Die Heilung der Welt

Das Goldene Zeitalter der Medizin 1840-1914

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Erscheinungstermin 20.02.2021 | Archivierungsdatum 28.05.2021

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Zum Inhalt

Acht dramatische Jahrzehnte und der Kampf gegen Seuchen, Schmerz und Tod Anschaulich und lebensnah erzählt Ronald D. Gerste die umwälzenden Ereignisse und wissenschaftlichen Entwicklungen in der erstaunlich dynamischen Zeit von 1840 bis 1914, in der die Medizin ungeahnte Fortschritte machte: ein packendes Porträt einer entfesselten Epoche, die Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik revolutionierte – mit bleibenden Folgen bis in unsere Gegenwart. Die außergewöhnlich dramatischen Jahrzehnte zwischen 1840 und 1918 markieren eine Wendezeit, die bis heute unser Dasein und Leben prägen. Innerhalb dieser Jahre entwickelte sich die moderne Medizin und veränderte das Verhältnis des Menschen zu seinem Körper und dessen Leiden nachhaltig. Heilungserfolge wurden möglich, an die bisher nicht zu denken gewesen war, und schufen die Grundlage unseres heutigen Lebens. Es waren Forscher, Mediziner und Ärzte wie Koch, Semmelweis und Morton, die unsere Moderne begründeten. Diese Pioniere der Gegenwart zu begleiten heißt auch, sich auf eine Zeitreise in eine atemberaubende Epoche zu begeben – in der die Eisenbahn und das Dampfschiff den Menschen zu fernen Horizonten brachten, in der die Welt wahrhaft globalisiert wurde und in der neue Gedanken und Überzeugungen zu Umbruch und Revolution führten. Doch der Mensch bleibt der Mensch und die Natur lässt sich nicht endgültig bezwingen: Am Ende der hoffnungsvollen Epoche stehen eine von Staatsmännern geschaffene Katastrophe und, fast wie ein tragisches Nachwort zur Saga der Triumphe, eine von Viren verursachte Pandemie: die Spanische Grippe.

Acht dramatische Jahrzehnte und der Kampf gegen Seuchen, Schmerz und Tod Anschaulich und lebensnah erzählt Ronald D. Gerste die umwälzenden Ereignisse und wissenschaftlichen Entwicklungen in der...


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AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608984095
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ronald Gerste - Die Heilung der Welt zum Inhalt Die außergewöhnlich dramatischen Jahrzehnte zwischen 1840 und 1914 markieren eine Wendezeit, die bis heute unser Dasein und Leben prägen. Es waren Forscher, Mediziner und Ärzte wie Koch, Semmelweis und Morton, die unsere Moderne begründeten.. Meinung Bei allen Großen dieser Welt, war Krankheit maßgeblich an Entscheidungen beteiligt Der Autor bringt dem Leser Seuchen wie Pest, Pocken oder Cholera und Typhus näher, die aufgrund der modernen Medizin als heilbar und zum Großteil ausgerottet gelten. Zu erfahren, wie krank viele Politiker bzw. historische Persönlichkeiten, wie z. B. Caligula, J. F. Kennedy, Woodrow Wilson oder Lenin, gewesen sind, hat einige Ereignisse relativiert. Eine Verbindung von Medizin- und Weltgeschichte ist dem Autor eindrücklich gelungen. Ich kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen! Ich habe es sehr gerne gelesen.

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Der Autor hat in diesem Buch die wichtigsten Entdeckungen und Erfindungen im Bereich der Medizin von 1840 - 1914 beschrieben. Es sind teils dramatische Entdeckungen, welche zum Wohle der der Menschen gemacht wurden. Es ist aber auch eine Geschichte von Intoleranz und menschlicher Dummheit, welche Opfer fordert. De Autor beschreibt spannend und interessant die gemachten Entdeckungen. Dem Leser wird vor Augen geführt, wie zerbrechlich die Gesundheit der Menschen in diesen vergangenen Zeiten war und welcher großer Segen manche Entseckungen waren. Wir vergessen nur allzu leicht, welche Fortschritte die heutige Medizin macht und dass dies auf der Vergangenheit beruht. Sehr interessant sind auch die Anmerkungen des Autors im Bezug auf unsere Zeit, z. Bsp. Thema Sepsis und Corona..Lange Recherche des Autors haben ein fundiertes und gut lesbares Werk herausgebracht.

