grossen Liebe... wirklich sehr passend.
Ein wunderbarer Roman zum Entschleunigen. Dieses Buch strahlt absolute Ruhe im "Garten Eden" aus. Egal welche Schicksalsschläge das Leben bringt, der Garten, die Bäume und Bienen bleiben der Standhafte Mittelpunkt ihres Lebens. Eine Geschichte voller Trauer, Liebe und Geheimnisse. Der Roman beschreibt wunderbar, das wir in jedem Alter die Chance haben uns selber zu finden und uns mit der Frage beschäftigen sollten: Wen in unserem Leben kennen wir wirklich?
Gabi K, Buchhändler*in
Auch solche Bücher braucht man! Ein ganz ruhiges, fast poetisches Kleinod. Zwei Schwestern, deren Lebenswege sie voneinander entfremdet haben, kommen im Alter zur Beerdigung des Ehemanns der Älteren wieder im Elternhaus zusammen. Dabei kommt viel hoch, ausgelöst vor allem durch die Anwesenheit einer unehelichen Tochter des Mannes, von der niemand vorher etwas wusste. Alle drei Frauen haben unverarbeitete Wunden, die aber im Miteinander und in der Natur anfangen dürfen zu heilen. Eingestreut sind 11 Briefe des Verstorbenen, in denen er durch Bilder aus seiner geliebten Imkerei seine Ehe Revue passieren lässt.
In einer ungeschickten Hand wäre der Plot schnell Kitsch; Caryl Lewis hat aber eine wunderbare Schreibe und echtes Einfühlungsvermögen für ihre Figuren. Wer leise Töne nicht scheut, sollte das Buch auf jeden Fall lesen.
Buchhändler*in 772537
Jahrzehntelang hat Hanna ihr Leben mit John geteilt. Jetzt ist er gestorben – und sie ist allein mit ihrer Trauer, seinen Bienen und dem großen Obstgarten ihres Vaters. Ihre Schwester Sadie zieht bei ihr ein, um sie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Als die beiden entdecken, dass John ein gut gehütetes Geheimnis hinterlassen hat – eine uneheliche Tochter namens Megan –, laden sie die junge Frau kurzerhand zu sich ein.
Zwischen den drei Frauen entsteht im Lauf der Monate eine zarte Gemeinschaft, geprägt von vorsichtiger Annäherung, schmerzlichen Erinnerungen und ersten zukunftsweisenden Schritten. Gemeinsam beginnen sie, dem verwilderten Obstgarten neues Leben einzuhauchen. Unter der Anleitung des Hilfsarbeiters Jack lernt Megan, sich um die Bienen zu kümmern – und es entwickelt sich eine leise, glaubwürdige Liebesgeschichte. Auch Sadie wagt sich an eine späte, schmerzlich erarbeitete Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Identität.
Ein stiller, tiefgründiger Roman voller ungesagter Dinge und verletzlicher Figuren. Der walisische Garten wird zu einer lebendigen Metapher für Heilung und Neubeginn. Während die Obstbäume erste Knospen treiben und die Bienen summend ihre Arbeit aufnehmen, finden auch Hanna, Sadie und Megan allmählich neue Wurzeln in der veränderten Realität. Die geheimnisvolle Weisheit der Bienen spiegelt sich in Johns hinterlassenen Briefen und in den Entwicklungen der Frauen wider.
Berührend, poetisch und schön!
Inge H, Rezensent*in
Das Testament
Caryl Lewis schreibt ruhig und poetisch den Roman, Wilder Honig.
Dia walisische Dorfidylle wird schön geschildert. Da gibt es Hannahs Obstgarten und Johns Bienenstücke.
John ist nach langer Ehe mit Hannah gestorben. Sie dachte es wäre eine gute Ehe gewesen, aber da kommt plötzlich seine uneheliche Tochter ins Bild.
Die Autorin schildert anmutig Hannahs Verletztheit.
John hat ihr elf Briefe hinterlassen. Der hat sich das ja leicht gemacht, typisch.
Die Geschichte über das Leben und Überleben der Bienen ist interessant.
Der Roman liest sich gut und ich kann eine klare Leseempfehlung geben.
Caryl Lewis Roman "Wilder Honig", der am 13. September 2025 im Verlag Klett-Cotta erscheint, ist die einfühlsame Geschichte dreier Frauen, die nach den Tod von John aufeinander treffen.
Johns Frau Hannah hat ihr ganzes Leben in ihrem Elternhaus verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, die schon früh das Elternhaus verließ. Nach Johns Tod kommt Sadie zurück und steht ihrer Schwester Hannah in der Zeit der Trauer zur Seite. Sadie entdeckt eines Tages elf Briefe von John an Hannah und ein lange von John gehütetes Geheimnis. Die Schwestern entschließen sich, Megan zu sich einzuladen. Das Zusammentreffen der drei Frauen ist am Anfang kompliziert, denn keine weiß, wie sie sich verhalten soll. Doch mit der Zeit entsteht zwischen den Frauen eine Vertrautheit. Dabei wird ihnen auch bewusst, dass sie für ihr eigenes Leben Entscheidungen treffen müssen.
Schon allein das Cover macht Lust auf das Buch und man möchte umgehend mit dem Lesen beginnen. Und bereits nach den ersten Seiten stellt man fest, dass man nicht enttäuscht wird. Caryl Lewis gelingt es mit Worten, sich den Obstgarten im Wechsel der Jahreszeiten bildlich vorzustellen. Die Idee der Autorin, dass John in seinen Briefen Vergleiche zwischen einem Bienenvolk und dem Leben von Hannah und sich herstellt, hat mir besonders gut gefallen. Diesen Roman sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Wilder Honig von Caryl Lewis ist ein leises, atmosphärisches Buch über drei Frauen, die einander erst auf Umwegen begegnen, und dabei Stück für Stück zu sich selbst finden. Im Herzen der walisischen Landschaft treffen Hannah, ihre Schwester Sadie und die junge Megan aufeinander. Alle drei tragen ihre eigenen Verletzungen mit sich, Verluste, Geheimnisse und unerfüllte Träume.
Hannah ist tief mit dem Familienhaus und dem alten Obstgarten verwurzelt, den sie nie verlassen hat, nicht einmal nach ihrer Heirat mit John, einem Mann mit einer besonderen Beziehung zu Bienen, Sprache und Erinnerung. Nach seinem Tod bleibt sie allein zurück,doch seine hinterlassenen Briefe und ein verborgenes Geheimnis verändern alles. Gemeinsam mit Sadie und Megan begibt sie sich auf eine emotionale Reise, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt.
Caryl Lewis schreibt mit viel Gefühl für die feinen Zwischentöne des Lebens: über Verlust, Vergebung, Schwesternschaft und die heilende Kraft der Natur. Der Garten wird zum Symbol für das, was wieder wachsen kann, wenn man sich traut, alte Wunden zu öffnen.
Ein kleiner Kritikpunkt: Manche Passagen hätten etwas straffer erzählt werden können. Dennoch bleibt Wilder Honig ein wunderschön erzählter Roman, der lange nachklingt.
P. K, Buchhändler*in
Wunderbar! Die Autorin erzählt sehr feinfühlig davon wie aus etwas Traurigem etwas schönes Neues entstehen kann. Der Tod ihres Ehemanns konfrontiert Hannah mit einer unerwarteten Tatsache. Auch ihre Schwester Sadie, die einige Zeit bei ihr verbringt, muss über etwas in ihrem Leben nachdenken. Und dann ist da noch Megan. Alle drei lassen sich auf die Situation ein. Und Lesende werden Teil einer besonderen Begegnung.
Eine Geschichte über Schuld, Vergebung und Neuanfänge.
