Zu viel, zu nah, zu sehr
Wie ihr mit unterschiedlichen Bedürfnissen eine liebevolle Beziehung lebt. Neurodivergenz in der Partnerschaft verstehen
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Erscheinungstermin 27.08.2026 | Archivierungsdatum 28.09.2026
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Zum Inhalt
· Verstehe neurodivergente Beziehungen besser – warum ADHS, Autismus und unterschiedliche Neurotypen häufig zu Missverständnissen führen und wie echte Verbindung entstehen kann
· Konkrete Strategien für Alltag, Kommunikation und Intimität – mit praxiserprobten Tools, Beispielen, Übungen und Impulsen für beide Partner:innen
· Mehr Verständnis statt Anpassungsdruck – für Menschen, die sich in Beziehungen oft missverstanden, erschöpft oder „zu viel“ fühlen.
Ein Ratgeber, der dir hilft, Unterschiede zu verstehen und Beziehung neu zu gestalten
Wenn Nähe überfordert, Kommunikation anstrengend wird oder Rückzug zu Missverständnissen führt, liegen die Ursachen oft in unterschiedlichen neurobiologischen Bedürfnissen. Rosalie Weigand zeigt dir, wie Neurodivergenz Beziehungen prägt und wie daraus eine stabile, liebevolle Partnerschaft entstehen kann. Dabei legt sie den Fokus nicht darauf, Defizite zu betonen, sondern Unterschiede zu verstehen und die Partnerschaft bewusst zu gestalten. Du bekommst konkrete Impulse, um die Kommunikation zu verbessern, Konflikte konstruktiv zu lösen und Nähe neu zu definieren.
Warum geraten liebevolle Beziehungen immer wieder in dieselben Konflikte? Weshalb führen Gespräche häufig zu Missverständnissen, obwohl beide Seiten ihr Bestes geben? Und warum fühlen sich viele neurodivergente Menschen trotz großer Verbundenheit in ihrer Partnerschaft häufig unverstanden, überfordert oder falsch? Dieses Buch erklärt dir die Besonderheiten neurodivergenter Beziehungen und zeigt verständlich, fundiert und praxisnah, wie sich ADHS, Autismus und andere neurodivergente Erfahrungsweisen auf Partnerschaft, Kommunikation, Nähe, Sexualität, Elternschaft und Alltag auswirken können.
Dr. Rosalie Weigand erklärt, warum neurodivergente und neurotypische Menschen häufig aneinander vorbeireden – und wie daraus gegenseitiges Verständnis entstehen kann. Sie geht dabei auf Themen wie sensorische Überforderung, Rückzugsbedürfnis, Maskierung, Bindung, Konflikte, Sexualität, emotionale Nähe, Alltagsorganisation und Elternschaft ein.
Du erhältst zahlreiche Impulse, um deine Beziehungen und deinen Alltag leichter zu gestalten: Kommunikationshilfen, Reflexionsfragen, Gesprächsanregungen, Strategien für mehr Klarheit im Alltag, Methoden aus der Paartherapie sowie Übungen zur Selbstwahrnehmung. Ganz wichtig: Dabei geht es nicht darum, dass du dich als neurodivergenter Mensch anzupassen musst, sondern dass du Unterschiede verstehst und gemeinsam mit deiner Partner:in tragfähige Lösungen entwickeln kannst.
· Verstehe neurodivergente Beziehungen besser – warum ADHS, Autismus und unterschiedliche Neurotypen häufig zu Missverständnissen führen und wie echte Verbindung entstehen kann
· Konkrete Strategien...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783842642928 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 224 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 8 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Nicht alles, was sich wie Ablehnung anfühlt, ist auch Ablehnung
Beim Lesen bin ich mehr über meine eigenen Beziehungen ins nachdenken gekommen, als ich erwartet hatte. Obwohl es um ADHS, Autismus und unterschiedliche Neurotypen geht, habe ich mich bei vielen beschriebenen Situationen gefragt: Wie oft habe ich selbst das Verhalten eines Menschen falsch verstanden? Gerade Rückzug und Schweigen sind für mich schwierig. Wenn mir ein Mensch wichtig ist und plötzlich auf Abstand geht, nehme ich das schnell persönlich. Das Buch hat mir noch einmal deutlich gemacht, dass hinter einem solchen Verhalten etwas völlig anderes stecken kann: Überforderung, das Bedürfnis nach Ruhe oder schlicht eine andere Art, mit Gefühlen und Nähe umzugehen.
