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Flora
Roman (Edition Kommode)
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Erscheinungstermin 15.09.2026 | Archivierungsdatum 31.10.2026
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Zum Inhalt
Auf einem nächtlichen Spaziergang finden Adam und Sára am Stadtrand ein kleines, stilles Wesen. Das junge Paar entscheidet sich, das Geschöpf, das sie Flora nennen, erst einmal zu sich zu nehmen. Sie...
Eine Anmerkung des Verlags
SPERRFRIST 15.9.2026 beachten!
Marketing-Plan
- Die Weird-Fiction-Sensation aus Tschechien!
- Spitzentitel Belletristik
- Breite Presseaktivitäten
- Aktionen zum Gastland Tschechien während der Buchmesse FFM
- Die Weird-Fiction-Sensation aus Tschechien!
- Spitzentitel Belletristik
- Breite Presseaktivitäten
- Aktionen zum Gastland Tschechien während der Buchmesse FFM
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783912563009 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 6 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Das war mal interessant und was ganz anderes, was ich sonst so lese. Ich kann nur empfehlen, sich Zeit zu lassen, das Gelesene zu verarbeiten, denn der Autor springt manchmal sehr schnell von einem Tag zum nächsten, dazwischen ein Traum, dann auf einmal kommt die nächste Jahreszeit. Man muss sich drauf einlassen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich hätte mich aber über mehr Seiten gefreut und damit vielleicht ein paar weniger Zeitsprünge.
Trotzdem sehr gelungen!
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1861026
Ein sehr atmosphärischer, surrealer Roman. Die Landschaft, Natur und der Fortschritt der Jahreszeiten werden sehr eindrücklich beschrieben und verwoben mit der Beziehung und Entwicklung der Protagonisten.
Rezensent*in 427080
Flora ist
eine Dystopie
geheimnisvoll
soghaft
faszinierend
Ein Paar finden ein fremdartiges Wesen und nehmen es mit. Sie nennen es, das eine bizarre Mischung aus Fleisch und künstlichem ist, Flora und kümmern sich um es, als wäre es ihr Kind.
Während Sara ganz in ihrer Mutterrolle aufgeht und sich dabei in Gefahr bringt, hält Adam auch eine beobachtende Distanz
Durch die bildhafte Sprache des Autors wird man an den Text gefesselt.
„Ich bin in meine Erinnerung eingetaucht und habe etwas Fremdes mitgebracht, das da nicht hineingehört.“ (S. 8/85)
Wie von selbst waren Sára und Adam nach einem Abend in einer Kneipe in der „Steppe“ gelandet - diesem Ort inmitten der Stadt, der nach dem Scheitern großer Pläne sich selbst überlassen wurde und der gleichzeitig unheimlich und bezaubernd ist. Adam kennt die „Steppe“ aus seiner Kindheit. Die Erinnerungen an die Datscha seiner Oma sind zwar nur noch vage, gewinnen aber an Kontur, als Sára und Adam mit dem „Klumpen“, den sie während des Streifzugs durch die Steppe im Gebüsch gefunden hatten, in der Datscha Zuflucht suchen.
Obwohl die „Steppe“ als feindlicher, gefährlicher Ort beschrieben wird und die Nachbarin regelmäßig betont, dass Sára und Adam ohne den „Klumpen“ in ihr normales Leben zurückkehren sollten, bleiben sie und trotzen den Jahreszeiten. Die Veränderungen in dieser Landschaft am Rande der Zivilisation werden in unheimlich schönen und lebendigen Bildern beschrieben. Doch die Vorahnung, dass hinter der Idylle ein furchtbares Geheimnis wartet, bleibt und sorgt bis zum Schluss für Spannung.
Ähnlich verhält es sich mit dem „Klumpen“ - diesem Wesen, das zugleich abstoßend und faszinierend wirkt, und die Fürsorge seiner Umgebung weckt. Mit ihm lassen sich Themen wie Wissenschaftsethik, Kinderwunsch und der Umgang mit dem Andersartigen assoziieren und diskutieren. Dabei stehen die unterschiedlichen Reaktionen der Figuren auf den „Klumpen“ für unterschiedliche Herangehensweisen und Strategien.
