Gelbe Monster
Roman | lit.COLOGNE-Debütpreis 2026
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Erscheinungstermin 11.03.2026 | Archivierungsdatum 07.05.2026
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Zum Inhalt
Die Mathematikstudentin Charlie sitzt mit einem blauen Auge in der U-Bahn. Eben hat sie noch »schlechter Mensch« gegoogelt, jetzt ist sie auf dem Weg zu einem Antiaggressionstraining für Frauen. Nur...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte keine Rezensionen vor dem 07.03.2026.
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783518433003 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 192 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1881105
Charlie ist eine junge Frau, die immer wieder mit starker Wut und Selbsthass zu kämpfen hat. In der toxischen Beziehung mit ihrem Freund gerät alles außer Kontrolle. Ich hab das Buch komplett verschlungen und fand das Innenleben von Charlie so schonlungslos ehrlich, dass es mich nicht losgelassen hat. Erst nach und nach erfährt man als Leser*in was alles geschehen ist, was den Roman fast thriller-mäßig spannend macht. Ein tolles Debüt, dass das geschafft hat unbequeme Themen mit einer gewissen Leichtigkeit zu beschreiben. Große Empfehlung!
Buchhändler*in 1642419
Ein sehr gelungenes Buch über toxische Beziehungen, Unsicherheiten und Gewalt, die von Frauen ausgeht. Man taucht in die Gefühlswelt von Charlie ein, die mit all diesen Themen in ihrem Leben konfrontiert ist und sich nun mit sich und ihrer Wut auseinandersetzen muss, nachdem alles aus dem Ruder gelaufen ist. Abwechselnd erfährt man von ihrer jetzigen Situation und ihrer vorherigen Beziehung. Ohne zu entschuldigen und sehr einfühlsam erzählt Clara Leinemann von Charlies Wut und Gedanken, und auch wenn Gewalt niemals die Lösung sein kann, fällt es schwer, sich von Charlie zu distanzieren und nicht doch Verständnis für sie aufzubringen. Wirklich gut und absolut mitreißend!
Rezensent*in 1640992
Lies das, wenn du bereit bist, drei Stunden lang nonstop ein diffuses ungutes Gefühl zu haben. Denn der Klappentext von «Gelbe Monster» von Clara Leinemann verrät bereits, dass das nicht gut ausgehen wird. Schleichend verpackt.
Plot: Valentin ist mit Valeria zusammen. Dann nicht mehr. Charlie folgt ihr nach – und die Leser:innenschaft merkt sofort, dass diese Beziehung von Anfang an auf Selbstzerstörung programmiert ist. Valentin hängt noch immer an der Ex, provoziert, enttäuscht, manipuliert Charlie, trifft ständig ihre wunden Punkte. Und während mensch beim Lesen hofft, eine:r der beiden möge jetzt einfach gehen, kippt die Dynamik immer weiter. Bis es handgreiflich wird. Sie, nicht er.
Der Text ist direkt, intensiv, unangenehm nah dran. Alles fühlt sich emotional wund an. Und dafür, dass das ein Debüt ist: heftig. Heftig, weil brutal. Heftig, weil so präzise beobachtet und formuliert. Very well done!
Muriel W, Buchhändler*in
"Gelbe Monster" hallt nach und das macht das Buch so gut.
Ich habe noch nie ein Buch mit so einer Thematik gelesen und fand es dadurch sehr interessant.
Eindrucksvoll fand ich wie Clara Leinemann es schafft in nur 190 Seiten eine Geschichte mit so viel Tiefe zu schreiben, die sich richtig real anfühlt.
Ein Buch zum nachdenken, große Empfehlung!
Laura D, Buchhändler*in
Es hat mich komplett gepackt und nicht mehr losgelassen — female rage, toxische Beziehungen, emotionale Abhängigkeit, Selbstverlust.
„Gelbe Monster“ ist eine sehr intensive, stellenweise unangenehme, aber genau deshalb auch extrem spannende Geschichte. Durch die episodische Erzählweise bekommt man immer wieder Einblicke in einzelne Situationen, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Dabei wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt: Einerseits erlebt man, wie die Protagonistin in einer Gruppentherapie für Menschen, die selbst Gewalt ausüben, alles verarbeitet und wie ihr Umfeld darauf reagiert, andererseits bekommt man durch ihre Gedanken immer wieder Ausschnitte aus ihrer Beziehung – vom Kennenlernen bis zu dem Punkt, an dem alles eskaliert.
Besonders mochte ich, wie stark die Innenperspektive im Fokus steht – man ist die ganze Zeit in ihrem Kopf und erlebt ihre Gedanken und Gefühle ungefiltert mit. Diese Wechsel passieren nicht klassisch in Kapiteln, sondern innerhalb der Szenen, was überraschend gut funktioniert und dafür sorgt, dass man total mitfühlt, ihre Wut spürt und gleichzeitig immer wieder denkt: „Was geht hier eigentlich ab?“ – sowohl bei dem, was ihr widerfährt, als auch bei dem, was sie selbst tut.