Dabei musste ich auch an Konflikte in meinem eigenen Leben denken. Wie oft habe ich mir gewünscht, der andere würde doch endlich verstehen, was ich meine, ohne mich gleichzeitig zu fragen, ob ich wirklich verstanden habe, was in ihm vorgeht?
Genau deshalb haben mir die konkreten Beispiele und Gesprächsanregungen gefallen. Nicht alles davon passt zu mir und meiner Lebenssituation. Aber ich habe einiges gefunden, bei dem ich dachte: Das möchte ich beim nächsten schwierigen Gespräch anders versuchen.
Für mich war das deshalb weniger ein Ratgeber über „die Neurodivergenten“ als ein Buch über gegenseitiges Verstehen. Ich nehme vor allem einen Gedanken mit: Bevor ich Rückzug oder eine ungewohnte Reaktion als Ablehnung empfinde, möchte ich öfter versuchen zu verstehen, was dahintersteckt. Das klingt einfach, ist im wirklichen Leben aber verdammt schwer.
Rezensent*in 2177746
Puh, es war ganz schön viel zu lesen. Aber das war alles sehr aufschlussreich.
Ich hatte das ebook und weis nicht, ob die Aufmachung im Print anders wäre.
Zum EBook kann ich sagen, dass es sehr minimalistisch gehalten ist. Überschriften in einer Farbe, der Text in einer anderen Farbe. Das war's. Keine Mekkastchen, keine Grafiken.
Ich liebe Kästchen und Grafiken, um Gelesenes besser zu behalten, aber das gibt es hier nicht.
Trotzdem:
Das Geschriebene hat Gewicht. Ich konnte sehr vieles nachvollziehen. Kenne eigentlich alle geschilderten Besonderheiten, die NT und ND Beziehungen anstrengend machen.
Dr. Rosalie Weigand erklärt wirklich zu allen Konfliktbereichen beide Seiten.
So kommt Verständnis auf für die jeweilige andere Person. Auch die Lösungsansätze sind einleuchtend.
Dabei legt sie Wert darauf, dass beide Beziehungspersonen (gutes Wort) in der Verantwortung sind.
Was am Wichtigsten ist: Reden, reden, reden!
Zu richtigen und wertschatzenden Formulierungen gibt es konkrete Sätze. So wird nicht gewertet oder gerechtfertigt, sondern erklärt.
Das sorgt für eine gute Beziehungsbasis.
Am Ende gibt es noch Hinweise zu Apps, Büchern und Quellen zum Weiterlesen
Fazit: Ein guter Ratgeber für Neurodivergente und auch Neurotypische Menschen.
Rezensent*in 2160334
In diesem Buch geht es um Beziehungen mit Neurodivergenz, stark fokussiert auf romantische Beziehungen. Die Autorin gliedert dies in verschiedene Teilbereiche, beispielsweise Alltag, Sexualität oder Elternschaft. Hierbei geht sie jeweils auf die eventuellen Problembereiche sowie auf Lösungsmöglichkeiten ein. Es werden immer beide Parteien, also der Lesende und seine Partnerperson angesprochen, was mir gut gefällt. So kann das Buch von beiden gelesen werden und beide kriegen individuelle Tipps. Auch gut hat mir die Schreibweise gefallen, es gab viele Absätze und generell war dieses Buch sehr leicht und angenehm zu lesen, was ich mir gerade für Menschen mit ADHS als angenehm vorstelle.
Einige Themen im Buch waren für mich nicht relevant, beispielsweise die Tipps für ADHS oder das Thema zu Elternschaft. Auch kannte ich viele der geschriebenen Dinge bereits und konnte diese somit überfliegen. Ich habe zudem feststellen können, dass in meiner Beziehung kaum welche der genannten Probleme auftreten, was mich sehr dankbar gemacht hat.