Hannah lebt in einem kleinen walisischen Ort, umgeben von Apfelbäumen. Hier hat sie zusammen mit ihrem Mann John gewohnt, der nun verstorben ist und ihr elf Briefe hinterlassen hat und noch mehr....Hannah muss erfahren, dass es eine uneheliche Tochter gibt, von der ihr John nie erzählt hat. Tief getroffen, da sie selbst kinderlos geblieben ist, beschließt sie dennoch, die junge Frau zu sich einzuladen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Sadie, zu der sie jahrelang keinen Kontakt hatte, lässt sie sich nach und nach auf die Veränderungen ein, die mit Megan in ihr Leben treten. Neues beginnt, Altes wird aufgearbeitet und zwischen allem sind Johns Briefe und seine Bienen, mit deren Verhalten er alles zu erklären versucht.
Lebendig und mit großer Wirkkraft erzählt Caryl Lewis von diesen drei Frauen, von ihren Enttäuschungen und Lebensentscheidungen und von dem, was werden kann, wenn man es zulässt.
Wie schön doch eine Geschichte sein kann – ich bin restlos begeistert.
Was mich zu Beginn eher traurig stimmte, nahm im Verlauf der Geschichte immer mehr die Form einer warmen Umarmung an.
Es ist eines der wenigen Bücher, bei denen man sich wünscht, dass die Geschichte niemals endet.
Wie in den Briefen von John das Leben der Bienen mit dem Leben von John und Hanna ineinanderfließt, ist einfach unglaublich.
Ein großartiges Werk!
Sabrina K, Rezensent*in
Hannah und Sadie sind Geschwister und dabei waren sie sich als Kinder so nah, haben sich aber im Erwachsenenleben doch verloren. Hannah hat das Elternhaus nie verlassen und lebte im Grunde das Leben, das sie nie wollte. In ihrer Ehe gab es nur die düstere Wolke der Kinderlosigkeit, welche sie nach dem Tod ihres Mannes einholte. Sadie möchte ihre Schwester unterstützen und dabei finden sie nach dem Tod das Testament und etliche Briefe. Dabei tritt Megan ins Leben der beiden, die uneheliche und bis dato unbekannte Tochter von Hannahs verstorbenem Mann.
Als die drei dann aufeinander treffen, gibt es sehr viele Unwegsamkeiten, auch hat jeder so sein eigenes Päckchen zu tragen und dennoch…nimmt alles eine andere Wendung, wie man zu Beginn vermuten würde.
Und ja, es gibt ein Happy End, was ich hier aber nicht verraten möchte.
Es ist sehr nah geschrieben, so dass man sich mit allen einzelnen Protagonisten identifizieren kann. Jeder ist auf seine eigene Art und Weise besonders und zeigt die unterschiedlichsten Gefühlsfacetten.
Es geht um viele Emotionen, Enttäuschungen, Liebe, Trauer und auch Dankbarkeit und das in einer Mischung, die dann doch wieder harmonisch ist.
Ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe, da es eben tiefgründig und sehr facettenreich ist. Muss man gelesen haben.
Sadie besucht ihre Schwester Hannah, um sie nach dem Tod ihres Mannes zu unterstützen. Als bei der Sichtung seiner Unterlagen ein Testament gefunden wird, erfahren die Beiden, dass er eine Tochter hat. Hannah ist am Boden zerstört und schreibt seiner Tochter einen Brief, weil sie Megan kennenlernen möchte. Doch als sie tatsächlich kommt, ist Hannah abweisend und ignoriert sie. Durch den plötzlich hereinbrechenden Winter ist Megan der Weg zurück erst einmal nicht möglich und die drei Frauen müssen schauen wie sie mit der Situation zurecht kommen.
Hannah's Mann hat 11 Briefe hinterlassen, in denen er viel über Bienen schreibt und Vergleiche zu ihrer Ehe zieht. Er versucht sich so zu erklären und sich bei Hannah zu entschuldigen.
Ein feinfühliges Buch über Trauer, Verletzungen und Neuanfang, indem man viel interessantes über Bienen, Honig und Obstgärten erfährt.
Buchhändler*in 1235034
In Wilder Honig entfaltet Caryl Lewis eine bewegende Geschichte über Verlust, Schwesternschaft und die heilende Kraft der Natur. Hannah, Sadie und Megan – jede mit ihrer eigenen Verletzung – finden in einem alten Obstgarten zueinander und beginnen, das zerbrochene Eden ihrer Leben neu aufzubauen. Die poetische Atmosphäre und das stille Setting in Wales ziehen Dich hinein, während Elfenbürte und Bienenbriefe Hoffnung keimen lassen. Ein leises, aber tiefes Buch über Trauer, Vergebung und emotionale Wiederkehr.
„Wilder Honig“ von Caryl Lewis ist ein leiser, berührender und tiefsinniger Liebesroman, der mit viel Feingefühl erzählt wird.
Die Geschichte führt uns nach Wales auf einen idyllischen Obsthof, der etwas abgelegen liegt. Dort begegnen wir drei Frauen – Hannah, Sadie und Megan – die alle sehr unterschiedliche Lebenswege hinter sich haben. Hannah hat gerade ihren Ehemann John verloren, einen Imker und Schriftsteller. Zum ersten Mal ist sie nun auf sich allein gestellt. Doch John hat ihr nicht nur elf berührende Liebesbriefe hinterlassen, sondern auch ein lange gehütetes Geheimnis.
Caryl Lewis schreibt in einem ruhigen, eindrucksvollen Stil, der auch ohne viele Dialoge auskommt. Besonders gelungen sind ihre atmosphärischen Beschreibungen der Natur, des Hauses und der Menschen, die darin leben. Die Liebesbriefe sind emotional und zugleich informativ – auf poetische Weise werden darin faszinierende Details über das Leben der Bienen mit persönlichen Erinnerungen verwoben.
Mein Fazit: Eine einfühlsame Geschichte über Verlust und Neuanfang, über Schmerz, Vergebung und die besondere Verbindung zwischen Frauen – und nicht zuletzt über Apfelbäume und Bienen. Eine absolute Leseempfehlung… Taschentücher empfohlen!
Beschäftigte*r in der Buchbranche 456660
Wilder honig hat mich zunächstgepackt, avrr dann doch relativ schnellwieder losgelassen. Ich bin etwas zwiegespalten.
Caryl Lewis schafft es einem als Leserin die Verzweiflung, die Einsamkeit, den Verlust, den Verrat, die Ausweglosigkeit der Figuren näherzubringen und einen trotzdem wünschen zu lassen, durch die walisische Landschaft zu streifen und den Bienen bei ihrer Arbeit zugucken. Denn so ausweglos die Wege der Figuren teilweise scheinen, sie gibt ihnen immer einen Funken Hoffnung mit an die Hand, ohne dabei ins Kitschige abzuschweifen. Lewis hat mit diesen drei starken Frauenfiguren einen wirklich beeindruckenden Roman über Selbstfindung, Verzeihen, kultureller Identität und noch so vielem mehr geschaffen. Mit einer Sprache, die einen förmlich in die Geschichte zieht und Botschaften, die einen auch nach dem Ende nicht so schnell loslässt.
Ein stiller Roman über Verlust, Nähe und Neuanfang
Ein Buch, das mich leise, aber nachhaltig berührt hat.
In diesem Roman geht es um Verlust, Trauer und den schwierigen Weg zurück ins Leben – aber vor allem geht es um Verbindung. Drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, begegnen sich durch einen tragischen Todesfall und müssen lernen, mit alten Wunden und neuen Wahrheiten umzugehen.
Was mich sofort gepackt hat, war die ruhige, fast poetische Sprache. Die Geschichte entfaltet sich langsam, aber gerade das gibt ihr Tiefe. Man spürt die Traurigkeit der Figuren, aber auch ihren inneren Wunsch, wieder Halt zu finden. Besonders berührt haben mich die Briefe, die ein Verstorbener hinterlassen hat – liebevoll, ehrlich und voller Leben. Sie haben mich beim Lesen immer wieder zum Innehalten gebracht.
