Das Haus über dem Fjord

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Erscheinungstermin 20.09.2022 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Mit Anfang 30 kehrt Elin, die als Journalistin in Oslo arbeitet, in ihr nordnorwegisches Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter ihr Elternhaus aufzulösen. Ihre Kindheit endete jäh, als sie mit zehn Jahren die beiden älteren Brüder und den Vater durch einen Erdrutsch verlor, der ein Stück der Küste ins Meer riss. Während ihres Aufenthaltes trifft Elin ihre Jugendliebe Ola wieder, den besten Freund ihres ältesten Bruders, der sie nach dem Unglück damals auffing und mit dem sie doch nie richtig zusammenfand. Und dann entdeckt sie beim Aufräumen Hinweise auf ein großes Geheimnis ihrer Eltern, das ein ungeahntes Licht auf das Verschwinden ihres Vaters wirft und Elin auf eine Spurensuche bis in ein französisches Dorf führt. Endlich eröffnet sich für Elin die Chance, sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen und ihren eigenen Weg zu gehen.

Mit Anfang 30 kehrt Elin, die als Journalistin in Oslo arbeitet, in ihr nordnorwegisches Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter ihr Elternhaus aufzulösen. Ihre Kindheit endete jäh, als sie mit...


Vorab-Besprechungen

»Eine mitreißende, fast krimihafte Geschichte und ein großartiges Buch über Trauer, Trost und wahre Liebe.«

– Verdens Gang

»Eine mitreißende, fast krimihafte Geschichte und ein großartiges Buch über Trauer, Trost und wahre Liebe.«

– Verdens Gang


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783866486492
PREIS 24,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

„Ich stand in der Auffahrt, hatte die Autotür offen, dachte, dass das Haus noch immer schön sei. Es lag allein oben am Hang und sah aus, als ob es eigentlich keine Menschen brauchte.“ (Pos. 254)

Inhalt
Elin ist zehn Jahre alt, als ihre Weigerung, ein Kleid anzuziehen, ihr und ihrer Mutter das Leben rettet. Denn die beiden sind nicht in dem Auto, das von einem plötzlichen Erdrutsch verschüttet wird und in dem Elins Vater und ihre beiden älteren Brüder sterben. Im Herbst 2007 kehrt Elin, die in Oslo lebt und als Journalistin für eine Modezeitschrift tätig ist, in den kleinen Ort in der Provinz Nordland zurück. Vor zwei Jahren ist ihre Mutter gestorben und Elin beginnt, das Haus der Familie zu räumen, da sie es verkaufen will. Was will sie behalten, was entsorgen? Sie blättert den alten Terminkalender ihres Vaters aus dem Unglücksjahr 1985 noch einmal durch und plötzlich fällt es ihr auf – im Frühjahr vor dem Unglück dichte Termine, geschäftlich und privat, Reisen mit ihrer Mutter, Ballettaufführungen, Theater – es endet mit einer Eintragung ‚Ferien‘ im Juli und dann nichts mehr. Die Seiten des Herbstes sind völlig leer. Das Warum schickt Elin auf eine Suche in die Vergangenheit, die sie zunächst zu Gesprächen mit allen Dorfbewohnern und dann bis nach Frankreich führt.

Thema und Genre
In diesem Roman geht es um Familie, Eltern und Kinder, Erinnerungen und prägende Kindheitserlebnisse, ein wichtiges Thema ist die Suche nach dem eigenen, bewusst gestalteten Leben.

Charaktere
Elin ist Journalistin und arbeitet jetzt als Chefin vom Dienst bei einem norwegischen Modemagazin in Oslo. Durch das Unglück 1985 endet ihre unbeschwerte Jugend abrupt, Verlust und Trauer prägen sie bis heute. Mit dem Schriftsteller Ola, dem besten Freund ihres ältesten Bruders, verbindet sie immer noch eine vertraute Freundschaft. Es sind sympathische Figuren, deren Geschichte wir in diesem Buch folgen.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte wird chronologisch von Elin als Ich-Erzählerin geschildert. Sie beginnt im Sommer 1985, die Haupthandlung schließt im Herbst 2007 an, reicht bis in den Sommer 2008 und endet dann in der Gegenwart, im Sommer 2019. Im Mittelpunkt steht Elin znd ihr Leben, ihre Recherchen zu den Ereignissen im Jahr 1985 wechseln mit Beschreibungen ihrer aktuellen beruflichen Tätigkeit ab. Ergänzt wird die Handlung durch viele Rückblenden, Elins Erinnerungen und ergänzende Details, die sich durch die Erinnerungen der Personen ergeben, mit denen sie spricht und denen sie ihre Fragen stellt, bis sich die Geschichte zu einem stimmigen Gesamtbild fügt. Die Sprache ist sehr angenehm zu lesen, nimmt sich auch Zeit für die Beschreibung der Landschaft des Nordlands, der zwischenmenschlichen Aspekte, die Schilderung des Lebens in der Gemeinschaft eines kleinen Ortes, und der internationalen Modewelt, Elins Berufsumfeld – das alles bunt, nachvollziehbar und ohne Längen.

