Fischers Frau

Roman

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Erscheinungstermin 01.06.2022 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Von Teppichgarnen, Erzählfäden und dem sagenhaften Grün der Baltischen See.

In »Fischers Frau« lässt Karin Kalisa die Geschichte der Pommerschen Fischerteppiche lebendig werden.

Südliche Ostsee, 1928: Ein dreijähriges Fangverbot macht die Fischer arbeitslos – statt hinaus aufs Meer zu fahren, setzen sie sich an Webstühle und knüpfen Teppiche, die die Welt der See zeigen – oder der Welt die See, wie man es nimmt. Ein österreichischer Tapisserist lehrt sie die Knoten, auf die es ankommt: Senneh und Smyrna. Die "Perser von der Ostsee" entwickeln sich europaweit zum Verkaufsschlager. Fast einhundert Jahre später wird der zurückgezogen lebenden Kuratorin Mia Sund ein sehr seltsames Exemplar auf den Tisch gelegt: In seinem Flor irrlichtern Hunderte von Grüntönen, segeln Koggen unter mysteriösen Flaggen, tanzen kleine Wellen in den Augen der Fische und eine ornamentale Borte entpuppt sich als vieldeutige Chiffre. Zum ersten Mal nach zwölf Jahren beantragt Mia eine Dienstreise und macht sich quer durch Europa auf die Suche nach der Knüpferin und ihrer Botschaft, die die alte Erzählung vom Fischer und seiner Frau auf den Kopf stellt.

Bestseller-Autorin Karin Kalisa verwebt die Kunst des Teppich-Knüpfens mit den Lebensfäden zweier Frauen zu einem ebenso wahrhaftigen wie phantastischen Roman.

Von Teppichgarnen, Erzählfäden und dem sagenhaften Grün der Baltischen See.

In »Fischers Frau« lässt Karin Kalisa die Geschichte der Pommerschen Fischerteppiche lebendig werden.

Südliche Ostsee, 1928:...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783426282090
PREIS 22,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Karin Kalisa kann wunderbar Geschichten erzählen, auf verspielte und schöne Weise: "Dieses Aufeinmaldasein. Dieses Ausdemnichtskommen. Dieses Ebennochwardochallesanders. Wie gut sie das kannte. Aber Nurzugutkennen half nicht. Plötzlichkeit ließ sich nicht lernen." Interessante Lebensläufe, intensive Begegnungen und ungewöhnliche Begenheiten verweben sich bei ihr zu einem spannenden Erzählteppich.
Mia, eine Faserarchäologin, soll die Echtheit eines Teppichs überprüfen. Dazu reist sie selbst nach Zagreb, geht dem Leben, den Sorgen und der Handwerkskunst einiger Teppichknüpfer:innen in Serbien, an der Ostsee und in Schweden auf den Grund. In den Werkstätten ging die Arbeit besonders gut von der Hand, wenn die Arbeit im Kollektiv organisiert war und am besten verging die Zeit, wenn einer von ihnen Geschichten erzählte.
Sie brauchen eine Leseempfehlung, die nicht verstört oder erschüttert, sondern uns niveauvoll eintauchen läßt, dann empfehlen sie Fischers Frau.
Sie brauchen eine schöne Liebesgeschichte...
Sie brauchen eine Geschichte mit einen positivem Menschenbild...

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Karin Kalisa schreibt einfach unfassbar gut. Sie hat es geschafft ein unpopuläres Thema in eine bezaubernde Geschichte zu verweben. Leider musste ich die Lektüre kurzzeitig unterbrechen, so dass mir etwas der Anschluss gefehlt hat. Ich werde es aber auf jeden Fall gerne empfehlen.

