Wo Milch und Honig fließen

Roman

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Erscheinungstermin 24.01.2024 | Archivierungsdatum 24.03.2024

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Zum Inhalt

Eat the Rich. Aber wen fressen die Reichen? Und ist leidenschaftlicher Genuss verwerflich in einer sterbenden Welt ohne Zukunft? 

Der neue Roman der internationalen Bestseller-Autorin. Elektrisierend, revolutionär, sinnlich.

C Pam Zhang erzählt in ihrem neuen Roman »Wo Milch und Honig fließen« von einer jungen Köchin, die ihrer Verlorenheit durch einen Job in einer dekadenten Kolonie auf einem Berggipfel entflieht. All das Verschwundene existiert hier noch: die frischesten Erdbeeren, Gemüse, richtige Butter, das Fleisch längst ausgestorbener Tierarten – und das Verlangen einer anderen Frau. Sie begegnet einem neuen Leben, Privilegien, brutalem Luxus – aber vor allem dem Kampf um Macht, Identität und Zeit. Denn letztlich geht es nur um eines: Fressen oder gefressen werden?

Ein ungeheuer sinnlicher Roman über Verlangen und Täuschung, der direkt ins Herz unserer gegenwärtigen Zukunftslosigkeit trifft. Mit wilder Freiheit schreibt C Pam Zhang vom Schlimmsten – um es todesmutig in größte Schönheit zu verwandeln.

»Zhang schreibt so sinnlich über Essen, über Lust und menschliches Versagen, dass man es bis tief in die Eingeweide spürt. Ein ungeheuerliches Buch darüber, wie Menschen zerbrechen, wenn die Welt zerbricht. Ganz und gar außergewöhnlich.« Roxane Gay

»Scharfsinnig und sinnlich.« Raven Leilani

»C Pam Zhang ist eine furchtlose Autorin.« Garth Greenwell

»Nur ganz selten liest man ein Buch, das so einzigartig ist. Voll wilder Fantasie und so eindringlich erzählt.« Gabrielle Zevin

»Eine verblüffende Hymne an Essen und Sex, Liebe und Gewalt, Macht und Widerstand.« The Guardian



Eat the Rich. Aber wen fressen die Reichen? Und ist leidenschaftlicher Genuss verwerflich in einer sterbenden Welt ohne Zukunft? 

Der neue Roman der internationalen Bestseller-Autorin. Elektrisierend...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783103975437
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 272

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

C Pam Zhangs namenlose Icherzählerin kann ihrem Beruf als Köchin kaum noch nachgehen, nachdem in der Region Los Angeles eine dichte Smogwolke endgültig das Wachsen von Tieren und Pflanzen verhindert. Alle Mahlzeiten müssen aus einem Mungbohnen-Soja-Algenmehl produziert werden. Die Lebenserwartung ist rasant gesunken, die Generation der 30Jährigen ließe sich süffisant als Generation Eintagsfliege bezeichnen, die der vorhergehenden Generation Verschwendung folgt. Als die chinesisch-stämmige Köchin sich in der alternativen privaten Lebens- und Forschungsgemeinschaft „Terra di Latte e Miele“ in den italienischen Alpen bewirbt, geht’s sie zunächst davon aus, dass sie dort kochen wird.

Schritt für Schritt muss sie sich jedoch damit auseinandersetzen, dass ihr ebenfalls namenloser Chef in sauberer Bergluft eine selbstverwaltete Enklave betreibt für exakt die verschwenderische Lebensweise, die die übrige Welt unbewohnbar gemacht hat. Dass der fette Smog bald auch die Alpen erreichen wird, ist abzusehen. In Lagerräumen tief im Gebirge lagern Millionenwerte an exklusiven Nahrungsmitteln, die Menschen außerhalb der Community nur noch vom Hörensagen kennen. Lebensmittel als Valuta Forte dienen inzwischen als neue Währung zur Bestechung.