Auch die Natur spielt eine große Rolle. Die Obstgärten, das Summen der Bienen, die Landschaft – alles ist so lebendig beschrieben, dass man meint, selbst dort zu sein. Die Symbolik von Honig und Bienen passt wunderbar zu den Themen des Buchs: Pflege, Geduld und die Kraft der Gemeinschaft.
Am Ende bleibt ein Gefühl von Hoffnung und Wärme. Keine kitschige Auflösung, sondern ein leiser, schöner Abschluss, der noch länger nachklingt.
Für mich ein ganz besonderes Buch – einfühlsam, bewegend und voller Herz. Wer Geschichten über Familie, Trauer und zweite Chancen mag, wird dieses Buch lieben. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Isabelle S, Lehrende*r
Wilder Honig ist ein ruhiger, eindringlicher Roman über Verluste, zweite Chancen und zwischenmenschliche Beziehungen.
Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Das Setting im kleinen walisischen Ort ist mit dem verwilderten Garten, Apfelbäumen und teils doch rauhem Wetter sehr atmosphärisch und doch idyllisch.
Die drei Frauen Hannah, Sadie und Megan könnten nicht unterschiedlicher sein. Die Autorin nimmt sich viel Zeit für die verschiedenen Facetten der Charaktere und man achtet besonders auf das, was zwischen den Zeilen liegt, was unausgesprochen bleibt. Die Dynamik der Frauen wird dadurch etwas ganz besonderes.
Auch die Naturbeschreibungen sind eindrucksvoll und tragen zum ruhigen Ton der Geschichte bei und verzaubern mit einer ganz besonderen Kulisse. Emotional wird es durch die Briefe von dem verstorbenen Ehemann John, die eine ganz eigene Poesie in die Geschichte bringen.
Es handelt sich um ein ganz besonders Buch ohne viel Tempo aber dafür mit viel emotionaler Tiefe.
John lebt mit seiner geliebten Frau Hannah auf deren elterlichen Hof im einem kleinen Ort im Wales zwischen Obstbäumen und Bienenstöcken. Jetzt ist John tot. Er hinterlässt seiner Frau elf Briefe und – wie Hannah und ihr Schwester Sadie bei der Testamentseröffnung erfahren – eine außereheliche Tochter namens Meghan. Hannah und Sadie wollen Meghan kennenlernen und laden sie ein. Sie kommt und ein zartes Kennenlernen beginnt.
Alle drei Frauen haben sich im Leben verloren; alle haben ihr Päckchen zu tragen. Mit Hilfe der Natur, vieler gemeinsamer Arbeit und vielen Gesprächen versuchen sie ihren Platz im Leben zu erneuern bzw. zu finden.
Die Autorin Caryl Lewis beschreibt die Emotionen der Personen und vor allem die Natur in ganz klarer Sprache. Hingegen sind die hinterlassenen Briefe von John nahezu poetische. Dies macht das Buch super interessant und lesenswert.
Es ist ein zunächst trauriges Buch, das aber mehr und mehr Wege aufzeigt und Hoffnung bringt.
Ich liebe Naturbeschreibungen, lebe selbst gerne in und mit der Natur und habe das Buch mit all den verschiedenen menschlichen Tragödien sehr gerne gelesen und empfehle es sehr gerne weiter!
Buchhändler*in 516281
Die besondere Atmosphäre dieses Buches liegt in der wunderschönen, zarten Beschreibung der Natur, die eine heilende Wirkung hat. Alle drei Protagonistinnen, drei Schwestern, haben ihre individuellen Kämpfe auzufechten.
Hannah muss nach dem Tod ihres Manns einen neuen Lebensrhythmus finden. Sadie und Megan verbringen einige Zeit bei ihr und im Laufe des Jahres mit dem Rhythmus der Jahreszeiten finden sie zu sich selbst.
Neben der schönen, ruhigen Atmosphäre erfährt man beim Lesen auch vieles über die Natur, insbesondere über Bienen und Apfelbäume.
Buchhändler*in 1181627
Ein tolles Buch, ruhig und trotzdem eindringlich!
Über eine Frau die nach dem Tod ihres Mannes von dessen unehelicher Tochter erfährt. Und ebendieser Tochter, die ohne ihren Vater aufgewachsen ist.
Wilder Honig, Roman von Caryl Lewis, EBook, Verlag Klett-Cotta
Ein Obstgarten, drei Frauen, elf Briefe.
Hannah trauert um ihren Mann John, ihr ganzes Leben hat sie auf dem walisischen Cottage Berllan Deg, verbracht. Für ihre Trauer hat die Frau die immer schon wortkarg war, keine Worte, ihre Schwester Sadie, die als junge Frau schon weggezogen ist, kommt, um ihr über die erste schwere Zeit zu helfen, die dritte im Bunde Meghan, eine junge Frau wollte eigentlich nicht lange bleiben, wird aber durch die Wetterverhältnisse am Gehen gehindert.
John war Imker und Schriftsteller, er hat Hannah elf Liebesbriefe hinterlassen, sein großes Geheimnis wird bekannt und das kann ihm Hannah anfangs nicht verzeihen. Die drei Frauen verbindet mehr als sie sich anfangs eingestehen, langsam gewöhnen sie sich aneinander und lange geheim gehaltene Worte und Gefühle kommen an die Oberfläche und werden ausgesprochen. Gemeinsam wagen die drei einen Neuanfang.
Das Buch teilt sich in 55 überschaubare Kapitel. Dazwischen immer wieder durch die kursive Schrift deutlich hervorgehoben, die Briefe die John für Hannah hinterlassen hat. Im auktorialen Schreibstil verfasst, dadurch gewinnt der Leser den Überblick über die gesamte Geschichte. Unglaublich, wie einfühlsam und voller Poesie die Autorin geschrieben hat, dazu kommt auch noch die bildhafte Beschreibung der Natur und auch den Figuren, zu jeder Zeit konnte ich mir das geschriebene vorstellen, es lief sozusagen parallel zur Lektüre ein Film in meinem Kopf ab.
Dieses Buch ist ein leises Buch ohne direkte Spannungsmomente, doch es ist eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden. Ich habe bewusst langsam gelesen, das Buch immer wieder sinken lassen um über das Gelesene nachzudenken. Von Beginn bis Ende hat es mich mitgenommen, hat die Geschichte mich fasziniert, gefesselt und davongetragen. Hoffnungsvolle, heilende Worte. Worte die Mut und Hoffnung schenken. Die Figuren erfahren hier Heilung auch durch die Kraft der Natur. Nebenbei habe ich auch einiges wissenswertes über Obstanbau und vor allem über Bienen gelernt. Das Verhalten der Bienen hat John in seinen Briefen an Hannah, immer wieder mit der Liebe zwischen den beiden in Verbindung gebracht.
Die Figuren sind authentisch und echt. Ihre Handlungen konnte ich verstehen, nachvollziehen. An Hannahs Stelle hätte ich auch an dem Verstorbenen gezweifelt. Ich finde es hätte sicher in einer so langjährigen Ehe Momente gegeben, um sich zu offenbaren, er war in meinen Augen feige. Er lässt Hannah mit den frappierenden Tatsachen zurück. Auch Sadie und Meghan haben sich weiterentwickelt, das macht sie menschlich. Mein Favorit war Jack, tüchtig fleißig auf ihn kann man sich verlassen.
Ein Roman mit Tiefgang der noch einige Zeit in mir nachhallen wird. Anfangs habe ich etwas gebraucht bis ich die Verhältnisse überblickt habe, auch mit der Art der Protagonistin Hannah, habe ich mich schwergetan. Das hat sich aber bald gebessert. Ich kann dieses Buch empfehlen, wer ruhige Bücher mag, die zum Nachdenken anregen sollte hier zugreifen.
Von mir 4 Sterne.