Fazit
„Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst.“ (Pos. 3096) Dies ist eines der Kernthemen in dieser vielschichtigen, stimmigen Geschichte, die mich in packenden, angenehmen Lesestunden nach Norwegen entführt hat.

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Elin und ihre Mutter überleben den Erdrutsch im nördlichen Norwegen nur, weil Elin schmollend zuhause bleiben wollte, um zur großen Familienfeier in Bjerka kein Kleid tragen zu müssen. Die Leichen der beiden älteren Brüder werden gefunden; nach Vater Björn wird lange gesucht – vergeblich. Der Abend vor dem Unglück wird im Rückblick zum letzten Tag in Elins Kindheit. 20 Jahre später und kurz nach dem Tod ihrer Mutter Wenche kommt Elin aus Oslo in ihr Elternhaus zurück, um es für den Verkauf vorzubereiten. Ihre Mutter hat alles aufgehoben und das Haus zum Museum gemacht – für Mann und Söhne und für die Dinge, die sie selbst aus aller Welt mitbrachte. In Elins Plan zum Hausverkauf klang aus meiner Sicht der reine Sachzwang mit, als würde sie auf einen Fingerzeig hoffen, wie sie das reparaturbedürftige Haus doch behalten könnte. Im Ort kennen alle Elin, aber sie erkennt nicht alle Bewohner. Nina, die Hotelbesitzerin, und Sara, die den Laden führt, scheinen das Haus und das tragische Schicksal seiner Bewohner besser zu kennen als Elin selbst. Kein Wunder, wenn die Hotelbesitzerin mit dem Bankangestellten verheiratet ist, der das Konto von Elins Mutter betreute. Sie und andere Erwachsene schwiegen damals, um Elin die Kindheit zu erhalten. Einzig Ola, enger Freund ihres Bruders Vegard, schien damals Zugang zu ihr und ihrer Trauer finden können. Er und Sara werden zu Elins Ersatzfamilie, während ihre Mutter als Stewardess arbeitet. Ola veröffentlicht mit 25 sein erstes Buch und scheint seitdem den Absprung aus dem Dorf geschafft zu haben. Um seine kleine Tochter kümmert er sich zuverlässig, auch wenn er mit der Mutter des Kindes nicht zusammenlebt. Je tiefer Elin in die Geschichte des Hauses und ihrer Familie eindringt, umso öfter muss sie ihr Urteil über andere Menschen revidieren, nicht nur über Sara, die ihr gegenüber stets reserviert schien.
Ein geerbtes Elternhaus, in dem ein Geheimnis vermutet wird, klingt nach Romanklischee. Elin jedoch stößt tatsächlich auf rätselhafte Ereignisse kurz vor dem Tod ihres Vaters. Sie erfährt, dass ihre Eltern in den 80ern das Haus am Fjord schätzen ließen und sich zur gleichen Zeit für einen Landsitz in Frankreich interessierten. Vater Björn hatte zwar in Paris Bergbau studiert und die Familie war reiselustig – dennoch kann Elin kaum glauben, dass ihre Eltern offenbar unbemerkt ein neues Leben planten. Beunruhigt ist sie auch bei einem Blick in den Terminkalender ihres Vaters aus dem Jahr des Erdrutsches. Die Frage, wer die Fotos aus Björns Studentenzeit aufnahm, führt Elin schließlich auf die entscheidende Spur - und zu dem mysteriösen Landsitz in Frankreich .
Kristin Valla, deren Erstling Muskat schon 2000 erschien, legt eine berührende wie melancholische Familiengeschichte vor, in der es um Freundschaft, Fürsorge, Bescheidenheit und Pflichtgefühl geht, kurz um Menschen „die ihre Sehnsüchte woanders ausleben“. Die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen 1961, 1985, 2007/2008 und in der Gegenwart. Pflichtbewusstsein sehe ich seit dieser Lektüre viel kritischer; denn in Elins Heimat bedeutete es auch sozialen Druck, kein Glück für sich beanspruchen zu dürfen.