Während Forscher in der sauberen Luft ausgestorbene Pflanzen- und Nutztierarten neu züchten, ist die Köchin u. a. als positiver Einfluss für Aida gedacht, die 18jährige Tochter des Chefs. Schlimmer noch: aufgrund ihrer asiatischen Herkunft will der Mann sie wie eine Marionette als Aushängeschild für seine Werbung von Investoren nutzen. Über ihren Bodymass-Index wird zukünftig er entscheiden. Für die junge Köchin ist sein Modell existenzbedrohend, da inzwischen die USA ihre Grenzen geschlossen haben und sie als Einwandererkind der ersten Generation die Mindestpunktzahl für den erneuten Grenzübertritt nicht erreichen kann.

C Pam Zhang zoomt im Rückblick ihrer inzwischen gealterten, namenlosen Icherzählerin eine sektenartige Luxus-Kommune der nahen Zukunft heran. Aus deren Einzelschicksal entsteht so das Bild einer Generation, deren Zukunft durch den Klimawandel bereits zerstört ist und die von ihren Heimatländern buchstäblich vor die Tür gesetzt werden. Aida und die Erzählerin nehmen dabei Positionen zweier Generationen ein, die Ältere erleidet ihr Schicksal zunächst, während Aida längst kollektive Schuld reflektiert. Wie Zhangs Erzählerin unter Aidas Einfluss Schritt für Schritt ihren Horizont auf die Welt außerhalb ihres Zauns erweitert und die Motive ihres Arbeitgebers begreift, hat auf mich nachvollziehbar gewirkt.

Neben der obsessiven Thematisierung ressourcenverschlingender Luxuslebensmittel nimmt C Pam Zhang in ihrer Dystopie raffiniert Fragen von Nationalität, Abstammung, Migration und generell der Bewertung von Menschen nach individueller Nützlichkeit auf.

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In einer nahen Zukunft verdunkelt Smog die Sonne, was dazu führt, dass zahlreiche Pflanzenarten verschwinden und Wild- und Nutztiere verhungern. In dieser dystopischen Welt versucht eine 29-jährige Köchin sich durchzusetzen. Dreist bewirbt sie sich bei einer mysteriösen Stellenanzeige mit falschen Qualifikationen und wird tatsächlich eingestellt. Fortan kocht sie für die Gäste einer privaten Forschungsgemeinschaft an der italienisch-französischen Grenze namens „Terra di latte e miele“ (=Land von Milch und Honig). Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie nicht nur dafür eingestellt wurde und der Besitzer Geheimnisse vor ihr verbirgt.

„Wo Milch und Honig fließen“ ist der zweite Roman der chinesisch-amerikanischen Autorin C Pam Zhang und wurde von Eva Regul aus dem Englischen übersetzt. Erzählt wird aus der Perspektive der namenlosen Protagonistin in Ich- und Vergangenheitsform. Dabei blickt sie aus einer Gegenwart, in der sie sich schon lange nicht mehr im „Latte e miele“ aufhält, zurück auf das schicksalshafte Jahr, das sie dort verbracht hat.

Für den Besitzer ist sie die perfekte Kandidatin für den Job, denn sie hat in der Außenwelt keinerlei Bindungen mehr, seit die ihr entfremdete Mutter verstorben ist. In den ersten Wochen ist sie geradezu berauscht davon, dass auf dem Grundstück Pflanzen und Tiere nachgezüchtet werden, die als ausgestorben gelten. Endlich kann sie wieder Butter verwenden oder Erdbeeren essen und den seltsamen Gästen ausgefallene Menüs vorsetzen. Doch nach und nach schleichen sich Gewissensbisse ein: Ist es in Ordnung, all das vor dem Rest der Menschheit zu verstecken und zu genießen, wenn anderswo nur noch fades Proteinmehl genutzt werden kann?

Komplizierter wird die Situation durch zwei weitere Dinge: Die Beziehung zwischen der Protagonistin und der Tochter des Besitzers und ihre Herkunft. Die junge Köchin ist Tochter einer chinesischen Mutter und eines koreanisch-amerikanischen Vaters, weshalb sie immer wieder Alltagsrassismus ausgesetzt ist – und auch ihre Einstellung hat mit diesem Fakt zu tun.