Ihr ganzes Leben hat Hannah in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, hat sie ihr Elternhaus nie verlassen. Auch nicht nach der Hochzeit mit John. Er war Schriftsteller und Imker. Als er stirbt, hinterlässt er ihr elf Liebesbriefe. Er hatte auch ein grosses Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden nun damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. In diesem warmherzigen Roman lässt Caryl Lewis drei Frauen aufeinanderprallen und miteinander heilen. Man liest einen sinnlichen Roman über Verlust, Verbundenheit und die bittersüsse Süsse des Lebens. Gefallen haben mir die Protagonistinnen sehr. Hannah, tief verwurzelt in ihrer Heimat und ihrer Trauer, begegnet einem neuen Leben nach dem Tod. Sadie, die Gegenspielerin aus der Ferne, bringt Bewegung ins festgefahrene System. Megan, die Dritte, fügt mit ihren eigenen Narben eine zusätzliche Dimension hinzu. Für mich ist diese Geschichte sehr berührend und zeigt auf, dass Heilung in einer Gemeinschaft möglich ist. Es ist ein Buch über Schwesternschaft, die grosse Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung. Ein Buch das ich gerne weiterempfehlen kann.
Rezensent*in 1505697
Caryl Lewis’ Roman "Wilder Honig" ist ein stilles, poetisches Meisterwerk über Verlust, Erinnerung und den Mut zu einem Neuanfang. In der malerischen Kulisse der walisischen Landschaft begegnen sich drei Frauen – Hannah, Sadie und Megan – an einem Wendepunkt ihres Lebens. Jede von ihnen trägt ihre eigene Geschichte, ihre eigene Verletzlichkeit in sich. Was sie verbindet, ist ein Ort: das alte Familienhaus Berllan Deg mit seinem verwilderten Obstgarten und den Spuren vergangener Leben.
Im Zentrum steht Hannah, die ihr ganzes Leben in Berllan Deg verbracht hat. Nach dem Tod ihres Mannes John, einem Imker und Schriftsteller, muss sie sich nicht nur dem Alleinsein stellen, sondern auch einer verborgenen Wahrheit, die er ihr in Form von elf Liebesbriefen hinterlassen hat. Diese Briefe – zart, klug und voller Melancholie – führen Hannah, ihre Schwester Sadie und die junge Megan auf eine Reise durch Erinnerungen und alte Wunden. Es ist eine Reise, die nicht nur die Vergangenheit neu beleuchtet, sondern auch Hoffnung auf eine Zukunft schenkt.
Die Sprache des Romans ist ruhig, fast meditativ, dadurch fiel mir das Lesen jedoch manchmal etwas schwer. Lewis schreibt mit großer Achtsamkeit und Sinnlichkeit. Die Natur – besonders die Bienen, Bäume und das ländliche Wales – ist nicht bloße Kulisse, sondern wird zum Spiegel innerer Zustände. Wie die Beziehungen zwischen Menschen, brauchen auch Gärten und Bienen Pflege, Aufmerksamkeit und Zeit. Diese Parallelen durchziehen das Buch wie ein leiser, goldener Faden.
"Wilder Honig" entschleunigt, ohne jemals ins Kitschige abzudriften. Die emotionale Tiefe ist spürbar, aber nie aufdringlich. Es ist ein Buch über das Verlorensein – und das Wiederfinden. Über Trauer, die sich langsam in Dankbarkeit verwandeln darf. Über Schwesternschaft, die oft kompliziert ist, aber auch heilsam. Und über die Schönheit eines Lebens, das nicht perfekt ist, aber wahrhaftig.
Fazit:
"Wilder Honig" ist ein leises, berührendes Buch, das lange nachklingt. Für alle, die Geschichten über starke Frauen, familiäre Verbindungen und die heilende Kraft der Natur lieben. Es ist wie der Titel selbst – bittersüß, duftend und voller Leben. Es lädt zum Innehalten ein, zum Nachfühlen, zum Erinnern – und schenkt am Ende genau das, was wir in stürmischen Zeiten oft am meisten brauchen: Hoffnung.
Mirja B, Rezensent*in
Das Buch erzählt ganz ruhig und sanft die Geschichte über die drei Frauen. Das mochte ich. Auch die Naturbeschreibungen fand ich insgesamt schön, aber manchmal wäre etwas weniger auch ausreichend gewesen. Die Vergleiche mit den Bienen fand ich irgendwann zu viel. Viele Momente haben mich berührt: alle kämpfen mit Trauer, Verlust und Ängsten. Etwas verwirrend fand ich aber, dass Megan isoliert im Wohnwagen bleibt, ohne jegliche Ablenkung und das gar kein Thema ist. Insgesamt reden die Figuren in der ersten Hälfte sehr wenig miteinander, aber das scheinen sie auch nie gelernt zu haben. Nach und nach kommen sich alle näher und bauen (wieder) eine enge Beziehung zueinander auf und alles entwickelt sich sehr schnell positiv. Ausgeklammert wird dabei ein Teil der Realität (z.B. Finanzen), aber es ist ja ein Roman. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten.
Ein melancholischer Roman mit großem Tiefgang. Ich habe diesen Roman unfassbar gerne gelesen. Drei Frauen sind durch den Tod eines Mannes plötzlich in ihrer Trauer miteinander verbunden. Die Geschichten sind dabei so unterschiedlich anrührend und verzwickt wie das Leben selbst. Besondere Freude haben mir die Kapitel über die Bienen bereitet. Dies ist ein ganz besonderes Buch.
Claudia E, Rezensent*in
Manchmal hat man das Glück und es fällt einem einem kleiner Leseschatz mehr zufällig in die Hände. So geht es mir mit dem Buch "Wilder Honig" von Caryl Lewis. Entdeckt auf Vorablesen habe ich es mir von einer Freundin geliehen.
Im Mittelpunkt stehen drei Frauen: Hannah, Sadie und Megan. Eine jede hat ihr Vergangenheitspäckchen zu tragen. Als sie sich im walisischen ländlichen England begegnen werden sie schnell Freundinnen.
Hannah hat damit zu ringen, dass ihr Mann überraschend verstorben ist. Er hat ihr elf Liebesbriefe geschrieben, die allein schon Kleinode sind. Voll Zuneigung, Klugheit und eingebettet in die Liebe zur Natur und zu seiner Eherfrau.
Es geht also um Trauerverarbeitung, aber auch um Enttäuschungen und wie menschliche Nähe über viele Abgründe hinweg hilft.
Besonders toll ist die warmherzige Sprache. Die hat mich richtig geflasht. Ein wundervolles Buch.
Rezensent*in 1425068
Berührend, tiefgehend und einfach nur schön
Dieser Roman hat mich sehr berührt.
Verzweiflung, Hoffnung, Einsamkeit, Freundschaft, Geheimnisse - alles liegt so nah beieinander.
Ruhig und voller Gefühle, poetisch, tiefgründig kommt dieser Roman daher.
Er hat mein Herz höher schlagen lassen, trauriger und auch voller Freude.
Ein wunderbares Buch der tiefen Gefühle.
Drei ungleiche Frauen, die von der Natur, den Bienen, den Bäumen im malerischen Wales umgeben sind.
Die Charaktere sind authentisch, die Natur ist wunderbar beschrieben.
Ich hatte zauberhafte Lesestunden und empfehle das Buch sehr gern weiter.
Kein Licht ohne Dunkelheit
Caryl Lewis ist hier ein wunderbares, leises und poetisches Buch gelungen. Ein kleiner Schatz für ruhige Stunden. Mit ihrer bildhaften Sprache gleitet man nur so durch dieses Buch. Und immer wieder habe ich innegehalten, um den Gedanken in diesem Buch Raum zu geben und mich in den Naturbeschreibungen zu verlieren.
Doch worum geht es? Hannah hat ihren Mann verloren und ist in tiefer Trauer. Allein ihr Obstgarten und die Gesellschaft von Sadie und Megan geben ihr Halt. Doch jede der drei Frauen hadert auf ihre Art mit ihrem bisherigen Leben. Ist es für sie möglich, etwas zu verändern und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben?