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Ronald D. Gerste - Die Heilung der Welt: Das Goldene Zeitalter der Medizin 1840-1914 Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite) […] Die außergewöhnlich dramatischen Jahrzehnte zwischen 1840 und 1918 markieren eine Wendezeit, die bis heute unser Dasein und Leben prägen. Innerhalb dieser Jahre entwickelte sich die moderne Medizin und veränderte das Verhältnis des Menschen zu seinem Körper und dessen Leiden nachhaltig. Heilungserfolge wurden möglich, an die bisher nicht zu denken gewesen war, und schufen die Grundlage unseres heutigen Lebens. Es waren Forscher, Mediziner und Ärzte wie Koch, Semmelweis und Morton, die unsere Moderne begründeten. Diese Pioniere der Gegenwart zu begleiten heißt auch, sich auf eine Zeitreise in eine atemberaubende Epoche zu begeben – in der die Eisenbahn und das Dampfschiff den Menschen zu fernen Horizonten brachten, in der die Welt wahrhaft globalisiert wurde und in der neue Gedanken und Überzeugungen zu Umbruch und Revolution führten. Doch der Mensch bleibt der Mensch und die Natur lässt sich nicht endgültig bezwingen: Am Ende der hoffnungsvollen Epoche stehen eine von Staatsmännern geschaffene Katastrophe und, fast wie ein tragisches Nachwort zur Saga der Triumphe, eine von Viren verursachte Pandemie: die Spanische Grippe. Autor (Quelle: Verlagsseite) Ronald D. Gerste, geboren 1957, ist Arzt, Historiker und Amerikakenner. Er lebt als Buchautor und Wissenschaftskorrespondent in Washington, D.C. Er schreibt u. a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung und DIE ZEIT. Bei Klett-Cotta erschienen u. a. »Wie Krankheiten Geschichte machen« und »Trinker, Cowboys, Sonderlinge - Die 12 seltsamsten Präsidenten der USA«. Allgemeines Erschienen bei Klett-Cotta am 20. Februar 2021 als HC mit 400 Seiten Gliederung: Prolog – 23 Kapitel, Zusatzkapitel „Schicksale“ – Epilog – Zeitstrahl – Anmerkungen – Bildnachweis – Namen- und Sachregister Beurteilung Wie schon bei dem Sachbuch „Wie Krankheiten Geschichte machen“ ist es auch beim vorliegenden Werk von Ronald Gerste ersichtlich, dass der Autor sowohl Mediziner als auch Historiker ist. Er beleuchtet nicht nur die wichtigsten medizinischen Entwicklungen und Erfindungen des fortschrittsträchtigen 19. Jahrhunderts, sondern setzt diese auch mit den technischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der Epoche in sinnvolle Zusammenhänge. So wird gleich zu Beginn die Erfindung der Fotografie thematisiert, eine Entwicklung, die auch auf die Medizin Einfluss nimmt, als es erstmals möglich wird, Mikroskopiertes zu fotografieren, statt es nur zu zeichnen und Krankheitsbilder am Patienten fotografisch zu dokumentieren. Infolge dieser Neuerung kann auch Studienmaterial für angehende Ärzte viel anschaulicher gestaltet werden. Die bahnbrechendsten Neuerungen im Bereich der Medizin des 19. Jahrhunderts waren die Einführung der Anästhesie ab den 1840er Jahren und der Antisepsis und Asepsis ab den 1860er Jahren. Hier werden nicht nur die Entwicklungen neuer Operationsmethoden geschildert, sondern auch die großen Ärztepersönlichkeiten, denen die Menschheit diese verdankt, angemessen gewürdigt. Des Weiteren widmet sich der Autor den Fortschritten in der Bakteriologie, hier werden die Entdeckung der Cholera- und Tuberkulose-Erreger geschildert. Interessant sind auch die Ausführungen über Verbesserungen im zunehmend strukturierten Pflegewesen (Krimkrieg, Florence Nightingale), die Gründung des Roten Kreuzes sowie technische Erfindungen, die der fachärztlichen Spezialisierung (z.B. Augenspiegel in der Augenheilkunde) zuträglich sind. Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert eröffnen sich mit der Entdeckung der Röntgenstrahlung neue, bisher undenkbare Möglichkeiten von Diagnose und Therapie. Alle diese Entwicklungen/Entdeckungen werden vor dem Hintergrund der zunehmenden Industrialisierung präsentiert. Die „moderne Zeit“ mit schnellerem Arbeitstakt (Fabriken), Mobilität (Eisenbahn) und politischem Wandel führt bei vielen Patienten zu psychosomatischen Erkrankungen, bzw. Burnout, in der Medizin werden daraufhin neue Wege in der Behandlung psychischer Erkrankungen beschritten. Zwischen einigen Kapiteln befinden sich Abschnitte mit der Überschrift „Schicksale“, hier geht es um Persönlichkeiten, deren Schicksal mit bestimmten medizinischen Fortschritten zeitlich verknüpft ist. So wird zum Beispiel im Kapitel über die erste Herznaht am lebenden Menschen durch Ludwig Rehn auf das tragische Ende der österreichischen Kaiserin Elisabeth eingegangen, die möglicherweise hätte gerettet werden können, wenn man ihre Verletzung sofort erkannt und behandelt hätte. Im Epilog geht der Autor abschließend auf die Ähnlichkeiten und Unterschiede zweier Pandemien, der Spanischen Grippe von 1918 bis 1920 und der aktuellen Corona-Pandemie, ein. „Die Heilung der Welt“ ist sehr anschaulich, oft mit humorvollem Unterton und ohne jede Trockenheit geschrieben und entfaltet vor den Augen des Lesers ein farbenprächtiges Panorama der Jahre zwischen 1840 und dem Ersten Weltkrieg, das neben faszinierenden medizinischen Fortschritten auch technische Innovationen sowie politische und gesellschaftliche Entwicklungen aufgreift. Eine überaus lohnende Lektüre für historisch interessierte Leser!