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Norwegen, Fjordlandschaften, Familiengeheimnisse - klingt nach einem tollen Mix für einen Roman und ist es auch!
Beginnend im Jahr 1985, wo wir die Familie der zehnjährigen Elin kennen lernen, spürt man schon, dass die Autorin Kristin Valla eine große Geschichte erzählen wird. Es ist ihr Erzählton, mit welchem sie vermittelt - hier wird nichts banal sein. Wir begleiten Elin bis Jahr 2008, erleben mit ihr so manche Schicksalsschläge und auch viel Gutes. Schmerz und Melancholie wechseln sich ab mit Momenten voller Hoffnung und Leuchtkraft.

"Das Haus über dem Fjord" ist eine hoch emotionale Geschichte, besonders dann, als Elin nach Frankreich reist, um dort unerwartet das Geheimnis des toten Vaters zu entschlüsseln. Lange hat kein Roman mich mit einer solchen Wucht voller Gefühle so tief getroffen.
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Inhalt:

Mit Anfang 30 kehrt Elin, die als Journalistin in Oslo arbeitet, in ihr nordnorwegisches Heimatdorf zurück, um nach dem Tod der Mutter ihr Elternhaus aufzulösen. Ihre Kindheit endete jäh, als sie mit zehn Jahren die beiden älteren Brüder und den Vater durch einen Erdrutsch verlor, der ein Stück der Küste ins Meer riss. Während ihres Aufenthaltes trifft Elin ihre Jugendliebe Ola wieder, den besten Freund ihres ältesten Bruders, der sie nach dem Unglück damals auffing und mit dem sie doch nie richtig zusammenfand. Und dann entdeckt sie beim Aufräumen Hinweise auf ein großes Geheimnis ihrer Eltern, das ein ungeahntes Licht auf das Verschwinden ihres Vaters wirft und Elin auf eine Spurensuche bis in ein französisches Dorf führt. Endlich eröffnet sich für Elin die Chance, sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen und ihren eigenen Weg zu gehen.
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Schon die ersten Seiten des Buches haben mir unheimlich gut gefallen und ich war sofort in der Story drin.
Die Autorin hat eine angenehme Schreibweise, die mich gleich abgeholt hat.
Die Kapitel wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, dabei sind sie kurz und knapp.

Elin reist in ihr Heimatort, um den Verkauf ihres Elternhauses zu organisieren. Dabei trifft sie auf ihre Vergangenheit und Ola, ihrer Jugendliebe.
Dieser hilft ihr beim ausräumen das Hauses, dabei kommen die alten Gefühle wieder hoch. Haben sie eine Zukunft?

Sie stößt auf einige Geheimnisse und fängt an zu recherchieren. Welches Geheimnis umgibt ihren Vater? Eine spannende Reise beginnt, die sie nach Frankreich führt.

Fazit:

Mir persönlich hat „Das Haus über dem Fjord sehr gut gefallen und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Wer Romane mag, die Geheimnisse verbergen, ist hier genau richtig.
Von mir bekommt Kristin Valla eine absolute Leseempfehlung.

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Das Leben mit Homosexualität und Aids vor 1985 in Europa – exemplarisch einfühlsam geschildert.
Die Szenerie spielt nicht nur in einem nordnorwegischen Dorf am Sørfjord, gelegen in der Provinz Nordland. Durch Quickton werden dort ganze Häuser, die von den Tonmassen auf dem Rücken getragen wurden, mit ihrem Schornstein unter Wasser gedrückt, in das Fjord hinein ohne große Voranmeldung. Zurück bleiben eine sehr tolerante Mutter und die Tochter, die Erzählerin, die ab dem Alter von 10 Jahren nach diesem Naturereignis schneller erwachsen wird und schließlich auch auf Spurensuche geht.
‚Zutiefst geliebt, zutiefst vermisst‘. So steht es schließlich auf dem Grabstein des Vaters, fernab auf einem stillen Friedhof in einem kleinen Dorf bei Lyon. »Manchmal denke ich, dass ich meine Eltern überhaupt nicht gekannt habe.« Vielleicht geht es manchem Leser auch so bei ähnlichen Gedankengängen.