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Mia Sund auf der Suche nach Nina Silke Strad, der Teppichknüpferin – ein sehr fein gewebter, interessanter Roman.
Die studierte Textilarchäologin Mia Sund auf der Suche nach Nina Silke Strad (Schwedisch), Nina Seidenfaden, Teppichknüpferin, weil sie es war, die einen seidenen Faden in die Welt hinein zu spinnen wusste – auch in fantasievollen Geschichten. Die Frau dieses Namens, die vor etwa hundert Jahren einen rätselhaften Teppich geknüpft hat, in vorwiegend grünlich gehaltenen Farben. Er gibt sich den Anschein eines Fischerteppichs, trägt jedoch eine Reihe geheimer Botschaften in sich, die im weiteren teils romantischen Verlauf gelüftet werden.
Über Fischerteppiche habe ich viel gelernt, ursprünglich hergestellt in Freest und Lubmin. Die Anfangskapitel sind inhaltlich etwas zu langatmig und zu wirr geraten. Der Schreibstil und die Wortwahl sind ansprechend gewählt, verknüpft mit vielen kreativen Details im Romanverlauf. Das Cover zeigt zwei Frauenköpfe in den Farben Grün (in Anspielung auf den grünen Fischerteppich) und Blau (vielleicht für die Baltische See).

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Wieder eine wunderschöne, berührende Geschichte von Karin Kalisa. Im Gegensatz zu ihren anderen Romanen hatte ich bei diesem anfangs etwas Mühe, ins Buch hereinzukommen, aber danach haben mich die interessante Geschichte um die Fischereiteppiche und die vielschichtigen Figuren in ihren Bann gezogen.

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Mia Sund arbeitet in Greifswald als Faserarchäologin; sie untersucht u. a. Textilreste, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Als ihr ein pommerscher Fischerteppich in ungewöhnlichen Farbtönen zur Begutachtung vorgelegt wird, denkt sie spontan daran, dass ihr jemand mit einer Fälschung eine Falle stellen könnte. Der Teppich ist ein Meisterwerk; denn seine Bilder erzählen je nach Standort des Betrachters andere Geschichten. Mias Denkweise sät bei mir als Leserin Misstrauen, ob die Dinge so sind, wie sie scheinen. Für die pommersche Hafenstadt ist ihre Vorsicht nicht ungewöhnlich; denn die Bewohner lebten 100 Jahre lang unter Herrschern, die sie sich nicht aussuchen konnten. Da Mia erst nach der Wende aus Hamburg nach Ostdeutschland kam, führten meine Theorien jedoch in die Sackgasse. Der Teppich bietet mehrere Ansätze für Mias Recherche. Abgestufte Grüntöne waren schon immer schwer mit Naturmaterialien zu färben; wer könnte über so spezielle Färberkenntnisse verfügt haben? Und die Bordüre am Teppichrand könnte auf die Spur konkreter Personen führen. Mia arbeitet sich in die Geschichte der lokalen Teppichknüpferei ein und begibt sich schließlich auf die Spur alter Handwerkstechniken und der Menschen, die sie entwickelten und lehrten.

Die Geschichte von Mia Sund und den Greifwalder Teppichknüpfern beginnt in extrem langen Sätzen, die aus ungewöhnlich kurzen Satzteilen bestehen. Mias sprunghaftes Denken kommt darin treffend zum Ausdruck. Die Geschichte, die sie schließlich zu Papier bringt, verbindet Hafenstädte als Wegkreuzungen in der Geschichte, Motive der Seefahrt, das Textilhandwerk, und das Geschichtenerzählen als eine andere Art von Garn. Wie Geschichten, das Weben und Knüpfen von Fäden und das Seemannsgarn der Region miteinander verbunden sind, empfinde ich als berührendes Motiv, das beim Lesen meine eigenen Geschichten im Kopf hervorbringt. Ich habe mich gefühlt, als würde ich vor dem Teppich mit zur Seite geneigtem Kopf sein Geheimnis ergründen wollen.

Ohne zu viel zu verraten: „Fischers Frau“ spielt in mehreren europäischen Ländern, zwischen 1930 und der Gegenwart. Es nimmt Eigenheiten der Küstenbewohner liebevoll auf die Schippe, lässt uns Menschen mit wenig bekannten Handwerksberufen treffen und ihren Wanderungen in Europa nachspüren. Handwerk in Deutschland wurde traditionell schon immer durch Austausch mit Kollegen in der Fremde bestimmt – und allein die Namen von Teppichen können heute noch Fernweh wecken.

