Das Unglück schreitet schnell

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Erscheinungstermin 15.03.2019 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Johannes Böhme hat die Merkwürdigkeit seiner Großmutter nie durchschaut, ihre Marotten fand er anstrengend, ihre Ängste irrational. Lange nach ihrem Tod liest er die Liebesbriefe, die ein gewisser Hermann Bartens aus dem Krieg geschrieben hat. Der letzte Brief stammt aus Stalingrad im Januar 1943. Mit den Briefen begibt er sich auf eine Reise in die Vergangenheit, folgt Bartens Spuren durch verwüstete Landschaften im Süden Russlands. Voller Poesie erzählt Johannes Böhme von der Suche nach Hermann Bartens, dem Lächeln seiner Großmutter, einer verschwundenen Katze und von den Spuren, die Gewalt hinterlässt.

Johannes Böhme hat die Merkwürdigkeit seiner Großmutter nie durchschaut, ihre Marotten fand er anstrengend, ihre Ängste irrational. Lange nach ihrem Tod liest er die Liebesbriefe, die ein gewisser...


Eine Anmerkung des Verlags

Aus technischen Gründen steht dieser Titel auf Netgalley nicht als Kindle-Version zur Verfügung.

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961010165
PREIS 22,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Johannes Böhme hat mit seinem Buch "Das Unglück schreitet schnell" alle denkbaren Bausteine aus dem frühe(re)n Leben seiner Großmutter zusammengefügt und erzählt auf diese Weise eine packende Geschichte aus der eigenen familiären Vergangenheit. Bekannte Fakten von seiner Großmutter als junge, frisch verheiratete Frau, sowie Briefe zwischen ihr und ihrem damaligen Ehemann von der Front im zweiten Weltkrieg bilden hier die Grundlage. Den teils fiktiven, weil interpretierten Rest, ergänzt Johannes Böhme hier wohl nach bestem Wissen und Gewissen. Insgesamt ist das Buch sehr packend und gut zu lesen. Es entsteht oftmals ein klares Bild vor Augen und man fühlt sich manches Mal fast schon zurückversetzt in eine Zeit, die wohl die schlimmste jemals dagewesene war. Das Buch fand ich in diesem geschichtlichen Kontext sehr interessant und auch ergreifend. Die Einfachheit des Alltags in verheerenden Kriegszeiten, Protagonisten, die durch ihre Authentizität und mitunter auch Naivität nicht immer unkritisch wahrgenommen werden können - das alles macht diesen Roman zu einem äußerst lesenswerten Zeitzeugnis. Täter, aber dennoch auch Familienmitglied, Opa und Oma, Onkel und Tante.. Dieses Thema wird die aktuellen Generationen wohl noch weiterhin beschäftigen und wird in diesem "Roman" wahrlich gut aufgegriffen. Der einzige Kritikpunkt meinerseits bezieht sich auf die Strukturierung des Buches: An mancher Stelle wirkte das Erzählte ein wenig unsortiert und man musste sich im Verlauf immer wieder verschiedene Zeitsprünge vergegenwärtigen. Auf die Strukturierung hätte der Autor, dem die eigene Großmutter und ihre Geschichte nach eigener Recherche natürlich viel präsenter war als dem Leser, meiner Meinung nach etwas mehr Augenmerk legen können. Ansonsten ein absolut empfehlenswertes Buch, deshalb 5 Sterne.

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Der Titel hält mehr als er verspricht - so mein Eindruck nach den ersten 40 Seiten. Er blieb bis zum Schluss. Aus der Erwartungshaltung heraus, einen weiteren Oma-und-Opa-Generations-Roman in den Händen zu halten, in dem sich der Protagonist mit dem Autor darüber streitet, wie viel mensch wohl vom Krieg und seinen Grausamkeiten "mitgekriegt" haben mag, sah ich mich also mit diesem Buch konfrontiert. Multiperspektivisch. Mittendrin in der Kampfzone. Dann wieder weit weg. Pausen, teils selbst für den Leser schwer zu ertragen. Sachlich beobachtend zwar - dass das überhaupt geht! - gleichzeitig poetisch. Ein kleines persönliches Plus mag gewesen sein, dass ich einige der im Buch genannten Ortschaften aus der WASt-Dokumentation meines Großvaters kannte - aber das nur am Rande und so oder so 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Das Buch hat mich lange nicht losgelassen, feinfühlig und erschreckend erzählt der Autor anhand von Briefen die Geschichte seiner Großmutter. Erschütternde Kriegserlebnisse, Fotos der Protagonisten und der schöne Schreibstil des Autors wirken lange nacht. Lesenswert!

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