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Eine mitreissende Geschichte über Verlust, die Vergangeheit und die Liebe. Einfühlsam und einfach wunderschön.

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In Das Haus über dem Fjord lernen wir Elin, die Ich-Erzählerin, kennen, die als Modejournalistin für ein Magazin in Oslo arbeite. Zwei Jahre nach dem Tod der Mutter kehrt sie zurück an den Ort ihrer Kindheit in den Norden Norwegens in der Nähe der Stadt Mo i Rana um das Haus der Eltern zu verkaufen. Dabei entdeckt sie alte Fotos ihrer Eltern und Brüder, die Fragen aufwerfen. Sie beginnt sich für die Vergangenheit zu interessieren; mit wem verkehrten ihre Eltern lange vor ihrer Geburt, wer im Ort kann ihr weiter helfen, erinnert sich an Details. Dabei kommt sie Ola näher, einem engen Freund ihres bereits verstorbenen Bruders und ihrem eigenen Jugendschwarm, der inzwischen Autor ist und zwischen dem kleinen Ort und Trondheim pendelt, wo er eine Tochter hat. Die Recherche in die Vergangenheit führt Elin bis in ein kleines Dorf in Frankreich, wo sie mehr über ihre Eltern in Erfahrung bringen kann.
Gleichzeitig erfahren wir auf einer zweiten Erzählebene mehr von Elins Kindheit. Bei einem gewaltigen Erdrutsch sind ihre beiden Brüder und ihr Vater ums Leben gekommen, als Elin 10 Jahre alt war. Nur ihrem kindlichen Trotz ist es zu verdanken, dass sie selbst und die Mutter nicht mit im Auto saßen, der der halbe Familie das Leben kostete. So wächst Elin bei einer Mutter auf, die sich oft an andere Orte wünscht und viel verreist und sich mit teurer Kleidung den Schmerz über den Verlust der Familie hinwegtröstet. Bereits mit 16 Jahren verlässt sie die Heimat und lebt fortan bei ihrer Großmutter in Oslo.

Die Themen in diesem Roman sind die Familiengeschichte Elins, die von Gefühlen wie Trauer und Entwurzelung geprägt ist. Ebenso das moderne Leben und die Arbeitswelt in Oslo und die Suche nach Halt im Leben durch die Zugehörigkeit und Identifikation mit Menschen und Orten.

Beim Lesen sorgt der flüssige und klare Schreibstil eindeutig dafür, dass man das Buch geradezu verschlingt, besonders die zweite Hälfte entwickelt absolute Sogwirkung, man muss einfach erfahren, welche Geheimnisse sich hinter den Frankreichreisen der Eltern verbirgt.
Das Leben in Oslo wird sehr präzise dargestellt und es macht Freude sich die Orte der Handlung auf einer Karte näher anzuschauen. Gleiches gilt für die Dienstreise von Elin nach Paris. Von der Natur Norwegens ist leider nicht so viel zu lesen, was ich persönlich schade finde.
Die Liebesgeschichte zwischen Elin und Ola hingegen fand ich fabelhaft erzählt, es entwickelt sich langsam und stetig, es ist eine Beziehung zwischen Erwachsenen auf Augenhöhe, die zusammen ergründen, was sie sich von Leben wünschen.

Insgesamt eine absolute Leseempfehlung für alle, die eine spannende Familiengeschichte entdecken wollen und gerne literarisch nach Norwegen und/oder nach Frankreich reisen wollen. Eine Rezension gibt es auf meinem YouTube Kanal im Lesemonat September.

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Interessante Frauen- und Familiengeschichte.
Meine Erwartungen bei der Lektüre wurden vollkommen erfüllt, man fühlt sich mit dieser Geschichte gut unterhalten .
Keine spektakuläre Story, aber doch besonders durch das Schicksal der Familie und schließlich unerwartete Erkenntnisse und Entdeckungen zum Schluss.