Ein Buch über Trauer, verpasste Chancen, unerfüllte Wünsche und Sehnsüchte, die leise Hoffnung, dass ein Neuanfang möglich ist und die Erkenntnis, “dass die besten Dinge zugleich bitter und süß sind, dass es kein Licht ohne Dunkelheit gibt und keine Liebe ohne Verlust.”
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Andrea H, Lehrende*r
Inhalt: Hannahs Mann John stirbt und hinterlässt Briefe, die ihr gemeinsames Leben mit dem Leben der Bienen verknüpfen. Sadie, Hannahs Schwester, nimmt Johns Tod zum Anlass für einen längeren Besuch bei ihr, wobei sie gleichzeitig Abstand vor Schwierigkeiten sucht. Megan wird von den anderen Frauen eingeladen und verbringt Zeit mit ihnen. Die drei Frauen mit ihren unterschiedlichen Lebenswegen und in verschiedenen Situationen versuchen, mit sich ins Reine zu kommen und ihre Leben zu leben.
Meinung: Das Setting in Wales mit der wundervollen Landschaft ist ruhig und angenehm angesiedelt und wird auch aktiv für die ruhige Erzählung genutzt. Das schafft eine schöne, angenehme Atmosphäre. Die Natur fügt sich mit ihren Pflanzen, dem Obstgarten und den Bienen nahtlos in die Geschichte ein. Über die Bienen, Johns große Leidenschaft und Objekte vieler seiner Beobachtungen, werden Analogien zu seinem und Hannahs Leben geschaffen, über welches man nach und nach informiert wird. Dabei wird auch Hannah immer offener sich selbst und den beiden anderen Frauen gegenüber.
Im Zentrum stehen die Emotionen von Hannah, Sadie, Megan und Jack, der von John vieles gelernt hat und die Frauen unterstützt. Themen wie Liebe, Zuneigung und die Natur runden die Geschichte ab. Der Schreibstil ist ebenso ruhig wie die Geschichte, es wird viel über Gesten kommuniziert und wenig gesprochen. Dabei bilden Johns durchdachte, liebevollen Briefe das Zentrum. Sie bringen die Geschichte in Gang und beenden sie auch. Als Leserin lernt man selbst einiges über die Natur und ihren Gang, vor allem aber über Bienen.
Die Perspektiven wechseln zwischen den Protagonisten und geben jeweils tiefe Einblicke in die Emotionen, den Schmerz und die Liebe, welche alle empfinden. Hannah, Sadie und Megan krempeln ihr Leben um und sind vielleicht auch das erste Mal ehrlich zu sich selbst und anderen. Sie zeigen, wie sich Seelenruhe auch auf eine körperliche Ruhe, Gelassenheit und ein Wohlbefinden auswirken kann.
Mir hat die Geschichte unglaublich gut gefallen, sie ist nicht von Spannung geprägt, aber dennoch mitreißend. Das Ende kam sehr plötzlich und knapp, wohingegen die Entwicklung dorthin kleinschrittig und schön zu begleiten war. Ich kann das Buch nur empfehlen!
Rezensent*in 1807869
3 Frauen, drei herzzerreißende Geschichten.
Dieses Buch hatte so so viel Tiefgang! Es spielte alles an einem Ort, an den man sich trotz des vielen Schmerzes gerne hingeträumt hat. Alles war so schön bildhaft beschrieben. Der Obstgarten, die Bienenstöcke, das Haus, der Wohnwagen.
Auch mit den Protagonisten konnte ich mich gut verbinden. Die Erzählweise aus der dritten Person war noch nie passender gewählt, wie hier.
Es hat mich wahnsinnig berührt. Ich habe viel geweint und wir bekommen hier viele Weisheiten über das Leben.
Ein buch, was zum nachdenken anregt.
Mein Lieblingszitat:
Ist es nicht das, wonach wir uns alle sehnen? Nach einem ort, an dem wir uns sicher fühlen?💛
Hannah und Sadie sind Schwestern, die sich auseinandergelebt haben. Während Hannah ihre Heimat nie verlassen hat, trieb es Sadie hinaus in die Welt. Als Hannahs Mann stirbt, kehrt sie zurück um Hannah beizustehen. John, Hannahs Mann, war Imker und Schriftsteller und hinterlässt Hannah elf Briefe voller Liebe und Bienenwissen. Es gibt einige Geheimnisse zu entdecken und als Megan zu ihnen stößt, müssen sich die drei Frauen mit ihren neuen Erkenntnissen arrangieren. Die Geschichte ist eine sehr naturverbundene Geschichte. Es geht sehr viel um den heimischen Obstgarten und die Bienenzucht. Dazwischen kommen die verschiedenen Lebensgeschichten der drei Frauen. Mir hat gut gefallen, dass man das Leben im Bienenstock mit dem menschlichen Leben verglichen hat und daraus Schlussfolgerungen ziehen konnte. Die Charaktere machen eine Entwicklung durch und erfahren am Ende eine wohltuende Heilung. Die Autorin erzählt die Geschichte in einer sehr ruhigen, angenehmen Art und Weise, der man sehr gut folgen konnte. Eine traurig schöne Liebes- und Lebensgeschichte.
Jette A, Rezensent*in
Es ist eines dieser Bücher, die ihre Geschichte leise erzählen. Es handelt von Verlust, Geheimnissen… Leben die temporär mehr Kampf als Glück waren. Von dem Gefühl verraten zu werden in seinen dunkelsten Stunden und von 3 Frauen die diese Geschichte tragen.
Ich liebe den bildhaften
Schreibstil und die Metaphern die einen Bienenstock mit dem Leben in Vergleich setzen.
Am Ende eine Geschichte die mich in ihrer Schönheit, trotz aller Rohheit tief beeindruckt hat und noch einige Zeit nachhallt.
Die Protagonisten sind greifbar, ihre Handlungen nachvollziehbar. Der Schreibstil leicht, stellenweise Poetisch und bildhaft.
Das Cover finde ich sehr gelungen und zur Geschichte passend, ebenso wie die Titel wahl.
„Wilder Honig“ von Caryl Lewis ist eine Geschichte über drei Frauen, die sich selbst alle auf unterschiedliche Weise verloren haben. In einem kleinen Dorf in Wales treffen sie aufeinander und beginnen von vorn: die beiden Schwestern Hannah und Sadie sowie Megan. Hannah hat ihr Elternhaus mit dem angrenzenden Obstgarten in Berllan Deg nie verlassen. Als ihr Ehemann John, Schriftsteller, Imker und Träger eines großen Geheimnisses, stirbt, kehrt Sadie, Hannahs jüngere Schwester, zurück, um sie zu unterstützen. Auch Sadie hat ein Geheimnis. Dann trifft noch die deutlich jüngere Megan auf dem Hof ein und hat ebenfalls mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Alle drei Frauen versuchen, sich selbst zu finden, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen und nach vorn zu blicken.
Das phänomenal schöne Cover und der vielversprechende Klappentext haben mich sofort auf den Roman aufmerksam gemacht, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Einschübe mit Johns Briefen an Hannah wirken unnatürlich, fast zu konstruiert. Überhaupt wirkte vieles sehr konstruiert auf mich, vielleicht weil ich keine der Figuren wirklich greifen konnte. Sie blieben für mich zu blass; alle haben eine schwere Vergangenheit zu bewältigen, was ohne ausreichende Tiefe und Entwicklung für mich persönlich zu überladen wirkte, gerade in einem eher kurzen Roman. Es hat mir auch nicht gefallen, dass die Probleme sich schließlich zu lösen scheinen, ohne dass die Figuren wirklich wachsen – es passiert einfach. Die Bienen und auch die Apfelbäume waren zwar stets präsent, aber ohne richtig Wurzeln zu schlagen, um es mit einer Naturmetapher zu sagen.
Das Buch hätte einfach mehr Raum für echte Gefühle und nachvollziehbare Veränderungen gebraucht. Leider keine Empfehlung von mir.