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Das 19. Jahrhundert gilt als goldenes Zeitalter der medizinischen Entwicklungen. Die Fortschritte wurden hart und unter Opfern erkämpft. Die Menschen, die hinter dem Fortschritt standen, die Neuerungen in technischer Hinsicht aber auch in der Geisteshaltung der Gesellschaft ebenso wie die Hintergründe dazu, werden in diesem Buch beleuchtet. Das goldene Zeitalter und das 19. Jahrhundert werden hier etwas weiter gefasst. Die Zeit, die näher betrachtet wird, reicht von 1840 bis 1918. Eingerahmt werden die Ausführungen durch eine Einleitung und ein Nachwort zur aktuellen Pandemie. Allerdings geht es dabei mehr um die hygienischen und medizinischen Maßnahmen, die für uns eine Selbstverständlichkeit sind und die in der fraglichen Zeit ihren Anfang nahmen. Im Epilog wird zusätzlich auf den vielfach herangezogenen Vergleich zwischen der Spanischen Grippe und der aktuellen Situation eingegangen. Von der ersten Anästhesie, über das Händewaschen beim Betreten eines Hospitals, von der Neuorganisation der Krankenpflege, über die Erforschung psychosomatischer Leiden, von Entdeckungen der Ursache vieler Krankheiten – und der Bakterien – über die Begründung der modernen Epidemologie, von der Gründung des Roten Kreuzes über Erkenntnisse zur Antisepsis, von der Grundlegung moderner Augenheilkunde und Bakteriologie über die erste Herzoperation, von der Psychoanalyse zur Einführung von Handschuhen im Operationssaal, bis hin zum Röntgen... in dem behandelten Jahrhundert ist medizinisch wirklich viel passiert. Bei den Ausführungen dazu begegnet vielen bekannten Größen (wie Ignaz Semmelweis, Louis Pasteur, Sigmund Freud, Wilhelm Röntgen und einige mehr) aber auch eigen Persönlichkeiten, die (zumindest mir) weniger bekannt sind und doch große Fortschritte angeregt haben. Besonders ansprechend an dem Konzept des Buches ist die Tatsache, dass die Medizingeschichte hier nicht losgelöst steht. Sie wird durch die Beschreibung des technischen Fortschritts ergänzt, der ein neues Lebensgefühl auslöst. Nicht nur die Eisenbahn und das Telegrafieren haben den Lebensrhythmus beschleunigt. Beschrieben werden auch politische und gesellschaftliche Verhältnisse sowie die Kriegshandlungen, die die Zeit geprägt haben. Nicht nur dabei zeigte der Autor die Zusammenhänge auf. Auch die handelnden Persönlichkeiten und ihre Errungenschaften stehen nicht isoliert da. Im Gegenteil wird aufgezeigt, wo sie Berührungspunkte zueinander haben und wie sie sich gegenseitig beeinflusst haben. Fazit: (Medizin-)Geschichte wird hier kurzweilig und sehr angenehm erzählt. Der Leser bekommt einen Eindruck der historischen Fortschritte aber auch einen Einblick in den herrschenden Zeitgeist. Interessante Lektüre!

