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Buchcover für Frag nach Susan

Frag nach Susan

mit Sophie Zeitz (Übersetzer*in)

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Erscheinungstermin 12.08.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

»Ich lebe in einer Welt voller Susans. Alle, die hier im Nagelstudio arbeiten, bekommen ein Namensschild von mir, und auf jedem Namensschild steht ›Susan‹.«

Die pensionierte Boxerin Ning arbeitet im Nagelstudio. Bei »Susan’s« tragen alle Angestellten schwarze, mittellange Haare, schwarze Jeans, schwarze T-Shirts, schwarze Schuhe – und den Namen Susan. Die Kundschaft kann ihre echten Namen ohnehin nicht aussprechen, geschweige denn auseinanderhalten. An einem scheinbar gewöhnlichen Sommertag feilen, schneiden, lackieren, lachen, nicken und plaudern die Susans, doch hinter ihrem Lächeln verbergen sich Spannungen, Ängste und unerfüllte Wünsche. Ning führt mit unbestechlicher Klarheit durch ihren Arbeitsalltag, die Herabwürdigungen durch Kundinnen und die Machtspiele, die sie bei Laune und am Leben halten.

»Frag nach Susan« erzählt mit bissigem Witz von lackierten Nägeln, von Klassenkämpfen und inneren Kämpfen – und fordert schließlich eine Abrechnung mit der Art und Weise, wie die privilegierte Welt auf Frauen wie Ning blickt.


»Was für ein Nagelstudio. Unter den perfekt lackierten Nägeln brennt es.« Katja Oskamp

»Ich lebe in einer Welt voller Susans. Alle, die hier im Nagelstudio arbeiten, bekommen ein Namensschild von mir, und auf jedem Namensschild steht ›Susan‹.«

Die pensionierte Boxerin Ning arbeitet im...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE E-Book
ISBN 9783841241559
PREIS 16,99 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

„Frag nach Susan“ hat mir wirklich unglaublich gut gefallen. Ich fand den Roman großartig und vor allem die Art und Weise, wie das Thema Rassismus behandelt wird, hat mich sehr beeindruckt.

Im Mittelpunkt steht Ning, eine pensionierte Boxerin, die in einem Nagelstudio arbeitet. Dort heißen plötzlich alle Mitarbeiterinnen „Susan“, tragen dieselbe Kleidung und sehen auf den ersten Blick nahezu gleich aus. Ihre tatsächlichen Namen können oder wollen die Kundinnen ohnehin nicht richtig aussprechen. Was zunächst fast absurd und humorvoll wirkt, bekommt dadurch schnell eine bitterernste Bedeutung.

Ning nimmt uns durch ihren ganz normalen Arbeitsalltag mit und zeigt dabei schonungslos, was hinter den freundlichen Fassaden passiert. Die kleinen Bemerkungen, die Herablassungen und die Selbstverständlichkeit, mit der manche Kundinnen über die Frauen im Nagelstudio hinwegsehen, machen deutlich, wie alltäglich und subtil Rassismus und Klassismus sein können. Genau diese Darstellung hat mir besonders gut gefallen.

Dabei ist das Buch keineswegs trocken oder belehrend. Im Gegenteil: Es steckt voller bissigem Humor und erzählt von den persönlichen Kämpfen, Wünschen und Ängsten der Frauen. Gerade diese Mischung aus Witz, Gesellschaftskritik und einer sehr persönlichen Geschichte fand ich unglaublich gelungen.

Besonders stark fand ich die Perspektive von Ning. Durch ihre Beobachtungen bekommt man einen ganz anderen Blick auf die vermeintlich privilegierte Welt der Kundinnen und darauf, wie unterschiedlich Menschen denselben Ort und dieselben Situationen wahrnehmen können. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken darüber an, wie wir andere Menschen betrachten und welche Vorurteile wir vielleicht selbst mit uns herumtragen.

Für mich ein wirklich außergewöhnlicher Roman, der wichtige Themen auf intelligente, unterhaltsame und gleichzeitig sehr eindringliche Weise behandelt. Ich habe „Frag nach Susan“ sehr gerne gelesen und kann das Buch absolut empfehlen. Eine ganz klare 5-Sterne-Lektüre!