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Eine behutsame Geschichte über alte Lasten, Neuanfänge und die Kunst den eigenen Weg zu beschreiten.

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hat mir sehr gut gefallen - der Schreibstil war anders - was mir schon gefallen hat - und die langen Sätze - die vielen Beschreibungen - das interessante Thema in einer fiktiven Geschichte gut verpackt - und das dann auch noch in der Geschichte von zwei Frauen. Wunderbar!!! - für mich was es interessant einiges über die Kunst der Pommerschen Fischerteppiche zu erfahren.

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Karin Kalisa - Fischers Frau

Meinung
Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur wunderschön.
Sie schreibt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her.
Sie beschreibt Ereignisse auf eine ganz ungewöhnliche Art und Weise.
Auch den Teppich hatte ich durch die außerordentliche Beschreibungen vor Augen.
Kuratorin Mia bekommt einen kunstvoll gewebten Teppich.
Sie macht sich auf die Suche nach der Herkunft dieses Kunstwerks, die bis in die 1920er-Jahre zurückreicht.
Die Geschichte des Teppichknüpfens gekonnt mit der Handlung verwoben.
Es geht durch zahlreiche Länder in unterschiedlichen Zeiten.
Dabei gibt es interessante Details über das Handwerk und dessen Geschichte.
Eine Leseempfehlung

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Eine junge Frau findet in der Nachwendezeit an der meckelnburgischen Ostseeküste einenTeppich und macht sich auf die Suche nach seiner Herkunft. So entfernt und fremd einem zunächst dieses Thema sein mag, so schnell wächst einem dieses Buch ans Herzund man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Das liegt nicht nur an dem interessanten historschen hintergrund, das liegt nicht nur an den immer wieder überaschenden Wendungen und eingebauten Ebenen. Das liegt vor allem an der großartigen, wunderbaren Erzählkunst und Erzählfreude der Autorin. Sie webt sozusagen die Erzählfäden für einen wunderschönen Erzählteppich, der den Leser völlig verzaubert zurückläßt. Dieses ist für mich eins der schnsten Bücher, wenn nicht das, schöneste Buch diesen Sommers!

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Karin Kalisa, sprachlich wie immer brilliant, spielt in dieser Geschichte mit gut recherchierten Fakten und fiktiven Fakten der Faserarchäologin Mia Sund und verknüpft sie mit fantasievollen, erdachten Geschichten.
Der Lebensweg von Mia (ihre Vergangenheit auf dem Hof Jamme, verknüpft mit gefälschter Ware) und der der Knüpferin und "Fischers Frau" Nina mit all ihren Namen und Heimaten war großartig zu verfolgen. Die Parallelen der beiden Frauen, die Reise von Vorpommern nach Zagreb und von Spanien bis ins norddeutsche Freest haben mich sehr fasziniert.
Thematisch ist dies auch wieder ein großartiger Roman, der die Geschichte der aus der Not entstandenen Handwerkskunst der Fischerteppiche im Blick hat. Die Frage nach 'Echt' oder 'Falsch' und allem, was dazwischen liegt, gibt der Geschichte schließlich eine moralische Note.
Die Geschichte ist bis zum Ende hin sehr rund, von den Anfängen zum Teppichhandel der Gegenwart wird hier ein ein besonderes Thema besonders erzählt.

Ich bin begeistert!!!

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Ein richtig tolles Buch für mich!
Die Geschichte ist wirklich interessant, gut zu lesen, und wie immer bei Karin Kalisa liebe ich ihre schöne Sprache. Wer einen schönen Unterhaltungsroman mit Hintergrund und Anspruch sucht, ist mit Fischers Frau gut beraten.

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Gute Unterhaltung, Ein wunderschönes märchenhaft anmutendes Buch. Es hat mich so begeistert, dass ich gewiss das Museum in Greifswald besuchen werde.

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