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Die Heilung der Welt erzählt die Geschichte der Medizin von ca. 1840 bis 1914. Ronald D. Gerste beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die medizinischen Entdeckungen dieser Zeit wie die Betäubung mit Äther und Chloroform oder der Antisepsis, er stellt diese Entwicklungen auch in den geschichtlichen Kontext. So erklärt sich wie die moderne Krankenpflege erst durch die grausamen Erfahrungen im Krimkrieg entwickelt hat und es zur Gründung des Roten Kreuzes kam. Der Leser begegnet in diesem Buch vielen Pionieren der Medizin wie Ignaz Semmelweis, Robert Koch, Lous Pasteur und anderen, deren Namen vielleicht nicht ganz so geläufig sind, ohne die aber viele auch heute noch gängigen Methoden nicht möglich wären. All diese Fakten werden in einer gut lesbaren Form vorgestellt und in 23. Kapiteln bildhaft vorgestellt. Zwischendrin erinnert der Autor auch immer wieder an Persönlichkeiten, deren Schicksal eng mit dem medizinischen Fortschritt verbunden sind. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, durch die nicht zu langen Kapitel kann man immer wieder eines lesen und dann das Buch auch wieder zur Seite legen. Die Informationen werden gut verständlich auch für medizinische Laien vermittelt. Von daher kann ich das Buch wirklich empfehlen. Ich werde wohl auch noch andere Büchern des Autors lesen.

