In all deinen Farben

Love Stories | Die schönsten Love Stories aus aller Welt frisch und modern neu erzählt

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Erscheinungstermin 10.03.2022 | Archivierungsdatum 26.04.2022

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Zum Inhalt

»Ein subversives Korrektiv für die westliche Vorstellung davon, wer in der Liebe den Ton angibt.« NEW YORK TIMES

Bolu Babalola hat die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie mit unglaublicher Frische und Lebendigkeit neu erzählt. Sie konzentriert sich auf die magischen Volksmärchen Westafrikas und erfindet auch griechische Mythen, alte Legenden aus dem Nahen Osten und Geschichten aus Ländern neu, die in unserer Welt nicht mehr existieren. Die Frauen in ihren Love Stories sind kämpferische Verfechterinnen ihrer Leidenschaft, verlieren aber nie den Blick darauf, dass die wichtigste Liebe von allen die Selbstliebe ist. Während in der Mythologie Frauen oft die Opfer männlicher Begierde sind, geben bei Bolu Babalola immer die Frauen den Ton an und nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. In all deinen Farben wechselt aufregend Perspektiven, Kontinente und Stile, durchschreitet Grenzen von Zeit und Raum – und feiert die Romantik in all ihren Formen.

»Ein subversives Korrektiv für die westliche Vorstellung davon, wer in der Liebe den Ton angibt.« NEW YORK TIMES

Bolu Babalola hat die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie mit unglaublicher...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961611317
PREIS 18,99 € (EUR)
SEITEN 320

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Eine wahre Quelle des Lichts und ein Buch, das ich nicht vergessen werde. Dieses Buch hat sich einen Platz in meinem digitalen Lieblingsregal erschlichen!

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Geschichten von einer Frau für Frauen

In all deinen Farben von Bolu Babalola ist eine außerordentliche Kurzgeschichtensammlung. Das Buch enthält überwiegend romantische Geschichten, die sich an diverse Mythen anlehnen.
Ein paar von ihnen möchte ich kurz erwähnen.
Die erste Geschichte hat mich nicht so richtig umgehauen, aber danach wird es deutlich besser.

Ich mag aber die zweite Geschichte Shehezerade wegen der leidenschaftlichen Erzählstimme, die von einer intensiven Beziehung berichtet.

In Psche sind wir in einem Büro eines Modemagazins, dass einen modernen Olymp widerspiegelt mit Eros, Venus , Hera usw. Sprachlich an Chicklit angelehnt, aber sehr amüsant.

Yaa ist die Geschichte einer Frau zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern und der Frage, wer sie sein will.

ZU den guten Storys gehört „Naleli“ über eine Schülerin, die allmählich Selbstbewusstsein gewinnt.

Im Nachwort geht die Autorin auf die mythologischen Ursprünge ihrer Geschichten ein.

Fazit: Es sind Geschichten von einer Frau für Frauen. Und über Frauen, die jeweils an einem Punkt im Leben angekommen sind, an dem sie sich entscheiden müssen.

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Die Autorin hat eine Sammlung von bekannten und unbekannteren Geschichten aus der Mythologie gewählt und diese zeitgemäß angepasst. So sind die Protagonistinnen nicht länger den Männern unterworfen, nicht die Leidtragenden der männlichen Begierde oder passive Opfer des Schicksals. Nein, sie sind allesamt starke und selbstbestimmte Frauen, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, die für Leidenschaft und Selbstbestimmung (teils auch mit drastischen Mitteln) kämpfen. Die Mythen und Legenden erstrecken sich über die gesamte Welt, von Afrika über den Nahen Osten bis nach China und sind allesamt sehr interessant und bildhaft neu interpretiert. Bolu Babala schafft es, die Liebesgeschichten nie schnulzig wirken zu lassen, was mir sehr gefallen hat. Wie der Titel schon aussagt – die Thematik wird absolut vielfältig und mit unterschiedlichen Stilen erzählt, so dass ein wahres Farbenspektrum entsteht. Eine sehr vielschichtige Kurzgeschichtensammlung, die ich so in der Art bisher noch nicht kennenlernen durfte und die ich gerne weiterempfehle.

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Super ansprechendes Cover, das macht Laune.
Inhaltlich ist es ähnlich bunt. Eine Zusammenstellung diverser Liebes-Kurzgeschichten mit vielen namhaften Darstellerinnen. Bekannt aus 1001 Nacht, dem antiken Griechenland bis zu Nofrete. Die Frauen sind alle in ganz unterschiedlichen Lebensphasen und Liebe ist nicht gleich Liebe. Es gibt die klassische Frau Mann Liebe, aber eben auch andere Formen, wie die Nächstenliebe oder Liebe aus Eigennutz.
Der Schreibstil ist modern und lässig, es liest sich schnell und erwärmt an manchen Stellen das Herz. Auch die eigenen Geschichten sind toll gelungen.
Allerdings ist mein persönliches Manko, die Geschichten an sich sind meist so schnell vorbei. Ein Roman mit einigen der Hauptspieler und mit mehr Inhalt, Geschehen und Tiefe wäre mir persönlich lieber.
Aber so perfekt für Frauen, die kürzere Texte und Love Stories mögen!

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Eine feine Sammlung von Kurzgeschichten, die von verschiedenen Mythen und Legenden inspiriert sind. Die Kurzgeschichten sind irgendwo zwischen 3 und 5 Sternen. Die Geschichte von Scheherazade fand ich genial (meine Lieblingsgeschichte aus dem Buch), aber Psyche z.B. fand ich etwas zu flach und oberflächlich.

Alle Geschichten verbinden der große Bezug zur Liebe und vor allem auch die starken weiblichen Protagonisten, die alle sehr stark und gefühlvoll waren. Eigentlich hat mir das am meisten gefallen: die gefühlvolle Erzählung, farbenprächtig und bezaubernd. Das Cover passt hierzu natürlich perfekt! Außerdem haben mir das Vorwort und auch die kleine Erklärung zu den Mythen am Ende geholfen mich besser in die Geschichten hineinzuversetzen. Es war ein rundes Buch, aber ich fand, dass das Potential von der Autorin nicht komplett genutzt wurde. Ich bin allerdings gespannt auf das nächste Buch von Bolu Babalola!

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Wenn wir zuerst mal über das Cover reden: wie schön ist das bitte?! Es gefällt mir so unglaublich gut und könnte im Lexikon neben dem Wort „Eyecatcher“ abgebildet sein. Und es passt auch super zum Buch: die Frau auf dem Cover verströmt Selbstbewusstsein. Und auch wenn manche Heldinnen im Buch damit zunächst Probleme haben, verbindet sie alle doch, dass es sich um selbstbewusste Frauen handelt, die unbedingt selbst bestimmen wollen, wie und mit wem sie ihr Leben führen.
Die Herkunft der Original-Mythen ist sehr unterschiedlich. Eine davon, die um Psyche, stammt aus der alten griechischen Mythologie und war auch die einzige, bei der ich das Original schon kannte. Sonst waren mir nur einzelne Namen, beispielsweise Nofretete oder Scheherezade, bekannt. Mir hat das gut gefallen. Indem ich mich über die Originale informierte, konnte ich Einblick in viele unterschiedlichen Kulturen erhalten.
Auch sehr unterschiedlich ist die Art, wie Babalola die Mythen nacherzählt. Manche Frauen wurden definitiv in unsere Gegenwart versetzt, mit Handys, Bikinis und modernen Waffen. Manche haben göttliche Macht, sind aber in ihren Werten und Ansichten doch sehr modern. Durch die abwechslungsreichen Erzählungen wurde es mir nicht langweilig – stattdessen hätte es von mir aus noch viel länger so weiter gehen können.
Solltet ihr das Buch lesen, möchte ich euch besonders die Geschichte um Nofretete ans Herz legen – mein queeres Herz hat höhergeschlagen! Aber auch alle anderen Heldinnen aus In all deinen Farben sind absolut lesenswert. Falls ihr also noch Bücher-Gutscheine von Weihnachten übrig habt, kauft euch doch dieses Buch.