Gestört hat mich, dass oftmals etwas generalisiert wurde im Bezug auf neurotypische Personen. Es wurde dann davon ausgegangen, dass neurodivergente Menschen generell in einer Weise reagieren und neurotypische eben in einer anderen. Hierbei fehlte mir, gerade bei der neurotypischen eine gewisse Vielfalt, denn auch neurotypische Personen haben andere psychische Erkrankungen oder ähnliches, welche sie eventuell anders handeln lässt.
Insgesamt ist dies denke ich ein sehr hilfreiches Buch für neurodivergente Menschen und deren Partner*innen, falls Probleme aufkommen und gelöst werden wollen!
Ich habe das Buch gestern Abend begonnen und fast über Nacht komplett gelesen. Es ist für mich einer der besten Ratgeber, den ich bisher gelesen habe, weil ich mich selbst zu 100% darin wiedergefunden habe und weil ich mir so auch alle meine Verhaltensweisen, die ich vorher für "nicht ganz normal" angesehen habe, erklären konnte. Jetzt ergibt alles plötzlich einen Sinn! Ich wünschte nur, ich hätte diesen Ratgeber viel früher entdeckt, denn dann hätte ich schon vorher mein Verhalten besser einschätzen können und lernen können, es besser zu "dosieren" bzw. besser zu erklären, auch anderen Menschen gegenüber. Für meine Beziehung ist es jetzt leider zu spät, diese ist leider genau aus einem Grund in die Brüche gegangen, die in diesem Buch erklärt sind und ich habe keine Möglichkeit mehr für weitere Erklärungen. Ich habe das Buch als Ebook gelesen und werde es mir definitiv auch noch als Hardcopy kaufen, damit ich mir Notizen darin machen kann bzw. Sätze markieren kann.
Zu viel, zu nah, zu sehr von Dr. Rosalie Weigand
Rosalie Weigand schreibt darüber, was passiert, wenn in einer Beziehung unterschiedliche Bedürfnisse aufeinandertreffen und Neurodivergenz dabei eine Rolle spielt. Es geht um ADHS, Autismus, Rückzug, Reizüberflutung, Missverständnisse, Nähe, Sexualität, Konflikte, Elternschaft und ganz viel Alltag.
Ich mochte direkt, dass nicht ständig so getan wird, als müsste die neurodivergente Person sich einfach besser anpassen. Genau das ist ja oft das Problem. Eine Person braucht Ruhe, die andere denkt, sie wird zurückgewiesen. Eine will ein Problem sofort klären, die andere ist komplett überfordert und kann gerade gar nicht reden. Und beide meinen es vielleicht überhaupt nicht böse.
Viele Beispiele fand ich ziemlich nachvollziehbar, weil sie zeigen, wie schnell zwei Personen komplett unterschiedliche Dinge in dieselbe Situation hineinlesen können. Das fand ich teilweise fast interessanter als die eigentlichen Übungen.
Die Tipps sind sehr praktisch gehalten. Es gibt Fragen, Gesprächsanregungen und kleine Strategien für Situationen, die im Alltag immer wieder schwierig werden können. Nicht alles davon war für mich neu und bei manchen Punkten dachte ich, dass ich das schon oft gelesen habe. Trotzdem war einiges dabei, bei dem ich dachte: So könnte man das tatsächlich mal ausprobieren.
Gut fand ich auch, dass Nähe nicht automatisch bedeutet, immer möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen oder ständig alles gemeinsam machen zu müssen. Für manche Personen kann Rückzug genauso wichtig sein wie Nähe und das muss nicht heißen, dass mit der Beziehung etwas nicht stimmt.
Teilweise war mir das Buch etwas zu voll. Es werden sehr viele Themen angesprochen und bei einigen hätte ich gerne noch länger gelesen, bevor es schon weiterging. Gerade bei Konflikten und Intimität hätte ich mir an manchen Stellen noch mehr Tiefe gewünscht.
Trotzdem fand ich den Grundgedanken wichtig: Nicht jede Schwierigkeit in einer Beziehung bedeutet automatisch, dass eine Person sich mehr anstrengen muss. Manchmal müssen beide erst einmal verstehen, dass sie dieselbe Situation komplett unterschiedlich erleben.