Buchhändler*in 404907
Die berührende und tiefsinnige Geschichte um die drei Frauen im ländlichen Wales hat mir gut gefallen. Für Hannah ist die Begegnung mit der unehelichen Tochter ihres verstorbenen Mannes ein Schock, Megan hat ihren Vater nie kennengelernt und trauert um verlorene Möglichkeiten und Sadie leidet unter dem Verlust der Liebe. Doch da ist der bezaubernde alte Obstgarten mit seinen Bienenstöcken, der den Frauen im Jahreslauf den Raum bietet zu sich zu finden, zu heilen. Überhaupt sind die Bienen ein tragendes Element. Die Geschichte ist ruhig, poetisch, der Schreibstil bildhaft und klar, ein Lesegenuß.
Christa K, Bibliothekar*in
Beginne ich mit dem alten walisischen Sprichwort "Ein Samen im Herzen eines Apfels, ist ein unsichtbarer Obstgarten" (übernommen)
Es sagt so viel aus, wunderbar, wie dieses Buch.
Hannah lebt ihr ganzen Leben an einem für sie erfüllenden, idyllischen Ort in Wales. Lange verheiratet mit John, der stirbt und sie in tiefer Verzweiflung zurück lässt. Sein Leben war das Schreiben und die Welt der Bienen. Er hat Hannah 11 Briefe hinterlassen sowie ein Geheimnis.
Hannah´s Schwester Sadie kümmert sich um sie und sie versuchen ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Als eines kalten Tages eine junge Frau an die Tür klopft, wirbelt sie das Leben der Schwestern ordentlich durcheinander.
Mit ganz viel Liebe zur Natur und vor allem der Bienen erzählt. Ich habe es sehr gerne gelesen, brauchte ein bisschen zu Beginn, werde es weiterempfehlen.
Anja N, Buchhändler*in
Wilder Honig
Roman
von Caryl Lewis
Wilder Honig ist ein bezauberndes Debüt hier in Deutschland. In Wales kennt man Caryl Lewis wohl schon länger, sie hat auch schon Preise gewonnen und das zurecht. Die sehr emotionale Geschichte 3er Frauen ist federleicht geschrieben. Hannah, Sadie und Megan verbindet alle ein Mann, der vorkurzem Verstorben, das Leben der Dreien nach seinem Tod so richtig durcheinander bringt.
Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit alles findet seinen Raum in dieser Geschichte - ich bin sehr angetan und werde meine Freude über diesen Text sehr gerne weitertragen.
Rezensent*in 528628
Die walisische Autorin Caryl Lewis wurde bereits 2x mit dem "Wales Book of the Year" Preis ausgezeichnet. In diesem Roman begleiten wir die Geschwister Hannah & Sadie die beide bereits älteren Semesters sind. Protagonistin Hannah trauert um ihren verstorbenen Mann John. Dann steht plötzlich ihre Schwester Sadie vor ihrer Haustüre, dem ehemaligen gemeinsamen Elternhaus. Die beiden Schwestern haben sich länger nicht gesehen und haben anfangs Schwierigkeiten miteinander umzugehen. Nachdem dann noch ein unerwartetes Geheimnis in den Briefen von John offenbart wird, ist ein emotionales Chaos unvermeidlich, wirft es doch viele Fragen auf und reißt zudem alte Wunden wieder auf. Der Autorin gelingt durch ihren ruhigen Schreibstil, den authentischen Figuren, den psychologisch nachvollziehbaren Themen und den Naturbeschreibungen von Bienen, Imkern und eines Obstgartens, ein angenehmer Roman der Tiefe besitzt. Ich würde ihn weiterempfehlen, auch wenn er mir schlussendlich etwas zu abgerundet wirkte. Übersetzt wurde dieser ruhige tiefsinnige Roman von Monika Köpfer & erschienen ist er im Klett-Cotta Verlag.
«Ihre schmerzende Vertrautheit und ihre schockierende Fremdheit.»
Rezensent*in 1224762
Worum geht es?
Um Hannah, deren Mann verstorben ist und sie in dem Haus mit Streuobstwiese und Bienenstöcken zurücklässt, ihre Schwester Sadie und Megan, eine junge Frau, die ebenfalls von diesem Ort angezogen wird.
Worum geht es wirklich?
Natur, Ruhe und Annäherungen.
Lesenswert?
Ja, das Buch hat mich komplett positiv überrascht. Klappentext und das wunderschöne Cover waren zwar bereits ansprechend, hätte aber nicht erwartet eine so feine und ruhige Geschichte zu bekommen, die auch sprachlich (Übersetzung Monika Köpfer) so gelungen und atmosphärisch ist.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die drei Frauen. Jede für sich ist auf der Suche nach etwas, hinterfragt Entscheidungen und braucht Zeit um Dinge zu verarbeiten.
Die Naturbeschreibungen sind nicht ausschweifend und trotzdem wird der Handlung so viel Leben eingehaucht. Auch inhaltlich zum Thema Bienen und Obstbäumen nimmt man einiges Wissen mit, ohne dass es belehrend wirkt. Die verschiedenen Sichtweisen setzen sich nach und nach zusammen und ergänzen sich im Laufe der kurzen Kapitel.
Sprachlich wie gesagt gut lesbar und eben sehr schön geschrieben. Es fließt einfach so dahin und man hat das Gefühl, das jedes Wort am richtigen Platz ist.
Es ist keine aufwühlende Geschichte, auch wenn schwere Themen eine Rolle spielen. Stattdessen findet man hier Ruhe, Entschleunigung und Wehmut. Aber auch schöne Momente. Die Vielzahl an angerissenen Themen war richtig gut, der Umgang der Figuren wohlwollend.
Mir gefällt, wie die Beziehungen der Personen untereinander sehr ruhig und bedächtig angegangen werden, wie eine vorsichtige Annäherung beginnt. Nichts ist mit Hast, alles ist zur Ruhe gekommen. Auch wenn das Cover vielleicht sommerlich anmutet, finde ich das Buch stimmungsmäßig perfekt für den Herbst.
Ich kann dieses Buch also auf jeden Fall empfehlen und könnte es mir sehr gut als Geschenk vorstellen!
leise und unaufgeregt
Bewertung aus Apolda am 06.10.2025
Bewertungsnummer: 2617544
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Ein leises, behutsam erzähltes Buch über drei Frauen – Hannah, Sadie und Megan – die sich auf eine gemeinsame Reise durch Erinnerung, Verlust und Neuanfang begeben. Die wunderbare walisische Landschaft wird mit in die Handlung eingewebt. Die Erzählung ist ruhig und behutsam, ohne künstliche Dramatik, dafür mit viel Herz und Naturverbundenheit, besonders Bienen gegenüber. Hier habe ich noch viel dazu gelernt.
Lisa K, Buchhändler*in
Caryl Lewis hat uns mit "Wilder Honig" ein wunderschönes, ja poetisches Buch geschenkt, das sich sehr ruhig, aber umso kraftvoller liest! Hannah, Sadie und Megan könnten unterschiedlicher nicht sein und doch bilden sie eine Gemeinschaft, die langsam wächst und sich entfaltet wie die Apfelbäume, die im Garten vor dem alten Haus wachsen. Voller Feingefühl erzählt Lewis vom Lieben und Loslassen, vom verletzt sein und wieder heil werden. Auf außergewöhnliche Weise verwebt sie die Gezeiten der Natur mit den Stimmen der Frauen, sodass ein Roman entsteht, der aus sich heraus zu leuchten scheint und uns Lesenden einmal mehr zeigt, welche Kraft Worte entfalten können und welchen Frieden sie uns bringen können. Traumhafte Literatur auf hohem Niveau!
Monika F, Buchhändler*in
Eine so schöne Geschichte über Menschen, Bienen und Äpfel
Dieses Buch hat so ein schönes Cover. Da musste ich es mir einfach näher anschauen. Der Klappentext sprach mich ebenfalls an. Ich liebe Romane, die im ländlichen Großbritannien spielen. Und der Klett-Cotta Verlag versprach, dass es sich nicht um eine Schmonzette handeln würde, sondern schon etwas anspruchsvoller sein sollte.
