Mein drittes Leben

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Erscheinungstermin 21.08.2024 | Archivierungsdatum 19.07.2024

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Zum Inhalt

Sie hat alles gehabt und alles verloren: Sekunden der Unachtsamkeit kosten ihre einzige Tochter das Leben. Tief sieht Linda in den Abgrund und wäre beinahe gefallen, doch da sind hauchfeine Fäden, die sie halten – die Hündin Kaja, die steten Handgriffe im Garten, das Mitgefühl für andere. Wie viel Kraft in ihr steckt, ahnt sie erst, als sie zurückfindet in einen Alltag und zu sich selbst.

Sie hat alles gehabt und alles verloren: Sekunden der Unachtsamkeit kosten ihre einzige Tochter das Leben. Tief sieht Linda in den Abgrund und wäre beinahe gefallen, doch da sind hauchfeine Fäden...


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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783257073058
PREIS 26,80 € (EUR)
SEITEN 304

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Der Roman von Daniela Krien beschreibt die Geschichte von Eltern, die ihre fast erwachsene Tochter durch einen Verkehrsunfall verlieren.
Feinfühlig und mit viel Gespür für unterschiedliche Arten zu trauern, beschreibt die Autorin die langjährige Trauer der Mutter, die zunächst den Boden unter den Füßen verliert. Die Ehe wird bis auf äußerste belastet bis sie " zerbricht" - und dennoch bleibt zwischen den Eheleuten eine tiefe nicht zu erschütternde Verbundenheit .- Daneben lotet Daniela Krien auch das Umfeld der Trauernden aus, Freunde - Verwandte erhalten eine neue Dimension und neue Begegnungen erweisen sich als gesundend für die Mutter.
Der Vater versucht das Leben neu zu " ergreifen" , geht eine neue Beziehung ein und dennoch bleibt er im gemeinsamen Schicksal seiner Frau treu., Daniela Krien hat ein psychologisches Meisterwerk erschaffen. Feinste gedankliche Wege, mit allen Tiefen begleitet man als Leser und trotz der schweren Thematik ist es ein durch und durch tröstliches zutiefst menschliches, hoffnungsvolles Buch. Grandios !

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Linda, eine Frau, bisher eigentlich vom Leben verwöhnt, verliert durch den Unfalltod ihrer Tochter alles, was ihr Leben bisher ausgefüllt hat.
Sie reduziert sich total auf sich selbst, indem sie ihren Mann , ihr bisheriges Leben verlässt und sich auf einen Bauernhof zurückzieht und dort nur mit einem alten Hund, einigen Hühner und der Natur lebt.
Ein schweres Thema, dem sich Daniela Krien in ihrem neuen Buch widmet. Aber wie bei ihren anderen Titeln brauchte es nur einige Seiten, bis sie mich genauso gepackt hatte, wie in ihren anderen Büchern. Diese bald nüchterne Schilderung des auf sich selbst zurückgezogenen Lebens nach dem Tod ihrer Tochter. Die Verzweiflung, ihre Zweifel am Sinn des Lebens, das Unvermögen aus diesem Tief herauszukommen, dann die ganz zögerliche Rückkehr in eine Art Alltag, absolut nachvollziehbar in jeder Phase durch die klare, schnörkellose, aber auch berührende Sprache von Daniela Krien.
Mit großen Erwartungen bin ich an dieses Buch herangegangen, keine davon wurde nicht erfüllt. Ein absolutes Muss bei den Empfehlungen für den Spätsommer.

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Ich liebe die Geschichten von Daniela Krien! Eine tolle Geschichte, so ehrlich, so traurig, so kraftvoll. Kann man solche Geschichten einfach erfinden oder muss man sie erlebt haben? Daniela Krien beschreibt Gefühle, die tief aus dem Herzen kommen.
Toll!

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Linda hat ihre Tochter durch einen Verkehrsunfall verloren - und damit ist ihr ganzes Leben zusammengebrochen, abhanden gekommen. Ihre Trauer ist das alles bestimmende Element. Sie gibt alles auf, auch den Mann , und bekommt doch wieder ein Zipfelchen vom Leben zu fassen und kann ganz langsam aus dem tiefen Loch finden. Ergreifend und doch nicht düster.

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Der Autorin gelingt es mit großartiger Sprache und Klarheit über den Verlust eines Menschen und somit auch des eigenen bisherigen Lebens zu schreiben. Wir begleiten Linda, die durch einen Unfall ihre einzige Tochter verloren hat und dadurch auch um ihr eigenes Leben kämpft. Die Geschichte hat für mich einen Sog entwickelt und man konnte sich sehr gut in die Figuren einfühlen. Toller Roman, klare Leseempfehlung!

