Der Zauberberg ruft! Die Boheme in Davos

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Erscheinungstermin 19.01.2022 | Archivierungsdatum 04.02.2022

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Zum Inhalt

Die Bohème erobert Davos

In Davos traf sich einst die Bohème aus aller Welt, residierte im legendäre Grandhotel Belvédère, im Waldsanatorium oder in Clavadel, wiegte sich im Bazillenwalzerschritt und ließ sich zu Werken der Weltliteratur inspirieren. So auch Paul Éluard und seine zukünftige Frau Gala, später Gala Dalí, René Crevel und Mopsa Sternheim, Klabund sowie Katia und Thomas Mann, der den Schweizer Luftkurort mit seinem »Zauberberg« unsterblich machte. Auch zahlreiche Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner zeugen bis heute von der Faszination der Schweizer Bergwelt. Unda Hörner zeigt, wie inspirierend sich das Reizklima auf die damalige Kunstwelt auswirkte – ein spannendes Kapitel europäischer Kulturgeschichte und ein wunderbarer literarischer Spaziergang auf den Spuren der Bohème in Davos.

Die Bohème erobert Davos

In Davos traf sich einst die Bohème aus aller Welt, residierte im legendäre Grandhotel Belvédère, im Waldsanatorium oder in Clavadel, wiegte sich im Bazillenwalzerschritt und...


Vorab-Besprechungen

»Wie inspirierend sich das Reizklima auf die Kunst auswirkte, beweist Unda Hörner.« Christiane Schott, Die Zeit

»Wie inspirierend sich das Reizklima auf die Kunst auswirkte, beweist Unda Hörner.« Christiane Schott, Die Zeit


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783869152578
PREIS 18,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Der Ort für die Reichen und Schönen ward vor Zeiten eine Welt für Kranke. Davos war um 1890 das Mekka für Tuberkulose-Kranke und sonstige Lungenkrankheiten.
Jeder, der es sich leisten konnte oder jemanden hatte, der es sich leisten konnte, residierte in Davos. Trinkkuren, das tägliche Fiebermessen und das Liegen auf dem Sonnendeck, eingemummelt in Decken, Jacken und Mäntel, all das gehörte zu dem Alltag der vermeintlich Kranken, denn wie schon Thomas Mann in seinem Zauberberg andeutet, nicht jeder der nach Davos kommt, kehrt in sein altes Leben ohne Weiteres zurück.
Unda Hörner beginnt in ihrem Buch "Der Zauberberg ruft!" natürlich mit Thomas Mann und seiner Frau Katia. Katia Mann musste wegen einer geschlossenen Tuberkulose nach Davos reisen und auch wenn sie ihrem Mann einiges über diesen Ort in der Schweiz berichtete, so waren es laut Hörner doch seine eigenen Erfahrungen, die ihn inspirierten den Zauberberg zu schreiben.
Doch mit Thomas Mann begann erst die Phase der Schriftsteller in Davos, sein Sohn Klaus Mann sollte Jahre später folgen, ebenso Paul Éluard, René Crevel und Klabund.
Unda Hörner erzählt in eigenen Kapitel über die jeweilige Zeit des Literaten in Davos, wie es seine schriftstellerischen Fähigkeiten beflügelt hat und wie das Leben rund um Davos für ihn weiterging, denn Davos war für viele, trotz mehrfacher Besuche, oftmals nur ein Zwischenspiel.
Davos war der Ort der reichen Kranken, den man auch leid werden konnte, wenn man neben der Krankheit auch noch etwas anderes im Leben hatte und nicht im Fiebermessen und Fieberkurven vergleichen völlig aufging.
Ein interessantes Sachbuch, da es neben der Krankheitsgeschichte der einzelnen auch die weltgeschichtlichen Aspekte beleuchtet, denn in die Hochzeit der Tuberkulose-Behandlungen in Davos fielen zwei Weltkriege und das internationale Flair litt dadurch merklich.
Ein Buch, dass den Leser in eine andere Zeit eintauchen lässt, bei der eine leichte TBC den Kranken aus der Hektik das Alltags holte, nur um ihn die nächste Monate an einen Berg zu binden.

4 von 5 Zauberbergen

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Davos, das war viel mehr als ein Kurort für Menschen, die an Lungentuberkulose litten. Hier trafen sich Schauspieler, Autoren und Maler. Sie genossen die Freizügigkeit vor Ort und hier bekam der Begriff „Kurschatten“ eine besondere Bedeutung. Thomas Mann widmete dem Ort sogar einen Roman, der bis heute zur Weltliteratur zählt, den „Zauberberg“. #DerZauberbergruft ist eine ausgezeichnete Darstellung der Situation damaliger Zeit.

Da ich vor wenigen Tagen ein Buch über Gala und Salvatore Dali las, war es für mich keine Frage, dass ich mir auch dieses Werk zu Gemüte führen musste. Der Name Davos steht bis heute für Extravaganz und gilt als Skiort der High Society. Dass das kleine Örtchen erst durch Persönlichkeiten wie Thomas Mann oder Klabund berühmt wurde, war mir nicht bewusst. Hier trafen sich bereits vor vielen Jahren Menschen, die sich durch ihre Werke von der Allgemeinheit abhoben. Bis heute sind sie nicht in Vergessenheit geraten.

Anschaulich und unterhaltsam schrieb Unda Hörner, wie die „Reichen und Schönen“ ihre Freizeit in Davos verbrachten. Damals gab es weder Fernsehen noch Facebook und die Mundpropaganda musste zur Unterhaltung der „normalen“ Bevölkerung dienen. Spannend waren die Eskapaden der berühmten Männer und Frauen mit Sicherheit. Auch wenn nicht alle „Tollheiten“ Einzug in die Wohnzimmer der Anhänger/Kritiker hielten. Neben den unterhaltsamen Ausführungen in Worten, gefielen mir die Originalfotografien ausgesprochen gut. #NetGalleyDE

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