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https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1079018813Ning ist Nagelstudiobesitzerin, ehemalige Boxerin und hat nur neun Finger. Der linke Ringfinger fehlt ihr und stellt den größten Unterschied zwischen ihr und ihren Mitarbeiterinnen dar. Denn sie sind alle ungefähr gleich groß, tragen ihre schwarzen Haare schulterlang, sprechen dieselbe Sprache und heißen alle Susan. Zumindest heißen sie so für ihre Klient:innen. Die schauen eh nicht so genau hin, wer ihnen gerade die Nägel macht und es kommt gut, wenn sie einfach nach Susan fragen können. Und Nings Nagelstudio läuft gut. Die Kund:innen kommen rein, suchen sich eine Nagellackfarbe aus (nachdem sie zum zweiten Mal dazu aufgefordert wurden) und fangen dann meistens zu reden an. Erzählen alles und nichts und verstehen nicht, dass die Nagelstudioarbeiterinnen sich in ihrer Sprache über sie unterhalten. Denn wer spricht schon ihre Sprache?

„Frag nach Susan“ ist ein ruhiger Roman, voller gut platzierter Beobachtungen und Spitzen gegen eine rassistische und klassistische Gesellschaft. Die Übersetzung von Sophie Zeitz passt wunderbar zu der schlichten Erzählweise, bei der man sich nie sicher sein kann, welche Bedeutung ein Ereignis für die Geschichte hat. Immer wieder habe ich beim Lesen mit einem Plottwist gerechnet, damit, dass die Geschichte Fahrt aufnehmen würde, oder aufgekommene Fragen beantwortet werden würde. Erst nach und nach habe ich erstens verstanden, dass „Frag nach Susan“ kein Buch ist, das Antworten gibt und zweitens, dass da die westlich-kapitalistische Kultur aus mir spricht. Aristoteles hat uns beigebracht, dass eine Geschichte aus einem Anfang, einem Hauptteil und einem Schluss besteht, wobei die Spannungskurve erst aufsteigt und sich dann auflöst (erinnert sich noch jemand an die Spannungsmaus aus der Schule?). Es gibt aber auch Kulturen, in denen Geschichten schon immer anders erzählt werden (zum Beispiel zyklisch statt linear).

Vielleicht lese ich zu viel in Souvankham Thammavongsas Roman hinein. Vielleicht aber auch nicht, denn anders als es oft bei einem spannenden Roman der Fall ist, bei dem am Ende alle Fragen aufgelöst werden, habe ich noch oft an „Frag nach Susan“ gedacht. Das Buch begleitet wird mich auf jeden Fall noch eine ganze Weile begleiten und ich glaube auch, dass ich noch mehr interessante Aspekte darin finden werde, wenn ich es irgendwann noch einmal lesen werde.

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5 stars

Die Autorin erzählt mit trockenem und teils bissigem Humor anhand eines einzigen Tages in einem Nagelstudio über den Umgang der Gesellschaft mit Migrantinnen, Schubladendenken, Respekt und den Wert von Arbeit.
Die Protagonistin Ning betreibt ein Nagelstudio, den ganzen Tag Maniküre, Pediküre und Gesichtsbehandlungen. Alle Angestellten nennen sich Susan, von den Kundinnen fühlen sie sich missachtet und nicht gesehen. Deshalb lästern sie pausenlos auf chinesisch über die Kundschaft, ohne dass diese etwas merkt.
In der Welt draussen fühlt Ning sich unsicher, sie ist alleine und hat neben dem Salon kein nennenswertes Privatleben. Ihre Angestellten hält sie auf Distanz, obwohl sie sich nach Nähe sehnt.
Der Roman lebt nicht von seiner Handlung, sondern von den Zwischentönen und Beobachtungen des Alltags, manchmal böse aber immer voller Mitgefühl.

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Nimm dir eine Farbe und setzt dich hin...

In einer Welt voller Susans lebt Ning. Ein Name wie ein leiser klang. Genauso fühlt sich dieses Buch an. Nach Ning. Es summt leise im Hinterkopf und hallt lange nach.