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Linda widerfährt die größte Katastrophe, die einem Elternteil passieren kann: Das eigene Kind stirbt und man selbst muss weiterleben. Der Tod der Tochter Sonja ist für sie wie schwarzes Loch, das jede Zukunft schluckt. Sie entfernt sich emotional von ihrem Mann und zieht sich auf einen trostlosen, alten Bauernhof zurück, wo sie sich lebendig begraben fühlt. Sie erträgt das Leben nur noch in totaler Gleichgültigkeit und sitzt gleichsam ihre Zeit auf Erden ab. Dementsprechend tropft die Hoffnungslosigkeit von jeder Seite. Linda ist sich selbst manchmal so entfremdet, dass die Erzählperspektive von "ich" zu "sie" wechselt. Sie lässt ihre Kindheit in der DDR Revue passieren, die von ihrer Mutter durch eine erneute Heirat gleichsam ausgelöscht wurde. Doch sie hält irgendwie durch und zum Schluss zeigen sich allmählich kleine Hoffnungsschimmer.
Ich mag Daniela Kriens schnörkellosen Stil sehr gern. Er ist angenehm unaufgeregt und undramatisch. Es gibt kein Wort zu viel und kein Wort zu wenig. Sie erliegt auch nicht der Versuchung, die Spannung künstlich hochzuhalten, indem sie die Information, wie Sonja ums Leben kam, möglichst lange hinauszögert. Ihr ist ein emotional sehr berührendes Buch gelungen, das einen trotz des ernsten Themas in den Bann zieht.

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Feinfühlig, tröstlich, tiefgründig und sprachlich versiert! Daniela Krien ist schon jetzt einer meiner Pegaseller!

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So ein schönes Buch.
Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen und jeder geht mit den Problemen anders um. Vorurteile sind unangebracht und ein schlimmes Ereignis mit unterschiedlich viel Abstand zu betrachten, hat mich zum Nachdenken angeregt.
Dieses Buch hat auf mich einen Sog ausgeübt. Besonders schön, dass die Menschen, die Linda wichtig sind, bzw auch sie selber, aufhören Menschen mit Vorurteilen zu betrachten.

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Den neuen Roman von Daniela Krien habe ich in nur einem Tag gelesen. Ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Von der ersten Seite war ich gefangen in der Geschichte einer Mutter und eines Vaters, die ihre Tochter bei einem Verkehrsunfall verlieren. Unglaublich, wie Daniela Krien die Geschichte der Trauer erzählt:
-der Weg durch die Trauerphasen
-Menschen, die beistehen oder eben auch nicht
-Natur und Tiere, die Halt geben etc.
Eine sehr gute Geschichte, jeder Satz echt und empathisch. Eine grosse Leseempfehlung!

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Wie weiterleben nach dem Tod der Tochter, die Ehe hält der Trauer nicht stand, die Protagonistin hangelt sich von Tag zu Tag, und findet sich in einem eigenen Rhythmus nur langsam wieder. Die näheste Umwelt kann mit ihrer Art der Trauer nicht umgehen, man wendet sich ab, doch aus ganz unerwarteten Begegnungen wird Kraft und auch wieder eine Art Lebenslust .
Das dritte Leben hinterlässt den Leser mit Hoffnung und dem Wissen dass jeder Moment zählt .
Toller Roman über das Leben und Sterben und den Umgang damit.

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Alles von Daniela Krien habe ich sehr gerne gelesen, auch "Mein drittes Leben". Sie beobachtet sehr gut und spricht oft schonungslose Wahrheiten durch ihre Romanfiguren aus. Leider wird dieser Roman sehr schwer verkäuflich sein, zumindest bei uns und an Personen, welche die Autorin noch nicht kennen. Ich sehe schon das Zurückschrecken bei der Beratung, wenn der Tod der Tochter zur Sprache kommt. Aber Hand aufs Herz, es ist schon wirklich sehr viel Tod und Krankheit auf den knapp 300 Seiten.

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Keine leichte Lektüre, denn das Thema ist bodenlos: den Tod des eigenen Kindes erleben.
Daniela Krien nimmt sich in ihrem neuen Roman, "Mein drittes Leben", dieser Schwere an und macht daraus ein unsentimentales und beglückendes Leseerlebnis.
Linda hat alles verloren. Mit dem Tod ihrer 17-jährigen Tochter ist nicht nur ihr Familienglück am Ende, auch ihre bis dahin glückliche Ehe mit Richard, droht an diesem Verlust zu zerbrechen. Wie ein verwundetes Tier zieht sie sich in die Einsamkeit eines kleinen Dorfes zurück. Dort, umgeben von ein paar Hühnern, einem altersschwachen Hund und einem arbeitsintensiven Garten, bleibt sie am Leben, zunächst aber auch nicht mehr. Erst allmählich tastet sie sich behutsam zurück in ihr drittes Leben, schließt neue Freundschaften und muss akzeptieren, dass sie nicht nur ihre Tochter, sondern auch ihren Mann zu verlieren droht.
Daniela Krien findet Worte, um das Leid einer Mutter zu beschreiben, die ihr einziges Kind verloren hat und an einem Abgrund steht, über den es zunächst keine Brücke zu geben scheint. Gemeinsam mit Linda gehen wir den Weg aus tiefer Depression und Schwermut zurück ins Leben und das macht Mut. Gerade wenn man glaubt, dass man diese Trübsal nicht mehr aushält, nimmt die Geschichte eine Wende und das so allmählich, dass man es zunächst kaum bemerkt. Sehr schön gemacht, sehr lebensnah, niemals kitschig und sentimental, einfach nur echt und nah am Leben.