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Bolu Babalolas Sammlung von Kurzgeschichten ist ein überzeugender Band, der Frauen der Mythologie in ein neues Licht rückt. Die Autorin spielt mit ihrer künstlerischen Freiheit und lässt alte Geschichten aufleben, gibt ihnen ein neues, feministisches Gesicht! Es sind alles Liebesgeschichten, jede auf ihre eigene Art fesselnd und besticht durch ein starkes, klares Bild der Frau! In den meisten Geschichten handelt es sich um People of Colour.
Ich fand Babalolas Schreibweise sehr kraftvoll, die Dialoge spritzig und teilweise amüsant, die Geschichten innovativ. Ich war jedes Mal gespannt , welches Setting wohl als nächstes ausgewählt würde. Sie zeigt wie wandelbar sie ist, wie modern sie einerseits schreiben kann. Aber auch klassische Bilder und Texte, antik anmutende Settings, finden sich in der Sammlung wieder, so dass für jede*n etwas dabei sein dürfte. Dies finde ich den großen Vorteil dieses Buches, auch wenn das Thema für alle Geschichten gleich ist!
Am meisten haben mich die ersten 10 Geschichten, die auf der Alten Mythologie basieren, überzeugt, am besten fand ich hier Sheherazade, Psyche, Attem und Zhülu. Die erste Geschichte hat mich jedoch erst einmal irritiert. Jede Geschichte ist einem Liebespaar gewidmet, zudem ich dann vor dem Lesen erstmal recherchiert habe, um die Legende zu kennen und dann zu sehen, was die Autorin verändert hat und wie sie die Geschichten umkehrt, und die Frauen zu den starken Personen macht, die sie sind.

IN ALL DEINEN FARBEN hat mir richtig gut gefallen. Die Ideen der Autorin fand ich bemerkenswert und gelungen, denn mit Liebesgeschichten kann ich sonst nicht soviel anfangen ;) Einige Geschichten werden noch lange im Gedächtnis bleiben! Ich bin gespannt, was wir von der Autorin noch hören werden!

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Ein wundervolles Buch voller liebevoller, großartiger Geschichten, hervorragend geschrieben. Das Lesen war wie ein Traum! Jetzt liebe ich die Liebe noch mehr.

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Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin ist frisch und modern. Mit Leichtigkeit kann die Leserin in die moderne Version altbekannter Mythen abtauchen. Wir treffen auf die Göttin Osum oder auf die Tochter des persischen Königs. Und wer kennt Psyche? Sie soll hübscher sein wie Venus!

Zehn neu interpretierte Mythen, alle in bildlicher Sprache verfasst. Poetisch und modern, farbenfroh und eben nicht schwarz-weiß.

Fazit

Moderne Kurzgeschichten über verschiedene Formen der Liebe in einem mystischen Gewand. Ein Roman, auf den man sich einlassen sollte, weil es der Autorin gelungen ist, bekannte und unbekannte Frauen aus der Mythologie neu kennenzulernen. Einige Kurzgeschichten haben mir sehr gut gefallen. Bei der ein oder anderen Geschichte war es etwas langatmig. In all deinen Farben bekommt von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

Dankeschön an NetGalley für das Rezensionsexemplar aus dem Adventskalender Dezember 2021

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Wie bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden?
Ich habe am Netgalley Adventskalender 2021 teilgenommen und hinter einem Türchen hat sich dieses Buch versteckt. Ich kannte weder die Autorin noch den Verlag, aber der Klappentext hat sich super interessant angehört.

Um was geht es?
Es geht hauptsächlich um die Liebe und starke Protagonistinnen. In verschiedenen Settings werden Geschichten erzählt, auf welch unterschiedliche Art man lieben kann, über verschiedene Epochen hinweg. Manche Geschichten kommen aus der Mythologie, welche an moderne Verhältnisse angepasst wurden.

Meine Meinung
Dieses Buch war auf jeden Fall etwas Neus für mich.
Das Buch wurde in viele Einzelgeschichten eingeteilt, was mir gut gefallen hat, weil man das Buch so häppchenweise gut lesen konnte.
Es gab Geschichten, die mir super gut gefallen haben, mit anderen musste ich warm werden. Erstaunlich fand ich, daß von Geschichte zu Geschichte der Schreibstil so unterschiedlich war, dass man meinen könnten, da hätten mehrere Autoren an dem Buch gearbeitet haben.
Manche Geschichten haben mir so gut gefallen, dass ich mir eine Fortsetzung gewünscht hätte.
Die Darstellung der Protganistinnen hat mir auch gut gefallen, weil sie sich nicht alles unterkriegen lassen, egal egal schwer es manchmal für sie war.
Ein interessantes Buch, welches neue Einblicke in die Liebe und starke Frauen gibt.

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Eigentlich hatte ich mir ja auferlegt, keine weiteren eBooks über Netgalley anzufragen. Doch wer mich kennt, weiß, dass ich eine Liebhaberin von Neuerzählung bin. Deswegen konnte ich an diesem Buch nicht einfach vorbeisehen. Die Autorin kündigt nämlich an, den eher passiven Frauenrollen aus Mythen, Legenden und alten Überlieferungen das Steuer in die Hand zu legen.

Frauen erhalten Stimmen und Mächte, die sie einzusetzen wissen. Von mir bekannten Figuren wie Psyche, Nofretete und Thisbe bis zu vollkommen neuen Charakteren. Ich hatte noch nie von Siya, Zhinü, Scheherazade oder Yaa gehört, doch ihre Geschichten konnten mich inspirieren und unterhalten. Im Fokus steht immer die eigene Befreiung von Umständen, die unsere Protagonistinnen noch in ihrer Entfaltung einschränken. Liebe spielt dabei eine tragende Rolle, jedoch werden sie nicht nur erwählt wie in den Überlieferungen, sondern treffen eigene Entscheidungen.

Mit viel Liebe wurden die alten Geschichten und Begebenheiten modernisiert und in unsere heutige Gesellschaft versetzt. Dabei erwarten uns jedoch nicht nur Bürogebäude, sondern weiterhin andere als eurozentrische Settings. Wir dürfen in afrikanische Kulturen und Traditionen eintauchen und diese kennenlernen. Dabei sind alle der Kurzgeschichten rund, wenn auch nicht abgeschlossen. Sie lassen Raum für Spekulationen und Träume, geben Freiheiten für die eigene Fantasie. Zugleich motivieren und inspirieren sie ihre Leserschaft.


Fazit
Modernisiert doch im Kern erhalten: Die Autorin erzählt von faszinierenden Frauen der Überlieferungen verschiedener Kulturen. Doch nun erhalten diese Figuren endlich die gebührende Aufmerksamkeit und Schlagfertigkeit, die man nur zwischen den Zeilen lesen konnte.

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"Sie sieht das schlichte Mysterium der romantischen Liebe, das auf den ersten Blick erkennbar ist, doch bei genauer Betrachtung bemerkt man das ihm zugrundeliegende Mosaik aus Einfühlungsvermögen, Geduld, Freundschaft und Anziehungskraft."