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Ein großartiger Roman, für Leser von "Der Gesang der Flusskrebse".
Elin wächst als jüngstes von drei Kindern im Morden Norwegens auf, als ihre Kinderheit im Alter von zehn Jahren jäh endet. Ihre beiden Brüder und ihr Vater verunglücken tödlich, plötzlich ist sie mit ihrer Mutter allein. Wie kommt ein Kind mit diesem Schicksalsschlag zurecht? Allein mit einer Mutter, die selbst nicht weiß wohin mit ihrer Trauer. Die mitleidigen Blicke der Anderen und deren Hilflosigkeit Elin gegenüber, die sich mehr und mehr in sich zurückzeiht.
Sehr subtil fühlt sich die Autorin in Elin hinein, beschreibt deren Leben 1985, 2007 und 2008. Das wird mein "Verkaufsschlager" für den Herbst.

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„Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber wer sie für uns sind, entscheiden wir zum Glück selbst.“ – das könnte die Essenz aus Kristin Vallas Roman „Das Haus über dem Fjord“ sein. Es war bislang so ziemlich das überraschendste Buch, das ich jemals gelesen habe. Zwar hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass irgendein Plot-Twist kommen würde, aber dass er mich so unerwartet treffen würde – damit hatte ich nicht gerechnet. Ich mag Norwegen und ich mag (manchmal) Bücher über Familiengeheimnisse. Daher war das „Das Haus über dem Fjord“ für mich eine großartige und lohnende Sommerlektüre.
„Ut av det blå“ ist der Titel des Norwegischen Originals – aus heiterem Himmel. Und das trifft es völlig. Denn als Kristin Vallas Protagonistin Elin 1985 durch einen Erdrutsch ihren Vater und ihre beiden Brüder verliert, ändert sich ihr Leben völlig unerwartet grundlegend. Die Leichen von Vegard und Thomas werden gefunden und können beerdigt werden. Ihr Vater Bjørn bleibt trotz intensiver Suche verschwunden. 2005 stirbt ihre Mutter Wenche und zwei Jahre später beschließt Elin, inzwischen Journalistin in Oslo, das elterliche Haus zu verkaufen. Mit dem Tod von Brüdern und Vater hatte ihre Kindheit geendet, mit dem Verkauf des Hauses möchte sie ihr komplettes „altes“ Leben abhaken. In ihrem nordnorwegischen Heimatdorf findet sich ihre erste große Liebe Ola wieder – und stößt beim Ausräumen des Hauses Hinweise auf ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Und tief in sich spürt sie, dass sie dieses Geheimnis lüften muss, um endgültig mit sich und allem anderen ins Reine zu kommen. Bei einer Reise nach Frankreich deckt sie Dinge auf, die sie sich nie im Leben hätte träumen lassen.
Und ich als Leser auch nicht. Wie gesagt, das Ende des Buchs hat mich völlig überrascht, mehr möchte ich dazu aber auch gar nicht schreiben. Ich mag keine Spoiler und lege den Roman ohnehin jedem ans Herz, der Familiengeheimnisse und Norwegen mag. Und ich empfehle sogar, es zweimal zu lesen, da die Geschichte eine völlig andere ist, wenn man den Schluss kennt. Dann fallen einem nämlich beispielsweise die kleinen Hinweise auf das Geheimnis im Umgang der Eltern miteinander auf.
Sprachlich fand ich das Buch sehr bodenständig und gut zu lesen, allerdings auch bildgewaltig und teilweise fast poetisch. Die Übersetzung ist hervorragend gelungen. Die wichtigen Charaktere sind dreidimensional und sehr gut ausgearbeitet, und auch die Atmosphäre des Romans ist greifbar. Ich hatte die ganze Zeit die norwegische Landschaft vor Augen, konnte die bedrückende Stimmung nach dem Erdrutsch fühlen und die Traurigkeit der Hinterbliebenen, denen der Quickton nicht nur den tatsächlichen, sondern auch den metaphorischen Boden unter den Füßen weggezogen hat. Die Trauer der Mutter um die Söhne und den für tot erklärten Ehemann ist spürbar, die Entfremdung zwischen Mutter und Tochter macht traurig, obgleich sie für mich nachvollziehbar war.
Man könnte sagen, das Buch ist kitschig, unrealistisch und, vor allem der Schluss, völlig konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Man kann aber auch sagen, es ist ein ganz wundervolles Buch über Fassaden, Liebe, Verständnis, Toleranz, die Suche nach der Wahrheit und innerem Frieden. Über altes und neues Leben, loslassen können und neu anfangen. Ich habe nicht nur viel über die Bodenbeschaffenheit Skandinaviens gelernt (der Quickton, der den Erdrutsch verursachte, durch den Elins Vater und ihre Brüder ums Leben kamen, kommt in skandinavischen Fjordregionen häufig vor), sondern auch über Würde, Liebe, das Leben, Trauer, Vermissen und innere Verbundenheit zwischen Menschen. Ich habe die Lektüre sehr genossen und vergebe gerne fünf Sterne.