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Sie verarbeitet das Trauma um die Behinderung ihrer Tochter, ohne wehleidig dabei zu erscheinen. K lug und geerdet baut sie die Geschichte auf und läßt uns teilhaben.

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Mit diesem Buch ist Daniela Krien für mich endgültig zur deutschen Lieblingsautorin geworden.
Jedes neue Buch von ihr beeindruckt und begeistert mich. Aufgrund des doch schweren Themas habe ich
gezögert, aber nachdem ich drei Seiten "Reingelesen" hatte, habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit
durchgelesen. Sie schafft es mit ihren Protagonistinnen immer wieder, mein Herz zu berühren bzw. zu öffnen.
Danke für diese Geschichte, die mir sehr naheging, und mich noch lange beschäftigt.

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Wer bereit ist, sich auf das nicht leichte Thema Trauer (über den Verlust eines Kindes), Trauerarbeit, Trauerbewältigung einzulassen, der findet in „Mein drittes Leben“ von Daniela Krien ein ganz wundervolles, berührendes Buch mit einer enormen sprachlichen Ausdruckskraft.

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Daniela Krien hat wieder ein unglaublich gutes Buch geschrieben. Es ist so echt. So kann man doch nur schreiben, wenn man es wirklich erlebt hat, was ich ihr nicht wünsche. Linda hat durch einen Verkehrsunfall ihre 17jährige Tochter verloren. Durch dieses Unglück verliert sie ihr eigenes Leben. Sie zieht sich vollkommen zurück, lebt auf einem einsamen Gehöft und auch ihre Partnerschaft hält der Belastung nicht stand.
Sie reflektiert ihr Leben und vor allem das Verhältnis zu ihrer Mutter. Es kann kein happy end geben aber Hoffnung.
Daniela Krien schreibt schnörkellos und dabei fesselnd. Es ist ein trauriges Thema, aber kraftvoll und ehrlich. Es hat mich sehr berührt und wird unvergessen bleiben.

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Nach dem Unfalltod ihrer Tochter bricht Lindas Lindas Welt zusammen. Sie flieht in ein abgelegenes Dorf, mit den kleinen Alltäglichkeiten übersteht sie Tag für Tag. Ganz langsam kämpft sie sich ins Leben zurück. Daniela Krien hat hier ein wunderbares Buch geschrieben, sehr einfühlsam erzählt sie von Linda.

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»Du musst dich jetzt zwingen, nach vorn zu schauen.«

Lindas Mutter hat eine klare Meinung: Linda soll sich nach dem Tod ihrer Tochter Sonja endlich wieder einkriegen und »normal« werden. Doch Linda kann das nicht. Seit Sonja mit ihrem Fahrrad von einem Lastwagenfahrer überrollt wurde, ist ihr Leben ein Scherbenhaufen. Sie fühlt nichts mehr, nicht für Ehemann Richard, der sich verzweifelt um sie bemüht, nicht für ihre Mutter oder ihre Freundinnen. Auch ihre Krebsdiagnose lässt sie kalt und nach ihrer Heilung mietet sie ein Bauernhaus außerhalb der Stadt und lebt fortan einsam mit Hund und Hühnern.

Daniela Krien hat eine ungekünstelte Sprache, die mit Klarheit den Nerv trifft. Jedes ihrer Worte ist messerscharf und präzise. Die Geschichte ist aus der Sicht von Linda geschrieben, die den Tod ihrer Tochter auf eine eigene Art und Weise verarbeitet. Sie lebt nur mehr für sich, meidet Kontakte zu ihrer alten Welt, die Freundinnen schreiben sie nach und nach ab, lediglich ihr Mann Richard will nicht aufgeben und besucht sie mit einer ruhigen Hartnäckigkeit regelmäßig. Die Zeit vergeht, Linda erinnert sich an vieles von ihrer Tochter, dass sie sich schämt, ihr nicht die Mutter gewesen zu sein, die sie verdient hätte. Der Kontakt zu den Nachbarn entwickelt sich nur langsam, ebenso die Freundschaft mit Natascha, deren Tochter Nine gefangen im Körper eines Kleinkindes, mit ihrem Gesang Leben bringt. Sämtliche Figuren sind so wunderbar aus dem Leben gegriffen und authentisch, ich mochte sie alle.
Es ist ein Roman, der trotz seiner Schwermut kleines Glück birgt. Und auch Linda findet im Slow Motion Tempo einen Weg für sich. Der Schluss ist würdig und passend. Ich kann das Buch von Herzen weiterempfehlen.

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Ein langer Weg zurück ins Leben

„Linda bedeutet die Milde, die Freundliche, die Sanfte. Dieser Name hat nichts mehr mit mir zu tun.“
Nach dem Unfalltod ihrer 17-jährigen Tochter zieht sich Linda aus dem Leben zurück. Sie verlässt Leipzig und ihren Mann Richard und hält sich nur noch mit Routinen und Ritualen über Wasser. Bis sie ihren Rückzugsort verlassen muss und ein neues Leben beginnt.