So ergeht es einem auch mit diesem Buch. Auf den ersten Blick sind es Kurzgeschichten über starke Frauen, über die Liebe, den Liebestanz der vollführt wird. Lässt man die Geschichten jedoch auf sich wirken, spürt man vor allem die Leidenschaft, mit der die Autorin ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringt. Die Wortwahl, die Herausarbeitung der Protagonisten, die Umschreibungen um eine Atmosphäre entstehen zu lassen, all dieses sehr bedacht und trotzdem spontan und authentisch wie auch emotional erarbeitet.
Der Schreibstil ist nicht, wie so oft wohl fliessend aber eher unspektakulär da "main stream" gleich, sondern ausdrucksstark und dem Titel angepasst "In all seinen Farben" farbig und prägend.
Leicht störend kann es beim Lesen sein, dass teils mythische und märchenhafte Charaktere auftreten, da man nicht gewohnt ist, in einer auf die Gegenwart projezierten Geschichte diese wiederzufinden. Jedoch ist es das Anliegen der Autorin, Märchen und Mythen neu aufzuarbeiten um die weiblichen Protagonisten in den Vordergrund zu stellen und sie selbstbestimmend aufleben zu lassen.
Es jedoch als pures Frauenbuch darzustellen, würde ich mir nicht behaupten wollen. Es geht um Geschichten über starke Frauen und starke Männer, die ihren Weg beschreiten um zu der Erfüllung, zu der Liebe zu finden. Geschichten über Werte, über Liebe und Herzschmerz. Ohne jedoch dabei in das klischeehafte, rosarote, oberflächliche abzufallen.
Die Danksagung am Schluss sagt sehr viel über die Autorin aus und müsste eigentlich am Anfang stehen. Denn sie bestärkt den Leser, dieses aussergewöhnliche Buch zu lesen das einen authentischen Einblick in die Seelenwelt von Bolu Babalola gibt.
Ein starkes, farbenfrohes Buch.

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In all deinen Farben ist eine innovative Kurzgeschichtensammlung. Romantische Geschichten aus der Mythologie neu erzählt oder auch vor einem neuen Hintergrund. Erzählungen die in der heutigen Zeit spielen haben mich total überzeugt und gefesselt. In einem historischen Setting konnte mich das Buch nicht so fesseln. Das ist aber eher persönliche Präferenz. Ich würde das Buch trotzdem jederzeit empfehlen.

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Abwechslungsreiche Kurzgeschichten aus der Mythologie in die Moderne gebracht
Bolu Babalola liefert in diesem Buch eine wunderbar erzählte Sammlung von Liebesgeschichten, die einfühlsam und im wahrsten Sinne des Wortes farbenprächtig erzählt werden. Das besondere dabei ist, dass sie Sagengeschichten der Mythologie in die Moderne überträgt und dabei vor allem die Frauen einen starken Part gibt.
So finden sich Venus, Eros und Psyche in einer modernen Firma wieder und versuchen ihre Liebe gegen die Missgunst der egozentrischen Konzernleiterin durchzusetzen oder Kleopatra ist in einer anderen Geschichte eine Unterweltgröße.
Am meisten beeindruckt hat mich, wie abwechslungsreich und auch sprachlich und erzählerisch unterschiedlich die Geschichten sind. So kommt keine Langeweile auf und man ist jedes Mal erneut überrascht, in welche Richtung die nächste Geschichte geht. Dabei schafft es die Autorin alles so detailgetreu und emotional berührend zu schreiben, dass man sich als Leser als Teil der Geschichte wähnt. So ist es mir oft so gegangen, dass ich die Protagonisten gerne weiter begleitet hätte. Also bitte, Bolu Babalola, lass auf alle Geschichten jeweils einen Roman folgen – ich werde alle verschlingen, versprochen!

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Scheherazade will sich nicht binden. Doch dann trifft sie im Haifischbecken ihrer Branche auf einen Mann, der sie sieht, durchschaut und versteht. Sie beginnt zu hoffen: Kann aus dem Du und dem Ich ein Wir werden? Tausendundeine Nacht vergehen ...

Psyche arbeitet in der Moderedaktion der Zeitschrift Olymp und trinkt Latte Macchiato mit fettfreier Sojamilch. Sie lässt sich von ihrer Chefin Venus Lucius durch die Gegend scheuchen und hofft darauf, endlich zeigen zu können, was in ihr steckt. Und dann ist da noch Eros, der Playboy, der ungeniert mit ihr flirtet, ohne es ernst zu meinen – zumindest ist Psyche davon überzeugt.

Attem ist die jüngste Ehefrau des Königs, hat sich aber bereits den Platz als Hauptfrau gesichert. Selbstbewusst nimmt sie sich von anderen Männern, was ihr der tattrige Gemahl nicht geben kann. „Sobald sie seine Grundbedürfnisse gestillt hatte, konnte sie sich um ihre eigenen kümmern.“ (Kapitel Attem). Dabei reizt sie die Unverbindlichkeit der Arrangements, die sie mit Hilfe ihrer Dienerin Affiah in einer versteckten Höhle genießt. Bis Ituen in ihr Leben tritt.

Locker, ideenreich und nie oberflächlich kleidet die Autorin Bolu Babalola Mythen und alte Geschichten aus Kulturen rund um die Welt in ein neues Gewand. Im Mittelpunkt steht die Liebe.
Das Besondere an Bolu Babalolas Erzählungen ist jedoch, dass – im Gegensatz zu den ursprünglichen Geschichten – die Frauen den Ton angeben. Sie übernehmen die Initiative, sind kämpferisch und leidenschaftlich. Sie wissen oder lernen, dass die wichtigste Liebe die Liebe zu sich selbst ist. Und sie öffnen sich der Liebe, die sie anderen geben und von ihnen empfangen.

„In diesem Buch geht es darum, gesehen zu werden, klar und deutlich, in allen Farben und Facetten und mit sämtlichen Wesenszügen. Es geht um die Freude und die Hoffnung, die das feierliche Zelebrieren dieses Phänomens mit sich bringt“, schreibt die Autorin im Vorwort.

Gesehen zu werden weckt Gefühle, die im Inneren verschlossen waren, wie bei der Kriegerin Siya Cisse. Es erlaubt, schwach zu sein und sich halten zu lassen, die Kontrolle auch einmal abzugeben – um gestärkt und selbstbewusst aus diesen Erlebnissen hervorzugehen.

Dass nicht alle Frauen Engel sind, zeigt zum Beispiel die Geschichte von Nofretete, die in Theben City den „größten, berühmtesten, verruchtesten Nachtclub“ führt. Ihre Mission ist es, verlorenen Frauen einen Platz zu geben, an dem sie sich wiederfinden können – und Männer zu strafen, die Frauen verletzen.

Drei „eigene“ Geschichten schließen sich an diejenigen an, die auf Mythen und alten Erzählungen basieren. Sie stehen ihren „Vorgängern“ in nichts nach. Lebensnah, modern, humorvoll und – wie ich vermute – zumindest in Teilen autobiografisch stellt uns Bolu Babalola Frauen (und Männer) vor, die (Selbst-)Liebe leben und erleben. Die Weltoffenheit, die Fantasie und das Engagement der britischen Autorin mit nigerianischen Wurzeln durchziehen das gesamte Buch. Man spürt ihre Freude am Erzählen.
Frauen, die aufbegehren, die ihre Stimme finden, die wissen, was sie wollen, bevölkern die Geschichten. Sie schillern in all ihren Farben und die Liebe schillert mit.