Fazit: Ein kurzer, aber komplexer Roman über die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt

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Diese Dystopie ist gar nicht so weit von der Realität entfernt, wie man sich das so wünschen möchte. Und nein, unterhaltsam ist der Roman nicht, aber ein Genuß in sprachlicher und ínhaltlicher Hinsicht. Die ethisch-moralische Betrachtung von Luxus und Armut, Gier und Verzicht, innovativer Wissenschaft und Ausbeutung oder Vorteilnahme ist absolut lesenswert.

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Die Thematik dieses Romans ist hochaktuell und die dystopische Handlung packt von der ersten Seite an. Ich mochte die Beziehungen zwischen den Hauptcharakteren sehr. Das Ende war leider ein bisschen abrupt, aber abgesehen davon hatte ich eine grosse Freude beim Lesen.

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Die Protagonistin lebt im London der Zukunft, in ihre Heimat Kalifornien kann sie aufgrund der geschlossenen Grenzen wegen Hungersnot und einem fragwürdigen Punktesystem nicht wieder zurückkehren. Also nimmt sie eine Stelle in einer Kolonie in Italien an. Dort haben sich reiche Investoren auf einem Berg angesiedelt, um fernab des bedrohlichen Smogs ein privilegiertes Leben zu führen. Dort hat man noch Zugang zu Lebensmitteln, die die Köchin seit Jahren schon nicht mehr in der Hand gehabt hat. Großartige Beschreibungen des Kochens und Genießens entschärfen die bedrückende Stimmung und machen in meinen Augen den Reiz des Buches aus. Begierde, Genuss, Beziehungen und menschliches Versagen sind in meinen Augen die zentralen Themen dieses großartigen Romans.

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Meines Erachtens ist der Autorin hier etwas Beeindruckendes gelungen. Unsere aktuellen Zeiten bieten genug Grundlagen für eine Gesellschaftsdystopie einer nahen Zukunft und so erleben wir auch hier eine allzu nachvollziehbare und greifbare Welt- eine Welt in der Hybris, Dekadenz, Genuss und der Spalt zwischen Arm und Reich das Leben bestimmt. Essen, Sex, Liebe und Gewalt und Macht bestimmen nicht nur in Zhangs Geschichte das Leben der Oberschicht, sondern doch auch bereits unseres. Ein in kurzer, aber sehr intensiver Roman, der sich einprägt. Erzählt wird aus der Perspektive der namenlosen Protagonistin in Ich- und Vergangenheitsform. Dabei blickt zurück auf eine schicksalhafte Zeit, die sie in einer privaten Forschungsgemeinschaft an der italienisch-französischen Grenze namens „Terra di latte e miele“ (Land von Milch und Honig) verbracht hat.
Ein wirklich außergewöhnliches Buch, über unser Versagen und die Zerbrechlichkeit dieser Welt. Zhang schreibt scharfsinnig und sinnlich, eindringlich und voller Fantasie.
Eine klare Leseempfehlung für Dystopie-Liebhaber.

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Ist Genuss in einer sterbenden Welt noch möglich, und für wen? Und vor allem, wer definiert, was Genuss ist?

Wieder hat C Pam Zhang ein einzigartiges Buch geschrieben, das wahnsinnig eindringlich ist und vor Bildern völlig überquillt. Sie schreibt so klar und fast schon archaisch über Genuss und Verlangen, dass sich die Grenzen zwischen Essen und Lust vermischen.

Die Welt versinkt im Smog und mittendrin eine junge Köchin, die ihren Appetit längst verloren hat. Mit letzter Hoffnung auf etwas frisches Grünes, nimmt sie einen Kochjob in einer elitären Kolonie auf einem Berggipfel an. Hier erlebt sie grenzenlosen Genuss und gnadenlosen Luxus, aber auch gnadenlose Macht und Gier. Schmal ist der Grat zwischen Genuss und Ekel.

Es ist eine ungewöhnliche Geschichte, die uns herausfordert. Wir müssen uns auf diese mutige, fantasievolle Erzählung einlassen. Bestimmt ist es kein Buch für eine breite Leserschaft. Aber es tun sich neue Welten auf und die Sprache, die da geschrieben ist, ist wirklich einzigartig.

Das Ende stimmt mich versöhnlich und lässt mich vor allem hoffen. Dass die Welt doch noch eine Chance hat, dass es nicht nur für Menschen mit genug finanzieller Macht ein Happy End geben kann.

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