Daniela Krien hat mich von Anfang an in diese Geschichte hineingezogen und nicht mehr losgelassen. Ich habe mit Linda gelitten und mich über ihre treuen Begleiter (den Hund Kaja und die neue Freundin Natascha) gefreut. In besonders schwierigen Situationen ist sie sich selbst so entrückt, dass sie von sich in der dritten Person spricht. Manchmal denkt sie sogar über Suizid nach, doch dafür scheint sie noch zu sehr am Leben zu hängen. Doch das merkt sie erst, als sie gezwungenermaßen ihr Leben verändern muss. Da entdeckt sie Kleinigkeiten, die ihr Halt geben und fühlt sich nach und nach wieder gebraucht. Bald kommen Momente, in denen sie wieder so etwas wie Glück spürt.

Dieses Buch hat mich tief berührt. Daniela Krien ist ein weiteres Mal über sich hinausgewachsen. Für mich war es ihr fünftes Buch und keines davon hat mich enttäuscht. Sie schafft es wunderbar, sich in ihre Figuren hineinzufühlen. Jedes Wort sitzt nachvollziehbar. Und trotz all der vorhandenen Trauer hat mich das vorliegende Buch nicht in den Abgrund gezogen, sondern die Hoffnung auf eine veränderte Zukunft aufrecht erhalten. Man merkt, dass die Autorin aus einem vielschichtigen Leben heraus schreibt. Chapeau!

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Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Daniela Krien versteht es wie keine, so zu schreiben, dass der Leser eintaucht in das Leben der Protagonistin, als wäre sie eine gute Freundin. Eines von den Büchern bei denen man traurig ist, wenn es ausgelesen ist.

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Es war unfassbar anstrengend, Linda auf ihrem Rückzug aus dem Leben zu begleiten, ihr fast minutiös bei ihrem Tun und Denken zu folgen, aber Frau Krien zog mich ab Seite 1 in einen Sog. Ein anstrengend gutes und ... ja, schönes Buch! Unbedingt empfehlenswert.

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Daniela Krien versteht es auch in ihrem neuen Roman "Mein drittes Leben" interessante Figuren darzustellen, ganz unterschiedliche Charaktere, die mit ihren jeweiligen Schicksalsschlägen oder auch Glücksmomenten so ganz unterschiedlich umgehen. Sehr schön zu lesen!

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Linda und ihr Mann verlieren durch einen Verkehrsunfall ihre 17jährige Tochter. Beide sind am Boden zerstört. Ihr Mann, der aus erster Ehe zwei erwachsene Kinder hat, findet leichter wieder Anschluss an das Leben. Linda hingegen sucht die Einsamkeit und zieht mit Hund in ein sehr einfaches Haus auf dem Land. Die Zeit vergeht und um sie herum wird man ungeduldig. 'Mal muss ja auch gut sein mit der Trauer'. Linda lässt sich nicht drängen und schießlich knüpft sie doch leichte Kontakte zu einem älteren Ehepaar und einer alleinerziehenden Mutter, deren Tochter großer Aufmerksamkeit bedarf. Am Ende gibt es für Linda einen kleinen Silberstreif an einem fernen Horizont.
Ein sehr intensives Buch, das lange nachhallt.
Bitte lesen!!!

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Ein intensives Buch: was kann der Verlust eines Kindes für Eltern bedeuten? Wer reagiert wie, extrem oder nicht … ein sehr, sehr ehrliches Buch, toll geschrieben. Man kann so vieles verstehen, auch wenn man selbst nie in der Situation war. Ernst, schwer, sicher kein Buch für jede Situation, aber unbedingt vormerken.

Herzlichen Dank an den Verlag und Netgalley für das Leseexemplar!

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Hat mir sehr gut gefallen, ich konnte mit der Protagonistin mitfühlen und ihre Entscheidungen nachvollziehen. Sehr berührend und authentisch und ein gutes Ende.

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Mein drittes Buch der Autorin und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie schafft es, einen mit den Figuren mitleben zu lassen, die Emotionen sind nachvollziehbar und die Handlung fesselnd auch wenn nicht sehr vieles passiert. Dieses Buch hat mich noch lange nachdenken lassen.

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Ein unglaublich intensives Buch, man leidet mit der Protagonistin, findet mit ihr wieder zurück ins Leben, und nie wird die Handlung melodramatisch . Daniela Krien schenkt uns wieder wunderbare Figuren, deren Lebenswege sich kreuzen , ein großes Lesevergnügen.

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Die klaren, ungeschminkten Beschreibungen von Schmerz und Einsamkeit lassen den Leser tief in die Gefühlswelt der Hauptfigur Linda eintauchen und machen das Buch zu einer intensiven Lektüre. Kriens einfühlsame Darstellung der menschlichen Seele und ihrer Verletzlichkeit macht „Mein drittes Leben“ zu einem sehr lesenswerten Erlebnis.