Ursula C. Sturm hat den Text aus dem Englischen übersetzt und damit dazu beigetragen, dass auch deutschsprachige Leser*innen diese originellen, dramatischen, witzigen und außergewöhnlichen Geschichten genießen können.
„In all deinen Farben“ ist ein Buch für alle Menschen, die über Liebe lesen und sie spüren wollen – und wer will das nicht? Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

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Die Sammlung von Kurzgeschichten sind wunderschön und spannend. Hier werden verschiedene Kulturen bunt gemischt, aber im Mittelpunkt steht immer die Frau. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, fand die Geschichten abwechslungsreich, aber auch interessant und lehrreich. Das Cover passt ganz wunderbar dazu. Der Schreibstil ist angenehm. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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In ihrem Buch "In all deinen Farben" hat Bolu Babalola bekannte und unbekannte Liebesgeschichten aus aller Welt neu in Szene gesetzt.
Dabei werden die Geschichten aus den Blickwinkeln der Frauen erzählt.
Ein tolles Buch über starke Frauen.

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Zum Inhalt: (kopiert)
Bolu Babalola hat die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie mit unglaublicher Frische und Lebendigkeit neu erzählt. Sie konzentriert sich auf die magischen Volksmärchen Westafrikas und erfindet auch griechische Mythen, alte Legenden aus dem Nahen Osten und Geschichten aus Ländern neu, die in unserer Welt nicht mehr existieren. Die Frauen in ihren Love Stories sind kämpferische Verfechterinnen ihrer Leidenschaft, verlieren aber nie den Blick darauf, dass die wichtigste Liebe von allen die Selbstliebe ist. Während in der Mythologie Frauen oft die Opfer männlicher Begierde sind, geben bei Bolu Babalola immer die Frauen den Ton an und nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. In all deinen Farben wechselt aufregend Perspektiven, Kontinente und Stile, durchschreitet Grenzen von Zeit und Raum – und feiert die Romantik in all ihren Formen.

Meine Meinung:
Das Cover ist schon ein absoluter Hingucker, der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht.
Als ich dann die ersten Seiten begann zu lesen muss ich sagen, dass der Schreibstil mich sehr überzeugt hat, er ist sehr frisch, flott und modern.
Man kommt einfach in die Geschichten und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei.
Es wird in verschiedenen Versionen und Mythen starker Frauen gesprochen.

Mein Fazit:
Toll gestaltetes Buch mit sehr interessanten und mystischen Kurzgeschichten

Eine klare Leseempfehlung meinerseits, und 4 Sterne

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In all deinen Farben
Bolu Babalola
Übersetzerin: Ursula C. Sturm

Meine guten Vorsätze für das neue Jahr, erst mal keine Rezensionsexemplare zu lesen, haben genau so lange angehalten, bis ich dieses tolle Cover - und dann auch noch vom EISELE Verlag - gesehen habe.
Angefragt - runtergeladen, und dass, obwohl ich gar nicht so gerne Kurzgeschichten mag. Zu wenig Tiefgang und wenn die Story gerade richtig beginnt, endet sie auch schon wieder.
Vielleicht werde ich ja eines Besseren belehrt?!

Hier sind es 10 Liebesgeschichten:
Bolu Babalola nimmt uns mit. Sie führt uns in die Welt der ganz Armen und sehr Reichen, ins Königreich von 1001 Nacht. Sie schickt die Götter des Olymp in die Moderne, wo diese sich Kurznachrichten schicken. Babalola bedient sich der Namen von Nofretete, Echnaton und Isis aus der ägyptischen Mythologie und führt uns, gemeinsam mit ihnen, ins organisierte Verbrechen. Meist sind ihre Geschichten romantisch, nicht immer mit Happy End.
Geschichten über starke Frauen, die sich auch mal über das ihr zugedachte Schicksal hinwegsetzen.

Fazit:
Die meisten Geschichten haben mich angesprochen, wie die zum Beispiel von Scheherazade, Yaa und Naleli. Und dann ertappe ich mich doch wieder dabei, dass ich gerne mehr erfahren hätte.
Die einzelnen Geschichten würde ich mit 3-5 Sternen bewerten.
Ein großartiges Buch für Frauen, die Liebes- und Kurzgeschichten mögen.

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Mal von dem wie ich finde tollen Cover abgesehen, haben wir hier eine feine Sammlung von Kurzgeschichten, die verschiedene Mythen aus aller Welt behandelt.
Alle Geschichten behandeln das Thema Liebe und enthalten starke, weibliche Protagonisten, was mir besonders gut gefallen hat. ein tolles Buch mit Liebe, aber auf dem Boden geblieben und hoch interessant.

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Im modernen Stil neu erzählt bieten Boll Babalola die Geschichten von Frauen für Frauen. Ihre Kürze eignet sich für ein Lesen zwischendurch, während sie unterhaltsam und ergreifend sind - schnulzig wirken die Geschichten zu keiner Zeit. In unterschiedlichen Stilen geschrieben, kommt auch die Abwechslung nicht zu kurz.
Es handelt sich bei „In all deinen Farben“ um eine vielschichtige Kurzgeschichten-Sammlung, die ich definitiv weiterempfehlen kann.

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Liebe ist bunt. Und weil sie es immer schon gewesen ist, gibt es über sie zahlreiche Erzählungen, Mythen und Legenden aus der ganzen Welt und aus jeder Zeit. Und das sind nur die überlieferten, stellt euch mal vor, wie viele wir nicht kennen können…! In ihrem Roman “Love in Colour” (erschienen bei Headline, 2020) hat sich Bolu Babalola diesen Geschichten gewidmet. Nun ist die deutschsprachige Ausgabe unter dem Titel “In all deinen Farben”* erschienen – höchste Zeit also, mal einen langen Blick hineinzuwerfen.

In zehn Kurzgeschichten schafft es Bolu Babalola, das Herz der Lesenden für sich zu gewinnen. Meines hatte sie nach der ersten bereits gewonnen. Moderne Neuerzählungen klassischer Sagen, bekannter Geschichten aus aller Welt, aber auch eigene Erzählungen schaffen ein ganz besonderes Gesamtwerk. Die Autorin lässt griechische Gött:innen miteinander via Messenger chatten und versetzt Isis, Nofretete und Echnaton in Verbrechensgeschichten. Jede der Kurzgeschichten ist stark erzählt, sie sind romantisch und längst nicht immer mit einem Happy End – ganz so wie die Originalerzählungen, derer sie sich bedient.

Für mich ein persönliches Highlight, neben der Tatsache, dass mythologische Geschichten für sich schon totale Highlights sind: In ihren Neuerzählungen stellt die Autorin nicht nur die Frauen in den Mittelpunkt, sie entfernt Frauenfeindlichkeit und fehlgeleitete Moral, die oft in den Mythologien eine große Rolle spielen. Ohne diesen Creep-Faktor sind die Geschichten wesentlich schöner und zeitgemäßer. Die fertigen Geschichten treffen einen Nerv, sie sind schrill, bunt und wunderwunderschön.

Fazit: Optisch wie inhaltlich ein wundervolles Buch. Warmherzig, spritzig und kurzweilig wurden hier Mythologien aus aller Welt aufbereitet, gespickt mit Eigenkreationen der Autorin. Zehn Geschichten an der Zahl, zehnmal neu verlieben in die wundervollen Worte und gefühlvollen Erzählungen Bolu Babalolas.