Caryl Lewis erzählt in ihrem Roman die Geschichte der beiden älteren Schwestern Hannah und Sadie. Hannah hat gerade ihren Ehemann verloren. Er hat ihr elf Briefe hinterlassen, die sie erst nach seinem Tode lesen sollte. Sie dachte, sie wusste alles über ihn. Dabei hat er seit 25 Jahren ein Geheimnis gehütet, was sie erst jetzt erfährt. Es stellt ihr ganzes bisheriges Leben in Frage.
Auf Grund des Todes kommt Hannahs jüngere Schwester zu ihr, um sie zu unterstützen. Sadie ist ebenfalls alleinstehend. Sie hat sich vor einiger Zeit von ihrem Mann scheiden lassen. Zu den beiden Frau stößt dann noch die junge Megan.
Hannah wohnt noch immer in ihrem Geburtshaus in dem kleinem Ort in Wales. Sie ist nie dort weggekommen. Als ihre Eltern noch lebten und sie zu ihnen ins Haus zogen, hatten sie und ihr Mann dort schwierige Zeiten. Es wurde erst besser, als sie das Haus für sich hatten.
Jetzt wo sie alleine in dem Haus zurückgeblieben ist, muss sie überlegen, wie es weitergehen soll. Was wird mit ihr, ihrer Schwester und der jungen Frau?
Am Anfang der einzelnen Kapitel dürfen wir die Briefe von Hannahs Mann lesen. Ich fand diese Briefe großartig. Durch sie erfährt man sehr viel über das Leben der Bienen und über ihre Kommunikation untereinander. Aber wir erfahren auch mehr über ihn und Hannah. Er hat an der Uni unterrichtet. Und genau so kommt er auch rüber. Ein kluger, alter Mann, der in seiner Welt lebt.
Dieses Buch ist ein sehr ruhiges, vielleicht sogar sprödes Buch. Die drei Frauen sind nicht gerade gesprächig. Sie machen viel mit sich selbst aus. Und dadurch machen sie es uns Lesenden nicht so leicht, sie zu mögen. Aber für mich passt dies hervorragend zu diesen Frauen, die es nicht anders gelernt haben, besonders die beiden älteren. Und soweit ich es weiß, leben die Menschen in diesem Landstrich eher zurückgezogen.
Trotzdem haben mich diese Frauen fasziniert. So ganz behutsam kommen sie sich näher. Und dadurch können alte Verletzungen heilen.
Die Beschreibungen über die Bienen und die Pflege der Apfelbäume haben mich in den Bann gezogen. Caryl Lewis beschreibt es einfach so schön. Durch die Briefe von John erfahren wir viel über das Leben und die Pflege der Bienen. Und Hannah hat von ihrem Vater alle über die Pflege von Apfelbäumen gelernt. Dieses lang verschüttete Wissen ruft sie jetzt wieder ab.
So ein schönes Buch!
Zum Inhalt:
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch miteinander verbunden sind. Hannah, die ihren Mann verloren hat, ihre Schwester Sadie und die uneheliche Tochter des Verstorbenen. Der Verstorbene hat Hannah elf Liebesbriefe, aber auch ein Geheimnis hinterlassen, dass die drei Frauen zusammenführt und auf eine Reise in die Erinnerung schickt.
Meine Meinung:
Das Buch besticht durch seine Erzählweise, ruhig aber sehr intensiv bringt es einem die Natur in Wales sehr nahe, aber auch die Beziehungen der drei Frau, die unterschiedlich sind, aber sich immer näher kommen. Man spürt die Traurigkeit der Figuren, aber auch den Wunsch danach wieder nach vorne zu blicken. Das Buch hatte irgendetwas Besonderes, dass ich aber nicht so richtig packen konnte oder benennen könnte. Also lassen wir es so stehen und stellen fest, es war ein schönes Buch.
Fazit:
Gefällt mir
Carmen M, Buchhändler*in
Die Verknüpfung der drei Frauen stand für mich zu wenig im Zentrum. Auch die Auseinandersetzung mit dem Betrug sowie die Geschichte der Jüngsten. Dafür nahm der bereits tote Ehemann mit seinen Texten fast zu viel Raum ein. Eine nette Geschichte, wie der Garten wieder erblüht ist eine schöne Metapher.
Hannah trauert. Um ihren gerade verstorbenen Mann John. Um das Leben, das sie hatten. Um das Leben, das sie hätten haben können, wenn sie sich gegen die Eltern aufgelehnt hätten. Und sie ist wütend und fragt sich, ob sie John je richtig kannte. Denn nach seinem Tod offenbart sich ein verletzendes Geheimnis: John hatte eine Tochter...
Ich bin völlig hineingetaucht in dieses Setting: die wilde Schönheit der walisischen Natur, der alte Apfelgarten, in dem immer noch sein Vermächtnis steht, seine Bienenstöcke.
Carolyn Lewis erzählt von Bienen, Äpfeln und Menschen, den Verletzungen und den kleinen Wundern des Lebens.
Es gibt da eine Schwere und gleichzeitig eine so zarte Poesie in der Sprache, besonders Johns Briefe machen daraus einen Schatz. Sie erzählen nicht nur von den Geheimnissen innerhalb eines Bienenvolkes, sondern stecken auch voller Lebensweisheit.
Eine leise und auch traurige Geschichte und eine Geschichte zum Aufwärmen und Innehalten, die für mich genau zur richtigen Zeit kam.
Katharina K, Rezensent*in
Dieses Buch hat wirklich mein Herz erwärmt und ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Obwohl ich den Sprachstil eher als distanziert empfand, war der Inhalt umso tiefgründiger.
Nach dem Tod ihres Mannes John finden sich Hannah, ihre Schwester Sadie und Megan im Elternhaus der beiden Schwestern in einem kleinen walisischen Dorf zusammen, jede mit ihrer eigenen Trauer und ihren eigenen Dämonen kämpfend.
Und langsam nähern sich die Frauen einander und auch dem Anwesen, dem Obstgarten und den dort befindlichen Bienenstöcken von John an. Jede entdeckt für sich, was ihr wichtig ist und auf was es wirklich ankommt: Für sich selbst und die eigenen Bedürfnisse einzustehen, um die Chance auf ein erfülltes Leben zu haben.
Wir begleiten die Frauen durch die verschiedenen Jahreszeiten und ich fand es ungemein tröstlich, ihre Entwicklung zu verfolgen und wie sie im Einklang mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter leben. Zu sehen, dass alles seine Zeit hat. Nicht nur in der Natur, sondern auch in uns.
Es ist kein lautes Buch, doch trotz oder vielleicht auch gerade wegen der wirklich leisen Töne, hat mich die Geschichte umso nachhaltiger beeindruckt. Ich werde „Wilder Honig“ sehr gerne weiterempfehlen.
Suse M, Buchhändler*in
Die Geschichte von Caryl Lewis spielt in einem kleinen Dorf in Wales. Wir steigen ein in die Geschichte mit dem Tod von Hannas Mann John, einem Literaturwissenschaftler und Freizeitimker. Hanna trauert stark, und ihre kleine Schwester Sadie kommt zurück aus der Stadt in ihr Elternhaus, um Johns Nachlass zu ordnen. Dabei trifft sie auf Briefe von John an Hanna, seinen Nachlass, indem er ein Geheimnis lüftet, dass das Leben seiner Witwe gehörig auf den Kopf stellt- und auch alle anderen Figuren in der Geschichte berührt und beeinflusst.