Eigentlich ist es nichts besonderes. Ning hat einen Salon, sie bietet Mani- und Pediküre an. Zupfen, Waxen, Faden, Moisturizer und Co.

Ihr Laden ist Ihre sichere Zone, Ihr Königreich. Draußen ist sie eine ehemaliger Boxerin, eine verängstigte Angestellte und wird von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht. Aber in ihrem Laden. Bei Susans ist sie so anonym wie die anderen Susans. Gleichzeitig hat sie hier das Steuer fest in der Hand.

Eine angsame und ruhige Erzählung, die uns hinter die Fassade der ersten Susan blicken lässt. Ihre Ängsten, ihre Wünschen und ihr Helfersyndrom.

Wir begleiten Sie genau einen Tag und das reicht um zu sehen dass hinter jedem Kunden und jedem Gast immer noch mehr steckt, als man zuerst sieht

Rein und raus. Ganz einfach. Aber bitte such dir zuerst eine Farbe aus.

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Ein Tag im Nagelstudio
"Frag nach Susan" hat mir gefallen - besonders die Idee, ein Nagelstudio zum Schauplatz eines Romans zu machen. Im Vordergrund steht Ning, eine ehemalige Boxerin, deren Ring jetzt ein Nagelstudio ist.

Für einen Tag bin ich in den Kosmos "Nagelstudio" eingetaucht und habe Anteil an den Arbeitsbedingungen, Ängsten & Hoffnungen der Susans genommen, von der die Autorin mit viel Empathie erzählt. Es ist eine gut beobachtete Geschichte mit realem Hintergrund - leise, kurzweilig & gut zu lesen.

Eine Empfehlung für alle, die sich für gesellschaftliche Themen interessieren.

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Macht nachdenklich;
Mit bissigem Humor schildert die Autorin den Alltag in einem Nagelstudio. Die Details hinter den Kulissen zwischen Solidarität und Konkurrenz fand ich sehr gut getroffen. Dadurch, dass sich die Nagelkünstlerinnen untereinander nur in ihrer Muttersprache unterhalten, entsteht eine Parallelwelt, die die Kundschaft nicht wahrnimmt oder wahrnehmen will. Als Leser erlebt man beide Welten: die unbedachten Äußerungen der ahnungslosen Kundinnen, die ihre Dienstleistungskräfte dadurch beleidigen und herabwürdigen sowie die kleine Rache der austauschbaren Angestellten, die ungewollt so viel erfahren und mit dem Wissen über die Kundschaft lästern. Ich fand es gut, dass auch das Leben der Angestellten außerhalb des Nagelstudios angedeutet wurde und wie die prekären Lebensumstände die hohe Fluktuation erklären. Der Schreibstil hat mich sofort abgeholt und es ist eine Kunst, einen Klassenkampf so unterhaltsam und pointiert darzustellen. Gleichzeitig macht das Buch auch nachdenklich und gibt viele Anstöße.

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Dieses Buch hat mich durch seine klare, unaufgeregte und gleichzeitig extrem wirkungsvolle Sprache beeindruckt. Souvankham Thammavongsa erzählt von Migration, Anpassung, Würde und den leisen Kämpfen des Alltags. Die Geschichten gehen direkt unter die Haut, ohne dramatisiert zu werden. Ein wirklich feinfühliges und wertvolles Leseerlebnis!

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Such Dir eine Farbe aus

Souvankham Thammavongsa ist eine kanadische Autorin, geboren in Thailand.
Das Buch wirkt wie eine Bestandsaufnahme. Es zeigt einen Tag in einem Schönheitssalon.
Es sind die Gedanken von der 42jährigen Besitzerin Ning, die das Buch durchziehen.
Sie war früher Boxerin und ist ziemlich tough. Ihre Mitarbeiterinnen müssen alle ungefähr gleich aussehen und tragen alle das Namensschild Susan. So gibt Ning dem Laden ihren Ausdruck.