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Lindas und Richards Tochter war erst kürzlich tödlich im Straßenverkehr verunglückt, als Linda die Diagnose Schilddrüsenkrebs erhält. Der zweite Schicksalsschlag lässt sie jedoch den Weg einer Mitpatientin kreuzen, deren Dreiseithof, Hühner, Schafe und Hund in einem ostdeutschen Straßendorf während der Therapie betreut werden müssen. Das Land im Ort gehört inzwischen einem Agrarkonzern, die Bewohner pendeln zur Arbeit aus. Linda mietet kurzentschlossen das Haus, ohne zuvor mit Richard darüber zu sprechen. Sie hat sich unbewusst nach einem Hoftor gesehnt, das sie hinter sich schließen kann und damit Versuche bemühter Menschen abwehren, mit Lindas Trauer umzugehen. Während Richard nach vorn blickt, wieder arbeitet und seine Trauer irgendwann loslassen kann, ist das Linda nicht möglich. Der Vorwurf schwebt lange unausgesprochen über ihr, sie wäre nicht am absoluten Tiefpunkt, wenn sie vor Sonjas Tod glücklich gewesen wäre. Mit dem kleinen, holzbeheizten Haus zieht sich Linda ein fremdes Leben an; innen verändert sie kaum etwas. Die Routine aus Holzspalten, Feuermachen, Hühner versorgen scheint Linda mehr Halt zu geben, als ihr beunruhigend umfangreiches Sortiment an Psychopharmaka.

In der Behindertenwerkstätte des Dorfes lebt die 19-jährige Autistin Nine, mit deren Mutter Natascha Linda sich anfreundet. Die Beziehung funktioniert, weil beide Frauen sich gegenseitig respektieren – und so verschieden sind. Wenn die Hündin Nine auswählt, weil sie spürt, dass Nine sie braucht, fragt Natascha treffend, wer wen therapiert – bauen Nine und Natascha Linda auf oder Nine und Kaja? Rückblenden führen zu Lindas Jugenderlebnissen und zum Beginn ihrer Beziehung mit Richard und seinen Kindern aus erster Ehe. Schließlich kann Linda Begegnungen in ihrem alten Leipziger Kietz zulassen und ihr Bild ihrer anpassungsbedürftigen Tochter zurechtrücken.

„Mein drittes Leben“ charakterisiert klar und pointiert Lindas für ihr Umfeld kaum zu ertragende Trauer und legt auf dem Weg dahin den Finger in die Wunde der Überflussgesellschaft, unseres Umgangs mit Behinderten, des Bildungs- und Erziehungsnotstands und gesellschaftlichen Zwangs, glücklich sein zu müssen. Letztlich geht es um unsere Berührungsängste gegenüber verwaisten Eltern und lebensbedrohlicher Krankheit. - Lassen sich die Schicksale Lindas und ihrer Bezugspersonen beim Lesen überhaupt ertragen? Durch Daniela Kriens präzise Darstellung sehr gut, finde ich

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Linda trauert. Richard auch, jedoch anders. Dieses Thema wird in diesem Buch sehr klar : jeder Mensch trauert individuell und in einem anderen Zeitraster . Linda bricht aus dem alten Leben aus und findet auf dem Dorf ein ganz anderes, neues Umfeld, das sie nur den Verlust der tödlich verunfallten Tochter hereinlässt . Natascha und Nine bringen Energie in Lindas Alltag, der durch Spaziergänge mit dem Hund und Gartenarbeit geprägt ist. Kaja, die treue und anhängliche Hündin, zwingt Linda nach draussen und gibt dem Tag eine Struktur. Das Nachbarspaar drängt sich nicht auf, hilft jedoch, wenn nötig. Diese zwei bringen einen leisen Humor in das Buch, was mich amüsiert hat.

Wie alle Bücher von Daniela Krien bohren sich die einfachen Sätze in mich und ich bin überrascht über die Klarheit der Worte. Man kann die Autorin nur bewundern. Meiner Meinung ist jeder Absatz klar und verständlich, die ganze Geschichte inspirierend und tröstlich trotz des schweren Schicksals. Das Narrativ ist die Trauer, der Verlust, das Ende, das Schwere. Aber auch Neuanfang, die Liebe, die Kraft von Flora und Fauna . Viele wichtige Themen eines Menschen werden kurz angesprochen und finden doch ein ausführliches Ende. In meinen Augen das absolute Highlight des bisherigen Lesejahres und eine grosse Empfehlung !

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"Mein drittes Leben" ist das erste Buch, dass ich von Autorin Daniela Krien gelesen habe. Dabei habe ich bisher nur Gutes über die Bücher der Autorin gehört und gelesen. Und was soll ich sagen? Es wird auf jeden Fall nicht das letzte Buch sein, dass ich von ihr gelesen habe.
Allem voran die klare Sprache und der sehr angenehme Schreibstil haben mich von diesem Buch begeistert. Auch die Handlung um Linda, eine Mutter, die ihr Kind durch einen tragischen Unfall verloren hat, ist sehr authentisch dargestellt. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Trauer zu überspitzt, kitschig oder stereotyp dargestellt wurde. Vielmehr hat Krien nüchtern, beinahe analytisch den Zustand dargestellt, nicht geschönt aber auch nicht dramatisiert. Das habe ich als Leserin als extrem angenehm empfunden.
Nicht nur Protagonistin Linda, sondern auch alle weiteren Charaktere wurden sehr lebensnah und authentisch dargestellt. eziehungsgeflechte sind in leisen Tönen beschrieben, in ihrer Entstehung und Entwicklung jedoch sehr genau und treffend.
Insgesamt hat mich dieses Buch positiv überrascht. Trotz der Schwere der Thematik liest es sich sehr leicht, flüssig und ich wollte es kaum aus den Händen legen. Ein stilles aber nicht weniger beeindruckendes Buch.