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Autor und Arzt Roland Gerste erfreut seine Leser wieder mit einem penibel recherchierten Buch über die Medizin und ihre Geschichte. Diesmal beschäftigt er sich mit dem sogenannten „Goldenen Zeitalter“ der Medizin. Es sind dies die Jahre zwischen 1840 und 1918, in denen die Medizin rasante Fortschritte macht, und alle jene Errungenschaften erfindet, die aus der heutigen Medizin nicht mehr wegzudenken sind: Hygiene, Anästhesie, Schmerzmittel oder Prothesen. Diese Entwicklungen sind sehr gut in den historischen Hintergrund eingebettet. Manchmal verliert sich der Autor in den historischen Details. So begeben wir uns mit Florence Nightingale und Henry Dunant auf die Schlachtfelder des Krimi-Krieges und von Solferino. Wir schlagen uns die Köpfe ein und die Gliedmaßen im amerikanischen Bürgerkrieg ab. Wir blicken Ignaz Semmelweis und Joseph Lister über die Schulter. Wir staunen mit Wilhelm Röntgen über das Bild der Knochen und legen uns bei Sigmund Freud auf die Couch. Natürlich darf ein Blick auf die aktuelle Covid-19-Pandemie und ein Vergleich zur Spanischen Grippe nicht fehlen. Fazit: Als Fan von medizin-historischen Büchern sind mir nahezu alle Persönlichkeiten und ihre Errungenschaften bekannt. Roland Gerste erzählt die Medizingeschichte Kurzweilig und gibt einen Abriss des gesellschaftlichen Umfeldes. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Der Autor führt uns durch die Geschichte über die Dauer von nahezu 8 Jahrzehnten. Der Schwerpunkt liegt dabei nicht alleine auf medizinischen Entdeckungen sondern auch auf Erfindungen, die bis heute unser Leben mitgestalten. Die Rede ist unter anderem von der ersten Weltausstellung in London, der Erfindung von Eisenbahn und Fotografie sowie Berichte über Semmelweis, Koch und Morton. #DieHeilungderWelt wurde von einem Mann geschrieben, der sowohl Mediziner als auch Historiker ist. Sein Buch fesselte mich, weil er historische Persönlichkeiten so ganz anders als „normal“ porträtierte. Er berichtet über Fakten, die so nicht bekannt sind und das gilt auch für die Anfeindungen durch Kollegen unter anderem bei Semmelweis. Wussten Sie, wer das erste „Selfie“ machte oder warum die Fotografie so wichtig für die Medizin ist? Dass Hygiene und hier besonders das Waschen der Hände überlebenswichtig ist, wird nicht erst seit Corona vermittelt. Es war Herr Semmelweis, der dadurch die Todeszahlen der jungen Mütter im Kindbett drastisch verringerte. Heute ist es ganz normal, dass Patienten bei Operationen eine Narkose erhalten. Ein Segen, der heute zwar selbstverständlich jedoch ohne Erfindung des Äthers nicht möglich wäre. Einige Persönlichkeiten erwähne ich, da ihr Leben und ihre Werke den meisten Menschen bis heute bekannt sind. Da ist die Krankenschwester Florence Nightingale, die durch den Krimkrieg auf das Leid der Soldaten aufmerksam wurde. Während dieses Krieges gab es zudem eine Premiere, nämlich die der Kriegsberichterstattung. Hier begann „Die Macht der Medien“, welche (leider) bis heute anhält. Charles Darwin, Henry Dunant und Hodkin gehören auch zu den Persönlichkeiten, die im Buch einen Platz fanden. Dann noch etwas zum Thema impfen. Wer weiß denn von den Gegnern, dass der Deutsch-Französische Krieg durch das Impfen der Soldaten entschieden wurde? Es starben damals mehr Männer durch die Pocken als durch den Feind. Deutsche Soldaten wurden alle geimpft, während die französische Regierung keinen wert darauf legte. Vor jedem neuen Thema wurde ein Foto eines Ereignisses oder des Forschers gestellt. Danach folgt die Beschreibung der Erkrankung, dann die Vita des Forschers und die harte Zeit von den ersten Tests bis zum Durchbruch. Dabei kommen aber auch andere Ereignisse des betreffenden Zeitraums zur Sprache. Am Ende folgen dann Anmerkungen des Autors sowie Verweise auf die Quellen. Die Fußnoten werden ebenfalls erklärt und es folgen Bildnachweise sowie Namens- und Sachregister. Keine Frage, das Buch ist ein Muss für jeden, der mitreden möchte, wenn es um den Segen aber auch den „Fluch“ der Industrialisierung geht. #NetGalleyDE