★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Rezensent*in 2055917
„Zu viel, zu nah, zu sehr“ von Dr. Rosalie Weigand hat mich persönlich sehr angesprochen, weil es um ein Thema geht, das in Beziehungen schnell zu Missverständnissen führen kann: unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe, Rückzug, Kommunikation und emotionaler Verbundenheit.
Besonders hilfreich fand ich den Gedanken, dass unterschiedliche Bedürfnisse nicht automatisch bedeuten, dass zwei Menschen nicht zusammenpassen. Gerade wenn eine Person mehr Nähe, Austausch oder Sicherheit braucht und die andere zwischendurch mehr Ruhe und Abstand benötigt, können schnell Verletzungen entstehen. Das Buch hilft dabei, solche Unterschiede nicht sofort persönlich zu nehmen, sondern genauer hinzuschauen.
Beim Lesen habe ich mich an einigen Stellen selbst wiedererkannt. Ich kenne das Gefühl, mir Nähe, Verlässlichkeit und klare Rückversicherung zu wünschen und gleichzeitig Angst zu haben, damit vielleicht „zu viel“ zu sein. Genau deshalb fand ich den Ansatz sehr wertvoll, Bedürfnisse nicht grundsätzlich als falsch oder übertrieben zu betrachten.
Besonders schön fand ich, dass das Buch nicht nur eine Seite betrachtet. Es geht nicht darum, wer „recht“ hat oder wer sich verändern muss. Vielmehr geht es darum, die Bedürfnisse beider Menschen ernst zu nehmen und einen Weg zu finden, miteinander umzugehen, ohne dass einer sich ständig verbiegen oder der andere sich eingeengt fühlen muss.
Auch das Thema Neurodivergenz fand ich interessant, weil es helfen kann, manche Verhaltensweisen und Reaktionen aus einer anderen Perspektive zu verstehen. Gleichzeitig nimmt das Buch für mich nicht die Verantwortung aus der Beziehung: Verständnis ist wichtig, aber genauso wichtig sind gegenseitiger Respekt, Kommunikation und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen.
Ich habe aus der Lektüre vor allem mitgenommen, dass „zu viel“, „zu nah“ oder „zu sehr“ nicht automatisch etwas Schlechtes sein muss. Bedürfnisse dürfen unterschiedlich sein. Entscheidend ist, wie zwei Menschen damit umgehen.
Für mich ist das Buch deshalb eine wertvolle und sehr persönliche Lektüre über Nähe, Grenzen, Verständnis und die Frage, wie zwei Menschen trotz unterschiedlicher Bedürfnisse miteinander verbunden bleiben können.
Eine einfühlsame Lektüre für Menschen, die ihre eigene Beziehung besser verstehen und lernen möchten, Unterschiede nicht sofort als Ablehnung oder persönliche Zurückweisung zu erleben.Einfühlsam und hilfreich: Das Buch zeigt, wie unterschiedliche Bedürfnisse verstanden werden können, ohne sich selbst zu verlieren.
Ich lese seit einigen Jahren Bücher zum Thema Neurodiversität, jedoch sind einige Bücher sehr allgemein gehalten und es gibt meist sehr viele Überschneidungen, daher fand ich diesen Titel wieder sehr ansprechend, da sich "Zu viel, zu nah, zu sehr" auf die Konfliktpotentiale in (romantischen) Beziehungen spezialisiert.
Für mich persönlich gab es zwar nicht viel Neues, da mein langjähriger Partner und ich selbst neurodivergent sind. Es tat aber sehr gut, die eigenen Erkenntnisse aus dem Alltag bestätigt, Konfliktpotentiale aufgezeigt, damit diese daraus resultierenden Konflikte zukünftig vorgebeugt werden können. Dieses Buch hilft nicht nur Neurodiversität in Beziehung zu verstehen, sondern bietet gleichzeitig auch hilfreiche Tipps zu Formulierungen und Umgang mit neurodivergenten bzw. neurotypischen Partnern.
Besonders wichtig hervorzuheben finde ich, dass die Autorin nie generalisiert bzw. stereotypisiert!
Auch wenn sich dieses Buch in erster Linie an Paare richtet ist dieses Buch nicht nur auf romantischer Beziehungsebene wertvoll, sondern auch für engere Freundschaften und familiäre Beziehungen teilweise sehr gut anwendbar.
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