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Liebe Bolu Babalola, „You had me at Hello”! Wer dem Charme von “In all deinen Farben“ nicht erliegt, hat kein Herz. Ich persönlich freue mich sehr, dass es mal solch einen Band mit schönen Rom-Com-Geschichten gibt! Dieses Buch macht viel richtig und wenig verkehrt und bietet unbeschwertes Leservergnügen. Es ist genau die Art von Leseglück, die es einfach zwischen all den (natürlich auch zu Recht gelobten und gelesenen) Romanen über dysfunktionale Familien, Klimawandel, Krebs, Demenz und Tod, Krieg, Weltuntergang, Vernachlässigung, Scheidung, prekäre Lebensverhältnisse, Armut, Heimatverlust, Intrige, Betrug und Gewalt auch mal braucht! Davon gibt es viel zu wenig – zumindest wenn man nach guter und fröhlicher Unterhaltung mit einem gewissen Anspruch sucht und nicht gleich in die Untiefen der ganz seichten Gewässer abtauchen möchte, bei denen man sich dann auch gleich noch sprachlich und stilistisch ärgern darf.

Bolu Babalola liefert gehobene, anspruchsvolle RomCom-Geschichten, die dadurch, dass einige in Mythen verankert sind, gleich auch noch in gewisser Weise einen Bildungsauftrag erfüllen. Sie stattet ihre Heldinnen mit viel Empowerment aus und beherrscht die Genre-Klaviatur perfekt. Ich habe es genossen, dass ich mit Spannung und einem wohligen Bauchgefühl verfolgen konnte, wie Heldin und Held zusammenfinden. Zwar wusste ich natürlich, dass es immer gut ausgehen wird (das MUSS bei einer RomCom ja auch so sein), aber das sorgt gerade für den Harmonieeffekt, den man beim Lesen erfährt. Die Spannung entsteht hier dadurch, dass man letztlich nicht genau weiß, wie das Happy End erreicht werden kann. Bei den Mythen-Geschichten ist außerdem der Abgleich mit der eigenen Kenntnis (wenn vorhanden) über die Ursprungshandlung sehr interessant, aus dem Grund hätte ich mir zur Einordnung grundsätzlich einen umfassenden Verweis auf die verschiedenen Kulturkreisen entnommenen Urtexte gewünscht.

Sprachlich machen die Geschichten ebenfalls viel Freude, bis auf die Tatsache, dass das „Funkeln in den Augen“, die „zuckenden Mundwinkel“ und das „Flattern im Bauch“ sowie Variationen davon vielleicht drei bis acht Mal zu oft bemüht werden – nicht in einer Geschichte, sondern auf den ganzen Band gesehen. Motivisch war mir der Bezug auf das die Stories verbindende „Gesehen werden“ ebenfalls zu deutlich und zu häufig – es hat mich in der Frequenz tatsächlich ein wenig genervt und unterstrich die im Handlungsablauf gegebene Ähnlichkeit zwischen einigen Geschichten noch zusätzlich. Ich hätte mir auch da ein bisschen mehr Variation gewünscht.

Und: die Geschichten sind zu kurz. Jede davon (bis auf die letzte, die mir, weil sie nicht der Chick-Lit-Rom-Com-Formel entspricht, auch am wenigsten zugesagt hat), hätte das Potenzial für einen ganzen Roman gehabt, denn alle bieten wunderbare RomCom im Miniaturformat.

Also „ Give Love a Chance“ – wer „Tatsächlich Liebe“ liebt, wird „In all deinen Farben“ mögen!

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Bolu Babalola hat altbekannte Liebesgeschichten neu geschrieben, sie aus der Vergangenheit in die Gegenwart geholt. Eigene, neue Geschichten der britisch-nigerianischen Autorin ergänzen das lesenswerte Buch. Keine falsche Romantik wird hier auf den Thron gehoben, die Geschichten sind durchaus auch real vorstellbar. Und doch sind sie höchst romantisch, denn sie singen ein Hohelied auf die Liebe in all ihren Facetten. Diese Erzählungen aus aller Welt beweisen ebenso schlicht wie ergreifend, Liebe ist überall möglich und alle Liebenden ähneln einander. „…wenn das Timing stimmt, kann die Liebe ihre volle Strahlkraft entfalten“, heißt es am Ende der letzten Story dieser anrührenden Sammlung. Genauso ist es. Auch deshalb wirkt diese neue Mischung aus alten Märchen, Mythen, Träumen so wahrhaftig.

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Wow! Dieses farbenfrohe starke Cover verspricht viel - und das Buch liefert!

Tolle Geschichten, in denen endlich einmal die starken Frauen der Vergangenheit zu Wort kommen.

Absolut lesenswert

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Psyche wartet schon lange auf die Gelegenheit, sich in der Redaktion des Fashion-Magazins „Olympus“ zu beweisen. Dabei steht jedoch nicht nur die komplizierte Beziehung zu ihrer Vorgesetzten Venus auf dem Spiel, sondern auch die zu deren Bruder Eros, der Psyche vor einiger Zeit das Herz gebrochen hat. Siya führt eine Armee von Rebellen an, die den eigenen Onkel vom Thron stoßen soll. Um ihr Volk zu schützen, muss sie jedoch ein großes Opfer bringen. Studentin Thisbe nähert sich durch einen Riss in der Wand ihres Wohnheims ihrem Nachbarn Pyramus an; so teilen sie Playlists, aber auch tiefsinnige Gedanken miteinander.

Das sind nur drei Charaktere, die in Bolu Babalolas Kurzgeschichtenband „In all deinen Farben“ eine Rolle spielen. Insgesamt zehn von diesen Geschichten sind dabei berühmten Women of Colour gewidmet, die den Mythen unterschiedlichster Kulturen entstammen, so zum Beispiel der griechischen, nigerianischen oder persischen. Dabei verlegt sie einige Erzählungen in eine moderne Zeit, andere bleiben klassisch und zeitlos. Immer setzt Babalola jedoch den Fokus auf die weiblichen Figuren, ihre Stärken und ihre Rolle in der Gesellschaft. Drei weitere Geschichten entspringen komplett ihrer eigenen Phantasie, sind aber nicht weniger gelungen.

Sprachlich gelingen der Autorin kurze, prägnante Texte von unheimlicher Kraft. Ihre Protagonistinnen haben ein klares Profil, sind realistische Frauenfiguren mit Schwächen und Makeln, aber gleichzeitig dem Willen, Dinge in die Hand zu nehmen und sie für sich und die Menschen um sie herum zum Positiven zu wenden. Dabei gehen sie weit über ihre Grenzen hinaus, auch wenn die Möglichkeit des Scheiterns besteht.

Einziger Kritikpunkt an diesem Erzählband? Dass ich die Figuren aus den Geschichten nicht länger begleiten kann, denn der Autorin gelingt es, mir mit diesen kurzen Einblicken Lust auf das große Ganze zu machen, auf das gesamte Universum. Umso mehr freue ich mich darauf, in Zukunft noch mehr von Bolu Babalola zu lesen und zu entdecken, was sie vermag, wenn sie einen ganzen Roman Zeit hat, ihre Handlung aufzubauen. Eine tolle Sammlung!

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Auf den ersten Blick sind es Kurzgeschichten über starke Frauen, über die Liebe, den Liebestanz der vollführt wird. Lässt man die Geschichten jedoch auf sich wirken, spürt man vor allem die Leidenschaft, mit der die Autorin ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringt. Die Wortwahl, die Herausarbeitung der Protagonisten, die Umschreibungen um eine Atmosphäre entstehen zu lassen, all dieses sehr bedacht und trotzdem spontan und authentisch wie auch emotional erarbeitet.
Der Schreibstil ist nicht, wie so oft wohl fließend aber eher unspektakulär da "main stream" gleich, sondern ausdrucksstark und dem Titel angepasst "In all seinen Farben" farbig und prägend. Die meisten Geschichten haben mich angesprochen, wie die zum Beispiel von Scheherazade, Yaa und Naleli. Und dann ertappe ich mich doch wieder dabei, dass ich gerne mehr erfahren hätte.