Im Zentrum steht ihre Beziehung zu Valentin, die immer toxischer wird. Sie verliert sich komplett darin, steigert sich in Kleinigkeiten hinein und behandelt ihn zunehmend schlechter, nur um sich selbst besser und gesehen zu fühlen. Dabei redet sie sich alles als Liebe schön, obwohl es sich eher nach Unsicherheit und emotionaler Abhängigkeit anfühlt. Gerade dieses Spiel mit Innen- und Außenwahrnehmung macht das Buch so spannend, weil sie lange total überzeugt von ihrer Sicht ist und erst nach und nach beginnt, ihre eigene Geschichte anders zu betrachten.
Wut ist vielschichtig, und das Buch zeigt, wie komplex insbesondere weibliche Wut und emotionale Manipulation sein können. Nichts ist so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint, und vieles wirkt aus ihrer Perspektive ganz anders als von außen. Auch das Ende passt perfekt dazu, weil es kein klassisches, abgeschlossenes Ende ist, sondern zeigt, dass solche Muster bleiben können. Das Motiv der „gelben Monster“ greift das stark auf und rundet die Geschichte ab – insgesamt ein sehr mitreißendes Buch, das einen zum Nachdenken bringt und für mich definitiv ein Highlight war.
Rezensent*in 1986045
Roh, fesselnd und einzigartig. Die Geschichte um Charlie und wie sie immer mehr in ihre eigene Spirale der Gewalt gerät, konnte ich nicht mehr aus der Hand legen.
Andrea S, Buchhändler*in
Ein Buch über toxische Beziehungen, Selbsthass, Wut, Gewalt, Liebe und Obsession. Was die Sache besonders macht: unsere Hauptfigur Charlotte, genannt Charlie, ist jung, studiert Mathematik und eben weiblich. Und sie ist diejenige, die zuschlägt. Deshalb sitzt sie nun, zusammen mit anderen Frauen, die im Laufe der Geschichte alle am Rande mit ihren eigenen Geschichten vorgestellt werden, in einem Antiaggressionstraining. Sie wohnt vorübergehend bei ihrer besten Freundin Ella, warum sie nicht in ihre eigene Wohnung zurück kann, wird erst gegen Ende klar. Stückweise bekommen wir als Leser die Geschichte ihrer Liebe zu Valentin erzählt, immer wieder mit Einschüben aus ihrem aktuellen Leben, in dem sie versucht, zu einem "besseren" Menschen zu werden. Wie aus der zufälligen Bekanntschaft mit dem schönen jungen Mann eine Beziehung wird, die Charlie in eine obsessive Abhängigkeit von diesem einen Menschen treibt, ist so echt und schonungslos geschrieben, das es fast körperlich spürbar wird. Und so habe ich mich dabei ertappt, nicht nur die Gefühle von völlig überbordender Liebe, wie sie gerade in der ersten Phase des frisch verliebt seins entstehen, nachempfinden konnte, sondern auch die negativen Gedanken, die durch das sich ständige Zurückziehen und das abweisende Verhalten von Valentin hervorgerufen werden. Eigentlich möchte Charlie nur geliebt und gebraucht werden und sobald sich ihr der Mensch, von dem sie das alles bekommen möchte, entzieht, reagiert sie mit Wut und Hass, was sich irgendwann nicht nur verbal sondern auch physisch äußert.
Das Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt, ich habe es in einem Rutsch gelesen, weil die Geschichte so unter die Haut geht und weil ich mich Charlie, trotz ihrer unverzeihlichen Ausbrüche, irgendwie nahe gefühlt habe. Vielleicht liegt es auch daran, das Valentin nicht einfach nur als Opfer dargestellt wird. Seine Motive für die Beziehung mit Charlie bleiben vage, so wie sein ganzer Charakter nicht richtig greifbar wird.
Am Ende wünscht man Charlie einfach nur, das sie lernt, ihre Wut anders zu kanalisieren und auf eigenen Beinen zu stehen, ohne sich abhängig zu machen von anderen oder von der eigenen Erwartungshaltung.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1566003
Für alle Fans von „Die schönste Version“ ein absolutes Must Read. So ein vielschichtiger Roman, der so ein wichtiges Thema behandelt. Man fühlt mit Charlie mit, möchte sie umarmen und schütteln gleichzeitig.
Ihre Gefühle und Gedanken sind widersprüchlich und relatable und zeigen, wie komplex Wut - und vor allem weibliche Wut - sein kann.
Buchhändler*in 1056065
Ein toller Roman mit einer unzuverlässigen Protagonistin.
Beginnen tut das ganze mit einer Fahrt in der U-Bahn. Charlie, mit bandagierten Arm und übel zugerichtet, kann nicht verstehen, warum sie zum Antiaggressions-Training muss.