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Wieder ein toller Roman von Daniela Krien ! Großartig finde ich die Entwicklung der Hauptfigur von anfänglich großer Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit zu einem kleinen Lichtblick am Ende. Für mich beschreibt Daniela Krien die Gefühlswelt packend gut und realistisch. Wunderbar auch die kleinen feministischen Gedanken, die zwischendurch immer wieder mal aufblitzen.

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Linda und Richard verlieren ihre 17-jährige Tochter Sonja bei einem Unfall. Dieses Buch beschreibt, wie es Linda nach dem Unfall geht. Eindringlich zeigt die Autorin auf, was Trauer bedeutet und dass Trauer für jeden Menschen anders aussehen kann. Linda kann auch Jahre nach Sonjas Tod nicht nach vorn blicken, distanziert sich von ihrem Mann und ihren Freunden. Sie zieht auf einen einsamen Hof, lebt dort nur mit einer Hündin und spricht manchmal tagelang mit niemandem. Sehr authentisch beschreibt Krien, wie die Beziehung zu Richard bröckelt, wie sich zart neue Freundschaften entwickeln und wie Linda Tag für Tag mit ihrer Trauer leben muss.
Ein sehr eindringliches Buch, phasenweise schwer auszuhalten, da die Trauer so greifbar ist. Ich denke, mit dem Thema kann sich jede:r auf die ein oder andere Weise identifizieren und am Ende steht der Gedanke, dass es immer irgendwie weitergeht, nur vielleicht manchmal anders, als man gedacht hat.

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Ich muss gestehen: bis zur Hälfte wollte ich das Buch immer wieder zur Seite und ad acta legen. Es war einfach zu deprimierend. Und ich fragte mich auch, wer will denn noch eine Traueraufarbeitung lesen, da wir doch alle unsere eigenen Kämpfe auszutragen haben und das Leben schon düster genug ist?

Doch nach hundert Seiten konnte ich es dann doch nicht mehr weglegen. Auch wenn die Geschichte traurig und schwer ist, findet die Autorin zunehmend faszinierende Bilder und Worte, um Zustände und Gefühle zu beschreiben. Es ist nicht mein Lieblingsbuch, aber es könnte dennoch sein, dass es in seiner Schnörkellosigkeit grade Menschen in Trauer weiterhilft.

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Wer die bisherigen Bücher von Daniela Krien kennt, geht bestimmt mit hohen Erwartungen an das neue Buch heran, und wird nicht enttäuscht. Wieder ein ungewöhnlich starker Roman, jedoch diesmal eine tieftraurige Geschichte. Die bisherigen Bücher waren erzählerisch sehr stark, besonders "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" über eine Liebe zwischen einem jungen Mädchen und einem verschrobenen erheblich älteren Nachbarn . Das letzte Buch "Der Brand" handelte von einem Akademiker Ehepaar aus Dresden, dem nach vielen Ehejahren irgendwie die Liebe abhanden gekommen ist. Auch in dem neuen Buch geht es um ein Ehepaar, diesmal aus Leipzig, das bis zu einem dramatischen Ereignis im puren Glück und Zufriedenheit lebte. Linda arbeitet als Kuratorin, Richard als freischaffender Künstler/Lehrer, sie führen eine tolle gleichberechtigte Beziehung mit einer gemeinsamen 17- jährigen Tochter Sonja . Mit im Haushalt leben zeitweise noch 2 Kinder aus seiner früheren Beziehung, es ist jedoch alles sehr harmonisch. Bis zu dem Tag, der alles verändert. Sonja wird mit ihrem Fahrrad im Stadtverkehr beim Abbiegen von einem LKW erfasst und ist sofort tot.

Zu Beginn des Buches ist dieses furchtbare Ereignis schon einige Wochen zurückliegend und man erfährt, dass Linda sich in ein Schneckenhaus auf dem Land zurückgezogen hat. Die Autorin erzählt nach und nach die Geschichte, wie sich die Situation des Paares durch diesen tiefen Einschnitt entwickelt hat. Die Autorin erzählt schonungslos und fast sezierend, welche Abgründe dieses Paar nun erlebt und wie unterschiedlich es mit der Trauer um die Tochter umgeht. Die Personen sind hervorragend und literarisch sehr anspruchsvoll beschrieben. Linda kommt überhaupt nicht mehr zurecht im Leben und ertrinkt fast in ihrer unendlichen Trauer. Es geht so weit, dass sie nicht mehr arbeiten kann, sich jeden Abend mit einem Medikamentencocktail zudröhnt, um schlafen zu können und in der Stadt überall auf Situationen stößt, die sie an Sonja erinnern. Sie hält alles nicht mehr aus und möchte nur noch allein sein. Sie mietet sich in einen schäbigen Hof auf dem Land an einer tristen Bundesstraße ein. Sie lässt keine positiven Gefühle mehr an sich heran, stumpft ab und vereinsamt. Auch Richard findet keinen Zugang mehr zu ihr, doch er versucht irgendwann wieder ein halbwegs normales Leben zu führen. Das nimmt Linda im schwer übel, die Beziehung zerbricht zunächst daran. Die Figuren sind sehr stark erzählt, auch die Nebenfiguren wie Lindas Mutter oder die frühere Freundin von Linda. Es liest sich unglaublich gut, obwohl es ein sehr schweres Thema ist. Man lernt viel über Trauerarbeit , ein sehr wichtiges Buch.