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Wunderschön und poetische Kurzgeschichten aus alt bekannten und neuen Märchen und Mythen. Die Autorin hat dabei fabelhafte Arbeit geleistet, die Geschichten neu zu erzählen, sie in die Moderne zu holen und ihnen dadurch neues Leben einzuhauchen, ohne das ein Funken der alten Magie verloren ging.
[...] Liebe kann zärtlich und zögerlich, brutal und beherzt sein. Sie ist Misere und Magie. [...]

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Mythologische Geschichten finde ich wahnsinnig faszinierend. Gerade die griechische Mythologie hat es mir da besonders angetan.
Daher war ich auch unglaublich neugierig auf "In all deinen Farben", denn hier hat die Autorin die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie ausgewählt und mit ganz viel spührbarer Liebe und Frische umgewandelt und neu erzählt. Volksmärchen aus Südafrika, griechische Mythologien, Märchen und Legenden wurden hier umgeschrieben und in die moderne Welt gebracht. Hier stehen mutige Frauen und ihr Blick auf die Liebe und ihr Wunsch nach Selbstbestimmung im Vordergrund.
13 Kurzgeschichten entführen den Leser in eine neue/alte Welt und in jeder geht es in jeglicher Form um die Liebe...

Mich konnte jede einzelne Geschichte mehr oder weniger faszinieren und begeistern. Bekannte Figuren wie z. B. Psyche oder Scheherazade habe ich in der Moderne auf ihrem Weg begleiten können, aber auch unbekannte Namen haben es mir mit ihrer Geschichte angetan.
Der Schreibstil ist recht anspruchsvoll und tatsächlich konnte ich an einem Tag auch immer nur 1-2 Geschichten lesen. Manche davon zogen sich manchmal ein bisschen in die Länge, andere ließen sich in einem Schwung runterlesen.
Ich hatte wirklich meinen Spaß daran in diese doch etwas fremden Welten abzutauchen und fand es wirklich man eine erfrischende Abwechslung zu meinen sonstigen Büchern.
Jeder der Spaß und Freude an Mythen und Legenden hat, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen.

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„Liebe kann zärtlich und zögerlich, brutal und beherzt sein. Sie ist Misere und Magie.“

Bolu Babalola erzählt in ihrem Kurzgeschichtenband „In all deinen Farben“, wunderbar übersetzt von Ursula C. Sturm, alte Mythen und Geschichten aus Afrika, Asien und Europa neu und zeichnet ein facettenreiches Bild der Liebe bei dem die Frauen stark und selbstermächtigt lieben und geliebt werden. Vielen lieben Dank @eisele_verlag und @netgalleyde für das digitale Rezensionsexemplar!

„Love in Colour“, so der Originaltitel von „In all deinen Farben“, erzählt die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie mit Frische und Lebendigkeit neu und transportiert sie in die Moderne. Von den zehn mythologisch inspirierten Kurzgeschichten basiert der Großteil auf westafrikanischen Volksmärchen, aber Bolu Babalola greift auch alte Legenden aus Griechenland, Ägypten, Persien oder China auf. Ergänzt wird der Kurzgeschichtenband noch durch drei eigene Liebesgeschichten. All diesen Geschichten ist gemeinsam, dass die Frauen nicht länger- wie in den literarischen Vorlagen meistens- passiv sind und von den Helden der Geschichte erwählt werden, sondern dass die Frauen kämpferisch und selbstermächtigt für ihre Liebe, ihre Leidenschaft und ihre Selbstbestimmung eintreten. Bolu Babalolas Protagonistinnen nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, sind stark und selbstbewusst, sie lieben und werden geliebt, aber stehen dabei stets im Mittelpunkt der Geschichte. Sie sind nicht passiv Erwählte, sondern die aktiven Heldinnen ihrer Geschichte.

Ich wollte von „In all deinen Farben“ ebenso überschwänglich begeistert sein, wie viele andere Rezensenten und hatte hohe Erwartungen. Das farbenprächtige und spritzige Cover hat mich gleich angesprochen, Neuinterpretationen alter Mythen und Legenden sind ohnehin ganz nach meinem Geschmack und dann auch noch mit feministischem Blickwinkel und Fokus auf BIPoC Protagonistinnen, da hatte ich ein absolutes Lesehighlight erwartet. Leider blieb dieser Band für mich deutlich hinter den Erwartungen zurück. Vielleicht liegt es am Genre. Kurzgeschichten sind generell nicht mein Favorit, kaum bin ich in der Geschichte drinnen und habe ein Gefühl für die Charaktere entwickelt, schon ist es vorbei und ich bin enttäuscht. Das war auch teilweise hier der Fall, obwohl sich einige Geschichten leider auch etwas gezogen haben. Da die „Love Stories“ allerdings als Kurzgeschichten konzipiert sind, kann man deren Länge wohl kaum als Manko anführen. Womit ich vor allem gehadert habe ist der zuckersüße Chick-Lit/Teenie-Romance-Charakter der Geschichten. Mir fehlte zuweilen einfach etwas Tiefgang, Ecken und Kanten. Die meisten zugrundeliegenden Mythen waren mir unbekannt, sodass mir der Referenzrahmen fehlte und die Geschichten allein als romantische Episoden erschienen. Locker leicht zu lesen, aber für mich letztlich zu rosarot. Die Einordnung und Erklärung zu den Mythen und Neuinterpretationen im Nachwort und die Auflistung der literarischen Vorlagen hat für mich den Leseeindruck im Nachhinein deutlich komplexer und interessanter gestaltet.
Bolu Babalola zeichnet „In all deinen Farben“ ein mannigfaltiges und kulturübergreifendes Bild von Liebe und Zuneigung, mit dem Fokus auf starken Frauen, insbesondere BIPoC Heldinnen, in Anlehnung an alte Mythen und Legenden. Die Kurzgeschichten sind witzig, romantisch, sinnlich, feministisch und modern und ich bin mir sicher, sie werden viele von Euch restlos begeistern. Für mich blieben diese Kurzgeschichten leider hinter meinen Erwartungen zurück, wie pinkes Kaugummi- erst zuckersüß, dann zäh und klebrig. 3,5 Sterne von mir!

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Man muss sich ein wenig einlassen auf diese Geschichten von Frauen und Liebe. Die Autorin spielt mit verschiedenen Genres. Verwebt märchenhafte Elemente, phantastische Wesen und reale Welt in bunten Farben miteinander. Die Grenzen verwischen. Im Zentrum stehen tiefe Gefühle und die Reflektion eben dieser Gefühle.

Wie die meisten Kurzgeschichten-Sammlungen, so gibt es die, die mich bewegt und berührt haben. Die, die ich nachher im Kopf noch eine Weile gedreht und gewendet habe. Die, über die ich gerne mit anderen gesprochen und einen intellektuellen Austausch geführt hätte. Aber auch die, die mich etwas ratlos zurückgelassen haben. Und auch eine, die mir nicht gefallen hat, weil ich mich nicht abgeholt fühlte in meiner Sicht auf die Welt.