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Die Heilung der Welt, Medizingeschichte, von Ronald D. Gerste, EBook 400 Seiten, erschienen bei Klett-Cotta Eine Zusammenfassung über die Jahre zwischen 1840 – 1914, Weltgeschichte, Technik und Fortschritte in der Medizin. 23. Interessante Kapitel, bei denen mich einzelne ganz besonders berührt haben, z.B. Todbringende Hände, Schwester Carolines Handschuhe oder Strahlenbilder waren informativ und aufregend geschildert. Dass es sich beim Autor nicht nur um einen Mediziner sondern auch um einen Historiker handelt ist sehr deutlich erkennbar. Nicht nur die medizinischen Neuheiten, medizinischen Forschungen, Heilung- und Behandlungsmethoden werden hier geschildert, sondern der Leser erfährt auch, was in dieser Zeit in der Weltgeschichte geschah und in Forschung und Technik Revolutionäres entdeckt und entwickelt wurde. Eine Zeitreise in eine aufregende Epoche ist dieses Buch allemal. Die großen Pioniere der Medizin dieser Epoche, Lister, Semmelweis, Koch, Röntgen und Florence Nightingale etc. ihnen allen ist ein Kapitel gewidmet und werden in anderen Kapitel nochmals angesprochen. Besonders gefallen haben mir die, an einige Kapitel angehängte Schicksale einzelner Patienten passend zum Thema im vorangegangenen Abschnitt. Obwohl mir sämtliche Sachverhalte schon bekannt waren, hatte es seinen Reiz für mich noch einmal zusammengefasst, über diese aufregenden Jahre zu lesen. Mir persönlich hätte es gereicht, nur über das Thema Medizingeschichte zu erfahren, deshalb wollte ich auch das Buch lesen. Einige Kapitel haben weniger mit Medizin als mit Kriegen, Fotografie der Eisenbahn etc. zu tun. Alles in allem wurde ich jedoch gut unterhalten, Die für mich wichtigen Kapitel s.o. hatte ich schnell gelesen, da konnte und wollte ich das Buch nicht aus der Hand legen, doch zwischendurch habe ich mich durch einige Kapitel tatsächlich gequält. Der Zeitstrahl am Ende des Buches ist für die Leser mit einem Reader unbrauchbar. Im Epilog ging der Autor noch einmal auf die Spanische Grippe im frühen 20. Jahrhundert im Vergleich zur aktuellen Covid-Pandemie ein, ein sehr interessanter Aspekt. Dieses Buch eignet sich auch als Lektüre für medizinische Laien, die Sachverhalte sind gut erklärt das Buch strotzt nicht mit medizinischen Fachbegriffen, die wenn verwendet auch gut erklärt sind. Eine Leseempfehlung von mir dafür 3,5 bzw. 4 Sterne.

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Über die Geschichte der Medizin weiß ich wahrlich nicht besonders viel. Umso erstaunter war ich, wie viele Innovationen es zwischen 1840 und 1914 so gab, dem Zeitraum, den sich Ronald Gerste in diesem Buch vornimmt. Informativ, aber nie trocken zeigt er dem Leser auf, was in dieser Epoche geschah und macht neugierig darauf, noch mehr über Medizin zu erfahren.

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Sehr interessante Informationen zu den Eigenschaften wichtiger Persönlichkeiten der Medizingeschichte.

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Im Moment werden wir immer wieder dazu aufgefordert die Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Unvorstellbar, dass es einmal eine Zeit gab, in der die Menschen kaum die Hände wuschen. 1847 führte der Ignaz Semmelweis die Händehygiene in seiner Klinik ein. Das ist nur eine von vielen Erkenntnissen und Erfindungen, die den Grundstein zur modernen Medizin legten. Nicht nur in der Medizin wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wichtige Schritte und Erfindungen für das moderne Leben gemacht. Diese Entwicklungsschritte haben auch ihren Platz im Buch führen oft wiederum zu neuen Entdeckungen und Ansichten in der Medizin. Mit einem lebendigen Schreibstil führt der Autor die Leser zu den Anfängen der heutigen Medizin. Alles gut verständlich und informativ geschrieben. Niemals wird man mit unverständlichen medizinischen Begriffen bombardiert. Eine empfehlenswerte Lektüre für Liebhaber von Sachbüchern.