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Ein besonderer Roman mit einer tollen Atmosphäre. Teilweise spannend wie ein Krimi und anrührend zum Ende hin. Eine großartige Protagonistin und ein gesellschaftliches Thema der 90 er Jahre, dass noch gar nicht so weit weg ist…

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"Das Haus über dem Fjord" hatt mich anfangs direkt für sich eingenommen. Der Aufbau des Settings, die skandinavische Atmosphäre, die tragische Familiengeschichte. All das sind für mich vielversprechende Elemente, die einen Roman ausmachen, der nach meinem Geschmack ist!
Protagonistin Elin verliert mit 10 ihre Brüder und den Vater, dessen Leiche nie gefunden wird. Die folgenden Jahre sind von Kummer und Einsamkeit geprägt, Elin zieht schließlich zu ihrer Großmutter nach Oslo. Erst durch den Tod der Mutter beginnt sie, sich mit ihrem Elternhaus,das sie verkaufen möchte, auseinanderzusetzen und stößt nach und nach auf Rätsel , denen sie auf die Spur kommen möchte, die sie v.a.in ein kleines Dorf in Frankreich führen..

Die Lektüre war interessant und flüssig geschrieben, sprachlich sehr überzeugend. Die Protagonistin war mir durch und durch sympathisch, ihre Familiengeschichte ans Herz gehend. Leider hat sich für mich ein wenig der Fokus verschoben, bzw die Atmosphäre verändert, als es nicht mehr um das schöne Haus in Norwegen, sowie die atmosphärische Darstellung dessen drehte, sondern es um Mode, Chanel, Paris ging. Das fand ich persönlich schade, fast ein wenig als Bruch, auch wenn es natürlich zum Leben Elins dazugehört. Mit der Wendung am Ende habe ich nicht gerechnet, und wurde überrascht. Inwieweit die Darstellung hier realistisch wirkt, lasse ich jetzt mal dahingestellt, ist für mich hier auch nicht ausschlaggebend gewesen- es handelt sich schließlich um einen fiktiven Roman.

Ich empfehle das Buch sehr gern, mit kleinen Abzügen, die rein subjektiv zu betrachten sind. Am tollsten fand ich den atmosphärischen Anfang, die Protagonistin und das überraschende Ende, sowie die sprachliche Umsetzung.

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Nordnorwegen:
Elin ist noch ein Kind, als ihr Vater und ihre beiden Brüder in einen Erdrutsch geraten.
Die Leichen der Brüder werden gefunden, die des Vaters jedoch nie.
Elin bleibt mit ihrer verstörten Mutter zurück.
Ole, der Freund ihres Bruders, ist ihre einzige wirkliche Stütze und später ihre nie ausgesprochene Liebe.
Irgendwann ist die Last jedoch zu schwer und Elin zieht nach Oslo.
Viele Jahre später, nach dem Tod der Mutter, kehrt sie zurück , um das Elternhaus auf zu lösen, und trifft auch Ole wieder.
Dabei stößt sie auf den alten Terminkalender ihres Vaters, in dem sie Ungereimtheiten entdeckt, die Fragen aufwerfen.

Was wissen wir eigentlich über unsere Eltern?
Oft sind wir erstaunt, wenn wir erfahren, dass sie noch ein ganz anderes, uns unbekanntes Leben haben/hatten.
Aber gerade diese nicht ausgesprochenen Familiengeheimnisse sind es, die uns unbewusst prägen.

Spannend, wunderbarer Erzählstil, einfach toll!

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Spannend von der ersten Seite an. Ein Unglück bei dem eine Familie auseinander gerissen wird, Ein junges Mädchen, das seinen Weg finden muss. Ein Familiengeheimnis, das nach Jahrzehnten gelüftet wird. Kristin Valla hat dies sehr atmosphärisch geschrieben und man hat beim Lesen auch alles bildlich vor Augen.

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Schön geschrieben ...