Auch im weiteren Verlauf des Buches, beschreibt Charlie ihre Ex-Beziehung erst als positiv, bis sich doch immer wieder kleinere Konflikte und große Eskalationen einschleichen.
Das Finale war nicht nur überraschend, sondern sowohl erzählerisch, wie literarisch sehr gut gelungen!
Ein wirklich rundes, flüssig zu lesendes Buch, welches nach 190 Seiten leider ein Ende gefunden hat!
Kraftvoller Roman über toxische Liebe, Minderwertigkeitsgefühle, Selbstzerfleischung, emotionale Abhängigkeit und Gewalt.
Eine unbändige Sehnsucht, aber auch Wut begleitet Charlie in ihrer On/Off Beziehung zu Valentin, die sich ab einem gewissen Zeitpunkt in körperlicher Gewalt entlädt.
Beginnend mit dem Anti-Aggressionstraining, zu dem sich Charlie angemeldet hat, erfahren wir rückblickend auf die Beziehung, wie es zu dieser Eskalation kommen konnte.
Keine leicht verdauliche Erzählung, aber absolut lesenswert.
Rezensent*in 1518830
„Gelbe Monster“ von Clara Leinemann ist eines dieser Bücher, das sich nicht laut aufdrängt, sondern sich ganz leise unter die Haut schiebt – und dann dort bleibt. Schon der Einstieg hat mich sofort gepackt: Eine junge Frau sitzt mit blauem Auge in der U-Bahn und fragt sich, ob sie ein schlechter Mensch ist. Und genau diese Frage zieht sich durch das ganze Buch, ohne jemals wirklich einfach beantwortet zu werden.
Im Mittelpunkt steht Charlie, die alles andere als eine typische Protagonistin ist. Sie ist widersprüchlich, wütend, manchmal schwer auszuhalten – und gerade deshalb so erschreckend nahbar. Nach einer Eskalation mit ihrem Ex muss sie an einem Antiaggressionstraining teilnehmen, und nach und nach entfaltet sich eine Beziehungsgeschichte, die keine klaren Rollen kennt. Täterin, Opfer, Schuld, Recht – nichts davon bleibt eindeutig, alles verschwimmt.
Was mich beim Lesen besonders beschäftigt hat, war diese permanente Unsicherheit. Man merkt, wie Charlie versucht, sich ihre eigene Geschichte zurechtzulegen, Dinge zu relativieren, sich selbst zu schützen – und ertappt sich dabei, wie vertraut diese Gedanken wirken. Genau darin liegt die Stärke dieses Romans: Er zeigt, wie komplex und unangenehm Wahrheit sein kann, gerade wenn es um Gewalt in Beziehungen geht, und vor allem, wenn sie von einer Frau ausgeht.
Die Sprache ist dabei unaufgeregt und klar, fast beiläufig, und genau das macht viele Stellen so intensiv. Kein großes Drama, kein Pathos – stattdessen dieses leise, konstante Brodeln unter der Oberfläche, das einen beim Lesen nicht loslässt.
„Gelbe Monster“ ist kein Buch, das gefallen will. Es ist unbequem, ehrlich und stellenweise schwer auszuhalten. Aber genau deshalb wirkt es so lange nach. Ein Roman, der Fragen stellt, wo man vielleicht lieber einfache Antworten hätte – und gerade dadurch so wichtig ist.
Annekathrin L, Buchhändler*in
Ein altes Thema in einer weniger bekannten Version. Es geht um Gewalt in einer Beziehung. Doch in diesem Roman geht die Gewalt von Charlotte , genannt Charlie, aus. Charlie ist eine Mathematikstudentin. Sie findet sich nicht schön und das Leben kompliziert. Gerne hätte sie eine Beziehung, die so einfach und logisch wäre wie die Mathematik. Dann lernt sie Valentin kennen, der allerdings anderweitig liiert ist. Doch Charlie weiß, wie sie ihn für sich gewinnen kann. Valentin verlässt seine Freundin, und Charlie ist im siebten Himmel. Aber sie klammert, Valentin gibt ihr in ihren Augen nie genug. So kommt es zu Streitereien, die immer heftiger und hässlicher werden. Charlie kann sich auf nichts mehr konzentrieren außer auf Valentin. Als es zum Äußersten kommt und Charlie sich nicht mehr unter Kontrolle hat, muss sie an einem Antiaggressionstraining teilnehmen.
Alle Frauen dort sind in einer ähnlichen Situation. Aber Charlie braucht lange, um das zu verstehen.
Ein tolles Buch! Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Clara Leinemann schreibt spannend, lebendig und man ist absolut neugierig auf den Fortgang dieser Beziehung. Man leidet mit Charlie und hofft so sehr, dass sie aus dieser Gewaltspirale herausfindet. Und dann gibt es am Ende diesen einen Satz……..
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