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Die dunkelste Nacht eines langen Winters
Roman
mit Johannes Neuner (Übersetzer*in)
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Erscheinungstermin 16.09.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Wovon lebt der Mensch?
Luft und Wahn.
Brot und Fleisch.
Träume.
Hoffnung.
Wovon sonst?
Ein türkischer Schriftsteller im Berliner Exil stößt auf eine Zeitungsmeldung über das Verschwinden eines jungen türkischen Offiziers. Getrieben von einer dunklen Vorahnung kehrt er in seine alte Heimat zurück, um dem Fall nachzugehen.
Was als Nachforschung beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Riese in seien eigene Vergangenheit. Während er tiefer in die Suche eintaucht, wird er mit einer Gesellschaft konfrontiert, die queere Identitäten verdrängt, verleugnet und homofeindliche Gewalt toleriert, statt sie konsequent zu verfolgen.
Am Ende erkennt er, dass sein Platz nicht dort ist, wo er herkommt, sondern dort, wo er leben und lieben kann: in Berlin.
Barbaros Altuğ zeichnet ein beklemmendes Bild der politischen und gesellschaftlichen Gegenwart der Türkei und erzählt zugleich von Exil, Zugehörigkeit und der Suche nach einem Ort, an dem ein selbstbestimmtes Leben möglich ist. Die kunstvoll eingearbeiteten Bezüge auf Thomas Manns »Der Tod in Venedig« machen den Roman zu einer eindringlichen Reflexion über Identität, Erinnerung und Verlust.
» Die dunkelste Nacht eines langen Winters ist der bislang kraftvollste und tiefgründigste Roman von Barbaros Altuğ. […] In Altuğs Sprache verbindet sich die aus Thomas Manns Literatur vertraute Melancholie mit der Fragilität des modernen Exils. […] Wie schon in seinen früheren Büchern erzählt Altuğ von verletzten Identitäten und verschwiegenen Vergangenheiten – von Menschen, die zwischen Erinnerung und Gegenwart nach einem Ort suchen, an dem sie bleiben können.« Beyza Umut, BirGün Kitap
Wovon lebt der Mensch?
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Vorab-Besprechungen
»Die dunkelste Nacht eines langen Winters ist der bislang kraftvollste und tiefgründigste Roman von Barbaros Altuğ. […] In Altuğs Sprache verbindet sich die aus Thomas Manns Literatur vertraute Melancholie mit der Fragilität des modernen Exils. […] Wie schon in seinen früheren Büchern erzählt Altuğ von verletzten Identitäten und verschwiegenen Vergangenheiten – von Menschen, die zwischen Erinnerung und Gegenwart nach einem Ort suchen, an dem sie bleiben können.« Beyza Umut, BirGün Kitap
»Die dunkelste Nacht eines langen Winters ist der bislang kraftvollste und tiefgründigste Roman von Barbaros Altuğ. […] In Altuğs Sprache verbindet sich die aus Thomas Manns Literatur vertraute...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783949545979 |
| PREIS | 19,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 3 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Stadt der Erinnerungen
Barbaros Altuğ schreibt einem Ton, der leichte Melancholie besitzt, und auch sofort ansprechend wirkt.
Der Erzähler ist ein türkischer Schriftsteller, der Istanbul verlassen hatte und jetzt in Berlin lebt. Das Verschwinden eines Mannes lassen ihn zurückkehren in die Stadt der Erinnerungen.
Als Exilant ist er bei den Nationalisten in Istanbul nicht mehr willkommen. Doch für den verschwundenen Güneş und für alle, die wie er zum Schweigen gebracht und vergessen wurden, muss er weiter nach der Wahrheit suchen.
Schließlich findet man Güneş tot auf.
Barbaros Altuğ gibt einen Einblick in ein Land, in dem es eine Stimmung gegen Menschen anderer Orientierung gibt und zeigt die Gefühlslage der Betroffenen.
Rezensent*in 793760
Dieses Buch ist trotz seiner Kürze extrem gehaltvoll und intensiv. Der Autor schafft es, die homofeindliche Politik der türkischen Regierung ebenso wie die gesamtgesellschaftlichen Vorurteile gegen Schwule in wenigen Worten und oft nur Andeutungen herüberzubringen. Dass der Aufhänger des Romans die ungesühnte Tötung eines jungen schwulen Mannes ist, ist so drastisch wie realistisch und verweist, zumal der Getötete selbst Offizier war, darauf, dass Homosexualität in der gegenwärtigen Türkei keinen Platz hat, egal wie sehr sich die Betroffenen versuchen in nationale Erzählungen zu fügen. Indem er immer wieder Textteile aus Thomas Mann einwebt, stellt sich der Autor in eine Erzähltradition, die so wie der journalistische Protagonist des Romans türkische und deutsche Einflüsse aufweist. Altuğ schafft es, zugleich melancholisch, kritisch und dabei trotzdem hoffnungsvoll zu schreiben und gerade dadurch entwickelt der Roman eine große Kraft. Ich habe das Buch sehr sehr gern gelesen und wünsche ihm eine große Leser*innenschaft.