Ein sehr interessantes Buch mit einer anspruchsvoll-kraftvollen Erzählweise. Ich mochte, dass immer Frauen im Mittelpunkt stehen und dass sich das trotzdem auch von einem Mann gut lesen lässt

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"In all deinen Farben" ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, eine Sammlung von "love stories". Inspiriert sind diese von Mythen aus Afrika, Asien und Europa. Bolu Babalola hat diese Mythen jedoch nicht einfach nur in die Moderne überschrieben, sondern ganz Bewusst die Frauen in ihrer Stärke in den Mittelpunkt gestellt. Anders als in den altertümlichen Mythen sind sie nicht bloß schöne, passive Eroberungen der Männer, sondern sie selbst sind Eroberinnen. Sie nehmen ihr eigenes Leben in die Hand und entscheiden sich bewusst für die Liebe, ohne dabei ihrer Stärke zu entbehren.
Die einzelnen Geschichten sind einfach schön zu lesen, perfekt für entspannte Lektüre zwischendurch. Zu einigen der Figuren würde ich allerdings auch gerne ein ganzes Buch lesen.

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Dieses Buch hat mich wahrhaft begeistert!
Die Idee, Mythen und Legenden als literarische Vorlagen zu verwenden, ist eine glänzende Idee.
Jede Hauptakteurin der jeweiligen Kurzgeschichte erhält dadurch noch eine besondere Bedeutung.
Mit Herz, Feingefühl und auch Humor erzählt die Autorin wunderbare Geschichten, die aus gutem Grund besonders uns Frauen gute Laune machen. Sie machen einfach Mut, sich auszuprobieren und sich zu trauen, neue Wege zu gehen.

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Jede Geschichte in diesem Buch handelt von einer starken, intelligenten Frau, die unter widrigen Umständen ihre große Liebe findet und dadurch noch stärker wird. Die Autorin schafft es, auch in relativ kurzen Zeitspannen, für jede Kurzgeschichte eine eigene lebhafte Welt zu schaffen. In poetischer, üppiger Sprache erschafft sie Handlungen, die einem den Glauben in die Liebe zurückgeben. Hat mir sehr gut gefallen und ich werde es immer wieder als leichte, aber nicht oberflächliche Lektüre empfehlen.

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Verschiedene Mythen und sagen werden neu-erzählt mit wunderbaren starken Protagonistinnen. Etwas, was ich wirklich jeder Frau empfehlen werde, die mehr als nur Liebesgeschichten lesen möchte.
Gegen Ende hin hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichten und Handlungen wiederholten, daher der eine Stern abzug. Dennoch sind es in sich sehr schöne Geschichten!

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Liebesgeschichten von starken Frauen

Dieses Buch ist mir erstmalig durch das frische, freche Cover auf Instagram aufgefallen. Und danach entdecke ich, dass es im Julia Eisele Verlag erschienen ist, einem Verlag, den ich sehr schätze und bei dem ich schon viele tolle Bücher entdeckt habe. Die Autorin sagte mir persönlich nichts, aber mich lockte es, einmal ein Buch einer britisch-nigerianischen Autorin zu lesen.

Laut dem Klappentext hat Bobu Babalola „die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie mit unglaublicher Frische und Lebendigkeit neu erzählt“. Als ich die Geschichten angefangen habe, hatte ich das mit der Mythologie schon wieder vergessen. Es fiel mir erst bei der Geschichte um Nofretete wieder ein. Ich denke aber, dass das Wissen um die alten Geschichten kein Muss ist. Als Leser:in bekommt man freche, romantische Geschichte erzählt, in denen immer die Frau eine sehr starke Frau ist. Die Männer sind nicht unbedingt schwach, es ist also keine Umkehrung der Geschlechterrollen, aber die Frauen wissen, was sie wollen, und sie nehmen es sich. Bei vielen Geschichten weiß man gar nicht wirklich, in welcher Zeit sie spielen. Aber auch das ist nicht wirklich wichtig.

Ich persönlich habe mich allerdings des Öfteren dabei ertappt, dass ich dachte, dass das jetzt aber etwas unglaubwürdig ist, wie es für die Frauen läuft. Aber das kommt sicherlich daher, dass ich noch aus einer Generation entstamme, in der den Frauen noch das nötige Selbstverständnis fehlt, dass sie sich natürlich genau wie die Männer das nehmen können, was sie möchten. Und dass es keinerlei Hinderungsgrund ist, dass sie Frauen sind.

Ich persönlich fand die Geschichten spannend und amüsant. Allerdings haben sie mich nicht so mitgerissen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich denke aber, dass die Geschichten einfach für ein jüngeres Publikum gedacht sind.

Am Ende des Buches wird noch darauf eingegangen, welche literarischen Vorlagen die Autorin benutzt hat. Mir persönlich hätte es gut gefallen, wenn der Julia Eisele Verlag im Anschluss an die Geschichten Bobu Babalolas die Originale noch drangehängt hätte. Sie hätten mich nun doch sehr interessiert.

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Ein absolut toller Roman mit vielen witzigen und schönen Kurzgeschichten über die Liebe.
In allen Kurzgeschichten stehen mutige, starke und selbstbewusste Frauen im Mittelpunkt und meistern mitunter die größten Hindernisse unserer Gesellschaft.
Eine definitive Leseempfehlung!

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Bolu Babalola interpretiert in diesem Kurzgeschichten-Band bekannte und unbekannte Mythen von großen Liebesgeschichten neu - und das tatsächlich in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen, von modern zu poetisch, und, was mir besonders gut gefallen hat, oft sehr lose, was wirklich ihren eigenen Fokus hineinbringt. Das Buch hat meine Neugier auf einige dieser Mythen geweckt, weil ich hier gerne die Quelle kennen würde; in jenen, in denen ich diese bereits kannte, hatte ich viel Spaß daran, die Neuinterpretation zu lesen.
Manche Geschichte konnte mich sicherlich mehr abholen als andere, insgesamt haben mich viele davon aber sehr berührt und mir hat der Fokus auf die weibliche Perspektive und Rolle gut gefallen.

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Wunderbare Geschichten, die die Diversität der menschlichen Beziehungen darstellen. Mit jedem einzelnem Charakter habe ich mitgefühlt und mitunter mitgefiebert. Ich wollte immer wissen, was als nächstes geschieht oder welche Geschichte als nächstes auf mich wartet.
Zudem hat mich auch bereits das Cover in den Bann gezogen. Die bunten Farben passen sehr gut zu dem Flat Design.
Ich habe es für unsere Bibliothek empfohlen.

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Frisch und modern, laut und aufregend, stark und kämpferisch - das sind die Frauen dieser erfrischenden Liebesgeschichten, die allen einen mythologischen Hintergrund haben. Mit viel Liebe und Spaßfaktor.

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Das Buch hat mich tatsächlich auf Grund des Covers irgendwie gereizt. Nachdem ich aber den Klappentext gelesen habe, musste ich es gleich Mal bei Netgalley anfragen. Mit dem Schreibstil habe ich mich am Anfang etwas schwer getan, was aber hauptsächlich an den Namen der Protagonisten lag. Manche davon waren für mich doch schwer zu lesen, weshalb ich da ab und an drüber gestolpert bin. Ansonsten haben sich die Kurgeschichten gut und zügig lesen lassen.

Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten, die allesamt auf ihre Art und Weise sehr interessant waren. Einige davon haben ihren Ursprung auch bei bekannten Mythologien. Dennoch waren auch einige dabei, die auf westafrikanischen Märchen und Sagen zurück gehen. Was ich auch mal sehr interessant und innovativ fand. Ganz besonders hat mir aber auch gefallen, dass die Frauen meist selbst Heldinnen, derer Geschichten waren und sich auch oft für sich selbst eingestanden haben.