Es ist eine sehr schöne Geschichte, die nachhallt ... man lernt Lektionen des Lebens, zum einen über die Philosophie des Gärtners in dem alten Apfelbaumgarten, den Hanna wieder zum Leben erweckt, weil sie was tun muss ... zum anderen durch berührende Lektionen aus dem Leben mit Honigbienen und der Imkerei. So steht in einem Brief: "Es war, als hätte ich das Leben selbst berührt ...". Lewis schreibt und schafft Bilder wie Emotionen. Ein Lesegenuss zum Sinnieren über das Leben und die Liebe, für usselige Wintertage.
Natalie B, Buchhändler*in
Ein unglaublicher schöner Roman, nach dessen Lektüre man den ganzen Tag nur noch Honig essen und Bienen sehen will.
Als Hannah‘s Mann John stirbt, entdeckt sie, dass er ihr elf Liebesbriefe hinterlassen hat - und ein großes Geheimnis. In diesen Briefen versucht er ihr nach seinem Tod seinen Blick auf die Welt dadurch zu erklären, was er als Imker von den Bienen gelernt hat. Hannah wird begleitet von Sadie und Magan, zwei Frauen, die ebenfalls schon viel verloren haben in ihrem Leben. Durch die Briefe und das Leben im alten Obstgarten in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, nähern sich die Frauen an und fangen an, ihr gemeinsames Leben neu aufzubauen.
Ein bezaubernder Roman, wunderschön durch die Briefe und das Wissen zu Natur und Bienen. Dazu Charaktere, die viel durchgemacht haben und die man einfach gern hat.
Rezensent*in 1798768
Kann ein Obstgarten Herzen heilen?
Hannah, ihre Schwester Sadie und Megan stehen jeweils an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Der Verlust von Hannahs Mann John, ein lange verborgenes Geheimnis und elf hinterlassene Briefe bringen sie dazu, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Inmitten der walisischen Natur finden sie langsam Orientierung, Trost und neue Verbindungen.
„Wilder Honig“ ist ein stilles, nachklingendes Buch, das weniger durch große Ereignisse überzeugt, sondern durch die leisen Botschaften zwischen den Zeilen. Die Geschichte beginnt schwer und traurig, fast drückend – der Tod, der Verlust und die tiefe Einsamkeit, die Hannah nach Johns Tod empfindet, prägen die ersten Kapitel. Doch gerade diese behutsame, langsame Annäherung an die Trauerbewältigung hat mich berührt. Schritt für Schritt darf man miterleben, wie die Figuren ihre Lasten sortieren, alte Wunden betrachten und nach und nach Frieden finden. Am Ende liegt eine spürbare Leichtigkeit über der Geschichte, die wie ein sanfter Wind durch den Obstgarten weht.
Besonders Johns elf Briefe haben mich fasziniert. Immer wieder stellt sich die Frage, ob er darin tatsächlich nur über die Bienen spricht oder ob er ihr Verhalten als Spiegel seines eigenen Lebens nutzt. Die Metaphern über das Bienenvolk werden zu einer behutsamen Reflexion über seine Beziehung zu Hannah. In ihnen öffnet er sich auf eine Weise, die ihm zu Lebzeiten schwerfiel. Dieses Ungesagte, das nun ans Licht kommt, zählt zu den berührendsten Aspekten des Romans.
Die Handlung an sich ist eher ruhig, stellenweise vorhersehbar, aber ich glaube, genau das beabsichtigte die Autorin. Hier geht es nicht um Spannung oder große Twists, sondern um Melancholie, Enttäuschung, Einsamkeit – und um die subtile Heilung, die aus solchen Gefühlen entstehen kann.
Im Zentrum stehen Hannah, Sadie und Megan. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind und gut miteinander harmonieren, blieben sie mir emotional etwas fern. Oft werden ihre Gedanken und Gefühle nur angedeutet, sodass mir die Nähe zu ihnen fehlte. Vielleicht ist diese Distanz aber bewusst gewählt, denn auch innerhalb der Geschichte begegnen sie einander nicht immer offen oder vertraut.
Wunderschön ist der starke Naturbezug, der das gesamte Buch prägt. Der Obstgarten, die Bienen und die walisische Landschaft wirken lebendig und echt, fast so, als stünde man selbst zwischen den Bäumen. Die naturkundlichen Details und das ruhige Erzähltempo schaffen eine meditative Atmosphäre. Besonders gelungen fand ich den Aufbau entlang der Jahreszeiten, die sich im Leben der Bienen und im Wandel der Obstbäume widerspiegeln. Das verleiht dem Roman eine poetische, stimmige Symbolik.
Fazit:
"Wilder Honig" ist ein ruhiger Roman voller leiser Töne. Seine Stärke liegt nicht in der Handlung, sondern in Themen wie Trauer, Heilung, Natur und zwischenmenschlichen Beziehungen. Auch wenn mir die emotionale Nähe zu den Figuren teilweise gefehlt hat, hat mich die besondere Atmosphäre sehr berührt. Eine Empfehlung für alle, die stille, tiefgründige Geschichten mögen.
Rezensent*in 1803490
Ein Buch zum Innehalten
Nach dem Tod ihres Mannes enthüllt er seiner Frau Hannah in Briefen, die er ihr hinterlassen hat, ein Geheimnis das ihr Leben im Nachhinein in den Grundfesten erschüttert. Dabei war ihr Leben wie das ihrer Schwester Sadie und auch das von Megan, die alle drei im alten Obstgarten der Familie, wo Hannah noch immer lebt, aufeinander treffen, alles andere als einfach. Das Jahr, in dem der Leser die drei begleitet, bringt in ihrem Leben viel in Bewegung. Und die Bienen und die Äpfelbäume tragen ihren Teil dazu bei, dass sich das Beziehungsgefüge der drei neu ausrichten kann, indem es sich an der Natur und ihrem steten Wandel orientiert.
Die Naturbeschreibungen in diesem Roman sind großartig und sehr intensiv. Man wäre als Leser selbst gern in diesem alten Garten. Bei der Betrachtung der Verlaufes der Natur innerhalb eines Jahres enthüllt sich dem Leser zum einen die Härte allen Lebens, das durch Werden und Vergehen gekennzeichnet ist. Zugleich bietet es ihm eine Reichhaltigkeit und Fülle, die kein menschengemachtes Leben je ersetzen könnte. In den Betrachtungen findet sich eine Tiefe und eine Ruhe, die nicht nur die Figuren des Buches zum Innehalten und Bedenken des eigenen Lebens veranlasst. Das Wunder, das sich täglich vor unseren Augen um uns herum in der Natur vollzieht, im Großen wie den Jahreszeiten wie im Kleinen, z. B. in einem Bienenstock oder im Wachsen eines Apfelbaumes macht die Autorin für uns erlebbar und erfahrbar, die wir im Alltag des Geschehens den Bezug zur Natur häufig vernachlässigen oder gar ganz verdrängt haben. Die Figuren des Romans nutzen die Herausforderungen, aber auch das Angebot der Natur, des Zurückgeworfenseins auf das Elementare und auf sich, um ihren Lebensweg zu überdenken. Und dass es dazu nie zu spät ist, zeigt sich daran, dass die Protagonistinnen ganz unterschiedlichen Alters sind und ganz unterschiedliche Lebensentwürfe haben.
Für mich ein besonders intensives Leseerlebnis waren die Briefe von John an seine Frau Hannah: Sie thematisieren neben der individuellen Lebensthematik sehr viele allgemeine Themen, wie die Unzulänglichkeit von Sprache, die Frage von Schuld und Vergeben, die Vergeblichkeit, etwas Geschehenes oder Gesagtes im Nachhinein ändern zu können. Und sie verraten sehr viel Interessantes und Wissenswertes über die Bienen, die oftmals Spiegel sind für das menschliche Leben, denn auch in ihrem Leben geht es um Sprache, um die Erwartungshaltung anderer an das Leben, um Vergeblich- und Vergänglichkeit und um das Überleben.
Ein sehr bedächtig geschriebenes Buch über die Frage, wie man leben will und kann, wobei der Rhythmus der Natur einen sehr gelungenen Rahmen dafür gibt, innezuhalten und nachzudenken.
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