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Daniela Krien findet Worte für das Unbegreifliche: für den Verlust und den Schmerz, den Linda nach dem Unfalltod ihrer Tochter durchlebt. In einer klaren, schnörkellosen Sprache schildert sie Lindas Innenleben, die Suche nach einer Möglichkeit, weiterzumachen oder Neuanfänge zu wagen und die vorsichtigen Schritte heraus aus der Dunkelheit. Mit dem Tod des einzigen Kindes erscheint auch die Ehe und das bisherige Leben in der Patchworkfamilie in einem anderen Licht. Und somit stellt sich die Frage, wer bin ich und wie kann und möchte ich leben, wieder neu.
Ein berührender Roman, in den ich gerne eingetaucht bin.

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Lindas Tochter stirbt mit siebzehn Jahren bei einem Unfall. Seit diesem Tag versucht Linda die Trauer zu verarbeiten. Sie zieht sich völlig von der Welt zurück, lebt auf einem Hof außerhalb der Stadt zusammen mit der Hündin Kaja. Linda lebt von Tag zu Tag, kann sich für nichts mehr begeistern. Ihr Mann Richard besucht sie immer wieder, aber Linda schottet sich auch von ihm ab. Nur ganz langsam öffnet sie sich der Welt wieder und kämpft sich zurück ins Leben.

Daniela Krien schreibt über ein sehr schwieriges Thema, den Tod eines Kindes, etwas, das eigentlich niemand erleben sollte. Das ist ein äußerst sensibles Thema, Geschichten über Krankheit und Tod von Kindern meide ich in der Regel; sie nehmen mich einfach zu sehr mit. Daniela Krien schafft es aber, sich unglaublich sanft an das Thema heranzutasten. Nach und nach erfahren wir mehr über Linda, sodass ihr Leid erst mit der Zeit offensichtlich wird. Dadurch fühlte ich mich nicht völlig erschlagen davon und hatte mehr Zeit, mich einzufinden. Die Autorin erzählt mit unglaublich viel Lebenserfahrung (woher diese stammt wird klar, wenn man sich etwas mit ihrer Biografie beschäftigt). Mein drittes Leben ist ein leises Buch, das gleichzeitig einen unglaublichen Sog entwickelt. Lindas Schicksal ging mir sehr nahe, am Ende das Buches saß ich mit Tränen in den Augen da.

Ich habe sämtliche Bücher von Daniela Krien gelesen. In meinen Augen ist Mein drittes Leben ihr erwachsenstes und wahrscheinlich bestes Buch. Sie schreibt psychologisch feinfühlig, extrem einfühlsam, gleichzeitig aber ohne sentimental zu werden. Ein kleines Meisterwerk.

Mein drittes Leben spielt in der Welt von Die Liebe im Ernstfall. Beide lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Wer aber beide lesen möchte, der*dem empfehle ich mit Die Liebe im Ernstfall zu beginnen.

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Dieser Roman ist ein Psychogramm einer Mutter, die ihre 17 jährige Tochter durch einen Unfall verloren hat. Ihr ganzes Leben, ihre Ehe, das Verhältnis zu ihren Eltern, zu ihren Freunden, zum Leben überhaupt steht auf dem Prüfstand.
Sie zieht, weg von ihrem Mann, weg von dem Ort, wo sie ständig mit quälenden Erinnerungen konfrontiert wird, in ein Dorf, in ein altes Haus mit fremden Möbeln und Bildern an den Wänden, einem Hund und vielen Hühnern. Dort möchte sie sich ihrer Trauer stellen, vielleicht die Kraft für ein neues Leben finden. Doch ihr Mann Richard möchte ein anderes Leben mit ihr.

In ungeheurer Dichte und Schonungslosigkeit entfaltet Krien die Trauer einer Mutter, die unter dieser Last zu zerbrechen droht. Der Weg aus dieser Trauer ist in einer zupackenden, sogerzeugenden authetischen Sprache skizziert. Es gibt keine einfachen, absehbaren Lösungen, wie es sie im echten Leben auch nie gibt. Um so lieber folgt man Linda auf ihre Suche nach einem Neuanfang.
Ein Buch, daß einen komplett in seinen Bann zieht! Und viele Sätze, die man am liebsten auswendig lernen möchte, weil sie so wahr sind!

Schon jetzt ein Lieblingsbuch dieses Sommers!