Fazit:
Gefühlt ist das Buch in aller Munde und man kommt auch im Internet kaum darum herum. Tatsächlich würde ich es auch sehr empfehlen. Die Kurzgeschichten Sammlung hat mir an sich gut gefallen. Es gab einige Geschichten, die mich an bekannten Mythen und Sagen erinnert habe, andere waren dafür neu für mich.

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Wer Liebesgeschichten aus aller Welt mag, ist mit diesem Buch gut beraten. Die Kurzgeschichten bieten unbeschwertes Lesevergnügen, punkten mit schönen sprachlichen Bildern und lassen die Leser:innen eintauchen in die verschiedenen Kulturen, in denen die Liebesgeschichten spielen. Auf der Grundlage alter Geschichten und Sagen hat es die Autorin geschafft, moderne, farbenfrohe Gestalten und schaffen und sie ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten.

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Herzerwärmende Liebesgeschichten von starken Frauenfiguren aus existierenden Sagen, Mythen und Märchen.
Bolu Babalola verändert literarische patriarchalische Strukturen und gibt in ihrer Neuinterpretation den beeindruckenden Frauen eine Stimme.
Spannend, originell und absolut lesenswert.
Ein Roman zum weiterempfehlen und zum verschenken…besonders an weibliche Leserinnen.

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Ein Fest selbstbestimmter Liebe – inspiriert von Liebesgeschichten aus aller Welt

Bolu Babalola hat sich unter anderem von persischen Märchen, antiken Mythen und westafrikanischen Erzählungen inspirieren lassen, um alte Liebesgeschichten neu zu interpretieren. So treffen Eros und Psyche in einem modernen Büro der Zeitschrift Olymp aufeinander und Scheherazade ist eine leidenschaftliche Aktivistin, deren Vorbilder Beyoncé und bell hooks sind. Babalola zeichnet die weiblichen Figuren als selbstbestimmte Protagonistinnen, die lieben und geliebt werden. Drei eigene Geschichten runden die Sammlung kurzweiliger Erzählungen ab.

Mit wenigen Sätzen lockt uns Babalola tief in die Welt der jeweiligen Erzählerin, sodass es mir schwerfiel, diese nach wenigen Seiten wieder zu verlassen. Meine Empfehlung für alle, die Liebesgeschichten mit einem modernen Twist mögen oder ausprobieren wollen.

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Sehr stimmungsvoller Titel, mit spannenden Kurzgeschichten in den alte Sagen neu interpretiert werden. Hat mir persönlich sehr gut gefallen!

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Das Cover fand ich direkt wunderschön und auch der Klappentext hat mich gereizt, obwohl das Buch gar nicht meinem üblichem Leseschema entspricht. Es ist eine Ode an die Frauen, an Heldinnen und Protagonistinnen aus der Mythologie, auf eine wirklich wunderbare und besondere Weise erzählt. Die Autorin gibt den Frauen in ihrer Erzählung eine besondere Power durch ihre wunderschöne Sprache und bewegt sich weg von Klischees. Die Neuinterpretation der Sagen ist sicherlich nicht für jeden etwas, aber wer sich darauf einlassen möchte, für den ist das wirklich mal etwas anderes - zumal man sicher die eine oder andere Geschichte neu für einen ist.

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In all deinen Farben ist eine wunderschöne und interessante Sammlung an Geschichten zum Thema Liebe. Was mir hieran definitiv am besten gefallen hat ist die Vielfalt. Zwar hat es teilweise etwas Zeit gedauert bis ich mich in den verschiedenen Kulturen zurecht finden konnte, jedoch hat sich das Lesen aufjeden Fall gelohnt, da man nicht nur liebevolle Geschichten liest, sondern dabei auch noch etwas über fremde Kulturen insbesondere ihre Mythologien lernen kann.

Natürlich gab es Geschichten, die mir etwas weniger gut als andere gefallen haben, doch im Großen Und Ganzen hatte ich beim Lesen sehr viel Spaß. Meine Lieblingsgeschichte ist wahrscheinlich die erste Geschichte, da mir hier vorallem die Moral der Handlung gut gefallen hat und ich aus der Story etwas für mich mitnehmen konnte.

Außerdem habe ich durch das Buch Kurzgeschichten etwas mehr lieben gelernt, wofür ich sehr dankbar bin. Trotz kleiner Startschwierigkeiten gebe ich dem Buch also 4 Sterne und kann es jedem empfehlen, der sich gerne mit anderen Kulturen und Sitten beschäftigt und Liebesgeschichten liebt.

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LESENSWERTE NEUINTERPRETATIONEN VON LIEBESGESCHICHTEN DER MYTHOLOGIE...

13 Geschichten präsentiert dieser Band, dessen farbenfrohes Cover definitiv ein Hingucker ist. Liebesgeschichten? Mythologie? Beides Dinge, mit denen ich mich eher selten befasse, aber die Neuinterpretation reizte mich dann doch. Wie schafft man es, mythische Figuren aus den vergangenen Jahrhunderten in die moderne Zeit zu transportieren? Noch dazu, wie die Autorin in ihrem Nachwort verrät, stets mit einer starken Frauenfigur, die in der Lage und willens ist, eigene Entscheidungen zu treffen? Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, geht es in der Mythologie sehr oft um männliche Figuren, die letztlich auch die Entscheidungsgewalt haben.

Osun, Scheherazade, Psyche, Attem, Yaa, Siya, Nofretete, Naleli, Zhinü, Thisbe, Tiara, Orin, Alagomeji. Das sind die Frauenfiguren, die den 13 Geschichten ihren jeweiligen Namen geben. Mir sagten immerhin Scheherazade, Nofretete und Psyche etwas, und ich habe gemerkt, dass ich beim Lesen ihrer von Bolu Babalola neuinterpretierten Geschichten aufmerksamer und interessierter war als bei den anderen Storys, eben weil mir die ursprüngliche Erzählung bekannt war. Was hatte sich verändert? Nun, bis auf die Namen und einige grundsätzliche Züge der Geschichte so ziemlich alles. Das geht vermutlich auch nicht anders, will man die Erzählung glaubwürdig in die heutige Zeit transportieren.

Liebesgeschichten - hier in diesem Buch sind sie nicht zwangsläufig mit dem trypischerweise erwarteten Happy End versehen, jedenfalls nicht für jede:n. Eine Geschichte rief am Ende sogar eine Gänsehaut bei mir hervor. Die letzten drei Erzählungen sind keine Anleihen an die klassische Mythologie mehr, sondern stammen rein aus der Feder der Autorin. Zumindest bei der allerletzten Geschichte werden dann auch persönliche Bezüge deutlich, denn diese erzählt von der Liebesgeschichte von Mama und Papa Babalola.

Um wirklich honorieren zu können, wie kreativ die Neufassung der Erzählungen der Mythologie geraten ist, müsste man wohl konsequent die jeweilige Originalfassung kennen. Gerade mit der afrikanischen Mythologie kenne ich mich jedoch gar nicht aus, und viele der Figuren stammen ursprünglich aus der Tradition afrikanischer Länder. Ich fand es trotzdem spannend, auch in diesen Kulturbereich einen kleinen Einblick zu erhalten, und auch ohne das Wissen um die Originalfassung konnten mich die meisten der Geschichten gut unterhalten und z.T. auch überraschen.

Alles in allem eine ansprechende Sammlung von Kurzgeschichten, die ich allen, die dieses Format mögen und auch positiv eingesellt sind gegenüber starken Frauen und ein wenig Emotionen, wirklich empfehlen kann.

Ein interessanter Blick über den Tellerrand...


© Parden

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Ich war von der ersten Seite des Buches an fasziniert. So ein wundervoller, tiefgreifender Roman, der auch mal eine andere Stimme hat!

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