Die Journalistin Elin kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in die kleine Stadt zurück, in der sie aufgewachsen ist, um ihr Elternhaus zu verkaufen, und findet in dem Zusammenhang Ungeahntes über ihre Eltern heraus.
Ich hab's sehr gerne gelesen dieses Buch. Es enthält viele Szenen, die ich nachvollziehen konnte, viele Gedanken, die mir - nicht halb so präzise formuliert - auch schon durch den Kopf geschossen sind, Erfahrungen, die ich auch schon gemacht hatte. 5 Sterne dafür. Trotzdem war ich nicht in der Lage, mich mit der Erzählerin zu identifizieren. Diese Frau macht mich wahnsinnig. Fast willenlos treibt sie durchs Leben, macht einen Job, in dem sie sich nicht wohlfühlt, ist nicht in der Lage, klare Verhältnisse zu schaffen in Bezug auf den Mann, den sie liebt, nur manchmal trifft sie eine Entscheidung, die willkürlich wirkt. Erst ganz am Schluss, als sich eine Frage aufklärt, die sie sich gar nicht wirklich gestellt hat, beginnt sie, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Das wirkt auf mich so abstrus, dass ich mich gezwungen sehe, einen Punkt für Inhalt abzuziehen. Und nur, weil die Autorin so schön schreibt, ziehe ich nicht noch einen weiteren Punkt für das unsägliche LGBT...-Thema ab.

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Familiendrama in Norwegen

Das Haus über dem Fjord ist ein eher unspektakuläres Buch. Keineswegs sollte man hier einen Krimi erwarten, dafür hat Kristin Valla literarische Qualitäten und die Spurensuche der Protagonisin Elin hat mehr einen journalistischen Ansatz.

Elin hat im einem Dorf in Nordnorwegen als 10jährige ihren Vater und die Brüder verloren.
20 Jahre später kehren die Erinnerungen an diesen Verlust zurück, als sie zurückkehrt um das Elternhaus zu verkaufen. Sie trifft auch ihren Jugendfreund Ola wieder.

Norwegische Literatur habe ich noch nicht so viel gelesen. Der Schauplatz prägt auch das Buch.

Wegen der Ausgangsposition wird relativ verhalten erzählt. Manchmal herrscht Tristesse vor.
Elin ist dem Familiengeheimnis auf der Spur.
Es ist nicht unbedingt das spannenste Buch, aber es gibt einige gute Formulierungen.
Man muss es nicht bereuen, dieses Buch gelesen zu haben.

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Ein Elternhaus wird ausgeräumt und die Suche nach der Familiengeschichte beginnt.
Wieviel Unglück kann eine Mensch ertragen ohne daran zu zerbrechen? Gut gemachte Reise in die Vergangenheit der Eltern und der eigenen Zukunft.

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Elin arbeitet als Journalistin in Oslo. Sie kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihr nordnorwegisches Heimatdorf zurück, um den Haushalt ihrer Eltern aufzulösen. Ihre Kindheit endete jäh. Bei einem Erdrutsch verlor sie mit zehn Jahren ihre beiden Brüder und den Vater. Beim Aufenthalt trifft sie auf ihre Jugendliebe Ola. Er war der beste Freund ihres ältesten Bruders. Doch beide kamen dazumal nicht zusammen. Beim Sichten der Unterlagen stösst sie auf ein gut gehütetes Geheimnis ihrer Eltern. Elin begibt sich auf Spurensuche, um mit der Vergangenheit abzuschliessen und ihren Weg zu gehen. Das Lesen dieses Buches ist sehr mitreissend und behandelt die verschiedenen Themen wie Trauer, Trost und die wahre Liebe. Ein Buch, das fesselt und sehr einfühlsam geschrieben und zu lesen ist. Empfehlenswert.

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Eine Familie, ein Haus, ein Dorf - und nichts ist, wie es scheint... Toller dichter, atmosphaerischer Roman. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite.

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Eine junge Frau, Elin, kehrt nach dem Tod ihrer Mutter ins Elternhaus zurück,
um dieses aufzulösen.
Kindheitserinnerungen , ein alter Freund und neue Erkenntnisse lassen
Elin auf Spurensuche gehen.
Neue, zuvor nie bekannte Wahrheiten tauchen auf und Elin bekommt dadurch
die Möglichkeit ihre Vergangenheit zu verarbeiten.

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