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Dieses Buch hat mich so sehr berührt! Ich weiß leider aus eigener Erfahrung, wie sehr einen ein Schicksalsschlag aus der Bahn werfen kann, und ich musste beim Lesen immer wieder innehalten und alles sacken lassen, weil mir Lindas Geschichte so nahe ging. Linda hat ihrem früheren Leben nach dem Unfalltod ihrer 17-jährigen Tochter den Rücken gekehrt und nahezu alle Kontakte abgebrochen. Jeder Tag kostet enorme Kraft, auch das Thema Suizid steht im Raum. Daniel Krien findet genau die richtigen Worte, um Lindas Gedanken, ihren Schmerz und ihre innere Taubheit zu beschreiben. Atmen, aufstehen, essen, schlafen – nichts ist mehr selbstverständlich. Ein Geruch, eine flüchtige Begegnung, ein besonderer Lichteinfall kann schmerzhafte Erinnerungen auslösen. Erst mit der Zeit gelingt es Linda, sich ganz behutsam zu öffnen, etwa gegenüber Natascha, deren jugendliche Tochter Nine pflegebedürftig ist, nicht sprechen kann und als Autistin völlig in ihrer eigenen Welt lebt. Die Lebensrealitäten von Linda und Natascha sind auf den ersten Blick komplett verschieden, aber beide tragen einen Schmerz in sich, und es baut sich zwischen Ihnen eine Freundschaft auf, die beiden Halt gibt. Und je weiter Lindas Blick wird, desto mehr sieht sie, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat.

Ganz besonders gut gefällt mir in diesem Buch die Figurenzeichnung. Ob Linda, Natascha, Nine, der Ehemann Richard oder die Nachbarn auf dem Dorf – jede und jeder ist auf seine Art besonders, liebenswert und authentisch. Daniela Krien erzählt leise, behutsam, mit viel Tiefgang und Gespür für kleinste Details. Ihre Sprache ist präzise, einfühlsam und schnörkellos. Sie verfällt nie in Klischees, bietet keine einfachen Lösungen, sondern beobachtet genau und beschreibt das Leben in seiner Komplexität und Ambivalenz.

Thematisch sicher kein leichter, aber ein ganz wunderbarer und letztendlich auch Trost spendender Roman, der unglaublich toll geschrieben ist und den ich dringend weiterempfehlen möchte. Für mich war es das erste Buch von Daniela Krien, und ich möchte nun auf jeden Fall noch mehr von ihr lesen.

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Phasen extremer Trauer, die von den meisten Mitmenschen irgendwann nicht mehr verstanden wird, man soll ja wieder funktionieren - diese Geschichte bildet den Rahmen dieses wundervollen Romans. Nicht nur die Fans von Daniela Krien werden dieses Buch lieben. Wir freuen uns auf den Erscheinungstermin und darauf, dieses Buch an unsere Kunden empfehlen zu können.

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Das dritte Leben ist ein schmerzvolles Buch. Eine Frau und Mutter die fast an dem Unfalltod ihrer 17jährigen Tochter zerbricht. Sie sucht die Einsamkeit, zieht sich von ihrem Mann zurück, beschäftigt sich nahezu ausschließlich mit ihrer verstorbenen Tochter. Die Normalitäten und Banalitäten des täglichen Lebens erträgt sie nicht mehr, ihr Mann und sie trennen sich.
Ich habe den
Schmerz dieser Frau miterlebt, mitgefühlt und verstanden. Es fiel mir manchmal schwer das Buch zu lesen konnte aber nicht anders. Tief bewegend und traurig. Aber ihr Leben geht weiter, irgendwie. Vielleicht mit ihrem Mann, der an seiner neuen Beziehung scheiterte und schwer erkrankt. Er konnte ursprünglich den Tod seiner Tochter scheinbar leichter verarbeiten. Ist das so? Bleibt offen.
Ein großartiges Buch zum Thema Schmerzverarbeitung. Es wird nichts verdrängt, nichts bewertet, nichts beschönigt. Schmerz.

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Einfühlsam

Die Schriftstellerin Daniela Krien
schreibt einfühlsam und fesselnd.
Ich habe schon einiges von ihr gerne gelesen.
Der neue Roman, Mein drittes Leben, ist ihr besonders gut gelungen.
In diesem Roman erzählt die Autorin von der Gefühlswelt einer vierzigjährigen Frau, deren siebzehnjährige Tochter bei einem Unfall ums Leben kam. Das bringt das Leben der Eltern in eine große Trauer. Die beiden trauern verschieden.
Linda rettet sich auf einen Hof auf dem Land. Zum Hof gehört ein Hund, der durch sein Dasein, weiterleben lässt. Linda braucht starke Tabletten, sie denkt sogar an Selbstmord.
Sie trifft auch viele Personen, die ihr mit angenehmer Art weiter helfen.
Nebenbei wird auch das schwierige Verhältnis mit ihrer Mutter aufgearbeitet.
Daniela Krien versteht es sehr gut, diese Erlebnisse zu Wort zu bringen.
Sie zeigt, das das Leben weiter geht. Die Trauerarbeit bringt sie gut ins Buch.
Ich konnte mich gut in die Geschichte einfühlen. Es ist ein lesenswertes Buch.

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