Obwohl eigentlich fast nichts passiert, bekommt man als Leser einen Eindruck vom Leben der Frauen in diesem Salon. Mögen sie sich auch alle ähnlich sehen, sind sie doch unterschiedlich. Eine ganze Reihe von Emotionen verbergen sich im Text, der eigentlich zu kurz ist. Aber Souvankham Thammavongsa hat einen prägnanten Schreibstil

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Ich will nichts anderes als Susan sein


Souvankham Thammavongsas Debütorman „Frag nach Susan“ führt uns in die Welt der Nagelstudios: Die etwa vierzigjährige Protagonistin Ning war früher Boxerin, nun ist ihr Nagelstudio ihr „Ring“: „Das ist alles lange her. Susan’s. Die Mädchen. Der Laden ist jetzt mein Ring. Wenn du gut in deinem Job bist, ist es egal, welchen Job du machst, Hauptsache, du fühlst dich wohl in deiner Ecke der Welt. Ich habe jetzt einen Ort, an dem ich jeden Tag willkommen bin.“

Da die „white rich“ Kundschaft die echten Namen der asiatischen Mitarbeiterinnen sowieso nicht aussprechen, geschweige die Frauen unterscheiden können, tragen der Einfachheit halber ein Namensschild mit demselben Namen: „Susan“, und sie arbeiten alle im Einheitslook: schwarzes Shirt, schwarze Jeans, schwarze Schuhe & alle mit derselben Frisur.

„Ich lebe in einer Welt voller Susans. Alle, die in meinem Nagelstudio arbeiten, bekommen ein Namensschild von mir, und auf jedem Namensschild steht »Susan«. So viele Mädchen kommen und gehen. Ich habe keine Lust, jedes Mal neue Namensschilder zu besorgen. Davon mal abgesehen, spricht sich ein Name wie Susan leichter aus.
Unseren Kunden fällt es nicht auf. Sie kommen rein, und wir stehen bereit und können loslegen. Nur das zählt für sie. Wir haben schwarzes, schulterlanges Haar und tragen schwarze T-Shirts und schwarze Hosen. Wir sind auch ungefähr gleich groß.
Außerdem liegen die Kunden nie falsch, wenn sie nach Susan fragen. Die liebe Susan ist immer verfügbar und stets zu Diensten. Susan hat nie einen freien Tag und Susan ist nie ausgebucht, wenn du für sie anrufst. Susan, unsere liebe, nette Susan, nimmt sich immer für dich Zeit.
Die Susans und ich haben ein gutes Verhältnis, wie man es eben hat, wenn man zusammenarbeitet, sich jeden Tag sieht. Ich halte sie gern auf Distanz, komme keiner zu nahe. Sie sind nicht meine Familie. Und selbst meine Familie halte ich auf Distanz.
Ich habe mein Soll erfüllt.“

Während die Frauen die Nägel und Füße der Kund*innen pflegen, müssen sie sich auch um deren Launen und Luxusprobleme kümmern und sind dabei permanent Alltagsraissismus, Herabwürdigungen und subitlen Machtstrukturen ausgesetzt. Nach außen müssen sie freundlich lächeln, doch im Innern der Frauen verbergen sich sowohl etliche Spanngunge als auch Träume und Wünsche.

Mir hat Souvankham Thammavongsas Schreibstil sehr gut gefallen, sie ist eine feine Beobachterin und schreibt mit Wortwitz und Tiefgang über die Ausbeutung von Migrantinnen in dieser Branche, über Klassismus und Rassismus, Identität und Anpassung von Einwander*innen.

Ning ist eine großartige Protagonistin, nach außen ruhig, aber in ihr steckt sehr viel Klugheit und Reflektiertheit, sie ist sehr authentisch getroffen.
Nings priviligierte Kundschaft fühlt sich dem Personal überlegen, doch Ning und ihre „Susans“ haben ihre eigenen Überlebensstrategien und Methoden:

„Jeder kriegt, was er will, aber ich bringe sie mit gezielten Fragen dazu, das zu wollen, was gut für sie ist. Ich weiß, was das Beste für sie ist, und ich bringe sie dazu, es auszusprechen, so wie die Anwälte in den schicken Anzügen im Fernsehen die richtigen Antworten aus den Zeugen herausholen. Ich stelle Fragen, zu denen ich schon die Antworten kenne. Hole sie heraus.“

„Frag nach Susan“ ist ein Roman, der unbedingt Beachtung verdient und mir sehr gut gefallen hat!

Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

4 stars
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