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Ein Thema welches gerade viele bewegt und interessiert. Ein Buch das aufklärt und viele interessante Einblicke bietet.

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In diesen Buch schreibt Ronald Gerste hauptsächlich über die Zeit von 1840 - 1914. Sein Augenmerk liegt zwar auf der medizinischen Entwicklung, aber er beschreibt auch die politischen Verhältnisse in dieser Zeit in Europa. Das Buch ist auch für den Laien leicht verständlich geschrieben. Ich wurde zwar von den vielen Namen etwas überrollt, aber wozu gibt es google. Dem Autor gelingt es, die Fakten spannend rüberzubringen, so dass sich das Buch genauso gut wie ein Roman lesen lässt.

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Das Buch ist super interessant und spannend aufgebaut. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und die Lesezeit durchaus genossen.

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Acht dramatische Jahrzehnte und der Kampf gegen Seuchen, Schmerz und Tod Anschaulich und lebensnah erzählt Ronald D. Gerste die umwälzenden Ereignisse und wissenschaftlichen Entwicklungen in der erstaunlich dynamischen Zeit von 1840 bis 1914, in der die Medizin ungeahnte Fortschritte machte: ein packendes Porträt einer entfesselten Epoche, die Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik revolutionierte – mit bleibenden Folgen bis in unsere Gegenwart. Die außergewöhnlich dramatischen Jahrzehnte zwischen 1840 und 1918 markieren eine Wendezeit, die bis heute unser Dasein und Leben prägen. Innerhalb dieser Jahre entwickelte sich die moderne Medizin und veränderte das Verhältnis des Menschen zu seinem Körper und dessen Leiden nachhaltig. Heilungserfolge wurden möglich, an die bisher nicht zu denken gewesen war, und schufen die Grundlage unseres heutigen Lebens. Es waren Forscher, Mediziner und Ärzte wie Koch, Semmelweis und Morton, die unsere Moderne begründeten. Diese Pioniere der Gegenwart zu begleiten heißt auch, sich auf eine Zeitreise in eine atemberaubende Epoche zu begeben – in der die Eisenbahn und das Dampfschiff den Menschen zu fernen Horizonten brachten, in der die Welt wahrhaft globalisiert wurde und in der neue Gedanken und Überzeugungen zu Umbruch und Revolution führten. Doch der Mensch bleibt der Mensch und die Natur lässt sich nicht endgültig bezwingen: Am Ende der hoffnungsvollen Epoche stehen eine von Staatsmännern geschaffene Katastrophe und, fast wie ein tragisches Nachwort zur Saga der Triumphe, eine von Viren verursachte Pandemie: die Spanische Grippe. Ein sehr interessantes Buch, welches mir total gut gefallen hat, es gibt einen absolut kurzweiligen Einblick in die Medizingeschichte. Unbedingt empfehlenswert!

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Dieses Buch ist unglaublich spannend und interessant. Die Heilung der Welt erzählt viel über Krankheiten und die Fortschritte der Medizin.

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„Die Heilung der Welt- Das Goldene Zeitalter der Medizin 1840-1914“ von Ronald D. Gerste mit der ISBN 9783608984095. Das 19. Jahrhundert gilt als goldenes Zeitalter der medizinischen Entwicklungen und war eine mega spannende Zeit. Der Autor bringt dem Leser Seuchen wie Pest, Pocken oder Cholera und Typhus näher, die Geißeln der vergangen Tage. Eine Verbindung von Medizin- und Weltgeschichte ist dem Autor gelungen. Und versetzt uns in die damalige Zeit. Es ist für Menschen, die sich mit Medizinhistorischen Dingen auseinander setzen und Serien wie Charite lieben.

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