Über tiefere Bedeutungen der Geschichte kann man länger nachdenken. Mich persönlich hat die Kombination aus Lost Place-Romantik, Gesellschafts- und Zivilisationskritik sowie unterschwelligem, leisen Horror begeistert und für die Geschichte eingenommen. Eine literarische Perle, die ich gerne weiterempfehle.
Joyce K, Rezensent*in
Aufmerksam geworden bin ich auf den neu erschienenen Roman Flora von Jonáš Zbořil durch Tschechiens anstehenden Auftritt als Gastland der Buchmesse.
Schon auf der ersten Seite stehen Adam und Sára vor einem Wesen, das sich jeder eindeutigen Einordnung entzieht:
„Der Körper ist klein, fragil. Wir wissen nicht, wo er anfängt und endet, was dazugehört und was nicht. Dünne Schläuche, verflochten mit den Ranken des Gestrüpps, verheddert wie Kopfhörerkabel. Ein Stück Fleisch, oder nur ein Lumpen. Ein tierischer Geruch.“
Was ist dieses Wesen? Etwas Lebendiges, etwas Menschliches, etwas Tierisches – oder etwas völlig anderes? Die Unsicherheit dieses ersten Blicks prägt auch den weiteren Roman.
Die Welt, in der Adam und Sára leben, ist aus den Fugen geraten. Kleinere Umweltkatastrophen gehören zum Alltag, Krankheiten breiten sich aus, Wetterereignisse werden unberechenbar und Giftmüll ist allgegenwärtig. Die Menschen haben sich zunehmend in die Städte zurückgezogen. Rings um sie herum liegt eine vermüllte Steppe, in der die Überreste einer untergegangenen technischen Zivilisation herumliegen.
Adam und Sára versuchen, der Monotonie und Konformität ihres bisherigen Lebens zu entkommen. Zusammen mit dem Wesen, geschützt vor diffamierenden Fragen, ziehen sie sich in die Datsche von Adams Großmutter zurück, an den äußersten Zipfel der Zivilisation. Hier, außerhalb der Stadt, entsteht ein Zwischenraum: ein Ort des Rückzugs, aber auch ein Ort, an dem sie sich mit einer Welt auseinandersetzen müssen, die sich längst verändert hat.
Sára hat sich in der Vergangenheit einer Kinderwunschbehandlung unterzogen. Getrieben von ihrem unerfüllten Wunsch, entwickelt sie Muttergefühle, nennt das Wesen Flora.
Adam beginnt, Flora zu erforschen. Seine Beobachtungen führen immer wieder zu der Frage, wo eigentlich die Grenze zwischen Natur und Mensch verläuft.
Auch Adams Gedanken über Kindererziehung öffnen eine weitere Ebene des Romans. Was bedeutet es, ein Kind in einer solchen Welt großzuziehen? Welche Verantwortung haben Eltern gegenüber der nächsten Generation? Und welche Vorstellungen von Sicherheit, Normalität und Zukunft können überhaupt können überhaupt noch gelten?
Flora ist auf seltsame Weise berührend. Der Roman entwickelt seine Wirkung weniger durch spektakuläre Katastrophen als durch die Atmosphäre des Ungewissen und Verstörenden. Vieles bleibt unausgesprochen, und gerade dadurch entsteht Raum für eigene Gedanken.
Die tiefere Bedeutung des Romans wird nicht eindeutig festgelegt. Flora selbst lässt sich ebenso unterschiedlich deuten wie die Landschaft, die technischen Überreste oder der Rückzug von Adam und Sára. Ist Flora ein Wesen, das eine neue Form von Leben verkörpert? Ein Spiegel der beschädigten Umwelt? Oder steht sie für etwas, das sich unserer bisherigen Vorstellung von Natur und Mensch entzieht?
Gerade dass der Roman diese Fragen nicht abschließend beantwortet, hat mir gefallen. Flora lässt viel Interpretationsraum und wirkt noch über die eigentliche Geschichte hinaus. Ein ungewöhnlicher, manchmal verstörender und zugleich berührender Roman über Natur, Zukunft, Kinderwunsch und die Suche nach einem anderen Leben.